KatiDie Muttersprache ist der längste Schatten

Als sie das Krankenhaus verließ wusste sie, dass sie auch heute gute Arbeit geleistet hatte. Zielstrebig ging sie auf ihr Auto zu. Dabei wehte ihr Haar im Wind und sie wirkte wie ein Engel. Als Medizinerin war sie es gewohnt oftmals wie eine Heilige behandelt zu werden. Die Patienten hatten großes Vertrauen zu ihr und bei ihren Kollegen war sie eine angesehene Chirurgin. Warum genau sie diesen Bereich wählte wusste sie nicht mehr, sie nannte es Instinkt. Vielleicht war es auch die Freude daran Kranke zu heilen oder doch eher die Lust an der Arbeit mit den Dingen, welche für andere verborgen blieben.  Das ihr Leben einmal so aussehen würde, hätte sie sich als Kind nicht vorstellen können. Sie war glücklich, und sie wirkte auch auf andere zufrieden. Als sie mit dem Auto den Parkplatz verließ schaute sie noch einmal in den Rückspiegel. Sie versicherte sich, dass sie alleine war, eine alte Gewohnheit. Während der Fahrt hörte man eine sanfte Stimme aus dem Radio. Sie bevorzugte Hörbücher in den verschiedensten Sprachen, dieses Mal war es Italienisch. Als sie nach Deutschland kam, beherrschte sie ihre Muttersprache und Deutsch. Mittlerweile kann sie sieben Sprachen fließend sprechen, und in fünf anderen Sprachen kann sie bescheidene Unterhaltungen führen. Manche Menschen nennen sie demzufolge auch hochbegabt, für sie war es nur der Ertrag ihres Ehrgeizes. Das hatte sie nämlich von ihren Eltern gelernt, ohne Fleiß kein Preis. Was sie aber noch vielmehr von ihnen gelernt hatte war ihre Unzugänglichkeit. Es war ihr aber nicht bewusst. Sie hatte, wie viele Menschen, den Drang nie so zu werden wie ihre Eltern. War dies schließlich auch der wahre Grund warum sie diesen Beruf wählte.

Zu Hause angekommen fühlte sie sich müde und entkräftet. Der Tag war lange und daher wollte sie nur noch in ihr Haus kommen. Sie ging am Postkasten vorbei, nahm die Zeitung heraus und da fiel es zu Boden. Sie wusste nicht was ihr aus der Hand geglitten war. Erschrocken blickte sie auf den Rasen. Da lag es, ohne Bedeutung für sie. Ein Handy. Sie hob es auf. Es war schwarz, schwarz wie die Nacht. Sie spürte den kalten Wind in ihrem Rücken. Sie zitterte. Eilig ging sie die Treppen zur Haustüre hoch und verschwand mit Zeitung und Handy im Haus. Sie versperrte die Türe. Blickte nochmals hinaus, denn sie versicherte sich gerne, dass sie alleine war und ging in die Küche. Sie saß im Finstern. Das gab ihr eine gewohnte Sicherheit. Da leuchtete das Display auf. Ein Anruf. Vielmehr als das Läuten ließ sie der dabei aufleuchtende Name den Faden verlieren. Sie konnte nicht mehr klar denken. Keine Zusammenhänge finden. Da stand tatsächlich auf dem Bildschirm: Alejandra Perez. Sie legte das Handy aus ihren Händen. Tränen stiegen ihr in die Augen. Sie holte tief Luft. Es war als bliebe ihr Herz stehen und die Welt würde aufhören sich zu drehen. Da läutete es wieder. Ihr kam der Ton noch schriller vor, wie wenn der Klang flehen würde, dass sie endlich dran geht. Wahrscheinlich drückte sie deshalb die grüne Taste. Eine Stimme war zu hören:

„Hallo Alejandra Perez. Darf ich Sie so nennen?“

„Wer sind sie?“, ihre Stimme klang selbst für sie befremdlich.

„Ich bin ein spanischer Journalist, und bei meinen Recherchen bin ich auf deinen Namen gestoßen, Alejandra!“, sagte er mit schmieriger Stimme.

„Ich bin nicht die Person, die sie suchen!“, sagte sie mit einer gewissen Selbstsicherheit.

