Emilia TietzeDANACH BIST DU DRAN!

16.10.2020, Vormittag                                                                                                             „Das letzte woran ich mich erinnern kann? Oha. Also Mininsky heute verlangen Sie zu viel von mir.“ Sie lachte auf und verschluckte sich an ihrem Wasser. „Wieso Alex? Diese Frage stelle ich dir doch jedes Mal, wenn ich bei dir zu Besuch bin.“ Prof. Mininsky rümpfte ihre Nase und schob ihre runde Brille wieder richtig. „Ich habe heute echt zu viele Medikamente bekommen.“ Erneut begann sie zu lachen, aber aus Respekt hielt sie ihre Hand vor dem Mund. „Nun ja. Das ist eine der Nebenwirkungen, aber dadurch musst du nicht so stark unter den Schmerzen leiden.“ Sie begann wieder laut zu lachen. „Ach! Welche Schmerzen denn? Ich meine ich bin jetzt ein Krüppel. Da fühle ich ja meine Beine eh nicht mehr.“                                          „Aber meinten die Ärzte nicht, dass das nur vorübergehend ist?“ An manchen Tagen war Prof. Mininsky verwirrter als ihre Patientin, wobei Alex diejenige ist, die unter einer retrograden Amnesie leidet und sich nicht an die vergangenen Monate erinnern konnte. „Weißt du noch worüber wir in den letzten Sitzungen geredet haben?“ „Ähhhm…“ Alex blickte aus ihrem Fenster und beobachtete die anderen Patienten. „Wissen Sie, manchmal stelle ich mir vor, dass Jolanda hier wäre und dann ist alles gut.“                                                                                                                                                                                     „Wer ist Jolanda?“ Alex lächelte Prof. Mininsky an. „Sie war meine imaginäre Freundin aus Kindheitstagen. Sie war immer für mich da und ich konnte ihr alles anvertrauen. Sie halten mich bestimmt für verrückt.“                                                         „Aber nein Alex. Ich denke, dass viele Menschen sich in einer bestimmten Phase ihrer Entwicklung Dinge vorstellen, um die Realität besser zu verarbeiten.“ Als Prof. Mininsky das aussprach, legte Alex eine ernstere Mine auf und atmete tief aus. „Woah… Also Mininsky Sie reden immer so kluges Zeug.“ Nun musste die Psychologin kurz lächeln. „Haben Sie wieder Bildkarten dabei, die mir bei meiner Erinnerung helfen sollen?“                                                                                                                      „Ich würde sagen, dass du mich durchschaut hast.“ Die Psychologin verteilte die unterschiedlichen Bilder auf dem Nachtisch von Alex. Sie nahm sich eines der Bilder und erzählte, was ihr dazu einfallen könnte, um somit ihre verlorenen Erinnerungen vor dem Unfall hervorrufen zu können. „Also hier sehe ich ein Motorrad. Ich glaube, dass ich mal eins hatte. Rot oder so. Und hier ist ein Gebäude abgebildet. Ist das eine Schule?“                                                                                                                                              „Das ist die Universität Potsdam.“                                                                                                                                                                                                                                                 „Ja gut. Aber so falsch war das ja jetzt auch nicht.“ Alex begann zu lächeln. „Habe ich studiert oder so?“                                                                                                                             „Ja. Du studierst Lehramt.“                                                                                                      „Oha. Ich bin ja ein richtiges Genie.“ Sie warf das Bild durch die Luft, atmete erschöpft aus und ließ sich mit ihrem Oberkörper zurück ins Bett fallen. „Ach Mininsky. Das strengt mich alles ganz schön an. Müssen wir noch viele Bilder besprechen?“                                                                                                                                    „Ich würde gerne noch ein Letztes mit dir anschauen. Was löst dieses Bild in dir aus?“ Alex nahm das Bild entgegen und sah ein Foto von vier Menschen. „Also da sind zwei Frauen und Männer. Eine von denen bin ich. Wir sitzen auf einer Wiese und grillen.“ Alex starrte weiter auf das Foto und verlor sich in ihren Gedanken, bis ein nervtötender Klingelton sie wieder in die Realität holte. „Oh es tut mir leid Alex, aber ich muss da schnell rangehen.“ In dem Moment wo Alex das Handy ihrer Psychologin sah und es klingeln hörte, wurde ihr schwindelig. „Was ist los mit mir?“ Sie wollte nach dem Glaswasser auf ihrem Nachttisch greifen, doch warf es versehentlich um. Bevor Prof. Minisky realisierte was geschieht, war Alex bewusstlos…

Alex schreckte hoch und massierte sich mit ihren Fingern die Schläfen. „Was ist passiert? Prof. Mininsky?“ Sie war ganz alleine in ihrem Zimmer und draußen war es schon dunkel. Noch leicht verschlafen suchte sie nach der Patientenklingel an ihrem Krankenbett. Nach einigen Misserfolgen schaffte sie es doch den Knopf zu betätigen. „Guten Abend Frau Hogart. Geht es Ihnen wieder besser?“ Alex musste laut gähnen. „Ja. Ich denke schon. Pflegerin Rovenz können Sie mir bitte einen Gefallen tun?“ Alex gab ihr ein Handzeichen, dass die Krankenpflegerin die Tür schließen solle. Frau Rovenz setzte sich auf den Stuhl neben Alex Krankenbett und gab ihr einen fragenden Blick. Alex probierte sich aufzusetzen, soweit ihre kaputten Füße das erlaubten. „Versuchen Sie bitte so schnell wie möglich einen Termin mit Frau Prof. Mininsky für mich zu finden. Ich muss mit ihr reden.“ Frau Rovenz rieb sich den Kopf. „Prof. Mininsky hat viele weitere Patienten. Was möchten sie denn besprechen? Vielleicht kann Sie ein, zwei Termine verschieben.“ Alex schaute Pflegerin Rovenz ganz ernst an und nachdem sie den folgenden Satz hörte, wurde die Nummer der Psychologin gewählt. „Ich glaube mich wieder an alles vor dem Unfall zu erinnern.“

