JoLo34EXIT

 

Ich bin das Alpha und Omega, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende

(Johannes Offenbarung 22,13)

1                                                                                                                  Samstag, 22:50 Uhr

Ich öffnete meine Augen und sah nichts. Völlige Dunkelheit umgab mich.

Ich hatte das Gefühl, als wäre ich in einem schwarzen Loch versunken. Mein kläglicher Versuch, durch mehrmaliges Blinzeln etwas an meiner Wahrnehmung zu verändern, scheiterte. War ich vielleicht tot? Oder träumte ich? Nein, das konnte beides nicht sein.

Wo war ich bloß? Ich probierte, mich aufzurichten, um einen Lichtschalter zu finden. Hinter meiner Schädeldecke begann es zu pochen, so heftig, als würde ein Handwerker mit einem Hammer versuchen, aus meinem Kopf auszubrechen. Durch die ruckartige Bewegung meines Kopfes spürte ich eine warme Flüssigkeit die Schläfe hinablaufen. Dem metallischen Geruch nach musste es sich um Blut handeln.

Ich versuchte es mit einer schnellen Handbewegung aus meinem Gesicht zu wischen, kam aber nicht weit, weil ich meine Arme nicht bewegen konnte. Genau wie meine Füße. Ich bekam Panik.

Mein Herzschlag erhöhte sich augenblicklich, meine Atmung glich der eines Leistungssportlers nach Erreichen der Ziellinie. Mit dem Unterschied, dass der Sportler sein Rennen bereits hinter sich hatte, und ich gerade erst begann loszulaufen. Ich musste raus hier. Sofort.

>>HILFEEEE!<<, schrie ich in der Hoffnung, jemand würde mich hören. Ich lauschte angestrengt, aber es geschah überhaupt nichts, das schwarze Loch schluckte meinen Hilfeschrei, es war alles wie zuvor. Still.

Ich wagte es ein zweites Mal: >>HILFEEEE!<<

Wieder keine Reaktion, die Dunkelheit war unnachgiebig. Völlig außer Atem wollte ich zu einem letzten Schrei ansetzen, als ich einen warmen Luftzug neben meinem rechten Ohr spürte, der sich in kurzen, regelmäßigen Abständen wiederholte. Mir lief es kalt den Rücken herunter. Ich war nicht alleine in der Dunkelheit. Dort stand jemand neben mir.

>>HILFEEEE! WER SIND SIE? WAS WOLLEN SIE VON MIR? LASSEN SIE MICH GEHEN!<<, schrie ich in Richtung der Atemgeräusche. Gleichzeitig versuchte ich, durch wilde Hin- und Herbewegungen auf der weichen Unterlage meine Fesseln zu lösen, was mir aber nicht gelang.

Dann überschlugen sich die Ereignisse. Ich hörte, wie die unbekannte Person mit einem leisen  „Klick“ einen Schalter betätigte, woraufhin die Dunkelheit einem hellen Licht wich. Ich musste meine Augen zusammenkneifen, um ansatzweise etwas sehen zu können. Trotzdem erkannte ich die Umrisse der Lichtquelle, sie erinnerte mich an eine Operationsleuchte. Die Person trat ins Licht und beugte sich über mich. Aufgrund einer Sturmhaube konnte ich sie nicht identifizieren. Sie hob seelenruhig ihren rechten Arm, bis sich ihre Hand auf Kopfhöhe befand. Ich erkannte ein Messer, das sie fest umklammert hielt und dessen Klinge im Licht der Operationsleuchte aufblitzte.

Plötzlich schnellte die Hand mit dem Messer nach unten und ich sah mein Leben an mir vorüberziehen.

 

                                                                                                                     6 Stunden zuvor

Das Wasser war kalt und kitzelte an meiner Nasenspitze, als sich die letzten Sauerstoffbläschen an die Wasseroberfläche vorarbeiteten. Es gelang mir, einen Kratzimpuls zu unterdrücken und meinen Kopf unter Wasser zu halten.

Seit meinem Unfall vor sechs Monaten fühlte ich mich nirgendwo so lebendig wie zwischen den Rändern meines Waschbeckens. Umhüllt von der sanften Kälte vergaß ich für einige Augenblicke die schrecklichen Bilder, die mich nahezu täglich heimsuchten und die die Ursache dafür waren, dass ich verschiedene Medikamente einnehmen musste, deren Namen ich nicht aussprechen konnte.

Mein Körper begann aufgrund des fehlenden Sauerstoffs nach kurzer Zeit zu beben, meine Lunge lechzte nach ebendiesem, doch ich war noch nicht bereit nachzugeben und in ein Leben zurückzukehren, das diesen Namen nicht verdient hatte.

Warum musste der Fahrer des schwarzen Peugeot 308 nur so schnell fahren? War es die Freude darüber, endlich den Führerschein zu besitzen? Oder der Alkohol, der ihn dazu veranlasste, das Gaspedal bis zum Anschlag durchzudrücken? Ich stellte mir diese Fragen immer wieder, bis heute hatte ich keine Antwort erhalten.

Das Beben wurde immer schlimmer. Ich krallte mich mit beiden Händen am Waschbecken fest und begann auf der Stelle zu laufen, in der Erwartung, ich könnte so mein Auftauchen verhindern. Doch alle Mühe war vergebens.

Nach Luft schnappend griff ich mit geschlossenen Augen nach dem Handtuch und drückte es mir fest auf das Gesicht.