„Lügen wir uns doch nicht an. Ich weiß schon lange, wer du wirklich bist! Und wenn du mir nicht hilfst, werden es bald alle wissen! Wir treffen uns morgen um 18 Uhr am Fischweiher.“ Und dann legte er auf.

Damals hatten die Betreuer zu ihr gesagt: „Deinen Namen kannst du ändern, deine Identität leider nicht!“

Aber sie wusste wie es geht. Sie wusste es geht nicht um die Person, sondern um den Schatten von dieser. Als sie alles akribisch plante, wusste sie, dass es Hindernisse geben wird. Und es gab natürlich welche, aber keine Großen. Das Problem war vielmehr die virtuelle Welt, als die reale Wirklichkeit. Im Internet sind die Schatten, welche eine Person hat mehr wert als die Person, welche dahinter steckt. Diese zu fälschen war ihr größtes Hindernis. Trotzdem hatte sie es geschafft. Als sie in Deutschland ankam und ihr Studium begann war sie Anna Mair, Tochter von ihren Wunscheltern Karl und Hedwig Mair. Und sie war sich sicher, dass sie mit der erschaffenen Identität ein neues Leben begonnen hatte. Sie dachte nicht mehr über ihre Vergangenheit nach, und wahrscheinlich war es auch ein bestimmter Selbstschutz. Doch dieser Anruf ließ Bilder in ihrem Kopf aufflimmern, von denen sie nicht einmal wusste, dass es sie gab. Sie fühlte sich in ihrem eigenen Körper fremd. Sie war wieder diese Person, die sie nicht sein mochte.

Die Menschen verurteilten sie mit Blicken. Kinder nahmen Abstand von ihr. Egal wie oft sie Heimplätze oder Zieheltern wechselte in ihrem Heimatland kam das dunkle Geheimnis immer wieder zum Vorschein. Deshalb beschloss sie sich selber darum zu kümmern. Und wahrlich es funktionierte. Dabei dachte sie an die Lebensweisheit, welche ihre Eltern ihr immer wieder predigten: Wenn du möchtest, dass etwas klappt, dann musst du dich selber darum kümmern, vertraue niemanden. Und in diesem Fall hatten sie recht.

Sie war ab diesem Zeitpunkt Anna Mair, keiner zweifelte daran. Sie stieß in Deutschland nicht auf große Beliebtheit, aber es war ihr auch viel wichtiger unscheinbar zu sein, und das war sie. Sie nahm ihr Leben selbstständig in die Hand und hatte Erfolg damit. Das nach dreißig Jahren jemand einen alten Teppich aufrollt, hatte sie nicht ahnen können. Sie hatte nicht die Kraft nochmals von vorne zu beginnen, und deshalb wurde ihr deutlich, dass sie die Verabredung wahrnehmen musste.

Als sie am nächsten Tag zur Arbeit fuhr waren ihre Gedanken beim Journalisten. Wer war er? Warum kam er genau jetzt in ihr Leben? Und war er wirklich der, der er vorgab zu sein? So sehr sich ihre Gedanken verstrickten, sie fand keine Antworten darauf.

Angespannt begann sie ihre, eigentlich routinierten, Arbeitsabläufe nachzugehen. Doch es war anders als sonst. War er vielleicht schon länger in ihrem Leben und sie hat ihn noch nie bemerkt? Sie achtete auf den Portier, denn auch er könnte es sein. Oder hat sie gestern mit einem Kollegen telefoniert? Wer wusste über ihre Vergangenheit Bescheid?

