Mela_NieBlaues Mondlicht

18+

Prolog

 

Ich trete das Gaspedal bis zum Anschlag durch, über zwei Stunden rase ich jetzt schon durch die Nacht. Dass mein alter Ford das überhaupt mitmacht grenzt an ein Wunder. Langsam lässt die Wirkung des Adrenalins in meinem Körper nach, Kälte kriecht in mir hoch. Noch 60 Kilometer dann bin ich in Sicherheit, aber in Sicherheit wovor? Was ist heute Nacht passiert, ich muss mich erinnern.

 

Mit der Kälte kommt die Erinnerung in Schüben durch mein Hirn geschossen. Dieser Mann gestern Christoph, Christian, irgendwas mit C, Chris hat er gesagt. Mein Schädel brummt, ich bremse ab und halte am Seitenstreifen. Erstmal sortieren, die Straße ist menschenleer, ich schaue an mir herab, ich trage weder Hose noch Schuhe. “Wo sind meine Nikes, die waren teuer!” Was für ein bekloppter Gedanke angesichts meiner Situation.

 

Wieder so ein Gedankenschub… seine weichen Lippen, dieser unendliche Kuss, Champagner, ich höre mich kichern wie ein Teenager. “Warte Chris, nicht so schnell, kann ich mich mal frisch machen?” “Zweite Tür links” haucht er, während er mir den Hals küsst. Seine Wohnung ist riesig, mindestens 5 Zimmer, hier kann man doch nicht alleine wohnen. “Hat er jetzt zweite oder dritte links gesagt?” Mir ist schwindelig, ich öffne die Tür, suche den Lichtschalter. Das ist kein Bad, das ist eine Dunkelkammer. Fotos, die an Schnüren zum Trocknen hängen. Die Neugier überkommt mich, ich schließe die Tür. 

 

Was war nur auf diesen Fotos? Wieder diese Kopfschmerzen, nie wieder Alkohol. 

 

Plötzlich sehe ich alles ganz klar vor mir: Ich war auf diesen Fotos, beim Einkaufen, vor dem Zahnarzt, in meinem Garten, liegend auf meiner Couch. Was war hier los? Langsam öffnete sich die Tür hinter mir, ich musste hier weg, griff die Kamera neben dem Spülbecken und schlug mit voller Gewalt zu. 

 

Ich sitze wieder in meinem Auto und schaue mich um, meine Handtasche ist nicht da, aber ich sehe die Kamera auf dem Beifahrersitz, blutverschmiert! Ich öffne die Tür und übergebe mich auf den Asphalt. Was ist mit Chris? Ist er tot? Habe ich einen Menschen getötet… schon wieder?

 

Kapitel 1 – 24 Stunden vorher

 

Heute ist Freitag, 13. Mai 2019, dieses Datum werde ich wohl nie wieder vergessen. Es ist der Tag, an dem mich meine Vergangenheit einholt. Ich hatte mir Urlaub genommen für drei Wochen und am Wochenende meine Mutter im Pflegeheim besucht. Nur wegen ihr war ich nach Hannover gezogen, sie wusste auch nicht, dass ich jede Woche nach Westerholt fuhr und dort ein Haus gemietet hatte. Meine Mutter wusste auch nichts von meinem Hund, der unter der Woche bei meiner Vermieterin wohnte. 

 

Eigentlich wusste meine Mutter seit Jahren gar nichts mehr über mich, aber ich wollte sie nicht alleine lassen, schon gar nicht am Muttertag. Sie redete nicht viel, aber in ihren Augen konnte ich die Verachtung lesen. Ich wünschte ich hätte Geschwister, auf die ich die Verantwortung abwälzen könnte.

 

Es war schon früher Nachmittag als ich meinen Briefkasten öffnete, Werbung, Werbung, aber was war das? Die Postkarte fiel zu Boden, schon das Motiv schnürte mir die Kehle zu. Grüße aus Dornum prangte es über dem Bild vom Wasserschloss. 7 Jahre habe ich nicht mehr an meine alte Heimat gedacht. Ich hob die Karte auf und musste mich am Treppengeländer festhalten. Die Adresse mit meinem Namen Caroline Vesbeck, kein Text, kein Poststempel auf der Marke. Wer ist auf der Suche nach mir?

 

Ich versuchte zu schlafen, zu vergessen, in meinen Träumen wieder davonzulaufen. Als ich wieder erwachte, war es schon 20 Uhr, ich musste mich ablenken und beschloss ins Jerrys zu gehen, einem der besten Pubs in Hannover. Ein paar Darts werfen, irisches Bier, ideal zum Vergessen.

 

“Caro, du siehst aus, als hättest du nen Geist gesehen alles klar mien Deern?” rief mir Sam der Barkeeper zu. Er war schon über 40, aber durchaus attraktiv und hatte mich schon durch so manche einsame Nacht gebracht. 

 

“Alles gut, mach mir das übliche zum Vergessen Sam. Das Wochenende bei meiner Mutter war schrecklich.” Sam war meine einzige Vertrauensperson, wir kannten uns schon fast 6 Jahre. Aus dem üblichen vertrau deinem Barkeeper, war eine tiefe Freundschaft entstanden, er gab mir auch körperliche Nähe, wenn ich ihn brauchte. Er wusste alles über mich, er kannte sogar mein dunkles Geheimnis und verstand, dass ich beziehungsunfähig war. Ich hatte auch Freundinnen aus dem Büro, aber das war alles sehr oberflächlich und nichtssagend.

 

Sam wusste auch von meinem Safehouse (ich weiß ich gucke zu viele Krimis) in Westerholt, er hatte mich dort schon besucht und auch Ben kennen gelernt, den wachsamen Akita, der immer so wirkte als wäre er ein Bettvorleger. 

 

Das Jerrys war voll, wie immer montags zur Livemusic. Plötzlich spürte ich, dass jemand hinter mir stand, ein Mann ungefähr Ende 20, also kaum älter als ich. Blonde Haare, Dreitagebart und diese blauen Augen. Mir wurde ganz heiß als er zufällig meinen Arm berührte. “Trinken Sie ein Guinness mit mir?” “Wenn es nicht bei einem bleibt warum nicht?” Nach dem dritten Glas steckte seine Zunge in meinem Hals und ich fing an zu vergessen. Das war eigentlich nicht meine Art, aber heute brauchte ich nicht Sams starke Schulter, sondern den Kick. 

 

Sam wollte mich aufhalten, aber ich konnte nicht anders. Sams Kollege beruhigte ihn, er kenne Chris und der wohnt gleich um die Ecke. Beim Rausgehen hörte ich die Zwei noch diskutieren, aber ich war mit den Gedanken schon woanders. Wir ließen meinen Wagen stehen und gingen die paar Meter zu Chris Wohnung zu Fuß. 

Kapitel 2 – heute

 

Endlich bin ich angekommen. Eiskalter Schmerz schießt durch meinen Körper als ich aussteige, schließlich war ich halbnackt und die Eisheilligen haben uns dieses Jahr tatsächlich eine Kältefront geschickt. 

 

Ich fische den Ersatzschlüssel aus der alten Gießkanne, meine Vermieterin würde mit Ben und dem Hauptschlüssel frühestens in drei Stunden vorbeischauen, bis dahin bin ich im Auto erfroren. Sie hatte mir gleich das Schlüsselversteck verraten, nachdem ich das Haus vor 3 Jahren gemietet hatte. 