Letztendlich war es auch egal, warum der Fahrer seine Fahrspur verließ und auf die Gegenfahrbahn geriet, denn das brachte Paul auch nicht zurück. Ich hatte mein Patenkind gerade für einen gemeinsamen Kinoabend abgeholt, als uns der Fahrer auf der Landstraße frontal erwischte und seinem Leben ein jähes Ende bereitete. Ich werde die leeren braunen Kinderaugen nie vergessen, die mich von dem Beifahrersitz aus anstarrten, als ich mein Bewusstsein wiedererlangte.

Nachdem ich mein Gesicht abgetrocknet hatte, hängte ich das Handtuch an seinen Platz zurück und betrachtete mich in dem rechteckigen Spiegel über dem Waschbecken.

Ich erschrak jedes Mal, wenn ich mich sah.

Ich blickte in die traurigen grünen Augen einer billigen Kopie meiner selbst, deren tiefe schwarze Augenringe fast schon zu einem Markenzeichen geworden sind. Die roten Haare fielen ihr strähnig auf die Schultern, ein Friseurbesuch war lange überfällig. Die blasse Haut wirkte im kühlen Licht der Deckenleuchte noch blasser und die Sommersprossen, um die sie früher alle beneideten, waren von Tag zu Tag weniger zu erkennen.

Gedankenverloren wandte ich den Blick von der mir immer fremder werdenden Person ab und schaute auf meine Armbanduhr. Ich stellte fest, dass ich mich beeilen musste. Es war kurz nach siebzehn Uhr und Orhan würde bald das Sicherheitsgitter herunterlassen. Ich begab mich daher in den Flur, nahm den beigen Trenchcoat von der Garderobe, steckte Schlüssel, iPhone und Geldbeutel ein und verließ die Wohnung.

 

3

Die untergehende Herbstsonne tauchte die Wohnstraße in ein wohliges Dämmerlicht, als ich die Haustür hinter mir ins Schloss fallen hörte und den Bürgersteig betrat. Der Asphalt war mit orange-braunen Blättern bedeckt, die sich von den umstehenden Bäumen gelöst hatten. Orhans Kiosk war nicht allzu weit entfernt und ich hoffte, dass ich ihn noch antraf. Der schnellste Weg führte durch den Stadtpark, der nur wenige Minuten von meiner neuen Wohnung entfernt lag.

Es gefiel mir in Saarbrücken immer besser, seit ich vor drei Monaten Hals über Kopf Lüneburg verlassen hatte. Pauls Mutter hatte mir nie die Schuld für den Verlust ihres Sohnes gegeben, trotzdem stand sein Tod wie eine unsichtbare Mauer zwischen uns. Karins vorwurfsvolle Augen bohrten sich jedes Mal wie Pfeile in mein Herz. Ich ertrug die stummen Vorwürfe nicht mehr und entschloss mich, meiner Geburtsstadt den Rücken zu kehren und einen Neuanfang zu wagen.

Der Kies knirschte unter meinen Füßen, als ich das schmiedeeiserne Eingangstor passierte und den Stadtpark betrat. Sogleich fielen mir die farbenfrohen Girlanden ins Auge, die sich von Laterne zu Laterne hangelten. Es war erstaunlich viel los, überall standen lachende Menschen vor kleineren und größeren Ständen, die verschiedene Speisen und Getränke anboten. Musik dröhnte mit einer ungeheuren Lautstärke aus den Boxen nahe der Parkbühne, auf der eine Band ihre Lieder präsentierte. Hauptattraktion war eine riesige Hüpfburg, vor der sich eine lange Warteschlange bildete. Aufgeregte Kinder starrten sehnsüchtig ihre kreischenden Altersgenossen an, die im Moment springen durften.

Traurig dachte ich an Paul. Hätte es ihm hier gefallen? Entschlossen verbannte ich den Gedanken und setzte meinen Weg fort.

Nachdem ich das bunte Treiben hinter mir gelassen hatte und auf den Parkausgang zusteuerte, entdeckte ich den Kiosk, dessen neongrüne Leuchtreklame am oberen Ende des Schaufensters meinen Blick auf sich zog. Wie selbstverständlich vergrößerten sich meine Schritte.

Orhan war die erste Person, mit der ich nach meinem Umzug in Kontakt kam. Ich hatte völlig vergessen einzukaufen und streifte sonntags durch die Nachbarschaft, auf der Suche nach einem Restaurant. Durch Zufall traf ich Orhan vor seinem Kiosk und fragte ihn nach einem Tipp. Seine hilfsbereite Art machte ihn sympathisch, sodass sich meine Besuche bei ihm zu einer Routine entwickelten.

Vor dem kleinen quadratischen Gebäude standen zwei Zeitungsständer. Im Schaufenster wies ein Plakat auf die Möglichkeit eines Lottogewinns hin, der jegliche Vorstellungskraft sprengte.

Mit einem schrillen Läuten wurde mein Besuch im Kiosk kurz vor Ladenschluss angekündigt. Direkt stieg mir der Druckgeruch der Zeitschriften in die Nase.

Orhan trat hinter der Kasse hervor und begrüßte mich lächelnd, sein Drei-Tage-Bart stand ihm gut. Über dem leichten Bauchansatz spannte sich ein weißes T-Shirt.

>>Hey, Amelie! Was machst Du denn hier? Warum bist du nicht im Stadtpark?<<

>>Hi, Orhan<<, antwortete ich. >>Du meinst auf dem Fest? Was gibt’s denn zu feiern? Hat der Bürgermeister Geburtstag?<<

Orhan lachte über meinen misslungenen Versuch, lustig zu sein.

>>Nein, das ist unser jährliches Stadtfest. Ich werde nachher mit Aylin hingehen. Hast du vielleicht Lust, uns zu begleiten? Sie würde sich sicher freuen.<<

Seit zwei Jahren lebte Orhan von seiner Frau getrennt, er sah seine Tochter nur am Wochenende.