Als sie im OP stand hörten ihre Gedanken auf zu kreisen. Das Blut stieg ihr in die Nase und vermittelte ihr ein Gefühl von Geborgenheit. So war es immer, wenn sie Blut roch. Andere konnten es nicht einmal sehen, sie faszinierte alleine der Gedanke daran. Das Blut war ihr Symbol für Leidenschaft. Jeder Schnitt am menschlichen Körper ließ in ihr diese Leidenschaften entfachten. Sie machte ihre Arbeit gut. In den vielen Jahren war ihr noch kein Fehler unterlaufen. Und sie wusste, dass sie damals vom besten Chirurgen lernen durfte. Sie teilten die gleiche Leidenschaft und das persönliche Interesse aneinander nahm immer mehr zu. Die Treffen nach der Arbeit wurden häufiger und intimer. Sie verspürte Liebe. Die Nächte waren leidenschaftlich und bizarr. Hatten beide doch sehr spezielle Vorlieben. Mit den intimen Spielchen wuchs auch das gegenseitige Vertrauen. Und da passierte es, sie erzählte ihm von ihrer leidenschaftlichen Gier zum Blut. Er war angewidert, und sie brach den Kontakt ab. Seitdem hat sie keine Nähe mehr verspürt. Denn sie wusste nun, dass mit der Lust auch die dunkelsten Geheimnisse sichtbar wurden. Zu groß war damals ihre Angst, dass sie ihr Geheimnis verraten hatte. Deshalb hat sie sehr darauf geachtet, dass ihre sozialen Kontakte oberflächlich blieben. Als Chirurgin fiel es nicht auf, wenn sie mit den Krankenschwestern wortkarg umging. Das einzige was diese über sie dachten war, dass sie hochnäsig sei. Damit konnte sie leben. Sie konnte auch damit leben, dass sie alleine zu Abend aß und alleine zu Bett ging. War es doch für sie so angenehmer als der Gedanke an die Zeit, als so viele Menschen versuchten durch Mitleid ihr gegenüber an persönliche Einzelheiten zu gelangen. Sie musste sich damals regelrecht behaupten um nicht als krank diagnostiziert zu werden. Für sie war das Leben als Chirurgin nun die schönste Frucht ihres Ehrgeizes. Und nun war da aber jemand der regelrecht Fäulnis hinein zu bringen versuchte. In ihr wuchs die Kraft, dies zu verhindern. Deshalb war sie sich sicher, sie musste zu diesem Treffen gehen.

Als sie das Krankenhaus verließ nahm sie das schwarze Handy aus der Tasche. Sie wusste, dass sie es bei sich zu tragen hatte. Hätte er nicht die Absicht gehabt mit ihr in Verbindung zu bleiben, hätte er ihr einen Brief geschrieben. Und tatsächlich am Display zeigte es den Eingang einer neuen Nachricht an. Schnell lief sie zum Auto und versperrte die Türen. Hier fühlte sie sich deutlich sicherer. Sie öffnete die Nachricht und las: Die Wahrheit geht manchmal unter, aber sie ertrinkt nicht. 18 Uhr am Weiher.

Er will also die Wahrheit wissen, er kennt die Wahrheit. Was will er von ihr? Sie wusste welchen Ort er meinte, war es doch der Ort, an dem sie glaubte unbeobachtet sein zu können. Er musste also schon länger in ihrem Leben sein.

Als sie die Straße zum Treffpunkt entlang fuhr, pochte in ihr ein Gedanke: Geh nie ohne Plan außer Haus. Plan hatte sie keinen, aber genug im Rucksack verstaut. Öfters als gewohnt blickte sie in den Rückspiegel.  Sie fuhr mit dem Auto links in die enge Straße, welche geradeaus zum Weiher führte. Ringsum wuchsen Bäume auf einem hohen Erdwall. Für sie wirkte es wie in einem Tal. Die Sonne stand tief. Sie wusste, wenn die Sonne für sie tief stand, wuchs die Gefahr, dass die alten Schatten länger wurden. Die Angst davor konnte sie nicht verbergen. Es war kein Fahrzeug zu sehen aber die Umrisse einer großen Person. Sie stieg aus und bemühte sich selbstsicher zu wirken, und zeitgleich spürte sie wie klein sie wurde als sie ihm näherkam. Sein Blick war kühl. Sein Gesicht war ihr nicht bekannt. Er war in ihrem Alter, wirkte groß und mächtig. Sie standen sich Auge in Auge gegenüber. Stille.

„Wie lange habe ich auf diesem Moment gewartet, Alejandra Perez.“, sagte er mit leiser Stimme.

 „Kennen wir uns?“, fragte sie.

„Wer kennt wen? Du – dich, ich – mich oder wir uns?“, erwiderte er selbstgefällig.