24.8.2020, früher Abend                                                                                                             „Na wann kommt ihr heute an?“ 
                                                                                               „Wir sind gerade ins Auto gestiegen, aber dürfte nicht lange dauern. Ich freue mich schon, sobald ich auch in Potsdam bei Nicklas wohne.“
                                                            „Glaub mir: Du wirst es hier lieben. Ich werde dir die tollsten Plätze und die Uni zeigen, damit du dich hier nicht verläufst.“ Mara musste am anderen Ende der Leitung lachen. Sie wuchs mit ihrem Bruder in einer kleinen Gemeinde in Schielowsee auf, und lernte Alex dort im Jugendclub kennen. Sie kannten sich nur vier Wochen, aber haben bis heute ihre Freundschaft per Briefe und später mithilfe des Smartphones aufrechterhalten können. Vor einigen Wochen hatte Alex die Geschwister an der Uni getroffen und da das Wetter so schön war, veranstalteten sie gemeinsame Grillabende bei Nicklas oder Alex. Ihr Freund Linus war auch mit dabei. Er und Nicklas sind ein Herz und eine Seele geworden. Die Vier verbrachten gemeinsam den ganzen Sommer. Nach dem Telefonat ging Alex in ihr Schlafzimmer, um sich frisch zu machen. „Linus brauchst du Hilfe?“ Da Alex im Erdgeschoss einer Altbauwohnung lebte, konnte sie problemlos vom Fenster aus Gartengespräche führen. „Ähm… Nein ich denke nicht.“ Seit ungefähr 6 Jahren waren sie schon ein Paar und er schaffte es sie noch immer so verliebt anzuschauen wie in der Anfangszeit. Alex merkte förmlich wie ihr Herz schneller zu schlagen begann. Sie starrte noch eine Weile verträumt in den Himmel, der von der blutroten Sonne verziert wurde. Doch dieser Moment wurde gestört, da ihr Handy klingelte. Wo ist es denn? Hatte ich es nicht auf meinem Nachttisch abgelegt? Alex ging durch ihr Zimmer. Doch das hatte ich. Sie nahm ihr Handy und wollte den Anruf annehmen, doch stattdessen schaute sie verwirrt auf das Display. Das ist ja merkwürdig. Mir wird gar kein Anrufer angezeigt. Ach. Bestimmt ist es Linus Handy. Der verschlampt es immer und vermisst es dann nie. Alex versuchte das Klingeln zu orten, sie schmiss die Decken und Kissen vom Bett, räumte ihren Wäschekorb aus und schaute so gar in ihren Kleiderschrank. Nach einiger Zeit fand sie den ominösen Ort. Es klingelte unter ihrem Bett. Mensch Linus wie hast du das wieder geschafft? Alex lag halb unter ihrem Bett und nahm das Smartphone, welches aufgehört hatte zu klingeln. „Ha… Nun hab ich dich.“ Der Bildschirm blitzte auf und Alex las: Unbekannter Teilnehmer. Plötzlich stockte Alex der Atem. Gerade als sie Linus sagen wollte, dass sie sein Handy gefunden hatte, rief er etwas vom Garten aus. „Ich telefoniere mal eben kurz. Könntest du so lange auf den Grill aufpassen?“ Alex ging mit dem fremden Handy zu ihrer Fensterbank und entsperrte den Sperrbildschirm. Ok. Verschlüsselt ist es schon mal nicht. Vielleicht finde ich ja heraus, wem du gehörst. Sie versuchte den Unbekannten Teilnehmer zurückzurufen, jedoch wurde sie nach dem ersten Klingeln zur Mailbox weitergeleitet. Das ist verdammt merkwürdig. Eine SIM-Karte war vorhanden, doch leider fand sie keine Kontaktdaten, keine Chatverläufe, nichts. Aus Versehen tippte sie mit ihrem Zeigefinger auf die Bildergalerie. Als sie die Fotos sah, ließ sie das Gerät reflexartig fallen. Sofort hob sie es wieder auf und es war mit einem riesigen Riss über dem Display verziert. Mit einem enormen Herzrasen guckte sie sich entsetzt die Bilder an. Welches perverse Schwein war das? Alex fand einige Bilder von sich selbst, schlafend. Ihr wurde übel und schwindelig zu gleich. Taumelnd ging sie zu ihrer Zimmertür, zog sie zu und setzte sich, mit dem Rücken an die Tür. Ich wusste, ich sollte nicht mit offenem Fenster schlafen. Manchmal bin ich einfach nur dumm. Alex guckte sich weitere Fotos an und fand welche von sich, die betitelt waren: WAGE ES JA NICHT, JEMANDEM DAVON ZU ERZÄHLEN, SONST MACHE ICH DICH KALT. ICH WEIß WAS DU GETAN HAST  UND DAFÜR WIRST DU BEZAHLEN. MIT DEINEM LEBEN. Alex war schockiert. Sie hoffte, dass das Geschehene ruhen würde, doch jetzt holte die Vergangenheit sie ein. Taumelnd ging sie ins Badezimmer und musste sich übergeben.

