AdamStaubbartAbgestürzt

ABGESTÜRZT

 

Mama, ich bin es. Dein Kind. Bitte, sei nicht mehr traurig wegen mir. Es ist an der Zeit, dass du deinen Frieden mit der Sache schließt und anfängst weiterzuleben.

 

Obwohl die Frühlingssonne den Himmel in einen zarten Türkiesblau tauchte und selbst auf dem Friedhof alles heiter grünte und blühte, herrschte an einer Stelle vor den Sammelbegräbnissen der Sternenkinder ein schier endloser Niederschlag. Sieben Tage in der Woche, sowohl morgens als auch abends von sieben bis neun Uhr, wurde dieser Ort von Regengüssen heimgesucht. Und dies war allein der Verdienst eines einzigen Augenpaars von blassgrüner Farbe.

 

Kamilla tupfte sich mit einem zerknüllten Taschentuch wild ins Gesicht herum, der verzweifelte Versuch die Tränenflut im Zaum zu halten. Seit beinahe drei Jahren wartete die Frau mit dem platinblonden, kurzen Putz darauf, dass ihre Trauer gänzlich verebbte und nicht nur lediglich für einige Stunden. Schnodder lief aus ihrer kleinen, rosa glänzenden Stupsnase.

 

Ich weiß, dass du Schwierigkeiten hast, diesen Schritt zu gehen und ich wünschte, dass ich dir den Schmerz abnehmen kann, den du angesichts meines Verlustes ständig mit dir herumschleppst. Aber so einfach ist das ja leider nicht. Du musst für dich selbst einen Haken dahinter setzen und damit klarkommen, dass du in einer Zukunft ohne mich leben wirst.

 

Das Handy wackelte in ihrer unruhigen Hand und als Kamilla die nächsten Sätze der Textnachricht gelesen hatte, flossen neue Tropfen aus dem reißenden Gewässer ihrer Seele. Mit der anderen Hand, in der sie das aufgeweichte Taschentuch festhielt, wischte sie sich erneut die Tränen beiseite. Dann putzte sie sich die Nase und als sie sich wieder dem Smartphone zuwenden wollte, um eine Antwort abzutippen, erschien unter der Nachricht, die sie eben erhalten hatte, ein Foto.

 

Auf dem Bild befand sich eine Frau, die genauso aussah wie Kamilla, bloß in einer überglücklichen Ausgabe. Rechts neben ihr hatte sich ein etwas bulliger Mann mit schwarzen, strubbeligen Haaren an ihre Seite geschmiegt, weswegen anzunehmen ist, dass es sich bei ihm um einen Lebenspartner handelte. Dicht vor ihnen stand ein kleines, etwa neun Jahre altes Mädchen mit einer zerzausten Frisur, als hätte jemand der Kleinen kurz vor der Aufnahme gründlich die Haare gewuschelt. Sie hatte definitiv die Augen und das Lächeln von Kamilla, doch Ohren und Nase sowie die Kopfform ähnelte dem Mann auf dem Foto so stark, dass nicht zu verkennen war, dass er ihr Vater sein musste. Im Hintergrund erstreckte sich die Kulisse eines Zoos und der Schemen eines Eisbären befand sich unscharf eingefangen weiter hinten.

 

An jenem Tag hatte ihre Tochter zum aller ersten Mal ihren Lieblingstier aus der Nähe bestaunen können.

 

Es war ein Familienfoto aus einem anderen Leben. In diesem Leben existierten Mann und Kind ebenso wenig wie das Leben an sich. In diesem Leben existierte nur sie, mutterseelenalleine im unendlichen Meer der Trauer herumtreibend. Seit fast drei Jahren kam sie sich wie eine Verschollene vor, die einen ganzen Ozean mittels einer schaukelnden Walnussschale von Boot überqueren musste, um zurück zur zivilisierten Gesellschaft zu gelangen. In Wahrheit war der Kontakt zu einem Menschen jedoch lediglich ein paar Meter oder einen Anruf entfernt. Normalerweise standen ihr sämtliche Möglichkeiten zur Verfügung, um ihrer Distanz zu den Leuten vorzeitig ein Ende zu setzen. Allerdings war Kamillas Leben nicht mehr normal; so war sie selbst doch seit Stellas Tod nicht mehr normal. Sie wusste dies und sie wusste, dass alle anderen dies auch wussten.

 

Sowohl die Lebenden als auch die Toten vom Friedhof tuschelten schon seit einiger Zeit mit eingezogenen Köpfen über sie – Die dreißigjährige Frau, die nicht nur wegen ihrem eigenen Kind ihr noch ungeborenes Kind verloren hatte, sondern auch Verstand und Familie. Kamilla hatte sich einen Ruf als Irre gemacht und Diejenigen, die sie nicht für eine Wahnsinnige hielten, erstickten sie, wenn auch unbeabsichtigt, mit ihrer Anteilnahme, obwohl sie nicht einmal ansatzweise wussten, wie sich ihr Schmerz anfühlte.

