DanielBlack Mask

Black Mask

©Daniel Holzer

 

 

 

  

 

Einsatz ihrer Unsicherheit: „Bist du dir wirklich sicher, dass du das machen willst?“

Für diese Frage war es bald zu spät. Ein Gewitter zog herauf. Blitzlichter zeichneten sich schon am Horizont ab und der Donner hallte binnen Sekunden bis zu ihr herüber.

Petra fand sich selbst an der alten Schuhfabrik wieder, die schon über ein Jahrzehnt leer stand.

Niemand hätte damals gedacht, dass die Firma bankrott gehen und so die halbe Stadt ihre Arbeitsplätze verlieren würden. Heute war alles anders. Ihr Vater hatte ihre Mutter kurz nach der Krise verlassen, weil er nicht mehr wusste, wie er seine Frau und seine Tochter versorgen sollte. Mit seinem Verschwinden hatte er nicht gerade zu ihrem Wohlergehen beigetragen.

Petra war damals gerade mal 9 Jahre alt und verstand nicht, wohin ihr Vater gegangen war – und als ihre Mutter anfing zu trinken, war sie mehr oder weniger auf sich allein gestellt.

Immer wieder stritten die beiden miteinander, doch niemals so wie in den letzten Wochen.

Nach einigen Jahren der Alkoholexzesse hatte ihre Mutter auch eingesehen, dass das nicht der Weg war, den sie bis zum Ende bestreiten konnte. Aber um ehrlich zu sein, hatte ihr Boss ihr den Entzug und die Treffen bei den AA´s eindringlichst empfohlen, wenn sie ihren Job behalten wollte. AA – Anonyme Alkoholiker oder wie Petra immer sagte „Arme Arschlöcher“.

Sie hatte monatelang auf ihre Mutter eingeredet, dass sie einen Entzug machen soll. Unzählige Tränen waren geflossen und ebenso viele Beschimpfungen, weil sie es nicht wahrhaben wollte.

Schön zu sehen, dass sie auf einen Fremden mehr hörte, als auf ihre eigene Tochter.

Bei den AA´s hatte ihre Mutter auch Jürgen kennengelernt. Ihren aktuellen Lebenspartner. Ein nichtsnutziger Alkoholiker mit zwei Gesichtern. Einerseits der liebevolle und verständnisvolle Lebensabschnittspartner, andererseits ein penetranter und notgeiler Esel, der alles anbaggerte, was zwei Beine und Busen hatte. Aber diese zweite Seite bekam ihre Mutter nie zu Gesicht. Immer wieder eckte Petra mit Jürgen an. Damit er nicht das Gesicht vor seiner Partnerin verlor, war er aber immer ruhig und gelassen, und der Streit wurde dann zwischen Mutter und Tochter fertig ausgetragen.

Petra war damals gerade siebzehn geworden. Ein weiterer Schritt ins Erwachsenenleben. Auf ihrer „Super-sweet-seventeen-Party“ ist es dann passiert. Mit all ihren damaligen Freunden im Keller.

Heute würde sie keinen dieser Leute mehr als Freunde bezeichnen. Ihre Mutter war auf der Arbeit – Nachmittagsschicht. Die Musik war laut und so bekam niemand sonst im Haus etwas mit.

 

 

 

 

Zwei Jahre sind seitdem vergangen, aber immer wieder kamen die Erinnerungen an diesen Tag in ihr hoch.

In der Dämmerung der Straßenlaterne vor dem Eingang zur Schuhfabrik hielt sie nochmal inne. Das Paket in ihrer Hand war erstaunlich schwer. „Wieviel so ein Päckchen Geld wiegen kann!“, hatte sie sich immer wieder auf dem Weg hierher gedacht. Eigentlich wunderte sie sich noch mehr, wie günstig es heutzutage war. Sie hatte mit viel mehr gerechnet, als sie im Darknet mit ihrem Gegenüber über ihre Bestellung sprach.

Das Geld hatte sie sich zusammengeschnorrt. Zumindest die Anzahlung konnte sie heute tätigen. Und dann blieben ihr nach Absprache circa zwei Wochen, um den Restbetrag aufzutreiben.

50% sofort und 50% nach Lieferung der „Ware“ war ihre Vereinbarung.

„Es kommt darauf an, wann ich das Paket übergeben kann. Es gibt immer einen perfekten Zeitpunkt für so etwas, musst du wissen“, hatte der User mit dem Namen „Blackmask“ ihr geschrieben.

Black Mask, ein Name der auch für sie selbst gut passen würde.

Aber vermutlich hatte jeder irgendeine Art Maske auf, die das wahre Selbst verbergen oder auch schützen soll.

Zwei Wochen. Damit konnte sie sich gut arrangieren. Einen Geschäftspartner wie diesen wollte man auf keinen Fall als Feind. Sie hatte schon in kürzerer Zeit mehr Geld besorgt. Wie damals, als das Familienauto eine Reparatur brauchte und ihre Mutter wie immer das ganze Geld in Wodka und Schnaps investiert hatte, obwohl sie das Auto dringender brauchte um zur Arbeit und wieder zurück chauffiert zu werden. Um selbst zu fahren, war sie an den meisten Tagen nicht in der Lage.

Petra war nicht immer stolz auf ihre Methoden, um an das Geld ranzukommen, aber was notwendig war, war notwendig.

Nun stand sie in der verlassenen Halle der Fabrik. Draußen prasselte der Regen gegen das in die Jahre gekommene Blechdach des Gebäudes und teilweise tropfte es von der Decke in das alte Gemäuer. Noch ein paar Minuten, dann wollte Blackmask sie treffen. Sie sah sich um. Ein paar Kartons standen in der hinteren Ecke und eine abgenutzte Matratze mit Bettzeug lag ebenfalls dort. Hier hatte sich wohl jemand eingenistet, der noch näher am Abgrund war als sie selbst. Wenn das überhaupt möglich war. Aber das fünf Sterne Bett für Obdachlose war leer. Sie war allein und traf sich in einer verlassenen dunklen Fabrik mit einem Kriminellen. „Bin ich noch bei Trost? Hier hört mich niemand schreien oder findet mich, wenn das Treffen anders als geplant verläuft“, hielt sie sich selbst den Spiegel vor. „Habe ich das wirklich bis zum Ende durchgedacht?“

Sie rief sich den gestrigen Abend wieder in ihr Gedächtnis. Sie hatte einen riesengroßen Streit mit ihrer Mutter. Wie immer ging es um Jürgen. Sie wollte nicht wahrhaben, dass der Mann, den sie liebte, auch eine dunkle Seite in sich trug. Petra beschimpfte sie als Blinde Kuh, die nur das sähe, was sie sehen wollte und ihrer eigenen Tochter nicht glauben würde.

„Du hattest schon immer etwas gegen Jürgen, vom ersten Tag an wolltest du unsere Beziehung zerstören“, warf ihr die Mutter vor. Petra hasste sich für die Worte, die sie dann wählte, um sie bewusst zu verletzten. „Papa hätte uns nie verlassen, wenn du ihn auch nur ein klein wenig unterstützt hättest!“

Noch nie hatte ihre Mutter die Hand gegen ihre Tochter erhoben, doch in diesem Augenblick ohrfeigte sie Petra so hart, dass diese das Gleichgewicht verlor. Sofort bereute sie die Tat und wollte sich entschuldigen, doch Petra verließ fluchtartig das Haus und rief ihrer Mutter zum Abschied drei kleine Worte zu: „Ich kann´s beweisen.“

 

Damit erwachte sie aus der unschönen Erinnerung und im Moment, als sie sich umdrehen wollte, um das Weite zu suchen, hörte sie eine Stimme hinter sich.

Nicht umdrehen! Hast du das Geld?“, drang die rauchige, etwas gedämpfte Stimme an ihr Ohr. „Ja – wie vereinbart.

Ihr Herz pochte so laut, dass sie glaubte, der rhythmische Trommelwirbel übertönte ihre Antwort.

Dann dreh dich nun ganz langsam um. – Ich will dein Gesicht sehen.

Als sie sich umgedreht hatte, versuchte sie den Mann, der in der dunklen Ecke neben dem Eingang stand, auszumachen. War er schon die ganze Zeit da oder eben erst gekommen?

Sie hatte in den Minuten, in denen sie in der Halle stand, keine Geräusche vernommen, außer jenen, die sie selbst von sich gab.

Er machte ihr nur einen kleinen Schritt entgegen. Die Schatten umschlossen seine Konturen wie ein sanfter, kaltfeuchter Nebel im Herbst die Bäume auf einer Weide einhüllte. So konnte sie sein Gesicht und seine Statur noch immer nur schemenhaft erahnen.

Willst du mich verarschen? Du bist zu jung, bestimmt erst 15 oder so und weißt doch gar nicht, was du da machst“, ließ der Mann im Dunkel fast brüllend los. „Das Alter hat hier keine Relevanz“, konterte sie sogleich, ohne ihm ihr wirkliches Alter zu verraten. „Ich weiß was ich will und dich hat es nur zu kümmern, ob ich auch bezahlen kann.“ Fast erschrocken von ihren eigenen Worten hielt sie ihm das Paket hin. Leise nickend und überrascht über die Schlagfertigkeit des Kindes nahm er die Tüte und öffnete sie. Er prüfte den Inhalt und nickte. Ein Blitz erhellte für einen Bruchteil einer Sekunde die Halle und Petra konnte erstmals ein klares Bild vom Gesicht ihres Gegenübers erhaschen.