In diesem Augenblick stieg in ihr der Gedanke hoch, dass sie weglaufen musss. Sie blieb stehen, wie angewurzelt. Was wollte er von ihr oder anders gesagt, was wusste er von ihr?  Genau deshalb, blieb sie.

„Alejandra, oder soll ich dich Anna nennen?“, fragte er spöttisch. Ihr wurde bewusst, er wusste es.

„Erkennst du mich nicht?“, erkundigte er sich.

„Nein.“, antwortete sie.

 „Ausnahmsweise glaube ich dir Schätzchen!“, antwortete er höhnisch.

„Was willst du von mir?“, fragte sie mit ängstlicher Stimme.

„Die Wahrheit für die Menschheit!“, antwortete er schnell.

„Du weißt sie doch, also was willst du?“

Darauf drehte er sich um und sagte während er wegging: „Alejandra Perez, unvergesslich sein ist meine Art sich zu rächen!“

Sie schrie ihm nach: „Rache, ich habe dir nichts getan, ich kenne dich nicht einmal!“.

Sie wusste nicht ob er noch alles gehört hatte. Nun stand sie mit zittrigen Beinen alleine da, das Handy in der Hand. Es vibrierte. Eine neue Nachricht war eingegangen. Ein Bild. Während sie noch ins Auto einstieg versuchte sie es herunter zu laden. Sie setzte sich auf den Fahrersitz, und als sie erblickte was auf dem Foto zu sehen war, war sie froh, dass sie saß. Der Schock hätte sie bestimmt zu Boden gerissen. Es war ein Kinderfoto von ihr. Sie war überzeugt, dass sie jegliche Bilder und Fotos von ihr vernichtet hat. Doch nun war da wahrhaftig ein Bild auf dem sie als Kind zu sehen war. Sie erinnerte sich an die Kulisse, das Bild musste auf der Straße vor ihrem Elternhaus gemacht worden sein. Der Hintergrund war verschwommen, man konnte noch die Umrisse von anderen Personen erkennen, aber niemanden eindeutig.

Als sie nach Hause fuhr überlegte sie ob sie das Handy vernichten sollte. Aber in ihr stieg das Gefühl hoch, das es die einzige Möglichkeit für sie war die Situation noch beeinflussen zu können. Das Gefühl zu haben, dass jemand anderer mehr Einfluss hatte, machte ihr erhebliche Angst. Deshalb klammerte sie sich am Handy fest. Sie musste es schaffen wieder die Oberhand über ihr Leben zu gewinnen. Erstmals verspürte sie aber wie erschöpft sie war und sie wusste, dass sie erst nach einem erholsamen Schlaf wieder klar denken konnte. Wenn man ihre Nächte zurzeit als erholsam bezeichnen durfte.

Am nächsten Tag wurde sie von einem schrillen Klingen geweckt. Ihr war klar, dass es das Klingen des schwarzen Handys war. Hastig griff sie in die Tasche neben dem Bett. Da stand wieder ihr bereits vernichteter Name auf dem Display. Sie hob ab.

Die ihr bereits bekannte Stimme sagte: „Guten Morgen. Hast du gut geschlafen? Seit gestern bin ich mir sicher, ich habe dich gesehen, gehört und gerochen. Dein Blick hat mir gezeigt du bist es wirklich. Alejandra ich bin der Mensch, der dich Unvergessen macht. Ein Zeitungsartikel oder besser ein ganzes Buch nur über dich und dein Leben. Jeder wird dich dann kennen.“

Sie schluckte und wollte antworten, doch da sprach er weiter: „Ich dachte es wäre fair, wenn du mir natürlich deine Sicht der Dinge schilderst. Ich habe jetzt bereits jahrelang recherchiert und geforscht, aber immerhin bist du hier die wahre Expertin. Wenn du also deine Meinung zu den Bluteltern sagen möchtest, dann heute am selben Ort zur selben Uhrzeit wie gestern.“

Die Verbindung war weg. Ihr wurde schwindlig. Da war dieses Wort, welches sie nie wieder dachte hören zu müssen, zumindest nicht in Verbindung mit ihr. Bluteltern. Ihre Situation schien trostlos. Sie konnte keinen davon erzählen und schon gar nicht der Polizei. Hatte sie sich doch diese Identität nur aufbauen können, indem sie ihre Alte sterben ließ. Perfekt inszeniert und aufgrund ihrer Vorgeschichte für alle sehr glaubhaft. 

