Michael GreisAlpha und Omega

 Kapitel 1

Das Unglück

 

Martin saß ungläubig und voller entsetzen vor dem Fernseher in seinem Wohnzimmer. Was er auf dem Bildschirm sah erschütterte ihn zutiefst und ließ ihn an allem zweifeln an das er in seinem Leben glaubte. Er hatte den mit Abstand schlimmsten Fehler seines Lebens begangen und die Konsequenz dieses Fehlers war gerade in den Nachrichten zu sehen. Eine Sprecherin in einem dunkelblauen Kostüm verkündete mit den dazugehörigen Bildern die Neuigkeit, über die sich viele Menschen erleichtert zeigen würden. „Der gesuchte Kinderschänder und Mörder Konstantin Reiter konnte vor gut einer Stunde in seinem Versteck festgenommen werden. Er leistete keinen Widerstand und wird nun dem Haftrichter vorgeführt. Die wochenlange Suche nach dem Mörder des zehnjährigen Tobias L. ist damit endlich beendet.“ Auf dem Bildschirm war nun zu sehen wie Konstantin Reiter in Handschellen zu einem Polizeiauto gebracht wurde, das Gesicht mit einem Tuch verdeckt. „Als ob das ganze Land nicht wüsste wie er aussiehst“, dachte Martin. Sein Bild wurde schließlich mehrfach in den Nachrichten gesendet und erschien so gut wie in jeder Zeitung auf der Titelseite. Der Fall hatte die gesamte Stadt in Atem gehalten und die Anspannung war vielen Menschen anzusehen gewesen. Sie hatten Angst vor diesem Mann, Angst das er das Gleiche ihren Kindern antun könnte. Viele Eltern ließen ihre Kinder wochenlang nicht mehr alleine auf die Straße oder zur Schule gehen. Die Polizei geriet immer mehr unter Druck und war auf einen raschen Fahndungserfolg angewiesen um noch mehr Unruhen in der Stadt zu vermeiden. Martin konnte es die ganze Zeit nicht glauben, dass Reiter diese Tat wirklich begangen hatte. Konnte er sich wirklich so sehr in einem Menschen geirrt haben? Sich so hinters Licht führen lassen? Noch nie konnte sich ein Mensch so sehr vor ihm verstellen. Irgendwann hatte er immer gemerkt wenn ihn sein gegenüber belog oder vorgab jemand zu sein, der er nicht war. Es gab viele gute Schauspieler, doch bisher hatte er noch jeden erkannt. Doch Konstantin Reiter war anders. Dieser Mann hatte ihn getäuscht und die Folge daraus war der Tod von Tobias. Dies würde er sich nie verzeihen können.

 

Kapitel 2

3 Jahre später

 

„Guten Morgen mein Schatz, ich hoffe du hast gut geschlafen. Setz dich, der Kaffe ist sofort fertig“, begrüßte Sandra ihn. Martin setzte sich an den reichlich gedeckten Frühstückstisch, alles was er mochte stand darauf. Sandra hatte wirklich an alles gedacht. „Du weißt doch, dass du mich nicht immer so verwöhnen sollst, ich muss schließlich ein bisschen auf meine Linie achten. Seit wann bist du denn schon wach?“, fragte Martin. „Seit ungefähr 5 Uhr. Lisa hatte geweint, ich musste ihr die Windeln wechseln und es hat gedauert bis sie wieder eingeschlafen ist.“ „Warum hast du mich denn nicht geweckt? Ich hab dir doch gestern noch gesagt, dass ich diesmal aufstehe wenn sie morgens wieder wach wird“, Martin klang ein bisschen verärgert. „Und ich habe dir geantwortet, dass das nicht nötig ist, weil du arbeiten musst und ich nicht. Ich kann später immer noch ein bisschen schlafen wenn ich möchte. Du musst dich auf deine Arbeit konzentrieren und nun sollten wir auch frühstücken, sonst kommst du noch zu spät“, sagte Sandra und setzte sich mit einem breiten Lächeln zu ihm an den Tisch. Spätestens jetzt konnte er ihr einfach nicht mehr böse sein und nahm sich ein Brötchen aus dem Korb. Dieses Lächeln verzauberte ihn jedesmal wieder aufs neue. Martin konnte einfach nicht glauben, was er für ein Glück mit dieser Frau hatte. Nach der Tragödie vor drei Jahren, hatte er sich nicht vorstellen können, jemals wieder glücklich zu sein. Seit diesem Tag war es steil bergab gegangen. Es war ein langer und schwieriger Weg gewesen, der einiges von ihm abverlangt hatte.  Erst als Sandra vor eineinhalb Jahren in sein Leben getreten war, konnte er neue Hoffnung schöpfen, Sie gab ihm Kraft und neue Zuversicht. Ab dem ersten Moment hatte er sich in ihre strahlend blauen Augen verliebt. Er liebte alles an ihr, ihren Körper, ihre Art und vor allem ihre Fähigkeit ihn aus jedem noch so dunklen Gedanken herauszuholen. Mit der Geburt von Lisa vor drei Monaten war ihr Glück perfekt geworden. „Musst du nicht langsam los? Du weißt doch was montags immer für ein Verkehr unterwegs ist“, erinnerte Sie ihn. Martin schaute auf die Uhr und trank eilig seinen Kaffee aus. Er stand auf, nahm seine Tasche vom Sideboard im Flur und zog seine Jacke an. Vor der Haustür verabschiedeten Sie sich mit einem Kuss und Martin stieg in sein Auto. Er musste sich beeilen wenn er pünktlich in der Praxis sein wollte.