Nach einer Viertelstunde klingelte es und Alex und Linus ließen ihre Gäste hinein. Während die Männer sich über ihr Studium unterhielten, bemerkte Mara, dass es Alex nicht gut ging. „Was ist los mit dir?“                                                                                  „Ach ich habe nur meine Regel. Du weißt ja wie das ist.“ Mara guckte Alex mit einem Blick des Mitgefühls an. Am liebsten wollte sie ihren Freunden von den Fotos erzählen, aber sie hatte zu große Angst vor den Drohungen und ob die mysteriöse Person es ernst gemeint hatte. „Alex? Wie sieht es mit deiner Fotowand aus?“ Nicklas riss sie aus ihren Gedanken. „Ach stimmt. Ich hatte ja vor euch die Fotos von damals zu zeigen. Also es sind nicht viele, aber hier sind ein paar Bilder von uns und meiner Familie. Da waren wir im Freizeitpark. Hier sind die Gruppenfotos aus dem Jugendclub, bevor meine Familie mit mir nach Potsdam gezogen ist und hier bin ich…“ Alex musste etwas näher an die Fotos herantreten, da Einige etwas verschwommener waren. „Hier bin ich in meinem ersten Auto.“ Mara war fasziniert. „Was du hast ein Auto und ein Motorrad?“                                                                                      „Ich hatte ein Auto, aber dann war es mir zu teuer geworden wegen der Kosten und dann habe ich es meinen Eltern gegeben.“ Sie blickten für eine Weile auf die Fotos und dann gingen sie in den Garten. Nach ein paar Minuten überschlugen sich ihre Gedanken über das fremde Handy, weshalb sie wieder hereinging und sich erneut übergab. Sie blickte auf das fremde Handy und hatte eine Nachricht erhalten. WAGE ES JA NICHT, DEINEN FREUNDEN IM GARTEN DAVON ZU ERZÄHLEN, SONST IST DAS DEINE LETZTE NACHT.

„Alex ist alles gut?“ Linus stand schon eine Weile hinter der Badezimmertür. Wie lange war ich weggetreten? „Nein. Ich glaube… Ich werde krank.“ Es tat ihr weh ihn anlügen zu müssen, schon wieder, aber es funktionierte. Glücklicherweise schlug er von alleine vor den Grillabend zu verschieben. Mit letzter Kraft legte Alex das Handy in ihren Nachtschrank und versuchte einzuschlafen.

„Hilfeeeee!!!“ Schweißgebadet wachte Alex in ihrem Bett auf. Seit sie die Drohungen auf dem Handy entdeckte, konnte sie nicht eine Nacht ruhig schlafen. Jedes Mal träumte sie von einer Straße, einem Menschen, der über den Boden kroch und hörte Sirenen. Während dessen klingelten abertausende Handys und das Klingeln wurde immer lauter, bis sie aufwachte.                                                                                                               Einen Monat hat sie sich schon von der Außenwelt abgeschottet. Sie ging nicht in die Uni, ignorierte Anrufe und antwortete niemandem. Ihr war nicht nach Essen zu mute und ihre Hygiene hatte auch gelitten. In unregelmäßigen Abständen bekam sie weitere Fotos von sich, halbnackt mit Nachrichten: VON ALLEINE DEINE SOZIALEN KONTAKTE ABZUBRECHEN. ICH BIN STOLZ AUF DICH.                           Wie damals wurde ihr sofort schlecht, sobald sie die Bilder sah. So kann das nicht weitergehen. Ich kann zu niemandem ehrlich sein. Nicht zu Mara, Nicklas und mit Linus läuft es auch nicht mehr. Immer, wenn er sie besuchte saß Alex auf dem Fußboden vor ihrem Bett und überwachte ihr Schlafzimmer wie ein Adler. Als er die Idee eines Auslandssemesters erwähnte und fragte, ob das für sie in Ordnung wäre, hörte sie ihm gar nicht zu. Bei seinem letzten Besuch ist er emotional zusammengebrochen und meinte zu ihr, dass er so nicht weiter machen könne und enttäuscht von ihr sei. Das Zuknallen der Haustür hört sie noch heute.                                 Energielos stand sie auf und schlurfte ins Badezimmer. Woher weiß dieser Mensch, was ich getan habe? Seit 2 Jahren lebe ich mit dieser Lüge, aber wieso werde ich jetzt damit konfrontiert? Alex blickte in den Spiegel über dem Waschbecken und beobachtete die tiefen, dunkelblauen Augenringe, die ihr Gesicht verzierten. Sie ging zurück in ihr Zimmer und öffnete die Fotos des unbekannten Smartphones. ERZÄHL ES NIEMANDEM, SONST STIRBST DU.                                                                                 Ihr wurde wieder eiskalt und begann zu zittern. Je länger sie darüber nachdachte, dass die Person sie im Schlaf fotografierte, war sie angewiderter in dieser Wohnung zu leben. Dabei wollte Linus bei ihr einziehen. Er hatte diverse Möbel und Unterlagen bei ihr deponiert. Wahrscheinlich holt er sich demnächst seine Sachen zurück. Er hat ja nen Schlüssel und wozu sollte er mit mir zusammen bleiben, wenn ich ihm heute die Wahrheit sage. Habe ich gerade ernsthaft daran gedacht? Komisch. Aber ja ich muss es tun. Seit einem Monat werde ich bedroht und ich habe noch nie so leiden müssen, nicht mal als es damals passierte…
Nach einer warmen Dusche stieg sie auf ihr Motorrad und fuhr zu Linus.

Quiiiiiiieeeep. Haarscharf bremste sie vor der Haustür von Linus Eltern und stellte das Motorrad neben dem winkenden Gartenzwerg bei der Garage ab. Ich sollte dringend die Bremsen ölen. Du bist halt auch nicht mehr die Jüngste. Mit einem schmunzeln ging sie zur Haustür und betätigte die Klingel. Doch auch nach fünf Minuten kam keiner an die Tür. Das hat keinen Sinn. Ich muss zu Nicklas und Mara.

