Ani SchroederDer Schwur

Kapitel 1

 

„Und, was hast du gesagt?“

Christinas Stimme ging in so hohe Frequenzen, dass sie beim nächsten Wort nur noch von Hunden gehört werden würde.

„Elena, los sag‘ schon. Ich halte es kaum aus“.

Würde ich nicht im Bus sitzen, dann würde ich es hinausposaunen, so überglücklich war ich. Doch hier in der Linie 5 klebt jeder an jedem. Gerade zu dieser Tageszeit. Zum Glück habe ich noch einen Sitzplatz bekommen, aber der vermummte Typ neben mir, drückt sich ganz schön dicht an mich. Schon als er einstieg, habe ich mich gefragt, warum er bei diesem schönen Sommertag einen dicken, schwarzen Hoodie, Sonnenbrille und eine Wollmütze trug. Menschen sind und bleiben komisch.

Jedenfalls muss ich daher mein Glück hinausflüstern.

„JA…!!!“

„Ahhhhhhh…“

Mein Trommelfell zerplatzt fast, als Christina losschreit. Und ich glaube, ich habe doch nicht geflüstert, den Blicken um mich herum nach zu urteilen.

„Ja, ich habe tatsächlich ja gesagt“, flüstere ich nicht weiter und wir beide quietschen wie Teenager, wenn der Schwarm einem das erste Mal zuzwinkert.

„Au backe, Elena – herzlichen Glückwunsch! Oh mein Gott, ich bin so aufgeregt. Wer hätte damals schon gedacht, dass du mal vor mir heiraten würdest. Und dann noch Marc.

Der Traummann schlechthin. Ich sage Dir, wenn ich damals nicht noch das Auto hätte parken müssen und du nicht schon vor mir in die Bar gegangen wärst, dann hättest du keine Chance gehabt“, lacht meine beste Freundin hämisch.

Damit zieht sie mich immer auf.

„Wie hat er es gemacht?“, fragt sie so laut, als wenn ich schwerhörig wäre.

Ich bekomme immer noch Gänsehaut, wenn ich an den gestrigen Abend denke und ich erzähle Christina, wie Marc mich von der Arbeit abgeholt hat. Von den ganzen Rosen im Treppenhaus, bis vor unserer Wohnungstür. Von dem Moment, als ich die Wohnung aufschloss und den Flurboden mit dem riesigen Herzen aus Rosenblättern sah, bis hin zu den zwei Sektgläsern, die mir Marc auf Knien präsentierte und die Frage aller Fragen stellte.

Ein klassischer Antrag – für mich einfach perfekt.

Christina seufzt am anderen Ende der Leitung.

Kurz bevor ich zum Höhepunkt der Geschichte komme, hält der Bus unsanft vor dem Bahnhof Dammtor. Die Türen gehen auf und ein fliegender Menschenwechsel folgt. Ein Glück bewegt sich der eingepackte Möchtegern-Rapper neben mir und gibt mir meinen Tanzbereich zurück. Erst viel zu spät merke ich, dass sein Handy aus der Hosentasche gerutscht sein muss und nun auf dem verlassenen Platz neben mir liegt. Widerwillig, aber aus sozialem Anstand, nehme ich es in die Hand und rufe dem Besitzer hinterher.

„Hey. HEY – ihr Handy. Hallo? Sie haben…Scheiße, verdammt“.

Er ist weg. Untergegangen in dem Ameisenhaufen des täglichen Nahverkehr-Wahnsinns.

„Was ist los?“, fragt Christina, die das Ganze ja nicht sehen konnte.

„Ach, so ein Idiot hat sein Handy liegen gelassen und nun habe ich es angefasst und fühle mich dafür verantwortlich“, sage ich genervt. Einmal, wegen des Handys. Und einmal, da mich so ein Mist von Wolke 7 hinuntergeholt hat.

Genau deswegen halte ich nicht viel von sozialen Gepflogenheiten. Schon gar nicht bei solchen Gestalten.

„Ah, wie blöd. Das kennst du doch vom Job – angefasst ist wie angeleckt“, versucht mich Christina aufzumuntern.

„Ja, der Typ war mir eh schon nicht so geheuer und jetzt das.“

In der Hoffnung den Besitzer doch noch zu erwischen, scannen meine Augen jede Person außerhalb des Busses. Aber keine Chance.

„Dann lege es einfach wieder auf den Sitz und tue so, als wenn du es nicht gesehen hättest“, unterbricht Christina meine Suchaktion.

„Zu spät – der Bus ist einfach zu voll und dann denken die Leute noch, dass es mein Handy ist.“

Eine ausweglose Situation. Und Christina hat recht – angeleckt, mein Problem. 

„Ist das Handy gesperrt? Ansonsten kannst du ihn bestimmt irgendwie erreichen?“, schlägt Christina vor.

„Moment…ich schaue mal na…“

Ich erstarre. Ja, das Handy ist natürlich gesperrt, doch mir reicht schon der Blick auf das Display. Das kann nicht sein. Das ist unmöglich.

„Elena? Hallo? Bist du noch da? Elena?…Ah mist, die blöde Verbindung. Süße, falls du mich hörst, ich höre dich nicht mehr und lege jetzt auf. Hab‘ noch einen schönen Tag und ruf‘ mich nach der Arbeit an – ich will jedes kleinste Detail vom Antrag erfahren. Ich bin ja so neugierig und freue mich so für dich. Du Glückspilz…und noch einmal herzlichen Glückwunsch!“

Christinas Stimme ist einem dumpfen Einheitston gewichen. Ich höre kaum noch was sie sagt. Meine rechte Hand legt geistesabwesend mein eigenes Smartphone in meine Jackentasche und ich betrachte das fremde. Beziehungsweise das, was ich darauf sehe.

Ein Hintergrundbild. Für Außenstehende sind es einfach ein Junge und ein Mädchen, die lachend vor einem Einfamilienhaus sitzen, in der einen Hand etwas zu trinken halten und mit der freien Hand in die Kamera winken. Die Sonne scheint. Das Mädchen hat lange Zöpfe, der Junge Sommersprossen auf dem Gesicht.

