FreiciskaDas unbekannte Bekannte

Die Welt um mich herum war grau und taub, so wie meine Wahrnehmung. Ich fühlte mich unendlich leer und wusste nicht  einmal warum. Wo ging ich hin? Wo kam ich her? Wenn ich versuchte, irgendeinen klaren Gedanken zu fassen, entglitt er mir sofort wieder, als wäre er aus Butter. Vielleicht war ich auch einfach nicht stark genug, um ihn festzuhalten. Denn die Müdigkeit hatte meinen Kopf fast vollständig in ihren wabernden Nebel eingehüllt. Die Gebäude um mich herum verschwammen zu einem einzigen dunklen Einheitsbrei, in welchem die fremden Gesichter der Menschen, die mir auf meinem ziellosen Weg begegnete, langsam untergingen. Wer bin ich?

Plötzlich erschien vor mir in der Dunkelheit ein leuchtender Fleck. Er war fast schon grell und blendete meine müden Augen. Heftig blinzelnd ging ich weiter voran, dem Licht entgegen. Zum ersten Mal seit einer Ewigkeit hatte ich wieder ein Ziel vor Augen – wenn ich auch nicht wusste, was es war.

Je näher ich kam, desto mehr gewöhnte ich mich an das Licht. Es war das hell erleuchtete Display einer kleinen Digitalkamera. Reflexartig hob ich sie auf und betrachtete den Bildschirm genauer. Nun erkannte ich, dass es nicht nur hell, sondern auch noch bunt leuchtete. Das abgebildete Foto zeigte ein kleines Häuschen inmitten einer Farbenpracht an Blumen, Bäumen und Büschen. Ein rötlich gepflasterter Weg schlängelte sich zwischen dem satten Gras hindurch bis zu der hölzernen Haustür. Ich konnte die Wärme, die von diesem Bild ausging, förmlich auf meiner Haut spüren. Das tat so gut. Mit meinem rechten Zeigefinger strich ich sacht über das Display. Ein sanfter Ruck fuhr durch meinen Körper. Es fühlte sich an, als würde ich fallen – aber vorwärts.

Das Haus wirkte plötzlich riesengroß, als ich zu ihm hinauf schaute. Jetzt konnte ich sogar die Vögel in den Bäumen zwitschern hören. Es kam mir so vor, als wäre ich vorhin aus einem dunklen Traum herausgerissen worden und an diesem wundervollen Ort hier erwacht. Ich wedelte glucksend mit meinen kurzen Ärmchen und tapste Schritt für Schritt auf das Haus zu. Mit einem sanften Plumpsen landete ich auf meinem Hintern und fing an zu lachen. Es war das herzerwärmende Lachen eines kleinen Kindes. Eine melodische Stimme drang an mein Ohr. Ich konnte nicht verstehen, was genau die Frau sagte, aber das war auch nicht notwendig, denn ich spürte die Liebe und Geborgenheit heraus. Ich blickte strahlend zu ihr auf und ehe ich mich versah, befand ich mich in ihren Armen. So musste sich pures Glück anfühlen. Ich liebe dich auch, Mama!

Eine einzelne Träne lief mir über die Wange, aber nicht aus Traurigkeit – im Gegenteil, ich verspürte ein angenehm warmes Prickeln in meinem Inneren. Wann hatte ich mich das letzte Mal so gefühlt? Ich wusste es nicht mehr. Die Kamera hielt ich andächtig in meinen Händen, wie einen kleinen Schatz.
„Das war ein schöner Tag damals, nicht wahr?“, fragte eine freundliche Stimme neben mir.
„Ja, ich war so glücklich.“, antwortete ich leise flüsternd. Versuchte da etwa tatsächlich jemand Kontakt zu mir aufzunehmen? Das war neu. Die Kamera fest an die Brust gedrückt, wandte ich mich der Stimme zu. Vor mir stand ein Junge mit wuscheligen dunklen Haaren und einem breiten Lächeln im Gesicht. „Hallo, ich bin Hein. Freut mich, dich kennenzulernen! Wie ich sehe, hast du meine Kamera gefunden. Ich verliere sie die ganze Zeit. Du musst wissen, sie ist ein bisschen eigensinnig.“, sprach er, während er sich am Kopf kratzte. „Und wer bist du?“
Völlig verdutzt schaute ich von dem Jungen zur Kamera. „Wer ich bin?“, widerholte ich verwirrt. Wieder versuchte ich angestrengt mich zu erinnern, doch da war immer noch dieser dichte Nebel in meinem Kopf. „Ich fürchte, das weiß ich grade nicht.“, antwortete ich zögerlich. „Entschuldige, Hein, ich habe deine Kamera genommen. Hier hast du sie zurück.“ Ich streckte ihm, doch etwas widerwillig, meinen kleinen Schatz entgegen.
Hein schüttelte den Kopf und hob abwehrend eine Hand. „Nicht schlimm. Behalte sie ruhig noch eine Weile. Sie hat dich schließlich ausgewählt. Vielleicht kann sie dir ja helfen, dich noch weiter zu erinnern.“
Mich ausgewählt? Mir helfen? Aber alles was im Moment für mich zählte, war, dass ich sie noch ein wenig länger behalten durften. Mir fiel ein Stein vom Herzen, denn ich hätte nicht gewusst, wohin mit mir, wenn mir mein erst kürzlich gewonnenes Licht wieder genommen worden und ich zurück in der Dunkelheit gelandet wäre. „Ich danke dir!“

