Sandra KrannichDas zerstörte Band

 

~WARUM?~

 

Wieder einmal durchschneidet diese Frage meine Gedanken wie eine scharfe Klinge. Jedes Mal, wenn mir die heiser flüsternde Frauenstimme in den Sinn kommt und mir diese immergleiche Frage stellt, durchläuft mich ein eiskalter Schauer. Die Erinnerung an jenen Augenblick, welcher mein Leben für immer veränderte, nein, mein Leben für immer zerstörte, lässt meinen Körper erzittern. Wie in Zeitlupe durchlebe ich diesen Moment immer wieder und wieder. Es gab nichts, was ich hätte tun können um es zu verhindern. Das ist keine Ausrede; ich hätte wirklich nichts ändern können. Passiert wäre es so oder so. Aber warum ausgerechnet ich?

 

Trotzdem bereue ich es zutiefst und verabscheue mich selbst für das, was ich getan habe. Sicherlich hätte ich meiner Qual schon längst ein Ende setzen können indem ich mir in den Kopf schieße oder mir einen Strick um den Hals hänge und von einem Stuhl springe oder aber ganz einfach und simpel mit Hilfe einiger Schlaftabletten friedlich einschlafe. Doch mein Schicksal hat etwas anderes als breiige Hirnmasse und Knochensplitter meines Schädels an der Wand vorgesehen. Den Tod habe ich nicht verdient. Nein, der Tod wäre definitiv keine angemessene Strafe für mich. Meine Strafe besteht darin, weiterzuleben, während mich die Vorwürfe von innen zerfressen, wie Maden. Fette, weiße, glitschige Maden, die sich in meinen Innereien fast spürbar winden und krümmen und Stück für Stück immer mehr von meinem alten Ich verschwinden lassen.

 

Ich war nicht immer so ein jämmerliches Stück Scheiße. Bevor ES geschah, stand ich fest im Leben, hatte einen sehr gut bezahlten Job, war im Besitz eines soliden aber wunderschön eingerichteten Hauses und ich hatte, wie soll es auch anders sein, die perfekte Frau an meiner Seite. Die Betonung liegt auf „hatte“.

 

Bis auf ein paar Rücklagen, welche ich für die Zukunft angespart habe, ist von Alldem nichts mehr vorhanden. Oh, wie vermisse ich ihre zarten Berührungen, jeder ihrer Küsse schmeckte nach puren Glück und ihr Lachen ließ jede noch so dunkle Wolke verschwinden. Sie war die Sorte Mensch, die alle Blicke auf sich zog, sobald sie einen Raum betreten hat.

 

Darf ich Ihnen noch etwas einschenken?“ Der Kellner reißt mich aus meinen bittersüßen Erinnerungen. Er ist leicht verschwommen, als ob ich ihn durch ein milchiges Glas betrachten würde. Ich blinzle und sehe ihn schließlich wieder klar vor mir. Habe ich etwa geweint? Sein fragender und müder Blick entgeht mir nicht. Ich nicke ihm zu und er befüllt mein inzwischen leeres Glas. Seit Monaten komme ich jeden Abend in diese Bar um meinen Verstand zu betäuben. Leider mit wenig Erfolg. Im Gegenteil; ich habe das Gefühl, als würden meine dunklen Gedanken wie Dornenranken weiter wachsen, nachdem sie ordentlich bewässert wurden. Dennoch zieht es mich immer wieder hierher.

 

Während der Kellner gähnend verschwindet, schwenke ich das volle Glas in meiner Hand. Fast hypnotisierend tanzen die Eiswürfelreste in der goldfarbenen Flüssigkeit. Ich nehme einen Schluck. Bevor ich das Glas wieder absetze, richtet sich mein Augenmerk auf eine junge Schönheit am Bartresen. Sie ist mir hier vorher noch nie aufgefallen. Mit viel Mühe lächle ich ihr zu, was sie mit einem vielversprechenden Augenzwinkern quittiert. Sie spielt an einer Strähne ihrer langen, blonden Haare und dreht sich lasziv zu mir um. Ich nehme noch einen Schluck und wende meinen Blick nicht von ihr ab. Mit ihren rot lackierten Fingernägeln tippt sie auf ihrem Handy und schaut immer wieder zwischendurch zu mir, sodass sich unsere Blicke wieder und wieder treffen. Mit wem sie wohl gerade schreibt?

 

Die für eine Bar typische Geräuschkulisse rahmt uns ein. Eine Gruppe junger Leute scheint sich nach langer Zeit wieder zu treffen und man plaudert angeregt über die jüngsten Ereignisse. Weiter hinten streitet sich ein Pärchen lautstark.

 

Der Kellner poliert Gläser und beobachtet das zu eskalieren drohende Geschehen. Dabei nickt er mit seinem Kopf rhythmisch zur Musik, die gerade so laut ist, dass man sie hört, sich aber trotzdem unterhalten kann. Mein Blick wandert durch das Lokal und plötzlich sehe ich sie.

 

~WARUM?~

 

Blut fließt ihr langsam aus dem linken Mundwinkel, das zarte Kinn entlang. Verurteilend schaut sie mich an. Ihre einst grünen Augen sind nun milchig trüb. Ihre fahlen Lippen formen tonlos einmal mehr diese immergleiche Frage. Ich möchte ihr sagen, wie leid es mir tut. Doch sobald ich meinen Mund auch nur öffne, verschwindet sie. Wie gelähmt sitze ich da und halte mein halb volles Glas so fest, dass es droht zu zerspringen. Nachdem ES passierte, erschien sie nur in meinen Träumen, sodass ich jede Nacht schweißgebadet aufwache. Das hier war das erste Mal.

 