Du weißt, es gibt kein Zurück mehr, wenn ich erstmal mit dem Geld aus der Türe raus bin“, echauffierte sich der Mann nochmals.

„Kein weiterer Kontakt, keine Nachrichten, einfach gar nichts. Zu unsrer beiden Sicherheit.“

Ja, das ist mir klar“, erwiderte sie bloß und blickte ihm direkt in die Augen. Diese Augen waren leer. So leer wie seine Seele wohl sein mag, damit er diese Arbeit verrichten konnte.

 

Du hörst das nächste Mal von mir, sobald ich die Ware geliefert habe, aber das wirst du dann schon merken.“ Mit diesen Worten übergab er Petra einen Umschlag und verließ die Halle. Petra spürte einerseits das Gewicht von etwa einer Tonne, das von ihren Schultern fielen, andererseits stieg zeitgleich das flaue Gefühl im Magen an, um ihr im Hals stecken zu bleiben. Wie angewurzelt stand sie in der Halle und wagte es nicht sich auch nur einen Millimeter zu bewegen. Dann hob sie aber doch ihre Hand, in der sie den Umschlag hielt und öffnete ihn. Sie verstand sofort was das war: Anweisungen für danach.

 

 

 

  

 

Dreist überlagerte ihre Übelkeit das Gefühl der Anspannung, was wohl als nächstes passieren mag.

Die Tage vergingen und sie dachte kaum noch an die Begegnung mit dem Unbekannten.

Sie war früher mit den Erledigungen in der Stadt fertig und wollte schon nach Hause, aber sie wusste, dass Jürgen allein zugegen war und eine Begegnung mit ihm versuchte sie tunlichst zu vermeiden. Nicht eine Minute wollte sie mit diesem Monster in einem Raum bleiben, wenn es anders ging. Also spazierte sie noch in den Park. Hier konnte sie wie so oft, an ihrem Lieblingsplatz an einer Sitzbank nahe am See entspannen und ihre Seele baumeln lassen. Fast schon wie in Trance schlenderte sie dem kiesbedeckten Weg entlang, bis sie endlich am besagten Platz ihrer inneren Ruhe angekommen war.

Sie setzte sich hin und beobachtete eine Zeit lang die Enten im See, die ihre Runden schwammen und fröhlich um die Wette quakten. Sie schloss die Augen und ließ ihrer Fantasie kurze Zeit freien Lauf. Sie stellte sich vor wie sie mit einem Kind im Arm vor einem Herd in einer kleinen Wohnung kochte und wartete, bis ihr Freund oder besser noch ihr Ehemann nach Hause käme. Es wirkte wie das Einfachste auf der Welt, aber so weit entfernt von der Wirklichkeit. Für sie war dieser kleine Ausflug in eine Zukunft nicht anders zu beschreiben als -perfekt – und sie lächelte insgeheim. Da klingelte die Tür. Das musste ihr Mann sein, der früher nach Hause kam und sie womöglich sogar noch mit Blumen überraschte.

Sie schlendert mit dem Baby im Arm auf die Haustüre zu und öffnete diese – doch es war niemand vor der Tür und das Klingeln hörte nicht auf.

Da öffnete sie die Augen und bemerkte, dass das Geräusch nicht in ihrem Tagtraum war, sondern direkt neben ihr auf der gemütlichen Sitzbank. Sie durchwühlte ihre viel zu große Handtasche nach ihrem Handy und als sie es fand, musste sie abermals feststellen, dass es wohl auch nicht ihr Mobiltelefon war, das den Tagtraum unterbrochen hatte. Erschrocken sah sie sich um.

Es war niemand in der Nähe. Ein altes Ehepaar ging langsam den Weg entlang, den sie vor ein paar Minuten gekommen war. Ansonsten waren nur Bäume und Sträucher auszumachen.

Sie blickte auf den Boden und danach unter die Bank, ohne daran zu glauben etwas zu finden. Doch da war er – der Traumzerstörer. Ein Handy mit Klebeband unter der Bank befestigt.

Doch das allein war nicht das, was sie im nächsten Moment an ihrem Verstand zweifeln ließ, denn auf dem Klebeband stand in Großbuchstaben ein Wort:

 

P E T R A

 

 

  

Vier Bahnen Klebeband hielten das Mobiltelefon an ihrem Versteck.

Zögerlich riss sie das Handy mit ihrem Namen von der Parkbank. Noch einmal schaute sie sich um. „Wer wusste, dass sie hier war? – gerade jetzt?“ Ihre Übelkeit multiplizierte sich mal hundert.

 

Das Handy war nicht das neueste und ziemlich abgenutzt. Erst jetzt merkte sie, dass das Läuten nicht einmal von einem Anruf kam, sondern von einem Wecksignal. Jemand musste es dort platziert und genau gewusst haben, dass sie in diesem Moment dort sitzen würde.

 

Sie drückte gedankenverloren auf Schlummern und untersuchte das Handy weiter.

Wem mag es gehören und was will die Person damit bezwecken? Was will sie von mir?“

Sie versuchte sich in ihrer Naivität einzureden, dass es doch auch für eine andere Petra gedacht sein konnte und nur ein unglücklicher Zufall, dass gerade sie das Handy gefunden hatte.

Sie öffnete die Kontakte, doch es war nur ein einziger gespeichert. Dabei handelte es sich nicht um „Mama“ „Papa“ oder auch „Schatz“ – der Name, den sie sah, war ihr sehr vertraut und sie musste den Gedanken eines Zufalls wieder fallen lassen. Es war ihr Name: „Petra Rosenstein“ und auch die Nummer stimmte.

Aus einem Impuls heraus wollte sie sich selbst anrufen, um die Nummer des Telefons zu erfahren. „Anruf konnte nicht hergestellt werden!“, stand in kursiver Schrift in einem Hinweisfeld am Display. Auch ein zweiter Versuch verlief ohne Erfolg. Erst jetzt sah sie das kleine Symbol in der Statusleiste, das ihr anzeigte, dass keine SIM-Karte eingesetzt war. Sie drehte das Handy, um den Deckel abzunehmen und nachzusehen ob die Karte vielleicht nur falsch eingelegt worden war, doch es war tatsächlich keine vorhanden. Nicht auszumachen wem das Telefon gehörte oder wer es ihr auf ihrem Lieblingsplatz hinterlassen hatte.

Das Handy hatte sogar eine Kamera, was sie ein wenig überraschte, da es doch ein eher altes Modell war. Das Telefon verfügte zum Glück über keine Bildschirmsperre, sodass sie ungehindert recherchieren konnte.

In der Hoffnung, in der Galerie etwas zu finden, das sie der Person näherbrachte, die das Handy an der Parkbank hinterlassen hatte, öffnete sie das Menü, um dort nach den Fotos zu sehen.

Sie fand zwei Fotos.

Die Übelkeit in ihr stieg abermals an.

Das eine zeigte Petra, wie sie gerade den Park betreten hatte.  Gedankenverloren schaute sie am Foto in den Himmel und wirkte sorglos. Gut – kaum verwunderlich, dass sie der Täter auch beim Betreten des Geländes schon im Blick hatte.

Das zweite Bild jedoch offenbarte ihr etwas, dass sie nie für möglich gehalten hätte.

Ein Foto, das zwei Personen zeigte.

Ein Foto in einem großen dunklen Raum.

Ein Foto, das die Abwicklung eines Geschäfts festhielt.

Die eine Person war sie selbst und die andere war ihr unbekannt. Nicht unbekannt, im Sinne von noch nie gesehen, aber sie kannte weder den Namen der Person noch irgendeine andere Information der Identität des Mannes. Das Foto stammte aus der Fabrikhalle. Es zeigte sie bei der Übergabe des Geldes an den Mann, den sie nur als Blackmask kannte. Sie wurden beobachtet.

 

 

 

Fünftausend Euro ohne Markierung und in großen Scheinen hatte sie ihm an diesem Tag gegeben.

Ihre Hände zitterten und sie konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen. „Was soll ich jetzt tun?“

Sie schloss die Augen und ermahnte sich selbst tief durchzuatmen.

Wenn mich jemand bei der Übergabe gesehen hat, ist alles aus und vorbei

Aber das Handy mit dem Foto war hier – Wieso ließ jemand das Telefon mit diesem Foto im Park?

Das andere Bild! Es zeigte sie, wie sie den Park betreten hatte. Das hieß, der Fotograf oder die Fotografin musste noch ganz in der Nähe sein.

Sie sprang von der Parkbank und fing an loszurennen – den Blick immer wieder pendelnd von links nach rechts werfend. Irgendjemand musste hier sein. Doch sie erkannte schnell, auch wenn sie die Person sehen würde, wäre nicht sicher, ob sie sie auch als ihren Gegenspieler erkennen würde.