Ich zögerte. >>Ich weiß nicht so recht, ich habe noch einiges zu tun. Vielleicht ein andermal?<<

Orhan schaute mich verständnisvoll mit seinen braunen Augen an. >>Amelie, wie immer am Arbeiten. Aber kein Problem, gerne ein andermal.<< Er griff hinter sich und reichte mir meine Lieblingszeitschrift.

>>Vielen Dank, bis nächste Woche. War schön, dich wiederzusehen<<, erwiderte ich und schob ihm das Geld über den Tresen. Er bedankte sich und wir verabschiedeten uns.

Es war bereits achtzehn Uhr, als ich in die kühle Abendluft hinaustrat. Die Sonne war verschwunden, der Stadtpark erstrahlte im Licht der inzwischen eingeschalteten Laternen. Überforderte Eltern rannten ihren Kindern hinterher, die noch lange nicht bereit dafür waren, das Fest zu verlassen. Das Ende des Parks lag nur noch wenige Meter vor mir, als ich unerwartet mit einer anderen Person zusammenstieß. Eine braune, süßlich riechende Flüssigkeit landete auf meiner Jacke. Verdammt! Ich vernahm ein genuscheltes „Tschuldigung“, konnte mit einem Blick zurück aber keinen Übeltäter ausmachen. Verärgert setzte ich meinen Weg fort.

Zuhause angekommen zog ich den Trenchcoat aus, um ihn in die Waschmaschine zu stecken. Das war mal wieder typisch. Hektisch leerte ich die Taschen. Zu meiner Verwunderung kam ein schwarzes Handy zum Vorschein, das ich nie zuvor gesehen hatte. Von meinem iPhone keine Spur. Auch das noch, blieb mir denn gar nichts erspart?

Misstrauisch beäugte ich das Telefon. Es muss der Person gehören, die mich angerempelt hat. Ohne nachzudenken wischte ich mit dem Daumen nach oben, erstaunlicherweise verschwand der Sperrbildschirm.

Da ich in den Einstellungen keinen Hinweis auf den Eigentümer fand, öffnete ich neugierig die Bildergalerie. Der Inhalt ließ mich zusammenfahren. Oh mein Gott!

Mehrere Dutzend Fotos zeigten mich in verschiedenen Alltagssituationen, das aktuellste war keine Stunde alt. Es zeigte Orhan und mich im Kiosk am Tresen stehend.

Geschockt setzte ich mich auf das kleine Schuhbänkchen im Flur, unfähig, einen klaren Gedanken zu fassen.

Dann begann das Handy zu klingeln.

 

                                                                                                                 4 Stunden zuvor

Erschrocken starrte ich auf den Touchscreen, der den Anruf als „Anonym“ auswies. Eine unsichtbare Hand drückte meine Kehle zu, ich traute mich kaum zu atmen. Was geschah hier? Überfordert lief ich den Flur auf und ab. Hatte ich es etwa mit einem Stalker zu tun? Das Handy in meiner Hand klingelte unaufhörlich weiter, die sich immer wiederholende Tonfolge schrie mich förmlich an. Nein, das konnte nicht sein. Amelie, reiß dich zusammen! Um dem penetranten Klingeln ein Ende zu setzen, nahm ich den Anruf mit zitternden Händen entgegen.

>>Ha-, Hallo?<<, meldete ich mich unsicher.

>>Hallo Amelie, schön Dich zu hören.<<

Ein Engegefühl breitete sich in meiner Brust aus, als mir die seltsam klingende Stimme antwortete. Sie war merkwürdig dunkel und verzerrt. Roboterhaft. Unmenschlich.

>>Was wollen Sie von mir? Woher kennen Sie meinen Namen?<<, fragte ich verdutzt.

Mein Gesprächspartner lachte mechanisch. >>Das wirst du noch früh genug erfahren. Du machst jetzt genau das, was ich dir sage. Du hast etwas, dass ich möchte, und du wirst es mir jetzt vorbeibringen.<<

Ich fragte mich, in was ich hineingeraten war. Das konnte doch alles nicht wahr sein. Was glaubte der Anrufer eigentlich, wer er war? Ich entschloss mich, dem Ganzen ein Ende zu setzen.

>>Etwas vorbeibringen?<<, fragte ich ungläubig.

>>Den Teufel werde ich tun! Lassen Sich mich in Ruhe, ich werde das Handy zur Polizei bringen, dann können sie sich mit denen herumschlagen!<<, blaffte ich ins Telefon und legte auf.

Wutentbrannt ging ich ins Wohnzimmer und knallte das Smartphone auf den Tisch. Atmete tief durch. Die schlagartige Stille beruhigte meinen Puls.

Grübelnd schaute ich aus dem Fenster, als das Telefon zweimal vibrierte. Zornig griff ich danach und sah auf dem Display einen kleinen gelben Briefumschlag, der eine Bilddatei ankündigte. Mit einer fließenden Bewegung nach rechts öffnete ich sie und erstarrte. Orhan. Tränen begannen meine Wangen hinabzulaufen, als ich in sein entstelltes Gesicht sah. Er saß zusammengesunken vor seinem Tresen, den Kopf nach hinten geneigt und den Mund leicht geöffnet. Sein rechtes Auge war zugeschwollen und an seiner Stirn klaffte eine tiefe Wunde, Blut lief ihm über das Gesicht.