Ich schaue auf mein Glas, die Eiswürfel sind inzwischen komplett geschmolzen und haben die goldene Flüssigkeit etwas aufgehellt. Mit einem Zug trinke ich es aus und stehe auf. Alles um mich herum dreht sich als stünde ich auf einem Karussell. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt den Heimweg anzutreten, denn nur im alkoholisierten Zustand kann ich einschlafen; auch wenn es nur ein paar Stunden sind. An der Bar bezahle ich meine Rechnung und schlendere in Richtung der Toiletten. Die Schönheit am Tresen schaut mir nach. Auch als ich mit dem Rücken zu ihr gewandt den Raum verlasse, kann ich ihre Blicke spüren. Als sich die Tür zur Herrentoilette knarrend hinter mir schließt, ist es still. Meine Schritte hallen durch den Raum. Als ich damals zum ersten Mal diese Toilette betrat, war ich überrascht wie modern sie ausgestattet war. Abplatzungen am Furnier, roter Rost an der Klinke sowie das laute Knarren beim Öffnen der verwitterten Tür weckten die Erwartung in ein alles andere als sauberes Örtchen zu treten. Ich gehe zu einem Pissoir um mich zu entleeren. Da diese Becken am anderen Ende des Raumes platziert sind, stehe ich mit dem Rücken zur Tür. Während ich da stehe, öffnet sich die Tür erneut mit einem lauten Knarren und ich höre Schritte. Jemand nähert sich mir langsam. Ich erkenne den Mann wieder, der gerade neben mir laut seufzend die Hose öffnet. Schütteres Haar, große Nase und im Gegensatz zu mir geht der Mann in seiner Mitte ziemlich weit auseinander. Er saß vorhin alleine an einem der Fensterplätze, als würde er auf jemanden warten. Er ist noch beschäftigt, während ich schnell meinen Reißverschluss zu mache und zu den Waschbecken hinübergehe, um mir die Hände zu waschen. Er tut es mir gleich. Eilig trocknet er seine Hände mit einem Papiertuch. Als er vor mir den Raum verlässt, sehe ich im großen Spiegel, dass dort wo eben noch der Mann stand, ein Handy liegt. Es muss von ihm sein, da es vorher definitiv noch nicht da gelegen hat. Ich rufe dem Mann hinterher, doch er scheint mich nicht zu hören. Mit dem Handy in der Hand verlasse ich das Klo und laufe ihm schnellen Schrittes hinterher. Bevor ich ihn erreichen kann, bleibt er stehen und tätschelt an sich herum. Wahrscheinlich sucht er es gerade. Ich tippe ihn an die Schulter und gebe ihm das Fundstück zurück. Er bedankt sich grunzend und verlässt die Bar. Nun ist es auch für mich Zeit zu gehen. Bevor ich die Bar verlasse, schaue ich nochmal zum Tresen. Die schöne Frau sitzt nicht mehr an ihrem Platz. Achselzuckend senke ich meinen Blick, doch was sehe ich auf dem Tisch wo ich bis eben noch gesessen habe? Es erscheint mir wie ein schlechter Scherz. Dort, wo eben noch mein leer getrunkenes Glas stand, liegt ein Handy.

 

Es ist kein neuwertiges Handy, aber auch kein sehr altes Modell. Merkwürdig, wer benutzt solch ein Ding heutzutage noch? Dass es hier hingelegt wurde, scheint niemand bemerkt zu haben. Die Leute um mich herum unterhalten sich angeregt, einige tanzen auf der kleinen, dafür vorgesehenen Fläche, Niemand macht auf mich den Eindruck, ein Handy zu vermissen. Meine Kehle fühlt sich trocken an und ich winke dem Kellner zu. Ja, ein weiteres Glas mit der goldenen Flüssigkeit ist jetzt genau das Richtige. Das Handy liegt leicht in meiner Hand. Es wurde von seinem Besitzer anscheinend kaum genutzt, denn es hat weder Kratzer noch andere Gebrauchsspuren. Ich drehe und wende es offensichtlich, in der Hoffnung, dass jemand es erkennt und mich bittet es auszuhändigen. Nichts passiert! Während ich das Handy weiter in meiner Hand betrachte, berühre ich versehentlich eine der Tasten. Der Bildschirm leuchtet auf und taucht mein Gesicht in bläuliches Licht. Komisch, das auf dem Display angezeigte Datum stimmt überhaupt nicht mit dem heutigen Datum überein. Normalerweise würde man denken, dass es sich um eine simple Fehleinstellung handeln könnte. Doch irgendetwas stimmt mit dem Datum nicht, welches mir gerade entgegen leuchtet. Es ist merkwürdig vertraut, der Grund will mir aber nicht einfallen. Verdammter Alkohol! Ich lasse vom Versuch ab mich daran zu erinnern in welcher Verbindung das Datum stehen könnte und entsperre das Telefon. Es ist keine Tastensperre vorhanden, was es sehr leicht macht. Ich weiß, dass man an fremden Dingen nichts zu suchen hat. Erst recht nicht an fremden Handys. Doch was ich nun auf dem Bildschirm sehe, ist mir alles andere als fremd. Der in einem Bild festgehaltene Moment ist einige Monate her. Es zeigt eine Person, die gerade in ein Hotel eincheckt. Diese Person trägt eine Perücke und einen falschen Bart, blickt vorsichtig um sich. Trotzdem erkenne ich den abgelichteten Mann, denn ich blicke gerade mir selbst in die Augen. Es sind einige Bilder. Manche sind alt, andere ganz aktuell und ich bin auf allen drauf. Manchmal trage ich Perücken, eine andere Nase oder ich habe eine andere Augenfarbe. Was geht hier vor und woher…?

 

Kalter Schweiß bildet sich auf meiner Stirn. Vereinzelte Schweißtropfen bahnen sich ihren Weg über meine mit Bartstoppeln versehenen Wangen bis hinunter zum Kinn. Ich höre Blut in meinen Ohren rauschen und ich spüre, wie sich mir der Magen umdreht. Schlagartig wird mir schlecht. Schnellstmöglich renne ich zur Toilette um mich zu übergeben. Als ich nur noch Galle aus meinem Mund würge, verweile ich noch ein paar Minuten hockend vor dem WC. Ein ungutes Gefühl macht sich in mir breit. Es kann unmöglich ein Zufall sein, dass ich dieses Handy gefunden habe. Leicht schwankend gehe ich zum Waschbecken um mein Gesicht und meinen Mund zu waschen. Mir schwirrt der Kopf und ich drücke meine Stirn gegen den kühlen Spiegel. Auf der glatten Fläche bildet sich durch meinen Atem ein kreisrunder Film, welcher noch größer wird, je mehr ich ausatme. Es ist definitiv kein Zufall. Jemand muss herausgefunden haben, womit ich mein Geld verdient habe. Dieser Jemand hat diese Bilder von mir gemacht und dafür gesorgt, dass ich das Handy erhalte. Die Person will, dass ich von ihrer Kenntnis über meine Vergangenheit erfahre. Aber wie kann das sein? Ich habe nie jemanden von meinem Beruf erzählt. Es wäre ein viel zu großes Risiko gewesen. Es ist ein Geheimnis, mein dunkles Geheimnis.

