DragobertDer selbe Zug

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von

Manfred Groeger

Der selbe Zug

»Was soll der Mist? Woher kommt dieses Handy?« Steffen saß auf seiner Designer-Couch und drehte das fremde Mobiltelefon in seiner Hand. Bekannt kam es ihm vor, aber woher? Es war zerkratzt und das Display hatte einen Sprung. Auf der Schutzhülle war eine Comicfigur aufgedruckt. In der Cinchbuchse für den Kopfhörer steckte ein kleiner Stift, an dem ein Stück Kette hing.
Das war das Handy eines Mädchens.
Aber wer hatte es ihm in die Jackentasche gesteckt?
Als er in den Zug stieg, hatte er es noch nicht gehabt.
Der Junge! Der Junge, der sich, ohne zu fragen, neben ihn gesetzt hatte.
Oh, er hasste Zugfahren. Ständig setzten sich fremde Leute neben ihn.
Schrecklich!
Aber was sollte er machen. Einen Sechser im Lotto konnte man eher erzielen, als in der Großstadt einen Parkplatz zu bekommen. Und wenn man einen fand, wurde hinterher eine neue Lackierung fällig. Einen Tiefgaragenparkplatz konnten sich nur die Reichen leisten. Nicht, dass er arm war, aber nur für einen Parkplatz arbeiten? Nein. Da war der öffentliche Nahverkehr das kleinere Übel.
Der Junge hatte ihm das Handy in die Tasche gesteckt. Da war er sich jetzt sicher. Er kam ihm gleich so komisch vor.
Anfangs dachte er, ihn zu kennen. Doch der Junge hatte aber die meiste Zeit den Kopf unten, weil er mit seinem Handy spielte. Deshalb war sein Gesicht nicht zu erkennen.
Er drückte auf den Einschaltknopf.
Bestimmt gesperrt.
Doch das Display leuchtete auf.
Mangamotiv als Hintergrundbild.
Eindeutig Mädchen.
Doch wo hatte er es schon mal gesehen?
Hiro…Dings irgendwas hieß die Figur.
Nur ein Ordner befand sich auf dem Bildschirm.
»Photos« stand drunter.
»Na, dann wollen wir mal Licht ins Dunkel bringen.«
Er tippte mit dem Finger auf das Icon und eine ganze Reihe kleiner Miniaturfotos erschienen. Ein weiterer Tipp, und das erste Foto erschien groß auf dem Display.
Er quiekte und sprang auf. Das Handy fiel ihm aus der Hand und landete auf der Couch.
»Nein, das kann nicht sein.«
Er schlug die Hände vor das Gesicht.
»Nein.«
Der Raum begann sich, um Steffen zu drehen. Um nicht durchzudrehen wanderte er von einer Wand zur anderen.
Am Barfach blieb er stehen und schüttete sich einen doppelten Scotch ein. In einem Zug leerte er das Glas und hielt es sich an die Stirn.
Er kannte das Mädchen, mit dem er auf dem Foto zu sehen war.
Und er hatte gedacht, es wäre vorbei.