 

Kapitel 3

Offenbarung

 

Die Zeit war gekommen, heute würde es endlich soweit sein. Der Anfang und das Ende. Alpha und Omega. Alle Planungen und Vorbereitungen sollten an diesem Tag endlich in die Tat umgesetzt werden. Es hatte lange gedauert, doch es war nötig um jeglichen Fehler zu vermeiden. Alles musste perfekt laufen. Die Mühlen der Justiz hatten langsam gearbeitet, Konstantin Reiter verurteilte man zu lebenslanger Haft, die besondere Schwere der Schuld wurde festgestellt. Gut, dass war zu erwarten gewesen. Aber ein Skandal war das Urteil von Martin Wiedemann. Er wurde nicht für schuldig befunden, es war ein Schlag mit der Faust ins Gesicht. Wie konnte das Gericht nur zu so einem Urteil kommen? Ohne sein Gutachten wäre kein Kind gestorben. Ohne Martin Wiedemann wäre nicht eine ganze Familie zerstört worden. Wo war da die Gerechtigkeit? Es gab keine. Nichts konnte den Verlust und den Schmerz vergessen machen. Keiner konnte es sich vorstellen, wie es ist ein Kind zu verlieren, wenn man es nicht selbst erlebt hatte. Das ganze Gerede der Leute war mit der Zeit unerträglich geworden. Die Sprüche und vermeintlichen Aufmunterungsversuche. „Die Zeit heilt alle Wunden.“ „Irgendwann wird der Schmerz vorbei gehen.“ „Ich kann mir kaum vorstellen, wie du dich jetzt fühlen musst. Aber es wird besser werden.“ „Das eigene Kind zu verlieren, ist das Schlimmste im Leben.“ „Das Leben muss weiter gehen.“ Und so weiter und so weiter… Die Sprüche waren ausreichend um ein ganzes Buch zu füllen, doch sie waren allesamt nichtsagend und nur heiße Luft. Niemand konnte je verstehen was dieser Schmerz mit einem Menschen machte. Aber wie auch? Dies konnte man Ihnen nicht vorwerfen, nur ihr scheinheiliges Getue war unerträglich, denn am Ende war man doch alleine. Die Leere und das Gefühl der Machtlosigkeit, das Gefühl von den dunklen Gedanken innerlich aufgefressen zu werden. Mit der Zeit drohte man den Verstand zu verlieren. Gott allein vermochte es Kraft in dieser dunklen Zeit zu spenden. Seit der Plan vollendet war, seit fest stand, dass Martin Wiedemann für all das bezahlen würde, seitdem gab es einen kleinen Lichtpunkt ganz tief im innersten der Seele. Und dieser Punkt wurde mit jeder Sekunde größer, je näher der Zeitpunkt der Offenbarung kam. Wiedemann müsste inzwischen in seiner Praxis angekommen sein. Nicht mehr lange und er würde den Umschlag finden und dann beginnt es. Alpha und Omega, der Anfang und das Ende.

 

Kapitel 4

Der Fund

 

Sandra hatte Recht behalten, der Verkehr war wieder einmal furchtbar. Eine Blechlawine wälzte sich durch die Stadt, unterbrochen von einem Meer aus roten Ampeln. Oft ging es nur im Schritttempo weiter. Als Martin das Auto vor Hausnummer 238 abstellte, waren es fünf Minuten nach acht. Er hasste es zu spät zu sein, doch heute war es nicht so schlimm, der erste Patient kam erst gegen 9 Uhr. Seine Praxis lag in der ersten Etage des fünfstöckigen Gebäudes, verschiedene Ärzte waren dort niedergelassen. In der Praxis angekommen, kochte er erst einmal Kaffe und zündete Kerzen an. Mit einem Sprachbefehl begann ein Lautsprecher leise Musik zu spielen. Er wollte eine angenehme und entspannende Atmosphäre für seine Patienten schaffen, so fiel es vielen leichter über ihre Ängste und Probleme zu sprechen. Das er überhaupt wieder als Therapeut arbeiten konnte, grenzte an ein Wunder. Sandra hatte ihm den Mut gegeben, wieder einen Neuanfang zu wagen. Sie war die Einzige, die ihm in der schwierigen Zeit beigestanden hatte. Als er durch die damaligen Geschehnisse im Zentrum der Berichterstattung stand, hatten sich alle Freunde und Verwandten von ihm abgewandt. Keiner wollte mehr etwas mit dem Menschen zu tun haben, der Schuld an dem Tod eines Kindes war. Er konnte es Ihnen nicht verübeln, er selbst hatte sich die größten Vorwürfe gemacht und hätte jede Strafe des Gerichts akzeptiert. Er hatte versagt. Doch es kam anders und das Gericht sprach ihn rechtlich von jeder Verantwortung frei. Aber moralisch hatte er große Schuld auf sich geladen und das sah die Öffentlichkeit genauso. Er konnte sich nirgends mehr sehen lassen ohne das die Menschen auf ihn zeigten, ihn beschimpften oder ihm Gewalt androhten. Sein Haus wurde beschmiert und sein Auto mehr als einmal beschädigt. Martin hatte keinen Sinn mehr darin gesehen weiter dort zu leben, also brach er alle Zelte ab, schloss seine Praxis und zog in eine neue Stadt, weit entfernt von seinem alten Wohnort. Hier hoffte er nicht erkannt zu werden und in Ruhe leben zu können. Doch anfangs war es auch hier schwierig, der Fall hatte schließlich bundesweit für großes Aufsehen gesorgt. Doch mit der Zeit wurde es besser und die Leute vergaßen oder verdrängten das was geschehen war. Langsam konnte er sein Leben wieder ordnen, nur beruflich sah er kein Licht am Horizont. Sein größtes Glück war Sandra, die er eines Tages zufällig in einem Café kennenlernte. Er erzählte ihr nach etwa drei Monaten, was damals geschehen war. Sie reagierte anders als er es erwartet hatte. Sandra macht ihm keine Vorwürfe, sondern Sie gab ihm die Kraft, wieder als Therapeut zu arbeiten. Dank ihr hatte er also auch beruflich wieder Fuß fassen können. Der Anfang war nicht leicht, aber nach und nach kamen immer mehr Patienten, auch weil er sich wieder einen guten Ruf erarbeiten konnte.