 

Knarrend öffnet sich die Haustür, das kleine Fachwerkhaus ist bereits 90 Jahre alt und etwas runtergekommen. Aber ich liebe dieses Haus, noch Kilometer weit weg von meiner Vergangenheit und zum Glück hunderte Kilometer entfernt von meiner Mutter und ihren Vorwürfen. Nur in diesem Haus kann ich nachdenken und planen.

 

Viele würden mich für paranoid halten, dass ich mich hier zurückzog. Hier gibt es eine volle Speisekammer, den Großteil meines Hausstands und immer eine gepackte Tasche inkl. Reisepass und Ersatzhandy. In Hannover habe ich nur die Klamotten fürs Büro und lebe vom Pizza-Bringdienst. 

 

Kaum bin ich im Haus kann ich klar denken und Sam anrufen. Er hatte bestimmt schon versucht mich zu erreichen und meine Handtasche inkl. Handy war verschwunden. Nach ein paar Sekunden hörte ich ein vorwurfsvolles “Wo bist du?” Ich erzähle Sam kurz was passiert ist und er versteht sofort. Er will versuchen so schnell wie möglich herzukommen. Sam kennt mich und meine Geschichte und er wird mir niemals raten zur Polizei zu gehen. Ich bin mir aber sicher, dass er herausfinden wird, ob es wirklich einen Toten gibt. 

 

Ich brauche erstmal eine heiße Dusche und eine Kanne Kaffee. Danach fällt mir die Kamera wieder ein. Ich hole sie aus dem Wagen und betrachte sie. Das Blut ist inzwischen getrocknet und klebt rostbraun am Batteriefach. Ich wische die Kamera sauber und werde plötzlich durch ein lautes Klopfen aus meinen Überlegungen geholt. Mein innerster Wunsch bestätigt sich, es ist meine Vermieterin. Ben begrüßt mich überschwänglich und nach ein bisschen Smalltalk bleibe ich mit Ben allein. 

 

Mir kommt eine Idee, vielleicht sollte ich mir ein Datenkabel schnappen und in der Drogerie nachschauen, ob noch mehr Bilder auf der Kamera sind. Und ob da noch Bilder sind, da es sehr voll am Fotoautomaten ist, habe ich schnell die 8 Bilder ausgedruckt, ohne lange hinzuschauen. Jetzt liege ich in meinem Schaukelstuhl und betrachte die Ausdrucke, auf den ersten Bildern bin ich zu sehen, auf der Couch und vor dem Jerrys. Die Bilder können maximal eine Woche alt sein. Doch als ich das letzte Bild erblicke trifft mich fast der Schlag: Ein Pärchenfoto, vermutlich mit Selbstauslöser geschossen. Den Mann erkenne ich sofort, Chris lacht in die Kamera. Aber die Frau versetzt mir einen Schock…Julia!

Kapitel 3 – Juni vor 7 Jahren

 

Ich hasste Karl Wallmann, den Freund meiner Mutter, ich weiß nicht was sie an diesem schwitzenden, versoffenen Drecksack fand. Merkte sie nicht, dass er mich so lüstern ansah, sich absichtlich eng an mir vorbei quetschte und meine Brüste begrapschte oder mir zwischen die Beine langte?

 

Bis jetzt konnte ich mich immer gegen ihn wehren oder meine Mutter kam dazu, wenn er versuchte mich zu bedrängen, aber jetzt sollte sie für drei Tage ins Krankenhaus und ich wäre mit dem Schwein alleine. Ich musste hier weg, ich war immer die Einzelgängerin in Dornum. Die Erwachsenen hielten mich mit meinen 16 Jahren für vorlaut und frühreif, nicht mehr Kind, aber zu dumm, um erwachsen zu sein. Meine Mitschüler mochten mich auch nicht, wir waren vor nem halben Jahr aus der Großstadt in dieses Dorf an der Nordsee gezogen und ich war den meisten zu cool. Keiner wollte wirklich mit mir befreundet sein. Außer vielleicht Julia, Karls Tochter, sie lebte bei ihrer Mutter war aber oft zu Besuch. Sie war drei Jahre älter und versuchte immer zwischen mir und Karl zu vermitteln. Sie hatte so ein stolzes Bild von ihm und ich konnte ihr doch nicht sagen, dass Karl mich begrabschte.

 

Der Tag vor dem ich lange Angst hatte war gekommen, meine Mutter musste einige Tage ins Krankenhaus und ich wäre mit Karl alleine. Ich versuchte Julia zu überreden ein paar Tage bei uns zu übernachten, solange Mama weg war. Aber sie lachte mich nur aus, sie sei doch oft genug hier. Sie würde zum Abendessen bleiben, aber dann müsste sie weg. Spätestens da war mir klar, dass ich all meine Kräfte brauchen würde, um Karl abzuwehren. Beim Abendessen versuchte ich ihn abzufüllen in der Hoffnung, dass er früh einschläft.

 

Karl schlief wie gehofft ein, ich schnappte mir trotzdem ein Küchenmesser und schloss mich in meinem Zimmer ein. Ich schloss die Augen, nur fünf Minuten… Ich erwachte mit einem lauten Krachen und sah sofort den Schatten neben meinem Bett… Karl…

 

Was dann passierte war ein kurzer Film, der sich noch Jahre später in meinem Kopf abspielte: Der noch besoffene Karl lag schwer atmend auf mir, zerriss meine Pyjama-Jacke und griff mir an die Brüste. Ich schrie auf, griff nach dem Messer unter meiner Matratze und stach zu. Karl fiel keuchend vom Bett und ich rannte los.

 

An die nächsten Tage hatte ich keine Erinnerung, vielleicht hatte ich es absichtlich vergessen. Karl war tot, verblutet. Die Polizei bewies einwandfrei die Notwehrsituation, aber meine Mutter glaubte mir kein Wort. Von diesem Tag an hasste mich meine eigene Mutter. Und nicht nur sie, für alle und besonders für Karls Tochter Julia war ich die Mörderin.

 

Für meine Mutter wurde die Schande so unerträglich, dass sie einen Selbstmordversuch unternahm und gegen einen Baum fuhr. Sie überlebte, wurde aber zum Pflegefall und obwohl sie mich hasste, blieb ich bei ihr. Wir verließen Dornum und ich brachte meine Mutter in einem exklusiven Pflegeheim unter, mein Führungsjob in einer Werbeagentur machte es möglich. Vielleicht würde sie mir eines Tages verzeihen, ich selbst könnte das wohl nie. Ich war eine Mörderin, auch wenn es Notwehr war. 

 

Kapitel 4 – die Suche

 „Caro“ 

Ich weiß nicht wie lange ich das Foto anstarre, mein Handy klingelt. Sam sagt mir, dass Chris nicht tot ist. Eine Nachbarin hat ihm eine Story erzählt von einem Typ der betrunken die Treppe runtergefallen ist. Ich will ihm von dem Foto erzählen, aber Sam ist in Eile. “In zwei Stunden fahre ich los und dann reden wir über alles”. Und schon hat er aufgelegt.

 „Julia“ 

“Du Idiot, du Versager!” brüllt Julia Chris an, der mit einem Kopfverband auf der Couch liegt. “Du solltest die kleine Schlampe nur heiß machen und betäuben und wo sind wir jetzt? Sie ist verschwunden und die Kamera ist weg. Caro ist nicht dumm, sie wird schnell 1 + 1 zusammenzählen.” “Wiiii wii…wir sollten uns an diesen Sam ranhängen.” stammelte Chris. Er ist ein echtes Weichei, wenn seine Frau wütend wird. Er ist dieser Frau seit Beginn an verfallen und nicht mal abgehauen, als Julia von ihrem Racheplan erzählte. Er findet Caro sehr nett, aber sie muss bezahlen, am besten mit ihrem Leben.