Ein erneutes Klingeln riss sie aus ihrer wahnhaften Suche zurück auf den Boden der Realität. Sie wusste nicht wie ihr geschah, das Handy hatte doch keine SIM-Karte – wie sollte ein Anruf eingehen? Die Lösung war ebenso simpel wie dämlich. Der Wecker – sie hatte vorhin nur die Schlummertaste gedrückt.

Am Handy mussten weitere Informationen sein. „Wer versucht mir Angst zu machen, ohne mir zu sagen was derjenige von mir will? War es vielleicht sogar Blackmask selbst, der damit mehr Geld erpressen will?“ Sie musste ihn kontaktieren – egal was er gesagt hatte.

 

  

 

„Sixtrasister schreibt…“, blinkte es grünleuchtend als sie ihre Nachricht im Chatfenster eingab.

Petra schrieb ihm und hoffte, dass er schnellstmöglich antwortete. „Warst du das, mit dem Handy und dem Foto?“ Kurz und bündig ohne große Ausschweife. Wenn Blackmask derjenige war, der sie nötigen wollte etwas zu machen, würde sie es gleich wissen. Er würde direkt mit seiner Forderung aufwarten. Doch die ersehnte Erlösung blieb aus. „Hatte ich nicht gesagt, keinen Kontakt bis zur Lieferung – ich bin gerade beim Arbeiten, wenn du verstehst“, war seine knappe Rückmeldung. „Welches Foto?“, wurde kurz darauf im Chat von Blackmask ergänzt.

Dann erläuterte sie ihm knapp was passiert war und dass sie ihn verdächtigte. „Mädchen, ich werde dich wohl kaum mit einem Foto unter Druck setzen, das mich selbst bei einer zwielichtigen Begegnung zeigt. Vor allem mit unserer Geschäftsbeziehung“ in ihrem Kopf begann sich alles zu drehen – er war ihr einziger Anhaltspunkt. „Aber so wie ich das sehe, gibt es einen weiteren Mitspieler! Du bringst mich hier echt in eine beschissene Situation. Sieh zu, dass du herausfindest wer dich belästigen will und kläre das schleunigst! So kann ich nicht liefern.

Na großartig, nicht nur, dass sie erpresst wurde, nun drohte auch noch der ganze Deal zu platzen und ihr Geld würde sie wohl nicht wiedersehen.  Zur Polizei konnte sie schlecht gehen. So unsicher sie sich kurz vor der Geldübergabe noch war, so sicher war sie sich seit gestern, dass sie es benötigte.

Sie konnte so nicht weiterleben – in ständiger Angst und unerhört von allen Menschen in ihrer Umgebung. Mit einer schwarzen Maske vor ihrer Seele.

Angsterfüllt klammerte sie sich an das einzige, das ihr weiterhelfen konnte. Das Handy. Es muss noch weitere Hinweise geben.

Wo könnte man noch Informationen finden, wenn man etwas haben will. Eine Forderung beinhaltet doch immer einen Wunsch und einen Zeitpunkt, den es zu erfüllen galt. Zu einem bestimmten Zeitpunkt! Sie durchsuchte den Wecker- doch da war nichts. Als nächstes prüfte sie den Kalender des Mobiltelefons. BINGO. Ein Eintrag heute für 16:00 Uhr der lautete: Geh nach Hause und entschuldige dich bei deiner Mutter! Gib ihr in allem recht und bitte um Verzeihung!

„Was hat bitte meine Mutter mit dieser Geschichte zu tun? Wie konnte er überhaupt wissen, dass ich mich mit ihr gestritten habe?“ Darum kümmerte sie sich später.

Etwas wusste der Handybesitzer offenbar nicht. Ihre Mutter war nicht zu Hause, sondern auf der Arbeit.

Ein Blick auf die Uhr: Es war 15:30 Uhr!

Zur Arbeitsstelle ihrer Mutter waren es zu Fuß gut und gerne 40 Minuten. Was würde wohl geschehen, sollte sie zu spät kommen? Die Ungewissheit nagte mehr an ihrem Nervenzelt als die Tatsache, nicht zu wissen wer sie in der Hand hatte. Petra lief los so schnell sie konnte. Zuviel Zeit hatte sie verplempert und war kein Stück weitergekommen. Wenn sie rechtzeitig bei ihrer Mutter sein wollte, musste sie rennen.

 

 

 

Sieben Minuten vor Ablauf der Frist war sie beim Büro ihrer Mutter angekommen.

Kurzatmig mit rasselnden Lungen und schmerzenden Beinen. Noch nie war sie so schnell gerannt – Es war aber auch noch nie erforderlich.

Mama, wo bist du?“, schrie sie durch das Büro. „Petra was ist denn mit dir los? Warum schwitzt du so und bist so außer Atem?“

Mama können wir irgendwo allein sein und sprechen?“ „Klar doch, komm mit, lass uns kurz rausgehen!

Es tut mir so leid, was ich gestern zu dir gesagt habe. Ich hatte kein Recht so etwas zu sagen! Ich bin froh, dass du wieder jemanden gefunden hast, auch wenn ich nicht mit ihm zurechtkomme. Es gibt aber Dinge, die du nicht weißt und ich dir heute nicht sagen kann. Aber ich wünsche mir, dass du glücklich wirst und wir wieder zueinander finden!“

Ihre Mutter war sichtlich ergriffen von dieser Entschuldigung. Tränen rollten von ihren Augen über die Wangen bis zum Kinn, um dort zu verharren bis sie weggewischt wurden.

Mein Schatz, ist schon gut! Ich weiß ich bin bei Gott keine perfekte Mutter und wir hatten es immer schwer miteinander, aber diese Entschuldigung von dir zeigt mir, dass wir es schaffen können wieder eine Familie zu werden.“

Nun musste auch Petra weinen. Die beiden fielen sich in die Arme und blieben so ein paar Minuten stehen, ohne dass jemand ein Wort sagte. Petra konnte sich nicht erinnern, jemals so ehrlich mit ihrer Mutter gesprochen zu haben oder dass sie sich körperlich wie auch geistig so nahe gewesen waren. 

In Petras Hosentasche vibrierte es – das musste die Erinnerung aus dem Kalender sein.

Sie löste sich von ihrer Mutter und diese verabschiedete sich bei ihr mit einem Kuss auf die Stirn. „Tut mir leid Schätzchen, ich muss wieder rein, meine Schicht ist noch nicht vorbei, aber wir sehen uns zu Hause.“ Irgendwie war sie ihrem Gegenspieler nun sogar etwas dankbar. Wenn er die Entschuldigung bei ihrer Mutter nicht gefordert hätte, wäre es nie zu dieser Annäherung gekommen.

Nun stand sie da – sich selbst fragend wie es nun weiterging. Was war der nächste Schritt im Plan ihres Antipoden? Er muss in der Nähe sein, um sich zu vergewissern, dass sie seine Forderung auch erfüllte.

Doch er wollte, dass sie ihre Mutter zu Hause antraf. War es möglich, dass er dort auf sie wartete?

Gerade als sie sich wieder Richtung Straße bewegen wollte, um nach Hause zu laufen, sah sie auf der gegenüberliegenden Seite, an der Straßenlaterne, einen Zettel.

 

 

 

 

Achtsam nahm sie den Zettel unter die Lupe. Der Zettel sah aus wie jeder andere Steckbrief, der aufgehängt wurde, wenn jemand etwas verkaufen oder jemanden bzw. etwas Verlorengegangenes finden wollte.

Doch dieser Steckbrief fiel ihr sofort ins Auge. Nicht, weil er auf rotem Papier abgedruckt war, oder es keine typischen Abrissfahnen mit Telefonnummer am unteren Rand des Zettels gab. Nein, ihre Aufmerksamkeit lag auf etwas anderem. Dem Bild. Das Bild, das auch am Handy war und sie mit dem Mann zeigt, dem sie das Geld gab. Es hätte genauso gut abgedruckt sein können:

„Gesucht – junge Frau, die sich in einer verlassenen Fabrikhalle mit einem Mann traf, um ein verbotenes Geschäft mit zweifelhaften Hintergründen abzuschließen. Um zweckdienliche Hinweise wird gebeten. Der Erpresser.“

Jetzt war aber klar, dass der anonyme Arsch genau wusste, dass ihre Mutter nicht zu Hause anzutreffen war und die nächsten Schritte von Petra weiterhin wie ein Puppenspieler steuern konnte.

Sofort riss sie den Zettel von der Laterne. Ein Blick nach links. Ein Blick nach rechts. Niemand war da. Niemand beobachtete sie!

Komm um 19:00 Uhr nochmal an den Ort wo es begann“, stand in kleiner Schrift unter dem Bild.

Somit war klar, was sie als nächstes tat. Noch einmal würde sie den Platz aufsuchen, an dem diese Schnitzeljagd ursprünglich begonnen hatte. Mit der Bestellung, die sie an diesem Ort an Blackmask durch die Anzahlung bestätigt hatte.

Petra wollte einfach, dass alles vorbei war. Sie wollte wieder zurück auf Anfang. Bevor sie sich zu ihrem Vorhaben entschloss. Besser noch weiter zurück. Zu ihrer Geburtstagsparty, wo die Abwärtsspirale ihres Lebens von einer Treppe in eine Rutschbahn überging und sie keinen Halt finden konnte.