Eine weitere Vibration ließ mir keine Zeit, das gerade Gesehene zu verarbeiten. Verschwommen sah ich durch meinen Tränenschleier einen weiteren Briefumschlag, der diesmal kein Bild, sondern eine Textnachricht anzeigte: „HABE ICH JETZT DEINE AUFMERKSAMKEIT?“

Vor Schreck schlug ich mir die Hand vors Gesicht. Was hatte der Verrückte mit Orhan gemacht? Das Handy klingelte erneut und ich sprang auf. Ohne abzuwarten drückte ich den Annahme-Button und schrie aufgebracht ins Telefon: >>Was hast Du mit ihm gemacht, du perverses Arschloch?<<

>>Du hörst mir jetzt genau zu<<, antwortete die mechanische Stimme völlig ungerührt. >>Dein dummer Türke ist bewusstlos und atmet kaum noch. Wenn du ihn retten willst, solltest du dich beeilen. Und wage es ja nicht, die Bullen zu rufen. Du hast zehn Minuten.<<

Die Verbindung wurde beendet.

Ohne zu überlegen rannte ich in den Flur, riss die Tür auf und eilte aus der Wohnung. Erreichte panisch das Eingangstor des Stadtparks, ein kalter Wind presste sich an meinem Gesicht vorbei. Ich schlängelte mich hastig durch die bereits begonnenen Aufräumarbeiten, der Parkausgang schien endlos weit entfernt. Meine Atmung wurde unregelmäßiger, ich zwang mich jedoch, weiterzulaufen. Nicht aufgeben! Du musst Orhan retten!

Endlich sah ich den Ausgang des Parks und erkannte den Kiosk. Wie mit Scheuklappen ausgestattet rannte ich um mein Leben, wich mit Mühe einem Fahrradfahrer aus, der meinen Weg kreuzte. Komplett erschöpft kam ich am Kiosk an, das Sicherheitsgitter war heruntergelassen. >>Orhan! Orhaan!<<, schrie ich in Richtung der Eingangstür, während ich wild am Gitter rüttelte. Zu meiner Überraschung war es nicht eingerastet, ich schob es mit einer flüssigen Bewegung nach oben. Griff nach dem Türknauf, drehte ihn nach rechts und stürmte hinein.

Orhan lag zusammengesunken vor dem Kassenbereich, um seinen Kopf hatte sich eine kleine Blutlache gebildet. Ich stieß die beiden Zeitungsständer, die normalerweise vor dem Kiosk standen, zur Seite und kniete mich neben ihn. Packte ihn an den Schultern und legte ihn vorsichtig auf den Rücken.

>>Orhan! Kannst du mich hören?<<, brüllte ich mit letzter Kraft und schlug ihm dabei zweimal mit der flachen Hand auf die Wange. Keine Reaktion. Daraufhin beugte ich mich über ihn, seine Atmung überprüfend, konnte aber keine feststellen. Ich startete daher mit der Reanimation, um ihn wieder ins Leben zurückzuholen. Während ich seinen Brustkorb mit kräftigen Druckbewegungen zusammenpresste, hörte ich, wie jemand den Laden betrat.

>>Kann ich ihnen irgendwie helfen?<<, hörte ich eine Frauenstimme fragen.

>>Rufen Sie einen Rettungswagen! Schnell!<<, befahl ich, ohne mich umzudrehen.

>>Alles klar, wird erledigt!<<, antwortete die Stimme.

Wie in Trance führte ich die monotonen, stakkatoartigen Bewegungen weiter durch, der Schweiß tropfte vom Kinn auf meine Hände. Die Kraft in meinen Armen ließ immer mehr nach, als Orhan mit einem tiefen Atemzug das Bewusstsein wiedererlangte.

>>Du lebst! Gott sei Dank!<<, sagte ich erleichtert und begann zu weinen, diesmal vor Freude. Eine tonnenschwere Last fiel von meinen Schultern. Glücklich wollte ich seine Wange streicheln, als Orhan grob meinen rechten Arm packte und mich mit weit aufgerissenen Augen ansah.

>>Amelie, das ist eine Falle! Verschwinde!<<, wies er mich erschöpft an. Gleichzeitig löste sich sein Blick und er schaute an mir vorbei.

>>Hinter dir!<<, schrie er mit angstverzerrter Miene. Ich wollte mich umdrehen, um die Gefahrenquelle ausfindig zu machen, als ich einen dumpfen Schlag spürte und die Welt um mich herum schwarz wurde.

 

5                                                                                                                          23:05 Uhr

Ich schloss reflexartig die Augen, als das Messer mit einer enormen Wucht einschlug. Entgegen meiner Erwartung drang es nicht in meinen Körper ein, sondern befreite mich von den Fesseln, die meine Hände umgaben. Die unbekannte Person trat aus meinem Blickfeld heraus. Um dem Leuchtbereich der Lampe zu entgehen, setzte ich mich ängstlich auf.

Der fensterlose Raum sah gespenstisch aus, er erinnerte mich an ein altes Kellerverließ. Die unverputzten Mauerwände waren mit grünlichen Schimmelsporen verziert, ein modriger Geruch stieg mir in die Nase. Einziger Zugang war eine dicke Stahltür, die die Luftzufuhr auf ein Minimum begrenzte. Schweißperlen bildeten sich auf meiner Stirn.

Vor der Stahltür saß die unbekannte Person entspannt auf einem kleinen Treppenabsatz und fixierte mich wie ein Löwe seine Beute kurz vor dem Angriff, das Messer ruhte in ihrem Schoß. Unwillkürlich rutschte ich auf der Matratze nach oben, bis ich die kalte Kellerwand an meinem Rücken spürte. Ich zog die Beine an und umklammerte meine Knie fest. Mein Kopf brummte wie verrückt.

Die maskierte Person stand auf und kam langsam auf mich zu, dem Körperbau nach zu urteilen musste es sich um eine Frau handeln. Sie war ungefähr so groß wie ich und hatte eine sportliche Figur. Das schwarze T-Shirt, auf dem das Logo einer Musik-Band prangte, lag eng an. Ihre Arme waren blass und sehnig, ich erkannte jeden Muskel. Eine löchrige schwarze Jeans und dunkle Turnschuhe rundeten ihr Erscheinungsbild ab.