Ein fröhliches Foto.

Für mich der Zug zurück in die Hölle.

Herzlichen Glückwunsch.

 

 

Kapitel 2

 

 

 

„Entschuldigen Sie, hier ist die Endstation. Sie müssen bitte aussteigen.“

Der Busfahrer holt mich kurz in die Realität zurück. Wie paralysiert folge ich seiner Anweisung, ohne den Blick von dem Display des fremden Handys zu heben. Das kann einfach nicht sein. Woher? Ich meine, das Foto. Woher?

Fassungslos stehe ich wie angewurzelt am Hauptbahnhof/ZOB. Autos hupen, Menschen reden, rempeln mich an; Hunde bellen, Tauben gurren und die Sonne hat so viel Kraft, dass sich Schweißperlen auf meiner Stirn bilden. Die Stadt lebt, nur meine Zeit scheint still zu stehen.

Das kann einfach nicht sein. Ganz klar, ich träume.

Plötzlich vibriert mein Handy. Nein falsch. Das Handy – und ich erschrecke mich.

Kann man sich im Traum erschrecken? Kann man im Traum die Sonne spüren? Keine Ahnung, aber es kann einfach nicht real sein.

Eine SMS. Mein Blick ist noch verschwommen, aber ich versuche mich zu konzentrieren und so langsam setzen sich die Buchstaben zusammen.

‚Egal was kommt und wer uns das Herz bricht‘

Nur ein einziger Satz, doch so aussagekräftig, dass es mich direkt im Herzen trifft. Ein Schwall von Erinnerungen überkommt mich. Erinnerungen aus meiner behüteten Kindheit, meiner glücklichen Teenager-Zeit und einer schrecklichen Erfahrung, die ich bewusst aus meinem Leben gestrichen habe, um einigermaßen klarzukommen.

Das Handy vibriert erneut und bevor ich mich komplett in Selbstzweifeln verliere, lese ich die neue Nachricht.

 

‚Wir treffen uns um 18 Uhr auf dem Rathausplatz, direkt neben dem Heinrich-Heine-Denkmal. Du kannst alles wieder gut machen. Ich wäre sehr traurig, wenn du nicht zu unserem Wiedersehen kommst und ach ja…ich würde der Polizei dann natürlich die ganze Wahrheit sagen. Also ich an deiner Stelle würde dieses Treffen nicht verpassen, Schwesterchen…und herzlichen Glückwunsch zur Verlobung.‘

 

 

 

Kapitel 3

 

 

 

17:55 Uhr. Rathausplatz.

 

Mein Leben. Mein Job. Der Antrag. Marc. Alles fühlt sich plötzlich falsch an. Alles bin schlagartig nicht mehr ich. Ich bin wieder das Mädchen auf dem Foto, das den Anweisungen ihres einst engsten Vertrauten folgt.

Nervös umrunde ich das Denkmal und halte in alle Richtungen nach meinem Bruder Ausschau.

Ich habe den ganzen Tag in der Stadt verbracht, mich im Verlag krank gemeldet und Marcs Nachrichten ignoriert. Geplagt von dunklen Erinnerungen, Trauer, Angst und Freude. Ja, tatsächlich Freude. Ich habe Jahre darauf gewartet, meinen Bruder wiederzusehen. Nur ich dachte, dass dies unter anderen Umständen passieren würde.

 

17:57 Uhr.

 

Wenn ich nicht unser letztes gemeinsames Foto auf dem Display gesehen hätte und neugierig wäre, was meine Berufung als Journalistin nur wieder unterstreicht, dann würde ich jetzt auf der Stelle umdrehen. Auch wenn sich aktuell alles in mir gegen dieses Treffen sträubt, so muss ich meinen Bruder wiedersehen. Er hat zu viel gegen mich in der Hand.

Die Vögel zwitschern scheinheilig fröhlich und die Sonne wärmt immer noch, auch wenn sie bereits die ersten Häuserdächer küsst. Als wäre alles wie immer. Als wäre alles gut.

 

17:59 Uhr.

 

Ich fange an schneller zu atmen. Aus welcher Richtung wird er kommen? Wie wird er aussehen? Was werden unsere ersten Worte sein?

 

18 Uhr.

 

„Hallo Schwesterchen“, sagt plötzlich eine tiefe Männerstimme direkt hinter mir und ich drehe mich langsam um.

Da steht er. Ein Mann. Kein Teenager mehr. Mit Bart und tieferer Stimme. Nur die Sommersprossen und dunkelblauen Augen beweisen mir, dass es mein Bruder ist. Doch der Blick ist nicht mehr unschuldig. Er macht mir Angst und die Gespenster der Vergangenheit holen mich ein.

 

 

Kapitel 4

 

 

 

Auf einmal kommen alle Erinnerungen wieder, die ich mühselig mit meiner Therapeutin bearbeitet und aufgelöst habe.

Die Schnapsidee. Der Gin. Mamas Alkoholvergiftung. Das ganze Blut neben dem Glastisch. Mamas aufgeschlagene Platzwunde am Kopf. Es war doch nur ein dummes Experiment. Ein dummer Unfall.

„Schön, dich zu sehen. Ist es nicht ein wundervoller Tag? Nach all den Jahren treffen wir uns wieder? Wer hätte das gedacht?“

Jonas umkreist mich während seiner Rede.

Er hat sich verändert. Sieht verlebt und abgemagert aus.

„Ich wusste gar nicht, dass sie dich schon entlassen haben“, sage ich bestimmt und versuche meine Unsicherheit zu unterdrücken.

„Wie auch, du hast dich die ganzen Jahre nicht bei mir gemeldet. Das hat mich übrigens sehr enttäuscht.“

Jonas zieht einen Schmollmund und lacht dann übertrieben laut, wie ein Psychopath.

„Was sollte die Aktion mit dem Handy? Und wer war der Typ in dem Bus?“, frage ich weiter, um das Gespräch am Laufen zu halten.