 

„Armes Ding“, murmelte jemand von den älteren Damen und Herren leise vor sich hin, die zwischen Grabsteinen und Holzkreuzen beisammensaßen, um das schöne Wetter mit Kaffee und Kuchen in vollen Zügen auszukosten.

 

Die Sprecherin senkte ihren Blick wieder, den sie zuvor zu der weinenden Frau bei der Gedenkstelle der Sternenkinder gerichtet hatte. Sie stocherte traurige Blicke in ihren noch unangerührten Stück Schwarzwälder Kirschkuchen.

 

„Armes Ding“, sprach sie erneut, dieses Mal laut genug, dass ihre Sitznachbarin darauf aufmerksam wurde.

 

„Ach, Maggie… Was ist denn los mit dir? Sag bloß, dass du noch immer wegen dieser Mutter traurig bist, die sich hier zweimal täglich die Augen aus dem Leib heult.“

 

 Die Angesprochene schloss ihre Augen kurz, um tief ein- und auszuatmen und als sie ihre Lider wieder öffnete, sah sie, dass alle Anwesenden des Kaffeekränzchens mit dem Plaudern aufgehört hatten und sie stattdessen anstarrten.

 

„Was glotzt ihr mich jetzt alle so dumm an!?“, herrschte die kleine, grauhaarige Frau, die Maggie hieß, die Leute in der Runde erzürnt an. „Weil ich eine andere Sicht auf die Dinge habe als ihr, hm? Passt euch das etwa nicht in den Kram? Dass ich nicht der Meinung bin, dass dieses Mädchen nicht mehr alle Tassen im Schrank hat und dass ich in ihr so viel mehr sehe als ihr.“

 

„Reg dich nicht so auf, Maggie“, versuchte ihre Sitznachbarin, die ihre große Schwester war, sie zu besänftigen.

 

„Oh doch, Greta“, rief Maggie wütend. „Ich rege mich auf. Und zwar aus gutem Grund! Wie könnt immer nur so viel Schlechtes über jemanden erzählen, den ihr nicht einmal persönlich kennt? Wie könnt ihr hinterher noch lachen, während die ganze Angelegenheit doch schlichtweg zum Heulen ist? Was seid ihr nur für Gestalten, dass ihr ein Urteil vollstreckt, obwohl ihr nichts über den Hergang der Geschichte wisst?“ Sie klatschte die Gabel neben den Teller auf dem Tisch und erhob sich erstaunlich agil von ihrem weißen Plastikstuhl. „Eine Frau hatte eine Fehlgeburt, weil ihre eigene Tochter ihr aus Angst vor Vernachlässigung beabsichtigt mehrmals gezielte Tritte in den Bauch verpasst hat. Schaut dahin!“ Maggie deutete mit dem Zeigefinger Richtung Kamilla. „Diese Frau hat keine Klatsche. Sie ist nur abgestürzt, weil sie nicht nur ihr ungeborenes Baby verloren hat, sondern alles, was ihr den Tag versüßt hat. Anders als wir hat sie noch ein Leben vor sich.“ Sie setzte sich wieder hin. „Anstatt sich pausenlos das Maul über sie zu zerreißen, sollte wir für sie da sein und ihr helfen. In solchen Zeiten kann eine einzige Umarmung die ganze Welt bedeuten oder habt ihr vergessen, wie sich Schmerz anfühlt, nachdem ihr gestorben seid?“

 

Es war kurz still. Totenstill wie es sich für einen Friedhof gehört. Keiner des neunköpfigen Grüppchens, das vor acht Jahren bei einem Flugzeugabsturz ohne Überlebende gestorben war, wagte es die Ruhe zu stören. Vielleicht aus Angst etwas Falsches zu sagen. Vielleicht aber auch aus Scham, dass Maggie soeben nichts als die Wahrheit in den Mund genommen hatte.

 

Zu Lebzeiten hatten sie sich stets blendend verstanden, waren mehr als ein halbes Jahrhundert unzertrennlich befreundet, bis es zu jener Tragödie beim Rückflug eines gemeinsamen Urlaubs kam. Lange schien es so, als würde ihre Clique selbst den Tod überdauern, doch in letzter Zeit wuchsen fast täglich neue Risse in dem Fundament ihrer Freundschaft. Als Toter lebte es nun doch anders als wie früher, wo jeder von ihnen noch ein lebender Mensch und somit noch verwundbar war. Mit der Zeit verlernten sie wohl oder übel, was es bedeutete am Leben zu sein. Sie waren tot und verbrachten ihr Dasein auf der Welt als Geister. Aus dieser Prämisse ergab sich für sie die Konsequenz, dass sie sich zunehmend schwieriger daran zurückerinnern konnten, wie sich das Menschsein mit all seinen schönen und schlechten Momenten angefühlt hatte.