Sie sah damals noch sehr jung aus, machte ihm aber schöne Augen.
Es gab viele junge Mädchen die auf ältere Männer standen.
Steffen sah mit 35 Jahren sehr attraktiv aus. Also, warum sollte er sich nicht einmal auf ein Abenteuer mit einem Teenie einlassen?
Kennengelernt hatte er sie beim Joggen. Sie lief dieselbe Strecke. Nur war es ihr erster Lauf und so konnte sie schon nach einem Kilometer nicht mehr mithalten. Ihr Gesicht leuchtete rot und sie schnappte nach Luft. Steffen wollte sie nicht alleine zurücklassen. So kamen sie sich näher.
Ein paar Tage später holte er sie von der Turnhalle ab. Sie gab vor Volleyball zu spielen. Diese Zeit nutzten sie und fuhren zu einem abgelegenen Parkplatz.
An einer Bahnlinie für Güterverkehr lag ein provisorischer Schotterplatz. Er wurde tagsüber von Joggern genutzt und des Nachts von Liebespaaren. Um diese Zeit hielt sich kaum jemand auf.
Sie nannte ihn ihr Liebesnest. Für ihn war es der Bumsplatz. Aber das hatte er nie laut ausgesprochen.
Für Steffen war es nur Spaß. Doch sie fing plötzlich an, von Heirat und Kindern zu sprechen. Später, wenn es ihre Eltern erlauben würden.
Es wurde ihm langsam zu viel. Er rief sie eine Stunde bevor er sie abholen sollte an und sagte ihr, dass es aus sei.
Zwei Wochen rief sie ihn ständig an. Sie könnten doch noch einmal über alles reden. Sie liebte ihn doch so sehr.
Ihm platzte der Kragen. Er brüllte sie am Telefon an und beschimpfte sie. Ob sie denn wirklich geglaubt hätte, dass er was Ernstes mit einem Kind anfangen würde. Ein Mädchen, das noch mit Puppen spielt. Sie war für ihn nur ein kleines Abenteuer gewesen, nicht mehr.
Am selben Abend noch stellte sie sich auf die Gleise vor einen Güterzug. Es war die Strecke an dem Parkplatz.
Da diese Linie ausschließlich für den Güterverkehr genutzt wurde und es keine Übergänge oder Schranken gab, waren die Fahrer während der Fahrt unaufmerksam. Sie lasen Zeitung oder schauten Fernsehen, auch wenn es verboten war. Aber wo kein Kläger, da kein Richter.
Als man den Fahrer fragte, ob er nichts bemerkt hatte, sagte er, dass er bei dem Knall gedacht hatte, dass er ein Reh oder einen Hund erwischt hätte. Das käme öfters vor.
Ausgerechnet hier musste die doofe Kuh sich umbringen. Den Parkplatz konnte er nun nicht mehr nutzen.
Nach einem weiteren Whiskey nahm er das Handy wieder in die Hand und schaute sich die anderen Fotos an. Sie musste sie heimlich gemacht haben.
Sabrina hieß sie. Jetzt fiel es ihm wieder ein.
»Ping« Das Handy vibrierte.
Ein weiteres Mal warf er es auf die Couch. Steffens Herz raste. Auf dem Display stand eine neue Nachricht.
Wieso?
Er beobachtete das Handy, als ob es ein gefährliches Tier wäre, dass ihn jeden Moment anfallen könnte.
Wer sollte ihm schreiben?
Auf dem Handy einer Toten.
Er nahm das Gerät wieder an sich und drückte auf die Nachricht.
»Neugierig? Dann morgen Abend. Da wo es zu Ende ging. Eine Stunde vor der Zeit, die alles veränderte.«
»Scheiße!«
Was sollte er tun? Er musste wissen, was der oder die Unbekannte wollte.
Er hatte von ihrem Suizid erst am nächsten Tag erfahren. Es ging im Büro herum wie ein Lauffeuer. Die Tochter einer Mitarbeiterin war eine Schulkollegin von Sabrina gewesen. Dort hatte er auch ihr richtiges Alter erfahren.
Sie war erst 14 Jahre alt.
Doch sie hatte die richtigen Proportionen an den bestimmten Stellen. Deshalb hatte er sie für 18, 19 gehalten. Sie gab sich auch viel älter, auch wenn sie manchmal etwas kindisch rüber kam. Aber das war ja das Reizvolle an ihr.
Zum Glück wusste niemand etwas über ihre Beziehung.
Doch zu welcher Uhrzeit ist der Unfall passiert? Es hatte in der Zeitung gestanden. Das war jetzt ein Jahr her.
Internet.
Er fuhr seinen Laptop hoch und durchsuchte das Archiv der hiesigen Zeitung. Das Datum wusste er noch. An dem Tag war das Pokalspiel Bayern gegen Liverpool.
Da stand es. Gegen 19 Uhr.
Um diese Zeit hatte er sie immer abgeholt. Die Uhrzeit las er zum ersten Mal. Es hatte ihn vor einem Jahr nicht interessiert. Schließlich hatten sie sich ja getrennt.
Im Nachhinein tat es ihm doch leid. Vielleicht hätte er noch mal mit ihr sprechen sollen. Aber er stand nicht so auf Gefühlsduselei.
Jetzt war es wichtig, heil aus der Sache heraus zu kommen.
Er tippte »Ok« in das Handy und schickte die Nachricht ab.