Glaubhaft musste es bleiben und sie musste wieder die Zügel in der Hand haben. Mit diesen Vorsätzen machte sie sich auf den Weg zum Weiher. Dieses Mal war es aber anders als am Vortag, dieses Mal hatte sie einen Plan als sie das Haus verließ. Sie war vorbereitet. Sie stieg ohne Furcht und Zweifel in ihr Auto und fuhr los.

Er wartete bereits dort. Als sie ausstieg merkte sie wie er grinste. Es war ein höhnisches Grinsen, welches ihr den Hass spüren ließ. Und dann sagte er bissig:

„Hallo Blutstochter!“

„Was weißt du?“, sagte sie mit pochender Stimme.

„Ich? Ich weiß genug. Du bist die Tochter von den Blutseltern. Sie waren die Mörder von zwölf Familien. Oder besser gesagt zwölf konnte man beweisen die Dunkelziffer wird noch viel höher sein, oder?“, fragte er forsch.

Sie wusste, dass es stimmt. Sie war damals keine zehn Jahre alt und doch war sie dabei. Die Experten sagten damals, dass keiner weiß wieviel sie wirklich mitbekommen hatte, man wüsste nur, dass sie nie etwas davon erzählte. Aber sie wusste alles, ganz genau. War es doch sie, welche das Blut der Leichen trinken musste. Bei jedem Verbrechen ihrer Eltern war sie mit dabei, wie andere Kinder bei einem Familienausflug. Aber das konnten die Kriminologen nie nachweisen. Nur an dem Tag als ihre Eltern keinen Ausweg mehr sahen und sich das Leben nahmen, war sie zu Hause. Polizisten stürmten das Haus und brachten sie zu Frau Sangres. Das war ihr erster Aufenthalt in einem Heim.

„Was willst du von mir?“, schrie sie und ging zielstrebig auf ihn zu.

„Rache! Warum habt ihr meine Eltern getötet, und mich unter dem Bett liegen lassen?“, schrie er.

Das waren die Worte, welche ihr die Sicherheit gaben, dass sie ihn nur unter einer Bedienung zum Schweigen bringen konnte. Sie nahm das Messer und rammte es ihm mit voller Wucht in den Bauch. Dies wiederholte sie so oft bis er die letzten Lebenszeichen von sich gab. Dann rollte sie ihn theatralisch wie einen Teppich in das kalte Wasser.

Als sie am nächsten Tag aus dem Fenster ihres Reihenhauses blickte und das Gemüse für die Suppe schnitt, verletzte sie sich am Finger und schrie dabei instinktiv auf:

„Maltida sea!“

Auch ein Mensch, der zwölf Sprachen beherrscht, gebraucht seine Muttersprache, wenn er in Not ist.

3 thoughts on “Die Muttersprache ist der längste Schatten

  1. Hallo Kati,
    die Idee hinter deiner Geschichte gefällt mir gut, gerade wie der „Blutdurst“ der Protagonistin beschrieben wird. Es war spannend zu lesen. Ein Verbesserungsvorschlag wäre, nochmal über die Grammatik zu schauen. Einige Pronomen hast du in der falschen Form verwendet (zB. einen/einem usw.) An diesen Stellen stockt der Lesefluss etwas. Insgesamt aber schön geschrieben 🙂

    Ich freue mich, falls du Lust hast, auch über ein ehrliches Feedback 🙂 LG
    https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/momentaufnahme

  2. Hallo Katia guter Plot, leicht blutrünstig und dann noch eine Frau..gut gemacht, das liest man nicht oft
    Schließe mich bezüglich der Grammatik an, einiges korrigieren ansonsten gut verständlich geschrieben. Ich hätte den Schluss ein wenig mehr ausgebaut, Dialog zwischen den beiden, wer er genau ist…vielleicht kannten sie sich sogar usw. aber das ist nur meine persönliche Meinung. Mein 👍 hast du auf jeden Fall, mach weiter 🙂

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