Holly ConradDas Ende von Enrico Goldschmidt

Es klingelte an der Tür. Enrico stellte den Fernseher auf stumm, auf dem er eben das Nachtjournal verfolgt hatte. Auf dem Couchtisch standen Gläser und ein paar übriggebliebene Snacks seiner Einweihungsparty. Die letzten Gäste waren vor knapp 30 Minuten gegangen und Enrico wollte erst runterkommen, bevor er sich schlafen legte. Auf dem Weg zur Wohnungstür fragte er sich, ob jemand etwas vergessen hatte. Durch den Spion war niemand zu sehen. Er öffnete die Tür und entdeckte auf seiner Fußmatte ein kleines Paket. Überrascht sah er zu beiden Seiten den Flur entlang, doch er war menschenleer. Er hob das Päckchen auf, das nicht größer war als ein Taschenbuch, und schloss die Tür hinter sich. Weder seine Adresse noch ein Absender waren auf dem Karton vermerkt. Vorsichtig wog er das Päckchen in der Hand und prüfte, ob er beim Schütteln aus dem Inneren etwas hörte. Es gab zwar kein Geräusch, aber die Schachtel war für seine geringe Größe verhältnismäßig schwer. Hastig durchtrennte er das Klebeband mit seinem Wohnungsschlüssel und klappte den Deckel des Kartons auf. In dem Paket fand er ein Stoffbündel. Eine Karte oder Ähnliches lag nicht in dem Päckchen. Enrico entwirrte die Stofflagen und hielt zu seinem Erstaunen ein Mobiltelefon in den Händen. Sein Mobiltelefon? Das kann nicht sein. Dennoch sah er automatisch hinüber zum Couchtisch, wo sein Handy lag. Er ging mit dem Telefon aus dem Paket zum Sofa, setze sich und nahm sein Eigenes in die andere Hand. Sie waren äußerlich komplett identisch. Er drehte und wendete beide Geräte. Gleiches Modell, gleiche Farbe, sogar die gleiche Schutzhülle konnte das Telefon aus dem Päckchen aufweisen. Er drückte die Home-Taste und sofort entsperrte sich das Display und gab den Startbildschirm samt Hintergrundbild frei – ebenfalls identisch mit seinem Eigenen. Ein Selfie am Strand aus dem letzten Lanzarote-Urlaub. Enrico war wie versteinert, die Anspannung erfasste seinen ganzen Körper. Er nahm wieder sein eigenes Telefon in die Hand und entsperrte es, um eine Verwechslung auszuschließen. Es entsperrte sich ebenso schnell und gab seinen gewohnten Bildschirm frei. Er hielt zwei Mal das gleiche Gerät in den Händen. Wie ist das möglich? Wer legt mir so etwas auf die Fußmatte und wozu? Enrico sah sich in seinem Wohnzimmer um, als würde jeden Moment jemand aus einem Versteck hervorspringen und „Überraschung“ rufen oder „reingelegt“. Doch Enrico war allein. Es war totenstill in seiner Wohnung, nur das helle Flackern der Fernsehbilder durchbrach seine Gedanken, die sich so schnell drehten. „OK, bleib ruhig.“, sagte er zu sich. Es musste eine Erklärung dafür geben. Er beschloss, das Telefon genauer zu untersuchen. Doch was er sah, beunruhigte ihn mehr.
Auf dem Telefon waren all seine Apps installiert. Von seiner Banking-App über die Sport-Nachrichten und sogar das dämliche Puzzle-Spiel, das er auf dem Klo spielte. In seiner Magengrube zog sich alles zusammen. Das hier war nicht nur ein Scherz. Das ging zu weit und war darüber hinaus auch nicht lustig. Enrico war nicht nach Lachen zumute. In der festen Überzeugung (oder Hoffnung?), dass dieses unheimliche Duplikat seines eigenen Telefons jetzt an seine Grenzen stoßen würde, öffnete er die Galerie. Im nächsten Augenblick begann sein Herz so heftig zu klopfen, dass er seinen schnellen Puls in den Ohren rauschen hörte. Auf dem Display sah er seine Fotos. Enrico überkam eine Welle aus Angst, die drohte, zu einer handfesten Panikattacke anzuschwellen. Er scrollte durch seine eigenen Bilder, einschließlich der Aufnahmen vom heutigen Abend. Fotos, die keine Stunde alt waren. Enrico spürte den eindringlichen Impuls wegzulaufen, doch wohin? Schließlich war er zu Hause, wo er sich sicher fühlen sollte. Und er war allein. Innerlich versuchte sich Enrico zu beruhigen. Das ist nur ein schlechter Scherz. Dich hat jemand gehackt, wahrscheinlich einer von den IT-Nerds. Er hatte sie ohnehin nicht zu seiner Party einladen wollen. Doch wenn man neu in einer Stadt ist und alle sozialen Kontakte bei der Arbeit stattfinden, dann ist man nicht so wählerisch. Enrico hatte nahezu alle Kollegen eingeladen, dessen Namen er kannte. Aber sind diese Vögel von der IT so schräg drauf und hacken meine Daten? Und warum dann die Mühe mit dem identischen Telefon? Wenn Sie sich über mich lustig machen wollten, hätten sie ein paar peinliche Fotos raussuchen und morgen an den Firmenverteiler mailen können. So hätte es Enrico gemacht. Seine Gedanken drehten sich im Kreis. Die Frage nach dem Wer war das eine. Die Frage nach dem Warum erzeugte in ihm die größere Angst. Er konnte sich selbst nicht von der Theorie eines schlechten Scherzes überzeugen. Es fühlte sich für ihn zu bedrohlich an. Zu aufwändig für einen Streich. Das Eindringen in seine Privatsphäre, die provokante Präsentation direkt vor seiner Wohnungstür. Ein Scherz würde doch vor mehr Publikum stattfinden, oder nicht?
Ein vertrautes Geräusch riss Enrico aus seinen Gedanken. Vor Schreck ließ er fast das Telefon fallen. Es war sein Nachrichten-Klingelton. Sein Magen verkrampfte sich, als er sah, dass der Ton von dem Fake-Telefon ausging. Also auch der gleiche Klingelton. Was kommt als nächstes? Der Messenger zeigte den Eingang einer neuen Nachricht an. Enrico tippte zögerlich auf das Icon und öffnete die Chat-Übersicht. Der letzte Eintrag zeigte eine Mitteilung von „Unbekannt“. Das kleine Piktogramm verriet ihm, dass es sich um eine Bilddatei handelte. Erneut sah sich Enrico im Wohnzimmer um. In seinem Inneren sträubte sich alles dagegen, das Bild zu öffnen. Er hatte Angst vor dem, was er sehen würde. Es könnte schließlich alles sein. Alles. Also auch die Auflösung oder zumindest ein Hinweis darauf, wer dieses Spiel mit ihm spielte. Und warum. Die Neugier war zu groß. Enrico atmete einmal tief ein und aus. Dann sah er wieder auf das Telefon und öffnete das Bild.
Es war ein Foto von ihm. Es zeigt ihn, wie er in seiner Küche Drinks mixte. Das Bild wurde heute Abend aufgenommen. Das bedeutete, dass die Person, die für das alles verantwortlich war, kurz zuvor in seiner Wohnung war.
Er war sich nicht sicher, ob ihn der Alkohol überreagieren lies, aber das war zu viel für ihn. Enrico sperrte das Telefon, wickelte es hastig wieder in den Stoff und legte es zurück in den Karton. Er griff nach seinem richtigen Telefon und trat ein paar Schritte zurück, als wollte er die Situation mit etwas Abstand betrachten. Das an sich unscheinbare Päckchen, womit dieser bisher schöne Abend ein unerfreuliches und fast verstörendes Ende nahm, ließ er dabei nicht aus den Augen. Er atmete ein paar Mal kontrolliert ein und aus, um sich zu beruhigen. Seine Angst wandelte sich schnell in Wut über die Person um, die ihm diesen geschmacklosen Streich spielte. Nur ein dummer Streich. Er gönnte dieser Person keinen Triumph und beschloss, das Telefon zu ignorieren. Am Montag im Büro würde er schon merken, welcher seiner Kollegen sich komisch verhält und könnte die ganze Sache auflösen. Das wird ein Nachspiel haben.
Enrico schob das Päckchen unter das Sofa und schaltete den Fernseher aus. Entgegen seinen Gewohnheiten schloss er seine Wohnungstür von innen ab und ging ins Schlafzimmer. Der Rest seiner Anspannung ließ ihn dabei um jede Ecke sehen, ob sich nicht doch jemand in seiner Wohnung versteckte. Trotz der Umstände und dank der Aussicht auf eine Möglichkeit, sich zu rächen, konnte er überraschend schnell einschlafen. Nur die üblichen Albträume, Schatten seiner Vergangenheit, konnten die heutigen Ereignisse aus seinen Gedanken vertreiben.