Als es an der Tür klingelte wurde er aus seinen Gedanken gerissen, es war halb neun. „Komisch, so früh ist Frau Sawatzki eigentlich nie“, dachte Martin. Er ging zur Tür und öffnete, doch niemand stand davor. Stattdessen fand er einen Umschlag mit seinem Namen auf dem Boden. Er hob ihn auf und ging zurück in sein Büro. Mit einem unbehaglichen Gefühl öffnete er ihn und fand darin ein Smartphone und einen Zettel. Auf der Rückseite des Smartphone war ein Aufkleber mit den Symbolen Alpha und Omega.

Er nahm den Zettel in die Hand, darauf stand: „Schalte es ein, öffne die Fotos, der PIN ist 3103“. Martin erschrak, er kannte diese Zahl. Es war das Datum an dem Tobias ermordet wurde. Wer hatte ihm nur dieses Smartphone vor die Tür gelegt? Holte ihn die Vergangenheit wieder ein? Er wollte Antworten und schaltete es ein. Nach der Eingabe des Pins erschien ein blauer Bildschirm. Er öffnete die Foto App und ihm wurde urplötzlich flau im Magen. Es waren unzählige Fotos, auf dem er zu sehen war. Bilder aus seiner Vergangenheit und Gegenwart. Bilder in Alltagssituationen, mit Sandra und Lisa, vor seiner Praxis, beim Einkaufen, damals vor dem Gerichtsgebäude, sein damaliges Haus, seine alte Praxis, sogar Aufnahmen aus dem Urlaub an der Nordsee. Es mussten hunderte Bilder sein. Jemand musste ihn monatelang beschattet haben. Was wollte derjenige nur von ihm? Er hatte sich die Frage noch nicht richtig gestellt, da klingelte plötzlich das Smartphone.

 

Kapitel 5

Alpha

 

Vor Schreck wäre es ihm fast aus der Hand gefallen. Er zögerte zuerst das Gespräch anzunehmen, doch er musste wissen, mit wem er es zu tun hatte. „Wer ist da?“, fragte er. „Wer ich bin ist nicht wichtig“, antwortete eine verzerrte Stimme. Martin war es unmöglich zu erkennen, ob die Stimme weiblich oder männlich war. Er versuchte selbstsicher zu wirken und sich seine Angst nicht anmerken zu lassen. „Oh das denke ich schon! Woher haben Sie diese Bilder? Haben Sie mich verfolgt? Haben Sie diesen Umschlag vor meine Tür gelegt? Warum tun Sie das?“ „Ah, so langsam stellen Sie die richtigen Fragen, Herr Wiedemann. Ich habe Ihnen diese Bilder zukommen lassen, damit Sie erkennen, dass ich alles über Sie weiß. Ich habe Sie lange beobachtet, um zu sehen wie sie Leben und habe erkannt, dass Sie nichts gelernt haben. Es geht Ihnen ja sehr gut, Herr Wiedemann! Sie haben eine Freundin, ein neues Auto, eine schöne neue Wohnung, Sie arbeiten sogar wieder als Therapeut! Ist das nicht unfassbar! Sie wissen genau, was Sie damals getan haben und erdreisten sich wieder in diesem Beruf zu arbeiten? Wollen Sie riskieren noch ein Menschenleben auf dem Gewissen zu haben? Aber das werde ich zu verhindern wissen.“ „Was haben Sie vor?“, ein leichtes zittern war nun in Martins Stimme. „Ja, ich arbeite wieder als Therapeut und so etwas wie damals wird nie wieder geschehen! Ich arbeite nur noch in meiner Praxis und erstelle keine Gutachten mehr, dass werden Sie ja sicher wissen, wenn Sie angeblich mein ganzes Leben kennen.“ „Herr Wiedemann, sparen Sie sich ihre Luft, Sie werden sie noch brauchen. Was Sie damals getan haben, ist unverzeihlich. Durch Ihr Gutachten kam Konstantin Reiter frei, Sie haben Schuld! Und dafür werden Sie bezahlen.“ „Wer sind Sie?“, schrie Martin ins Telefon. „Wie ich schon sagte, das ist nicht wichtig. Ich bin ihre Offenbarung, nennen Sie mich Alpha wenn Sie möchten, denn ich bin der Anfang. Wenn ich mit Ihnen fertig bin, wird man mich Omega nennen, denn dann habe ich Ihr Ende besiegelt.“ Damit brach die Verbindung ab.