„Du bist viel zu feige und wärst niemals gekommen, hätte ich dich zu einem einfachen Gespräch eingeladen. So, wie du mich schon die letzten 15 Jahre ignoriert hast. Daher wusste ich, dass ich die Karte mit dem Foto spielen musste. Und Marvin ist ein Spinner aus der Klinik, der mir noch etwas schuldig war.“

„Warum willst du die alte Geschichte wieder herauskramen? Es ist doch alles schon so lange her. Du bist entlassen worden und kannst nun von vorne anfangen.“

„Von vorne anfangen? Ja, aber nicht ohne Dich. Weißt du nicht mehr, wir haben immer alles zusammen gemacht. Das Experiment geplant. Wir wussten beide von Mamas Alkoholunverträglichkeit und das dies zum Tod führen könnte. Wir wollten beide herausfinden, wie viel sie vertragen kann und haben das Experiment gestartet. DEINE Idee war es, Gin mit Cranberry zu mischen, als „Bitter Brause“ auszugeben und Mama davon zu überzeugen, dass sie dies unbedingt probieren soll. Mama wusste nicht, wie Alkohol schmeckt und hat die Brause geliebt. Immerhin hat sie davon immer so gute Laune bekommen. Ich wollte aufhören, doch DIR war es noch nicht genug und das Bittere wurde immer mehr. Bis zu diesem Tag, an dem wie vor dem Haus das Foto von uns gemacht haben und es gleichzeitig in der Küche klirrte. Alkoholschock war die Diagnose. Der Aufprall auf die Tischplatte war eigentlich nicht mehr nötig, um sie umzubringen. Elena – wir haben sie getötet.“

„Nein – hör auf damit. Hör auf!“

Ich schubse Jonas von mir weg und merke, wie alles in mir hochkocht.

„Das ist alles nicht wahr. Wir wussten nicht, was wir damit anrichten könnten. Es war doch nur ein Experiment“, sage ich den Tränen nahe. Die Unsicherheit und Angst hat mich in der Hand.

„Ja, das war es. Aber es ist ausgeartet. Ich habe mich selbst beschuldigt, um dich zu schützen. Ich dachte, du machst das Gleiche für mich und wir stehen das zusammen durch. Doch du hast allen gesagt, dass ich es alleine war, da du Angst hattest ins Gefängnis zu kommen. Du durftest dein Leben leben und ich musste in den Jugendknast. Das hat mich so fertig gemacht, dass sie mich gleich danach in eine Klapse geschickt haben. Aber nun – tadaa, da bin ich wieder.“

Ich bin wie betäubt und er kommt mir wieder näher.

„Es war ein Unfall, Jonas. Wir beide wussten nicht, was geschehen kann“, schluchze ich.

Jonas lacht laut auf.

„Selbst nach Jahren kannst du die Wahrheit nicht sagen. Du hast immer noch viel zu viel Angst davor, genauso zu Enden wie ich. Aber weißt du was, Schwesterchen, ich nehme dir erneut die Last ab und biete dir einen Deal an.“

Nun steht er direkt vor meinem Gesicht und ich kann mich nicht bewegen. Um Schlimmeres zu vermeiden, bleibe ich einfach still und höre mir seine Bedingung an.

„Du kommst jetzt mit mir und wir bauen uns in der Nähe von Berlin ein neues Leben auf. Ich habe Kontakte und bereits alles organisiert. Wir bekommen eine neue Identität, ich kann endlich meine Ausbildung zum KFZ-Mechaniker machen und du bekommst deinen Traumjob bei der größten Tageszeitung Berlins. Und nebenbei können wir ganz in Ruhe all die Jahre zusammen nachholen.“

Ungläubig schaue ich meinen Bruder an. Seine irren Worte holen mich aus meiner Erstarrung.

„Du spinnst doch. Warum sollte ich das machen?“

„Weil du mir ein Leben schuldig bist. Ein Leben, welches du haben konntest und ich nicht. ‚Egal was kommt und wer uns das Herz bricht‘ – weißt du nicht mehr? Jetzt kannst du beweisen, wie viel dir unser Schwur wert ist.“

„Das kannst du nicht von mir verlangen. Ich habe hart gearbeitet für mein Leben, um mit der Schuld klarzukommen. Und ich bin verlobt. Marc und ich wollen Kinder. Das kann ich nicht hinter mir lassen.“

„Ach ja, die Verlobung. Wie schade, es wäre sicherlich eine schöne Hochzeit geworden. Vielleicht sogar mit Babybauch. Ich wäre gerne Onkel geworden…“

„Wir kriegen das hin, Jonas. Hier. In unserer Heimatstadt. Ich helfe dir“, flehe ich meinen Bruder an.

„Elena, ich glaube, du verstehst mich nicht. Ich möchte, dass du dein Leben hinter dir lässt und mit mir einen Neuanfang startest. Ich möchte, dass du genauso leidest, wie ich. Damals. Plötzlich aus seiner glücklichen Umgebung gerissen.“

„Oder was?“

„Oder ich erzähle die ganze Wahrheit von deiner Mitschuld und du wirst die nächsten Jahre im Gefängnis sitzen. Vielleicht auch etwas länger als ich, wegen deiner jahrelangen Lügen der Polizei gegenüber. Was Marc wohl dazu sagen würde? Du hast die Wahl?“

 

 

Kapitel 5

 

 

 

„Lass Marc aus dem Spiel. Er kennt meine Vergangenheit nicht und dies soll auch so bleiben“, schreie ich meinem Bruder ins Gesicht.

„Du kannst mich nicht erpressen. Du hast doch gar nichts gegen mich in der Hand.“

„Oh doch, Schwesterchen. Ein Brief, den du geschrieben hast, kurz nachdem ich abgeführt wurde. Er lag in einer kleinen Kiste, bei meinem Teil der Hinterlassenschaften unserer Mutter. Zwischen alten Bildern. Du hättest ihn wegschmeißen sollen“, sagt Jonas wieder im Psychoton und holt einen Umschlag aus seiner Jackeninnentasche.

Der Brief. Mein Geständnis.