„Du kannst mich doch hier nicht einfach so stehen lassen!“, flehte Marlene unter Tränen. „Erklär mir doch wenigstens, was ich getan habe. Du weißt, ich mache alles, was du willst.“ An diesem milden Abend im April vor drei Jahren stand sie zitternd vor ihm. Enrico konnte die Verzweiflung in ihren Augen sehen. Dass sie so eine Szene machte, amüsierte ihn fast. „Du bist armselig, Marli. Weißt du das?“, lachte er sie beinahe aus. „Rico, sag mir bitte, was ich getan habe. Ich mach es wieder gut, versprochen. Aber lass mich nicht hier stehen, bitte.“ Sie griff nach seinen Händen, doch er wehrte sie ab. Er war dieses Gejammer inzwischen leid. Der Reiz, den ihre bedingungslose Unterwürfigkeit für ihn ausmachte, war längst verflogen. Dass sie ihn nach allem immer noch anflehte, sie nicht zu verlassen, bedeutete Enrico nicht mehr Macht und Dominanz. Es war zu einfach geworden und langweilte ihn. Er hatte es in den letzten Wochen bewusst auf die Spitze getrieben. Die intimen Fotos von Marlene an die halbe Uni zu schicken, war sein persönlicher Höhepunkt. Und trotzdem hing sie an ihm, wie ein hilfloses Hündchen. „Lass gut sein, OK? Such dir jemand anderen, dem du die Füße küssen kannst.“ Mit diesen Worten wandte er sich von ihr ab und ging zurück in die Richtung des Wohnheims, wo die Musik dröhnte. Er wollte ein neues Objekt für seine Machtspielchen und wusste, dass er auf Studenten-Partys immer Erfolg hatte. „Du weißt, ich kann nicht ohne dich leben!“, schluchzte Marlene. Ihre Worte waren immer schwerer zu verstehen. „Tu mir das nicht an! Ich brauche dich!“ Enrico sah sich nicht um. Ihm war bewusst, dass er Marlene damit zerstörte. Ihre Persönlichkeit war zerbrechlich und sie hatte sich in den letzten Monaten mit Enrico vollkommen in der Beziehung verloren. Marlene fiel schluchzend auf die Knie während Enrico mit einem abfälligen Lächeln im Gesicht zurück zum Wohnheim ging. Ein paar Stunden später lag er neben einer jungen Studentin, deren Namen er nicht einmal kannte. Zu diesem Zeitpunkt war Marlene bereits tot.

Das ganze Wochenende über hatte Enrico das Paket nicht mehr geöffnet. Keiner seiner Gäste hatte sich bei ihm gemeldet und auch er hatte mit niemandem Kontakt aufgenommen. Schließlich wusste er nicht, wem er zurzeit trauen konnte. Er war neugierig, zu erfahren, wer für diese Aktion mit dem identischen Handy verantwortlich war und gleichermaßen wütend über den Einbruch in seine Privatsphäre. Auch wenn er dafür keinen Grund brauchte, nahm er an diesem Wochenende die Dienste von Vicki in Anspruch. Er hatte sie in einem Online Forum kennengelernt und wusste, dass er sich bei ihr ungebremst ausleben konnte. Vicki war auf seine speziellen Bedürfnisse vorbereitet und konnte sie nicht nur befriedigen, sondern auch ertragen. Enrico genoss es, Vicki sowohl verbal als auch physisch zu erniedrigen. Echte Gewalt spielte nicht immer eine Rolle. Dass es extra kostete, wenn er sichtbare Spuren an ihrem Körper hinterließ, war ihm an diesem Wochenende egal.

Als Enrico am Montag zur Arbeit fuhr, hatte er fast seine gewohnte Arroganz zurückerlangt und die Unsicherheit über das Fake-Telefon hinter sich gelassen. Außerdem stand ihm eine wichtige Arbeitswoche bevor, die über den weiteren Verlauf seiner Karriere entscheiden konnte. Den Job in der Bank hatte Enrico noch nicht lange, er war noch in der Probezeit. Doch schon jetzt war er sich sicher, dass er mehr auf dem Kasten hatte als die meisten seiner Kollegen. Gewohnt herausgeputzt, im maßgeschneiderten Anzug und mit polierten Schuhen, betrat er den modernen Gebäudekomplex, in dem sich auf fünf Stockwerken die Zentrale einer Investmentbank befand. Wer ihn nicht kannte, würde ihn nicht für den Marketing Trainee in Probezeit halten. Sein ganzes Auftreten und seine teuren Anzüge sprachen eine andere Sprache. Der Neue zu sein, hielt ihn nicht davon ab, die anderen Angestellten offen durch sein Verhalten herabzustufen. So erging es auch der Empfangsdame, die ihn für gewöhnlich beim Verlassen des Fahrstuhls freundlich grüßte. Obwohl sie attraktiv war, hatte Enrico nicht das geringste Interesse an ihr. Es hatte einen unbestreitbaren Reiz für ihn, dass sie im Grunde dafür bezahlt wurde, sich herumschubsen zu lassen. Doch mit ihrer beruflichen Stellung war sie unter seiner Würde.
Heute saß sie bei Enricos Anblick plötzlich kerzengerade auf ihrem Bürostuhl, nahm sofort den Telefonhörer in die Hand und drückte eine der Kurzwahltasten. „Herr Goldschmidt, warten Sie bitte hier, man wird Sie abholen.“, sagte sie mit hoher Stimme. Offenbar gab Sie sich Mühe, bestimmt zu klingen. Enrico stoppte mitten im Schritt und drehte sich verwirrt zu ihr um. „Wie bitte? Auf wen soll ich warten?“, fragte er sie genervt. Sein Tonfall gab der Empfangsdame und jedem in Hörweite zu verstehen, dass er es schon als Anmaßung empfand, überhaupt aufgehalten zu werden. Für wen hält die sich? „Ähm, Sie werden sicher verstehen, dass Sie sich nach Ihrer Kündigung nicht mehr allein in den Räumlichkeiten bewegen können. Es kommt gleich jemand, der Sie an Ihren Schreibtisch begleitet, damit Sie Ihre persönlichen Habseligkeiten abholen können. Ihren Ausweis und den Chip für die Zugänge können Sie schon mir geben.“ Sie sah Enrico mit großen Augen an. Meine Kündigung? „Da haben Sie was durcheinandergebracht. Mir wurde nicht gekündigt.“, sagte er mit einem überheblichen Lachen, als wäre das das Abwegigste, was sie hätte sagen können. Etwas leiser, aber selbstsicher entgegnete sie noch „Nein, IHRE Kündigung. Sie haben…“, doch Enrico war bereits auf dem Weg zu der großen Glastür, die zum Großraumbüro führte. Durch die Tür sah er zwei Männer von bäriger Statur auf ihn zukommen. Sie trugen schwarze Anzüge, die um ihre Oberarme spannten und sie richteten ihre Blicke fest auf ihn. Ihrem Gesichtsausdruck nach schienen Sie zu jeder Maßnahme bereit zu sein, einen unerwünschten Gast aus dem Gebäude zu entfernen. Enrico verlangsamte seinen Schritt. Die respekteinflößende Erscheinung der Sicherheitsleute hatte ihre Wirkung erzielt. „OK, von mir aus. Aber ich sage Ihnen, wenn rauskommt, dass Sie für diesen Fehler verantwortlich sind, sorge ich dafür, dass es Ihr Letzter war.“, sagte er laut während er sich wieder zur Empfangsdame herumdrehte, die nun vor dem Tresen stand und ihn ebenfalls mit ihrem Blick fixierte. Plötzlich kam Enrico ein Gedanke, der alles, was sie nun zu ihm sagte, in dem aufkommenden Rauschen in seinen Ohren untergehen ließ. Hat jemand in meinem Namen gekündigt?
Obwohl Enrico lautstark bestritt, nie gekündigt zu haben, stand er schließlich knapp eine Stunde später vor dem Bürokomplex und hatte Hausverbot. Man hatte ihm seine unterschriebene Kündigung sogar gezeigt und ihm unmissverständlich klar gemacht, dass man so ein Theater nicht dulde. Er solle zudem nicht wagen, sich in Zukunft noch einmal in der Unternehmensgruppe zu bewerben. Offenbar war seine Kündigung nicht sehr höflich formuliert gewesen und er konnte froh sein, wenn sein Verhalten keine rechtlichen Konsequenzen nach sich zog. Aber ich war das doch nicht mal, verdammte Scheiße! Das geht zu weit, wer macht denn sowas?
Enrico wollte und konnte nicht mehr länger so tun, als würde das Fake-Telefon nicht existieren. Er war sich nun sicher, dass es einen Zusammenhang geben musste und beschloss, den Verantwortlichen ausfindig zu machen. Er würde die Angelegenheit nur zu gern von Angesicht zu Angesicht klären. So schnell es der City-Verkehr zuließ, fuhr Enrico zurück in seine Wohnung und holte das Päckchen unter dem Sofa vor. Er wickelte das Telefon aus und musste feststellen, dass es aus war. Der Akku ist leer. Kurz dachte er „Zum Glück ist es das gleiche Handy, dann passt mein Kabel“, als ihm wieder einfiel, dass genau das eigentlich so unheimlich war. Er schloss das Telefon an sein Ladekabel an und wartete einen Moment. Als er das Handy eingeschaltet hatte, sah er weitere Nachrichten von „Unbekannt“ im Messenger. Er öffnete den Chatverlauf und fand weitere Bilder vor.
Er sah Vicki vor dem Eingang seines Wohnblocks, zurechtgemacht, offenbar bei ihrer Ankunft am Samstagabend. Auf dem nächsten Bild verließ sie das Gebäude wieder und sah mitgenommen aus. Enrico schnaufte, als ahnte er, was ihm diese Bilder sagen sollten. Das dritte und letzte Bild hingegen ließ seinen Puls nach oben schnellen. Er sah sich selbst mit fassungslosem Gesichtsausdruck vor dem Bürogebäude seines nun ehemaligen Arbeitsgebers stehen, wenige Minuten nach seinem Rausschmiss. Das kann kein Zufall sein. Garantiert ist derselbe Typ, der mir das Handy geschickt hat, auch für meine Kündigung verantwortlich! Enrico kochte wieder vor Wut. Um seine Privatsphäre ging es ihm nun, nachdem er seinen Job verlor, von dem er sich so viel versprochen hatte, nicht mehr. Er wollte Rache und musste herausfinden, wer dahintersteckte.
Zum ersten Mal kam Enrico die Idee, dass ein Messenger nicht nur in eine Richtung funktioniert und er der Person antworten kann. Er überlegte kurz und auch wenn er sich keine ehrliche Antwort auf die Frage erhoffte, schrieb er dennoch das Naheliegendste: „Wer bist du?“ Es dauerte nicht lang und „Unbekannt schreibt…“ erschien im Chatfenster.