 

“Das ist ja endlich mal eine gute Idee. Weißt Du welches Auto er fährt?” Julia beobachtet die Straße, das Jerrys war von Chris Wohnung gut einsehbar. “Einen roten Pickup? Dann schafft er gerade was ins Auto. Beeil dich Chris, es geht los.”

 

Die Suche hat ein Ende und es ist die Zeit für Julias Rache gekommen. Sie folgen Sam jetzt schon seit Stunden unauffällig als dieser am Rande von Westerholt plötzlich langsamer wurde und in einen einsamen Feldweg einbiegt. Julia und Chris müssen sich erstmal eine Unterkunft suchen und alles in Ruhe beoachten und planen. 

Sam parkt den Wagen und Ben fängt an zu bellen. Ich bin erleichtert endlich war ich nicht mehr allein, immer verschwanden Traurigkeit und Einsamkeit, wenn Sam in meiner Nähe ist. Aber ich spüre auch, dass Sam heute nicht nur freundliche Worte im Gepäck hat. “Na du Eisbärenkind erkennst du mich immer noch nicht?” scherzt er noch mit Ben und wirft mir gleichzeitig einen eiskalten Blick zu. “Warum gehst du vor meinen Augen mit diesem Fremden mit, weißt du immer noch nicht was ich empfinde?” Sam ist sehr böse, diesmal habe ich ihn erheblich verletzt. 

 „Caro“ 

Ich gehe nicht darauf ein. “Hat dich jemand angesprochen? Nach mir gefragt, vielleicht eine Frau? Ich habe ein Foto entdeckt, Chris hat eine Freundin und das ist Julia Wallmann die Tochter von Karl dem Schwein.” Es sprudelt nur so aus mir heraus und parallel dazu laufen mir die Tränen über die Wangen. “Es war nicht meine Schuld, warum treibt Julia dieses Spiel? Und warum nach all den Jahren?” Ich falle in Sams Arme und er kann mir schon nicht mehr böse sein.

 

Ich schlafe in dieser Nacht besser als sonst, eine traumlose Nacht ohne Angst und ohne Fragen.

Kapitel 5 – Schuld und Sühne

 „Caro“ 

Wir haben lange geschlafen und ich stehe unter der Dusche und denke nach. Wo ist Julia jetzt und was will sie? Ich schüttele den Gedanken ab, nicht heute. Ich habe keine Ahnung, dass Julia ihre Suche nach mir bereits beendet hat. 

 „Julia“ 

“Der Köter könnte ein Problem werden, er ist riesig und bellt bei jedem Geräusch.” bemerkt Chris, aber Julia hört gar nicht zu. Sie ist bereits dabei in Gedanken ihre Rache zu planen. Caroline Vesbeck verdient den Tod, dessen ist sich Julia sicher. Sie, die Göre aus der Großstadt hatte ihren Vater verführt und ermordet. Nie hatte sie an die versuchte Vergewaltigung geglaubt. Klar Karl war ein Trinker, aber nie gewalttätig gewesen. Caro musste ihn provoziert haben. Sie hasst Caro abgrundtief, nach dem Tod ihres Vaters und dem Weggang von Caro und ihrer Mutter geriet Julias Leben aus den Fugen. Die Dornumer fingen an zu zweifeln über die wahren Absichten ihres Vaters. Immer mehr Frauen meldeten sich, die er befummelt hatte. Und irgendwann war sie nur noch die Tochter des Vergewaltigers, verlor ihren Ausbildungsplatz in der Bäckerei und wurde für die Männer zum Freiwild. An allem konnte nur Caro schuld sein.

 

Julia dachte an damals und wurde traurig. Eine Seite an ihr die tief vergraben schien und die Chris nicht kannte. Sie hatte ihren Vater geliebt, er hatte seine Fehler, aber für Julia war er immer ein Held. Bei allen schönen Dingen, die sie in ihrem Leben erfahren hatte, war immer ihr Vater beteiligt. Die Einschulung, ihre Hauptrolle in der Theater-AG in der 6. Klasse, ihre Abschlussfeier an der Realschule und ihre bestandene Führerscheinprüfung. An all diesen Tagen war Karl Wallmann nüchtern und an der Seite seiner Tochter. Und nur diese Augenblicke zählten für Julia, alle versäumten Kindergeburtstage und auch die schmutzige Scheidung ihrer Eltern hatte sie verdrängt, ja sogar vergessen. In ihrer Vorstellung gab es nur den treusorgenden Vater, der sie liebte. Deswegen hatte sie anfangs auch gar keine Probleme mit der neuen Freundin ihres Vaters und deren Tochter. Im Gegenteil, sie war ein Einzelkind und den ersten Monaten fand sie in Caroline Vesbeck eine Schwester, sogar eine Freundin. Sie genoss die gemeinsamen Stunden und war glücklich. Bis zu jenem Tag Anfang Mai. Sie kam an diesem Nachmittag unerwartet zu Besuch und an der Haustür öffnete niemand. Sie ging nach hinten und wollte im Garten nachschauen, da sah sie die drei. Fröhlich lachend saßen Karl, Caro und ihre Mutter auf den Gartenstühlen bei Kaffee und Kuchen. Caro sah so hübsch aus und sie lächelte. Karl war nüchtern und streichelte den Arm der Mutter. Eine echte Familienidylle und in diesem Moment änderte sich Julias Blick auf Caro. Sie wollte ihr den Vater wegnehmen und ihren Platz als Papas Prinzessin einnehmen. Wut stieg in Julia hoch, sie konnte jetzt nicht in den Garten gehen. Sie musste irgendwo Dampf ablassen und sah plötzlich die Katze der Nachbarn von gegenüber, die ihr freudig um die Beine strich. Julia wurde auf einmal unglaublich wütend und trat Mucki in den Bauch. Einmal, zweimal, immer wieder solange bis Julia Blut an ihren Sneakern sah. Sie sah sich hastig um, niemand war zu sehen. Sie packte die Katze am Schwanz und schob sie unter ein Auto. Sie war eiskalt und schaute nicht mal nach ob die Katze noch lebte. 

 

Was Julia an diesem Tag nicht wusste, war die Tatsache, dass die Szene aus dem Garten eine reine Farce war. Caros Mutter hatte an diesem Tag erfahren, dass sie wegen einer Magenuntersuchung nächste Woche ein paar Tage ins Krankenhaus musste und sie machte sich große Sorgen, ob ihre Tochter und Karl miteinander klar kamen, während sie weg war. Karl hatte Caro an diesem Tag gedroht, dass sie sich zusammen reißen soll vor ihrer Mutter, sonst wäre sie schuld, wenn es ihr schlechter ging. Caros Lächeln war also nur reine Angst, vor dem was sie erwarten würde. 

 

Als Julia an diesem Tag nach Hause kam war sie allein, ihre Mutter war gerade los zu ihrem Zweitjob. Julia wärmte sich ihr Essen auf und dachte an Caro. In ihren Augen war sie eine freizügige Schlampe, die ihr den Vater wegnehmen wollte. Julia konnte noch nicht ahnen, welche Wendung die Geschichte in der nächsten Woche nehmen sollte. Einen Tag später hatte Julia die Vesbecks besucht, als wenn nichts wäre. In einem unbeobachteten Moment, nahm sie 50 € aus der Zuckerdose im Küchenschrank und versteckte sie in Caros Jacke. Sie wusste genau, daß ihr Vater heute Abend den Schein für die Kneipe brauchte. Sie konnte fast schon hören wie er ausrasten würde. Karl Wallmann merkte sofort, dass das Geld weg war, er brüllte die Vesbeck-Frauen an. Er hatte natürlich schon auf dem Heimweg zwei halbe Liter getrunken. Als Monika zum Beweis der Unschuld der Frauen dann noch die Taschen ihrer Jacken ausleerte und der 50-Euro-Schein aus Caros Jacke auf den Boden fiel, rastete Karl völlig aus.