Ich habe gestanden, dass ich es nicht konnte. Ich konnte nicht die Wahrheit sagen, hatte zu viel Angst vor den Konsequenzen. In dem Brief habe ich mich entschuldigt. Ich habe mit geschriebenen Buchstaben das gesagt, was ich mit gesprochenen Worten nicht konnte.

„Ich wusste, dass dieser Tag kommen wird und du mir eine Kleinigkeit schuldig bist.“

Eine Kleinigkeit? Entweder, ich lasse alles hinter mir und verlasse Marc oder ich behalte mein soziales Umfeld, verbringe jedoch mein Leben hinter Gittern.

Egal wie ich mich entscheide, es zerreißt mir das Herz. Ich halte dies nicht mehr aus und plötzlich wird alles schwarz vor meinen Augen.

 

 

 

Kapitel 6

 

 

 

Ein Piepsen. Noch eins. Und noch eins.

 

Vor meinen geschlossenen Augen wird es hell und ich muss blinzeln. Das grelle Licht blendet mich und schneidet mir wie ein Messer in meine Augäpfel.

Mein Kopf dröhnt und es fühlt sich an, als wenn jemand mit einem Hammer permanent auf meine Schläfen schlägt. Einmal. Noch einmal. Und noch einmal.

So sehr, wie der Kopfbereich schmerzt, umso weicher fühlt sich der Untergrund an, auf dem ich liege. Wo bin ich? Jonas? Bist du noch da?

„Sie wacht auf. Sie wacht auf!“, höre ich plötzlich eine bekannte Frauenstimme rufen. Mama? Bin ich im Himmel?

„Kommen Sie schnell“, ruft diese Stimme weiter, bis ich einen leichten Windhauch direkt an meinem Ohr spüre.

„Elena?“, flüstert sie aufgeregt. „Engelchen, kannst du mich hören?“

Wenn das wirklich meine Mutter ist, dann muss ich im Himmel sein. Daher auch der weiche Untergrund, auf dem ich liege.

Ich höre nicht mehr die zwitschernden Vögel und spüre auch nicht mehr die warme Sonne auf meiner Haut. Ich muss auf der Stelle gestorben sein. Jonas‘ Erpressung war zu viel für mich.

„Mhhhh…“, versuche ich stöhnend auf mich aufmerksam zu machen.

„Sie wacht auf! Jonas, passt du bitte kurz auf, dass sie nicht wieder einschläft. Ich hole jemanden.“

Jonas? Mama? Was ist hier los?

Ich zwinge mich, meine Augen weiter zu öffnen. An meinem ganzen Körper kribbelt es. Das Gefühl kenne ich bisher nur, wenn einer meiner Füße eingeschlafen ist.

„Hey Schwesterchen, willkommen zurück“, höre ich Jonas sagen und erschrecke. Ich träume nicht. Er ist wirklich da. Ich fange an zu hyperventilieren. Atme ein, aus, ein, aus. Huste, schnelle nach oben, stütze mich mit meinen Händen auf der Unterfläche ab und nehme das erste Mal die Umrisse meiner Umgebung war. Ein Bett? Was zur Hölle?

„Elena, ganz ruhig. Die Ärzte sind gleich da“, höre ich Jonas sagen und ich spüre, wie er mir über den Kopf streichelt.

„Geh‘ weg“, schreie ich. „Lass‘ mich in Ruhe. Du mit deinem scheiß Ultimatum. Ich verlasse Marc nicht. Ich gehe auch nicht ins Gefängnis. Lass‘ mich einfach in Ruhe.“

Ich schlage um mich und ziehe damit die ganzen Schläuche ab, mit denen ich an den Geräten um mich herum angeschlossen war. Das erste Mal sehe ich Jonas an. Er sieht genauso aus, wie in meiner Erinnerung. Wie ein Teenager- ohne Bart, gesund und mit strahlend blauen Augen.

„Was sagst du denn da? Elena, beruhige dich.“

Im gleichen Moment werde ich von fremden Händen in das Bett gedrückt. Es pickst in meinem rechten Arm und kurze Zeit später verschwimmt alles. Ich falle wieder zurück ins dunkle Nichts.

 

 

Kapitel 7

 

 

 

Wieder das Piepsen. Wieder der weiche Untergrund. Wieder die Stimmen.

„Elena – Schwesterchen?“

Jonas. Es ist also wahr. Was mich nur wundert ist, dass in seiner Stimme tiefe Besorgnis liegt. Als wenn er sich wirklich Sorgen um mich macht. Warum sollte er sich Sorgen machen, wenn der Tod doch die größte Strafe wäre.

Ich merke, wie mein Atem schon wieder schneller wird und versuche den Puls in den Griff zu bekommen, um herauszufinden, was hier eigentlich gespielt wird.

„Jonas? Wo hast du mich hingebracht? Ich kann mich nicht entscheiden. Du hast dich so verändert“, stammle ich verwirrt.

„Was redest du da?“, fragt er verwundert. „Warum solltest du dich für irgendetwas entscheiden?“

„Na, das Ultimatum. Du oder Marc. Eine neue Identität oder Gefängnis. Ich weiß, was wir getan haben. Eher gesagt, was ich getan habe. Es ist unverzeihlich und tut mir so unendlich leid.“

Tränen schießen mir in die Augen, gleichzeitig spüre ich warme Hände, die meine umschließen.

„Wie bitte? Du redest Unsinn. Ich habe dir nie ein Ultimatum gestellt. Warum sollte ich das tun? Ich glaube, es ist besser, wenn ich gehe und du dich erst einmal ausruhst. Morgen früh sieht die Welt schon anders aus. Ich sage Mama Bescheid…“

„Moment mal, Mama? Mama ist doch…Jonas, was ist passiert?“ frage ich vorsichtig und merke, wie meine Stimme bricht.

„Du kannst dich an gar nichts erinnern, oder?“, fragt Jonas und streichelt mir weiter die Hände.

Doch, aber es sind Erinnerungen, die ich vergessen möchte. Unfähig zu sprechen, zucke ich nur mit meinen Schultern.

Jonas seufzt und beginnt zu erzählen.