> „Wird auch Zeit, dass du mal reagierst.“

„Verarsch mich nicht! Wer bist du?“ <

> „Du wirst mich kennenlernen, wenn es an der Zeit ist.
Wir fangen gerade erst an.“

„Was soll der Scheiß? Was hast du für ein Problem?“ <

> „Um mich geht es hier nicht. Es geht allein um dich und
dass du für deine Taten bezahlst! Stichwort bezahlen:
hast du heute schon mal deinen Kontostand gecheckt?“

Enrico blieb kurz die Luft weg, als er das las. Sofort nahm er sein richtiges Handy in die Hand und öffnete seine Banking App. Der Login per Fingerabdruckscan funktionierte nicht. Nur ein Zufall. Der Typ kommt doch nicht an meine Bankdaten. Oder? Er gab seine Zugangsdaten manuell ein. Login-Fehler, unbekannte Zugangsdaten. Er versuchte es erneut mit rasendem Herzen. Login-Fehler. Ohne Umschweife wählte Enrico die Hotline seiner Bank, die glücklicherweise unterhalb der Fehlermeldung angegeben war und während er in der Wartschleife ausharrte, lief er unruhig in seiner Wohnung auf und ab. Das kann nicht sein. Als er endlich einen Kundenservice Mitarbeiter am Telefon hatte, schrie er ihn fast an. Die Stimme in der Leitung blieb ruhig und erklärte, dass aktuell keine Störungsmeldungen im Login Bereich vorliegen, er aber gern den Fall prüfe und fragte nach der Kundennummer. Enrico lief schnell zu seinem Schreibtisch im Schlafzimmer und wühlte in dem Papierstapel seiner letzten Post nach einem Schreiben der Bank. Nachdem er seine Kundennummer diktiert hatte, zog sich jede Sekunde wie Kaugummi. Er hörte schließlich ein „Hm“ in der Leitung und fragte sofort „Gibt es ein Problem?“. „Ich kann Ihre Kundennummer nicht im System finden, Herr Goldschmidt.“ Es rauschte in Enricos Ohren und er hörte für einen Moment nicht mehr, was der Bankmitarbeiter zu ihm sagte. „Herr Goldschmidt? Könnten Sie die Nummer bitte noch einmal wiederholen, vielleicht habe ich mich vertippt?“ Enrico wiederholte die Nummer betont langsam und mit der deutlichsten Aussprache, zu der er fähig war, doch seine Stimme zitterte. „Kein Treffer, tut mir leid. Am besten kommen Sie mal mit Ihrer Bankkarte und Ihrem Ausweis in unsere Niederlassung und ein Mitarbeiter prüft das vor Ort.“ Enrico legte ohne ein weiteres Wort auf und ging wieder zum Fake-Telefon. In der Zwischenzeit war ein neues Bild gesendet worden. Es zeigte sein Auto, dass von einem Abschleppwagen aufgeladen wurde. Enrico riss die Augen weit auf und sprang sofort hoch, um aus dem Fenster zu sehen, doch er konnte den Parkplatz, auf dem er sein Auto zuvor abgestellt hatte, nicht einsehen.

„Das ist ein Fake! Und das mit meinem Konto auch! <
Denkst du ich bin blöd? Was willst du von mir?“

> „Bist du dir ganz sicher? Du solltest es lieber überprüfen.“

Enrico war wütend und verunsichert zugleich. Er musste davon ausgehen, dass der Typ, der offenbar in der Lage war, seine persönlichen Daten einzusehen und in seinem Namen seinen Job zu kündigen, auch Zugriff auf sein Bankkonto haben und sein Auto abschleppen lassen konnte. Letzteres war glücklicherweise sehr leicht zu überprüfen. Diesmal nahm Enrico beide Telefone mit als er die Wohnung verließ, um nachzusehen, ob sein Auto tatsächlich abgeschleppt worden war. Der Fahrstuhl schien heute besonders langsam zu fahren und Enrico wurde immer nervöser und zoomte nochmal das vermeintliche Abschlepp-Foto heran, ob es wirklich sein Auto war. Es sah täuschend echt aus. Als der Fahrstuhl endlich im Erdgeschoss ankam und die Türen sich öffneten, steckte Enrico beide Telefone in die Hosentaschen und rannte los. Da er sehr zentral wohnte, fand er fast nie einen Parkplatz vor dem Gebäude und musste auch heute zwei Querstraßen weiter parken. Er war leicht außer Atem, als er um die Ecke bog und ein fremdes Auto dort vorfand, wo er selbst vor einer halben Stunde geparkt hatte. Er sah hektisch die Straße hoch und runter und hielt nach einem Abschleppwagen Ausschau. Es war nichts zu sehen und von seinem Auto fehlte jede Spur. Enrico stand über eine Minute an der Straßenecke und spielte in seinem Kopf alle möglichen Szenarien ab, was passiert sein konnte. Er kam zu dem Schluss, dass der Typ sein Auto wahrscheinlich einfach unter einem falschen Vorwand hat abschleppen lassen. Das würde sich ja aufklären lassen, dachte Enrico. Er beschloss die Polizei zu informieren – ein Schritt, der ohnehin überfällig war. Er wählte die 110 und überlegte sich bereits, wie er diese verrückte Geschichte am besten schildern sollte, als der Anruf abgebrochen wurde. Verwundert sah er auf das Handydisplay. Es gab keinen Hinweis darauf, warum die Verbindung unterbrochen wurde. Er versuchte es erneut, doch auch beim zweiten Mal wurde die Verbindung bereits im Aufbau unterbrochen. Da klingelte plötzlich der Nachrichtenton auf dem Fake-Handy.

> „Zwei Regeln:
1. Du benutzt ab sofort nur noch dieses Telefon
2. Keine Polizei“

In diesem Moment änderte sich alles. Enricos Wut und Rachewunsch verstummten. Er realisierte, dass dieser Typ, wer immer er war und was auch immer er wollte, ihn tatsächlich in der Hand hatte. Er konnte nicht einmal die Polizei anrufen und war gezwungen, sich auf dieses Spiel einzulassen.

„Was willst du von mir?“ <

> „Ich will, dass du tust was ich sage.“

„OK, aber warum? Warum ich? Worum geht es hier?“ <

> „Das wirst du früh genug herausfinden.
Zuerst entsorge dein altes Telefon.
Du brauchst es nicht mehr.“

Enrico war sich nicht sicher, was er tun sollte. Er spürte eine unheimliche Bedrohung von dem Fake-Telefon ausgehen, dem einzigen Kommunikationsweg zwischen ihm und dem Erpresser. Erpresst er mich denn? Noch gab es keine Forderung. Was will der bloß von mir? Ihm fiel wieder das Rätsel um seinen Kontozugang ein. Wenn der Typ Geld will und wirklich Zugriff auf mein Konto hat, dann kann er es sich doch einfach nehmen. Das war garantiert ein Bluff. Er beschloss, es herauszufinden, bevor er auch nur eine weitere Nachricht schrieb geschweige denn sein richtiges Telefon wegwarf. Enrico hatte zwar keine Ahnung, wo sein Auto war, aber die nächste U-Bahn-Station war nicht weit entfernt. Es waren nur drei Stopps bis zur Hauptzweigstelle seiner Bank und so stand er kurze Zeit später in dem großen Eingangsbereich. Es war noch am frühen Vormittag und an den Schaltern war wenig Andrang. Als Enrico an der Reihe war, zog er sein Portemonnaie aus der hinteren Hosentasche und wollte der Mitarbeiterin gerade seine Bankkarte aushändigen, als er feststellte, dass das Fach in seinem Portemonnaie leer war. Das kann nicht wahr sein! „Ähm… Ich…“ stammelte er und schaute kurz auf in das freundliche Gesicht, der Bankangestellten, die ihn erwartungsvoll ansah. „Ich… Ich kann mich nicht mehr in mein Online Bankkonto einloggen und möchte gern wissen, woran es liegt. Leider habe ich scheinbar meine Bankkarte nicht dabei, könnten Sie das bitte trotzdem einmal prüfen?“ fragte Enrico und versuchte seine Verunsicherung zu überspielen. „Gern. Haben Sie stattdessen vielleicht Ihren Personalausweis zur Hand?“ fragte die junge Frau ihn höflich. „Selbstverständlich.“, reagierte Enrico erleichtert über diese Alternative. Doch die Erleichterung hielt nur kurz, denn er musste feststellen, dass auch sein Ausweis nicht in seinem Portemonnaie war. Stattdessen fand er eine gleichgroße Plastikkarte, in die die Worte „Glaubst du mir jetzt?“ geprägt waren. Enricos Herz begann so heftig zu schlagen, dass es in seiner Brust hämmerte. Ihm wurde ganz heiß und er hatte das Gefühl, dass seine Beine jeden Moment nachgaben. Er hätte sich am liebsten am Bankschalter festgehalten. Ohne weitere Worte drehte er sich plötzlich um und rannte aus dem Bankgebäude. Kaum war er draußen übergab er sich auf den Bürgersteig. Die Passanten starrten ihn entsetzt und angewidert an. Enrico wischte sich mit dem Ärmel den Mund ab und lief wie benommen den Fußweg in Richtung der nächsten Querstraße, bog ab und fand sich schließlich in einer ruhigen Gasse wieder. Er setzte sich auf den Bordstein und stützte den Kopf auf seine Knie. Ihm war immer noch schlecht und er atmete keuchend. Beruhige dich! Alles wird gut! Enrico hatte kein Zeitgefühl mehr, aber es schien mehrere Minuten zu dauern, bis er wieder klar denken konnte. Er nahm wieder das Fake-Telefon in die Hand und schrieb:

„Ok, ich hab’s kapiert. Du hast mich gehackt. <
Du hast mich beobachtet. Du hast meinen Job gekündigt
und mein Auto abschleppen lassen. Ich komme nicht an mein Geld
und ich kann mich nicht ausweisen. Du hast gezeigt, was du kannst,
jetzt sag mir endlich, was das alles soll!“

> „Du hast dein Handy noch nicht weggeworfen.“

Enrico schnaufte verzweifelt. Er rang mit sich, ob er der Anweisung wirklich Folge leisten sollte. In diesem Moment schien sein Handy das einzige zu sein, was ihm blieb. Da er es aber offenbar nicht mehr benutzen konnte, wie er wollte, weil „Unbekannt“ seine Anrufe steuern konnte, entschied er sich, dass er es genauso gut wegwerfen konnte. Er stand auf, nahm sein richtiges Handy und schaltete es aus. Am Ende der Gasse standen große Müllcontainer. Er ging gerade auf sie zu als das Fake-Telefon klingelte.