 

Maggie war die Einzige von ihnen, deren Einfühlungsvermögen gegenüber den Lebenden noch größtenteils intakt zu sein schien. Ihre ältere Schwester Greta behauptete immer, dass die Gutherzigkeit der Weltverbesserin in ihr unsterblich wäre. Jedenfalls erzählte sie dies permanent den Anderen, auch wenn sie wusste, dass dies nicht der wirkliche Grund dafür war, wieso Maggie gegenüber der Frau vor den Gräbern der Sternenkinder so viel Empathie empfand. Ihre kleine Schwester hatte allein ihr das entsetzlichste Geheimnis ihres Lebens anvertraut und nicht mal vor ihren eigenen Eltern hatten sie jemals ein Wort darüber verloren, was sich eines Samstagnachts bei einem folgenreichen Discobesuch zugetragen hatte.

 

„Maggie.“ Greta schaute ihrer Schwester tief in die lasierend grünen Augen, ergriff ihre faltige Hand und redete behutsam weiter. „Sie ist es nicht, okay? Sie ist irgendwo da draußen, irgendwo in der großen, weiten Welt. Und es wird ihr bestimmt gut gehen, ganz bestimmt. Dieser Gedanke muss dir ausreichen, denn…“

 

Sie ließ den Satz unvollendet, weil Maggie ihre Hand rasch wegriss.

 

„Ganz bestimmt“, hauchte Maggie, die aufsteigenden Tränen zurückhaltend. „Ganz bestimmt reicht mir das nicht aus. Sie braucht mich. Das spüre ich. Ich fühle ihren Schmerz, als wäre es mein eigener und nur ich habe Schuld, dass ich nie für sie da sein konnte, als sie mich am dringendsten gebraucht hätte.“

 

„Du weißt, dass dies nicht stimmt.“

 

„Gerade ich weiß, dass dies stimmt“, ließ sie die Schuld nicht von sich nehmen. „Denn ich war es, die sie im Stich gelassen hat.“

 

„Du hattest keine andere Wahl. Was hättest du denn tun sollen?“, wollte Greta wissen. „Sie behalten? Dann hättest du dich ein Leben lang jedes Mal an die Vergewaltigung erinnert, sobald du sie dir angeschaut hättest.“

 

Blitzschnell sprang Maggie auf und verpasste ihrer Schwester eine Ohrfeige. Ohne einen weiteren Wort des Abschiedes kehrte sie ihnen den Rücken zu und hinterließ eine geschockte Schwester, der innerhalb weniger Sekunden die Farbe aus dem Gesicht gewichen war, als sie begriffen hatte, dass soeben aus Versehen Maggies größtes Geheimnis ausgeplaudert hatte.

 

Kamilla küsste das Foto von ihrer früheren Familie auf dem Handy. Natürlich liebte sie ihren Mann und ihre Tochter nach wie vor und vermisste sie schrecklich, doch das änderte nichts daran. Es ließ sich nicht ungeschehen machen, auch wenn sie es sich noch sehr wünschte.

 

Heute hatten Stellas Nachrichten sie ganz besonders getroffen. So hatte sie doch den Eindruck, dass Stella sie auf einen baldigen Zeitpunkt vorbereiten wollte, wo sie vollständig ohne sie zurechtkommen musste.

 

Nachdem sie ihr im Chat geantwortet hat, dass sie noch nicht soweit wäre, legte sie das Smartphone wieder neben dem Stoffeisbären hin und setzte sich auf eine marode, wenige Meter entfernt stehende Birkenholzbank.

 

Dort hatte sie es vor etwas mehr als einem Jahr entdeckt – Ein unbekanntes Handy, das einfach so dalag, links neben dem Kuscheltier, ein Geschenk für Stella. Natürlich hatte Kamilla es mehr als nur ungewöhnlich gefunden, dass jemand sein Smartphone an der Gedenkstelle der Sternenkinder zurückgelassen hatte. Aber dann hatte sie sich vor Augen geführt, wie zerstreut sie selbst des Öfteren war, wenn sie die Toten im Friedhof besuchen kam. Ein vor lauter Trauer maßlos verwirrter Elternteil hatte es wahrscheinlich dort vergessen. Jedenfalls hatte Kamilla dies bis zu dem Moment gedacht, als sich auf den Sperrbildschirm ein Foto erkannt hatte, wo sie selbst sowie ihr Mann und ihre Tochter zu sehen waren. Zunächst hatte sie noch große Angst, doch dann hat sie den zusammengefalteten Zettelchen hinter der durchsichtigen Handyhülle gefunden, in dem stand, dass dieses Handy Stella gehörte und dass das Gerät mit dem Himmel verbunden war.

 

Für Kamilla, die so tief in einem scheinbar bodenlosen Loch abgestürzt war, war dies die letzte Sache schlechthin, die sie davon abhielt, ihre aufkommenden Selbstmordgedanken zu verwirklichen. Sie musste ja jetzt jeden Tag für Stella da sein. Wie auch immer dieses Smartphone zum Friedhof gekommen war, es hatte Kamilla das Leben gerettet. Von nun an schrieb sie täglich mehrere Stunden mit ihrer toten Tochter, schickte ihr zur Abenddämmerung Audios, in denen sie ihr Gutenachtgeschichten vorlas. Das Handy ermöglichte es ihr immerhin kleine Aufgaben ihres Mutterseins im Angriff zu nehmen. Diese Mutter-Tochter-Beziehung auf Distanz, die dadurch entstanden war, kam auch ganz ohne jeglichen Körperkontakt fast problemlos aus.