„Ok. Die Kurzfassung. Aber versprich mir, dass du dich nicht aufregst.“

Gespannt und ängstlich höre ich meinen Bruder zu, der wieder der Alte zu sein scheint und nicht so ein Psycho, wie eben noch auf dem Rathausplatz.

„Vor knapp drei Wochen hatten wir diese Schnapsidee und das Alkoholexperiment mit Mama geplant, als Christina anrief und sagte, dass sie den Führerschein geschafft hat. Ihr wolltet in eine Bar fahren und einen Typen treffen – Martin oder Marc oder so.

Auf dem Rückweg ist es dann passiert. Ihr hattet zu viel getrunken und der LKW kam viel zu schnell. Christina hat es nicht geschafft, doch du wurdest aus dem Auto geschleudert und hast dich am Kopf verletzt. Seitdem warst du im Koma.“

Ich merke wie Jonas Stimme zittert und muss schlucken. Wenn das stimmt, dann war das alles gar nicht echt? Aber es fühlte sich doch so echt an. Oh mein Gott, Christina. Meine liebe Christina.

In diesem Moment geht die Tür auf und meine Mama kommt herein. Sie strahlt und ich spüre eine tiefe Erleichterung in mir. Habe ich wirklich die Zukunft gesehen? War dies eine Warnung? Egal was es war, es darf so nicht geschehen.

Bevor ich alles verstehe, werde ich Zeit brauchen, aber eins weiß ich genau und flüstere zu Jonas:

„Lass uns das Experiment mit Mama abbrechen. Vertraue mir.“

Jonas nickte und streichelt mir sanft über den Kopf.

 

Egal was kommt und wer uns das Herz bricht…

 

33 thoughts on “Der Schwur

    1. Hallo Ani, tolle Geschichte hast du geschrieben! Das ist mal was anderes, so eine Geschichte zu schreiben, die – zum Glück für Elena – so gar nicht passiert ist. Die Idee ist wirklich toll. Ich mag auch die kurzen knappen Sätze und deine Art, Dinge zu beschreiben, das hier z.b.:
      Die Vögel zwitschern scheinheilig fröhlich und die Sonne wärmt immer noch, auch wenn sie bereits die ersten Häuserdächer küsst. Als wäre alles wie immer. Als wäre alles gut.
      Mega!
      Mein Like hast du!
      Liebe Grüße, Melli

  1. Hahaha Christian , genau meine Meinung! Hamburg ist ein geiles Pflaster…

    Aber nun zu deiner Geschichte Ani,
    Toller Einstieg ich war gleich mittendrin, so stellen sich wohl kleine Mädchen ihren Antrag vor. Und wie du unsere Heimat beschreibst….

    „Fassungslos stehe ich wie angewurzelt am Hauptbahnhof/ZOB. Autos hupen, Menschen reden, rempeln mich an; Hunde bellen, Tauben gurren und die Sonne hat so viel Kraft, dass sich Schweißperlen auf meiner Stirn bilden. Die Stadt lebt, nur meine Zeit scheint still zu stehen.“

    …das is Hamburg! Klasse!
    Dein Schreibstil gefällt mir auch wirklich gut. Ich mag diese kurzen, knappen Sätze. Das geht immer zack-zack-zack! Das Ende finde ich ein wenig lang gezogen man wusste ja jetzt was los war…
    Aber den positiven Gesamteindruck schmälert das in keiner Weise. Gut gemacht!

    LG Frank aka leonjoestick ( Der Ponyjäger)

  2. Eine tolle und spannende Geschichte! Die Parameter wurden gut umgesetzt.
    Die bildliche Sprache finde ich toll – ich habe mich sofort im Bus sitzen sehen oder auf den Straßen einer Großstadt 🙂
    Klasse. Ich drücke Dir die Daumen!

  3. Die Geschichte hat mich sofort reingezogen und bis zum Ende mitgenommen. Dein Stil gefällt mir gut, es liest sich so weg. Der Plot Twist ist wirklich sehr originell! Du könntest sicher auch einen Roman daraus machen! Lg Kirsten

  4. Liebe Ani,

    ich kann nur sagen: einfach genial! Dein bildlicher Schreibstil ist mitreißend und man möchte unbedingt wissen, wie es weitergeht.
    Und der Twist hat mir richtig gut gefallen.

    Ich hoffe, noch mehr von dir zu lesen und wünsche dir viel Glück!

    LG Yvonne / voll.kreativ (Der goldene Pokal)

  5. Liebe Ani,
    den Twist habe ich nicht erwartet und die Wahl der Namen von den Hauptpersonen hat mich gleich nen persönlichen Bezug herstellen lassen😅.Mein Bruder heißt nämlich Marc. Auch wenn die Auflösung des Gegners mir ein bisschen zu früh kam, wurde ich unterhalten und konnte mit den Figuren mitfühlen☺️.

    Viele herzliche Grüße
    Christina/chris.tina90 (Vollende…t)

  6. Liebe Ani,
    jetzt habe ich es endlich zu dir geschafft 😅. Mega Einstieg! So muss es für uns Mädels sein 👰 . Und natürlich liebe ich deine Geschichte, weil es nicht so blutrünstig zugeht, sondern der Konflikt im Vordergrund steht. Und irgendwie hatte ich beim Lesen das Gefühl, dass unsere Storys aus dem gleichen Holz geschnitzt sind. In deiner kommt ja auch ein Marc vor und anstatt um Schwesterchen und Schwesterchen geht es in deiner Geschichte um Brüderchen und Schwesterchen, denkt man, und dann kommt noch mal ein Wendepunkt 😆.
    Ein wirklich toller Plot, den du dir da ausgedacht hast. Klasse! Dein Schreibstil ist sehr flüssig und ich hatte sie dadurch in einem Schwups durch. Dass du gerne tanzt💃, lässt du im Bus einfließen („und gibt mir meinen Tanzbereich“) 😂.
    Fantastisch! Ich mag deine Geschichte. Mein Like 👍 hast du auf jeden Fall. Viel Glück 🍀 ,
    Martina (Happy birthday) 🎉