> „Nicht einfach in eine Mülltonne, du Idiot!
Wirf es in den Main. Und denk nicht mal dran, die Sim-Karte
oder die Speicher-Karte zu entfernen. Glaub mir, du brauchst nichts
mehr davon.“

Ich werde beobachtet. Enrico wurde wieder schlecht. Er kämpfte gegen den Impuls an, sich umzusehen. Er war sich sicher, sein Peiniger würde sich ohnehin noch nicht zu erkennen geben. Da er nichts mehr zu verlieren hatte, beschloss er, alles zu tun, was dieser Typ verlangte. Zum Main war es nicht weit und Enrico ging zu Fuß. Unterwegs las er die bisherigen Nachrichten von „Unbekannt“ immer wieder durch und überlegte, wer einen Grund haben könnte ihm sowas anzutun und warum ausgerechnet ihm. Als er am Main ankam, hatte er wieder für einen kurzen Moment das aufregende Gefühl des Neuanfangs, welches ihn an seinem ersten Tag in Frankfurt überkam. Er war gerade für den Job in der Bank hergezogen und plante eine rasante Karriere. Von diesem Optimismus war nichts mehr übrig. Innerhalb weniger Stunden wurde ihm so viel genommen, dass es sich wie der logische Schluss anfühlte, dass er nun hier am Ufer stand und sein Telefon im hohen Bogen in den Main warf. Enrico spürte nichts dabei. Auf die nächste Nachricht musste er nicht lange warten.

> „Wie fühlt es sich an?“

„Wie fühlt sich was an?“ <

> „Wie fühlt es sich an alles verloren zu haben?“

„Beschissen. Was willst du hören?“ <

> „Wir sind langsam auf dem richtigen Weg.
Schade, dass du vorhin keine Jacke mitgenommen hast.
Es wird kalt heute Nacht.“

Bis eben hatte Enrico keinen Gedanken an seine Kleidung verschwendet. Zu hastig hatte er vorhin seine Wohnung verlassen, um nach seinem Auto zu sehen. Er trug immer noch seinen Anzug aus dem Büro, auch wenn dieser jetzt nicht mehr wie maßgeschneidert aussah. Hemd und Jackett waren zerknittern und auf den teuren Schuhen waren Spritzer seines Erbrochenen. Seine Hose war dreckig und die Taschen ausgebeult, da er zwei Telefone, seine Schlüssel und sein Portemonnaie bei sich getragen hatte. Enrico fühlte sich genau so, wie er aussah. Er sehnte sich nach einer heißen Dusch und anderen Klamotten. Und wenn er die letzte Nachricht richtig deutete, würde dieses Spiel offenbar noch bis in die Nacht andauern.
Auf dem Heimweg wurde Enrico in der U-Bahn von den meisten Leuten zwar ignoriert, doch ein paar schauten ihn offen abfällig an. Er hatte sich noch nie so unwohl gefühlt. Als er sich vorstellte, wie er selbst jemanden behandeln würde, der so herumlief, fühlte er einen Knoten in der Magengrube. Er hoffte inständig, dass er heute auf niemanden traf, der so war wie er sonst.
Es wurde langsam dunkel, als Enrico vor dem Apartment-Komplex ankam, in dem er wohnte. Er war dankbar, dass es bisher keine neuen Nachrichten gegeben hatte und er hofft, er würde genug Zeit haben, um zu duschen und sich umzuziehen. Wenn es gut lief, konnte er noch etwas essen, bevor „Unbekannt“ sich mit der nächsten bösen Überraschung oder Aufgabe melden würde. Als er durch die Drehtür den Eingangsbereich des Gebäudes betrat, sah Enrico kurz sein Spiegelbild in einer der Scheiben und fühlt sich schlagartig fehl am Platz. Zum Glück war der Eingangsbereich menschenleer und er konnte ungesehen bis zu den Fahrstühlen gelangen. Wie sollte er seinen Anblick erklären, wenn ihn jemand sehen würde. Man würde ihn sicher für einen Penner halten, der das Glück gehabt hatte, einen Anzug im Müll zu finden. Der Fahrstuhl kam und war zur Enricos Erleichterung ebenfalls leer. Endlich habe ich auch mal wieder Glück. In seinem Stockwerk angekommen, sah er erst vorsichtig den Flur hinunter, bevor er sich aus dem Fahrstuhl traute. Endlich vor seiner Tür angekommen, sprang ihm bereits der nächste Schachzug von „Unbekannt“ ins Auge. Sein Namensschild fehlte. Sehr witzig. Seine anderen Tricks waren besser. Er steckte den Schlüssel ins Schloss, doch er passte nicht. Er versuchte es wieder und wieder, rüttelte an der Tür, doch nichts tat sich. Das Schloss musste ausgetauscht worden sein. Zum Glück gab es in diesem Gebäude einen Notdienst für solche Fälle und Ersatzschlüssel. Enrico machte sich also wieder auf den Weg ins Erdgeschoss und legte sich in Gedanken schon die Sätze zurecht, die er sagen wollte, um seine missliche Lage und sein Erscheinungsbild zu erklären, als ihm einfiel, dass er sich nicht ausweisen konnte. So wie ich aussehe, glauben die mir nie, dass ich hier wohne. Aber Enrico musste es versuchen. Er betrachtete sich im Spiegel des Aufzugs und versuchte, zu retten was zu retten war. Er wischte mit der Innenseite seines Jacketts seine Schuhe sauber, fuhr sich mit der Hand ein paar Mal durch die Haare und klopfte den Staub von seiner Hose. Auf geht’s. In einer Ecke des Eingangsbereiches war ein Rufknopf für den Hausmeister-Bereitschaftsdienst. Enrico drückte auf den Knopf und musste keine Minute warten, bis eine Stimme aus dem kleinen Lautsprecher ertönte. „Guten Abend, Hausmeister-Notdienst, was kann ich für Sie tun?“ „Hallo, mein Name ist Enrico Goldschmidt, ich wohne in 9-1-2. Ich bekomme meinen Schlüssel nicht ins Schloss, vielleicht habe ich ihn verbogen oder so. Könnten Sie mir bitte den Ersatzschlüssel aushändigen? Es ist dringend.“ Enrico lächelte in die kleine Überwachungskamera über dem Rufknopf. Ein paar Sekunden lang war nichts zu hören, Enrico wurde ungeduldig. „9-1-2 sagen Sie?“, fragte der Hausmeister zögerlich. „Ja genau.“, erwiderte Enrico. Sein falsches Lächeln fror ein. „Das Apartment steht aktuell leer. Wie war nochmal Ihr Name?“ Das ist nicht möglich. Auf keinen Fall. „Enrico Goldschmidt. Mit -dt.“, sagte Enrico so deutlich er konnte und bemühte sich, seine aufkommende Wut nicht in seine Stimme zu legen. „Es gibt hier keinen Mietereintrag zu dem Namen. Sind Sie sicher, dass Sie im richtigen Gebäude sind?“, fragte ihn der Mann amüsiert. Enrico reichte es. „Ja, verdammt, ich wohne hier!“, schrie er in Richtung der Kamera und stürmte dann aber quer durch den Eingangsbereich nach draußen. Enrico wusste, dass er sicherheitshalber verschwinden musste, falls der Hausmeister die Polizei rief. Er ging zurück zur U-Bahn-Station und setzte sich auf eine Bank, um seine Gedanken zu ordnen. Was mach ich jetzt? Ich kann nirgends hin. Enrico kannte zwar ein paar Leute von der Arbeit, aber keine der Bekanntschaften war intensiv genug, um zu wissen, wo die Leute wohnten. Darüber hinaus hatte die Story seiner Kündigung sicherlich die Runde gemacht und er konnte sich nach alldem bei keinem seiner Kollegen blicken lassen. Ehemaligen Kollegen. Der Nachrichten-Ton durchbrach seine Gedanken. Enrico hatte sich schon gefragt, wann der Typ ihm seinen nächsten Triumph unter die Nase reiben würde.

> „Ich habe noch eine letzte Aufgabe für dich, bevor
ich es beenden werde.“

„Was für eine Aufgabe?“ <

Enrico fragte nicht mal, wie er das mit dem Wohnungsschlüssel gemacht hatte und ob es teuer war, den Hausmeister zu schmieren. Er wollte nur noch wissen, was er tun musste, damit das Ganze vorbei war.

> „Alles, was du tun musst, ist die Nacht zu überstehen.“

„Was? Ich soll einfach die Nacht auf der Straße <
verbringen? Was hast du denn davon?“

> „Ich gebe zu, ich möchte dich noch ein bisschen
leiden sehen, bevor ich morgen einen Schlussstrich ziehe.“

„Das heißt, morgen wird es vorbei sein? <
Ich spiele diese Nacht noch mit und dann lässt du mich in Ruhe?“

> „Nein. Morgen ziehe ich den Schlussstrich unter
dem Leben von Enrico Goldschmidt.“

Enrico hielt den Atem an. Ihm war klar, dass die Person seinen Namen kannte, sonst wären die ganzen Aktionen nicht möglich gewesen. Dennoch bekam es ein neues Gefühl von Realität, als er seinen vollen Namen in der Nachricht las. Was mit „Schlussstrich“ gemeint war, wollte sich Enrico gar nicht ausmalen. Und trotzdem wurde ihm wieder schlecht, obwohl er seit Stunden nichts gegessen hatte.