***

Am nächsten Tag versuchte er die Gedanken an den letzten Abend und auf das, was noch folgen würde, zu verdrängen. Doch das war nicht so leicht. Auf der Arbeit konnte er sich nicht konzentrieren.
»Herr Strobel, ich bräuchte eine …«
»Was? Und können Sie nicht anklopfen?«
Steffens Sekretärin blieb in der Tür stehen.
»Äh, …die Unterschriften. Und Herr Franke hat den Termin für heute abgesagt.«
»Ja, danke. Tut mir leid. Ich bin heute …«
»Schon gut.« Sie drehte sich um und schloss die Tür.
Steffen klappte die Mappe mit den Dokumenten auf und setzte seinen Namen unter die Schriftstücke.
Das Handy steckte in seiner Jackentasche.
Er nahm die Mappe und brachte sie seiner Sekretärin.
»Frau Schultz, wenn sie mit allem fertig sind, können sie nach Hause. Ich mache auch Feierabend. Mir geht’s nicht so gut.«
»Sie werden doch nicht krank werden?« Sie sah von ihrem Computer zu ihm auf.
»Nein, nein, keine Sorge. Nur etwas überarbeitet.« Er drehte sich um und ging aus dem Büro.
Dieses verdammte Handy. Es machte ihn verrückt.
Er irrte ziellos durch die Innenstadt.
Den Kopf klar bekommen.
Wer war der oder die Unbekannte und was wollte er? Oder sie? Es konnte nur jemand aus der Familie sein.
Der Vater war es nicht. Der hatte ein halbes Jahr später einen tödlichen Herzinfarkt. In der Zeitung stand, er wäre an gebrochenem Herzen gestorben.
Zeitungen halt.
Die Mutter kannte er nur vom Erzählen her. Steffen glaubte nicht, dass sie zu so etwas fähig wäre. Sie war dafür zu naiv.
Mehr Verwandtschaft kannte er nicht. Wozu auch. Es war nur eine Affäre, mehr nicht.
Vielleicht jemand aus der Schule?
Sie hatte also gequatscht. Verdammt. Und wenn es einer wusste …
Doch mit so einem Blag aus ihrer Klasse würde er schon fertig werden.
Steffen wandelte wie ein Roboter durch die Fußgängerzone.
Mit seinem dritten Coffee to go.
Wollte der Erpresser Geld? Damit könnte Steffen leben, wenn der Typ nicht gierig würde.
Vielleicht war ein Plan B angebracht.
Eine Waffe.
Aber auf die Schnelle jemanden finden, der ihm eine besorgen könnte, war schwer. Außerdem musste er sich auf die Person verlassen können. Sonst hätte er den nächsten Erpresser an der Backe.
Er musste improvisieren.