Als sie ihr Motorrad zwischen den Autos,in der Rosa- Luxemburg- Straße parkte, hoffte sie, dass sie hier ihre Freunde antreffen würde. Sie spurtete zur Haustür und rannte Nicklas um. „Aua… Spinnen sie? Oh Alex. Entschuldige bitte.“ Nicklas stand auf und half ihr hoch. „Du siehst echt beschissen aus.“ Ein leichtes Lachen in seiner Stimme war nicht zu überhören. „Dankeschön. Freut mich auch dich zu sehen. Ich muss mit euch reden. Es ist wichtig.“ Nicklas schaute sie verwirrt an. „Alex ich muss in die Uni. Linus und ich müssen ein Referat halten.“ In diesem Moment kam Linus aus der Haustür. „Was willst du hier?“
„Linus ich bin euch eine Erklärung schuldig.“                                                                          „Alter Alex. Ich habe dich jeden Tag besucht. Wollte wissen, was mit dir los ist, dir helfen. Und alles, was du getan hast war dumm rumsitzen, meine Zeit zu verschwenden und jetzt tanzt du hier an und denkst dir, ach ich erzähle mal ein bisschen was und dann ist alles gut? Ich habe wegen dir die letzten Prüfungen versemmelt…“ Nicklas wollte etwas sagen, aber ließ es dann bleiben, um nicht in die Schusslinie zu geraten. „Bitte Linus. Ich wollte uns nur beschützen.“ 
                              „Ach hör doch auf. Ich habe keine Zeit für deinen Bullshit. Ich muss in die Uni.“ Linus schloss die Haustür zu und ging zu seinem Auto. Alex rannte ihm unbeholfen hinterher. „Linus Bitte. Irgendjemand will mir weh tun.“ Sie flehte ihn so lange an, bis er und Nicklas letztendlich doch nochmal mit hochgegangen sind. Nachdem Mara und Alex sich begrüßt hatten, setzten sie sich auf das Sofa. „Vor ungefähr einem Monat fand ich ein fremdes Handy unter meinem Bett und darauf sind Bilder von mir.“ Sie spürte wie alle drei sie mit ihren Blicken durchlöcherten, weshalb sie ihren eigenen abgewandt hatte. „Ich wurde im Schlaf fotografiert und es standen Erpressungen auf den Fotos.“ Keiner sagte etwas. Sie hatten mit vielem gerechnet, aber nicht mit einem Stalker. Nicklas war der erste, der seine Fassung wieder fand. „Und was stand in den Drohungen?“                                                                                        „Dass er oder sie weiß was ich getan habe, dass ich dafür büßen werde und wenn ich es jemandem erzähle, dann soll ich mit meinem Leben bezahlen.“ 
                                „Alter Alex spinnst du?“ Mara war entgeistert. „Wieso bringst du dich in Gefahr, indem du uns das erzählst?“
                                                                                               „Mensch Mara! Was soll das bitte für ein Leben sein, wenn ich keinen Kontakt zu euch haben kann und ich innerlich sterbe?“
„Ich glaube, dass Alex damit recht hat.“ Nicklas legte seine Hand auf Alex Schulter. Mit einem Lächeln dankte sie ihm für seinen Zuspruch. Sie nahm das Handy aus ihrer Jackentasche und wollte ihnen die Fotos zeigen, doch es ging nicht an. Der Akku war leer. „Alex das ist jetzt nicht dein Ernst. Du erzählst uns irgendeinen Hirngespinst von dir und dann bringst du ernsthaft dein Handy mit? Nicklas und ich müssen ein verdammtes Referat halten und du verschwendest unsere Zeit!“ Mit diesen Worten verabschiedete Linus sich von ihr und sie konnte ihm nicht einmal ihr Geheimnis verraten. „Nimm es ihm nicht übel. Seit du dich von uns distanziert hast, macht er eine schwere Phase durch und für unser Referat hat er echt viel Arbeit investiert. Aber was hast du eigentlich getan?“
„Ihr kennt doch die Fotowand bei mir. Und das eine leicht verschwommene Bild.“ Maras Sprachlosigkeit verschwand und sie war mit Neugierde gepackt. „Ja! Das Autoselfie von dir.“
„Genau. Nun ja ich habe dieses Bild gemacht… Während ich gefahren bin.“ Nicklas und Mara war der Schock ins Gesicht geschrieben. „Ich bin nicht schnell gefahren, aber leider habe ich trotzdem…“ Alex schluckte ihre Tränen hinunter, um nicht loszuweinen. „Trotzdem habe ich einen Fußgänger angefahren. Ich hatte Panik. Also wählte ich den Notruf, gab einen anderen Namen an und fuhr weg.“
„Warte.“ Jetzt war es Nicklas der fassungslos war. „Du hast Fahrerflucht begangen? Alex lebt dieser Mensch noch?“ Sie schaute ihn verzweifelt mit Tränen in den Augen an. „Ich.. Ich… Ich weiß es nicht.“                                                                                                  Der Wecker, den Nicklas heute Morgen auf seinem Handy eingestellt hatte, riss alle drei aus ihren Gedanken. „Oh fuck! Ich muss doch los!“ Er nahm seinen Autoschlüssel und seine Tasche. Bevor er aus der Haustür verschwand, drehte er sich nochmal um. „Alex? Tue das, was du für richtig hältst, aber ich würde dir empfehlen zur Polizei zu gehen. Und ich werde nochmal mit Linus reden.“ Mit diesen Worten verschwand er und fuhr mit seinem Auto zur Uni.
Mara begleitete Alex zu ihrem Motorrad. „Ich komme mit dir. In diesem Zustand kann ich dich ja nicht alleine fahren lassen.“ Alex lächelte sie dankbar an und sie fuhren los. Die ersten Minuten lief alles einwandfrei, doch plötzlich klemmte wieder die Bremse. „Ähhm Alex? Ist das immer so?“                                                                                                     „Ach alles gut. Sie zickt manchmal ein bisschen rum.“ Glücklicherweise war der Weg zum Polizeirevier Potsdam nicht weit, doch das würden die beiden nicht erreichen. Gerade als Alex über eine kleine Brücke, die über einen Fluss führte, fahren wollte, funktionierte gar nichts mehr. Es ging blitzschnell. Sie verloren die Kontrolle, fuhren gegen einen Baum und es krachte. Alex landete mit dem Motorrad in der Nuthe und Mara flog weiter gegen einen Baum. Mit einem unerträglich lauten Knacken brach ihre Halswirbelsäule. Einige Minuten später wurde sie von der Polizei tot aufgefunden.