 

Mit Papiertüchern reibe ich mein Gesicht trocken, sodass an manchen Stellen leichte Rötungen entstehen. Ich muss hier raus und in Ruhe nachdenken. Beim Verlassen der Bar nehme ich das Handy und lege Geld für den letzten Drink auf den Tisch. Mit pochenden Herzen in der Brust bleibe ich im Eingangsbereich stehen. Ich Idiot habe meine Jacke Zuhause liegen gelassen. Es regnet in Strömen und bis zu mir sind es einige Blöcke. Seufzend verlasse ich die Bar. Der Regen scheint zu versuchen die Sünden meiner Vergangenheit wie Dreck von mir runter zu waschen. Doch sie sitzen tief, sehr tief in mir drin. Ich laufe los, mit dem Handy in der Hosentasche um es vor der Feuchtigkeit zu schützen. Dass mein ehemaliger Beruf Konsequenzen mit sich bringt, war mir schon immer bewusst. Doch wann und in welcher Form ich diese zu spüren bekomme, konnte ich nicht ahnen. Eines steht aber fest; die Person will höchstwahrscheinlich meinen Tod. In meiner Brust schmerzt es, auf meine Lippen tropfender Regen schmeckt salzig, Schweiß rinnt aus sämtlichen Poren und vermischt sich mit dem vom Himmel tropfenden Wasser. Ich muss stehen bleiben, weil mir schwindelig wird. Ich atme so hastig, dass meine Lunge brennt. Meine Haare kleben klitschnass an meinem Kopf und ich blicke mit weit aufgerissenen Augen auf den Boden. Klare Gedanken kann ich nicht fassen, zu tausenden schweben sie mir durch den Kopf und ich versuche einzelne Fetzen davon heraus zu ziehen. Es ist wahrscheinlich, dass mein Leben in Kürze enden wird, dass ich zum letzten Mal den Wind und die einzelnen Regentropfen in meinem Gesicht spüre. Ja, den Tod habe ich schon oft herbei gesehnt. Viele Male habe ich an den Tod gedacht und überlegt auf welche Art meine Augen sich für immer schließen werden. Trotzdem steigt Panik in mir auf. Ich möchte Schreien, doch meine Kehle ist wie zugeschnürt. So stehe ich nun da, mitten im Regen, der unerbittlich gegen die Fensterscheiben der parkenden Autos hämmert. Noch immer blicke ich auf den Boden und wimmere wie ein kleines Kind. In meinen Augen sammelt sich Tränenflüssigkeit, sodass der Boden immer verschwommener wird. Mit meinem Nassen Ärmel wische ich meine Tränen weg und lege den Kopf in den Nacken. Ich muss mich zusammenreißen. Nur mit klaren Verstand kann ich nachdenken und vielleicht herausfinden, wer dafür gesorgt hat, dass ich dieses verdammte Handy finde. Die Straße ist, abgesehen von mir, menschenleer. Am Straßenrand stehende Laternen leuchten mir den Heimweg. Über mir hängt die messerscharfe Mondsichel und spendet ihr weiß-blasses Licht. Ich laufe weiter. Entschlossen, herauszufinden was hier gerade passiert, laufe ich am Park vorbei. Gespenstisch ragen die fast nackten Äste der Bäume in den dunklen Himmel als würden sie den Mond beschwören. Der Wind heult durch die Äste und sorgt dafür, dass die dünnen Bäume hin und her wiegen. Bis zur Haustür ist es nicht mehr weit, fast bin ich am Ziel. Trotzdem kommt mir der Heimweg diesmal ewig vor. Der Regen ist inzwischen schwächer geworden und prasselt nicht mehr in dicken Tropfen in mein Gesicht. Ich kann die Haustür schon sehen und marschiere weiter. Vorsichtig fische ich meinen Schlüsselbund aus meiner linken Hosentasche und suche den passenden Schlüssel. Als ich die holzverkleidete Tür öffne und das grelle Licht im Hausflur angeht, muss ich blinzeln. Mit zusammengekniffenen Augen betrete ich das Mehrfamilienhaus und gehe die Stufen hinauf. Meine Wohnung befindet sich im 3. Obergeschoss. Oben angekommen, muss ich kurz verschnaufen. Meine körperliche Fitness habe ich wohl in den letzten Monaten ziemlich vernachlässigt. Vor meiner Tür nehme ich einen vertrauten Geruch wahr. Kindheitserinnerungen schießen mir in den Kopf. Ist es möglich? Ich schließe die Wohnungstür auf und bemerke, dass sie sich sofort öffnet. Normalerweise schließe ich immer ab. Vorsichtig betrete ich meine Wohnung.

 

Meinen Schlüssel lege ich in eine Schale auf der Kommode gleich neben der Eingangstür. Langsam trete ich in den Korridor. Es ist dunkel, ich mache das Licht an. Nichts auffälliges und trotzdem ist da dieses ungute Bauchgefühl. Aus dem Badezimmer höre ich aus dem Wasserhahn Wasser tropfen. Bisher habe ich versäumt, ihn zu reparieren. Mit den Augen rollend schleiche ich weiter Richtung Wohnzimmer. Überall stehen noch Umzugskartons herum. Seit ich hier wohne, lebe ich ich aus diesen Kisten aus Pappe. Besuch erwarte ich keinen, daher war es mir bisher nicht wichtig die Kartons auszupacken und die Wohnung vollständig einzurichten. Ob ich nochmal die Gelegenheit dazu bekommen werde? Ich erreiche den Eingang ins Wohnzimmer schalte auch hier das Licht an. Die am Kabel hängende Glühbirne erhellt den Raum. Die Einrichtung in diesem Zimmer besteht lediglich aus einem TV-Schrank worauf ein Fernseher steht, einer U-förmigen Couch und einem kleinen Tisch. Die Wände sind kahl und ohne Farbe.

 

Ein Mann sitzt auf meiner Couch. Sofort erkenne ich ihn wieder; unter tausend anderen Menschen würde ich ihn spielend wieder erkennen.

 

Mein ehemaliger bester Freund aus Kindertagen. Mit ihm zusammen lernte ich Fahrradfahren, genoss mein erstes Bier, rauchte mit ihm zusammen die erste Zigarette und er war mein Trauzeuge. Auch als meine Frau vor ein paar Jahren an Lymphdrüsenkrebs starb, war er für mich da. Seit dem Vorfall vor ein paar Monaten habe ich ihn nicht mehr gesehen.

 

Die letzten Monate haben ihre Spuren hinterlassen. Grauer Schimmer im dichten Haar, tiefe Schatten unter den Augen und blasse dünne Haut. Sein Blick ist leer und dennoch ist darin ein funkeln zu erkennen. „Ich nehme an du hast mein Handy gefunden.“, spricht er mit ruhiger und tiefer Stimme. „Es ist schon eine Weile her, dass ich dich das letzte Mal gesehen habe. Du siehst scheiße aus.“

Das kann ich nur zurückgeben.

Er bleibt weiterhin sitzen und ich stehe wie angewurzelt ihm gegenüber. Er zündet sich eine Zigarette an. Als die Flamme die Spitze berührt, glüht diese knisternd auf. Er inhaliert den giftigen Qualm genussvoll und pustet ihn langsam wieder aus. Sein Gesicht ist vollständig vom Qualm umhüllt, seine Augen schimmern durch die grau-blaue Wand. „Du fragst dich bestimmt, wie ich dein kleines Geheimnis herausgefunden habe, stimmt´s?“ Ein fieses Grinsen umspielt seine Lippen. „Tja, ich werde es dir nicht verraten, das bleibt mein kleines Geheimnis.“

Warum ich hier bin, kannst du dir aber bestimmt denken.“ Natürlich weiß ich aus welchem Grund du hier bist.