 

Zumindest oberflächlich betrachtet. Schließlich waren es die kleinen Dinge, die ihr insgeheim fehlten. Keine herzerwärmende Umarmung, kein liebevoller Kuss auf die Stirn, kein flüchtiges Zerzausen der Haare wie sie es sonst immer bei Stella gemacht hatte und auch kein quietschfröhliches Kinderlachen nach einer großzügigen Kitzeleinheit. Auch wenn Kamilla sich richtig darüber freute, dass sie die Gelegenheit hatte mit ihrem toten Kind den Kontakt wenigstens aufrechtzuerhalten, sehnte sie sich vom ganzen Herzen nach noch mehr Nähe zu Stella. Manchmal, wenn sie mit Stella Nachrichten austauschte, wollte sie sich einfach nur direkt zu ihr teleportieren. Was würde sie nur für ihre Begierde geben, um Stella ein letztes Mal zu sehen, zu riechen, zu hören, zu schmecken und vor allem zu fühlen!

 

Und abermals würde Kamilla am liebsten Rotz und Wasser heulen. Sie würde Stella nie wieder live zu Gesicht bekommen.  

 

Da war die alte Maggie endlich aufgetaucht und gesellte sich neben der Frau auf der Bank platznehmend, die sich verzweifelt gegen ihren Drang zu weinen wehrte.

 

„Hey, brauchen Sie ein Taschentuch?“, fragte Maggie vorsichtig und hielt ihr bereits einen hin, ohne zuvor auf ihre Antwort abzuwarten.

 

Sie schniefte in das überreichte Tuch. „Danke.“

 

„Das eigene Kind zu verlieren ist schlimm, nicht? Ich kann Sie verstehen.“

 

„Sie können mich überhaupt nicht verstehen. Niemand kann das!“

 

„Und ob ich das kann, mein Kind“, beharrte die Alte.

 

Kamilla machte ganz große Augen. „Sind Sie etwa auch hier, weil Sie mal Ihr Kind verloren haben?“

 

Maggie lächelte traurig. „Der Hauptgrund, weshalb ich hier im Friedhof bin, ist zwar ein Flugzeugabsturz, aber ja, ich habe auch mein Kind verloren, vor viel zu vielen Jahren“, begann sie zu erzählen. „An meinen fünfundzwanzigsten Geburtstag habe ich meinen damaligen Verlobten dabei erwischt, wie er mit meiner Cousine herumgemacht hat. Infolgedessen bin ich zur nächstbesten Disco aufgebrochen, um die Nacht durchzumachen und mich richtig abzustürzen zu lassen. Ich habe einen Typen getroffen, der nicht nur hübsch aussah, sondern auch hervorragend tanzen konnte. Gemeinsam bin weiter mit ihm und seinen beiden Kumpels durch die Clubs gezogen. Es war schon so spät, dass die Nacht bereits beinahe vorüber war, doch für mich sollte schon bald nicht nur der Morgen grauen. Der Typ, der der geborene Tänzer zu sein schien, rief jemanden an, der uns mit dem Auto abholen sollte. Und wenig später saß ich naiv wie ich war in ebendiesem Auto und fuhr bei Leuten mit, die ich erst wenige Stunden kannte. Erst als der Fahrer plötzlich an einem Waldrand hielt, begriff ich, dass etwas faul sein musste, doch zu diesem Zeitpunkt war es schon zu spät zum Entkommen gewesen. Fast drei Stunden hat es gedauert, bis auch der letzte von insgesamt vier Männern fertig mit mir gewesen war. Nach der Vergewaltigung haben sie mich einfach wie ein Müllsack aus dem Auto geschmissen und sind davongefahren.“

 

„Wie grauenvoll“, wisperte Kamilla betrübt und tätschelte der alten Dame mitfühlend am Arm. „Ich hoffe sehr, dass diese Mistkerle wenigstens ihre gerechte Strafe bekommen haben.“

 

„Das haben sie. Das haben sie in der Tat“, sprach Maggie mit einem beschreibbaren Unterton in der Stimme und fügte mit glitzernden Augen hinzu. „Und die Gruppenvergewaltigung war noch nicht mal das Grauenvollste. Nach diesem entsetzlichen Ereignis bekam ich meine Periode nicht mehr.“ Sie machte eine kleine Pause. „Ich war schwanger. Von alledem, was geschehen war, wusste lediglich meine Schwester und sie hat mich nach der Geburt in meinem Entschluss bekräftigt, das Baby wegzugeben. Eine Fehlentscheidung, die ich heute noch bitter bereue.“

 

„Das tut mir unendlich leid für Sie.“

 