 

 

 

 

 

Neuniederlassung in München“, prangte das verwitterte Schild vom Maschendrahtzaun des Fabrikgeländes. Damals wurde noch behauptet, die Fabrik würde den Standort nur schließen, um in München wiederzueröffnen und die Mitarbeiter könnten dort weiterarbeiten. Eine Lüge der Geschäftsführung, die kurz danach untertauchte und von der niemand jemals wieder etwas hörte.

Das Gelände wirkte wesentlich größer als beim letzten Mal. Vielleicht lag es daran, dass es noch taghell war und man auch die hinteren Gebäudekomplexe sehen konnte.

Petra war auch dieses Mal früher als gefordert an der Fabrik. Mehr aus ihrer Neugierde heraus, was sie dort erwarten würde, als aus Angst.

Welchen neuen Auftrag würde sie hier erhalten? Die Übelkeit tief aus ihren Eingeweiden überkam wieder ihren Körper. Am liebsten würde sie erbrechen, doch das Adrenalin in ihrem Blutkreislauf trieb sie voran. Sie trat in die trostlose Halle und schaute sich um. Kein Handy. Kein Zettel. Keine neue Nachricht ihres Widersachers.

Hatte sie etwas übersehen oder die Nachricht am Zettel falsch verstanden? „…wo es begann.“ Doch im Zusammenhang mit dem Foto konnte nur die Halle gemeint sein.

Durch Schritte im Gang wurde sie aus ihrem Gedankenlabyrinth zurückgezogen.

Schritte, die auf den Raum, in dem sie sich befand, zukamen. Es sollte also eine Gegenüberstellung geben und keine weitere anonyme Anweisung. Die Maske würde fallen. Erst wollte sie sich verstecken, doch sie war sich sicher, dass der Neuankömmling bereits wusste, dass sie hier war.

 

Überraschung!“, rief er in einem genauso unpassenden Tonfall wie ein Popsong auf einer Beerdigung.

Du? Was machst du denn hier?“, fragte sie den Mann mittleren Alters, der ihr nun gegenüberstand.

Verzeih mir das Katz und Maus Spiel, das ich mit dir veranstaltet habe, aber ich spiele gern mit den Menschen und lasse sie nach meiner Pfeife tanzen.

In einem gespielt mitfühlenden Ton sprach er weiter. „Und die Entschuldigung bei deiner Mutter war notwendig, damit das Gesamtbild deines Irrtums und deines verdrehten Verhältnisses mir gegenüber abgerundet wurde und wir einen Neustart wagen können.

Petra war wie versteinert. Einerseits war es so offensichtlich, dass er es gewesen war, der sie so an der Nase herumgeführt hatte, doch ihr verbarg sich noch immer sein Motiv. „Wieso?“, stammelte sie mit ungläubigem Blick auf den Mann gerichtet, der sie seit Jahren die Hölle auf Erden erahnen ließ.

Ich weiß was du vorhast, Petra! Damit wirst du nicht durchkommen! Deine Mutter und ich gehören einfach zusammen und daran wirst du nichts ändern können. Auch nicht mit deinem geheimnisvollen Freund“. Petra musste schlucken. Was würde er ihr nun antun, wenn er bereits wusste, was sie getan hatte, oder zu tun bereit war?

Ich dachte, wir wären uns einig, dass deine Mutter nichts davon erfährt und wir das Kapitel abschließen könnten. Doch dann hast du wieder mit ihr gestritten und da ist es dir herausgerutscht – du kannst es beweisen! 

Jürgen schlich um Petra herum, wie ein Gepard um seine Beute. „Das hat mich dann doch aufhorchen lassen und ich musste wissen, was du gegen mich in der Hand hast“

Petra konnte die nächsten Worte nur noch stottern „…und dann … bist du mir gefolgt … und hast mich mit dem Mann gesehen?“

Ganz genau. Ich folgte dir zu dieser Fabrik und hab euer Treffen beobachtet. Erst dachte ich, es sei ein Drogendeal oder ähnliches, aber dann wurde mir klar, dass du den Mann meinetwegen bezahlt hast.“ Die Geschichte aus seinem Mund zu hören war derartig unreal, dass sich Petra in ihre Lippe biss und hoffte, aus diesem Alptraum zu erwachen. „Was ist denn los mit dirSo ruhig kenne ich dich gar nicht. Normalerweise beschimpfst du mich doch jedes Mal, wenn wir uns sehen.“, zischte Jürgen hinter ihrem Rücken.

Ich, ich weiß einfach nicht was ich dir sagen soll.“

Wie wäre es, wenn du mir sagst, was der Mann über mich rausgefunden hat?“

Stille.

Na? Muss ich dir alles aus der Nase ziehen oder wie sehe ich das?

Hat der Mann in meiner Vergangenheit gewühlt und all die Leichen aus meinem Keller geborgen, damit du sie deiner Mutter offenlegen kannst und sie mich dann verlässt?“

Petra wusste nicht worauf er hinaus wollte. „Ein Detektiv- ehrlich?“

Offenbar war er der Meinung, der Mann, den Sie getroffen hat, war ein Schnüffler, den sie angeheuert hat, um Beweise gegen Jürgen aufzutreiben.

Wie falsch er doch lag.

 

 

         

 

Zehn Monate war ich im Knast, wegen der Aussage dieser Schlampe“ schnaubte Jürgen „Aber durch einen Formfehler bin ich früher rausgekommen und man kann nicht zweimal wegen desselben Verbrechens verurteilt werden. Mein Glück“, lächelte er verschmitzt.

„Damals wusste ich zwar, dass es nicht richtig war, aber etwas in mir verlangte einfach danach, nach dieser Macht. Immer und immer wieder und immer mehr“

„Du hast die Frau auch misshandelt – so wie mich!“, erschrocken über sein Geständnis, dass sie nicht die erste war, an der er sich vergriff, forderte sie ihn aus einer Ahnung in ihrem Inneren zu mehr heraus, „…und es gab noch mehrere!“

„Wie dir dein spezieller Freund bestimmt schon berichtet haben wird, waren es sehr viele mehr. Aber was soll ich machen? Die Haut von euch jungen Mädchen ist so zart und weich. Ich bin süchtig!“

Ihr Hass auf den Freund ihrer Mutter stieg mit jedem Wort das seine Lippen verließ an.

„Die Dominanz über euch Frauen erlangt man so einfach. Es ist fast so, als wolltet ihr regelrecht von einem Mann beherrscht werden. Nehmen wir deine Mutter zum Beispiel. Ich liebe sie über alles und ich möchte mit ihr zusammenbleiben, bis das der Tod uns scheidet. Sie hat viel durchgemacht und als ich ihr zeigte was ein Mann noch mehr machen kann, außer das Geld nach Hause zu bringen, war sie mir verfallen. Aber diese Abhängigkeit war mir zu wenig. Ich wollte mehr. Ich wollte jemanden zeigen das ich mächtiger bin. Und dann warst du da und wolltest in deiner jugendlichen Befreiungsphase an deinem Geburtstag nicht, dass ich mit in den Keller gehe, um deine Freunde zu begrüßen. Was für ein herrschsüchtiges Ding du doch warst. Aber das habe ich dir ein klein wenig ausgetrieben, nicht wahr?“

Seine Arroganz war unübertroffen und er lächelte bis über beide Ohren, wenn er von seinen Taten sprach.

„Und wie soll das jetzt weiter gehen?“, stellte sie ihm die alles entscheidende Frage.

„Nun das ist ganz leicht. Ich werde es dir gerne erklären.“

Ein Geräusch aus dem hinteren Bereich der Halle zwang ihm zu einer kurzen Pause. Er war sichtlich angespannt. Dann ein leises Quieken und eine Ratte lief quer durch den Raum. Die Anspannung löste sich und er fuhr fort.

„Nachdem du dich ja so herzerwärmend bei deiner Mutter entschuldigt hast, wirst du diese neu gewonnene Nähe wohl kaum erneut aufs Spiel setzten wollen, um mich bei ihr anzuschwärzen, oder?“, und er strich ihr durch ihr schulterlanges Haar. „Wie würde deine Mutter wohl reagieren, wenn du so kurz nach eurer Versöhnung mit derartig haltlosen Anschuldigungen und vermeintlichen Beweisen bei ihr auftauchst?“

„Sie wäre zutiefst verletzt.“, gestand sich Petra selbst ein.

„Aber zum Glück wirst du das nicht machen! Du übergibst mir die Beweise und wir reden nie wieder davon. Und du wirst zu einer mustergültigen Tochter, die jeden Sonntag gemeinsam mit uns am Mittagstisch sitzen wird“

„Und sonst geht’s noch? Du glaubst doch nicht im Ernst, dass ich das machen werde?“

„Ich bin sogar davon überzeugt!“, dabei hielt er seinen Finger hoch, als wäre er ein Lehrer, der seinen Kindern im Klassenzimmer etwas erklärt.