 

Kapitel 6

Es beginnt

 

Martin spürte, wie langsam Panik von ihm Besitz ergriff. Er musste versuchen sich zu beruhigen. Was sollte er nur tun? Er konnte nicht zulassen, dass jemand ihn bedrohte und versuchte sein neues Leben zu zerstören. Das Smartphone vibrierte, eine neue Nachricht erschien auf dem Display. Zögerlich drückte er auf öffnen und was er sah erhöhte seinen Puls schlagartig. Ein Bild von seiner Wohnung! Die Aufnahme wurde vor ein paar Sekunden gemacht, denn im Hintergrund war sein Digitalradio zu sehen, mit Uhr- und Datumsanzeige. Darunter standen zwei Worte: „Es beginnt.“ Martin sprang auf, packte seine Sachen zusammen und stürmte aus seiner Praxis. Vor der Tür wäre er beinahe mit Frau Sawatzki zusammengeprallt. „Bitte entschuldigen Sie, aber wir müssen einen neuen Termin ausmachen. Ich habe einen dringenden Notfall“, sagte er zu ihr. Ohne eine Antwort abzuwarten stieg er ins Auto und fuhr mit quietschenden Reifen davon. Zuhause angekommen, sprang er aus dem Wagen und rannte zur Haustür, sie stand offen. Schweiß trat auf seine Stirn, als er langsam die Wohnung betrat. Es waren Spuren eines Kampfes zu sehen, alles lag verstreut auf dem Boden, nichts war mehr da wo es hingehörte. Stühle waren umgefallen, Teller zerbrochen, Möbel verrückt. Martin suchte jedes Zimmer nach Sandra und Lisa ab, im Schlafzimmer fand er endlich Sandra geknebelt und gefesselt auf dem Bett liegen. Er eilte zu ihr, nahm ihr den Knebel aus dem Mund und löste ihre Fesseln. Sie weinte bitterlich und sagte mit bebender Stimme, wovor Martin sich am meisten fürchtete: „Lisa wurde entführt! Was ist hier los Martin? Wir müssen Lisa finden..“  Wieder vibrierte das Smartphone, sein Herz schlug heftiger und mit zitternden Händen sah er auf das Display. Eine neue Nachricht war eingegangen. Als er diese öffnete erschien ein neues Foto welches ihn erschauern ließ. Lisa war darauf zu sehen, auf einer Matratze liegend. Auf ihr lag ein Zettel darauf stand: „Suche. Deine Strafe erwartet dich.“ Wie sollte er Sie denn nur finden? Er hatte keine Ahnung wo er anfangen sollte.

 

Kapitel 7

Wer?

 

„Warum tut uns jemand so etwas an Martin? Wir müssen die Polizei einschalten!“ „Ja, aber wir müssen versuchen die Ruhe zu bewahren, lass uns erst überlegen, wer einen Grund hätte so etwas zu tun. Wir müssen Lisa so schnell wie  möglich finden, wenn ihr etwas geschieht verzeihe ich mir das nie…“ „Dann denk nach, wer könnte zu so etwas fähig sein? Wer hätte ein Motiv? Ein alter oder aktueller Patient vielleicht?“ Tränen liefen über Sandras Gesicht.  „Ich habe eben dieses Smartphone vor meiner Praxis gefunden, darauf sind Bilder von mir. Dann kam ein Anruf, aber die Stimme war verzerrt. Jemand will, dass ich für das bezahle was damals geschehen ist. Kurz danach kam eine neues Bild, dass hier in der Wohnung gemacht wurde, daher bin ich sofort hierher gekommen. Ich habe sicherlich viele kranke Menschen behandelt, aber ich würde keinem davon so etwas zutrauen. Erst Recht hätte keiner davon ein Motiv, ich habe doch niemanden von ihnen etwas…“, noch bevor er den Satz beendet hatte kam ihm ein Gedanke.  „Vielleicht der Vater von Tobias? Oder ein Angehöriger der Familie? War er schmal, groß, schwarze Haare, braune Augen, ungefähr so groß wie ich?  Konntest du erkennen ob es ein Mann war, der Lisa entführt hat?“ „Ja es war ein Mann, dass habe ich an der Statur erkannt, aber es ging alles so schnell. Er war komplett schwarz angezogen, hatte eine Maske über dem Gesicht. Er hat mich sofort überwältigt, ich hatte keine Chance. Dann hat er mich geknebelt und gefesselt und hier aufs Bett geworfen. Kurz danach kam er mit Lisa wieder und hielt einen Zettel hoch. Auf dem stand nur das Symbol Alpha, dann verschwand er mit unserem Baby“, sagte Sie mit kaum noch verständlichen Worten. Sandra weinte nun bittere Tränen und Martin nahm Sie in den Arm. „Ok, lass uns zur Polizei gehen, Lisa darf keine Minute länger bei diesem Monster sein. Wir werden Sie finden“, versuchte Martin Sie zu beruhigen und trocknete ihre Tränen. Sie standen auf und eilten zum Auto. Als beide eingestiegen waren, vibrierte es erneut in Martins Hosentasche. Diesmal war es eine Sprachnachricht, Martin spielte sie direkt ab, die verzerrte Stimmte war zu hören. „Keine Polizei, ich werde es merken, sollten Sie versuchen diese einzuschalten. Wenn Sie es doch tun, sehen Sie ihr Kind nie wieder.“

 

Kapitel 8

Suche

 