Hein und ich gingen zusammen ein Stück schweigend die Straße entlang. Seine Gesellschaft war angenehm. Ich wusste zwar immer noch nicht genau, wo ich eigentlich hinging, aber zumindest war ich nicht mehr allein und mein kleiner Schatz erleuchtete die Finsternis um uns herum.
Diese Erkenntnis beruhigte mich ein wenig. Ich dachte erneut an den kleinen Schnipsel aus meiner Vergangenheit, den ich vorhin erlebt hatte. Daran gab es keinen Zweifel, es war das Haus gewesen, in dem ich aufgewachsen war – und meine Mutter. Ich fragte mich, ob die Kamera mir noch mehr zeigen konnte – das wäre so schön. Mein Herz sehnte sich danach und auch mein Kopf wollte unbedingt mehr erfahren. „Hein? Sag mal, kann mir deine Kamera vielleicht noch mehr zeigen? Ich würde so gerne mehr sehen.“, fragte ich mit einem zaghaften Lächeln.
Hein erwiderte es und antwortete freudig: „Klar, wenn du bereits dafür bist! Schau dir das nächste Bild an.“
Ich nickte ein wenig aufgeregt, hob die Kamera vorsichtig vors Gesicht und als ich ihn gefunden hatte, drückte ich auf den entsprechenden Knopf. Ein neues Foto erschien auf dem Display. Abgebildet war eine riesige bunte Geburtstagstorte. Es brannten genau fünf Kerzen darauf. Sie sah köstlich aus. Am liebsten hätte ich mir ein großes Stück davon genommen. Ich streckte meine Finger nach ihr aus und nach einem sanften Ruck, landete mein Zeigefinger tatsächlich mitten in der Torte.

Heiteres Gelächter ertönte um mich herum. Es war ansteckend. Lachend steckte ich meinen Finger in den Mund, der ganz voll weißer leckerer Creme war, und schaute in die Runde der fröhlichen Gesichter, die mir entgegenblickten. „Na, na, mein Schatz. So geht das doch nicht. Du weißt doch: Erst pusten und dann essen.“, sprach jemand mit angenehm tiefer Stimme in mein Ohr, während er liebevoll über meinen Kopf strich.
„Oh ja, Entschuldigung, Papa! Der Kuchen ist aber so gut!“, nuschelte ich etwas unverständlich, während meine rechte Hand teilweise in meinem Mund steckte. Ich blickte auf in sein fröhlich strahlendes Gesicht, das von seinen wilden Haaren und seinem kitzeligen Bart eingerahmt wurde.
Ich hörte, wie noch weitere Stimmen nach mir riefen und mich anfeuerten, die Kerzen auszupusten. Ich sah meine Großeltern, meine Tanten und Onkel. In dem Stimmengewirr tauchte immer wieder ein Name auf: Rachel.
Meine Mutter erschien auf meiner anderen Seite. Trotz ihrem kugelrunden Bauch, schaffte sie es, sich zu mir runter zu beugen und mir einen fetten Schmatzer auf die Stirn zu geben. Kichernd tätschelte ich ihre Kugel und sprach dann in ernstem Tonfall: „Schau gut zu, kleiner Bruder, so macht man das!“
Nachdem ich übertrieben lange und lautstark die Luft eingesogen hatte, blies ich sie kräftig auf den Kuchen, sodass alle fünf Kerzen auf einmal erloschen.

Den tosenden Applaus noch in meinen Ohren, blickte ich stumm lächelnd auf das Display der Kamera. Ich fasste mir an die Stirn, auf der ich immer noch die warmen Lippen meiner Mutter spüren konnte. Eine wohlige Wärme breitete sich in meinem ganzen Körper aus und der Nebel in meinem Kopf lichtete sich ein wenig. „Hein! Ich weiß wieder, wer ich bin! Mein Name ist Rachel – Rachel Benning! Und die Menschen auf meiner Geburtstagsfeier, das war meine Familie! Wie konnte ich sie nur vergessen?“, rief ich aufgeregt. In meiner Stimme schwang sowohl Freude über meine neueste Erkenntnis, als auch Bedauern darüber, dass mir so etwas passieren konnte, mit.
„Das ist ganz einfach, Rachel. Du hattest dich selbst verloren und deine Familie ist nun mal ein Teil von dir – das wird sie immer sein. Wenn du noch mehr erfahren willst, dann musst du dich weiter erinnern.“, entgegnete Hein ruhig, mit einem wissenden Ausdruck in den Augen.
„Da hast du wohl Recht!“, stimmte ich ihm zu. „Du bist aber ganz schön weise für dein Alter, Hein. Sag mal, wie alt bist du eigentlich?“, fragte ich ehrlich beeindruckt.
Hein legte nachdenklich seinen Kopf schief und blickte mich weiterhin an, als er sprach: „Das kann ich dir leider nicht genau beantworten. Aber ich habe schon so einiges gesehen und viele verschiedene Menschen kennengelernt.“ Nach einer kurzen Pause setzte er sich wieder in Bewegung und fuhr fort: „Komm, Rachel, lass uns weiter gehen.“