„Wer würde schon einer wie dir glauben? Einem verzogenen Gör, das immer nur Probleme macht und Streit sucht.“

„Eine Mutter weiß, wenn ihre Tochter die Wahrheit sagt. Und diese Kleinigkeiten sind nicht der beste Beweis, den ich gegen dich in der Hand habe.“

Mit diesen Worten sah sie wie das Lächeln in seinem Gesicht verebbte. Er legte seine Stirn in Falten und überlegte, womit sie ihn noch im Griff haben könnte. Es wollte ihm einfach nichts einfallen und die Sicherheit in ihrer Stimme und ihrem Gesichtsausdruck machte ihn verrückt.

„Sag mir sofort, was du noch gegen mich in der Hand hast, oder ich lasse dich einfach verschwinden und all meine Probleme sind gelöst!“ Demonstrierend zog er eine Waffe aus seinem hinteren Hosenbund.

Die Situation hatte sich grundlegend geändert. Auf einmal war Petra sich ihrer sicher und Jürgen wurde zum unsicheren Gegenüber. Aber mit einer Waffe in der Hand.

Petras Handy vibrierte. Ohne an die Konsequenzen zu denken, zog sie es aus der Tasche und sah die Nachricht. Jürgen schrie sie an: „Pack sofort das Telefon weg!“

 

 

Da fiel auch schon der ohrenbetäubende Schuss.

Petra ließ das Telefon und sich selbst zu Boden fallen.

Die Hände schützend vor den Bauch haltend.

Ein purer urzeitlicher Instinkt einer Mutter die ihr ungeborenes Baby schützt. Das Baby von Jürgen.

Jürgen fiel zeitgleich auf den staubigen Hallengrund und blieb regungslos liegen.

 

Petra stand unversehrt wieder auf. Die Nachricht am Handydisplay bestand aus ein paar einfachen Worten.

 

Ihr Paket ist eingetroffen!“

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56 thoughts on “Black Mask

  1. Deine Geschichte hat mir sehr gut gefallen 🙂
    Super Spannend und mitreißend geschrieben! Das Ende kam für mich ziemlich überraschend.
    Ist es gewollt offen/mehrdeutig oder habe ich es nur nicht richtig verstanden?

    Meinen like hast du – viel Erfolg fürs Voting 🙂

  2. Tolle Geschichte, sehr spannend geschrieben. Fand es eine sehr kreative Idee, dass die KapItelzahlen immer in dem ersten Wort inbegriffen waren. Echt cool 🙂

    Das offene Ende ist wirklich interessant, magst du verraten, was damit gemeint ist? Ich bin echt neugierig 🙂

    Aber wirklich Kompliment zu der sehr spannenden Geschichte

  3. Moin Daniel, ne echt gute Geschichte! Das mit den Kapitelanfängen ist ne richtig gute Idee. Deine Art zu schreiben gefällt mir, man hat das Gefühl mittendrin zu sein, sehr lebendig und glaubhaft. Hast die Parameter gut umgesetzt und daraus ne Kurzgeschichte geschrieben wie sie sollte.

    LG Frank aka leonjoestick

    1. Danke sehr dein Feedback freut mich!

      Die Kapitelidee ist mir gekommen und wollte ich unbedingt umsetzten und freut mich dass sie Anklang findet – war dann gar nicht sooo einfach!

      LG Daniel aka thomaskaufmann11 😂

  4. Eine spannende Geschichte! Der Dialog zwischen Petra und Jürgen war für mich der absolute Höhepunkt. Deine Geschichte wäre vielleicht noch fesselnder, wenn du die ganzen Informationen am Anfang auf ein Minimum reduzieren würdest. Der Text braucht gar nicht so viele Informationen um spannend zu sein. Manche Passagen hättest du vielleicht noch etwas kürzen können, damit man mehr das Gefühl hat eine Kurzgeschichte zu lesen.
    An manchen Stellen sind mir Wortwiederholungen aufgefallen („verfügte“) und einige Perspektivfehler (woher weiß Petra, dass die Mutter ihre Handgreiflichkeit bereut? Es kann höchstens den Anschein haben, dass sie ihre Tat bereut.).
    Die Kapitelanfänge mit den entsprechenden Nummerierungen haben mir auch super gefallen! Äußerst kreativ! Das Ende fand ich super. Ich musste kurz darüber nachdenken bis ich es verstanden habe, aber genau das ist ja der Zweck einer Kurzgeschichte.
    Gefällt mir sehr 🙂
    Viele Grüße,
    Ann-Kathrin

    1. Wow Danke für dein ehrliches Feedback zur Geschichte!
      Deinen Input werde ich berücksichtigen und ggf anpassen, sodass die nächsten Leser sich auf andere Themen Konzentrieren können!

      Freue mich wenn die Geschichte deinen Geschmack getroffen hat!
      Gruß Daniel

  5. Hallo lieber Daniel,
    ich finde deine Art zu schreiben, total angenehm. Ich wollte die ganze Zeit wissen, wie es weitergeht und konnte mir alles total gut vorstellen. Auch die Beziehung von Mutter und Tochter hat mich total gerührt und wirkte unglaublich authentisch.
    Nur ein Vorschlag meinerseits, der meines Erachtens der Sahnetorte noch die Kirsche draufgesattelt hätte: was hältst du von der Idee, wenn nicht der Jürgen, sondern die Mutter die Rächerin gewesen wäre? Damit hätte ich persönlich noch weniger gerechnet🙈.

    Viele liebe Grüße
    Christina

  6. Hallo lieber Daniel,
    ein guter Sprachstil und eine spannende Geschichte. Ich wollte die ganze Zeit wissen, was passiert und konnte mir alles bildlich vorstellen. Auch die Beziehung von Mutter und Tochter hat mich total gerührt und wirkte unglaublich authentisch.
    Nur ein Vorschlag meinerseits, der meines Erachtens der Sahnetorte noch die Kirsche draufgesattelt hätte: was hältst du von der Idee, wenn nicht der Jürgen, sondern die Mutter die Rächerin gewesen wäre? Damit hätte ich persönlich noch weniger gerechnet🙈.

    Viele liebe Grüße
    Christina

    1. Danke auch für dein Feedback

      Habe dir direkt auf Insta geantwortet warum ich diesen Weg gewählt habe. 😉 Aber wie Sebastian Fitzek ja immer sagt, kann jede Figur neu erzählt werden und vlt gibt es eine Fortsetzung mit der Mutter 😂😂😂

  7. Hey 🙂 vorweg: Tolle Geschichte!

    Ich habe nur einige Fragen:
    Was ist in dem Keller passiert? Ihr Stiefvater hat was damit zutun, nehme ich an?

    Und das Ende lässt natürlich fragen offen. Aber das ist ja auch so gewollt. 🙂

    Leider habe ich mir von Anfang an denken können, dass BlackMask ein Auftragskiller und der Stiefvater der Antagonist ist. Trotzdem sehr gute Geschichte ☺️ Dein Schreibstil gefällt mir. Und die Anfänge bei den jeweiligen Kapiteln finde ich richtig kreativ 😁 Liebe Grüße

  8. Hi Daniel, wie versprochen habe ich mir deine Geschichte durchgelesen! 😉Die Idee, die Kapitelzahlen in den Text einfließen zu lassen, ist richtig gut, habe ich vorher noch nirgends gesehen. Hut ab! Ich muss zugeben, dass ich mir am Angang schon gedacht habe, dass es Jürgen sein wird, aber dafür hat man Spielraum mit der Situation im Keller und am Ende. Gelungener Einstand in die Welt der Autoren! 😉😊

    1. Hallo Janine

      Danke für deine Rückmeldung.
      Genau das Jürgen der Antagonist ist habe ich gar nicht so verstecken wollen. Eher wie das Ende stattfindet, seine Hintergründe und das Zusammenspiel von Petra, Jürgen und Blackmask

      Danke fur das positive Feedback

  9. Wirklich tolle Geschichte, kann mich da den anderen Kommentatoren nur anschließen. Die Anfänge der Kapitel haben mir auch super gefallen. Tolle Idee ☺️
    und das Ende ist auch super. Ausreichend Information, um alles zu verstehen, aber nicht zu viel, damit man sich selbst noch Gedanken machen kann. Also gerade richtig so 😃
    Von mir gibts ein Like dafür, hat Spaß gemacht, die Geschichte zu lesen ☺️
    vielleicht möchtest du dir meine Geschichte ja auch durchlesen (der schlimmste Schmerz von allen). Über Feedback (und ein Like, sofern sie dir gefällt) freu ich mich natürlich. Gerade als Schreibanfängerin kann man nicht genug Rückmeldung bekommen.
    Liebe Grüße

  10. Danke Jess für die Rückmeldung ich freue mich über jeden Kommentarr von euch so sehr-wie du sagst als Schreibanfänger zählt jedes Feedback und dass ist auf dieser Seite echt toll. Deine Geschichte packe ich auch auf meine Liste und du kannst dir ein ehrliches Feedback von mir erwarten

    Lg

  11. Hallo Daniel!

    Kann mich meinen Vorschreibern uneingeschränkt anschließen! Tolle Geschichte, extrem spannend und fesselnd erzählt. Auch die Sache mit den Kapitelanfängen finde ich sehr kreativ – sowas ist mir noch nicht untergekommen! Alles in allem: Sehr gelungen und auf jeden Fall weiterzuempfehlen!