„Was sollen wir denn jetzt machen? Woher weiß er denn, dass wir zur Polizei wollen?“ „Vielleicht werden wir beobachtet oder er hat eine Wanze in der Wohnung versteckt. Vielleicht hört er auch unsere Smartphones ab, ich weiß es nicht. Aber das ist jetzt auch nicht wichtig, wir müssen Lisa finden“, antwortete Martin. „Ja aber wo sollen wir denn suchen? Sie könnte doch überall sein!“ Sandra begann erneut zu weinen, als wieder eine neue Nachricht kam. Martin öffnete sie: „Du weißt wo du suchen musst. Beeile dich, sonst findet man noch ein totes Kind an diesem Ort. Du hast 2 Stunden.“ Martin traf die Erkenntnis wie ein Blitz. „Ich weiß jetzt wo Sie ist. Es muss das Haus sein, in dem Tobias gefunden wurde.“ „Bist du dir sicher? Es ist unsere einzige Chance!“ „Ja! Der Typ will Rache für damals, es kann nur dieses Haus sein.“ „Dann fahr los! 2 Stunden sind knapp, wir müssen es rechtzeitig schaffen.“ Sandra hatte Recht, der Weg dorthin dauerte mindestens eineinhalb Stunden, wenn man gut durchkam. Martin startete denn Motor und fuhr los. Auf dem Weg ignorierte er jede Geschwindigkeitsbegrenzung, er fuhr so schnell er konnte. Sandra weinte fast die gesamte Fahrt, es war ihm unmöglich Sie zu beruhigen. Auch er hatte panische Angst um sein Kind, doch er versuchte sich so gut es ging zusammenzureißen, auch um Sandra nicht noch weiter zu verängstigen. Er musste versuchen einen klaren Kopf zu bewahren, um Lisas Rettung nicht zu gefährden. „Was sollen wir nur tun, wenn wir dort sind? Er wird bestimmt bewaffnet sein“, sagte Sandra nach einiger Zeit mit brüchiger Stimme. Daran hatte Martin auch schon gedacht, er hatte keine Antwort darauf. „Wir müssen sehen, wie die Situation vor Ort sein wird und dann werden wir hoffentlich das Richtige tun.“ Sie erreichten die Straße in der das Haus stand in unter 90 Minuten. Martin hatte Recht behalten, es war das Gebäude wo Tobias gefunden wurde, denn an der Haustür war ein großes Omega angebracht.

 

Kapitel 9

Omega

 