~WARUM?~

 

Wie ein unartiges Kind schaue ich zu Boden und schäme mich. Stille erfüllt den Raum, nur das Tropfen aus dem Badezimmer ist zu hören. Eine gefühlte Ewigkeit schweigen wir. Sein Blick verfinstert sich und er spricht mit belegter Stimme: “Du Schwein hast sie umgebracht! Kaltblütig hast du meine Frau erschossen!“, seine Stimme wird lauter, „War es das Geld wenigstens wert? Du elender Mistkerl hättest daran ersticken müssen!“ Den letzten Satz spuckt er mir entgegen. Ich kann ihm kaum in die Augen sehen. Dass er mir den Tod wünscht, ist absolut nachvollziehbar. Meine Brust zieht sich zusammen. 

 

Er steht auf, greift in seine Jackentasche und holt einen Gegenstand heraus. Einen silbrig glänzenden Gegenstand, es ist eine Waffe. Mit dieser Waffe kratzt er sich an der Schläfe und zieht erneut an seiner Kippe. Wie ein wildes Tier fixiert er mich mit seinem Blick. Nun streichelt er die Pistole schon fast sanft. „Ich dachte, es wäre nur fair, wenn ich deinem Leben ein Ende setze, so wie du es bei meiner Frau getan hast. Auge um Auge, du weißt schon.“, sagt er wieder mit ruhigem Ton.

 

Ich schaue in seine mit Hass erfüllten Augen und bin wie paralysiert, selbst wenn ich könnte, würde ich ihm nicht widersprechen. Es kostet mich viel Kraft seinem Blick Stand zu halten. Nun richtet er die Waffe auf mich, zielt auf meine Brust – dorthin wo gerade mein Herz rasend schnell schlägt und fast zerplatzt.

 

Klack

 

Langsam schließe ich meine Augen und atme tief ein. Eine Erinnerung drängt sich in meine Gedanken. Ich sehe einen Jungen weinend am Boden sitzen, an seinem Knie hat er eine Platzwunde. Ein anderer Junge reicht dem tränenüberströmten Jungen am Boden die Hand, um ihm aufzuhelfen.

 

Wir bleiben für immer Freunde.“

 

102 thoughts on “Das zerstörte Band

  1. Liebe Sandra,
    deine Geschichte hat mir gefallen⭐️ Die Bildsprache (die Maden oder die Dornenranken) ist total toll und damit erzeugst du eine herrliche bizarre Atmosphäre, die zum Weiterlesen anregt und gleichzeitig dabei so angenehm unaufgeregt ist. Mein Herzchen hast du ❤️ und ich hoffe, dass deine Geschichte noch mehr gelesen wird!!.

    Hast du Lust, auch meine zu lesen, zu kommentieren und ggf. zu herzen😅🙈. Würde mich sehr freuen. Sie heißt: Vollende…t

    Viele liebe Grüße
    Christina

      1. Liebe Sandra

        Ich war ganz gebannt und gefesselt von Deiner Geschichte und habe beim lesen richtig mitgefiebert. ^^ Der Schluss war sehr gut geschrieben. Mach bitte weiter so. *_*

  2. Liebe Sandra,
    du hast sehr bildlich geschrieben. So einen ähnlichen Satz habe ich auch in meinem Text. Da musst ich schmunzeln. („Mit ihren rot lackierten Fingernägeln tippt sie auf ihrem Handy und schaut…“).
    Die Spannung steigt von Satz zu Satz: „Kalter Schweiß bildet sich auf meiner Stirn. Vereinzelte Schweißtropfen bahnen sich ihren Weg über meine mit Bartstoppeln versehenen Wangen bis hinunter zum Kinn.“ Toll 😀.
    Du erzeugst beim weiteren Lesen bei mir Herzrasen: „Gespenstisch ragen die fast nackten Äste der Bäume in den dunklen Himmel als würden sie den Mond beschwören. Der Wind heult durch die Äste und sorgt dafür, dass die dünnen Bäume hin und her wiegen…“
    Und ich kann mir vorstellen, wie sehr dein Protagonist sich verändert hat: „Grauer Schimmer im dichten Haar, tiefe Schatten unter den Augen und blasse dünne Haut.“

    Dein Ende ist spannend. Psycho pur 🙂

    Wenn du Lust hast auch meine Geschichte zu lesen, zu kommentieren und zu ❤, würde mich das riesig freuen. Sie heißt „Happy birthday“.

    Liebe Grüße,
    Martina 🌻

      1. Hallo Sandra,
        ich antworte dir hier noch einmal. Denn in meiner Kommentarfunktion konnte ich auf deine Nachricht nicht antworten. Seltsam. Dann hier: Danke für dein Feedback 🙂

        Liebe Grüße,
        Martina

  3. Hallo Sandra!

    Tolle und sehr fesselnde Geschichte – Spannung bis zum Schluss, das Ende hat’s in sich! Hat mir super gefallen! Ein Like von mir für deine Geschichte!

    LG, Florian

    PS. Würde mich auch sehr freuen, wenn du meine Geschichte lesen und vlt ein kurzes Feedback hinterlassen würdest. Und vlt sogar ein Like – für den Fall, dass sie dir auch wirklich gefällt 🙂

    https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/schach-matt

      1. Liebe Sandra

        Ich war ganz gebannt und gefesselt von Deiner Geschichte und habe beim lesen richtig mitgefiebert. ^^ Der Schluss war sehr gut geschrieben. Mach bitte weiter so. *_*

  4. Hallo Sandra!
    Ich habe es endlich geschafft, deine Geschichte zu lesen. Sie ist wirklich gelungen und du hast einen ganz eigenen Erzählstil, es liest sich trotzdem aber sehr flüssig! Das ist ja nicht bei Jedem so. 🙂 bleib da unbedingt dran! Lg Orkania

  5. Hallo Sandra,

    ich bin eben mit der Geschichte fertig geworden und sie gefällt mir sehr. Dafür, dass es der erste Versuch war, ist sie dir richtig gut gelungen. Durch die detaillierten Beschreibungen ist man mitten im Geschehen drin, leider lassen die zum Ende hin etwas nach, da dort mehr äußere als innere Handlung reinspielt. Die Leerstellen, wie der Mann z. B. hinter den Job des Protagonisten kam, haben mich nicht weiter gestört. Eine wirklich schöne Geschichte über „Freundschaft“! 🙂

    LG
    Peter
    https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/vergessen-3
    (Falls du Zeit und Lust hast – ich freue mich über jede Kritik. 😉)