    LG, Florian

    PS. Ich würde mich auch sehr freuen, wenn du meine Geschichte lesen und vlt einen Kommentar und – nur für den Fall, dass sie dir gefallen hat – sogar ein Like hinterlassen würdest. Mein Like hast du!

    https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/schach-matt

  12. Hallo Daniel,
    wie schon mehrfach erwähnt – die Idee mit den Kapitelanfängen ist genial!
    Die Geschichte ist spannend und lässt einigen Raum für Spekulationen, ebenso das Ende. Man möchte weiterlesen und wissen, was passiert. Schöner Schreibstil.
    VG Yvonne / voll.kreativ (Der goldene Pokal)

  13. Hallo Daniel,

    auch ich schließe mich den anderen an: die Änfänge sind genial!!! 🙂
    Gefallen mir total.
    Dein Schreibstil ist flüssig, es passt alles gut zusammen und die Spannung beim Lesen wird immer größer.
    Bekommst von mir ohne großes Überlegen ein Herzchen.

    VG
    Anne

  14. Lieber Daniel,
    hab wie versprochen natürlich gleich deine Geschichte verschlungen. Wie bereits mehrfach erwähnt ist die Idee mit den Kapitelanfängen großartig. Einfach toll! Generell ist es dir gelungen die Spannung schön aufrecht zu erhalten. Wenn du gerne möchtest, würd ich, als „gschafftige“ (I woas des Wort kennt ma a im Steirischn) Deutschlehrerin, dir einige Rechtschreibungs- und Grammatikfehler ausbessern, natürlich nur wenn du magst.. Meine Mailadresse hast du ja nun durch den Kommentar.

    LG Verena (Wegen mir!)

      1. Alles klar ich meld mich morgen bei dir und bei meiner Story hab ich dir auf deinen Kommentar auch geantwortet, ich sags dir hier nochmal, weil man darüber ja nicht benachrichtigt wird, wenn man selbst nur kommentiert.
        Lg

  15. Hi, ich hab gerade deine Geschichte gelesen und wollte dir ein kurzes Feedback da lassen.
    Die Idee mit den Kapitelanfängen fand ich gut. Auch die Geschichte an sich und speziell das Ende.
    Einzig die Geschwindigkeit könnte etwas straffer sein und die Dialoge lesen sich in meinen Augen etwas sperrig.
    Mir sind auch zwei Schreibfehler aufgefallen, die ich dir nicht vorenthalten will, falls du sie schnell ausbessern willst.
    1. prangerte das abgewitterte Schild
    Nehme an, es sollte prangte auf dem verwitterten Schild heißen
    2. Petra lies das Telefon und sich selbst zu Boden.
    lies -> ließ und fallen fehlt hier, oder?
    Aber sonst, wie gesagt, finde ich die Geschichten nicht schlecht. Weiter so 👍🏻

    Würd mich freuen wenn ich dir meine auch Schmackhaft machen kann.

    Grüße
    J.D.
    https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/das-leben-eines-toten-mannes

    1. Hallo J.D.

      Danke für dein ehrliches Feedback zu meiner Geschichte
      die Schreibfehler habe ich sofort ausgebessert 😉 Danke auch dafür.

      Sobald ich es schaffe lese ich auch deine Geschichte und lasse dir mein Feedback da!
      Gruß Daniel

  16. Moin Daniel,

    Die Sache mit den ausgeschriebenen Kapitelzahlen hat mich erst verwirrt, da Du ja zusätzlich auch noch das Kapitel als Überschrift benutzt, es ist aber mal etwas Neues hier. Man liest sich ja mit Eifer hier durch und bemerkt immer wieder gerne, wenn man Neues entdeckt…

    Das Thema „alkoholkranke Eltern / Stiefeltern“ ist natürlich ein heißes Pflaster zusammen mit einer pubertierenden 17-jährigen. Du hast da einen guten Weg gewählt, Menschen im Umfeld der „AA“ könnten allerdings kritischer mit Deiner Geschichte umgehen.

    In den Kommentaren liest sich das meiste schon heraus, deshalb von mir an dieser Stelle ebenfalls die Aussage, dass ich Deine Geschichte und das offen gehaltene Ende gut fand!

    Viel Erfolg für das Voting!
    LG Christian (Identität-6)

  17. Ich hüpfe gerade mal von der Hörbuchfassung hier herüber. Du hast einen guten, flüssigen Erzählstil. Nur an wenigen Formulierungen bin ich kurz hängengeblieben, manche Stellen könnten durch konsequenteren Einsatz des Plusquamperfekts gewinnen – aber das sind nur Kleinigkeiten, die letztlich in einem Schluss-Lektorat ausgemerzt würden. Ansonsten: Idee, Plot, Aufbau – alles top 😃👍

  18. Hallo Daniel,

    ich habe heute Deine Geschichte gelesen und gerade noch angehört 😊.

    Ich finde Deine Geschichte auch gut.
    Der Titel hat mich neugierig gemacht…
    Die Kapitelanfänge mit den Zahlen gefällt mir richtig gut, sehr kreativ…
    Die Spielräume und das offene Ende lassen Platz für die eigene Phantasie…
    Für meinen persönlichen Geschmack könnte man die Geschichte an manchen Stellen etwas reduzieren/kürzen… aber wie gesagt… das ist mein persönlicher Geschmack und hängt vermutlich mit meinem Leseverhalten zusammen.

    Vielleicht möchtest Du mir ja auch ein Feedback geben. Würde mich freuen.

    Liebe Grüße
    Kerstin Peinecke (Die erzwungene Wahrheit)

  19. Lieber Daniel,

    deine Geschichte hat mir gut gefallen. Du hast ein sehr schwieriges Thema ausgewählt, in das du die Parameter gut eingearbeitet hast.

    Wie du schon selbst gesagt hast, ist der Einstieg recht lang. Ich finde es toll, dass du dir Gedanken über die Hintergrundgeschichte deiner Charaktere gemacht hast und finde das auch für eine gute Geschichte sehr wichtig. Diese Hintergrundgeschichte gehört aber mMn nicht in die eigentliche Geschichte hinein, sie wirkt so ein wenig unnatürlich. Du kannst sie gerne in den eigentlichen Text mit einweben, das machst du an manchen Stellen auch (z.B. als du erzählst, dass ihre Mutter mal wieder das ganze Geld in Schnaps investiert hatte), sodass wir als Leser keinen „Prolog“ mit der Familiengeschichte brauchen. Ich finde immer, man sollte als Leser richtig in die Geschichte hineingeworfen werden. Man muss als Autor nicht immer alles erklären. Der Leser versteht sehr vieles von selbst.

    Denselben „Fehler“ machst du auch an der Stelle, wo sie das Handy findet. Hier schreibst du in etwa „Jemand musste es platziert haben und genau wissen, dass sie in dem Moment dort sitzen würde“. Das hatte ich bereits durch das Tape mit ihrem Namen und den gestellten Wecker verstanden, da braucht es keine weitere Erklärung mehr. 🙂
    Auch die Beschreibung des Fotos mit der Warenübergabe war mir etwas zu lang. Ich hatte eigentlich direkt verstanden, dass es um die gerade geschehene Warenübergabe ging (für etwas anderes wäre in einer Kurzgeschichte vermutlich auch nicht sooo viel Platz gewesen). Da hast du für meinen Geschmack etwas um den heißen Brei herumgeredet.

    Wie Mona bereits erwähnt hat, würde deiner Geschichte die konsequentere Verwendung des Plusquamperfekt, wenn du in der Vorzeitigkeit sprichst, nicht schaden (z.B. „Auf ihrer Party WAR es dann passiert“, „Zwei Jahre WAREN seitdem vergangen“).

    Den Einwurf „Vermutlich hatte jeder eine Art Maske auf, die das wahre Selbst verbergen soll“ fand ich eigentlich sehr schön, nur als einen einzelnen Satz an der Stelle etwas unpassend. Es wirkte so ein bisschen wie ein pseudo-poetischer Satz in einem sonst stilistisch ganz anderen Werk. Vielleicht hätte sie sich da noch ein paar mehr Gedanken über diesen Namen machen können.

    Den Satz „Damit erwachte sie aus ihrer Erinnerung“ finde ich nicht so schön formuliert. Möchtest du beschreiben, dass es ein langsames Erwachen ist? Oder ist es eine Art hochschrecken? Gerade solche Erinnerungen möchte man ja eher abschütteln, dazu würde mir eine Bewegung oder so etwas von ihr gut gefallen.

    In dem Moment, in dem Blackmask zu ihr sagt „Du hörst das nächste Mal von mir…“ war ich etwas verwirrt. Sie wollten ja keinen Kontakt mehr miteinander aufnehmen. Ich hätte es besser gefunden, wenn du es an der Stelle bei dem zweiten Teil, also dass sie schon mitkriegt, wenn er seinen Teil erfüllt, belassen hättest.

    An einer Stelle beginnen viele Sätze nacheinander mit „Sie“.

    Ich mag es allgemein nicht, wenn Figuren ewig lange über einen Ort nachdenken, dann kommt ein Halbsatz und wieder wird dieser Ort erwähnt. Daher hätte ich mir den Moment eher so gewünscht, dass sie bereits an ihrem Lieblingsort ist und dann erklärt wird, was für ein Ort das ist. So kommt es nicht zu dieser Dopplung.