„Caro“

Die Mutter stellte sich nur noch vor Caro, um die Schläge abzufangen. Am nächsten Tag verließ Caros Mutter den ganzen Tag nicht das Haus, um das blaue Auge zu verbergen, sie beschloss an diesem Tag nach ihrem Krankenhausaufenthalt Karl zu verlassen. Wieder einmal hatte sie diesen Gedanken, aber es blieb immer bei diesem Gedanken, auch diesmal, denn 5 Tage später war Karl Wallmann tot. Gestorben durch die Hand ihrer Tochter, obwohl Karl sie schlecht behandelte, war sie oft glücklich mit ihm. Diese Tat würde sie Caro niemals verzeihen. Caro hatte jene verhängnisvolle Woche  wie in Trance erlebt. Sie wusste bis heute nicht, wie der 50-Euro-Schein in ihre Jacke gekommen war, sie gab es am nächsten Tag zu. Nur aus Angst vor Karls Gewaltausbrüchen. Sie wollte einfach nur weg von hier. Aber wohin sollte ein 16-jähriges Mädchen hin, allein und ohne Geld?

 

Am Abend nach der Sache mit dem Geldschein kam Karl in ihr Zimmer, angetrunken, aber freundlich gestimmt. Er setzte sich ungefragt auf ihr Bett und schob ihr den Schein, der am Vortag noch zu Ärger geführt hatte, rüber und sprach: “Mein kleiner Engel, kauf dir hiervon ein schönes Top, aber ein richtig enges, dass deine Titten betont. Damit kannst du mir nächste Woche den Kaffee servieren:” Er lachte laut und verließ Caros Zimmer. Caro rannte aufs Klo und übergab sich. Den 50-Euro-Schein zerriss sie und warf ihn in den Mülleimer. Hilfe, ich muss hier weg.

 

Kapitel 6 – Normalität

 

Die Nacht an Sams Seite hat mir gut getan, irgendwie scheint alles so normal. Als sind wir ein Paar, das seinen Urlaub auf dem Land verbringt. Sam hat sich bis nächste Woche frei genommen, wahrscheinlich wird alles drunter und drüber gehen ohne ihn, er war immer und überall der Feuerlöscher, der jede Krise abwendete. Ich bin dumm, dass ich mich nicht endlich meinen Gefühlen für Sam stelle, er ist viel älter aber der ideale Mann für mich. 

 

Sam beobacht wie Caro den Frühstückstisch deckt, es könnte alles so schön sein. Sie ist die eine Frau, mit der er sein Leben verbringen wil,  aber irgendwas hält sie zurück. Sie konnte sehr offen und leidenschaftlich sein, aber im nächsten Moment zog sie sich zurück in ihr Schneckenhaus. Sie konnte doch nicht immer noch Schuld für den Tod an Karl Wallmann empfinden.

 

Sam dachte an jenen Tag im Juni 2013 als er Caro das erste Mal im Jerrys gesehen hatte. Die schwarzen halblangen Haare, ihre grünen Augen, die traurig und leer wirkten. Sie war nicht besonders feminin gekleidet, eher wie ein Mann mit ausgewaschenen Jeans, Sneakern und dem viel zu großen Karohemd. Ihm kam es vor, als wollte sie sich vor der Welt verstecken, aber Sam hatte sich vom ersten Augenblick an verliebt. Caro betrank sich an diesem Abend hemmungslos, erst viel später erfuhr Sam, dass an diesem Abend der 1. Todestag von Karl Wallmann war. Von da an kam Caro fast jeden Abend ins Jerrys, meistens trank sie zu viel für Sams Geschmack, aber er erfuhr bald, dass sie nur vergessen wollte. Sam und Caro verstanden sich immer besser, landeten mehrfach zusammen im Bett, aber echte Gefühle zeigte Caro nur, wenn sie in Sams Armen lag und von ihrem Leben erzählte. 

 

Ein halbes Jahr nach ihrem ersten Treffen, erzählte Caro dann von Karl, von all ihrem Ängsten, den Stimmen und Träumen, die sie jede Nacht verfolgten. Und vor allen Dingen von der Kälte ihrer Mutter, die seit Karls Tod allgegenwärtig war. Caro war fast erleichtert, wenn sie nach den Besuchen im Pflegeheim nach Hause fahren durfte. Wobei ihr Zuhause mehr Sams Wohnung als ihre eigene war. Caro war fast Tag und Nacht mit ihm zusammen, als Freunde fürs Leben, mehr konnte sie nicht zulassen. Sam war das egal, er hatte nie wieder eine andere Frau angesehen.

 

„Sam? Sam? Träumst du? Wie willst du deine Eier?“ Meine Stimme reißt ihn aus seinen Träumen. Ich habe den Tisch gedeckt und halte ihm eine Tasse Kaffee vor die Nase. „Wollen wir über die Sache mit Julia reden? Auch wenn wir uns hier verstecken, müssen wir irgendwann nach Hannover zurück. Hast du keine Angst, dass sie dir etwas antun will? Vielleicht musst du doch die Polizei informieren. Ich glaube die Kuh ist gefährlich.“ sagt Sam, ohne sich unterbrechen zu lassen. „Du hast gesagt, dir ist niemand gefolgt, woher soll Julia von Westerholt wissen? Wir sind hier sicher und können in Ruhe überlegen was zu tun ist. Lass uns frühstücken und danach schwingst du deinen Hintern unter die Dusche, wir müssen was einkaufen. Ich gehe derweil mit Ben eine Runde.“

 

Kapitel 7 – Eine böse Erkenntnis

 „Caro“ 

Zwei Tage sind Sam und ich jetzt schon in Westerholt, alles ist so herrlich normal. Ich habe sogar meine Mutter angerufen und danach trotzdem noch gute Laune gehabt. Auch wenn Sam das Thema öfter an schneidet, wechsel ich sofort das Thema, wenn er über die Planung Julia sprechen will. Ich fühe mich sicher, ich will mich erst bei unserer Rückkehr mit dem Problem befassen. Ich bin auch schon am Überlegen der Polizei die ganze Geschichte mit Chris zu gestehen. 