  6. Ich hab jetzt endlich geschafft deine Geschichte zu lesen 🙂
    Finde sie sehr gelungen, dein Schreibstil gefällt mir und deine Geschichte hat sich super lesen lassen – gerne mehr 😉

    Vielleicht magst du ja auch bei meiner Geschichte „Kollateralschaden“ vorbeischauen 🙂

    Liebe Grüße

  7. Wow! Was für eine spannende Geschichte! In einen flotten Tempo führst du den Leser in die Abgründe deines Protagonisten. Vom ersten Satz an war ich gefesselt. Ich habe mich keine Sekunde gelangweilt. Auch dein Schreibstil gefällt mir außerordentlich gut. Deshalb bekommst du von mir sehr gerne ein Like. 😊
    Liebe Grüße
    Angela
    PS: Falls du magst …, meine Geschichte heißt „Stunde der Vergeltung“ 😊
    https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/stunde-der-vergeltung

  8. Moin Sandra,

    Da ist dir was richtig gutes gelungen. Bildhaft, detailliert führst du deine Leser durch deine Geschichte. Vom Anfang bis zum Ende spannend und packend geschrieben. In einem Rutsch durchgelesen. Mein Lieblingssatz:

    „ Der Regen scheint zu versuchen die Sünden meiner Vergangenheit wie Dreck von mir runter zu waschen.“

    Die Metaphern die du benutzt sind klasse, dadurch schaffst du eine düstere Atmosphäre. Kannst stolz auf dich sein und danke das du deine Geschichte mit uns geteilt hast.
    Mein Like lass ich dir gerne da und wünsche dir alles Gute für‘s Voting.

    LG Frank aka leonjoestick ( Geschichte: Der Ponyjäger)

    1. Schon nach wenigen Sätzen dachte ich „Wow“ weil du eine so schöne Art zu schreiben hast, das es sich deutlich von den meisten anderen Geschichten abhebt, die ich hier gelesen habe. Du gehörst für mich hier wirklich zu den Talenten, von denen ich mir gut vorstellen kann in Zukunft noch mal zu hören. Ich drücke dir die Daumen.

      LG, Holly 😉

  9. Liebe Sandra,

    als Erstes das Wichtigste: Wow! Hammergut!
    Es ist eine Schande, dass Du bislang nur so wenig Likes hast.
    Deine Geschichte hat mich total mitgerissen, Dein Schreibstil, Deine bildhaften Ausführungen, der Schluss mit der traurig-schönen Rückblende in die Kindheit der zwei ehemaligen Freunde, toll!!!!
    Er war ein Auftragskiller, oder? Hierüber hätte ich gerne noch mehr erfahren, vor allem darüber, wieso die Frau des Freundes hat sterben müssen und wer ihm den Auftrag dazu gegeben hat.

    Mach bitte unbedingt mehr Werbung für Deine Geschichte, sie gehört für mich ins eBook!

    Wenn Du Lust hast, würde es mich freuen, wenn Du auch einen Blick über meine Geschichte werfen magst, sie heißt „Räubertochter“.

    Liebe Grüße
    Anita

  10. Liebe Sandra

    Deine Geschichte hat mich gefesselt und gepackt.
    Und zwar komplett.
    Du hast die Parameter gut umgesetzt und das Finale war tragisch, spannend und irgendwie schön zugleich.

    Mich haben die offenen Fragen nicht gestört. Im Gegenteil.
    Auf diese Weise arbeiten die Eindrücke im Kopf des Lesers/ der Leserin noch weiter.

    Dein Schreibstil ist genial und wirkt auf mich gereift und sicher. Du benutzt genau die richtige bildhaft ausgeprägte Sprache, die ich so mag.
    Metaphern, Vergleiche, passende Adjektive

    Die Grundidee mit dem Killer war toll, die Umsetzung seriös und gekonnt.

    Du kannst sehr stolz auf dich sein.

    Das Genialste am Ende ist, dass man es in zwei Richtungen interpretieren kann.
    Niemand kann wirklich wissen, wie die Geschichte endet.
    Lebt der Hauptprotagonist am Ende noch? Hatte die Waffe Ladehemmung, wegen des Wortes „Klack“? Schießt der andere erneut? War sie bewusst nicht geladen? Ist das Band der Freundschaft nun zerrissen, oder vielleicht doch nicht?

    Du siehst. Deine Geschichte beschäftigt mich wirklich.
    Und deshalb ist sie so toll.

    Ich wünsche dir und deiner Geschichte alles Gute und viel Erfolg.
    Und noch viel mehr Likes und begeisterte Leserinnen und Leser.

    Ich lasse dir natürlich ein Like zurück.

    Pass auf dich auf und schreib weiter und weiter.
    Du hast ein riesiges Potenzial und ein wirklich großes Talent.

    Liebe Grüße, Swen Artmann (Artsneurosia)

    „Die silberne Katze“

  11. Liebe Sandra,
    danke für deine Geschichte, die mir sehr gut gefallen hat! Besonders mag ich, dass man sofort bei der Hauptfigur ist, ab dem ersten Satz sozusagen. Klasse!
    Mach weiter so! Viel Erfolg für einen Platz im ebook! 😉
    Liebe Grüße
    Sabrina

  12. Liebe Sandra,

    wie auf Instagram bereits angekündigt, habe ich mich gleich an deine Geschichte gesetzt und diese wohl mit Genuss verschlungen.

    Du gibst dem Leser viel Spielraum, viel Zeit nachzudenken, aber auch, viel Zeit, um mitzufiebern. Deine Wortwahl gefällt mir immer wieder, einige bildhafte Beispiele haben mich so tief in die Geschichte hinein gezogen, dass ich mir vorgestellt habe, ein unscheinbarer Besucher zu sein, der alles mitverfolgt. Die Geschehnisse in der Bar, die Szenerie in der Herrentoilette, der Weg nach Hause, die Wohnung. Die Begegnung mit dem alten Freund.

    Du kannst mit deinen Worten die Leser mitreißen und an jeden einzelnen Buchstaben fesseln. Weil du ein Gespür dafür hast, Fragen aufzuwerfen, die nicht lästig sind, aber Neugierde erwecken und den Hunger nach „mehr“ nicht stillen können. Ich würde, wäre das wohl ein komplettes Buch, eben dieses kaufen und gerne zu Ende lesen. Eben, weil du so viele Fragen offen lässt, was eine Kurzgeschichte (für mich persönlich zumindest) eben erfüllen „muss“.

    Der Protagonist ist mir mit jeder einzelnen Zeile, die ich verschlungen habe, immer sympathischer und menschlicher geworden. Mit ihm hat man nicht das Gefühl einer vermenschlichten Perfektion gegenüber zu stehen, die gänzlich fehlerfrei ist. Sein Leid ist verständlich, seine unterschiedlichen, bedrückenden Gefühle mehr als verständlich. Es gibt ein wenig Widerspruch zu seiner früheren Tätigkeit, aber das zeigt eben auch, dass er … ein Mensch ist.
    Ich mag diese Abschweifungen, die Erinnerungen, die ihn wohl doch sehr aufhalten und einnehmen. Er zeigt Reue, kommt mit der Vergangenheit (in meinen Augen) schwieriger aus, als man es vielleicht von einem Vertreter dieses Jobs denkt. Das gefällt mir.