Die den Raum ausfüllende Stille wurde durch die Begrüßung der Unbekannten abrupt durchbrochen.

>>Hallo, meine liebe Amelie<<.

Die zarte Frauenstimme kam mir bekannt vor, ich konnte sie aber nicht zuordnen.

>>Was soll das alles hier? Wo bin ich? Was habe ich ihnen getan?<<, bombardierte ich mein Gegenüber mit Fragen, ihre Worte ignorierend. Verdammt, wo hatte ich diese Stimme schon einmal gehört?

>>Du erkennst mich nicht? Das macht mich jetzt aber traurig<<, sagte die Person sarkastisch und ging weiter auf mich zu. Ich wollte noch weiter zurückrutschen, doch die Wand in meinem Rücken ließ dies nicht zu. Mein Herzschlag erhöhte sich, als sich die Unbekannte nach vorne beugte, mit der linken Hand ihre Sturmhaube ergriff und sie in einem Ruck nach oben riss.

Ich blickte in ein von Hass zerfressenes Gesicht, grüne Augen funkelten mich wütend an. Die roten Haare standen elektrisch aufgeladen zu Berge.

Das war unmöglich.

Ich sah mich selbst.

 

6

>>Ophelia?<<, presste ich ungläubig hervor. Sie war doch tot.

Die Person trat einen Schritt zurück und richtete sich vor mir auf.

>>Ich hätte mir eine bessere Begrüßung angesichts unseres Wiedersehens gewünscht<<, entgegnete sie provozierend. >>Hast du deine Zwillingsschwester etwa nicht vermisst?<<

Das konnte nicht sein. Ich musste mir das einbilden.

>>Aber… Du warst weg… am Bach…<<, stotterte ich fassungslos.

>>Du erinnerst dich also noch?<<

Natürlich tat ich das.

Die Erinnerungen bahnten sich erbarmungslos ihren Weg zurück an die Oberfläche, ich sah sie wie einen schlechten Spielfilm vor meinem inneren Auge ablaufen.

Es war ein warmer Sommertag, als ich den Wald betrat. Ich hatte mich wieder mit Mama und Papa gestritten und wollte nur weg. Sah Ophelia gedankenversunken auf einem Baumstumpf nahe dem Bach sitzen, der sich plätschernd seinen Weg ins Tal bahnte, Blaumeisen zirpten um die Wette. Sie hatte ihr Tagebuch in der Hand und schrieb etwas hinein.

>>Ja… aber… ich dachte, wir sehen uns nie wieder<<, antwortete ich mit einem Kloß im Hals.

Ophelia schnaubte verächtlich. >>Hör doch auf! Du hast mich einfach zurückgelassen!<<

Das hatte ich tatsächlich.

Ophelia hatte mich nicht kommen hören, ich näherte mich von hinten. Sie war immer die Klügere von uns beiden, unsere Eltern hatten sie stets bevorzugt. Amelie, nimm dir ein Beispiel an deiner Schwester! Die Worte meiner Mutter schossen mir in den Kopf. Ophelia macht nie Probleme, warum du? Ich hatte es so satt, ständig als Fußabtreter herhalten zu müssen, die Nummer zwei zu sein. Ophelias Anblick im Wald legte einen Schalter in mir um, Jähzorn durchfuhr meinen Körper. Ich entriss ihr das Tagebuch und warf es in den Bach, das Wasser umschlang es vollständig und trieb es davon. Ophelia sprang entsetzt auf und schlug mit ihren Fäusten auf meinen Brustkorb ein. Ich war ihr körperlich überlegen und schubste sie mühelos mit einem kräftigen Stoß weg. Sie strauchelte, fiel unglücklich über eine hervorstehende Wurzel, prallte mit dem Hinterkopf auf den Baumstumpf und regte sich nicht mehr.

Tränen liefen mir die Wangen herunter. >>Ich habe es Mama und Papa abends erzählt, wir sind dann los, dich suchen. Aber du warst weg.<<

>>Ja, ich war weg! Warum hast du ihnen nicht sofort Bescheid gesagt? Wegen dir bin ich in der Hölle gelandet!<<, blitzte sie mich wütend an. >>Ich bin in einem Kellerverließ aufgewacht! Das miese Schwein hat mich dort zehn Jahre lang festgehalten und misshandelt! Kannst du dir das vorstellen? Zehn Jahre?<< Ophelias Lippen bebten und sie zitterte am ganzen Körper.

Ich erschauderte vor Entsetzen. >>Es tut mir so leid, das konnte ich doch nicht ahnen.<<

>>Du hast mein Leben zerstört! Nur durch Zufall entkam ich überhaupt. Du willst dich entschuldigen? Du hast mir alles genommen! Deine Eifersucht hat alles zerstört! Ich hasse dich!<<, feuerte mir Ophelia entgegen und gestikulierte wild mit ihren Händen. Das Messer bewegte sich dabei im Licht der Lampe auf und ab.

>>Phelie, bitte…<<

Ophelia begann zu brüllen, sie vergaß sich völlig. >>Nenn‘ mich nicht so, du elende Heuchlerin! Ständig hast du mich niedergemacht, mich vor meinen Freunden der Lächerlichkeit preisgegeben.<< Sie massierte sich mit Zeige- und Mittelfingern die Schläfen, als würde sie versuchen, einen heftigen Kopfschmerz zu verbannen.

>>Und jetzt, meine Liebe, wirst du dafür büßen.<<

Ophelia umfasste das Messer mit Nachdruck, die Muskeln an ihrem Arm traten unnatürlich hervor.