„Nein, das muss es nicht!“, rief Maggie schnell aus. „Sie sind die Allerletzte, der dies leidtun muss. Ich bin die Schuldige, die zu beklagen ist. Ich hätte mein Kind nie in irgendeine fremde Familie abschieben dürfen. Ich bin so eine schlechte Mutter!“

 

„Das denke ich nicht. Jeder würde Ihre Entscheidung sofort verstehen können. Auch Ihr eigenes Kind würde Sie nicht verurteilen, wenn es von den Umständen seiner Zeugung erfahren würde. Da bin ich mir ziemlich sicher.“

 

Maggie atmete erleichtert aus, als wäre soeben ein klobiger Stein von ihrem Herzen gefallen, den sie seit geraumer Ewigkeit schwer mit sich herumgeschleppt hatte. „Wenn Sie nur wüssten, wieviel mir Ihre Worte bedeuten. Sie sind eine solch gutmütige Frau.“

 

Kopfschüttelnd lachte Kamilla auf und widersprach ihr: „Nein, gutmütig bin ich definitiv nicht. Wissen Sie denn nicht, was man sich über mich erzählt?“

 

„Sie meinen“, begann die Alte zögernd. „Sie meinen die Geschichten darüber, dass Ihre eigene Tochter verantwortlich für Ihre Fehlgeburt sein soll?“

 

Kamilla nickte langsam und sagte im Plauderton: „Wissen Sie, Gerüchte verbreiten sich in Windeseile, sobald man sie erst einmal in die Welt gesetzt hat. Oft ist es aber als Unbeteiligter nahezu unmöglich herauszufiltern, was Lüge und was Wahrheit ist. Wenn die Leute über mich reden, ist dies nicht anders. Sie denken, dass ich Irre geworden bin, nachdem ich mein Baby verloren habe. Das zum Beispiel stimmt voll und ganz. Auch, dass es durch Fußtritte von meiner Tochter zur Fehlgeburt gekommen war, trifft zu. Allerdings ist es die Unwahrheit, dass sie dies vorsätzlich getan haben soll. Es war nämlich ein trauriges Versehen. Roman, mein Mann, hat an jenen Morgen unsere kleine Stella mit zu uns ins Bett genommen. Das hat er gerade am Wochenende regelmäßig gemacht, weil er innerhalb der Woche häufig den ganzen Tag arbeiten war und so wenig Zeit mit unserer Tochter verbringen konnte. Daher ist es zu einem Ritual am Samstagmorgen geworden, dass Stella vor dem Frühstück noch für eine halbe Stunde mit uns ins Bett kam, wo wir zusammen entweder noch kurz fernsahen oder uns gegenseitig durchkitzelten, bis uns Tränen in den Augen gestiegen waren. Jedenfalls war Stella auch an den besagten Morgen bei uns im Bett. Mein Mann hat sie offenbar an einer äußerst empfindlichen Stelle gekitzelt. Stella hat ohne Ende umhergestrampelt. Einige ihrer Tritte haben mich dabei im Bauch und Unterkörper getroffen. Sie wollte nicht, dass es dazu kommt, keiner hatte dies gewollt. Die Fehlgeburt war ein blöder, tragischer Unfall.“ Sie blickte direkt in Maggies Augen, die den gleichen Grünton besaßen wie ihre eigenen. „Und das Schlimme daran ist nicht, dass die Leute das Gegenteil herumschwatzen, sondern die Tatsache, dass ich es höchst persönlich war, die dieses Gerücht erfunden und verbreitet hat.“

 

Damit hatte die Alte anscheinend überhaupt nicht gerechnet, was man daran erkennen konnte, dass ihr ihre Kinnlade sofort herunterfiel.

 

„Aber warum?“

 

„Ich bin eben wie gesagt keine gutmütige Frau.“ Kamilla lachte aus tiefer Kehle heraus, wurde aber gleich danach wieder ernst und klang traurig, als sie ihrer Gesprächspartnerin die Erklärung auftischte. „Ich habe ehrlich gesagt, keine Ahnung, weshalb ich Ihnen das alles überhaupt erzähle. Sicherlich liegt es daran, dass Sie auf mich einen äußerst vertrauenswürdigen Eindruck erwecken oder einfach daran, dass ich jemanden zum Reden brauche. Es ist nämlich so: Die Lügen mussten sein. Andernfalls wäre ich heute unter Garantie nicht hier mit Ihnen. Schließlich ist es bedeutend angenehmer als Opfer leben zu müssen statt als Täter. Als Opfer erntet man zumindest noch Mitgefühl und die Leute würden es noch gerechtfertigt finden, wenn man da oben nicht mehr ganz sauber tickt. Bei einem Täter kann man eine solche Denkweise der Gesellschaft vergessen. Oder schütten Sie etwa einen Verbrecher mit Empathie zu, nachdem er ein schlimmes Vergehen begangen hat? Bestimmt nicht.“

 

Mit jeder Sekunde wuchs in Maggie nicht nur eine Ahnung darüber, was Kamilla ihr zu vermitteln versuchte, sondern auch, dass die Wahrscheinlichkeit immer mehr zunahm, dass sie echt ihre Tochter war.