17.10.2020, Vormittag
„Entschuldigen Sie bitte, aber am Telefon möchte jemand Frau Hogart sprechen.“ Prof. Mininsky und Alex bemerkten nicht, dass Pflegerin Rovenz angeklopft hatte und ins Zimmer getreten war. Die Psychologin stand auf und deutete zu Alex, dass sie später weiter reden werden. „Dankeschön Rovenz. Hallo, wer ist da?“ Erst nach einer Weile realisierte sie, wer am anderen Ende der Leitung war. „Hey, wie geht’s dir?“        „In Ordnung. Ich will nicht stören. Wollte nur wissen, wo meine Unterlagen für die Krankenversicherung sind.“ Vor lauter Freude ignorierte Alex das Anliegen und fiel mit der Tür ins Haus. „Linus du wirst es nicht glauben. Ich kann mich an alles erinnern. Der Unfall war nicht meine Schuld, das muss der Stalker gewesen sein.“
„Du brauchst nicht weiterzuerzählen. Ich weiß, dass es den Stalker nicht gibt. Irgendeine Synapse sagte dir, dass du unsere Beziehung mit aller Macht retten musst, weshalb du dir diesen Bullshit ausgedacht hast.“                                                                                    „Linus das ist kein Bullshit.“
„Du hast eine blühende Phantasie. Ich meine du redest noch heute mit deiner Geisterfreundin Jolanda und hast mir nie erzählt, dass du jemanden umgefahren hast. Weißt du überhaupt, ob dieser Mensch noch lebt?“ Die Vorwürfe in Linus Stimme hatten ihre Wirkung. „Linus bitte tue mir einen Gefallen und rufe die Polizei an. Mit meinen Informationen werden sie den Stalker und somit Maras Mörder bestimmt finden.“
„Hör endlich mit dieser Scheiße auf! Es gibt keinen Stalker. Die Polizei hat auch nie Handy gefunden.“ Jetzt war Alex verwirrt. „Wieso haben sie kein Handy gefunden? Meins war doch dabei?“ Linus stöhnte laut auf. „Meine Fresse, aber nicht dieses Stalker- Telefon, dass ja einen riesigen Riss haben soll.“ Auf einmal wurde Alex ganz blass. „Woher weißt du, dass das einen Riss hat?“                                                                 „Weil Nicklas mir das gesagt hatte, dass du ihnen das Smartphone beschrieben hast.“ Alex fielen fast die Augen aus dem Gesicht. „Oh mein Gott. Das hatte ich nie erzählt. Bitte rufe bei der Polizei an. Nenne ihnen meine Adresse und hole Hil…“ Das letzte Wort konnte Alex nicht zu Ende sprechen, da ihr das Telefon entrissen wurde. „Ich glaube nicht, dass dir jemand helfen wird.“ Mit einem Klick war das Telefonat beendet und Alex wurde mit einem diabolischen Lächeln begrüßt. „Woher weißt du von dem Riss?“
„Alex so blöd bist du doch nicht.“ Sie starrte Nicklas entgeistert an. „Das… Das warst du? Die ganze Zeit warst du der Stalker?“
„Es war echt nicht so einfach das Handy unter deinem Bett zu platzieren und gleichzeitig mit einem anderen Handy dir Nachrichten zu senden. Ich bin so froh, dass dein Handy, mit den Drohungen, nach dem Unfall unauffindbar war.“ Er klatschte in seine Hände und konnte seine Freude kaum unterdrücken. „Die Bremsschläuche zu durchtrennen war einfach ein genialer Plan.“ Nun änderte sich Nicklas Mimik. Aus Freude wurde pure Verachtung. „Nur leider ist die falsche Person gestorben. Du solltest sterben. Deinetwegen ist meine ganze Familie zerstört.“                   Alex hatte zwar Angst, aber ihre Wut war größer. „Ich bin nicht Schuld an ihrem Tod! Nicklas es tut mir leid, dass sie nicht mehr hier ist, aber wieso willst du dich an mir rächen? Ich weiß ich habe Scheiße gebaut, als ich den Fußgänger angefahren habe und…“
„Bist du echt so bescheuert? Darum geht es doch gar nicht!“ Er unterbrach sie und setzte sich. „Dann werde ich deinem Erinnerungsvermögen mal auf die Sprünge helfen.“

17.10.2020 und Erinnerungen von vor ungefähr 10 Jahren                                    „Wie wir, bist auch du in einer Gemeinde aufgewachsen.“ Mit einem stummen Nicken stimmte Alex ihm zu. „Mara und ich sind in Ferch groß geworden und unsere Gemeinden gehören beide zu Schielowsee. Als wir etwas älter waren, besuchten wir des Öfteren einen Jugendclub.“ Nicklas ging zu Alex Tisch, wo eine gepunktete Blumenvase stand und ließ seine Finger durch die Blütenblätter einer roten Pfingstrose gleiten. „Wenn ich mich recht erinnere, warst du auch dort. Du hattest uns damals, als wir bei dir waren, alte Fotos gezeigt.“ Alex war sich unsicher, worauf Nicklas hinauswollte. „Ja. Ich… Ich war damals 14. Vier Wochen lang hatte ich den Jugendclub besucht und dann sind wir nach Potsdam gezogen.“
„Wie dem auch sei meine Schwester besuchte den Ort öfter als ich, da ich in den Sommerferien einen Nebenjob in einer Postfiliale hatte, um unseren Vater finanziell zu unterstützen.“ Nicklas drehte sich wieder in Alex Richtung und blickte in ihre Augen. „Eines Tages durften wir den Jugendclub nicht mehr besuchen. Mein Vater hatte Mara abgeholt und als ich zuhause ankam, lag ein Zettel auf dem Esstisch.   Hallo Nicki. Wir sind auf der Polizeiwache.                                                                               Ich bin sofort auf mein Fahrrad gestiegen und zu ihnen gefahren.“ Für einen kurzen Moment blickte er nach oben an die Decke und schluckte seinen angesammelten Speichel hinunter. Sein Schlucken war so laut, dass Alex Körper mit Gänsehaus überzogen war. „Das erste, was ich sah, war meine Schwester, die Rotz und Wasser geheult hatte. Ich nahm sie in meine Arme und wir setzten uns auf eine Bank. Sie zitterte am ganzen Leibe. Nach einer langen Stunde kam unser Vater aus dem Büro des Polizisten. Wir gingen aus dem Revier und er meinte, dass alles gut sei und wir uns keine Sorgen machen sollten.“ Nicklas stand wieder auf und ging wild gestikulierend durch den Raum und begann merkwürdig zu lachen. „Den ganzen Abend durchlöcherte ich meine Schwester mit Fragen. Was ist passiert? Wieso musstest du so weinen? Ist wirklich alles in Ordnung? Nach einiger Zeit begann sie endlich zu erzählen und schilderte mir die folgende Situation.“