> „Vergiss nicht: keine Polizei. Wir treffen uns
morgen früh um 08 Uhr auf dem Wohnmobilparkplatz
am Mainufer. Weißt du, wo das ist?“

„Ja.“ <

Enrico wusste nicht, was er denken sollte. Wollte ihm der Typ nur Angst machen? Würde er sich wirklich mit ihm treffen? Und was dann? Es waren zu viele Fragezeichen und Enrico hatte das Gefühl, dass es eigentlich erst losging. Der Typ musste ein Ziel verfolgen. Seine Neugier war größer, als seine Angst und so beschloss Enrico auf jeden Fall am nächsten Morgen bei dem Parkplatz zu sein. Er wollte unbedingt erfahren, wer ihm das alles angetan hatte und warum. Zudem schien er sich ohnehin nicht verstecken zu können, denn „Unbekannt“ schien ihn den ganzen Tag über im Blick gehabt zu haben.
Da es nachts in einer Großstadt wie Frankfurt viele Orte gab, an denen man sich lieber nicht aufhielt, wenn man keinen Ärger wollte und es zudem immer kälter wurde, hatte sich Enrico überlegt, am besten in Bewegung zu bleiben. Ihm fiel kein sicherer Ort ein, wo er wirklich bleiben konnte. An Schlaf war nicht zu denken und da er schon bemerkt hatte, dass er keine Freunde hatte, die ihm jetzt helfen konnten, war es seine beste Option, die nächsten Stunden durch die Straßen zu laufen.
Enrico wich in den nächsten Stunden allen Menschen aus, die er sah. Er verhielt sich so unauffällig, wie es für einen Mann, der nachts in einem dreckigen Anzug durch die Stadt lief, möglich war. In seinen Gedanken spielte er alle Ereignisse immer wieder durch, die seit Freitagabend geschehen waren. Seitdem er das Handy auf seiner Fußmatte gefunden hatte. Dieses verdammte Handy.

Enrico traf knapp eine halbe Stunde zu früh als erster am vereinbarten Treffpunkt ein. Seine Knöchel schmerzten und er war so hungrig wie noch nie in seinem Leben. Sein Kopf war müde von den Strapazen der letzten 24 Stunden. Er hatte in der letzten Nacht alle Stimmungen von Wut über Unglauben bis hin zu Resignation durchlebt. Er fühlte sich wie ein Verurteilter, der jeden Moment vor den Haftrichter treten musste. Oder vor den Henker? Wer auch immer gleich auftauchen würde, hatte ihm alles genommen, wofür er gearbeitet und gelebt hatte. Er konnte sich nicht ausweisen und wusste weder wo sein Auto war noch was mit seiner Wohnung und all seinen Sachen passiert war. Er wusste auch nicht, was gleich geschehen würde. Er wollte nur endlich wissen, wer dafür verantwortlich war. Alles, was in den letzten Stunden geschehen war, lief auf diesen Moment hinaus. Das war der große Show Down.
Da der Parkplatz zu dieser Jahreszeit wie ausgestorben war, hörte Enrico die nahenden Schritte sofort. Er drehte sich um und versuchte in der Dämmerung die Person zu erkennen, die auf ihn zukam. Zu seiner Überraschung war es eine Frau. Er konnte es nicht erklären, aber er hatte sich die ganze Zeit einen Mann vorgestellt.
„Du siehst echt beschissen aus, Rico. Harte Nacht gehabt?“, fragte ihn die Frau. Da sie nun nah genug war, konnte er das Gesicht erkennen, was ihm sofort bekannt vorkam. Er konnte es jedoch nicht einordnen. „Du erinnerst dich nicht an mich, das hatte ich gehofft. Es war riskant, dich in dieselbe Firma zu schleusen, aber nur so konnte mein Plan funktionieren.“ Sie lächelte ihn mit einer Mischung aus Abscheu und Überlegenheit an. Dieselbe Firma? Plötzlich zuckte ein Erinnerungsfetzen durch Enricos müden Kopf. „Sie sind diese IT-Frau. Ich habe Sie bei meiner Einarbeitung getroffen. Sie haben das alles angetan? Warum, was ist denn Ihr Problem mit mir?“ Enrico war fassungslos und noch verwirrter als er es vorher war. Er hatte diese Frau nur ein Mal getroffen. Und was meinte sie mit, „in dieselbe Firma zu schleusen“?
„Gabriela Vogt, IT Security“, stellte sie ihre förmliche Arbeits-Stimme nach, mit der sie Enrico vor wenigen Monaten im Büro begrüßt hatte. „Deine geringe Wertschätzung Frauen gegenüber hat es mir leicht gemacht, Rico. Du hast mir weder richtig ins Gesicht gesehen noch meinen Namen wirklich registriert.“ Enricos Gehirn lief plötzlich auf Hochtouren. Er musterte ihr Gesicht nun umso genauer und versuchte in seinem Gedächtnis eine Verbindung zum Namen Gabriela Vogt zu finden. Sie nennt mich Rico, wir kennen uns offenbar näher. Hatten wir mal was miteinander? Abgesehen davon, dass die Zerstörung seines Lebens in seinen Augen eine ziemlich übertriebene Aktion für eine verflossene Geliebte wäre, hätten die Frauen, mit denen er zusammen war, nie den Schneid dazu. Dennoch erinnerten ihn die Sommersprossen an jemanden. Gabriela. Gabriela. „Ela. Du bist Ela? Marlis Schwester?“ Ihr überlegenes Lächeln flackerte kurz und wich schließlich Schmerz und Verbitterung. Gabriela atmete tief und schluckte bevor sie sagte „So wurde ich seit über drei Jahren nicht mehr genannt. Nur Marli hat Ela zu mir gesagt.“ Es war, als müsste sie sich überwinden, den Namen ihrer Schwester auszusprechen. Enrico verlor den Boden unter den Füßen. Er hatte sich alle möglichen Szenarien ausgemalt, wer einen Grund haben konnte, ihm seinen ganzen Erfolg und seinen Besitz nehmen zu wollen. Ihm dämmerte allmählig, dass es hier nicht um Neid ging. Als er den Schmerz und den Hass in Gabrielas Gesicht sah, wusste er, dass sie den Tot ihrer Schwester rächen wollte.
„Ich finde es furchtbar, was Marli getan hat. Bestimmt weißt du, dass wir uns kurz davor getrennt haben, aber ich bin doch nicht für ihre Tat verantwortlich.“, beteuerte Enrico verzweifelt. „Wer konnte denn damit rechnen?“ „Du wusstest genau, dass sie labil war. Du hast sie Stück für Stück gebrochen. Marli ist dir blind verfallen und du hast das ausgenutzt. Sie war doch nur ein Spielzeug für dich! Glaubst du, Marli hätte mir nicht alles erzählt? Sie war meine Zwillingsschwester, wir haben uns alles erzählt.“ Gabriela fauchte Enrico beinahe an. Ihr Gesichtsausdruck und ihre Körperhaltung hatten sich komplett verändert. Ihre Augen funkelten Enrico wütend an und sie sah aus, als müsste sie ihre ganze Selbstbeherrschung aufbringen, um ihn nicht anzugreifen. Enrico musterte Gabriela nervös von Kopf bis Fuß, um zu sehen, ob sie womöglich bewaffnet war. Er traute ihr alles zu.
„Gabriela, ich weiß nicht, was ich dir sagen soll. Ich kann es nicht mehr rückgängig machen und was du mir angetan hast, bringt sie doch auch nicht zurück.“, versuchte Enrico verzweifelt an ihre Vernunft zu appellieren.  Er sah sie flehend an und machte ein paar Schritte auf sie zu. „Rede nicht mit mir, als wäre ich verrückt. Ich weiß doch, dass sie nie zurückkommen wird! Aber ich werde endlich für Gerechtigkeit sorgen.“ Gabriela sah wieder gefasster aus, die Augen weiterhin fest auf Enrico gerichtet. „Marli hat unseren dreißigsten Geburtstag nicht mehr erlebt. Und ich sorge dafür, dass du deinen auch nicht erleben wirst.“ Ihre Stimme klang bedrohlich. „Komm schon, Gabriela. Willst du mich wirklich umbringen? Du hast mir schon alles genommen. Ich habe nichts mehr! Wozu machst du dir die Mühe, wenn du mich jetzt umbringst?“ Gabriela lachte kurz. „Es ist unglaublich, Rico. Selbst jetzt kannst du deine Arroganz nicht ablegen und redest mit mir, wie du immer mit Frauen umgehst. Denkst du wirklich, jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um mich zu belehren?“ Enrico konnte nichts erwidern. „Ich erkläre dir mal, wie die letzten drei Jahre für mich waren. Mit Marli ist ein Teil von mir gestorben und ich sage das nicht nur so. Du hast einen Teil von mir genommen. Auch wenn Marli Selbstmord begangen hat, weißt du tief in deinem Inneren, dass du ihr das angetan hast. Du hast sie dazu getrieben und es hat mir mein Herz aus der Brust gerissen!“ Gabriela machte eine Pause und schluckte ihren Schmerz runter. „Seit knapp einem Jahr kann ich endlich an etwas anderes denken als die Leere. Ich weiß, ich werde erst dann Ruhe finden, wenn es die Person, die mir meine Schwester genommen hat, nicht mehr gibt. Darum machte ich dich ausfindig und arbeitete an meinem Plan, dein Leben auszulöschen.“
Enrico starrte sie fassungslos an. Sie meint es ernst. Sein Körper war regungslos, doch sein Herz schlug so schnell wie nie zuvor. Am liebsten wäre er einfach losgerannt, doch seine Beine rührten sich nicht. Erst nach ein paar Sekunden brachte er den Mut auf zu fragen „Wie wirst du es tun?“ Seine Stimme zitterte. Gabrielas Gesicht veränderte sich. Sie sah ihn nun wieder mit der Mischung aus Abscheu und Überlegenheit an. „Ich bin schon dabei, Rico. Hast du es noch nicht verstanden? Ich bin nicht wie du. Ich treibe Menschen nicht in den Selbstmord. Und selbst, wenn ich es versucht hätte, wärst du viel zu selbstverliebt, um dich umzubringen. Dazu kommt leider, dass ich auch kein Blut sehen kann.“ Sie lachte, als hätte sie den Verstand verloren. Macht sie sich über mich lustig? Und was meint sie damit, sie ist schon dabei? Hat sich mich vergiftet? Enrico überlegte, doch er hatte seit Stunden nichts mehr gegessen. „Das ist sadistisch, sag mir einfach, was du getan hast!“, flehte er sie an. „Sadistisch! Ha!“ Nun lachte Gabriela wirklich. „Dass ausgerechnet du das sagst, ist wirklich witzig, Rico. Dir bereitet es doch Vergnügen, anderen Schmerz zuzufügen. Ich weiß alles über dich, schon vergessen? Ich habe alles über dich herausgefunden. Das war Phase eins meines Plans. Zum Glück ist das heutzutage wirklich einfach für jemanden mit meinen Fähigkeiten. Und Enrico, ganz ehrlich, ich habe in Abgründe gesehen, die ich nicht mal dir zugetraut hätte.“ Gabriela sah ihn angewidert an. „Das einzige Gute daran war, dass ich dadurch hilfreiche Unterstützung für die Umsetzung meines Plans erhielt. Du hättest sicher nie gedacht, dass es sich mal so rächen würde, dass du Frauen wie Dreck behandelst. In Phase zwei habe ich dir mit ihrer Hilfe nach und nach die Kontrolle genommen, die du so liebst. Erst nahm ich dir, was dir am wichtigsten war und schließlich nahm ich dir einfach alles, was du besitzt. Und dabei hatte ich dich immer im Blick. Ich gebe zu, ich habe es wirklich genossen, dich leiden zu sehen.“ „Du bist wahnsinnig!“, entgegnete Enrico wütend. „Du spielst dieses Spiel mit mir, nur zum Vergnügen?“ Enrico sah Gabriela fest in die Augen, doch sie hielt seinem Blick stand. Er konnte die Entschlossenheit in ihren Augen sehen und wusste, dass nichts, was er sagte sie von Ihrem Vorhaben abbringen würde. „Weißt du, Gabriela“, sagte er mit resignierter Stimme, „ich habe schon nichts mehr, wofür es sich zu leben lohnt. Bringen wir es hinter uns.“
Gabriela sah ihn intensiv an, als wollte sie seine Gedanken lesen. „Dann weißt du, wie ich mich vor drei Jahren gefühlt habe. Und obwohl ich zugeben muss, dass ich wirklich mit dem Gedanken gespielt habe, Enrico: es ist nicht mein Ziel, dich tot zu sehen.“ Enrico verstand nichts mehr. „Enrico Goldschmidt muss sterben und er ist auch so gut wie tot. Genau genommen, existiert er gar nicht mehr.“ Gabriela sah in Enricos verwirrtes Gesicht und wusste, dass sie noch deutlicher werden musste. „Ich habe dir deine Identität genommen! Deine Identität sind nur Daten und Daten kann man löschen. Das ist, was ich getan habe. Es gibt dich in keiner Datenbank mehr, in keinem System, als hättest du nie gelebt. Und das ist es, was ich mir wirklich wünsche.“ Enrico wusste nicht, was er sagen sollte. Zum einen war er erleichtert, dass er heute nicht sterben würde. Andererseits durchdrang ihn in diesem Moment die Bedeutung dessen, was Gabriela zu ihm gesagt hatte. Ich existiere nicht mehr? Aber ich stehe doch hier. Es gibt Leute, die mich kennen. „Was ist mit all den Menschen, die sich an mich erinnern? Sie wissen doch, wer ich bin. Du kannst keine Erinnerungen löschen.“, entgegnete er schließlich. „Da hast du ausnahmsweise recht, Rico. Aber frag dich mal, was das für Erinnerungen sind, die du bei den Leuten hinterlässt. Du behandelst die meisten Menschen wie Dreck. Denkst du nicht auch, dass sie froh sein können, dich zu vergessen?“ Obwohl sie ruhig mit ihm sprach, hatte Enrico das Gefühl, Gabriela würde ihn anschreien. Ihre Worte trafen ihn mehr als alles, was jemals jemand zu ihm gesagt hatte. Sie hat recht. „Mir ist bewusst, dass ich dir damit auch einen Gefallen tue. Du hast die Chance neu anzufangen und ich kann dir nur raten, es auch zu tun. Ich hoffe, dass es nie wieder einem Menschen in deiner Gegenwart so geht, wie Marli.“ Gabriela sah Enrico nochmal tief in die Augen. Er konnte in ihrem Blick erkennen, dass sie in diesem Moment Frieden mit der Vergangenheit schloss. In ihrem Verständnis von Existenz hatte sie Enrico Goldschmidt ausgelöscht. Die ganze Anspannung und Todesangst fielen schließlich von Enrico ab. Gabriela wusste, dass er erkannt hatte, welche Chance sie ihm damit bot. Ohne ein weiteres Wort drehte sie sich um und ging langsam in Richtung Hauptstraße. Nach ein paar Metern stoppte sie und sagte, jedoch ohne sich umzudrehen „Vergiss nicht, ich bekomme alles mit, was du tust. Solltest du versuchen, Enrico Goldschmidt auf irgendeinem Weg wiederzubeleben, dann decke ich alle seine Schandtaten mit auf.“ Dann ließ sie ihn endgültig allein auf dem großen Parkplatz zurück. Enrico atmete tief aus, als hätte er die letzten dreißig Minuten die Luft angehalten. Er drehte sich um zur Skyline Frankfurts. Zu seiner Überraschung fühlte er sich frei. Wahrscheinlich zum ersten Mal in seinem Leben.