Grübelnd setzte ich, mit Hein an meiner Seite, meinen Weg fort. Was war nur mit mir passiert? Ich spürte, dass es da noch viel zu viele Stellen in meiner Erinnerung gab, die immer noch im Dunklen lagen. Warum erinnerte ich mich zum Beispiel nicht mehr an den Namen meines kleinen Bruders – oder an sein Aussehen? Alles, was ich im Moment wusste, war, dass es ihn gab und, dass er mir sehr wichtig war. Meine Stirn kräuselte sich, als ich angestrengt darüber nachdachte. Als ich aber zu keinem Ergebnis kam, schnaubte ich verärgert. „Das kann nicht dein Ernst sein, Gehirn, erinnere dich! Das ist wichtig!“, flüsterte ich empört an mich selbst gewandt.
Hein, der meine Gefühlslager erkannt haben musste, hob beschwichtigend die Hände und sagte: „Ganz ruhig, Rachel. Wenn du noch nicht von alleine weiter weißt, ist das vollkommen in Ordnung. Du hast schon riesige Fortschritte gemacht. Denk nur daran, wie es dir vorher ging und was du bis jetzt schon alles wiedergefunden hast. Du bist auf dem richtigen Weg und du bist nicht allein – ich begleite dich.“ Natürlich hatte er wieder Recht. Ich musste mit allen Mitteln verhindern, wieder in meiner Hilflosigkeit und meinem Selbstmitleid zu versinken. Etwas entspannter, wandte ich mich nun entschlossen an Hein: „Ja, ich weiß und ich danke dir dafür. Da ist noch so vieles mehr, was ich vergessen haben muss – ich bin mir sicher. Und ich werde auch das noch herausfinden!“
„Das ist die richtige Einstellung, Rachel. Vielleicht gibt es ja noch ein Bild auf der Kamera, das dir weiterhelfen kann.“, bestätigte Hein mich in meinem Entschluss und deutete auf meine Hand, welche das kleine leuchtende Gerät fest umschloss.

Kaum hatte ich das nächste Foto angeschaut, hörte ich auch schon den grobkörnigen Sand unter meinen Füßen knirschen sowie ausgelassene Kinderstimmen, die durcheinander riefen. Ich stand inmitten eines Spielplatzes, vor mir ein riesiges Klettergerüst. Die kleine Hand, die ich festhielt, war weich und etwas klebrig. Mein kleiner Bruder zog mich bestimmt in Richtung der Rutsche. Sein dickbackiges Gesichtchen war etwas dreckig, strahlte aber von einem Ohr bis zum anderen, als er mich ansah. „Los, Ray, komm! Ich mag unbedingt rutschen.“, rief er laut aus. Dieser kleine Zwerg hatte so viel Energie. Unglaublich.
„Na gut, aber sei ja vorsichtig. Sonst macht Mama mich einen Kopf kürzer, wenn du dir wehtust.“, antwortete ich mit ernster Stimme, konnte mir aber ein Lächeln nicht verkneifen. Die gute Laune, die dieser Knirps ausstrahle, war wie immer hoch ansteckend. „Jaaa! Ich schaff das! Ich bin schließlich jetzt schon sechs Jahre alt!“, jauchzte er ausgelassen und begann auf das Gerüst zu klettern. Nach gefühlt zwei Wimpernschlägen war er auch schon ganz oben am Eingang der Rutsche angekommen. Das musste ein neuer Rekord sein. Ihm wild zujubeln, postierte ich mich vor dem Ende der Rutsche. Mit einem lauten Kampfschrei sprang er in die Röhre – mit den Armen voran.
„Levi, was machst du denn da? Andersrum!“, maßregelte ich ihn erschrocken, doch da war es schon zu spät. Wie ein geölter Blitz schoss er schreiend die Rutsche runter.
Gerade noch rechtzeitig, sprang ich zu ihm hin, um ihn aufzufangen. Wir purzelten zusammen über den Sand. Als wir endlich anhielten, sah ich meinen kleinen Bruder verärgert an und überprüfte, ob noch alles dran war. „Mensch, Levi, was sollte das denn? Das hätte auch ins Auge gehen können. Mit dem Gesicht bremst man doch nicht!“
Levi rappelte sich auf und strahlte mich entwaffnend an, während er lauthals verkündete: „Du bist aber die beste Schwester auf der ganzen weiten Welt! Wenn du da bist, passiert mich doch nichts!“ Als ich gerade etwas erwidern wollte, warf er sich lachend in meine Arme – dieser verrückte Frechdachs.

Kopfschüttelnd betrachtete ich das Foto noch eine Weile lang. Das breite Grinsen auf meinem Gesicht war wie festgewachsen und schien die Freude in meinen gesamten Körper auszuschicken. „Levi.“, seufzte ich glücklich, „Mein süßer, kleiner Bruder, wie habe ich dich vermisst.“ Es kam mir so vor, als würde ich mit jedem einzelnen Foto, das ich mir ansah, ein weiteres Level meiner Vergangenheit freischalten, wie in einem Videospiel – immer nur häppchenweise. Und nach jedem Häppchen fühlte ich mich ein wenig vollständiger als zuvor.

Während ich schweigend neben Hein herging, schwelgte ich noch eine Zeit lange in meinen wiedergewonnenen Kindheitserinnerungen. Denn nicht nur der eine schöne Tag auf dem Spielplatz war wieder da. Ich schien mich wieder an alles Wichtige zu erinnern, was ich bis zu diesem Zeitpunkt in meiner Vergangenheit erlebt hatte. Der Dunst in meinem Kopf hatte sich nun fast vollständig gelichtet. Aber vereinzelte große Wolken waberten immer noch hier und da. Auch die Welt um mich herum war ein Stück heller geworden und wirkte nicht mehr so kalt und trostlos. Ich war mir sicher, dass ich auf dem richtigen Weg war und wollte ihn nun unbedingt zu Ende gehen. Mit Hein an meiner Seite hatte ich das Gefühl, es schaffen zu können.