  7. Hallo Ani,

    ich mag deine Art der bildlichen Sprache sehr, bin selbst ein großer Fan von be- und umschreiben. Ich finde, dadurch wird eine Geschichte erst richtig mitreißend und deine hat mich auf jeden Fall in einen Lesefluss gesogen. Die Komponente des Alkoholexperimentes an der Mutter, obwohl bekannt war, dass es tödliche enden kann, fand ich echt krass und hat Elena direkt erstmal in ein anderes schlechteres Licht für mich gerückt. Umso froher wir ich am Ende, dass es doch nicht so gekommen ist, wie anfangs beschrieben. Da das alles aber trotzdem Elenas Fantasie während des Komas entsprungen ist, empfehle ich ihr vielleicht dennoch einen Besuch beim einem Psychotherapeuten…^^
    Alles in allem hast du einen echt schönen Schreibstil und eine sehr spannende Geschichte geschrieben, mit einem unerwarteten Twist drin!
    Mach weiter so! 🙂

    LG Freiciska (Das unbekannte Bekannte) + („Ich“)

  8. Hallo Ani,

    ich habe lange überlegt, ob ich dir einen Kommentar da lasse, weil ich ein wenig zwiegespalten bin.
    Ich finde deinen Schreibstil toll! Ich habe relativ spät von dem Wettbewerb erfahren und konnte mir die Videos von Sebastian Fitzek mit den Schreibtipps erst nach dem Ende des Wettbewerbs ansehen, als sie auf YouTube verfügbar waren. Einer der Tipps war die Zeitform – du schreibst in Präsens (und in den meisten anderen Geschichten, die ich bisher gelesen habe, ist das nicht der Fall) und nun verstehe ich erst wirklich, warum. Deine Geschichte wirkt durch diese Zeitform so viel authentischer (ja, auch der restliche Schreibstil hat natürlich etwas damit zu tun). Ich habe mit der Protagonistin mitgefiebert, konnte mich in sie hineinversetzen.
    Am besten hat mir allerdings diese Stelle gefallen, die rein gar nicht mit der Zeitform zu tun hat:
    „Ein Piepsen. Noch eins. Und noch eins.“ Man spürt durch die Wortwahl und die Strukturierung der Sätze richtig das Piepen!
    Dein Schreibstil hat mir so sehr gefallen, dass ich die Geschichte sogar meinem Freund vorgelesen habe und das kommt wirklich sehr selten vor!

    Warum ich zwiegespalten bin, fragst du dich vielleicht? Das Ende der Geschichte kommt mir irgendwie falsch vor, zu einfach. Es hat die Geschichte in ein Genre verlagert, das mir einfach nicht gefällt, weil ich als Leser das Vertrauen in alles verliere. Woher soll ich denn wissen, ob nicht die „Auflösung“ eigentlich der Traum war und sich Elena vielleicht noch am Rathausplatz befindet?
    Bitte versteh das als sehr subjektive Meinung (wie eigentlich alles) und nicht als Ratschlag, etwas zu ändern!

    Viele Grüße,
    Josefine

  9. Liebe Ani,

    Deine Geschichte gefällt mir wirklich gut.
    Besonders gut fand ich den Einstieg. Der hat mich gepackt und ich musst die Geschichte in einem Stück fertig lesen.

    Dein Schreibstiel ist klasse. Bildhaft, kurze und knappe Sätze, kein langes drumherum… so wie ich es mag.

    Liebe Grüße
    Kerstin* (Die erzwungene Wahrheit)

  10. Hallo Ani,

    ich bin über Sabs´ Instagram-Story auf deine Geschichte aufmerksam geworden und hab sie gleich gelesen.
    Ich fand sie wirklich gut. Im Aufbau, genau wie im Ablauf und Stil. Sie hat bei mir sogar Spannung erzeugt, was bei manchen Geschichten hier nicht der Fall war. Deswegen war ich vom Schluss ein wenig enttäuscht. Nicht weil er schlecht geschrieben gewesen wäre, sondern weil ich das Gefühl hatte, du ziehst dich mit diesem Trick zu leicht (und zu schnell) aus der Auflösung heraus. Das ist natürlich nur mein eigenes Empfinden und rührt eventuell daher, dass ich gerne noch weiter Zeit in deiner Geschichte verbracht hätte. Weil der ganze Rest jedoch auch für mich gestimmt und Spaß hat, lasse ich dir gerne meine Stimme da.

    Schau doch auch mal bei mir vorbei, wenn du Zeit hast und lass mich deine Meinung wissen.

    Viele Grüße
    J. D.
    https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/das-leben-eines-toten-mannes

  11. Hallo Ani,

    endlich konnte ich mir jetzt auch deine Geschichte durchlesen. Diese war schön kurzweilig und hat mir super gefallen. Im Hauptteil gefiel mir besonders, dass er sich eigentlich nur im Dialog zwischen Jonas und Elena abgespielt hat. Nach und Nach wurde so klar, was das dunkle Geheimnis war.

    Mein persönliches Highlight war aber der Schluss. In dem Teil musste ich auch echt an Fitzek denken, da er es auch in einigen Büchern geschafft hat, durch das Ende den Blickwinkel auf die Story total zu verändern.
    Dies ist dir hier auch mehr als gelungen.

    Ich finde es schön, dass das Ende fast schon als Happy End zu bezeichnen ist. Bis auf den Tod von Christina natürlich.

    Auf jeden Fall lasse ich gerne ein Like dafür da und wünsche dir, dass du es in das Ebook schaffst.