>>Bitte, Ophelia… Wir waren Kinder<<, flehte ich sie an.

Ophelia stand wie ein Henker vor Vollstreckung des Urteils vor mir. Ihre Stimme klang klar und gelöst.

>>Du hättest mir helfen müssen, so wie dem nutzlosen Türken.<<

Schlagartig wurde mir klar, wo ich ihre Stimme schon einmal gehört hatte. Orhans Kiosk.

>>Du warst das! Warum hast du Orhan da mitreingezogen? Er hat dir nichts getan!<<

Ophelia blickte mich kalt und ungerührt an. Ich erkannte sie nicht wieder. >>Da hast du recht. Und erfreulicherweise konntest du ihn ja retten, oder?<< Sie lachte hämisch.

>>Was meinst du damit? Was hast Du getan?<<, fragte ich und spürte Galle in mir aufsteigen.

Ophelia führte ihre freie Hand Richtung Gesäßtasche und ein zerknittertes Polaroid gelangte zum Vorschein. Sie warf es mir vor die Füße. Orhan blickte mich mit leeren Augen an. Das weiße T-Shirt war blutgetränkt, sein Bauch der Länge nach aufgeschlitzt. Die nackten Wände hallten meinen markerschütternden Schrei wider.

>>Du bist krank! Er hat dir nichts getan!<<

Wie ein Kartenhaus fiel ich zusammen, sah keinen Sinn mehr darin, auf meine Schwester einzureden.

>>Ophelia, du brauchst Hilfe. Ich kann meinen Fehler nicht rückgängig machen, aber…<< Sie schnitt mir das Wort ab.

>>Aber du wirst jetzt dafür bezahlen.<<

Schützend hob ich die Arme vor mein Gesicht, als die Messerspitze in meine linke Bauchhälfte eindrang. Die Welt um mich herum verlangsamte sich, alles lief wie in Zeitlupe ab. Ohne abzuwarten zog Ophelia das Messer wieder heraus, um ein weiteres Mal zuzustechen. Ich fühlte merkwürdigerweise keinen Schmerz, eine wohlige Wärme durchfuhr mich. Bevor die Dunkelheit komplett Besitz von mir ergriff, fasste ich einen letzten Gedanken.

Es tut mir leid, Schwester.

                                                                                                               Sonntag, 06:30 Uhr

Die Ampel musste kaputt sein, das rote Ampellicht starrte mich seit einer Ewigkeit regungslos an. Nervös tippte ich mit meinen Fingerkuppen auf dem Lenkrad herum. Ich hatte zwar noch genügend Zeit, wollte aber so schnell wie möglich weg von hier.

Angespannt schaute ich mich um. Aufgrund der Uhrzeit war nichts los, lediglich eine leere Plastiktüte tanzte im starken Wind über die Straße. Regentropfen fielen vereinzelt auf die Frontscheibe.

Ich nahm ein Geräusch hinter mir wahr und blickte in den Rückspiegel. Ein Auto bog um die Straßenecke und fuhr auf mich zu. Als ich die sieben Großbuchstaben auf der Motorhaube erkannte, versteiften sich meine Glieder. POLIZEI.

Wie hatten die mich so schnell finden können? Zitternd richtete ich meinen Blick nach vorne und beobachtete die Ampel, die weiterhin rot leuchtete.

Das Polizeiauto kam immer näher und blieb schließlich hinter mir stehen. Ich erkannte zwei Polizisten im schwachen Licht der Straßenlaterne, die sich angeregt unterhielten. Der Beifahrer des Fahrzeugs zeigte mit ausgestreckter Hand nach vorne, schaute seinen Kollegen an und griff dabei nach dem Funkgerät, das er sich vor den Mund hielt. Der Fahrer nickte zustimmend und fixierte dabei mein Fahrzeug.

Ging es dabei um mich? Hatte der Beifahrer mein Kennzeichen erkannt? Gab er es gerade der Zentrale durch?

Ich umklammerte das Lenkrad so fest, dass meine Knöchel weiß hervortraten. Der Beifahrer hielt sich nun das Funkgerät an sein Ohr und nickte seinem Kollegen zu. Dann wurde die Nacht von einem gewaltigen Donner erschüttert, das Sirenengeheul bohrte sich in meine Ohren. Der Fahrer schlug das Lenkrad nach links ein, gab Gas und überholte mich. Innerhalb weniger Sekunden sah ich das Fahrzeug nicht mehr, ich war wieder alleine in der Dunkelheit. Die Ampel wechselte die Farbe und mein Gesicht wurde in ein helles Grün getaucht.

Erleichtert schloss ich die Augen und atmete tief durch. Legte den ersten Gang ein und beschleunigte langsam.

Nach etwa hundert Metern setzte ich den Blinker und fädelte mich in den fließenden Verkehr auf der Autobahn ein. Der Regen wurde immer schlimmer und peitschte inzwischen gegen die Windschutzscheibe, doch die monotone Bewegung des Scheibenwischers gab mir ein Gefühl von Sicherheit. Ich konnte bereits das Hinweisschild mit dem Flughafensymbol erkennen.

Noch zwei Kilometer. Ich hatte es fast geschafft.

Nach mehreren Fahrminuten erreichte ich das würfelförmige Parkhaus, über das ein Flugzeug Richtung Himmel flog. Stoppte den Wagen und forderte ein Ticket an, die rot-weiße Schranke erhob sich knarzend. Es waren nur wenige Parkplätze belegt, ich entschied mich für einen nahe der Ausgangstür. Vom Beifahrersitz schnappte ich meine Handtasche und verließ das Parkhaus.