 

„Sie müssen wissen, dass es einen viel schlimmeren Moment gab als die Fehlgeburt an sich. Es war der Moment, der kurz darauffolgte, nachdem man die sterblichen Überreste meines toten Babys aus mir entfernt hatte. Man hatte behauptet, dass mein ungeborenes Kind weniger als fünfhundert Kilogramm auf die Waage bringen würde, weswegen man es nicht als Person registrieren lassen würde. Als hätte mein Baby niemals existiert! Ich hatte die Fehlgeburt Anfang 2012. Damals galten noch die alten Gesetze und leblose Föten wurden lediglich als medizinischer Abfall angesehen, die kein eigenes Begräbnis bedürfen. Mein ungeborenes Kind wurde einfach so entsorgt. Ich durfte sie selbst nicht mal beerdigen lassen, obwohl ich den Wunsch hatte. Es war so qualvoll für mich, so schmerzhaft. Der Fakt, dass mir die Möglichkeit verwehrt bleiben sollte meinem eigenen Fleisch und Blut die letzte Ehre zu erweisen, hat irgendwie dafür gesorgt, dass ich komplett die Beherrschung verloren habe. Es war als wären alle meine Sicherungen durchgebrannt und mein inneres System abgestürzt. Alles, was ich gefühlt habe, war Unmengen an Wut, die sich immer mehr angestaut hat. Ich und mein Mann, wir haben uns heftig gestritten, haben aus einer Mücke einen Elefanten gemacht. Ich war außer mich vor Zorn und habe hässliche Äußerungen in den Raum geworfen. Irgendwann hat er mich von sich geschupst, mit ganzer Kraft. Ich bin gegen den Küchentisch gestoßen und bekam ein Küchenmesser zum Greifen. Ohne bewusst nachzudenken habe ich es ihm bis zum Anschlag in den Rücken gerammt. Erst als ich Stella an der offenen Tür habe stehen sehen, ist mir bewusst geworden, was ich getan habe. Dass ich Roman erstochen habe, direkt vor den Augen meiner Tochter. Voller Angst ist Stella weinend aus dem Haus gestürmt, zu der viel befahrenen Hauptstraße und… Und von einem LKW erfasst wurden. Sie war auf der Stelle tot. Ich bin dann wieder ins Haus rein, habe mir das Nötigste zusammengekramt und bin abgehauen. Untergetaucht. Ich habe meinen Namen gewechselt, bin von Dorf zu Dorf gereist, ohne feste Bleibe. Da ich nicht zu dem Grab meiner Tochter gehen kann, verschlägt es mich immer zu der Ecke, wo die Sternenkinder liegen. Schließlich bedeutet Stella auf Italienisch Stern. Jetzt bin ich seit einiger Zeit hier und habe in dieser Gegend meine Wurzeln geschlagen. Und hier erzähle ich den Leuten meine Geschichten darüber, was für ein Opfer ich doch bin, damit es nicht auffliegt. Niemand würde glauben, dass eine Frau, die wegen ihrer eigenen eifersüchtigen Tochter eine Fehlgeburt hatte, in Wahrheit nichts weiter als eine bösartige Mörderin ist.“

 

Maggie umarmte Kamilla mit tränenden Augen.

 

„Du bist so viel mehr als eine bösartige Mörderin“, sagte sie und dachte, dass sie endlich einen Beweis hat, dass Kamilla ihre leibliche Tochter ist.

 

Immerhin scheint sie das Böse an sie weitervererbt zu haben. Wenige Tage nach der Vergewaltigung, bei der sie entstanden war, hatte Maggie ihre Peiniger aufgespürt und umgebracht und die Morde ihrem damaligen Verlobten unter die Schuhe geschoben. Mit Erfolg.

 

Maggie hatte ihre Tochter wiedergefunden. Nach all den Jahren.

 

„Mein Kind“, murmelte sie überglücklich.

 

Und an einem ganz anderen Ort zu derselben Zeit saß Roman mit gesenktem Kopf vor seinem Handybildschirm. Anscheinend war er nicht, wie Kamilla der Überzeugung war, an dem Messerstich gestorben. Er grinste schief und tippte mit seinem Smartphone eine kurze Nachricht ab, mit der er den nächsten Schritt seiner Vergeltung in die Wege leiten wollte.

 

Mama, ich bin es! Dein Kind! Wir sollten uns bald endlich mal persönlich treffen! Ich würde mich sehr freuen dich wiederzusehen!

 

Kuss!

 

Stella

 

 

 

 

14 thoughts on “Abgestürzt

  1. Moin Adam…nun habe ich ihn hinter mich gebracht „ Den Staubbart Lesemarathon „ !

    Sach ma: bist du wirklich eine Person oder schreibst ihr zu dritt? Jede Geschichte für sich hat was..du zeigst in jeder Geschichte eine andere Seite deines Schreibens. Andere haben nicht mal Talent für einen Schreibstil und du schreibst 3 Geschichten und jede einzelne könnte aus einem anderen Kopf entspringen! Wahnsinn! Und das mit 20! Ich bin beeindruckt!