 

Zusammen mit Ben machen wir heute einen Ausflug zum Wochenmarkt, wir haben gerade frischen Spargel gekauft, als wir meine Vermieterin treffen. Nachdem wir ein paar Minuten geredet haben, durchfährt mich eine Frage meiner Vermieterin wie ein Blitz: „Hat sich deine Freundin bei Dir blicken lassen? Ihr Mann ist ja ein heißer Feger.“ Ich bin wie erstarrt, deswegen fragte Sam: „Welche Freundin?“ „Na Julia, sie sprach mich gestern an und wollte wissen, ob dein Freund schon abgereist sei, sie hätte ihn gerne wiedergesehen. Ich musste ihr versprechen, dir nichts zu erzählen, aber ich bin so neugierig, ob ihr euch getroffen habt.“ Ich lasse fast den Korb mit dem Spargel fallen. „Sorry, wir müssen schnell nach Hause.“

 

Während der Fahrt sprechen wir kein Wort, ich zittere. Jetzt nehme ich die Sache wieder ernst, ich habe nie gedacht, dass Julia und Chris uns hier finden werden. Aber nun ist die Panik da. Als wir vor dem Haus ankommen, sitzen wir noch einige Minuten im Auto. „Sam wir müssen gleich prüfen, ob jemand im Haus war. Du weißt ich habe eine Waffe im Haus, ich muss sicher sein, dass die beiden nicht hier waren.“ „Beruhige dich!“ sagt Sam „Lass uns genau überlegen, was wir tun, die Polizei wird uns kein Wort glauben.“ 

 „Julia“ 

Julia und Chris haben die Rückkehr der beiden von ihrem Versteck am Waldrand aus beobachtet, sie wollten gerade ins Haus einsteigen und die beiden bei der Rückkehr überraschen. Es ist sehr komisch, dass Caro und Sam so schnell wieder da waren, hat die dumme Vermieterin doch nicht ihre Klappe gehalten? Sie haben den perfekten Hinterhalt gehabt, erst den Köter abknallen und dann ihn. Es war Zeit für Plan B. Caro und Sam sind vorgewarnt, sie müssen die Dunkelheit abwarten, jetzt hat das Ganze keinen Sinn. 

 

Kapitel 8 – Die Pläne

 

Unabhängig voneinander schmieden die beiden Pärchen die Pläne für die Nacht.

Sam und ich rechnen auf jeden Fall mit einem Überfall und bereiten uns darauf vor. Wir haben nur einen kleinen Revolver, die Küchenmesser und zwei Feuerlöscher, um uns zu wehren. Und wir beide sind nicht gerade MacGyver. Ben ist eine große Hilfe, ein perfekter Wachhund, aber ich habe auch Angst, dass das Ben zur Zielscheibe macht. 

 

Wir haben noch mehrfach die Option Polizei durchdiskutiert, aber sind der Überzeugung, dass wir zu wenig Beweise haben. Wir haben uns nachmittags abwechselnd schlafen gelegt um die Nacht gemeinsam zu überstehen. Ich sehe Sam beim Schlafen zu und flüstere leise „Ich liebe Dich. Wenn wir diese Nacht überstehen, sage ich es dir auch ins Gesicht.“

 

Sam hat beschlossen, dass wir uns abends unten in das Wohnzimmer zurückziehen, es liegt in der linken Hälfte des Hauses, nah an der Vordertür und weit genug von der Hintertür entfernt. In den oberen Räumen sind wir zwar augenscheinlich sicherer, aber auch die Fluchtmöglichkeiten sind geringer. Einen Überraschungseffekt wird es ohnehin nicht geben, weil der Hund beim kleinsten Geräusch bellt. 

 

Ich habe in der Küche und den oberen Räumen Stolperfallen gelegt und Sam hat die meisten Fenster und die Hintertür vernagelt. Es ist einfach nur wichtig, dass wir es sofort mitbekommen, wenn der Einbruch erfolgt. Eine Flucht geht also nur durch die Wohnzimmerfenster oder die Vordertür. 

 

Was wir beide nicht ahnen, Julia plant uns aus dem Haus zu locken, zur Not unter Einsatz von Feuer. Chris soll dann von hinten angreifen. Um 1 Uhr nachts als der Vollmond bläulich am Himmel leuchtet, setzen sie ihren Plan in die Tat um. Chris fährt mit seinem Wagen direkt gegen die Hintertür, um sie aufzusprengen, was ihm auch sofort gelingt. 

 

Sam und ich hören in unserem Versteck das Holz der alten Tür bersten. Ben bellt, aber sonst bleibt es ruhig. Wir lauschen, aber können keine Schritte oder andere Geräusche hören. Aber urplötzlich können wir den Rauch riechen. „Die fackeln das Haus ab, wir müssen hier raus!“ Sam öffnet das Fenster und Ben springt hinaus. Der Mond leuchtet den Hof hell aus, alles liegt in einem bläulichen Licht.  Ich will gerade hinter her als ein Schuss fällt. Ich sehe Ben weglaufen, dann Julia neben dem Geräteschuppen und hoffe, dass Ben unverletzt ist. 

 

Sam muss nachschauen, wie weit sich das Feuer bereits ausgebreitet hat. Er hört Julia rufen, kommt freiwillig raus und es wird euch nichts passieren. Sam ist sich sicher, dass sie lügt. Die Kuh wird auf jeden Fall versuchen uns zu töten. 

 

Sam geht in den Flur und schaut sich um, er kann keine Flammen entdecken, wahrscheinlich hat der Typ nur eine Rauchbombe gezündet. Sam schleicht vorsichtig Richtung Küche, wo die Hintertür liegt oder das was von ihr übrig ist. Er will mich gerade rufen, als er einen Schlag auf den Kopf bekommt. Chris hat sich in einer dunklen Ecke verschanzt und mit einer Holzlatte zugeschlagen. 

 

Ich schaue aus dem Fenster, ich höre Schritte und während ich noch sage „Sam hast du einen Ausweg gefunden?“ nimmt Chris mich von hinten in den Schwitzkasten. Ich bin wieder allein, Ben und Sam verletzt oder tot. Ich Falle in eine tiefe Ohnmacht und werde erst wieder wach, als Julia mich an den Haaren zieht. 


„Du dumme Schlampe, endlich habe ich dich und du wirst um meine Gnade winseln“ brüllt Julia mich an. Chris hat mich gefesselt und mir einen Knebel verpasst. „Chris, geh und guck ob ihr Lover noch atmet und falls ja, mach ihn gleich kalt. Er wird eh nicht mehr gebraucht.“ Julia fühlt sich großartig. Der Tag ihrer Rache ist gekommen. Caroline Vesbeck wird noch heute Nacht sterben.

 

Chris geht Richtung Küche und erschrickt. Sam ist weg. Julia wird ihm den Hals umdrehen. Sie kann so rabiat sein und zerschlägt gerne Geschirr oder ohrfeigt ihn. Er muss den Typen finden, ihre Strafe wird die schlimmere Variante sein. Chris entscheidet sich oben zu suchen. Darauf hat Sam spekuliert als er sich draußen neben dem Auto versteckt. Der Holzbalken hat ihn schwer am Kopf verletzt, er weiß nicht wie lange er bewusstlos war. Die Kopfwunde fängt wieder an zu bluten, lange wird er das nicht durchstehen. Sam hat eingesehen, dass er Caro nicht alleine retten kann und über sein Handy den Notruf informiert. Leider ist die nächste Polizeistation 10 Kilometer entfernt. Sam hat einen Einbruch mit Personenschaden gemeldet. Im Licht des blauen Mondes entschließt er sich Chris selbst auszuschalten. 

 

Kapitel 9 – Der Mond geht unter

 

Julia hat mich nach draußen gezogen. Ihr ist egal, dass ich vor Schmerzen schreie als sich Steine und Dreck in meine Haut bohren. Ich  wünsche mir, dass es schnell vorbei ist. Julia drückt eine brennende Zigarette auf meinem Arm aus, was mich schnell wieder in die Realität zurückholt. „Ich werde dich nicht nur töten, ich werde dich bis aufs Blut quälen.“ Ich stöhne vor Schmerzen: „Bitte Julia das war nicht meine Schuld, dein Vater wollte mich vergewaltigen.“ Eine Ohrfeige klatscht in mein Gesicht. „Halts Maul du Schlampe, du wolltest ihn verführen und weil er dich nicht wollte, hast du ihn abgestochen. Und als Strafe wird mein Messer jetzt dich bearbeiten.“

 

 

Ich sehe die Klinge vor meinen Augen aufblitzen, ich will schreien, doch es kommt kein Ton heraus. Ich glaube, dass es jetzt vorbei ist als ich sehe wie ein dunkler Schatten Julia knurrend zu Boden drückt. Ben, denke ich und werde wieder ohnmächtig.