    Die Beginne der Absätze (mit „Countdown“) fand ich auch super!

    Am Ende hast du einen recht langen Monolog des „Bösen“, in dem er alle seine Motivationen etc. erklärt. Das ist für mich die unschönste Art und Weise, einen Krimi oder einen Thriller aufzulösen. Ich habe es bei meiner Geschichte aus Platzmangel ähnlich gemacht, allerdings ist das für mich nicht so sonderlich elegant.
    Hier sagt Jürgen an einer Stelle „Ich wollte jemandem zeigen, dass ich mächtiger bin“. Für mich wirkt das ziemlich abgeklärt, als hätte er sich selbst analysiert. Das traue ich dem Charakter selbst allerdings nicht zu. Da spielen deine eigenen Gedanken wahrscheinlich mal wieder etwas mehr mit rein. Du hast sicherlich im Vorhinein darüber nachgedacht, dass das Jürgens Motivation war, sie zu vergewaltigen, aber dass er das selbst so gegenüber seinem Opfer sagt, finde ich ein wenig unauthentisch.

    Auch die Metapher „Als wäre er ein Lehrer, der etwas erklärt“ finde ich etwas unschön gewählt. Metaphern allgemein gefallen mir sehr gut, allerdings hättest du an der Stelle etwas Härteres wählen können, das die Abscheu des Erzählers Jürgen gegenüber besser darstellen hätte können.
    Allgemein kommt bei mir die Abscheu der Protagonistin nicht 100% rüber.

    Das Ende hat mir sehr gut gefallen, du hast auch hier und da ein paar lustige Stellen mit eingearbeitet („ebenso simpel wie dämlich“). Das hat mir gut gefallen. 🙂

    Alles in allem ist es eine solide Geschichte, an der du an der einen oder anderen Stelle noch feilen kannst.

    Liebe Grüße,
    Leandra (Versteckspiel)

  20. Eine sehr facettenreiche Geschichte. Auch sehr authentisch, emotional und mitfühlend für mich.
    Ich LIEBE die Idee mit den Kapiteln – zum Glück habe ich es nochmal quer gelesen – weil mir das im Hörbuch nicht aufgefallen ist. Ich liebe solche Wortspiele.
    Alles in allem hätte man an manchen Stellen noch etwas kürzen können, da die Geschichte für mich und für eine Kurzgeschichte etwas zu ausschweifend war. Dadurch konnte man deine Geschichte und die Charaktere aber auch sehr gut miterleben.

    Liebe Grüße, Jenny /madame_papilio

  21. Lieber Daniel,

    ich habe deine Geschichte sehr gerne und mit wachsender Neugierde gelesen. Von Beginn an habe ich mitgefiebert, was hinter all dem steckt. Das Finale war überraschend und plausibel, lässt aber noch genug Raum für Spekulationen. Dein doppeltes Spiel hat mir sehr gut gefallen.

    Ich finde deinen Schreibstil sehr angenehm und anschaulich. Deine Geschichte liest sich flüssig. Man ist jederzeit mitten im Geschehen.

    „Sie konnte so nicht weiterleben – in ständiger Angst und unerhört von allen Menschen in ihrer Umgebung. Mit einer schwarzen Maske vor ihrer Seele.“ Ein beklemmender Satz, der sehr schön verdeutlicht, wie es um Petra bestellt ist. Toll!

    Interessant finde ich den Aspekt, dass Petra an den Ort zurückkehrt, an dem für sie und ihre Familie die Abwärtsspirale beginnt – angefangen bei der Arbeitslosigkeit ihres Vaters und seinem Verschwinden, über den Alkoholmissbrauch ihrer Mutter bis zu der Begegnung mit Jürgen, die leider auch für Petra nicht ohne Folgen bleibt. Und dass die alte Schuhfabrik letztendlich dann doch ein Ort des Neubeginns für Petra wird. Sowas mag ich 😊

    Die Idee mit den Kapitelnummern ist genial. So etwas hab ich noch nicht gesehen.

    Und der rote Zettel kommt mir sehr bekannt vor… 😉

    Eine kleine Unstimmigkeit hab ich entdeckt: Petra fällt auf, dass das Handy keine Bildschirmsperre hat, als sie die Galerie öffnet. Zuvor hat sie allerdings schon in den Kontakten gestöbert, ob sie dort Hinweise auf die Person findet, die das Handy für sie platziert hat. Sie hätte es also schon früher bemerken müssen 😉

    Für diese spannende Geschichte bekommst du von mir sehr gerne ein Like. Ich drücke dir die Daumen für das EBook, verdient hast du es.

    Liebe Grüße
    Sarah

    https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/rache-ist-suess

  22. Lieber Daniel, nun hatte ich tatsächlich und endlich einmal Zeit und Gelegenheit, die eine oder andere Story zu lesen. Ich schließe mich den Worten meiner VorrednerInnen an, insbesondere denen von Lenadrh, die ziemlich genau das moniert, was ich auch moniert hätte.
    Aber wie bei so vielen Geschichten hier bewegen wir uns „meckertechnisch“ auf relativ hohem Niveau 😉 .

  23. Lieber Daniel,
    endlich habe ich deine Geschichte, die schon länger auf meiner Liste steht, gehört und gelesen. Und da ich immer etwas Ordentliches schreiben möchte, dauert es ein wenig 😬.
    Ich habe Steffys Stimme gelauscht und parallel gelesen. Es wäre aber bestimmt auch nett mit deinem Österreicher Dialekt gewesen 😉. Beim Lesen ist mir aufgefallen, dass du einige Sätze auch überarbeitet hast. Prima!
    Dein Plot ist mega! Eine spannende, in sich schlüssige, Story mit diversen Überraschungen und toll geschrieben! Der rote Fade zieht sich perfekt durch deinen Text und passt zu deinem Titel.
    Dein Zitat am Anfang: „Aber vermutlich hatte jeder irgendeine Art Maske auf, die das wahre Selbst verbergen oder auch schützen soll.“ (Ja, ja, ja, sehr realistisch 😊).
    Und dann am Ende: „Die Maske würde fallen.“
    Du verwendest Ausdrücke, die deine Stimmung unterstreichen. Z. B.
    -das fünf Sterne Bett für Obdachlose
    -der rhythmische Trommelwirbel übertönte ihre Antwort.
    -Die Schatten umschlossen seine Konturen wie ein sanfter, kaltfeuchter Nebel im Herbst die Bäume auf einer Weide einhüllte.
    -Diese Augen waren leer. So leer wie seine Seele wohl sein mag, damit er diese Arbeit verrichten konnte.
    -Der Traumzerstörer (hahaha… oh ja, das ist der Wecker oft)
    -Die Übelkeit tief aus ihren Eingeweiden überkam wieder ihren Körper.
    -Jürgen schlich um Petra herum, wie ein Gepard um seine Beute.

    Ganz, ganz stark, wie du von Kapitel zu Kapitel dem Leser ein neues Geheimnis präsentierst, mit den Zahlen spielst und somit sehr gekonnt zum Weiterlesen anregst! Uuuunnnnd was ein Ende, krass!!!
    „Du hast die Frau auch misshandelt – so wie mich!“ [….]
    „Die Haut von euch jungen Mädchen ist so zart und weich. Ich bin süchtig!“
    Um die Folgen einer Kindesmisshandlung geht es in meiner Geschichte, falls sie dich interessiert.

    Da wir hier alle auch etwas lernen sollen und Feedback dich und deinen Text und uns alle voranbringen soll, auch ein paar Verbesserungsvorschläge von mir. Ich bin auch Anfängerin und freue mich über jede Anregung, denn ich hatte keine Testleser.
    Also, lieber Daniel, da ich dich nicht kenne, hoffe ich, dass du mir die Kritik nicht übelnimmst 🙄. Es ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen. Bitte, bitte nimm mir meine Anmerkungen also nicht krumm, ok?

    Ich habe bereits gelernt, dass immer, wenn eine neue Person spricht, eine neue Zeile beginnt. Schau mal in deine Bücher im Regal. Sieht übersichtlicher aus. Beispiel aus deinem Text:
    „Mama, wo bist du?“, schrie sie durch das Büro. „Petra was ist denn mit dir los? Warum schwitzt du so und bist so außer Atem?“
    „Mama können wir irgendwo allein sein und sprechen?“ „Klar doch, komm mit, lass uns kurz rausgehen!“

    Besser:
    „Mama, wo bist du?“, schrie sie durch das Büro.
    „Petra was ist denn mit dir los? Warum schwitzt du so und bist so außer Atem?“
    „Mama können wir irgendwo allein sein und sprechen?“
    „Klar doch, komm mit, lass uns kurz rausgehen!“

    Wiederholung von „hat“, hört sich nicht so gut an:
    Offenbar war er der Meinung, der Mann, den Sie getroffen hat, war ein Schnüffler, den sie angeheuert hat, um Beweise gegen Jürgen aufzutreiben.