Martin und Sandra stiegen aus und gingen zu dem Haus. Sandra zitterte am ganzen Körper, als das Smartphone klingelte. „Wie ich sehe haben Sie meinen Hinweis verstanden, Herr Wiedemann. Sehr gut. Nur keine Scheu, die Tür ist offen, treten Sie ein und nehmen Sie ihre Strafe entgegen.“ Das Gespräch wurde beendet. „Er hat gesagt wir sollen reingehen, die Tür sei offen. Warte du draußen, er will nur mich. Ich will nicht, dass du dich auch noch in Gefahr bringst.“ „Das kannst du vergessen, denkst du ich lasse mein Kind auch nur eine Sekunde länger bei diesem Schwein?“ Ihre Stimme klang nun fester, ein kleines Feuer war in ihren Augen erkennbar, die Angst um ihre Tochter schien ungeahnte Kräfte in ihr geweckt zu haben. Sandra stürmte auf die Tür zu und ging in das Haus, Martin eilte ihr hinterher. Drinnen war es dunkel, Kerzen auf dem Boden waren in einer Reihe aufgestellt. „Die sollen wohl den Weg markieren“, sagte Martin. Er hielt Sandra fest, denn Sie wollte sofort weiterlaufen. „Warte, geh hinter mir, bitte, wir wissen nicht was uns erwartet.“ Doch Sandra ließ sich nicht mehr aufhalten und lief weiter, die Kerzen führten  die Treppe hinunter in den Keller. Martin eilte ihr hinterher und kurze Zeit später kamen sie in einen Raum im hinteren Teil des Hauses, der nur von Kerzen erhellt war. In der Mitte lag eine Matratze auf der Lisa lag, sie schlief. Daneben standen zwei Stühle, über einem baumelte ein Henkerstrick. Sandra wollte direkt zu Ihrem Kind, als sie Lisa erkannte. „Nicht so schnell“, sagte eine Stimme. Eine Tür weiter hinten öffnete sich und ein Mann betrat den Raum. Er hielt eine Pistole in der Hand, die er auf Sandra gerichtet hatte. „Bitte gehen Sie zurück zu Ihrem Mann, sonst muss ich Sie leider erschießen und das wäre doch bedauerlich.“ „Geben Sie uns unser Kind und lassen Sie uns gehen!“, schrie Sie ihn an. „So einfach ist das nicht, Herr Wiedemann muss erst Buße tun, ansonsten ist dies leider nicht möglich.“ „Wer sind Sie? Warum tun Sie das?“ Martin hatte erkannt, dass es nicht der Vater von Tobias war, er kannte ihn von der damaligen Verhandlung. „Mein Name ist wie gesagt nicht wichtig, aber der Höflichkeit halber will ich ihn Ihnen doch mitteilen. Ich heiße Johannes. Ich bin ihr jüngstes Gericht, ich bin Alpha und Omega. Der Anfang und das Ende, Ihr Ende Herr Wiedemann. Lange habe ich auf diesen Tag gewartet. Bitte setzen Sie sich doch, dann will ich es Ihnen erklären, so fair möchte ich doch sein.“ Der Mann richtete die Waffe auf Sie, Martin und Sandra setzten sich widerwillig auf die Stühle. „Keine Angst ihrem Kind geht es gut. Ich habe ihr ein ganz schwaches Schlafmittel gegeben, damit Sie uns nicht stört.“ „Sie Mons…“, doch Sandra kam nicht dazu ihren Satz zu beenden. „Bitte Schweigen Sie ab jetzt, ein Wort von Ihnen und alle werden sterben.“ Martin und Sandra klammerten sich aneinander fest. „Herr Wiedemann, Sie sind aus einem ganz bestimmten Grund hier. Nämlich um endlich ihre gerechte Strafe zu bekommen. Sie müssen wissen, ich bin ein sehr religiöser Mensch geworden. Eine lange Zeit war ich das nicht, doch als mir das Liebste genommen wurde, war die Religion eine Zuflucht für mich. Hier habe ich Trost und einen neuen Sinn in meinem Leben finden können. Wissen Sie was mir das Liebste war Herr Wiedemann? Mein Sohn!!! Mein Sohn Tim war das größte Glück was ich hatte und Sie haben ihn mir genommen.“ Martin verstand die Welt nicht mehr, wer war Tim? Johannes schien zu erkennen was er dachte. „Sie kennen Tim nicht, dass ist mir klar. Er ist das zweite Opfer ihrer Tat, von dem niemand etwas weiß. Tobias und Tim waren die besten Freunde gewesen. Am 31. März waren Sie zusammen unterwegs und gingen in den Wald für ein Schulprojekt. Dort begegneten Sie Konstantin Reiter, diesen Mann müssten Sie ja sehr gut kennen, nicht wahr Herr Wiedemann? Er verwickelte die beiden in ein Gespräch und überwältigte dann Tobias mit einem Schlag ins Gesicht. Er zerrte ihn ins Gebüsch, Tim versuchte ihm zu helfen doch Reiter schlug auch ihn nieder und fesselte ihn. Dann verging er sich an Tobias und erdrosselte ihn. Danach sollte Tim dran glauben, er löste seine Fesseln, doch Tim wehrte sich. Irgendwie schaffte er es zu fliehen und rannte nach Hause. Nun Herr Wiedemann, was denken Sie ist dann geschehen?“ „Ich weiß es nicht, von ihrem Sohn wurde nie berichtet, er taucht in keiner Ermittlung auf. Wie kann das sein? Waren Sie nicht bei der Polizei?“ „Nein, denn ich wusste nicht was mit ihm los war. Er kam nach Hause und schloss sich in sein Zimmer ein. Er redete kein Wort mehr, seit diesem Tag. Einer ihrer Therapeutenkollegen attestierte totalen Mutismus aufgrund eines Traumas. Niemand kam mehr an ihn heran. Wissen Sie woher ich trotzdem weiß was geschehen ist? Aus seinem Abschiedsbrief! Er musste mit ansehen, wie sein bester Freund missbraucht und getötet wurde, dass hat er nicht verkraftet. Eines morgens fand ich ihn erhängt in seinem Zimmer, auf seinem Bett lag sein Abschiedsbrief. Ich habe alles wegen Ihnen verloren! Meine Frau hat sich scheiden lassen, ich habe meinen Job verloren, einfach alles! Und nun werden Sie dafür büßen.“

 

Kapitel 10

Das jüngste Gericht

 