Zwischen die ganze Euphorie und Neugierde, die ich nun verspürte, hatte sich aber auch noch ein anderes Gefühl gemischt. Es war Angst vor dem unbekannten Bekannten. Was, wenn es etwas in meiner fehlenden Erinnerung gab, das erschreckend und furchteinflößend war. Natürlich war früher nicht immer alles rosig gewesen. Kleinere Streits in der Familie oder unter Freunden und andere weniger schöne Erlebnisse gehörten genauso zu mir und meiner Vergangenheit, wie die unzähligen guten Momente. Das war mir klar. Aber dieser kleine negative Gedanke, dieses unbehagliche Gefühl, wollte mich einfach nicht loslassen. Es nagte an mir, wie eine böse Vorahnung. Mir war bewusst, dass wenn ich so weitermachte, ich früher oder später herausfinden würde, was mit mir damals passiert und warum ich in diese tiefe betäubende Finsternis gerutscht war, aus der ich es nur aus eigener Kraft nicht heraus geschafft hatte. Dieser fragwürdige Teil meiner Vergangenheit war mir noch verborgen. Wollte ich das überhaupt wissen? Was, wenn mir das gleiche wieder passierte und mein Kopf wieder komplett zumachte?

„Ich bin bei dir, Rachel, hab keine Angst. Das ist gerade wahrscheinlich etwas überwältigend für dich. Ich bin für dich da und lasse dich nicht allein damit.“, holte Hein mich behutsam aus meinem Gedankenstrudel heraus. Er gab mir Ruhe und Halt. Der kleine weise Hein. Von ihm ging etwas Tröstliches aus, eine warme Geborgenheit. Ich wusste intuitiv, dass ich ihm vertrauen konnte. Ich atmete tief durch und sprach mit neugeschöpftem Mut: „Ich bin froh, dass du bei mir bist, Hein. Und ich würde mich wirklich sehr freuen, wenn du mich noch ein Stück begleiten würdest. Lass uns weitergehen, ich bin bereit.“
Was auch noch kommen mochte, ich war mir nun sicher, dass ich es bewältigen können würde. Aber mit dem, was mir als nächstes offenbart wurde, hatte ich beim besten Willen nicht gerechnet. Das Display der Kamera leuchtete grau, als ich das nächste Foto betrachtete.

Obwohl es noch nicht besonders spät war, war es draußen bereits ziemlich düster. Das Unwetter hatte den Himmel verdunkelt. Der Regen peitschte über den Rasen vor dem Haus. Genervt wandte ich mich vom Fenster ab und ging zurück zu meinen Freunden, die sich um den Couchtisch versammelt hatten. Ich hockte mich zu ihnen auf den Boden und nahm einen Schluck aus meinem Glas.
„Pfui, wer hat die Mische denn gemacht?! Das ist ja purer Wodka.“, rief ich angewidert. „Wir hatten doch außerdem gesagt, wir machen nur eine kleine harmlose Feier. Meine Eltern rasten aus, wenn die rausfinden, was ihr alles mitgebracht habt!“
Meine Freundin Blair lachte laut auf und prostete mir über den Tisch zu, wobei die Flüssigkeit in ihrem Glas gefährlich rumschwappte. „Na dann haben wir ja Glück, dass sie heute nicht zu Hause sind. Sturmfrei!“, schrie sie, schon sichtlich angeschickert und sprang auf.
„Entspann dich, Blair! Ich habe euch vorhin schon gesagt, dass ich nicht groß feiern kann. Levi ist nebenan. Also sei mal bitte bisschen leiser.“, versuchte ich meine Freundin etwas zu zügeln. Die anderen beiden lachten nur.
„Na gut. Dann spielen wir jetzt aber weiter. Also, Rachel, du bist dran. Wahrheit oder Pflicht?“ Blair zwinkerte mir vielsagend zu. Ich rollte mit den Augen, da ich auf diesen Kinderkram eigentlich keinen Bock hatte. Blair wollte das alberne Spiel nur spielen, damit sie endlich mit Ben rumknutschen konnte. Und da sie viel zu feige dazu war, wie ein normaler Mensch auf ihn zuzugehen, zog sie mich da nun mit rein. Also machte ich, als gute Freundin, selbstverständlich gute Miene zum bösen Spiel und antwortete ergeben lächelnd: „Wahrheit.“
Die beiden Jungs in der Runde schnaubten genervt und beschwerten sich lautstark. „Schon wieder? Mensch Rachel, das wird langsam echt langweilig. Du musst auch mal Pflicht nehmen.“ Als ich mich rausreden wollte, stimmten die beiden einen Singsang an: „Nimm, Pflicht! Nimm, Pflicht! Nimm, Pflicht!“ Wo war ich da nur reingeraten. Auch ich spürte nun den Alkohol wirken und gab letztendlich lachend nach.
„Na schön, na schön! Ich nehme Pflicht! Was soll ich tun?“
Ben steckte kurz mit den anderen die Köpfe zusammen und ließ schließlich verkünden: „Du musst rausgehen und dich tarzanmäßig mit verbundenen Augen über den Fluss schwingen!“
Nach einer wilden Diskussion und flehenden Blicken von Blair, die aussagten, dass ich den Abend bitte nicht zu ruinieren sollte, stimmte ich zu, aber nur unter der Bedingung die Augenbinde wegzulassen. Ich nahm noch einen kräftigen Schluck aus meinem Glas. Verwundert stellte ich fest, dass es nun gar nicht mehr so grässlich schmeckte wie am Anfang. Ich fühlte mich richtig gut und vollkommen bereit für meine Aufgabe. Das schaffte ich doch mit Links! Ich war in meinem Leben schließlich schon hunderte Male über den kleinen Fluss geschwungen, der an unser Grundstück grenzte.