    So das war’s 😬. Viel Erfolg weiterhin 🍀! Mein Like 👍 hast du und wenn dich meine Geschichte interessiert, sie heißt „Happy birthday“ 🎈.
    https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/happy-birthday
    Du kannst sie auch anhören (ebenfalls die Leseschnecke). Der Link zum Hörbuch steht in meinem Profil oben.
    Liebe Grüße,
    Martina

  24. Hey Daniel,

    endlich habe ich es zu deiner Geschichte geschafft!😇

    Dein Schreibstil gefällt mir sehr gut – sehr bildhaft und flüssig zu lesen.
    Großartig finde ich auch, wie du die Zahlen der Kapitel in das Geschehen eingebaut hast. Dies habe ich noch nie gesehen und finde es sehr kreativ. Könnte dein Markenzeichen werden😎

    Dein Plot ist sehr spannend und baut sich nach und nach auf. Als Leser will man unbedingt wissen, was passiert ist und um was es sich bei dem Deal zwischen Petra und „Black Mask“ handelt.
    Schön finde ich auch, dass du der „Black Mask“ bzw. generell der Maske eine mehrfache Bedeutung gibst. So zieht sie sich wie ein roter Faden durch die Geschichte.

    Die Wendungen haben mich wirklich umgehauen. Ich spreche bewusst im Plural, da es für mich zwei Wendungen gab. Einmal, dass es Jürgen war, der Petra per Handy bedrohte und das zweite Mal, als klar wurde, dass der beste Beweis für die Vergewaltigung das ungeborene Baby war. Klasse!

    Das offene Ende mit dem Paket, finde ich auch gut gewählt und lässt Platz für eine eigene Interpretationen. Perfekt für eine Kurzgeschichte.

    Ich drücke dir die Daumen für das eBook und mach‘ weiter so!🍀

    Like ist gegeben 😊

    LG, Ani
    http://www.wirschreibenzuhause.de/geschichten/der-schwur

  25. Hallo Daniel,
    nun habe ich deine Geschichte auch gelesen und sie hat mir gefallen!
    Ich hatte zwar am Anfang etwas Probleme der Erzählung zu folgen, aber das hat sich immer mehr gelichtet.
    Mir hat die Story sehr gut gefallen. Die Charaktere sind sehr gut herausgearbeitet. Ich war sehr gut unterhalten.
    Eine kleine Anmerkung habe ich aber doch :
    Wenn auf dem Handy ein Foto von ihr zu finden ist, wie sie gerade in den Park geht, aber keine SIM-Karte eingelegt ist, wie hat Jürgen es dann geschafft, das Handy noch rechtzeitig unter die Bank zu kleben, auf der Petra saß? War sie so sehr in ihrem Tagtraum gefangen, dass sie das nicht mitbekommen hat?

    Alles in Allem eine tolle Geschichte.

    LG,
    der schweenie

  26. Lieber Daniel

    Was für eine großartige Geschichte.
    Sie hat mich gefesselt und berührt.

    Ich bin regelrecht durch die Zeilen und Abschnitte gehastet, weil ich unbedingt direkt wissen wollte, wie die Geschichte ausgeht.
    Respekt und Kompliment.

    Super Story.
    Auch die Location der alten Fabrikhalle war sehr atmosphärisch.

    Und was für ein tolles Finale.
    Spannend, überraschend und der perfekt inszenierte Showdown.

    Besonders gelungen fand ich den Moment am Ende, wo man als Leser erst einmal innehält und sich fragt, was eigentlich passiert ist.

    Ich liebe es, wenn Autoren mit den Erwartungen und Gedanken der Leserinnen und Leser spielen.

    Wenn Fragen zurück bleiben, und man selbst zum Denken veranlasst wird.

    Ich gehe doch richtig in der Annahme, dass Blackmask ein Auftragskiller war, und seinen Job am Ende vertragsgemäß erfüllt hat, oder?

    Das Ende war zumindest eine großartige Leistung.
    (Ich hoffe, ich habe es richtig interpretiert 🙂 ).

    Deine Themen sind hart und vielseitig.
    Alkoholismus, Kindesmissbrauch, Rache, Erpressung, Selbstjustiz.
    Du zwingst den Leser, innerlich Stellung zu beziehen.
    Großartig!!!

    Man spürt deutlich und bereits nach wenigen Sätzen, dass du unheimlich viel Energie und Zeit in diese Geschichte gesteckt hast.

    Und Herzblut.

    Dir sind da und dort ein paar kleine Rechtschreibfehler und Zeichensetzungsfehler passiert.
    Das ist aber kein Problem. Lass deine Geschichten in Zukunft immer noch einmal gegenlesen, und die Sache ist erledigt.

    Du hast ein riesiges Potenzial.
    Du hast keine Angst davor, schwierige Themen anzusprechen.

    Deine Parameter sind hervorragend angelegt, die Spannung ist exzellent, die Protagonisten klar und toll angesetzt, die Dialoge glaubhaft und das Finale, wie gesagt, passend und überraschend.

    Aber weißt du, lieber Daniel, was mir am besten gefiel?

    Die Tatsache, dass du alle Kommentare unsichtbar gemacht hast.
    🙂

    Ein Geniestreich!!!!!!

    Ich habe bislang über 400 Geschichten dieses Projektes gelesen.

    Viele waren nichtssagend.
    Viele waren ordentlich.
    Viele waren richtig gut.
    Einige waren mutig, aussagekräftig und super.
    Aber mit den sichtbaren Kommentaren ist das so eine Sache.

    Mir fiel auf, dass A) die meisten Kommentare sich auf vorherige Kommentare bezogen, und B) in den Kommentaren zu viel verraten und gespoilert wurde. Zudem wurde C) in vielen Kommentaren nur blöd und verlogen herumgeschwafelt, und D) zeigten viele Kommentare, dass deren Verfasser die zu bewertende Geschichte gar nicht gelesen hatten und nur Werbung für die eigene Story machen wollten.

    Du „zwingst“ den Leser, Stellung zu beziehen. Du „zwingst“ ihn, seinen Kommentar nur an DICH zu richten.

    Und das ist genial.

    Auf diese Weise sind die Kommentare für dich hoffentlich wertvoller und aussagekräftiger.

    Ich bin der Meinung, dass alle Kommentare UND Likezahlen unsichtbar sein sollten.
    Auf diese Weise würde jede einzelne Geschichte bis zum Ende des Wettbewerbs dieselben Chancen haben.

    Ich lasse dir sehr gerne ein Like da.
    Du hast es dir verdient.

    Aufgrund der Likes, sorry, dass ich diese noch einmal erwähne, sehe ich, dass du es definitiv schaffen kannst, ins EBook zu kommen.
    Ich würde es dir sehr gönnen.

    Mach noch mehr Werbung für dich.
    Deine Geschichte schreit nach einer Veröffentlichung.

    Ich verbleibe mit freundlichen, hochachtungsvollen und kollegialen Grüßen.
    Schreib weiter und du wirst noch viele bezaubernde Leser erreichen.

    Leser, die deine Geschichten lieben werden.

    Dir und deiner Familie alles Gute.
    Swen Artmann (Artsneurosia)

    Vielleicht hast du ja Lust und Zeit, auch meine Story zu lesen.
    Ich würde mich sehr freuen.
    Vor allem über einen Kommentar.
    Aber nur über einen ehrlichen.

    Du musst kein Blatt vor den Mund nehmen.
    Von einem so tollen Autor wie dir, möchte ich gerne die knallharte Wahrheit hören.

    Meine Geschichte heißt:

    „Die silberne Katze“

    Ich danke dir.
    Swen

  27. Lieber Daniel, ich habe deine Geschichte schon vor einer gefühlten Ewigkeit bei der Leseschnecke Steffy gehört, aber bisher vergessen, dir ein Feedback da zu lassen. Die Geschichte ist echt spannend. Gerade zum Schluss. Und dein letzter Satz ist grandios. Zwischendurch finde ich es, für eine Kurzgeschichte, etwas langatmig. Vielleicht könntest du etwas kürzen. Aber die Idee zur Geschichte ist toll.
    Liebe Grüße aus dem Maislabyrinth, Andrea

  28. Hallo Daniel, wow was für eine Geschichte. 👍 Durch den Mutter-Tochter-Twist war ich gleich Teil der Story. Obwohl ich es gerne wort- und detailreich mag, hat mir gefallen wie Du den Leser mit kleinen Informationen „anfütterst“ z. B. wie sich Petra vorstellt, Mutter zu sein und wir erst am Ende von der Schwangerschaft erfahren. Mein Like hast Du und ich würde mich freuen, wenn Du es ins Ebook schaffst. 👍 Liebe Grüße Melanie https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/blaues-mondlicht

  29. Lieber Daniel,
    jetzt hast du das 40. Herz von mir bekommen. Also diese Art von Paket möchte ich nie bekommen 😉 und die Thematik deiner Geschichte ist echt heftig! Deinen Schreibstil fand ich echt klasse, bitte schreibe weiter.
    Viele liebe Grüße, Sandra (Die Staatsanwältin)

    1. Hallo Sandra,

      Danke für dein Feedback und vor allem freut es mich dass dir die Geschichte auch so gut gefallen hat und du dafür ein Herz dagelassen hast.

      habe mich sehr gefreut und somit ist auch die 40er Marke erreicht 😉

      glg Daniel

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