„ ,Also. Ich war wie immer im Jugendclub und hatte doch dieses eine coole Mädchen kennengelernt.’
,Meinst du Alexandra?’
                                                                                                                                                                                                         ,Ja, aber du weißt doch, dass sie lieber Alex genannt wird. Auf jeden Fall war heute ihr letzter Tag bei uns, weil ihre Familie wegen der Arbeit umziehen muss. Daher wollten wir für sie ein Graffito an die Wand sprühen und haben alle unterschrieben. In der Zwischenzeit war Papa angekommen, um mich wie immer abzuholen und Alex war gerade auf Toilette. Als wir fertig geworden sind, hörten wir die Polizei und sie haben ihn einfach mitgenommen. Er hat gebrüllt und meinte, dass er wenigstens mich mitnehmen möchte, aber ich durfte nicht.’ Mara liefen die Tränen und redete schluchzend weiter. ,Ich habe gar nichts mehr verstanden und habe Alex gesucht. Sie lief mir mit blassem Gesicht in die Arme und sagte, dass sie nur auf die Toilette wollte und Vater sie abgefangen hätte. Er… er…’                                                 Mara brach zusammen. Sie lag auf dem Boden vor ihrem Bett und ich sah ihr nur hilflos mit gequältem Blick zu. Nach einiger Zeit beruhigte sie sich etwas und erzählte die Geschichte zu Ende. ,Vater soll Alex angefasst haben und sie hat daraufhin das Telefon des Clubs genommen und der Polizei ihre Situation geschildert.’ Mara begann wieder zu weinen und ich saß regungslos mit starrem Blick neben ihr.“

„Unser Vater musste des Öfteren zurück zur Polizei und sie haben die DNA- Tests analysiert und mit ihm ausgewertet und siehe da, es war nichts von deiner DNA zu finden. Weiterhin kannte er gar keine Alex oder Alexandra. Aber weißt du, wie die Dorfbewohner uns nannten?“ Nicklas wurde nun lauter und spuckte beim Reden. „Wir seien die Kinder des Vergewaltigers oder das ist das Grabscher Haus Nummer 3. Wir mussten uns für ganze vier Jahre das anhören. Wir sind durch die Hölle gegangen. Entweder wurden wir bemitleidet oder aufgezogen. Aber soll ich dir dummes Miststück was sagen? Unser Vater hatte dich nie angefasst.“ Nicklas ballte seine Hände zu Fäusten, doch löste sie gleich wieder. „Nachdem er sich wegen der Tortur der Menschen umgebracht hatte, stand in seinem Abschiedsbrief viel, dass er uns liebe, es ihm leidtäte uns hängen zulassen, aber vor allem, dass er eine Alex nie angefasst habe.“ Nicklas machte eine kurze Pause, atmete tief ein und aus und redete weiter. „Ist schon witzig, wie das Schicksal manchmal spielt, da schreibt ihr jahrelang Briefe und ich dachte mir erst noch, dass ich es bleiben lassen sollte. Dann studieren wir zufällig an derselben Uni, Mara und du machen einen auf beste Freundinnen und ich kann mich doch an dir rächen.“ Den nächsten Satz brüllte Nicklas ihr ins Gesicht. „Sie sind tot und das ist alles deine verdammte Schuld.“