Also taumelte ich elegant aus dem Haus, in Richtung besagter Stelle. Die anderen folgten mir laut grölend hinaus in den Regen. Ich versuchte das Seil, welches von einem dicken Ast mittig über dem Fluss runterbaumelte, mit einem langen Stock zu angeln. Was gar nicht so einfach war, da es durch den starken Wind unkontrolliert hin und her schwang. Den wirbelnden Wassermassen unter mir, schenkte mein benebelter Kopf keine Beachtung. Als ich es dann schließlich erwischt hatte und zu mir herüberzog, stieß ich einen triumphierenden Schrei aus. Meine Zuschauer feuerten mich wie wild an. Ich konzentrierte mich auf das nasse Seil in meinen Händen und fixierte das gegenüberliegende Ufer. Haare und Kleidung klebten mir mittlerweile klatschnass am Körper. Ich nahm so viel Anlauf wie es die Länge des Seils hergab und schwang mich gekonnt über die tobenden Fluten hinüber auf den festen Boden. Ein jäher Schmerz jagte durch meinen Knöchel. Ich ließ das Seil los und sackte zusammen. So ein Mist! Was hatte ich mir nur bei der ganzen Sache gedacht? Mit einem Schlag schien ich wieder komplett nüchtern geworden zu sein. Ich versuchte aufzustehen, doch fiel wimmernd wieder zu Boden. Was jetzt? Hilfesuchend sah ich zu meinen Freunden rüber, die unschlüssig herum standen und nun ganz still geworden waren. Ich konnte sie nicht verstehen, aber sie schienen wohl zu diskutieren, was zu tun war. Eine vierte Gestalt kam hinzu – es war Levi, mein kleiner Bruder. Das schlechte Gewissen prasselte auf mich ein und ich fühlte mich plötzlich so dumm. Ich hatte eigentlich nur auf ihn aufpassen sollen, während unsere Eltern das Wochenende über verreist waren. Eine tolle große Schwester war ich, die sich betrunken im strömenden Regen in Lebensgefahr begab. Die Diskussion auf der anderen Seite wurde nun wieder lauter. Levi wollte allem Anschein nach zu mir rüber kommen.

„Nein, Levi, bitte bleib wo du bist! Hörst du?!“, rief ich erschrocken zu ihm herüber. Aber er hörte nicht auf mich. Bevor ich noch etwas sagen konnte, hatte er sich schon das Seil geschnappt. Angst kroch in mir hoch. Mit Anlauf schwang Levi sich über den Fluss. Ich breitete schnell meine Arme aus, um ihn auffangen zu können. Doch kurz bevor er das Ufer erreicht hatte, rutschte er ab. Wir schrien wie aus einem Mund. Levis verängstigte Augen waren auf meine geheftet, als er fiel. Verzweifelt griff ich nach seinen Armen, bekam sie aber nicht zu fassen. Die reißende Strömung verschluckte seinen kleinen Körper kurz, nur um ihn ein Stück weiter flussabwärts wieder hochzureißen. „LEVI!“, kreischte ich panisch, rappelte mich auf und sprang ohne zu zögern hinterher. Das Wasser war eiskalt und nahm mir kurz den Atem. So gut es ging, versuchte ich mich oben zu halten und meinen kleinen Bruder dabei nicht aus den Augen zu verlieren. Da war er, gar nicht so weit entfernt. Er versuchte sich verzweifelt an irgendetwas festzuhalten, doch die Strömung riss ihn unbarmherzig mit sich. Hilflos musste ich mit ansehen, wie sein Kopf heftig gegen einen großen Felsen krachte. Danach verschwand er im Wasser und tauchte nicht mehr auf. Nein, das konnte nicht sein! Das durfte einfach nicht sein! Ich strampelte wie verrückt auf die Stelle zu, wo ich ihn das letzte Mal gesehen hatte. Da! Er war wieder aufgetaucht, doch bewegte sich nicht. Endlich bekam ich ihn zu fassen und drückte seinen kleinen reglosen Körper schützend an mich. Mit einem Arm schaffte ich es schließlich mich an einer großen herausstehenden Wurzel festzuhalten.

Die Rettung kam von oben. Blair und die beiden Jungs waren zu uns gerannt und standen nun ein Stück über uns am Ufer. Meine Freundin reckte ihren zitternden Arm zu uns runter, während die anderen beiden sie festhielten. Mit letzter Kraft hievte ich den schlaffen Levi zu ihnen hoch.
„Lass jetzt ja nicht los, Rachel! Hörst du?! Halte noch ein wenig durch!“, schrie Blair zu mir herunter, als sie wieder über mir am Uferrand aufgetauchte und ihren Arm erneut runter streckte. Das war leichter gesagt als getan, denn ich merkte, wie meine mittlerweile taub gewordenen Finger immer wieder drohten den Halt zu verlieren. Das Zittern, das meinen gesamten Körper durchschüttelte, war ebenfalls nicht hilfreich. Und das Adrenalin, das eben noch durch meine Adern gepumpt worden war, versiegte langsam. Das letzte was ich sah, war ein großer Baumstamm, der auf mich zugerast kam. Danach war alles dunkel.