    Auch, als die Begegnung mit dem alten Freund eingefädelt wird (fließend, man holpert nicht über einen kleinen Absatz, der lieblos hingedonnert wurde), hast du mich am Haken gehabt. Mir stand wirklich ein wenig die Kinnlade offen, weil das eben etwas ist, womit ich nicht gerechnet habe. Du bist für einige Überraschungen gut, wirklich. Eine Auflösung seiner Gräueltaten (im Bezug auf die Frau – will die Leser nicht spoilern) und dem Rachefeldzug haben mir ehrlich gesagt den Rest gegeben.
    Das offene Ende, für mich eine Qual. Weil es so verdammt gut gelungen ist und ich gerne wissen würde, was jetzt genau passiert ist. Man kann sehr viel hinein interpretieren und das finde ich so unfassbar gut.

    Allgemein, wie schon einmal beiläufig erwähnt. Ein sehr schöner Lesefluss. Ich bin an keinem ‚fatalen‘ Fehler hängen geblieben, sondern konnte den gesamten Text flüssig lesen und auch vom Inhalt her sehr gut mitverfolgen. Deine Wortwahl ist sehr schön gewählt, aber auch abwechslungsreich. Es gibt eher seltener Wiederholungen, du hast alles sehr lebendig und realistisch gestaltet.

    Mir gefällt das unheimlich gut! Herz ist abgegeben.

    Und mach‘ weiter so. Du hast wirklich Talent.

    Liebe Grüße,
    maj.be (Instagram: majbe.art / Geschichte: Kontrollverlust)

  13. Hallo Sandra,

    ein starkes Stück hast du da abgeliefert. Deinem Profil habe ich entnommen, dass dies dein erster Auftritt war. Wenn das so ist, kann ich nur sagen: Respekt.
    Du hast eine sehr bildhafte Art, dich auszudrücken. Schön zu lesen. Und zusammen mit deiner Idee ergeben sich für mich einige positive Punkte, die mir gar nichts anderes übrig lassen, als dir meine Stimme zu geben.

    Vielen Dank für deine Geschichte und bleib dabei, wenn es dir Spaß macht.

    Natürlich würde es mich sehr freuen, wenn du auch mal zu mir reinschaust und mich deine Meinung wissen lässt.

    Viele Grüße
    J. D.
    https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/das-leben-eines-toten-mannes

    1. Guten Abend 😊

      Vielen Dank für dein Feedback. Ja, es ist tatsächlich mein erster Versuch gewesen eine Geschichte zu verfassen. Der Wettbewerb war ein Anreiz mal etwas neues zu probieren und ja, es scheint gut anzukommen 🤗 und ich bin wahnsinnig glücklich darüber.

      Natürlich werde ich auch deine Geschichte lesen.

      Liebe Grüße

  14. Liebe Sandra,

    du hast eine tolle Geschichte geschrieben. Bereits den ersten Abschnitt finde ich mega spannend, so dass man auf jeden Fall dranbleiben will. Dein Schreibstil ist super flüssig und deine Sprache sehr bildhaft. Auch das Ende gefällt mir sehr gut. Irgendwie offen und irgendwie auch nicht….
    Mein Like hast du 🙂
    Viel Glück weiterhin!
    lg Kerstin (Das Mädchen Dana)

  15. Hallo Sandra,

    ich hab Deine Geschichte in einem Rutsch durchlesen müssen. Ich denke, so drücke ich am besten aus, wie spannend ich sie fand. Bleib dabei und schreib mehr!

    Herzchen lass ich gerne da und Danke auch für Deins und den Kommentar unter meiner Geschichte („Und der Tod fragte sich, wer er eigentlich ist?“)

    Liebe Grüße von der Charlie

  16. Hallo Sandra,
    was soll ich noch schreiben, was nicht schon alles geschrieben wurde?
    Du hast eine wahnsinnig gute Geschichte geschrieben. Die Themenparameter hast Du durchweg toll eingehalten. Vor allem die Finte mit dem ersten gefundenen Handy fand ich sehr gut, sehr speziell, sehr eigen! Aber Du hast als eine der ganz wenigen hier auch die klassischen Parameter einer Kurzgeschichte fantastisch umgesetzt. Ein relativ offener Handlungsstrang, der dem Leser sehr viel Interpretationsspielraum lässt und ein großartiges, offenes Ende, dazu ein grandioser Schlusssatz!
    Deine Bildsprache ist großartig, ich habe geradezu am Bildschirm geklebt beim Lesen.

    Ein großes Kompliment, mein Like hast Du natürlich!

    LG,
    der schweenie

    P.S. vielleicht hast Du ja Zeit und Lust, auch meine Geschichte zu lesen und ein Feedback da zu lassen.
    https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/glasauge

  17. Total interessanter Schreibstil! Ich finds super, wie du durch die „Warum“s die einzelnen Abschnitte gegliedert hast, ohne den Text in Kapitel zu unterteilen. Sehr kreativ! Wie im Kommentar über mir schon angemerkt ist deine Geschichte auch wirklich eine der wenigen Geschichten hier, die von Umfang, Form und Inhalt wirklich wie eine Kurzgeschichte geschrieben sind. Deine Bildsprache hat auch mich beindruckt! Du kannst sehr lebendig und glechzeitig spannend und nachvollziehbar schreiben 🙂
    Einen kleinen Fehler hab ich aber gefunden: Der Satz „Seit ich hier wohne, lebe ich ich aus diesen Kisten aus Pappe“ stimmt irgenwie nicht. Aber kannst die Geschichte ja zum Glück bearbeiten 😀
    Ansonsten Liebe Grüße und schreib weiter!
    Ann-Kristin (Nacht der Unschuld)

  18. Liebe Sandra,

    nun hab ich auch deine Geschichte gelesen und sie gefällt mir sehr gut (ich verschenke nämlich keine Herzchen 😉 ). Insbesondere die Art und Weise wie du die Atmosphäre kreierst und dein Schreibstil sprechen mich sehr an.

    PS: ich musste bei deinem Ende gerade auch schmunzeln, wir sind uns da echt sehr ähnlich 😉

    Alles Liebe

    Jules

  19. Hallo,
    ich bin gerade einfach durch die noch nicht von mir gelesenen Geschichten gescrollt und bei Deiner herausgekommen. Ich habe gerade Pause in der Arbeit und habe mir damit wunderbar und in spannender Erwartung die Zeit vertrieben – besser kann es ja nicht sein 🙂 Jetzt sitze ich hier, bin vom Ende begeistert und würde gerne mehr von Dir lesen…

    Daher lasse ich Dir gerne ein Herzchen da!
    Vielleicht magst Du ja auch bei mir „vorbeilesen“ und bei Gefallen meine Geschichte Liken?
    Ich würde mich sehr freuen!