Der Regen hatte nicht nachgelassen und prasselte gnadenlos auf mich hinab, zum Schutz zog ich meine Jacke über den Kopf und rannte zum Eingangsportal.

Die Flughafenhalle war hell erleuchtet, nur langsam gewöhnten sich meine Augen an die veränderten Lichtverhältnisse. Mit einem raschen Blick auf die Anzeigetafel machte ich den passenden Check-in-Schalter ausfindig, kramte mein online gebuchtes Ticket heraus und ging hinüber.

Die Flughafenmitarbeiterin trug eine dunkelblaue Uniform und ihre blonden Haare waren ordentlich unter das kleine blaue Hütchen frisiert. Sie lächelte freundlich.

>>Guten Morgen. Wie kann ich ihnen behilflich sein?<<

Ich lächelte höflich zurück, den Flugschein fest umklammert.

>>Guten Morgen. Amelie Ortmann, mein Name. Ich würde gerne einchecken, mein Flugzeug nach Varadero startet in einer Stunde.<< Es fühlte sich eigenartig an, einen fremden Namen zu verwenden.

>>In Ordnung. Könnte ich bitte ihren Reisepass sehen?<<

Ich schluckte schwer und überreichte das Dokument. In aller Ruhe durchsuchte sie ihren Computer, ihre Finger huschten flink über die Tastatur. Ich spürte Hitze in mir aufsteigen. Hatte es so weit geschafft.

Nach einer gefühlten Ewigkeit blickte die Frau von ihrem Bildschirm auf und gab mir den Ausweis zurück.

>>Einwandfrei, Frau Ortmann, sie sind eingecheckt. Ich wünsche ihnen einen angenehmen Flug mit Life’n’Joy.<<

>>Vielen Dank<<, sagte ich erleichtert und verließ die Halle Richtung Sicherheitscheck, den ich ohne Probleme bestand.

Nach einem kurzen Aufenthalt im Abflugbereich wurde die Schleuse zum Flugzeug geöffnet. Der zuvorkommende Mitarbeiter scannte das Ticket und winkte mich durch.

Ich fand prompt meinen Sitzplatz, Reihe 15, Platz 1. Da ich kein Gepäck verstauen musste, ließ ich mich geradewegs in den bequemen Sitz fallen und lehnte mich zurück. Ich spürte Vorfreude in mir aufsteigen. Geschafft.

Nachdenklich blickte ich aus dem ovalen Fenster auf das Rollfeld. Orange gekleidete Techniker kontrollierten die Turbinen vor dem Start.

Zu meiner Überraschung hatte sich das Unwetter verzogen, am Himmel war keine Wolke mehr zu erkennen. Die Sonne würde bald aufgehen und den gesamten Flughafen in ein warmes Licht tauchen. In meinen Augen schimmerten Tränen.

Ich war frei.

 

26 thoughts on “EXIT

  1. Hallo Jolo,
    dein Anfang hat mich sofort gepackt, sodass ich unbedingt weiterlesen wollte und dachte die ganze Zeit, dass es sich in Richtung eines Exit-Spiels entwickelt😅. Da lag ich ja mal voll daneben!
    Dennoch habe ich einen Vorschlag, wie man im Mittelteil, noch mehr das spannende Potential ausschöpfen und den Leser noch mehr verunsichern könnte: Zum Teil ein bisschen weniger Infos geben. Zum Beispiel hätte ich es gut gefunden, nicht sofort zu erfahren, was sie auf dem Handy sieht und es eher hinten raus aufzulösen. Ist nur so ne Idee 🤗.

    Viele liebe Grüße
    Christina

    1. Hallo Christina,

      vielen lieben Dank für Deine Rückmeldung, wir haben uns sehr gefreut! 🙂

      Hast Du auch eine Geschichte verfasst? Wenn ja, wie heißt sie? Wir würden sie uns anschauen und ebenfalls einen Kommentar hinterlassen!

      Viele liebe Grüße
      JoLo

  2. Hallo JoLo,
    schöner Schreibstil, ich konnte die Bilder genau vor mir sehen. Der Twist ist gelungen und die falsche Fährte auch (ich dachte ja die ganze Zeit, es hätte etwas mit dem anfangs erwähnten Unfall zu tun… das war bestimmt so gewollt, oder?).
    Kleine Anmerkung zu den Zeitangaben je Kapitel – ich würde bei allen Uhrzeiten den Tag mit angeben, dann kommt man besser klar 😉
    Viele Grüße
    Yvonne / voll.kreativ (Der goldene Pokal)

    1. Hallo Yvonne,

      vielen lieben Dank für Deine Rückmeldung, wir haben uns sehr darüber gefreut! 🙂

      Wir werden uns Deine Geschichte „Der goldene Pokal“ durchlesen und ebenfalls ein Feedback hinterlassen!

      Liebe Grüße

      JoLo

  3. Hallo JoLo,

    eure Geschichte hat mir sehr gefallen. Ich bin anfangs auch auf die falsche Fährte reingefallen und dachte, es hätte etwas mit dem Unfall von Paul zu tun. Gut gemacht!
    Sehr flüssig und durch die vielen Wendungen spannend geschrieben.
    Aus der Story könnte bestimmt auch einen Roman machen. Weiter so! 🙂

    LG
    Freiciska
    („Ich“) + (Das unbekannte Bekannte)

    1. Hallo Freiciska,

      vielen lieben Dank für Deinen Kommentar, wir haben uns sehr gefreut!

      Wir werden uns Deine Geschichten „Ich“ und „Das unbekannte Bekannte“ durchlesen und ebenfalls Kommentare hinterlassen!