    Viele Grüße

    Marcel

  12. Hallo Ani, ich bin über eine andere Geschichte auf deine Seite gekommen. 😉 Deine Geschichte hat mir gut gefallen und ein Like habe ich gerne da gelassen. Ich habe mich besonders gut in den ersten zwei Kapiteln in Elena reinversetzt… Erst war sie verpeilt wegen der Verlobung und plötzlich war alles wie weggeblasen wegen eines Fotos. Und dann war ich in einer ganz anderen Erwartungshaltung als das tatsächliche Ende 😂
    Ich hoffe du hast Lust auf einen Gegenbesuch LG Melanie https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/blaues-mondlicht

  13. Liebe Ani,
    und wieder einmal eine völlig neue Version unserer Parameter (Handy, Identität, dunkles Geheimnis). Ich bin immer wieder überrascht, wie viele Möglichkeiten es gibt. Doch nun zu deiner Geschichte… Da ist dir wirklich etwas ganz Besonderes gelungen! Mir hat deine Geschichte unheimlich gut gefallen. Ich fand sie spannend, und man konnte sie sehr gut lesen. Es gab für mich weder Verständnis- noch Logikprobleme. Alles baute wunderbar aufeinander auf. Der Schluss ist genial! Ich will hier nicht zu viel verraten – manche lesen ja zuerst die Kommentare – aber das Ende hat mich mega überrascht. Darauf wäre ich zu Beginn nie gekommen. Klasse gemacht! Wunderbare Unterhaltung! Ich hoffe, du schaffst es damit ins eBook! Mein Like hast du. 🙂
    Liebe Grüße
    Angela
    PS: Falls du magst, .., meine Geschichte heißt „Stunde der Vergeltung“ 🙂 https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/stunde-der-vergeltung

  14. Endlich habe es ich auch geschafft deine Geschichte zu lesen, oder soll ich sagen Kurzmeisterwerk?

    Dein schreibstil ist total angenehm und du hast es geschafft mich zu fesseln. Vor allem das überraschende Ende hat mich endgültig überzeugt.
    Weiter so mein ❤️ ist abgegeben!

    LG Daniel/thomaskaufmann11

  15. Liebe Ani!
    Dein Schreibstil gefällt mir wirklich sehr! Zwischendurch ein bisschen holprig, aber das darf sein 😉 Du verstehst es, Spannung aufzubauen und das Geschehen um die Protagonisten gut zu beschreiben. Der Twist am Ende war richtig krass! Damit hätte ich nicht gerechnet!
    Meine Stimme hast du!
    Liebe Grüße, Julia

  16. Liebe Ani,

    super Geschichte – ist spannend von Anfang bis zum Ende gewesen. Das Ende ist dann ganz anders gewesen, als ich erwartet habe.
    Ich drücke Dir ganz fest die Daumen, das sie im E-Book erscheint. Dort darf sie einfach nicht fehlen!!

    Toi, Toi, Toi!!

  17. Liebe Ani,

    deine Geschichte steht schon so lange auf meiner Liste und endlich bin ich dazu gekommen, sie zu lesen 😊 Und ich bin sehr froh darüber, denn sie gefällt mir richtig gut.

    Ich mag deinen Schreibstil sehr gerne. Du schreibst wirklich anschaulich, so dass ich deine Personen und Schauplätze direkt vor Augen habe 😃 Zwei Sätze habe ich herausgeschrieben, die mir besonders gut gefallen haben: „Untergegangen in dem Ameisenhaufen des täglichen Nahverkehr-Wahnsinns“ und „Ich habe mit geschriebenen Buchstaben das gesagt, was ich mit gesprochenen Worten nicht konnte.“ Wirklich toll 😃

    Die Idee, das Handy „versehentlich“ im Bus zu verlieren, finde ich super. Die fast minutengenaue Timeline in Kapitel 3 bringt zusätzlich noch Spannung mit und man kann Elenas Gefühle beinahe greifen. Und natürlich gefiel mir die Dirty-dancing-Stelle 🤩

    Ich bin mir noch nicht so sicher, ob ich Elena mag. Wie kommt man auf Idee, ein Experiment an der eigenen Mutter durchzuführen? Gott sei Dank ist alles anders gekommen 😅 Die Wendung ist super und kam echt überraschend. Ich habe mich schon gefragt, wie Elena wohl aus der Sache rauskommt, denn egal wie sie sich entschieden hätte, ihr Leben hätte sich komplett geändert. Umso besser, dass sie sich im Endeffekt doch nicht entscheiden muss.

    Vielen Dank für deine Geschichte 😃 Ich drücke dir die Daumen fürs Ebook, mein Like hast du 🍀

    Alles Liebe
    Sarah

    https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/rache-ist-suess

  18. Liebe Ani

    Bevor ich zu deiner Geschichte komme, möchte ich einen klitzekleinen Kritikpunkt anbringen.

    Wenn du gestattest.

    Und der ist sicherlich nicht böse gemeint.

    Ich mag deine Story total.
    Ich habe sie gerne gelesen.

    Was mich hier auf wirschreibenzuhause jedoch immer sehr fasziniert und interessiert, ist die Geschichte in Kombination mit den Kommentaren der LeserInnen und den Antworten der AutorInnen.

    Warum hast du auf keinen deiner zumeist positiven Kommentare öffentlich geantwortet?

    Ich finde, dass wir Hobby Autoren gerade durch diese Kommunikation alle nur lernen können.

    Zudem bildet das Spiel zwischen gelesener Story, Kommentar und Antwort des Autors / der Autorin erst die komplette Story ab, beantwortet zuweilen offene Fragen und wirkt dadurch im Allgemeinen wie eine Einheit, wie ein geschlossener Kreis.

    So, wie du es hier öffentlich händelst, wirkt es so, als wenn der Kommentator auf seinen Beitrag keine Antwort erhält.
    Das ist natürlich für jeden etwaigen und womöglich zukünftigen Kommentator ein wenig demotivierend, wenn er weiß, dass er / sie keine Antwort erhält.

    Natürlich weiß ich nicht, ob du den Kommentatoren in jedem Fall persönlich antwortest, doch ich wollte mein Gefühl einfach mal kommunizieren.

    Die Menschen lesen eine öffentlich gepostete Story, nehmen sich viel Zeit, antworten öffentlich, und die Antwort, sofern sie erfolgt, ist nicht öffentlich.

    Das finde ich im Gesamtzusammenhang von wirschreibenzuhause einfach nur schade.

    Verzeih!!!
    Aber wenn bei diesem Projekt eines zählt, dann Ehrlichkeit.

    Nun zu deiner Story.