„Bitte, das ist doch keine Lösung! Ja, ich habe einen Fehler gemacht und den bereue ich zutiefst! Aber egal was Sie tun, dadurch wird ihr Kind nicht wieder lebendig.“ Sandras Blick war voller Zorn, doch Sie sagte nichts, sondern blickte nur auf ihr Kind. „Ja Herr Wiedemann, mein Sohn ist tot und ich hoffe er hat trotz der Sünde des Selbstmordes seinen Weg zu Gott gefunden. Aber Sie, Sie haben keinerlei Strafe erhalten. Ich habe Sie lange beobachtet, es ging ihnen eine Zeit lang schlecht, Sie sind umgezogen, doch dann ging es wieder bergauf mit Ihnen. Sie haben eine Frau gefunden, leben in einem teuren Haus, haben ein Kind und arbeiten sogar wieder in ihrem alten Beruf! Sie Leben ein erfülltes Leben in Glück und Wohlstand. Ist das Gerechtigkeit? Sie haben Schuld an dem Tod von zwei Kindern und leben so weiter als ob nichts geschehen ist! Doch damit ist es nun vorbei.“ „Bitte, ich bereue von Herzen was geschehen ist, ich hätte auch jede Strafe des Gerichts akzeptiert, aber die Richter sahen nunmal keine rechtliche Schuld bei mir. Reiter hat mich getäuscht, er war ein zu guter Schauspieler! Ich konnte seine Lügen einfach nicht erkennen. Ich bin musste annehmen das von ihm keine Gefahr mehr ausgeht, dass er nie mehr ein Kind missbrauchen würde. Er wirkte geläutert, hat Therapien gemacht. Alle attestierten ihm ernsthaft Reue zu zeigen und das keine Gefahr der Wiederholung besteht. Er hatte alle belogen, verstehen Sie das?“  Johannes lachte laut auf und kam einige Schritte näher. „Oh ja, ich verstehe. Sie haben versagt! Und ich vergebe ihnen nicht, dass kann nur Gott. In Gott habe ich Trost und Zuwendung gefunden, ich habe die Bibel studiert. Gott gab mir neue Kraft, und er gab mir die Macht Sie zu richten. Ich handle nun nach Exodus, Kapitel 21, Vers 23-25. Für Nichtgläubige wie Sie „Leben um Leben, Auge um Auge, Zahn um Zahn.“ Ich bin ihr jüngstes Gericht, ich bin Alpha und Omega. Dies hier ist das Ende, ihr Ende. Danach wird eine neue Zeit anbrechen.“ Martin ließ die Worte durch seinen Kopf gehen und sah zitternd hinauf zu dem Strick. „Was haben Sie vor?“ „Es ist ganz einfach. Sie steigen auf den Stuhl, legen die Schlinge um ihren Hals und ich trete den Stuhl weg. Sie werden das Gleiche Schicksal erleiden wie mein Sohn.“ „Sie sind doch völlig verrückt!!! Das werde ich niemals tun!“ „Sie krankes Schwein…“, Sandra schrie auf, als der Psychopath ihr ins Bein schoss. „Ich habe doch gesagt Sie sollen schweigen, dass ist die letzte Warnung.“ Martin sah voller Entsetzen zu Sandra und wollte sie stützen, doch sie viel zu Boden.  „Herr Wiedemann, Sie haben keine andere Wahl. Tun Sie das nicht, wird ihre Frau und ihr Kind sterben. Mit dieser Schuld müssten Sie den Rest ihres irdischen Daseins leben. Könnten Sie das?“ Martin schüttelte den Kopf. Nein, das könnte er nicht. Ein Leben ohne Sandra und Lisa wäre für Ihn nicht vorstellbar, erst Recht nicht wenn er die Möglichkeit hatte Sie zu retten. Auch wenn er selbst dafür sterben musste. Er sah erneut zu Sandra, dachte daran wie sehr er sie liebte, dann kamen ihm die Tränen. Sie schüttete den Kopf und formte mit ihre Lippen „tu das nicht.“ „Ich gebe ihnen eine Minute Bedenkzeit, dann erschieße ich ihre Frau und ihre Tochter. „Die brauche ich nicht.“ Martin stand auf und stieg auf den Stuhl, langsam legte er sich die Schlinge um den Hals. er weinte bitterlich und ließ Sandra nicht aus den Augen. Panik und Entsetzen war in ihren Augen. „Eine gute Entscheidung“, sagte Johannes und ging auf Martin zu. „Wissen Sie, ich wünsche Ihnen, dass sie gleich unserem Schöpfer gegenüber treten werden. Vielleicht wird er Ihnen vergeben, vielleicht auch nicht. Ich bin nur hier um seinen Willen auf Erden durchzusetzen. Haben Sie noch letzte Worte?“ Martin sah zu Sandra, ihr Gesicht war verzerrt vom Schmerz den Sie fühlte und sie flehte ihn mit ihren Augen an, es nicht zu tun. „Ich muss es tun, damit du und Lisa weiterleben könnt. Pass gut auf Sie auf, ich liebe dich.“ Martin schloss die Augen, Panik und Todesangst überfielen ihn. „Nun kommen wir zur Vollendung. Möge Gott ihrer Seele gnädig sein.“ Mit einem festen Tritt trat Johannes den Stuhl unter Martin weg. Er fiel nach unten und die Schlinge zog sich um seinen Hals. Sein Gesicht lief rot an und er kämpfte gegen den Tod an. Plötzlich sprang Sandra auf und stieß Johannes um. Schreiend vor Schmerz fiel Sie auf ihn und versuchte ihm die Pistole aus der Hand zu reißen. Sie trat ihm mit aller Wucht mit dem Knie in seinen Schritt, wodurch er die Waffe fallen ließ. Sofort griff Sie danach und schoss auf das Seil, dass an einem Balken befestigt war. Der Strick riss und Martin fiel röchelnd zu Boden. Sie stand auf, humpelte zu ihm und nahm ihm die Schlinge vom Hals. Er atmete und schaffte es leise „Hinter dir“ zu sagen. Sandra drehte sich um, Johannes war aufgestanden und wollte sich auf Sie stürzen. Sandra richtete die Waffe auf ihn. „Bleiben Sie stehen, keinen Schritt weiter.“ Mit Blick in den Pistolenlauf gehorchte er. „Du dreckiges Arschloch, was bist du für ein krankes Schwein?“ Sie ging zu der Matratze ohne Johannes aus den Augen zu lassen. Als Sie sanft Lisa schüttelte öffnete diese die Augen und lächelte Sie an. „Wenn du ein ach so gläubiger Mensch bist, wirst du sicher wissen das du gegen das zweite und fünfte Gebot verstoßen hast. Merkst du den Widerspruch? Du bist ein Mörder!“ „Gott gab mir das Recht, Ihn zu richten“, sagte Johannes. „Er gab dir gar nichts und ich geb einen Scheiß auf irgendwelche Gebote. Ich hoffe nur du landest in der Hölle und schmorst bis in alle Ewigkeit darin.“ Daraufhin schoss Sie ihm in den Kopf, sein Hirn spritzte an die Wand, mit weit aufgerissenen Augen fiel er tot um. Sandra wischte die Waffe ab und lag Sie in Johannes Hand. Dann half Sie Martin auf die Beine und nahm Lisa auf den Arm. Unfähig etwas zu sagen, starrte Martin auf die Leiche von Johannes. Er konnte nicht realisieren was da gerade geschehen war. Sandra band ihr Bein mit ihrem T-Shirt ab, legte Martins Arm um ihre Schulter und hielt Lisa fest an sich gedrückt. Dann verließen Sie gemeinsam das Haus. Am Auto angekommen, setzte sich Martin mit wackligen Beinen auf den Beifahrersitz und Sandra legte Lisa sanft in seine Arme. Schweigend fuhren Sie nach Hause.