    Halte diese Gabe gut fest…👍🏻👍🏻

    LG Frank aka leonjoestick ( Der Ponyjäger)

    1. Hi Frank 🙂

      Danke für dein tolles Feedback bei meinen Geschichten! Es freut mich zu hören, dass du bereits jede Story von mir durchgelesen hast und dass dir mein vielfältiger Schreibstil derart gefällt! Da hat sich das inzwischen zehn Jahre andauernde Üben und Verbessern meines Schreibstils ja immerhin gelohnt! Und ja, ich bin tatsachlich nur eine einzige Person und ich bin vermutlich lebenslänglich dazu verdonnert, in meiner verrückten Fantasie gefangen zu sein ^^

      Bei Bedarf werde ich dir mit Freude weitere Geschichten von mir zukommen lassen, falls du mal wieder in den Genuss eines “Staubbart-Lesemarathon” kommen möchtest 😀

      Herzlichen Dank, dass du deine Zeit für mich geopfert hast und mir bei jeder Geschichte ein Like inklusive Kommentar dagelassen hast. Du weißt gar nicht, wie sehr du mich damit beim Weiterschreiben motivierst!

      Alles Liebe 🙂
      D
      A
      M

  2. Hallo Adam.

    Was für eine großartige Geschichte.

    Du hast ein unglaublich großes Kompliment für deine Story verdient.

    Und für eine Leidenschaft.

    Du hast eine großartige Geschichte geschrieben.
    Du hast dein Innerstes nach außen gekehrt.

    Und geschrieben.
    Und gelebt.

    Du bist ein Künstler.
    Definitiv.

    Und das weißt du längst.

    Sonst hättest du diese Geschichte NIE eingereicht.
    Nie gepostet.

    Deine Geschichte schreit nach einer Verfilmung. Einer Veröffentlichung.

    Sie ist spannend und gut geschrieben.
    Sie hat mich gefesselt und berührt.

    Die Handlung, die Parameter, die Spannung, die Protagonisten, das fulminante Finale…… alles gnadenlos geil und fachkundig umgesetzt und kreiert.

    Kompliment.
    Respekt.

    Du musst ins EBook.

    Ich wünsche dir und deiner Geschichte alles Gute und viel Erfolg. Und noch viele Likes.

    Mein Like hast du natürlich sicher.

    Ich zolle dir den höchsten Respekt.
    Deine Geschichte hat mich echt geflasht.

    Liebe Grüße, Swen Artmann (Artsneurosia)

    Vielleicht hast du ja Lust und Zeit, meine Geschichte auch zu lesen.
    Über einen Kommentar würde ich mich sehr freuen.

    Meine Geschichte heißt ”

    “Die silberne Katze”

    Ich danke dir.
    Swen

    1. Lieber Swen,

      Es hat mich sehr glücklich gemacht deinen Kommentar zu lesen! Ich freue mich, dass dir meine Geschichte so sehr gefallen hast, dass du dir eine Verfilmung dazu wünscht 🙂

      Weißt du, eigentlich wollte ich die Geschichte zunächst gar nicht schreiben. Die Idee zu “Abgestürzt” ist mir nämlich als letztes eingefallen und ich habe anfangs noch gedacht: “Nein, du wärst ja vollkommen verrückt, wenn du neben der Arbeit und obendrein so kurz bis zur Abgabefrist noch eine dritte Story beginnst!” Zum Glück habe ich es mir dann doch anders überlegt!

      Deine Geschichte knöpfe ich mir dieses Wochenende vor und zerbreche mir bis dahin schon mal den Kopf darüber, was es mit der silbernen Katze auf sich hat. Ich bin schon ganz gespannt, was für eine tolle Geschichte mich da erwarten wird!

      Alles Liebe 🙂
      D
      A
      M

  3. Hallo Adam,

    das ist ja mal eine schräge Geschichte 😉 (im positiven Sinn) und die erste, die Übersinnliches enthält, das war mal erfrischend anders!

    Der Grundgedanke deiner Geschichte ist gut und die Auflösung zum Schluss auch raffiniert. Da hast du viele verschiedene Dinge zusammengebracht (vielleicht solltest du daraus einen Roman machen?).
    Ich habe da aber noch ein paar Fragen…. Wenn ihre Mutter doch mit ihr reden kann, dann müsste sie selbst doch auch tot sein. Oder die Mutter am Leben?

    Naja, darüber denke ich jetzt noch eine Weile nach, wünsche dir viel Glück fürs Voting und weiterhin viel Freude beim Schreiben!