Meine schlimmste Angst hatte sich um ein Vielfaches übertroffen. Das war also das düstere Gefühl gewesen und der Grund dafür, warum ich in dieses tiefe dunkle Loch gefallen war. Levi war tot und es war meine Schuld. Ich hatte weder auf ihn aufpassen, noch ihn retten können. Und da war noch eine zweite Erkenntnis, die mich ebenfalls zutiefst erschütterte, die nun aber glasklar in ihrer vollen Endgültigkeit zu erkennen war. Ich war tot.
„Bin ich tot?“, fragte ich dennoch mit brüchiger Stimme, „Habe ich meinen Bruder und mich getötet, Hein?“
„Ja und nein.“, antwortete er ruhig. „Du bist an diesem Tag gestorben und wandelst seitdem ruhelos in der Zwischenwelt. Bevor du dich nun also wieder in die Dunkelheit deines Selbsthasses stürzt, lass mich dir noch eine Sache zeigen, um das Puzzle komplett zu machen.“ Hein ließ mir keine Zeit für eine Erwiderung, sondern fuhr mit seiner Hand durch die Luft und plötzlich befanden wir uns in einem Krankenhaus. „Wo sind wir?“, fragte ich leise, mit einer erdrückenden Traurigkeit in der Stimme.
Hein deutete auf das Namensschild an der Zimmertür vor mir. Dort stand in großen Druckbuchstaben: „Levi Benning.“
Ich riss ungläubig meine Augen auf. Im nächsten Moment standen wir auch schon mitten im Zimmer. Vor mir im Bett lag mein kleiner Bruder. Er schlief, genauso wie meine Eltern, die an seinem Bett saßen. Sie sahen friedlich und unversehrt aus.
Tränen der Erleichterung rollten über meine Wangen. Mein geliebter Levi lebte. Das war alles, was ich wissen musste.
„Leider hast du es an jenem Tag nicht mehr geschafft. Aber Levi ist nicht gestorben, weil du ihn gerettet hast, Rachel. Wie geht es dir jetzt?“, sprach Hein lächelnd.
Liebevoll sah ich auf meine schlafende Familie. Mir ging es nach einer gefühlten Ewigkeit wieder richtig gut. Ich fühlte mich komplett und konnte nun endlich Frieden finden.
Als hätte Hein meine Gedanken gehört, nickte er zufrieden. Überglücklich sah ich ihn an. „Ich danke dir von ganzem Herzen!“

Mit derselben Klarheit, mit der ich plötzlich gewusst hatte, dass ich tot war, erkannte ich nun auch Heins wahre Gestalt. Ich hatte keine Angst, sondern fühlte nur Frieden und Geborgenheit. Ich beugte mich über meinen kleinen Bruder und hauchte ihm einen Kuss auf die Stirn. Nachdem ich mich von meiner Familie verabschiedet hatte, trat ich wieder an Heins Seite.
„Du begleitest mich auch noch das letzte Stück, habe ich Recht, mein Freund Hein?“, fragte ich und ergriff ohne zu zögern seine ausgestreckte Hand.
„Ja, Rachel. Ich bin froh, dass ich dir dabei helfen konnte, deinen Frieden zu finden. Lass uns gehen.“

25 thoughts on “Das unbekannte Bekannte

  1. Hat mir alles in allem sehr gut gefallen. Der Schreibstil ist gekonnt flüssig, sodass ich sofort Freude am Lesen hatte und das Level konntest du auch konstant über die Geschichte halten. Außerdem hast du dich an die Ich-Perspektive getraut, das finde ich auch gut. Ansonsten war’s spannend und unvorhersehbar. Hat also ein Like allemal verdient 🙂

    Vielleicht hast du auch auch Lust dir mal meine Geschichte „Das Totenkopf-Handy“ anzuschauen und mir ein Like zu hinterlassen 🙂

  2. Hallo Freiciska,

    Deine Geschichte hat uns sehr gut gefallen!

    Dein ruhiger Schreibstil ist ansprechend, wir konnten nicht aufhören zu lesen und wollten die ganze Zeit wissen, was es mit Hein und dem „besonderen“ Handy (diese Idee ist klasse!) auf sich hat.

    Unser Herz gehört Dir! Wir hoffen, dass Du es mit dieser Geschichte in das Ebook schaffst!

    Viele Grüße

    JoLo 🙂

      1. Hallo liebe Freiciska

        Auch von mir ein dickes Kompliment, ein Lob und natürlich ein gerne vergebenes Herz.

        Deine Geschichte hat mir gut gefallen und mich schon nach den ersten Sätzen angesprochen und gefesselt.
        Das „besondere Handy“ war natürlich cool, und die Ich-Perspektive grandios.

        Ich selbst trau mich nur ganz selten an diese Perspektive heran.
        Ich denke immer, dass man von vorne herein zu viel verrät, denn jeder spürt, dass der Ich-Erzähler zumindest die Handlung überlebt, denn sonst könnte er die Story ja nicht erzählen.

        Du hast das auf deine ganz besondere Art gelöst.

        Das Ende war so toll, der Hein war super, und ich schäme mich nicht für die Gänsehaut und die kleine Träne, die sich irgendwie in mein linkes Auge geschlichen hat.

        Respekt.
        Du hast mich auf seltsame Art und Weise berührt.

        Irgendwie hat deine Geschichte, dein schöner Schreibstil irgendetwas in mir ausgelöst, was da vielleicht schon länger vor sich hin geschlummert hat.

        Danke dafür.
        Ich werde diese Geschichte und das poetische Finale sicherlich noch lange im Kopf behalten.