    Liebe Grüße
    Anna (Die Nachtschicht)

  20. Hallo Sandra,

    ich habe mir heute deine spannende Geschichte durchgelesen. Besonders gefallen hat mir deine bildhafte Sprache. Durch die vielen Umschreibungen wurde man richtig in die Geschichte hineingezogen. Auch die Wahl mit der Ich-Perspektive, von der ich eigentlich nicht so der Freund bin, fand ich sehr gelungen. Diese Perspektivwahl brachte einen noch näher in das Geschehen und vor allem in die Haut des Protagonisten.

    Für deine Geschichte lasse ich gerne einen Like da. Ich wünsche dir viel Erfolg und hoffentlich einen Platz im E-Book. Ich würde mich freuen, wenn du auch meine Geschichte lesen würdest:
    https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/rate-wer-ich-bin

    Viele Grüße

    Marcel

  21. Hallo Sandra, tut mir leid leid, dass ich erst heute zum Gegenbesuch vorbei komme, aber dafür war ich dann Like Nr. 50 😉 Glückwunsch zu Deiner Geschichte. Obwohl mir gleich klar war welchen Beruf der Protagonist hatte, war ich total auf die Frau am Tresen konzentriert und habe gewartet wann sie als Racheengel um die Ecke schwebt 😂 Klasse Wendung 😉 Dein – ich nenne es als Hobbyschreiber mal – „blumiger Schreibstil“ hat mir sehr gefallen. Viel Glück fürs EBook LG Melanie (Blaues Mondlicht)

  22. Hey Sandra,

    eine wirklich spannende und unterhaltsame Kurzgeschichte die du da entstehen hast lassen – gefällt mir sehr gut!
    Die Idee, wirklich erst ganz am Schluss aufzuklären, was geschehen ist, damit sich der Protagonist so schuldig fühlt, finde ich gut gelöst und macht das Ganze nochmal spannender.

    Mach weiter so – mein Like hast du 😉

    Liebe Grüße
    Sarah
    (Kurzgeschichte: „Unschuldskind“)

  23. Hallo Sandra,

    erst noch einmal vielen Dank für dein Feedback zu meiner Geschichte.

    Deine Story ist wirklich gelungen. Sie wirft so viele Fragen auf und macht neugierig auf mehr. Sie ist fesselnd und bildhaft beschrieben, man ist wirklich mitten drin und nicht nur dabei.

    Eigentlich kann ich hier nur wiederholen was schon mehrfach geschrieben wurde. Ich hoffe für dich, dass du es ins EBook schaffst, mit deinem Erstlingswerk!

    Viel Erfolg weiterhin und bleib gesund.

    Ganz liebe, kollegiale Grüße
    Monika

  24. Heyho Sandra,
    Hut ab, du hast eine tolle bildliche Ausdrucksweise. Die Bilder in meinem Kopf haben mich die ganze Zeit beim Lesen begleitet und deine super umgesetzte Handlung so gut unterstrichen. Ich war fast schon traurig als im am Ende angekommen war! Meine Stimmen bekommst du auf jeden Fall ☺️.

    Ich wünsche Dir viel Erfolg 🍀.

    Liebe Grüße

    Maddy

    P. S Meine Geschichte heißt „Alte Bekannte“ und ich würde mich über dein Feedback freuen 🙈😊.

  25. Hej Sandra!

    Im Moment verarbeite ich noch alle liegen gebliebenen Kommentare und Likes. Und endlich habe ich es geschafft, ein paar Geschichten auf meiner Liste nachzuholen. Ich möchte mich auch nochmal für Dein Like und Deinen Kommentar bedanken! Irgendwie hatte ich gedacht, dass ich mich dafür schon revanchiert hatte, das war aber anscheinend noch nicht der Fall. Hm. Komisch. Tur mir leid. Ein paar Tage geht das Voting noch, es wird langsam spannend, da verliert man den Überblick..egal!

    Das Meiste wurde ja schon geschrieben. Als Erstlingswerk genial geschrieben. Vielleicht hast auch Du für Dich entdeckt, dass da Talent ist. Die ersten positiven Kommentare lächelt man noch weg, aber dann freut es einen. War bei mir jedenfalls so, vielleicht geht es Dir ähnlich?

    Die Perspektive eines Täters hat mich sogar inszipiert, das gibt es zwar ab und zu, ist aber auch trotzdem ungewöhnlich. Du hast da eine wirklich gute und spannnende Geschichte geschrieben!

    Klitzekleine, konstruktive Kritik meinerseits, da ich selbst aus der Medizin komme: die Art des Sterbens lässt sich auf viele Arten noch etwas realistischer darstellen, was dem Ganzen noch mehr Gruselfaktor (oder Ekel) aufsetzt. Aber das ist wirklich nur eine Randbemerkung von mir!

    LG aus Hamburg
    Chris
    https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/identitaet-6

    1. Hi,

      Ich bin froh, dass meine Geschichte nicht untergegangen ist. Ehrlich gesagt, war es tatsächlich anders mit den ersten Kommentaren. Mir ging jedesmal das Herz auf. Dass jemanden mein, es nenne es mal Experiment, gefällt, hat mich riesig gefreut. Und ja, ich hatte Probleme mit den Selbstmordbeispielen. Am liebsten wollte ich es noch grausamer beschreiben, hatte jedoch auch keine Ahnung, wie lange ich für die ganze Geschichte brauche.

      Ich danke dir auch für deine Stimme und bin gespannt. 🤗

  26. Moin, Sandra! Auch ich gebe die letzten drei Tage noch einmal Gas und lese, was das Zeug hergibt …. eben warst Du „dran“!

    Hab aber nichts zu sagen oder zu monieren, was nicht schon gesagt worden wäre. Ich hätte nie gedacht, dass ich mal Mitleid mit einem Auftragsmörder (das ist er doch – gewesen, oder?) haben würde. Warum sollte er nochmal die Frau des besten Freundes töten? Du erklärst es sicher, wenn Du mehr draus machst 😉
    Mein Like hast Du!