 

 

Als ich wieder erwache, ist das Licht des Mondes greller als vorher und diese Geräusche, Blaulicht! Sam wo bist du, denke ich. „Caro, geht es dir gut, kannst du mich hören.“ Ich sehe in sein Gesicht und lächele. Es geht ihm gut und auch Ben ist am Leben. 

 

Sam hatte oben Chris mit einem Kerzenleuchter ausgeschaltet, als die Polizei auf den Hof fuhr. Sie konnten Julia überwältigen, die zitternd auf dem Boden liegt. Es gibt  doch etwas was Julia Wallmann Angst macht… große Hunde. 

 

 

Epilog

 

Sechs Monate später sind Sam und ich verheiratet und ganz nach Westerholt gezogen. Meine Mutter ist vor vier Wochen an einer Hirnblutung verstorben und in Niedersachsen hält mich nichts mehr. Mit meiner Mutter ist die letzte Last der Vergangenheit gegangen und mein neues Leben kann beginnen. Mit Sam, meiner großen Liebe. 

 

 

Julia Wallmann hatte in der Untersuchungshaft versucht einen Wachmann und ihre Zellengenossin zu töten. Sie wurde in eine geschlossene psychiatrische Anstalt eingewiesen, die sie wohl nie wieder verlassen wird. Ihr Komplize Chris war während der polizeilichen Ermittlungen eingebrochen und hatte alle Taten gestanden, sogar die Sachen, die Julia ohne ihn durchgezogen hatte. Schlussendlich hatte er es dann doch geschafft sich aus ihrer Gewalt zu lösen. 

 

18+

19 thoughts on “Blaues Mondlicht

  1. Hey du! 😃 Lasse dir ein Like da! ♥️👍🏼
    Deine kurzen Sätze unterstreichen gut den Charakter der Ich-Perspektive, als würde man wirklich im Kopf der Person sitzen. Außerdem wird ihre Panik dadurch gut dargestellt. Gerade zu Beginn war es sehr hektisch, doch das war in ihrer Situation absolut schlüssig.
    Bei den anderen Teilen hätte ich mir die Sätze allerdings ein wenig länger gewünscht, sonst bekommt die Geschichte einen aufzählerischen statt einen erzählerischen Stil. Das als kleiner Tipp am Rande. 😉
    Sehr schön auch, dass du zwischen Opfer und Täter hin und her gesprungen bist, so hatte man beide Perspektiven immer vor Augen. 😊👍🏼 So etwas gefällt mir ziemlich gut, wenn der Leser auch den Täter verstehen kann, also seine Beweggründe und, warum er so denkt, wie er denkt.

    LG
    Marlene
    (https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/nicht-ich)

    PS (als Antwort auf deinen Kommentar bei mir): Niveau ist immer Ansichtssache und Geschmäcker sind alle verschieden. Mach dich nicht klein, das hier ist nämlich ein guter Anfang! Ich hätte mir sogar mehr und alles noch ausführlicher gewünscht, weil deine Story spannend ist und das Zeug für ein Buch hat. Man kann sie definitiv ziehen und dadurch nur noch besser machen – Übung macht den Meister! 😊👍🏼🍀

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  2. Hallo Mela,
    Bewertungen fallen mir persönlich immer ein bisschen schwer, doch das ist es ja auch was wir nutzen können, um uns weiterzuentwickeln. Also anbei meine subjektive Einschätzung:
    Die Zeiten machten es mir etwas schwer die Geschehnisse einzuordnen. In meiner Empfindung ist man dann im Kopf zu sehr damit beschäftigt zu sortieren und kann sich weniger gut nur von der Geschichte führen lassen.
    Kapitel 1 fängt mit „Heute haben wir“ und die Zeit wechselt ab dann in die Vergangenheit. Es war der 13. Mai könnte auch ein passender Anfang des Kapitel 1 sein.

    Wenn man selber eher 40 als 30 ist dann liest es sich schon sehr lustig wenn da steht Er war schon über 40, aber durchaus attraktiv.. ;-D

    Beim weiterlesen und der Situation mit Karl kam mir allerdings die Idee das Du den Zeitenwechsel vielleicht aktiv einsetzen kannst. Um die Situationen noch eindringlicher zu beschreiben. Sie müssen allerdings dann passend eingehalten werden.
    Ich würde mir diverse Szenen und Erklärungen noch etwas langsamer und ausgearbeiteter wünschen um sie flüssiger darzustellen.

    Worauf Du achten könntest, wenn du magst, ist, dass du immer in der gleichen Erzählform bleibst, also entweder ein Alles-sehender, -wissender Erzähler, oder immer im jeweiligen Protagonisten bleiben.
    Beispiel:
    „Ich weiß nicht wie lange ich das Foto anstarrte, mein Handy klingelte.“ Und ein paar Absätze weiter: „Sam war sehr böse, diesmal hatte Caro ihn erheblich verletzt.“
    Die vielen Namen, Evi Hausmann, Bauer Janssen, sind für meinen Geschmack überflüssig, das braucht die Geschichte nicht, doch das ist wirklich sehr, sehr subjektiv.
    Bei ein paar Passagen fehlen die richtigen Worte, vllt magst du da nochmal drüber gehen. Zum Beispiel:
    Bei diesem Satz fehlt glaube ich noch ein Wort: „Sam hatte beschlossen, dass sie sich „, „Um 1 Uhr nachts als der Vollmacht bläulich am Himmel leuchtete, „
    Und hier fehlt das ihn „ du wolltest ihn verführen und weil er dich nicht wollte, hast du abgestochen.“ 😊

    Was mir sehr gut gefällt ist dass Du schwierige Themen anpackst, Familiengewalt, Kindesmissbrauch, Vergewaltigung, Kinder als Täter und Tiere die leiden (aua, das tut immer sehr weh..)
    Und vor allem dass Du die Situationen aus verschiedenen Blickwinkeln erzählst und wie unterschiedlich das Bild der beiden Personen ist. Da meine ich vor allem die Szene die Julia beobachtet im Garten der Familie, und den Eindruck gewinnt, Caro wolle Ihren Platz bei ihrem Vater einnehmen.
    Wie beide Pläne schmieden zu gleicher Zeit. Das gefällt mir sehr gut.
    Mach weiter, schreibe und hab Freude daran.

    Alles Liebe Dir
    Christine

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    1. Hallo Christine,

      vielen Dank für Deine vielen Tipps. 🙂 Ich habe zum allerersten Mal eine Geschichte aufgeschrieben und schreibe wahrscheinlich genauso wie mir der Schnabel gewachsen ist 😀 Ich werde meine Geschichte noch mal außerhalb dieses Projekts überarbeiten und habe mir auch schon eine Art Fortsetzung überlegt.

      Liebe Grüße Melanie

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  3. Hallo Mela,

    im Prinzip eine spannende Geschichte, insbesondere, wenn man verfolgt, wie die beiden Pärchen ihre Pläne schmieden und einander umkreisen. Da hilft der Blickwinkel des allwissenden Erzählers natürlich. Daher hast Du auch meinen Like!
    Ansonsten springst du sehr viel zwischen den Personen hin und her, und auch in den Zeiten. Da muss man sich stark konzentrieren.