        So.
        Genug der Worte.

        Sonst ……. kommt diese Träne erneut.

        Zumindest hat dein Ende bei mir eine Art inneren Frieden erzeugt.

        Whow.

        Großes Kino.

        Ich wünsche dir und deiner Geschichte noch unendlich viele Likes.
        Du hast es verdient.

        Und deine Geschichte gehört definitiv ins EBook.

        Geh deinen Weg, schreib immer weiter und schenk deinen Lesern noch viele so berührende Geschichten.

        Für Dich nur das Beste.
        Liebe Grüße, Swen Artmann (Artsneurosia)

        Vielleicht hast du ja Lust und Zeit, meine Geschichte auch zu lesen.
        Über einen Kommentar würde ich mich sehr freuen.

        Blödsinn!
        Ich würde mich sehr, sehr, sehr freuen.

        Meine Geschichte heißt:

        „Die silberne Katze “

        Ich danke dir.
        Swen

  3. Hallo lieber Swen,

    wow, vielen Dank für dein riesen Lob und dein tolles, ausführliches Feedback! Das bedeutet mir wirklich sehr viel! Und über die kleine Träne freue ich mich natürlich besonders! 😉
    Ich schreibe eigentlich auch nicht in der Ich-Perspektive, wollte aber mit dieser Geschichte mal etwas Neues versuchen. 🙂
    Ich werde deine Geschichte auch sehr gerne lesen und ein Feedback da lassen!

    Liebe Grüße
    Freiciska

  4. Hallo liebe Freiciska,
    ich hatte schon deine Geschichte „Ich“ gelesen und habe mich nun an diese wunderschöne Erzählung gewagt.
    Und was soll ich sagen…Ich hab den letzten Absatz nur noch schwerlich entziffern können, denn ich hatte ganz feuchte Augen…
    Mensch, was für eine schöne Idee <3 Der Parameter mit der Rache als Motivation für den Antagonisten fehlt natürlich, aber das ist mir ehrlich gesagt total egal.
    Deinen Schreibstil mochte ich schon bei deiner anderen Geschichte, wobei ich sagen muss, dass diese mir noch viel viel besser gefällt. Du hast die Emotionen so gekonnt vermittelt, ich war total drin.

    Mein Like hast du und ich hoffe, dass noch einige mehr dazu kommen werden! Einen Plot dieser Art habe ich bisher noch nirgendwo entdeckt und die Geschichte ist so toll geschrieben, das sollte wirklich ins EBook.

    Ganz liebe Grüße
    Merle

      1. Ich habe deine Geschichte gerade beim Mittwoch-Must-Read der Gruppe wir_schrieben_zuhause bei Instagram empfohlen, weil ich so begeistert bin <3 Falls du dort noch nicht vorbeigeschaut hast und bei Instagram vertreten bist, guck doch mal rein! 🙂

  5. Moin Moin,

    WOW! Harte, emotionale Kost die du uns hier verabreichst. Selten so etwas schönes und gleichzeitig trauriges gelesen. Mit deinem Schreiben weckst du Gefühle in deinem Leser, die vorher nicht da waren. Du hast eine so beruhigende Art Dinge in Worte zu kleiden, es ist als würde dich eine warme Decke im Winter umhüllen. Man fühlt sich einfach wohl und geborgen. Man spürt eine wohlige Wärme. Auch ich musste zwei-dreimal schlucken und das Ende lies mich ein Tränchen verdrücken. Puuuuuh, jetzt muss ich mich erstmal sammeln. Danke an Merle für die Empfehlung.

    Mein Like lass ich dir gerne da und hoffe das noch viele meinem Beispiel folgen. Das du die Parameter nicht zu 100% getroffen hast, stört mich überhaupt nicht…hab ich auch nicht! Einfach nur eine tolle Kurzgeschichte. Der Rest scheint unwichtig.

    LG Frank aka leonjoestick ( Geschichte: Der Ponyjäger)

  6. Hallo,
    zuerst einmal muss ich sagen, dass auch ich durch den Kommentar von Merle auf der Seite wirschriebenzuhause auf deine Geschichte aufmerksam wurde, und bin wirklich dankbar dafür. Ich liebe solche Geschichten, auch wenn sie einen traurigen Hintergrund hatte, gab es doch noch ein, ich sage mal „gutes“ Ende. Meine Augen standen auch unter Wasser und das war nicht nur ein kleines Tränchen. Danke für diese schöne Geschichte! Du hast sie so bildlich rübergebracht, dass ich zeitweise selbst in der Kamera verschwunden bin. Ich hoffe wirklich, dass deine Geschichte ins ebook kommt, ich drücke dir jedenfalls fest die Daumen und lasse mein ❤ da.
    Liebe Grüße frechdachs

  7. Liebe Freiciska,

    was für eine wunderschöne Geschichte.
    Wunderschön und so wunderbar außergewöhnlich im Vergleich zu so vielen anderen, die ich schon gelesen habe.

    Ja, sie ist kein Thriller. Ja, Du erfüllst nicht alle vorgegebenen Parameter. Alles geschenkt. Denn das, was Du hier verfasst hast, ist so wundervoll und hat mich wirklich berührt.
    Darüber hinaus ist sie außerdem noch ganz zauberhaft geschrieben.

    Was für eine tolle Idee. Ein bisschen erinnert sich mich an die Szene im letzten Harry Potter Band, in dem Harry sich mit dem verstorbenen Dumbledore unterhält.

    Ist Hein ein Engel?