Sabrina.
Sie war so süß. Unglaublich naiv, aber das hatte ihm geschmeichelt.
Er war ihr großer Beschützer, jemand zu dem sie aufsah. Ihr Held, wie sie ihn immer nannte.
Am Stadtbrunnen setzte er sich hin. Der Kaffeebecher leer, so wie sein Verstand. Würde er bis heute Abend warten können, ohne den Verstand zu verlieren?
Die Zugfahrt nach Hause zog sich hin. Bei jedem Jungen zuckte er zusammen. War er gestern nur der Kurier gewesen oder der Erpresser?
Natürlich lief es auf eine Erpressung hinaus. Da wollte jemand mit seinem Wissen das große Geld machen.
Anhören würde er sich das Angebot ja. Notfalls konnte er dem Bengel dann zeigen, wo der Hammer hing. Falls es denn der Junge war.
***
Es war halb acht. Steffen fuhr mit seinem Geländewagen in Richtung Treffpunkt. Unterwegs versuchte er sich einen Plan auszudenken.
Wie sollte er reagieren, wenn dort mehrere Personen auf ihn warteten? Er musste den Wagen so hin stellen, dass er notfalls fliehen konnte.
Der Parkplatz war leer.
Er fuhr ganz an den Rand des Schotterrechtecks. Durch die Scheibe der Beifahrerseite sah er hinter den Büschen Lichter flackern. Leise drückte er die Tür ins Schloss und schob sich durch das Dickicht. Steffen schlang seine Jacke enger um seinen Körper.
Hier war es geschehen.
Die Stelle neben den Schienen war mit Grablichtern und Blumen übersät. Fotos von Sabrina lagen dazwischen, so wie Teddys und andere Plüschtiere. Teilweise vom Regen durchgeweicht, einige sahen neu aus.
Steffen schaute sich um.
Seid ihrem letzten Treffen war er nicht mehr hier gewesen.
»Hallo.«
Steffen machte einen Sprung zur Seite. Neben ihm stand ein Junge. Es war der Junge, der im Zug neben ihm saß. Er erkannte ihn an seinem T-Shirt. »Nirvana« stand in großen Buchstaben aus der Vorderseite.
»Kannst du mir mal erklären, was der Scheiß hier soll?« Steffen baute sich breitbeinig vor dem Jungen auf. Die Hände in die Hüften gestemmt.
Der Junge stand nur da und grinste. Seine Hände hielt er hinter dem Rücken und wippte neckisch vor und zurück. Er musste ungefähr 15 oder 16 Jahre alt sein. Aber im Schätzen war Steffen nie gut gewesen.
»Du erkennst mich nicht?«, fragte er.
»Du hast mir in dem Zug das Handy untergeschoben.«
»Richtig. Und?«
»Was und?« Es fing an zu dämmern, doch das Licht reichte noch aus, dass er das Gesicht des Jungen erkennen konnte. Er kam ihm bekannt vor. Doch woher nur?
»Schau genau hin. Denk dran, ich hab keine Titten.«
Plötzlich wusste Steffen woher er den Jungen kannte.
Er sah ihr ähnlich. Verdammt ähnlich.
Sabrina.
»Ihr Bruder? Du … du bist Sabrinas …?«
Der Junge nickte.
»Der Zwillingsbruder sogar. Ich bin erstaunt, dass du ihren Namen noch kennst.«
»Sie hat dir von mir erzählt?«
»Alles.«
»Wie alles?«
»Na, alles. Wie ihr gevögelt habt. Die Versprechungen, die du ihr gemacht hast. Was du von ihr hören wolltest, damit du einen hoch bekommst. Alles.«
Steffen wusste nicht, was er sagen sollte. Irgendwie entglitt ihm die Situation.
»Sie war so glücklich, weißt du das?«
Steffen trat einen Schritt zurück.
»Du, hör mal. Es tut mir sehr leid, was mit deiner Schwester passiert ist, doch wie hätte ich es verhindern sollen?«
»Du hättest die Finger von ihr lassen sollen.« Der Junge kam einen Schritt näher.
Steffen wich zurück.
Der Junge war zwar kleiner als er, aber er hatte etwas im Blick, dass ihm Angst machte.
»Da gehören ja immerhin zwei zu. Deine Schwester …«
»Wage nicht, etwas Schlechtes über meine Schwester zu sagen.«
»Sonst was?« Steffen versuchte wieder die Oberhand zu gewinnen.
Der Junge grinste nur zurück.
»Weißt du was? Mir wird das Ganze hier zu blöd. Ich hab keine Lust, den Seelentröster zuspielen.«
Er ging auf die Büsche zu, durch die er vom Parkplatz aus her gekommen war.
»Sie vermisst dich.«
»Ach ja?« Er drehte sich wieder zu dem Jungen. Der war ihm gefolgt und stand neben ihm.
»Sie spricht mit mir. Jeden Abend.«
Oh nein, jetzt geht das los. Unbewusst verdrehte Steffen die Augen.
– Sie spricht aus dem Jenseits zu mir. –
»So, was sagt sie denn?« Steffen schaute zum Wagen. So langsam ging ihm der Quatsch auf die Nerven. Und der Junge wurde ihm unheimlich.
»Sie sagt, dass sie dich sehr liebt. Auch jetzt noch.«
»Mmh, ist das so?«
»Ich soll dir das hier geben.« Der Junge reicht ihm einen Zettel.
Jetzt wurde die Katze aus dem Sack gelassen. Bestimmt stand auf dem Zettel die Summe, die der Junge fordern würde. Steffen faltete ihn auseinander.
Es standen Zahlen darauf, aber keine bestimmte Summe. Er sah aus wie ein selbst gemalter Fahrschein für einen Zug.
»Was soll der Mist?«
»Es ist die Lösung für euer Problem. Es war Sabrinas Idee. So könnt ihr wieder zusammen sein. Du nimmst denselben Zug wie meine Schwester und schon seid ihr wieder vereint.«
Auf dem Zettel stand das Datum von heute. Die Uhrzeit 19:00 Uhr.
Steffen verstand gar nichts mehr. Er schaute den Jungen an.
Ein harter Gegenstand traf ihn am Kopf. Er sah noch, dass der Junge einen Baseballschläger in der Hand hielt, dann brach er zusammen.