 

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13 thoughts on “Alpha und Omega

  1. Hallo Michael,

    eine spannende und flüssig zu lesende Geschichte. Man fühlt sich direkt in die Geschichte hineinversetzt. Auch der Aspekt mit Alpha und Omega gefällt uns gut.

    Lediglich eine kleine Beanstandung: Dass Sandra am Ende einfach die Waffe nimmt und beim ersten Versuch das Seil durchschießt, ist vielleicht etwas unglaubwürdig. Aber das ist Ansichtssache und nur meine subjektive Meinung 🙂

    Ansonsten sind wir von deiner Geschichte begeistert und drücken die Daumen fürs eBook.

    Wenn du möchtest, kannst du dir ja auch mal unsere Geschichte ansehen. Wir haben auch den Aspekt von Alpha und Omega eingebaut.
    https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/exit

    Viele liebe Grüße

    JoLo

  2. Hallihallo, lieber Michael

    Großes Kino, nur mal vorweg.
    Ich bin von deiner Geschichte ganz begeistert.
    Du schreibst so detailliert und gut, dass man das Gefühl hat, direkt im Geschehen zu stecken.
    Deine Grundidee ist gelungen umgesetzt, die Handlung cool, die Spannung so, wie ich sie mag, und deine Schreibstil ist erfreulich souverän.

    Es haben sich da und dort kleine Rechtschreibfehler und Zeichensetzungsfehler eingeschlichen.
    Macht aber nichts.
    Passiert jedem.
    Was meinst du, warum die größten Autoren und Schriftsteller Lektoren und Gegenleser haben?
    Lass deine Geschichten in Zukunft immer noch einmal gegenlesen. Dann werden Fehler schnell auffallen und entfernt.

    Das Wichtigste ist für mich immer die Geschichte selbst.
    Und die ist dir ohne Frage sehr gut gelungen.
    Man merkt, wie viel Herzblut und Arbeit du in sie gesteckt hast.
    Und es hat sich gelohnt.
    Das Ende ist äußerst gut. Habe es fast wie in einem Film vor mir gesehen.

    Ich wünsche dir und deiner Geschichte alles Gute und noch viele Leser.
    Mein Like hast du natürlich sicher.

    Und verzeih mir die Ehrlichkeit bezüglich der kleinen Fehler.

    Ich wünsche dir was.
    Liebe Grüße, Swen Artmann
    (Artsneurosia)

    Vielleicht hast du ja Lust und Zeit, meine Geschichte auch zu lesen.
    Ich würde mich über ein echtes und ehrliches Feedback sehr freuen.

    Meine Geschichte heißt:
    „Die silberne Katze“

    Vielen Dank.
    Swen

  3. Hallo Michael,

    was bin ich froh, Deine Geschichte entdeckt zu haben 🙂 Jeder Lesetag hat bei mir ein Motto… Das heutige Motto: „Nur Geschichten von männlichen Autoren lesen.“
    Was für ein Glück!
    Mir hat Deine Geschichte extrem gut gefallen. Die Story ist gut durchdacht und realistisch. Sehr gut und spannend geschrieben. Das Ende sehr überzeugend. Ich denke, Mütter wachsen in solch einer Situation über sich hinaus. Wirklich cool.

    Wo sind eigentlich diese 100 Likes, die Deine Geschichte verdient hätte?!?

    Meiner ist Dir sicher! LIKE!

  4. Hallo Michael,
    mir hat die Grundidee deiner Geschichte sehr gefallen. Hier und da ein paar Rechtschreibfehler – geschenkt. Einzig zu kritisieren hätte ich den Schluss. Der kam mir etwas zu abrupt vor. Dass jemand einen Steick mit einer Pistole trifft, und dann später auch noch kaltblütig einem Menschen in den Kopf schießt, fand ich etwas zu sehr „amerikanisch“. Dafür wurde Sandra, finde ich, vorher zu wenig stark dargestellt.
    Aber dennoch, alles in allem eine gute Geschichte. Mein Like hast du.

    P.S. Vielleicht hast du ja Zeit und Lust, auch meine Geschichte („Glasauge“) zu lesen und ein Feedback da zu lassen.

  5. Hallo 🙂

    Die Geschichte gefällt mir wirklich außerordentlich gut. Der Schreibstil und das Geschehen hat mich schnell und gut gepackt. Auch finde ich gut, dass es gleich ins Geschehen einsteigt, sodass eine dauerhafte Spannung herrscht!
    Auch der Aspekt mit den Zahlen und den (eigentlichen) Bedeutungen dahinter finde ich sehr gut gelungen!

    Die komplette Story ist sehr gut verpackt und nimmt einem zum Weiter lesen mit! Man merkt auch das Herzblut, welches du in die Geschichte reingesteckt hast. Ich hoffe, sie landet im (E)Book! Sehr sehr toll! Ich hoffe auch, noch mehr werden diese tolle Geschichte lesen und bewerten! 🙂

    Sie verdient auf jeden Fall noch mehr Likes!

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