56 thoughts on “Das Ende von Enrico Goldschmidt

  1. Diese Geschichte ist sehr spannend geschrieben , musste sie sofort bis zum Ende lesen !
    Ich mag solche Geschichten sehr!
    Es kommt beim lesen keine lange Weile auf , man möchte unbedingt wissen wie es weitergeht und mag das “ Buch “ nicht aus der Hand legen!

    1. Hallo liebe Heike, von dir kam mein erster Kommentar, das freut mich total und dann hast du noch so ein schönes Lob da gelassen. Hab vielen Dank dafür, es freut mich sehr, dass dir meine Geschichte gefallen hat und sie dich so gefesselt hat.

      LG, Holly

    1. Hallo Vivchen,

      bitte entschuldige meine späte Antwort. Ich möchte mich aber noch bei dir für deinen lieben Kommentar bedanken. Es freut mich wirklich, dass dich die Geschichte fesseln konnte und dass du meine Skizzierung von Enrico Goldschmidt gelungen findest.

      LG, Holly

    1. Hallo Anja,
      vielen Dank für deinen lieben Kommentar! ich freue mich, dass du findest, ich hätte nicht viel geschwafelt, denn ich hatte schon die Befürchtung, dass meine Geschichte zu lang ist und ich nicht schnell genug zum Punkt komme. Ich freue mich, dass es dir trotz der Länge spannend genug war und du sie in einem Rutsch lesen konntest.

      LG, Holly

  2. Hat mir sehr gefallen, deine Geschichte. Die Art der Rache ist mal eine ganz andere hier, und fast noch beängstigender, als wenn Rico körperlich bedroht würde!

    Vielleicht hast du ja Lust,auch meine Geschichte zu lesen >>Glasauge
    Über ein Feedback von dir würde ich mich sehr freuen.

  3. Eine sehr gelungene Idee. Das Ende ist strafend und befreiend zugleich. Zu Beginn ist Enrico für meinen Geschmack, als er das Handy in der Hand hält, zu schnell zu aufgeregt. Eine halbe Stufe tiefer wäre meiner Auffassung nach treffender in dieser Situation gewesen. Dies ist durchaus meckern auf hohem Niveau. Alles in allem eine gelungene Geschichte, die gut aufbaut, die Spannung hält, kurz eine gewisse Ruhe einkehren lässt, um anschließend aufgelöst zu werden und Zufriedenheit zurücklässt. Bravo.

    1. Hallo Cindy,
      entschuldige bitte meine späte Antwort, aber ich möchte dir unbedingt für dein Feedback danken! Zum einen bin ich extrem froh, dass du das Ende meiner Geschichte so wahrgenommen hast, wie du es beschreibst, das hat vorher noch keiner so auf den Punkt gebracht. Das freut mich wirklich wahnsinnig, dass es so bei dir angekommen ist.
      Darüber hinaus ist für mich dein Kritikpunkt bzgl. Enricos Reaktion zu Beginn sehr hilfreich! Ich war mir nicht ganz sicher, wie ich den Spagat schaffe, zwischen einer steigenden Anspannung, die Enricos Reaktion auch beim Leser erzeugen sollte und dennoch die Authentizität nicht zu verlieren. Der Tanz auf dem Drahtseil 😀 hab vielen Dank für deine Einschätzung, ich nehme es mir definitiv mit für zukünftige Projekte.

      LG, Holly

  4. Moin,

    tolle Storie! Das Thema Identität mal von einer ganz anderen Seite beleuchtet. Was für ein perfider Plan.

    Deine Geschichte war schlüssig aufgebaut und dein Schreibstil hat mir auch gut gefallen. Das war doch sicher nicht deine erste Geschichte die du geschrieben hast, oder?

    Hatte alles was man bei einer Kurzgeschichte erwartet. Gute Einleitung und ein sehr, sehr gutes Ende. Es geht also auch ohne Mord und Totschlag eine durchweg spannende Geschichte zu erzählen. Darauf kannst du stolz sein.

    Mein Like lass ich dir gerne da und wünsche dir alles Gute für’s Voting.