„Moment! Was zur Hölle machst du da?“ Alex war für einen kurzen Augenblick in einem Schockzustand und hatte nicht bemerkt, dass in ihrer linken Armvene eine Nadel steckte. Langsam bewegte sich die merkwürdige Substanz in ihren Körper.
Nicklas fokussierte seinen Blick. „Ich werde dir einen Cocktail verabreichen. Wirkt nicht sofort, aber du wirst schöne Krämpfe bekommen und unter höllischen Schmerzen leiden.“ Während er das sagte, konnte er sein diabolisches Lächeln nicht verkneifen. „Nicklas du musst mir glauben! Es tut mir leid, dass dein Vater sich umgebracht hatte, aber ich kann nichts dafür. Ich trage keine Schuld!“ Alex versuchte Blickkontakt zu ihrem Peiniger aufzubauen, doch Nicklas ignorierte ihren flehenden Blick und zog langsam die Spritze aus ihrem Arm heraus. Sorgsam wickelte er die Spritze in ein Stofftaschentuch ein, bevor er alles in seiner Jackentasche verstaute. „Weißt du was Alex?“ Er stand auf und blickte aus dem Fenster. „Ich habe genug von deinen Lügen.“ Er trat wieder näher an das Krankenbett und beugte sich über sie. „Wieso zur Hölle sollte ich dir noch einen Funken glauben?“ Bevor Alex es erzählen konnte, musste sie ihre Tränen unterdrücken. „Weil nicht ich das Mädchen war, das angefasst wurde, sondern deine Schwester…“
Als diese Worte Nicklas Gehirn erreichten, taumelte er durch den Raum und stieß versehentlich den Tisch um. Die Blumenvase fiel hinunter und das zerbrochene Glas verzierte den Boden. „Ich weiß, dass das hart ist, aber als wir uns damals kennengelernt haben, erzählte sie mir…“ sie schluckte ein leichtes Ziehen im Arm hinunter „was euer Vater ihr seit längerer Zeit antat und als ich den letzten Tag da war, habe ich ihr geholfen bei der Polizei anzurufen. Sie war sehr nervös am Telefon und gab, um sich zu schützen meinen Namen an. Ich war im ersten Moment schockiert, aber ich verstand es. Die Polizei suchte sofort nach einer Alex, aber als sie mit mir reden wollten meinte ich nur, dass ich dort nicht angerufen hätte, um mich nicht noch weiter einzumischen.“
Er wusste nicht was er sagen sollte. Seine Fassungslosigkeit war ihm ins Gesicht geschrieben. Er musste sich setzen. „Ich kann nachvollziehen, dass das gerade viel ist, aber glaube mir, deine Schwester brauchte Hilfe und als wir uns angefreundet haben, fand sie den nötigen Mut… Auaaaaa… Ahhhh…“ Alex musste aufschreien. Die Injektion schien zu wirken. Sie wand sich in ihrem Bett und wollte die Patientenklingel betätigen, doch diese war unerreichbar. Nicklas wollte ihr helfen, aber er war noch immer in seinem Schockzustand gefangen.
„Ich würde sagen, dass unsere gemeinsame Reise hier und jetzt endet.“ Als er das sagte, war er weniger erfreut darüber, als er gedacht hätte. Er brachte seine Freundin und seine Schwester um. Mit Linus wird er wahrscheinlich auch nie wieder sprechen können und das Schlimmste ist, dass er einem Perversen mehr geglaubt hatte, als zu bemerken, dass seine Schwester Hilfe brauchte.                                                                   Bevor er aus der Tür verschwand, blickte er nochmal zurück zu Alex und beobachtete für wenige Sekunden, wie sie ihre Krämpfe versuchte zu bekämpfen. Er zog die Tür hinter sich heran. Während eine Träne an seiner Wange herunterlief und Alex Schreie unerträglicher wurden, ertönte mehrere Kilometer entfernt die Polizeisirene.

35 thoughts on “DANACH BIST DU DRAN!

  1. Sehr gute Geschichte, dafür gebe ich gerne einen Like 🙂
    Ich mag die Dialoge und die Situation sind sehr mitreißend geschrieben.
    Sonderpunkt gibt es für die Nutzung des Worts Graffito im Singular 🙂 Das erinnerte mich an einen Buchabschnitt von Marc-Uwe Kling.

    Auf jede Fall tolle Geschichte.
    Ich würde mich freuen, wenn du dir die Zeit nehmen würdest und auch meine Geschichte durchlesen könntest:
    https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/rate-wer-ich-bin

  2. Wow, beeindruckend geschrieben! Immer, wenn man meint, langsam das Geschehen zu durchblicken, wendet sich das Blatt. Ich bin begeistert, dank des flüssigen Schreibstils und der bis zum letzten Satz bleibenden Spannung hat es richtig Freude bereitet, die Geschichte zu lesen!

  3. Hallo liebe Emilia,
    du bist bestimmt Lehramtsanwärterin 🙂 ), oder? Sehr sympathisch deine Geschichte. Und sie liest sich flüssig. Dadurch konnte ich dem roten Faden gut folgen.
    Uiiiii, an dieser Stelle dachte ich erst, ok, der Vater ist unschuldig: „Nachdem er sich wegen der Tortur der Menschen umgebracht hatte, stand in seinem Abschiedsbrief viel, dass er uns liebe, es ihm leid täte uns hängen zulassen, aber vor allem, dass er eine Alex nie angefasst habe.“
    Aber dann wendet sich das Blatt noch einmal. Das mag ich. Dennoch „arme Alex“ 🙁 .

    Vielleicht hast du auch Lust meine Kurzgeschichte „HAPPY BIRTHDAY“ zu lesen?

    https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/happy-birthday  

    Liebe Grüße,
    Martina 🙂

  4. Moin,

    eine richtig tolle Storie die du dir da ausgedacht hast. Spannend, fesselnd, mitreißend. Der Plot wird zum Ende gut aufgelöst. Dein Schreibstil wirkt sehr flüssig und gefestigt. Hier und da gibt’s noch „ Flüchtigkeitsfehler „ oder kannst du mir erklären wie man „ Gänsehaus „ am Körper bekommt? 😅
    Aber das Leseerlebnis bleibt durchgehend auf hohem Niveau. Hat mir gut gefallen!

    Mein Like lass ich dir gerne da und wünsche dir alles Gute für‘s Voting.

    LG Frank aka leonjoestick ( Geschichte: Der Ponyjäger)

    1. Hello.^^

      Vielen lieben Dank für dieses super Feedback. Ich kann dir leider nicht erklären, wie man Gänsehaus am Körper bekommt. Ich denke, dass das ein Phänomen des Universums bleiben wird. ^^ Eigentlich war es so, dass ich nach mehreren Stunden des Schreibens die Fehler nicht mehr herausfiltern konnte.

      LG Emilia

  5. Hey Emilia,

    eine wirklich gute Geschichte die du da geschrieben hast. Am Anfang fand ich es ein bisschen schwierig rein zu kommen, wegen der vielen Namen, aber das hat sich dann auch wieder schnell gelegt.
    Tatsächlich dachte ich am Anfang, dass es sich um Alex‘ Therapeutin handelte, die sie damals angefahren hatte, aber da lag ich offensichtlich falsch bzw. hast du das gar nicht erwähnt, oder?
    Und aus welchen Gründen ist am Ende die Polizeisirene zu hören?
    Wie gesagt … sehr viele Namen … und auch Taten!!