    Mach weiter so, hat sich dennoch sehr spannend gelesen!

    lg Philipp
    PS: würde mich freuen, wenn Du dir auch meine Geschichte anschaust: https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/tindermoerder

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  4. Liebe Melanie,
    nachdem ich dein Feedback zu meiner Geschichte gelesen habe, war ich schon sehr auf dein Erstlingswerk gespannt. Ich finde, du hast das für das erste Mal großartig gemacht! Ja, du bist viel in den Zeiten gesprungen und man musste sich konzentrieren, um nicht den Handlungsfaden zu verlieren, aber trotzdem hat mich deine Geschichte von Beginn an gepackt. Sie ist spannend und fesselte mich bis zum Ende. Daraus könnte man sehr gut ein ganzes Buch machen. In deiner Kurzgeschichte hast du die Hintergründe angerissen, damit deine Leser verstehen, warum deine Figuren so und nicht anders handeln. Diese Thematik (Kindesmissbrauch und psychopathische Mörderin) könntest du für ein Buch ganz ausführlich ausbauen. Wie wäre es? 😊 Mein Like hast du.
    Liebe Grüße
    Angela

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  5. Liebe Mela!
    Deine Geschichte hat mir insgesamt sehr gut gefallen, sie ist etwas lang geraten für eine Kurzgeschichte und die Erzählperspektive wechselt manchmal, Aber der Schreibstil ist flüssig und ich konnte alles in einem Rutsch lesen.
    Gerne lasse ich dir mein Like da, vielleicht hast du auch Lust, meine Geschichte zu lesen und mir Feedback zu geben.
    Liebe Grüße Lotte
    https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/der-alte-mann-und-die-pflegerin

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  6. Hallo Mela,
    zufällig bin ich auf deine Geschichte gestoßen. Und ich muss sagen, dass mir diese sehr gut gefällt.

    Besonders gefällt mir, dass die Geschichte sehr düster ist. Natürlich ein wahnsinnig trauriger Vorfall, der in der Jugend von Caro passiert ist, aber das macht alles sehr nachvollziehbar. Auch die Beweggründe von Julias Rache.

    Ich finde die Zeitsprünge in deiner Geschichte sehr gut gemacht. Trotz der zeitlichen Wechsel ist alles sehr gut nachvollziehbar. Interessant fand ich, dass du am Anfang aus der Ich-Perspektive geschrieben hast und dann komplett auf eine beobachtende Perspektive umgeschwungen bist.

    Insgesamt sehr schöner Schreibstil. Alles war gut und verständlich zu lesen. Damit konnte sich dann auch die Spannung im Kopf aufbauen. Und natürlich auch Bilder zu der Geschichte entstehen lassen.

    Ich hoffe, dass noch viele Menschen diese Geschichte lesen und das du es ins Ebook schaffst.

    Meinen Like hast du dafür auf jeden Fall 🙂

    Vielleicht hast du ja auch Lust und Zeit mal meine Geschichte zu lesen:
    https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/rate-wer-ich-bin

    Ich würde mich zumindest sehr darüber freuen 🙂 Lass auch gerne einen Kommentar da.

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  7. Hallo Melanie,

    ich hatte am Anfang ein wenig Schwierigkeiten dem Text zu folgen, weil ich nicht genau einordenen konnte, aus welcher Perspektive er geschrieben ist.
    Das hat sich mit der Zeit aber gegeben. Obwohl es natürlich nicht verboten ist, in seinem Text die Perspektiven zu wechseln, empfielt es sich aus meiner Sicht, mit diesem Wechseln sehr zurückhaltend zu sein, schon alleine um den Leser nicht zu verwirren.
    Außerdem beugt man damit verschiedenen Problemen vor.

    Wie hier z.B.:
    – Wir haben lange geschlafen und ich stehe unter der Dusche und denke nach. Wo ist Julia jetzt und was will sie? Ich schüttele den Gedanken ab, nicht heute. Ich habe keine Ahnung, dass Julia ihre Suche nach mir bereits beendet hat.

    Der ganze Absatz ist in der Ich-Perspektive und im Präsens geschrieben. D.h. die Erzählerin (Caro) kann nur berichten, was sie selbst weiß und, wegen dem Präsens, gerade erlebt (oder erlebt hat). Im letzten Satz des Absatzes jedoch, verlässt du diesen Pfad indem sie etwas denkt, was sie eigentlich (in der gewählten Erzählform) nicht wissen kann. –Ich habe keine Ahnung, dass Julia ihre Suche nach mir bereits beendet hat.–

    Das Geschehen aller anderen (Sam, Julia, Chris) schilderst du dagegen aus der limitierten dritten Person und du vermischt das alles auch ab und zu. Wie hier:
    – Was wir beide nicht ahnen, Julia plant uns aus dem Haus zu locken, zur Not unter Einsatz von Feuer.

    Das sind natürlich alles Dinge, die Zeit und Übung brauchen. Außerdem, wenn diese Geschichte eine deiner ersten ist, hast du dich ja sicherlich nicht schon auf einen Schreibstil eingeschossen und bist noch am probieren.

    Ansonsten fand ich die Grundidee gut und auch schlüssig erzählt. Du hattest eine Menge Stoff zu verarbeiten, und hast es bis zum Schluss durchgezogen.
    Dafür, und deiner Anstrengung am Ball zu bleiben, lasse ich dir jedenfalls meine Stimme hier.

    Viele Grüße
    J. D.
    https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/das-leben-eines-toten-mannes

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    1. Hallo J. D.,
      ich danke Dir für Deinen Kommentar, Deine konstruktiven Hinweise und dein Like. Das war überhaupt die allererste Geschichte, die ich jeweils geschrieben habe. Ich muss zugeben, dass ich längere Zeit gezweifelt habe, ob ich mir das zutrauen kann und dann ist mir am Ende ein bisschen die Zeit davon gelaufen.

      Meine bisherigen „literarischen Erfahrungen“ beziehen sich bislang nur auf Aufsätze aus der Schulzeit und recht unterhaltsame Postings in unserer Hundegruppe 😂 Ich wollte schon in der Ich-Form schreiben, wusste dann aber nicht wie ich Informationen „verarbeite“ die das andere Lager betreffen. Mit einfach losschreiben ist es eben nicht getan 😉😉😉 LG Melanie

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  8. Moin Melanie,

    eine schöne Geschichte hast du uns hier erzählt. Locker und gut erzählt führst du uns durch die Welt von Caro, Julia, Sam und Chris.
    Das Stilmittel der Perspektivwechsel ist an einigen Stellen gut eingesetzt, an anderen wirkt es etwas wirr. Konzentriere dich auf die Guten Stellen vom Anfang, denn zum Ende wirkte es so als würde dir die Luft ausgehen.
    Aber das kommt mit der Zeit. Denn das wichtigste für eine Autorin hast du nämlich und das ist Fantasie und Kreativität. Ohne diese Beiden, keine Ideen und ohne Ideen, keine Geschichte.
    Bleib dran und lerne. Nimm aus diesem Wettbewerb alles mit was du kannst. Und schreibe, schreibe, schreibe…denn nur wer sich ausprobiert, Grenzen austestet, der weiß wie weit er gehen kann.

    Das soll alles nicht überheblich klingen, ich selbst bin ja auch nur Hobby-Autor. 😉
    Und deswegen gelten diese Dinge selbstverständlich auch für mich.

    Was du geschaffen hast, kann dir keiner nehmen. Sei stolz was du geleistet hast und das du den Mut hattest, deine Geschichte zu präsentieren.