    LG Frank aka leonjoestick ( Geschichte: Der Ponyjäger)

    1. Hallo Frank,
      auch wenn wir schon per Instagram im Austausch waren, fällt mir gerade noch etwas ein, was ich dir noch schreiben wollte 😀 doch, es war tatsächlich meine erste Geschichte, die ich je geschrieben habe. Ich beginne gerade erst mit dem Schreiben und hatte einen Roman begonnen – wie so viele – und habe die Arbeit (die auch noch gaaaaanz am Anfang war) durch die Aktion von Sebastian Fitzek für diese Kurzgeschichte unterbrochen. Von daher hat es mich besonders gefreut, dass es dir so schwer fällt zu glauben, dass dies meine erste Geschichte war 😉

      Hab vielen Dank für die Blumen und den Austausch auf Instagram,
      LG, Holly

  5. Liebe Holly,
    du hast eine sehr spannende Geschichte geschrieben, die mir ausserordentlich gut gefallen hat. Es ist schon eine erschreckende Vorstellung, dass man durch Vernichtung aller Daten, auch ein Menschenleben ausradieren kann. Das war eine tolle Idee! Ich find es immer wieder überraschend, wie die vereinbarten Parameter unseres Schreibwettbewerbs umgesetzt wurden. Auch dein Schreibstil hat mir gut gefallen. Ich habe alles flüssig lesen können und bin über nichts „gestolpert“. Ich habe dir sehr gern ein Like dagelassen. 🙂
    Liebe Grüße
    Angela
    PS: Falls du magst, …, meine Geschichte heißt „Stunde der Vergeltung“ 🙂 https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/stunde-der-vergeltung

  6. Liebe Holly,

    eine mega spannende Geschichte hast du da geschrieben. Mit einem unerwartenden Ende und einer Chance für den Bösewicht, der sich ja offensichtlich befreit fühlt. Tolle Idee! Durch deinen flüssigen Schreibstil bin ich von Anfang an dran geblieben und habe die Geschichte in einem Rutsch durchgelesen.
    Mein Like hast du. Toll gemacht :-).
    Weiterhin viel Glück und liebe Grüsse
    Kerstin

    Falls du Lust hast, lass ich auch den Link zu meiner Geschichte da.
    https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/das-maedchen-dana

  7. Liebe Holly,
    „Ich habe dir deine Identität genommen! Deine Identität sind nur Daten und Daten kann man löschen.“ 😱
    Erschreckend, wenn ich mir vorstelle, dass ein IT-Spezialist im Bürgeramt nur auf ein Knöpfchen drücken müsste und dann … ist deine Identität ausgelöscht!
    Ich wusste während des Lesens nicht, ob ich lachen 😃 oder weinen 😥sollte. Erst dieses geheimnisvolle Paket, diese Arroganz deiner Hauptfigur, Kündigung, Konto leer, Auto weg, obdachlos … Zu Beginn fand ich Enrico sympathisch, dann später entpuppte er sich als jemand, mit dem ich unter keinen Umständen Bekanntschaft schließen möchte, am Ende hatte ich nur noch Mitleid mit ihm.
    Du bist mir vor zwei Tagen aufgefallen, als du kurz nach mir die Geschichte von Charlie kommentiert hast. Bisher bin ich deinem Namen noch nicht begegnet, da bin ich neugierig geworden 😉. Du schreibst wahnsinnig professionell und ich habe die Irrungen und Wirrungen von Enrico auf jeder Seite mit Spannung verfolgt. Was man alles aus den vorgegebenen Parametern zaubern kann, ich bin jedes Mal ganz baff! Unglaublich!!! Und es muss auch nicht immer jemand am Ende sterben, Happy End!! Wunderbar! Schreib bitte, bitte weiter. Du hast Talent!
    Ich lasse dir sehr gern mein ❤ da. Wenn du Lust auf meine Geschichte an diesem sonnigen Augustwochenende hast, sie heißt „Happy birthday“ 🥂.
    https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/happy-birthday
    Liebe Grüße,
    Martina
    PS: Einen Link zum Anhören findest du oben in meinem Profil.

    1. Hallo Martina, trotz später Antwort Dame ich die herrlich für dein Feedback und dass du dir die Zeit genommen hast, so ausführlich zu schreiben. Toll, dass ich es schaffen konnte, bei dem begrenzten Platz trotzdem die Hochs und Tiefs von Enrico abzubilden. Den wie im echten Leben sollte auch er nicht einfach nur der Gute oder der Böse oder das Opfer oder der Täter sein. Und fraglich ist ja auch, ob jemand gleich den Tod verdient hat, nur weil er ein Arsch ist 😄 ich freue mich jedenfalls, dass meine Geschichte so unterschiedliche Gefühle bei dir hervorrufen konnte 😉
      Deine Geschichte werde ich auf jeden Fall auch noch lesen, ich denke spätestens morgen schaffe ich es. Ich bin schon ganz gespannt.

      LG und vielen Dank nochmal, Holly

  8. Hallo Holly,

    zu Beginn gleich mal Danke für Dein Herzchen und den Kommentar unter meiner Geschichte („Und der Tod fragte sich, wer er eigentlich ist?“)

    Deine Geschichte hat mir gut gefallen. Ich achte immer besonders auf den Schluss, denn damit entlässt man den Leser ja. Ist Dir toll gelungen!

    Herzchen hab ich Dir gerne da gelassen.

    Liebe Grüße von der Charlie

  9. Hallo,
    ich bin gerade einfach durch die noch nicht von mir gelesenen Geschichten geschellt und bei Deiner herausgekommen. Ich habe gerade Pause in der Arbeit und habe mir damit wunderbar und in spannender Erwartung die Zeit vertrieben – besser kann es ja nicht sein, vielen Dank für die tolle Geschichte 🙂
    Daher lasse ich Dir gerne ein Herzchen da!
    Vielleicht magst Du ja auch bei mir „vorbeilesen“ und bei Gefallen meine Geschichte Liken?
    Ich würde mich sehr freuen!

    Liebe Grüße
    Anna (Die Nachtschicht)

  10. Liebe Holly,
    ich bin ehrlich gesagt mega begeistert von deiner Geschichte. Hat definitiv mehr Likes verdient!!! Ich musste sofort an American Psycho denken 😀 Und ich lieeeebe Geschichten mit ‚bösen‘ Protagonist*innen. Ich kann mir deine Geschichte übrigens sehr gut als Buch vorstellen, wenn du die Vergangenheit Enricos noch etwas ausbaust und mehr von seinen Opfern einführst und so noch falsche Fährten legst… Also vielleicht mit zwei diachronen Erzählsträngen, wenn du verstehst, was ich meine 🙂
    Allein den Titel find ich schon großartig – irgendwie wirken Geschichten gleich viel epischer, wenn man die Protagonist*innen mit vollem Namen einführt. Lustiges Phänomen.
    Das mit den SMS-Nachrichten fand ich auch sehr kreativ gelöst! Ich finds überhaupt toll, dass u mit dem Handy weitergearbeitet hast und es nicht einfgach irgendwie mal eingebaut hast, weil das halt die Aufgabe war.
    Also nochmal: ich bin echt beeindruckt, dein Schreibstil wirkt total professionell. Und wenn du aus der Geschichte ein Buch machst, sag Bescheid, ich kaufe es bestimmt 😉
    Liebe Grüße, Ann-Kristin („Nacht der Unschuld“)

  11. Hi Ann-Kristin,
    dein Kommentar hat mich so sehr gefreut, vielen lieben Dank dafür! Dass dir so viele Details an meiner Geschichte gefallen haben, die ja eigentlich gar nicht im Fokus stehen, machen mich echt stolz, weil ich diese Details bewusst so entschieden habe (voller Name, Handy beibehalten in der Story, Hauptcharakter, der zwar das Opfer in dieser Geschichte ist aber trotzdem kein Unschuldslamm) – echt mega 🙂
    Und ich habe tatsächlich in der Planung der Geschichte sooooo viele Sachen noch zu den Figuren ausgearbeitet, die es aus Platz-Gründen nicht in die Geschichte geschafft haben, dass ich wirklich überlegt habe, ein Buch aus der Story zu machen. Wahrscheinlich wird es aber eher eine Reihe von Kurzgeschichten, denn ich finde es auch ganz schön, den Grundgedanken vom Wettbewerb mit der Kurzgeschichte als Rahmen weiter zu führen. Du kannst mir gern auf Instagram folgen, denn dort werde ich meine weiteren Kuzrgeschichten dann mit der Welt teilen (–> holly.conrad.books)

    Deine Geschichte habe ich mir eben vorgemerkt und werde sie auch bald lesen und bin schon sehr gespannt 🙂

    LG und vielen Dank nochmal für dein riesen Lob <3
    Holly

  12. Achtung Spoiler!

    Liebe Holly,

    ich war ganz fest der Meinung, dass ich deine Geschichte schon gelesen hatte – bis ich den ersten Satz gelesen habe 😀 Direkt zu Anfang muss ich dir sagen, dass ich, als ich den im großen Block geschriebenen Text gesehen habe, etwas schlucken musste. Mir wäre egal, wenn der Text doppelt so lang ist, dafür aber ein paar mehr Absätze hat. Das erleichtert das Lesen ungemein.
    Ansonsten fand ich die Idee sehr gut, sie hat mich an Splitter von Sebastian Fitzek erinnert, aber das Ende fand ich bei dir sogar besser (Splitter hat mich sehr enttäuscht). Dass sie seine gesamte Identität auslöschen möchte, finde ich super interessant und habe es bisher noch nie gelesen – daher Hut ab für deine Kreativität.
    Was mir am Ende nicht so gut gefallen hat, ist, dass der „Böse“ ein Charakter war, der vorher nie erwähnt wurde. Das ist in etwa so, als würdest du eine Krimi/Mystery-Serie verfolgen und in der letzten Folge, auf die alle warten, wird einfach ein neuer Charakter eingeführt und der war am Ende der Schuldige. Da war dann das ganze Rätselraten umsonst. Ich hoffe, du verstehst, was ich meine. Wenn du Ela am Anfang der Geschichte mal erwähnt hättest, sie ihm zum Beispiel nach seiner Kündigung hilft, seine Zugangsdaten in seiner Firma zu löschen, dann wäre das etwas anderes (Foreshadowing nennt man das auf Englisch).

    Auch erklärst du das Motiv, weshalb jemand hinter ihm her ist, sehr früh. Vielleicht könntest du den Absatz, in dem du die Szene mit Marlene beschreibst, erst ganz am Ende bringen. Es wäre nur natürlich, wenn Enrico in seiner Art und Weise sich erst ganz zum Schluss an diese Geschichte erinnert – in dem Moment, in dem ihm klar wird, dass er da ihre Schwester vor sich hat. Oder du könntest sie aufteilen und immer mal wieder einen Bruch in die Hauptgeschichte bringen, um ein paar Zeilen über damals zu schreiben. Ohne allerdings direkt klarzumachen, dass sich seinetwegen jemand umgebracht hat. Das brächte noch einmal ein bisschen Spannung mit rein, weil man überlegt, was er denn so Schlimmes angestellt hat.