***

Etwas vibrierte an Steffens Brust. Er öffnete die Augen.
Wo war er?
Es roch nach Teer und sein Kopf dröhnte. Etwas Hartes drückte in seinen Rücken. Über ihm leuchteten die Sterne. Rechts von ihm flackerten Lichter. Doch das Schlimmste war das Vibrieren.
Es machte ihn verrückt.
Ein Handy steckte in seiner Brusttasche.
Sabrinas Handy.
Als er sich aufrichtete, begann sich alles zu drehen. Sein Schädel schien zu platzen. Er zog das Handy aus der Tasche und drückte die Hörertaste.
»Na, wach? Wird auch Zeit. Der Zug kommt gleich.«
»Zug? Junge, ich weiß nicht, was du genommen hast, aber …«
Die Schienen summten. Steffen schaute nach vorne. In einiger Entfernung konnte er drei Lichter sehen.
Sie kamen schnell näher.
Er sprang auf und wollte weglaufen. Doch etwas hielt ihn fest. An ihm hingen zwei dünne Stahlseile herab, die an den Schienen befestigt waren. Sie hatten die Stärke eines Bremszugs für Fahrräder und waren mit Schraubklemmen fixiert.
Ein Seil war eng um seine Hüfte geschlungen und mit den Seilen an den Schienen verbunden.
Ohne Werkzeug konnte er sie unmöglich lösen. Er riss und zerrte daran, vergeblich.
Steffen schrie ins Handy.
»Was hast du gemacht? Bist du wahnsinnig? Wenn ich dich in die Finger kriege. Mach mich los, du Schwein!«
Der Zug kam näher.
»Gute Fahrt. Und … grüß meine Schwester schön von mir. Vergiss es nicht. Sie wird es mir erzählen. «
Dann war die Verbindung unterbrochen.
Er versuchte, sich aus dem Seil heraus zu winden, doch es schnitt sich in sein Fleisch. An seiner Hüfte ran Blut herab.
Der Zug war jetzt sehr nah.
Steffen schrie.
Er konnte den Fahrer erkennen.
Verdammt, der muss mich doch sehen!
Doch der las eine Zeitung.
Steffen ruderte mit den Armen und schrie noch lauter.
Der liest eine Zeitung, der Arsch!
»Halt!«
Steffen erkannte das Deckblatt.
Er liest …
Er liest den Playb…

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