    Du hast ein riesiges Potenzial.
    Deine Geschichte hat mich gefesselt und berührt.
    Und zwar direkt vom ersten Moment an.

    Deine Grundidee ist gut gewählt und ordentlich dargestellt. Die Handlung hat mich überzeugt und dein Talent ist nicht zu übersehen.

    Und ich fand das Finale spannend und überraschend zugleich.

    Alles richtig gemacht!!!!!!

    Dein Schreibstil ist toll und wirkt auf mich gereift und sicher. Ich mag deine Art, Handlungen, Bilder, Emotionen und Abläufe in Worte zu fassen.
    Ich hatte ständig Filmbilder vor Augen.

    Deine Geschichte hat die aktuellen Likes definitiv verdient.

    Wenn es das EBook geben wird, wirst du komplett verdient in ihm vertreten sein.

    Ich spüre, dass du viel Erfahrung, Liebe und Energie in diese Geschichte gesteckt hast.

    Man spürt deutlich und bereits nach wenigen Sätzen, dass du ein Mensch bist, der sich viele Gedanken macht.
    Über das Leben, das Scheitern, das Leiden, das Durchhalten.

    Ich mag deine Story total.

    Sie hat mich nicht nur unterhalten, sie hat mich abgeholt.

    Natürlich lasse ich dir ein Like zurück.

    Die Parameter sind gut umgesetzt worden und insgesamt ist deine Geschichte sehr, sehr cool und besonders.

    Ich wünsche dir und deiner Geschichte alles Gute und viel Erfolg.

    Und verzeih mir meine leicht negativen Worte. Sie waren definitiv nicht böse gemeint.

    Liebe Grüße, Swen Artmann (Artsneurosia)

    „Die silberne Katze“

  19. Hallo Ani,
    als alter Hamburger habe ich Deine Geschichte doppelt gerne gelesen.
    Und sie hat mir zusätzlich auch noch gefallen!
    Ich fand die Idee gut – ein Leben, dass eigentlich gar nicht stattgefunden hat – ein toller Twist zum Schluss.
    Mit der „Kritik“ schließe ich mich Swen an. Ich finde es immer auch interessant, wenn der/die Autor/in etwas zu den Kommentaren schreibt.

    Mein Like hast Du jedenfalls!

    LG,
    der schweenie

    P.S. vielleicht hast Du ja Zeit und Lust, auch meine Geschichte zu lesen und ein kleines Feedback da zu lassen…
    https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/glasauge

  20. Hallo liebe Ani,

    Deine Geschichte hat mir sehr gut gefallen! Teilweise wirken die Übergänge deiner Sätze noch etwas holprig, aber mir gefällt dein Schreibstil sehr! Am liebsten hatte ich die Formulierung „Die Stadt lebt, nur meine Zeit scheint still zu stehen.“. Einfach genial!

    Man konnte sich sofort in Elena reinversetzen (übrigens ein sehr schöner Name!) und man konnte etwas mitfiebern. Die Art und Weise, wie der Heiratsantrag gemacht wurde, ist ziemlich kitschig, aber das ist Geschmackssache und definitiv kein Kritikpunkt! 😀
    Was mir besonders gefallen hat, war, dass du sofort zum Punkt gekommen bist und dem Konflikt so viel Aufmerksamkeit geschenkt hast! Und obwohl ich das Ende gut fand (weil Elena somit die Entscheidung erspart blieben ist), fand ich die Lösung zum Schluss dann doch etwas zuu einfach. Es wirkte ein wenig, als hättest du selbst nicht richtig gewusst, wie du Elena nun da rausmanövrieren könntest.

    In allem eine super tolle Geschichte und mein Like hast du! 😀

    Liebe Grüße
    Cassandra ^-^
    (Weder vergeben noch verziehen https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/weder-vergessen-noch-verziehen)

  21. Liebe Ani,
    der Anfang deiner Geschichte hat mich total begeistert. Was für ein toller Schreibstil! Einige Formulierungen haben mich echt umgehauen. Sehr cool gemacht. Ich habe die Geschichte wirklich gerne gelesen. Einzig das Ende fand ich dann etwas flach. Ein Traum als Auflösung ist für mich immer zu einfach gelöst. Dennoch, dein mega Schreibstil hat es rausgehauen 😉
    Mein Like hast du.
    Liebe Grüße aus dem Maislabyrinth, Andrea

  22. Hallo liebe Ani 🙂
    Da wir ja jetzt noch ein bisschen „Verlängerung“ bekommen haben, nutze ich die Zeit und lese noch ein paar Geschichten – gerne habe ich Dir noch ein Herzchen dagelassen, danke für die schöne und vor allem spannende „Lesezeit“, die Du mir geschenkt hast.
    Liebe Grüße, Anna

    P.S.: Vielleicht magst Du ja auch noch bei mir vorbeilesen?
    https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/die-nachtschicht

  23. Liebe Ani,

    ich freue mich, dass ich heute endlich auf deine Geschichte aufmerksam wurde. Sie gefällt mir wirklich gut. Der Anfang mit dem Heiratsantrag hat mich gleich total reingezogen. Die Idee mit dem Experiment an der Mutter finde ich sehr krass, aber du hast einen tollen Schreibstil und eine sehr lebendige, bildhafte Sprache. Von mir gibt es gerne ein Like.
    Alles Gute weiterhin 🙂
    lg Kerstin

    Falls du noch Lust und Zeit zum Lesen hast, würde ich mich über einen Besuch auf meiner Seite freuen.
    https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/das-maedchen-dana

  24. Hallo Ani,
    Du hast wirklich einen wundervoll bildlichen Schreibstil. Ich war immer zu 100% in deiner Geschichte drin und war sogar am Ende überrascht, wie schnell ich sie gelesen hatte. Manche Formulierungen von dir fand ich auch super schön, wie zum Beispiel dass die Stadt lebt, aber die Zeit still zu stehen scheint. Ich könnte mir sehr gut einen Kurzgeschichtenband von Dir vorstellen, der bestimmt nicht so schnell langweilig werden würde.

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