    Viele Grüße
    Yvonne / voll.kreativ (Der goldene Pokal)

    1. Hi Yvonne,

      Danke für dein Feedback zu meiner Story! Es freut mich, dass dir die Geschichte von Kamilla und Maggie gut gefallen hat, aber noch mehr bringt es mich zum Grinsen, dass du meine Idee romanreif findest 🙂

      Tatsächlich habe ich nämlich schon mal mit dem Gedanken gespielt, ob ich wenigstens eine zweite Kurzgeschichte schreibe, die an “Abgestürzt” anknüpft. Trotz ihrer bösen Seiten habe ich die Figuren dieser Geschichte nämlich ganz besonders ans Herz geschlossen, was irgendwie komisch ist, weil ich die Geschichte selbst so fix fertig abgetippt habe und eigentlich wenig Zeit mit meinen Protagonistinnen verbracht habe. Also wer weiß, vielleicht wird daraus ja tatsächlich irgendwann auch mal ein größeres Werk, falls die Geschichte es nicht ins E-Book schaffen sollte 😀

      Zu deiner Frage: Ich habe mir vorgestellt, dass Maggie wegen der Sache von damals noch nicht bereit ist, um gänzlich von der Bildfläche der Lebendenden zu verschwinden. Erst muss sie ihre jahrzehntelang vergeblich gesuchte Tochter finden, um sich vergewissern zu können, dass es ihr gut geht. Erst dann kann sie in Frieden ruhen und sich ganz ihrem Dasein als Geist widmen. Ich hoffe, ich konnte deine Frage beantworten.

      Eine ganz andere Frage, die ich mir so im Nachgang selber gestellt habe, ist: Warum ist Stella nicht wie die Verunglückten des Flugzeugsabsturzes als Geist aufgetaucht und hat ihre trauernde Mutter aufgesucht? Und wo steckt sie, wenn sie schon nicht bei ihrer eigenen Mutter herumgeistert?

      Ich freue mich schon darauf, ob ich diese Fragen bei meiner geplanten Fortsetzungsgesichte aufgreifen kann wie ich mir es bereits im Kopf vorstellen kann 🙂

      Alles Liebe!
      D
      A
      M

  4. Hallo Adam!
    Wow, was für eine Story. Du hast mich gekonnt aufs Glatteis geführt. Dein Schreibstil ist schon richtig gelungen. du bist erst 20? Wahnsinn, das steckt viel Potenzial in dir.
    Deine Story braucht unbedingt mehr Likes, meines hast du auf jeden Fall.
    Vielleicht hast du auch Lust, meine Geschichte zu lesen? Ich würde mich sehr freuen.
    Liebe Grüße
    Lotte
    https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/der-alte-mann-und-die-pflegerin

    1. Guten Morgen Lotte!

      Vielen Dank für deine motivierenden Worte! Es macht mich glücklich, dass ich mein Ziel erreicht habe und mit der Geschichte für eine lesenswerte Unterhaltung sorgen konnte 🙂

      Ich freue mich natürlich auch über noch mehr Likes, aber es wäre für mich kein Weltuntergang, wenn es dabei bleibt wie es gerade ist. Schon jetzt bin ich nämlich zufrieden mit dem Ergebnis, denn beim Schreiben sage ich mir immer selbst: “Wenn es nur einer einzigen Person auf dieser Welt gefällt, hat es sich schon voll und ganz ausgezahlt.” Und zu sehen, dass sechs Leute eine Geschichte von mir gelesen und gemocht haben, macht mich bereits unfassbar fröhlich und dankbar 🙂

      Gern schaue ich mir auch deine Geschichte an!

      Alles Liebe:)
      D
      A
      M

  5. Lieber Adam, diese Geschichte war die erste meines heutigen Lesemarathons und ich muss dir sagen, sie ist mal was Anderes. Du schreibst schon wahnsinnig toll und bist unheimlich kreativ. Deine anderen Geschichten haben mir noch ein klein wenig besser gefallen, was aber nur an dem traurigen Thema dieser Geschichte liegt. Ansonsten Daumen hoch. Unbedingt weiter schreiben…

  6. Hallo Adam,
    Ich fand es klasse das deine Geschichte auch etwas mystery enthält und daher mal was anderes ist. Sehr packend und gut umgesetzt. Mit dem ersten Satz hattest du mich und ich bin froh sie gelesen zu haben 😁. Mein 💛 lasse ich dir daher gerne dar und ich wünsche Dir viel Erfolg 🍀.

    Ganz liebe Grüße

    Maddy

    P. S Meine Geschichte heißt “Alte Bekannte” und ich würde mich freuen wenn du sie liest ☺️🙈😁. Über Feedback freue ich mich 🤗.

    1. Liebe Maddy,

      Es freut mich, dass meine Idee, Elemente von Mystery in die Kurzgeschichte einzubauen, dir gefallen hat und dass dich “Abgestürzt” vom ersten Satz an gut unterhalten hat! Es hat mir persönlich sehr viel bedeutet, dass ich bei dieser Geschichte die Spannung mit dem ziemlich wichtigen Thema “Eltern von Sternenkinder” kombinieren konnte. Danke für die Zeit, die du für mich und meine Geschichten opferst und natürlich für dein motivierendes Feedback!

      Alles Liebe und einen schönen Start ins Wochenende 🙂
      D
      A
      M

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