      Liebe Grüße

      JoLo 🙂

  4. Lieber Florian,

    vielen Dank für dein nettes Feedback. Wir haben uns sehr darüber gefreut.
    So sollte es sein :))

    Natürlich werden wir deine Geschichte lesen und einen Kommentar hinterlassen. Sind schon sehr gespannt.

    Viele Grüße

    JoLo

  5. Hallo:)

    Tolle Geschichte, liest sich sehr flüssig und ist wirklich spannend. Gute Idee den Leser auf eine falsche Fährte zu führen.

    Ich wäre vielleicht nur noch etwas mehr auf die Vergangenheit von den Zwillingsschwestern eingegangen, besonders von Ophelia.

    Aber sonst wirklich gut.

    Viele Grüße

    Michael Greis

  6. Hallo Michael,

    vielen lieben Dank für dein nettes Feedback. Wir haben uns sehr darüber gefreut.
    Auch vielen dank für deine Anmerkung. Leider waren die Seiten so schnell gefüllt, dass wir leicht über eine Kurzgeschichte hinaus geschossen wären 🙂

    Liebe Grüße

    JoLo

  7. Hallo JoLo

    Ich bin durch Zufall bei euch gelandet und ziehe erst mal den Hut vor euch.

    Ihr habt die Geschichte zu zweit geschrieben?
    Cool.
    Gab es da nicht heiße Diskussionen?

    Ich stelle mir das zumindest unheimlich schwer vor.

    Eure Geschichte ist euch super gelungen.
    Sie war besonders spannend und ich wusste ebenfalls lange nicht, wie sie wohl enden könnte.

    Ihr habt einen erfrischenden Schreibstil und scheint euch gut zu ergänzen.
    Die Parameter sind gut umgesetzt worden und das große Finale war das, was es sein sollte.
    Nämlich ein wirklich überraschendes, großes Finale.

    Ich habe mich königlich unterhalten gefühlt.
    Vielen Dank dafür.

    Ich wünsche euch noch viel Erfolg mit der Geschichte. Ihr habt es euch verdient.

    Ich lasse euch natürlich ein Herzchen zurück und hoffe, dass ihr noch viele Likes bekommt und gemeinsam noch viele bezaubernde Geschichten schreiben werdet.

    Liebe Grüße, Swen Artmann (Artsneurosia)

    Vielleicht habt ihr ja Lust und Zeit, auch meine Story zu lesen.
    Würde mich irre freuen.

    Meine Geschichte heißt:
    „Die silberne Katze“

    Vielen Dank.
    Passt auf euch auf.
    Swen

  8. Lieber Swen,

    wow, vielen vielen Dank für deinen Kommentar und dein ausführliches Feedback.
    Wir haben uns riesig darüber gefreut.
    Ja, wir haben die Geschichte gemeinsam geschrieben, und das nur übers Telefon. Es war eine kleine Herausforderung, wir haben diskutiert und unsere jeweiligen Texte verändert und Ideen über Bord geschmissen und wieder ausgegraben. Aber es hat sehr viel Spaß gemacht und zu zweit hat man natürlich auch doppelt so viele Ideen.
    Wir freuen uns sehr, dass dir unsere Geschichte gefallen hat und dass wir dich damit unterhalten konnten. So soll das sein 🙂
    Vielen lieben Dank. Das sollte machbar sein 😉
    Natürlich werden wir auch deine Geschichte lesen. Wir sind schon sehr gespannt darauf. Sie wird und sicher ebenfalls sehr gut unterhalten.

    Liebe Grüße
    JoLo

  9. Hallo JoLo,
    was für eine spannende Geschichte! Ich bin natürlich, wie die anderen auch, auf eure falsche Fährte reingefallen. 😉 Für mich gab es keinen Hänger in der Mitte. Ich finde, dass es sich sehr flüssig lesen lässt. Schon beim Einstieg habt ihr mich gepackt, und ich konnte die Geschichte nicht mehr aus der Hand legen. Wirklich großartig! Ich hätte es nur gern gesehen, wenn Ophelia am Ende noch einen Dämpfer gekriegt, und ihr der Unfall mit Paul noch irgendwie das Leben schwer gemacht hätte. Das hätte die Geschichte für mich absolut perfekt gemacht. So ist sie nahe dran und bekommt von mir natürlich sehr gern eine Like!
    Liebe Grüße
    Angela
    PS: Falls ihr mögt …, meine Geschichte heißt „Stunde der Vergeltung“ 🙂 https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/stunde-der-vergeltung

    1. Hallo Angela,

      vielen lieben Dank für Deine ausführliche Rückmeldung, wir haben uns sehr gefreut!

      Wir haben Deine Geschichte „Stunde der Vergeltung“ durchgelesen und ebenfalls einen Kommentar hinterlassen!

      Liebe Grüße

      JoLo 🙂

  10. Hallo ihr beiden,
    ein Kompliment zu eurer Geschichte. Ich war auch lange auf der falschen Fährte wegen der Unfallgeschichte.
    Das einzige, das ich etwas seltsam fand, war der Ich-Erzählstil, der sich dann auf beide Schwestern bezog.
    Mein Like habt ihr!

    LG,
    der schweenie

    P.S. vielleicht habt ihr ja Zeit und Lust, auch meine Geschichte zu lesen und ein Feedback da zu lassen…
    https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/glasauge

  11. Hallo JaLo,
    Eure Geschichte hat mir gut gefallen und mich ordentlich in die Irre geführt. Hat Spaß gemacht sie zu lesen und der Schreibstil ist schön flüssig. Mein Like habt ihr. Ich wünsche Euch viel Erfolg 🍀.

    Liebe Grüße

    Maddy

    P. S Meine Geschichte heißt „Alte Bekannte“ und vielleicht habt Ihr ja Zeit und Lust sie zu lesen, würde mich freuen 😁🙈☺️.

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