    Ein paar Dinge kamen mir komisch vor. Zum Beispiel, dass er keinen Kontakt mit niemandem aufnimmt. In einem solchen Fall würde ich erst Recht nachforschen, auch wenn ich niemandem vertraue, um zumindest eine Spur zu bekommen. Ich persönlich könnte nie im Leben das Handy so lange unberührt lassen. Ebenfalls sind die Maßnahmen bei seiner Kündigung, zum Beispiel dass er nicht alleine an seinen Arbeitsplatz gehen darf, meiner Meinung nach etwas überzogen.
    Die 110 in einem solchen Fall zu wählen, finde ich auch übertrieben. Die 110 wählt man ja nur in einem akuten Notfall, in dem man sofort, unmittelbar in diesem Moment Hilfe braucht. Er könnte auch einfach die Festnetznummer des örtlichen Polizeireviers wählen und die helfen ihm dann.

    Zu den „handwerklichen“ Vorschlägen: Am Anfang könntest du ein wenig mehr Show, don’t tell verwenden, zum Ende hin machst du das allerdings sehr gut. An einer Stelle denkt Enrico etwas, das ist allerdings nicht in wörtlicher Rede oder kursiv verfasst, daher war ich dort etwas verwirrt, das könnte man nochmal umformatieren. Und zu guter letzt schreibt man bei wörtlicher Rede keinen Punkt am Ende, wenn der Satz danach noch weitergeht. Man schreibt also beispielsweise

    „Ich gehe gleich in den Supermarkt und kaufe Tomaten“, sagte Martina.

    Bei Ausrufezeichen oder Fragezeichen ist das nicht der Fall 🙂

    So, das waren jetzt ganz viel Kritik und Verbesserungsvorschläge. Es soll aber nicht so rüberkommen, als hätte mir deine Geschichte nicht gefallen. Das Gegenteil ist nämlich der Fall. Die Idee und die Umsetzung sind sehr gut. Ich finde deinen Schreibstil besonders zum Ende hin ganz toll, besonders für jemanden, der gerade erst angefangen hat zu schreiben! Wirklich, wirklich gut. Ich kann mir deinen Text sehr gut in der eBook-Anthologie vorstellen und daher bekommst du auch ein Herzchen von mir.

    Wenn du magst, können wir über einzelne Punkte sehr gerne bei Instagram (@leahschreibt) sprechen. Ansonsten wünsche ich dir noch viel Erfolg und drücke dir die Daumen für die Abstimmung!

    Liebe Grüße,
    Leandra (Versteckspiel)

    1. Hallo Leandra, hab Tausend Dank für deine sehr ausführlichen und sehr offenen Worte! Das bedeutet mir, dass du dir so viel Zeit nimmst und mir Tipps gibst. Da ich ja wirklich noch eine blutige Anfängerin bin, sauge ich hier alle Tipps auf, die ich finden kann – auch die unter anderen Geschichten 😀 ich hoffe, ich kann vieles davon in der Zukunft umsetzen.

      Manche Dinge sind ja nicht unbedingt „handwerklich falsch“, sondern eher Stil oder eben Geschmackssache und so habe ich manche Punkte, die du auch ansprichst zum Beispiel bewusst so gewählt oder so umgesetzt – einfach, weil es mir so am besten gefällt. Ich muss dann einfach in Kauf nehmen, dass es nicht jedem gefällt. Das ist aber für mich in Ordnung. Ich hoffe, du kannst in Zukunft noch weitere Geschichten von mir lesen.

      Vielen Dank auch für dein Herz, darüber freue ich mich sehr 🙂

      LG, Holly

      1. Hallo, Holly,
        ich würde mir auch gar nicht anmaßen wollen, etwas als „handwerklich falsch“ zu bezeichnen, weil ich dafür ganz ehrlich gesagt viel zu wenig Ahnung habe – mal abgesehen davon, dass ich auch eigentlich der Meinung bin, dass es bei Texten kein handwerklich falsch gibt. Solange man beim Schreiben Spaß daran hat und anschließend Leser findet, die es begeistert, ist es mir persönlich egal, was einige professionelle Lektoren oder Verleger dazu sagen. 🙂
        Ich kommentiere hier immer und ausschließlich nach meinem eigenen Geschmack und finde es umso spannender und eindrucksvoller zu sehen, welche Dinge die Autoren wirklich bewusst wählen, um etwas Bestimmtes in dem Leser zu erzeugen. Auch wenn es mir in dem Moment nicht soo gut gefällt, muss das ja nicht heißen, dass es wem anders nicht gefallen kann. So unterschiedlich wie die Autoren sind, sind auch die Leser.

        Viel Erfolg weiterhin!
        Leandra

  13. Mich freut es sehr dir das 40 ♥ geben zu dürfen.
    Eine wirklich tolle Idee, die aus deiner Feder entsprungen ist.
    Das Ende hat mir wirklich an Besten gefallen, es ist mal etwas anderes.
    Und irgendwie hat das Ende auch etwas Positives.

    Mach weiter so, ich drücke dir erst einmal die Daumen für das e-book. Und dann für weitere tolle Geschichten.

    Falls du auch Lust hast meine Geschichte zu lesen, würde ich mich über eine Bewertung freuen.

    https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/verloren-einfach-alles-verloren

    LG Lydia

  14. Liebe Holly,

    deine Geschichte hat mich in ihren Bann gezogen, ich konnte einfach nicht aufhören zu lesen und fand sie super spannend.

    Ich bin zwar hin- und hergerissen, ob ich ihm tatsächlich einen Neustart gönne, aber ich finde es ein gelungenes Ende für deine Geschichte.

    Nur zu gut könnte ich mir vorstellen, einen Roman von dir zu lesen 🙂

    Viel Erfolg weiterhin beim Schreiben,
    LG Yvonne / voll.kreativ (Der goldene Pokal)

  15. Liebe Holly,
    wow, was für eine Geschichte, gefällt mir sehr, sehr gut. Und noch dazu, weil kein Mord – mit Ausnahme des Selbstmordes – vorkommt, Das Ende finde ich gut gelungen, dass er davon kommt ohne Identität, hätte ihn aber eher verzweifeln lassen als ihn frei zu fühlen. Aber das ist nur meine subjektive Meinung, tut der ganzen Geschichte keinen Abbruch.
    Meinen Like hast du.
    Herzliche Grüße Monika
    (Quälende Erinnerungen)

  16. Moin, Holly (willkommen auf der Zielgeraden)! Och, ich dachte, nun haucht er seinen letzten Atem aus. Na gut – ist ja auch mal was andres, mal gucken, was es mit ihm macht. Er hat ja jetzt zumindest das Wissen, dass sowas passieren KANN.
    Also, mir hat die Geschichte gefallen! Hab sie – na klar! – auch schon geliked!

    Kollegiale Grüße!
    Kathrin aka Scripturine / https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/die-nacht-in-der-das-fuerchten-wohnt … über Deinen Gegenbesuch (möglichst so bis 23.50h, falls Du es einrichten kannst 😉 ) freue ich mich 🙂

  17. Hallo Holly!

    Viele guten Dinge kommen zum Schluss – deine Geschichte z.B. 😉 Bin froh, dass ich noch rechtzeitig darauf gestoßen bin! Mir hat deine Geschichte ausgesprochen gut gefallen – eigentlich bin ich sogar richtig begeistert! Natürlich bekommt sie auch ein Like von mir – höchst verdient!

    LG, Florian

    PS. Würde mich sehr freuen, wenn du auch meine Geschichte lesen, mir vlt einen Kommentar und wenn sie dir wirklich gut gefällt sogar ein Like hinterlassen würdest.

    https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/schach-matt

  18. Hej, Holly.
    Da ich leider vorher nicht genug Zeit dafür finden konnte, versuche ich gerade, sozusagen in den letzten Zügen des Votings noch möglichst viele Geschichten zu lesen…und ich bin sehr froh, dass ich auf Deine gestoßen bin! Das ist für mich bislang einmal etwas ganz Anderes. Kein Blut und Gemetzel, keine …sagen wir außergewöhnliche Schandtat, die nach Rache schreit….Eben `einfach ´ ein Riesen-A…, das nach allen Regeln der Kunst abgestraft wird. Du hast in einem angenehmen Schreibstil und sehr bildlich Deine Geschichte verfasst und mich als Leserin von Anfang bis zum Ende gefesselt. Was mir besonders gefällt, ist das beinahe weise Ende, welches selbst dem Menschen formerly known as Enrico 😉 noch eine Perspektive eröffnet.
    Kleinkrämerei spare ich mir ;)….Deine Geschichte hat mich mitgenommen und gut unterhalten und das ist das Ziel! Und der grosse, absatzlose Block hat mich glücklicherweise nicht abgeschreckt =) , meine Kurzgeschichte sieht genauso aus ;)))
    Wenn Du magst, lies sie und lass mir ein paar Worte da.
    Auf jeden Fall – bitte – schreib´ immer weiter, ich würde gern mehr von Dir lesen.
    Deshalb…kurz vor Feierabend noch mein Herz 😉

    Liebe Grüsse,

    lotte.quint……“Die Andere“….
    https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/die-andere-2

  19. Nabend!

    Zum Glück habe ich Deine Geschichte noch gefunden, bevor das Voting endet. Mein Like und ein kleines Feedback hast Du Dir verdient. Wirklich eine gut geschrieben Geschichte.

    Sie kommt, das wurde ja schon erwähnt, ohne Gewaltorgien aus. Damit hast Du schon viel erreicht. Dein Schreibstil ist angenehm und das Ende erfrischend anders als sonst.

    LG aus Hamburg
    Chris
    https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/identitaet-6

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