    Kollegiale Grüße!
    Kathrin aka Scripturine / https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/die-nacht-in-der-das-fuerchten-wohnt

    … ich hab schon Kaffee vorgebrüht für Deinen Gegenbesuch bei mir 🙂

  27. Liebe Sandra,

    als ich nach deinem Kommentar unter meiner Geschichte einen Blick auf meine Liste geworfen habe, ist mir aufgefallen, dass deine Story noch ungelesen drauf steht. Und ich bin froh, dass ich sie noch gelesen habe, denn ich bin wirklich begeistert 😃

    Ich habe noch immer ein wenig Herzrasen, weil ich so durch deine Story gehechtet bin. Sie ist richtig spannend und du nutzt viele, tolle Bilder, um das zu bewirken. Mein Lieblingssatz: „Doch mein Schicksal hat etwas anderes als breiige Hirnmasse und Knochensplitter meines Schädels an der Wand vorgesehen“ 😃

    Obwohl du die Hintergründe nicht näher erläuterst, stört mich das gar nicht. Die tolle Atmosphäre, die du erzeugst und die super Wendung machen das allemal wett. Und ich kann noch in Ruhe darüber nachdenken 😃

    Ich hoffe, du schreibst noch viele solch fesselnder Geschichten 😎 Mein ❤ hast du dir sicher.

    Viele liebe Grüße
    Sarah (Rache ist süß)

  28. Hallo Sandra,

    Vorweg: ich liebe deinen Titel und dessen Bedeutung.

    Du hast einen ganz besonderen Schreibstil. Ich habe etwas gebraucht damit warm zu werden oder bin zwischen drin mal etwas abgedriftet… Liegt aber glaube ich daran, dass es schnell ist, rasant, eindrucksvoll und viel, was du mir als Leser mitgibst. Aber gerade das macht deine Geschichte auch aus, die tollen Metaphern und wir du mir deine Bilder ins Gehirn pflanzt.
    Irgendwie ist es wirr, psycho und es bleiben viele Fragen offen – aber das mag ich.
    Vermutlich liegt es an der Seite, aber deine Formatierung hat es etwas erschwert im Lesefluss zu bleiben. Die Abstände zwischen den einzelnen Zeilen waren schon so groß und so haben die Absätze nicht genug Theatralik.
    Alles in allem eine tolle Geschichte.

    Alles Liebe für dich,

    Jenny /madame_papilio
    (Nur ein kleiner Schlüssel)

  29. Liebe Sandra,

    das ist eine wirklich tolle Geschichte! Spannung und Neugier nehmen von Satz zu Satz zu und durch die bildliche Sprache ist man mittendrin. Hat mir richtig gut gefallen!

    Ein kleiner Tippfehler ist mir noch aufgefallen, falls du das noch ändern magst: „Ich kann ihn kaum in die Augen sehen.“

    Viel Glück und weiterhin viel Freude am Schreiben!
    LG Yvonne / voll.kreativ (Der goldene Pokal)

    1. Hey,

      vielen Dank für den Hinweis. 😁 Und natürlich auch für die lieben Worte. Sobald ich Feierabend habe, werde ich mir deine Geschichte anschauen; Ich kann grad nicht sehen, ob ich deiner Geschichte bereits ein Herzchen gegeben habe. Hoffentlich schaffe ich es noch rechtzeitig.

      Liebe Grüße

  30. Liebe Sandra,
    jetzt finde ich am letzten Tag des Wettbewerbs noch so eine Perle! Ich bin schwer begeistert von deiner Geschichte. Sie liest sich super, man fliegt nur so durch. Sie kommt völlig unaufgeregt daher, ist trotzdem spannend und tragisch irgendwie. Dein Schreibstil ist super. Alles ist auf den Punkt formuliert. Eine meiner Lieblingsgeschichten!
    Liebe Grüße aus dem Maislabyrinth, Andrea

  31. Liebe Sandra,
    eine tolle Geschichte, bin sehr froh darüber, dass ich sie heute noch gefunden habe. Toller Stil, und die Umschreibungen, einfach perfekt. Über einen Satz bin ich allerdings gestolpert, der mich nicht überzeugt hat: Eines steht aber fest: die Person will höchstwahrscheinlich meinen Tod. Wenn etwas feststeht, kann m.E. kein „höchstwahrscheinlich“ kommen. Aber das ist Jammern auf hohem Nivea, dein Text kann sich wirklich sehen lassen. Mein Herz bekommst du sehr, sehr gerne.
    Herzliche Grüße, bleib kreativ
    Monika
    (Quälende Erinnerungen

  32. Hallo liebe Sandra,

    Ich habe deine Geschichte grade durch Instagram entdeckt und sie war wirklich angenehm zu lesen!
    Mir sind deine wunderschönen Metaphern auf der Zunge zergangen. Ich habe mich richtig gefühlt, als würde ich einen düsteren Schwarz-Weiß-Krimi schauen!
    Ich hätte mir gerne mehr Details gewünscht und gleichzeitig finde ich es toll, wie du deine Leser grübeln lässt.
    Auf jeden Fall alles super umgesetzt. Vor allem die falsche Fährte mit dem Handy am Anfang. Da musste ich lachen😂
    Mein Like hast du und ich wünsche dir ganz viel Erfolg!

    Liebe Grüße
    Cassandra ^-^
    (Weder vergessen noch verziehen https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/weder-vergessen-noch-verziehen )

  33. Warum ist sie schon zu Ende? Nein, ernsthaft, ich hätte so gern weiter gelesen. Ich mag es total, wie du mit Sprache Bilder malst. Sehr gut! Ich überlege gerade, aber nein, ich hat nichts auszusetzen.

    Würde dir auch mehr Likes geben, geht nur nicht 😉
    LG, Melli („Der fliederfarbene Schmetterling“ und „Ohrenbetäubende Stille“)

  34. Liebe Sandra,

    Heute kam ich dazu Deine Geschichte zu lesen. Ganz toll geschrieben, sehr spannend und fesselnd. Ich bin froh, die Geschichte noch gelesen zu haben und Dir mein Herzchen zu geben. Ich drücke die Daumen, dass Du ins Ebook kommst! 🙂

    Liebe Grüße,
    Steffi („Sonnenschein“)

  35. Liebe Sandra,
    auf den letzten Drücker hab ichs jetzt doch noch geschafft, deine Geschichte zu lesen 🙂
    ich fand sie auch total super. Vor allen Dingen gefällt mir das Ende, da es schön viel Interpretationsspielraum lässt. Sowas mag ich immer total gern. Von mir erhälst du ein Like und zwei gedrückte Daumen.
    Liebe Grüße,
    Jess

  36. Liebe Sandra,

    wie versprochen mein Rückbesuch 🙂

    Mir hat deine Geschichte gut gefallen, du hast einen tollen Schreibstil, auch wenn für mich die Ereignisse dadurch eher wie ein Traum und sehr langsam vorkamen. Auch habe ich zuerst gedachte, der Protagonist sei eine Frau – keine Ahnung, warum 😀
    Das Ende kam für mich dann doch recht abrupt, aber es war genau richtig so, von daher habe ich dir auch mein Herzchen dagelassen.

    Viel Erfolg und liebe Grüße,
    Leandra (Versteckspiel)

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