    Wie du schreibst finde ich sehr ansprechend und man kann sich die einzelnen Szenen auch gut vorstellen. Die Idee deiner Kurzgeschichte finde ich auch sehr gut und auch gut umgesetzt!! 😀
    Vielleicht ein bisschen verwirrend hier und da …

    Liebe Grüße
    Sarah

    Wenn du Lust hast würde ich mich sehr freuen, wenn du auch meine Geschichte lesen, kommentieren und/oder liken würdest – sie heißt „Unschuldskind“.

  6. Hallo Ela,
    eine richtig spannende Geschichte, anfangs hatte ich Probleme, reinzukommen, aber dann las es sich für mich flüssig. Hut ab. An manchen Stellen könnte man an der Satzstellung und am Ausdruck arbeiten.
    z.B Mit einem unerträglich lauten Knacken brach ihre Halswirbelsäule. Einige Minuten später wurde sie von der Polizei tot aufgefunden. (was empfand Alex dabei? Statt der Polizei lieber: Alex spürte sofort, dass sie tot war.
    z.B. … Alex und beobachtete für wenige Sekunden, wie sie ihre Krämpfe versuchte zu bekämpfen.
    … wir sie versuchte, ihre Krämpfe zu bekämpfen. (Wie tut man das? Windet sie sich, schnappt sie nach Luft, möchte sie aufstehen?)
    Gerne lasse ich dir mein Like da. Und natürlich darfst du auch meine Geschichte kritisieren, ich würde mich freuen, wenn du sie liest.
    Lieben Gruß Lotte
    (Der alte Mann und die Pflegerin)

    1. Hallo. ^^
      Es freut mich zu hören, dass dir meine Geschichte gefallen hat.

      Die Situation war so, dass die Professorin Alex alleine lässt während des Telefonates, da sie aufgestanden war und Alex ein Zeichen gab, dass sie später miteinander reden werden. Die Pflegerin war nur in der Szene, um Alex das Handy zu überreichen. Während des Telefonates vergeht etwas Zeit und Niklas erscheint dann, wodurch ich einen Überraschungsmoment erzeugen wollte.

      Liebe Grüße,
      Emilia

  7. Liebe Emilia

    Was für eine gnadenlos gute Geschichte.
    Unglaublich gut.

    Ich musste mich ein wenig durch den Anfang arbeiten, danach wurde ich jedoch durch deine Story, deinen Schreibstil, deine Grundidee, deine Dialoge, Protagonisten und das Finale belohnt.

    Liebe Kollegin

    Du hast es drauf.

    Du hast ein riesiges Potenzial.
    Und ein Talent für geile Geschichten.
    Für Spannung.

    Man spürt deutlich und bereits nach wenigen Sätzen, dass du viel Erfahrung und Zeit in diese Geschichte gesteckt hast.
    Und Energie.

    Es ist eine Gabe, so mit der Spannung, so mit den Erwartungen und Gedanken der Leserinnen und Leser zu „spielen“.

    Da hat der Liebe Gott dir echt was mitgegeben.
    🙂

    Ich wünsche dir und deiner Geschichte alles Gute und viel Erfolg.

    Du hast dir deinen Platz im EBook redlich verdient.

    Mein Like hast du natürlich sicher.

    Dir und deiner Familie alles Gute.
    Und bleibt gesund.

    Ganz liebe Grüße.
    Swen Artmann (Artsneurosia)

    Vielleicht hast du ja Lust und Zeit, auch meine Story zu lesen.
    Ich würde mich über einen ehrlichen Kommentar sehr freuen.

    Meine Geschichte heißt:

    „Die silberne Katze“

    Ich danke dir für deine Geschichte.
    Swen

  8. Hallo Emilia,

    ich brauchte ein paar Zeilen, um in deine Geschichte hineinzukommen, aber dann… – Klasse.
    Und bis auf ein paar kleine Fehler (z.B. Glaswasser??) und hie und da etwas ungelenk formulierten Sätzen, gibts nichts zu meckern.
    Tolle Leistung. Dafür bekommst du auch gerne meine Stimme.

    Ich fände es toll, wenn du dir auch die Zeit nimmst und bei meiner Geschichte „vorbeiliest“.

    Viele Grüße und noch viel Spaß bei weiteren Projekten
    J. D.
    https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/das-leben-eines-toten-mannes

  9. Hej Emilia!

    Mir ist heute aufgefallen, dass ich Deine Geschichte schon vor einiger Zeit gelesen, aber keinen Kommentar geschrieben hatte. Oder doch? Ist hiermit entweder nachgeholt oder doppelt erledigt. Das Herz ist auf jeden Fall noch an seinem Platz!

    Wenn man so die Kommentare durchstöbert, haben die meisten ja schon alles geschrieben. Mit einem Zwinkern schließe ich mich da an und nicke noch freundlich.

    Deine Geschichte hat es verdient so weit oben zu stehen (kurz vor meiner / bitte Mischung aus Lachen und Grummeln einfügen) und ich hoffe, dass es auch tatsächlich mit einem ebook belohnt wird. (ist ja etwas still geworden um Herrn Sebastian F. aus B.)

    Ganz liebe Grüße aus Hamburg!
    Chris
    https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/identitaet-6

  10. Hallo Emilia,
    Mir hat deine Geschichte gut gefallen, sie ist fesselnd und spannend. Deine Protagonisten finde ich realistisch dargestellt, dein Schreibstil ist flüssig. Anfangs waren es mir ein paar Namen zuviel, die meinen Lesefluss etwas ins stocken gebrachten, weil ich immer überlegten musste wer jetzt wer war 😅. Doch das war mein persönliches Problem 😇. Gerne habe ich Dir ein Like gegeben. Viel Erfolg 🍀.

    Schönes Wochenende

    Liebe Grüße

    Maddy

    P. S über einen Gegenbesuch bei meiner Geschichte würde ich mich natürlich freuen 😇🙈.
    https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/alte-bekannte Alte Bekannte.

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