    Mein Like lass ich dir gerne da und wünsche dir alles Gute für’s Voting.

    LG Frank aka leonjoestick ( Geschichte: Der Ponyjäger)

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  9. Liebe Melanie,

    du hast eine sehr spannende Geschichte geschrieben. Den Anfang finde ich sehr gut. Auch die Aufteilung in Prolog, verschiedene Kapitel und Epilog gefällt mir sehr gut. Durch die vielen Wechsel musste ich mich an manchen Stellen etwas konzentrieren, um folgen zu können. Aber du hast einen total schönen und flüssigen Schreibstil. Mach auf jeden Fall weiter so! Und ich lasse dir gerne ein Like da.
    Viel Glück weiterhin und liebe Grüsse
    Kerstin (Das Mädchen Dana)

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  10. Liebe Melanie,

    Ich finden deinen Prolog mega spannend, mal etwas ganz anderes, mit selbstentwickelten Fotos zu beginnen. Erfrischend!

    Während des Lesens habe ich mir eine Papierliste gemacht, weil ich nicht mehr wusste wer, wer ist (Chris, Sam, Caroline, Sam, Ben, Julia, Karl, die Vermieterin Evi Hausmann, Monika)🙄. Ouf, das sind viele Namen bzw. Personen für eine Kurzgeschichte und eher unüblich. Der Leser soll sich auf den Inhalt konzentrieren können und nicht abgelenkt werden.

    Ein paar Fehlerchen habe sich hier und da auch eingeschlichen, aber das ist nicht der Rede wert. Du kannst sie auch schnell beheben, z. B.
    – Es war schon früher Nachmittag als ich meinen Briefkasten öffnete. (Komma)
    – nach ein bisschen Smalltalk ich ich mit Ben allein. ( ,dann war ich mit Ben allein.)
    – Ihr ist egal, dass ich vor Schmerzen schreit als sich Steine und Dreck in meine Haut bohren. (schreie, …)

    Insgesamt hast du dir einen ausgeklügelten Plot überlegt und bist mit viel Fantasie und kreativen Ideen an deine Geschichte herangegangen💪 . Bleib am Ball und schreib immer weiter. Lies auch ein paar andere Texte, das macht richtig Spaß zu sehen, wie andere die Parameter umgesetzt haben. Du lernst enorm viel! Einige tolle Bilder hast du bereits verwendet wie z. B. „Mit der Kälte kommt die Erinnerung in Schüben durch mein Hirn geschossen.“ Toll!

    Bei Dornum habe ich gleich Lust auf Nordsee-Urlaub bekommen, weil ich selbst in Hildesheim aufgewachsen bin und wir früher immer dort oben Urlaub gemacht haben.

    Sei stolz auf dich! Du hast mit Mut und Ausdauer deine eigene Sorry verfasst! Dafür lasse ich dir gerne mein Herzchen da!

    Ich würde mich ebenfalls darüber freuen, wenn du einmal bei meiner Geschichte vorbeischaust. Sie heißt „Happy birthday“ 🎈. Wenn du magst, kannst du sie auch anhören. Der Link steht oben in meinem Profil.
    https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/happy-birthday
    Liebe Grüße,
    Martina

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    1. Liebe Melanie,
      habe gerade deinen lieben Kommentar gesehen. 1000 Dank für dein Kompliment 🌸🏵🌻. Wir fahren am Wochenende wieder zu meinen Eltern 🙂. Freut mich, dass du die kleinen Fehlerchen verbessern konntest.
      Es grüßt dich ganz liebe,
      Martina

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  11. Liebe Melanie,

    endlich habe ich es zu deiner Geschichte geschafft! Vielen, lieben Dank für deinen tollen Kommentar zu meiner Geschichte „Der Schwur“.
    Ich habe mich total gefreut und bin immer wieder happy und dankbar, wenn jemand den Weg zu meinem Kurzgeschichten-Baby findet umd sich Zeit nimmt! DANKE! 🙏

    Nun zu Dir: Ich liebe deinen Einstieg. Man wird sofort in die Geschichte geworfen und will wissen, worum es geht.

    Dein Schreibstil gefällt mir sehr gut – sehr bildhaft.
    Die kurzen Sätze, besonders am Anfang, sorgen für Stress und spiegeln Verwirrung wieder, sodass ich mich in die Gefühlswelt von Caro wiederfinden kann.

    Allerdings sind die Gedankensprünge und Änderungen der Erzählerperspektiven manchmal zu schnell. Z.B der Part, als Caro überlegt, in die Drogerie zu fahren und einen Satz später war sie schon in der Drogerie.
    Oder als Julia u Chris Sam verfolgen und an dem Haus ankommen und im nächsten Satz sehen wir alles wieder aus Caros Sicht.
    Generell finde ich es super, wenn die Erzählperspektiven wechseln, doch – trotz Kurzgeschichten-Charakter -könntest du dir etwas Zeit lassen oder mit weiteren Kapiteln arbeiten, um den Perspektivwechsel klarer zu verdeutlichen 🙂

    Ansonsten ist deine Geschichte sehr spannend inkl. unerwartete Wendungen und die Idee mit dem Epilog finde ich sehr schön!

    Ich drücke dir die Daumen für das eBook! Mach‘ weiter so und bleib‘ dran🍀

    Like ist gegeben 🙂

    LG, Ani

    http://www.wirschreibenzuhause.de/geschichten/der-schwur

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    1. Hallo Ani, vielen Dank für deinen Kommentar und deine Anregungen. Mir hat tatsächlich am Ende die Zeit gefehlt. Ich habe einfach zu lange überlegt, ob ich wirklich mitmachen soll.

      Inzwischen bereue ich es aber längst nicht mehr 😉 ich drücke dir auch weiter die Daumen 👍 LG Melanie

      0
  12. Hallo Melanie

    Nun habe ich es dann endlich mal geschafft, auch deine Geschichte zu lesen.

    Ich mach es mal kurz, da die anderen Kommentare schon sehr gut auf deine Geschichte eingegangen sind.

    Man spürt deutlich und bereits nach wenigen Sätzen deine Leidenschaft zum Schreiben.

    Behalte dir diese Liebe.

    Mein Herz hast du natürlich sicher.

    Ich habe deine Geschichte sehr gerne gelesen.

    Dir und deiner Geschichte alles Gute und viel Erfolg.

    Und glaub an dich.
    Bitte!

    Ganz liebe Grüße.
    Swen Artmann (Artsneurosia)

    „Die silberne Katze“

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  13. Hallo Melanie,
    ich kann mich in Fast allem meinen Vorschreibern anschließen, weshalb ich auch nicht nochmal auf die einzelnen Kritikpunkte eingehen möchte.
    Aber einen kleinen Kommentar möchte ich doch abgeben :
    Deine Geschichte hat wirklich richtig gut begonnen, mich sofort gefesselt. Diesen Stil hätte ich gerne die ganze Geschichte über lesen wollen. Leider wirkte es irgendwann ein wenig so, als ob Dir entweder die Zeit oder die Lust ausging, es wurde etwas zäh zu lesen.

    Deine Geschichte selbst ist aber gut, ein starkes Thema, ein guter Plot. Wie die meisten hier sind wir ja nur „Hobbyschreiber“, also blutige Anfänger. Ich bin mir sicher, mit mehr Übung/Routine steckt ne ganze Menge in Dir, mach bitte weiter!

    LG,
    der schweenie

    P.S. vielleicht hast Du ja Zeit und Lust, auch meine Geschichte zu lesen und ein Feedback da zu lassen.
    https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/glasauge

    1+

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