    Ich hoffe, Du bekommst noch viele, viele <3, Deine Geschichte ist ab sofort eine meiner Lieblinge.

    Wenn Du Lust und Zeit hast würde es mich freuen, wenn Du einen Blick über meine werfen magst, sie heißt "Räubertochter".

    Liebe Grüße
    Anita

    1. Liebe Anita,

      dein Kommentar hat mich so sehr gefreut! Vielen Dank!
      Neben meiner anderen Thriller Geschichte „Ich“, wollte ich mit „Das unbekannte Bekannte“ mal was ganz anderes ausprobieren. 🙂
      Schön, dass es anscheinend geklappt hat!

      Hein ist kein Engel, was aber auch eine schöne Idee gewesen wäre. „Freund Hein“ ist ein anderer Name für Gevatter Tod. 🙂

      Deine Geschichte werde ich liebend gerne lesen!

      LG
      Freiciska

  8. Liebe Freiciska,

    ich bin nur zufällig auf deine Geschichte gestoßen, weil ich eigentlich eine andere gesucht hatte. Aber ich bin so dankbar, deine wundervolle Erzählung gefunden und gelesen zu haben.

    Es ist unglaublich schön, wie du die Hoffnungslosigkeit beschreibst, die nach und nach von satten Farben und Erinnerungen verdrängt wird, bevor sich der unfassbar traurige Grund langsam entfaltet und dennoch zu einem friedvollen Ende führt. Die Ich-Perspektive und dein sanfter Schreibstil passen so wunderbar dazu. Deine Erzählung hat mich tief berührt und auch ich konnte die Tränen nicht ganz zurückhalten.

    Vielen Dank dafür ❤ Sie wird mir noch lange im Gedächtnis bleiben. Ich hoffe, du bekommst noch viele Herzen, meins lasse ich dir mit Freude da. Deine Geschichte MUSS ins EBook.

    Liebe Grüße
    Sarah

    https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/rache-ist-suess

    1. Liebe Sarah,

      wow, es freut mich unglaublich, dass ich dich mit meiner Geschichte derartig berühren konnte! :‘)
      Vielen Dank für deine lieben Worte! <3

      Deine Geschichte werde ich auf jeden Fall auch lesen!

      Liebe Grüße
      Freiciska

  9. Liebe Freiciska!
    Du hast hier eine wundervolle Geschichte geschrieben, die mich richtiggehend berührt hat. Du hast die Trauer und Hoffnungslosigkeit richtig gut in Worte gefasst, ich war mittendrin im Geschehen und der Schluss war einfach spitze. Ich wünsche dir noch viel mehr Likes, du hast es verdient.
    Liebe Grüße
    Lotte
    PS: Ich würde mich freuen, wenn du auch bei mir vorbeischaust und mir Feedback gibst.
    https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/der-alte-mann-und-die-pflegerin

  10. Hallo Freiciska,
    was soll ich noch schreiben? Im Grunde ist alles hier schon mindestens einmal geschrieben worden, was ich auch schreiben könnte! Du hast eine wirklich unheimlich schöne Geschichte, mal fernab eines Thrillers hier geschrieben. So viel Gefühl und kindliche Neugierde beim Leser zu wecken und diese gleichsam in der Geschichte zu verpacken – einfach toll!

    Mein Like hast Du – und ich hoffe sehr, dass noch viele weitere dazu kommen!

    Lg,
    der schweenie

    P.S. vielleicht hast Du ja Zeit und Lust, auch meine Geschichte zu lesen und ein kleines Feedback da zu lassen..
    https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/glasauge

  11. Liebe Freicisca,

    ich bin überwältigt – was für eine geniale Wahnsinnsgeschichte!

    Dein Schreibstil ist einfach grandios! So flüssig und so authentisch, ich hatte teilweise das Gefühl, selbst in die Bilder einzutauchen und Teil der Geschichte zu sein.

    Wie du die Parameter umgesetzt hast, ist sehr raffiniert und mal was ganz anderes. Das hat mir auch gut gefallen.

    Mit einer Gänsehaut habe ich deine Geschichte beendet – so traurig und doch so schön – ich kann es nicht in Worte fassen.

    Mein Herz hast du mehr als verdient und ich kann nicht fassen, dass du noch so wenige davon hast! Hoffentlich folgen noch ein paar, ich drücke dir die Daumen.

    Schreib bitte weiter, ich würde wahnsinnig gerne einen Roman von dir lesen 🙂

    LG Yvonne / voll.kreativ (Der goldene Pokal)

    1. Hallo Yvonne,

      ich danke dir von ganzem Herzen.
      Ich finde es teilweise sehr schwierig im Alltag die Zeit zu finden am Ball zu bleiben und motiviert/inspiriert zu werden. Aber solche Kommentare wie deine berühren mich jedes Mal aufs Neue und machen einfach Lust weiter zu schreiben! Danke dafür! 🙂

      LG
      Freiciska

  12. Hallo Freiciska,
    Ich bin eher zufällig auf deine Geschichte gestoßen und kann mein Glück gerade kaum glauben. Was für eine mitreißende Geschichte du hier geschrieben hast, ist wirklich unglaublich. Die Gefühle waren so authentisch beschrieben, das ich zeitweise einen Klos im Hals hatte. Mein 💛 hast du! Viel Erfolg!

    Liebe Grüße

    Maddy

    P. S Vielleicht kann ich Dich ja auch für meine Geschichte begeistern ☺️😇?
    https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/alte-bekannte Alte Bekannte.

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