alexwissmannGedankenkarussell

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Es war ein wunderschöner Freitagnachmittag im September 2019, als Jonas Arcono in der S-Bahn saß. Endlich Wochenende nach einer wieder einmal anstrengenden Dienstwoche. Er nahm aus seinem Rucksack sein neueste Buch, ein Thriller eines ziemlich bekannten deutschen Schriftstellers. Er war auch schon auf zwei Lesungen ihm, als dieser in Stuttgart und Umgebung war. Die Karten hierfür hatte er als Geburtstagsgeschenk von seiner mittlerweile Ex-Frau bekommen, die wusste, wie gerne er diese Bücher lass.
Er schlug das Buch auf um darin weiterzulesen, als ihm plötzlich ein Duft in die Nase kroch. Irgendwo hatte er dieses Parfüm schon einmal gerochen. Er konnte sich aber nicht daran erinnern. Zu viele Düfte hatte er bereits in seinen 48 Lebensjahren gerochen, vor allem dienstlich.

Er arbeitete nun schon seit über 30 Jahren bei der Polizei. Mittlerweile versah er seinen Dienst beim Raubdezernat des Polizeipräsidiums Stuttgart. Lange Jahre war er aber im Streifendienst tätig.

Als seine Mutter damals von ihm erfuhr, dass er beschlossen hatte zur Polizei zu gehen, war sie nicht begeistert, da kurz zuvor zwei Polizeibeamte auf der Gaisburger Brücke in Stuttgart von einem Schwarzfahrer mit einer Machete regelrecht niedergemetzelt worden sind und weitere Polizisten lebensgefährlich verletzt wurden, bevor der Täter durch mehrere Schüsse tödlich verletzt zusammenbrach.

Jonas ist im Bereich des Stuttgarter Ostens aufgewachsen, in der sich die Tragödie ereignet hatte. Natürlich konnte er seine Mutter verstehen, sie hatte ja nur Angst ihren Sohn zu verlieren. Aber für ihn war es ein Herzenswunsch anderen Menschen zu helfen. Er konnte sich nicht vorstellen sein Leben lang nur in einem Büro zu verbringen. Er wollte unbedingt einen Beruf, in dem er mit Menschen zu tun hatte und die Arbeit musste Abwechslungsreich sein.

Gleich nach seiner Ausbildung kam er nach Stuttgart auf ein großes Revier, welches an den Innenstadtbereich anschloss. Er fühlte sich in der Schicht der er zugeteilt worden war einfach wohl. Es war wie eine kleine Familie. Alles konnte man mit seinen Kollegen besprechen. Nicht nur dienstliche Sachen wurden besprochen oder erörtert, auch viele private Sorgen konnte man mit seinem Streifenpartner austauschen.

In seinem Job kam er auch zum ersten Mal in seinem Leben dem Geruch des Todes nahe. Er hatte in seiner Ausbildung schon einige Bilder von Tatorten gesehen, aber der Geruch der an diesen Tatorten haftete, konnte man nur schwerlich wahrnehmen.

An frischen Tatorten hing immer ein Eisen schwerer Duft des Todes, wenn viel Blut mit im Spiel war. Bei älteren Tatorten war es viel schlimmer. Wenn man bereits den Duft des Todes durch die geschlossene Eingangstüre wahrnehmen konnte, stellten einem sich bereits die Nackenhaare. Man wusste nicht, was sich hinter der Türe für ein Schicksal verbarg. Der Geruch von Leichenfäulnis ist nur schwerlich wieder aus der Nase zu bekommen. Alles riecht nach diesem starken Geruch, den man nicht in Worte fassen kann. Die Haare, die Kleidung einfach alles nimmt diesen Geruch auf.

Oft mussten sie nach so einem Leicheneinsatz duschen und die Dienstkleidung wechseln. Spätestens nach Feierabend, wenn man dann die Einsatzkleidung mit nach Hause zum waschen nahm, hatte man den Geruch wieder in der Nase.

Seine Mutter hatte sich irgendwann geweigert seine Uniform zu waschen. Er musste sie in mindestens zwei Tüten luftdicht verpacken und dann sofort auf den Balkon stellen oder eben gleich
in die Waschmaschine stopfen.

Nicht selten war seine Uniform derart verschmutzt. Oft befand sich auch noch Blut der Opfer an seiner Kleidung oder wenn er nach einem Brand die Uniform mitbrachte roch die gesamte Wohnung danach.

Es kam auch schon mal vor, dass er einen Menschen nicht mehr retten konnte. Entweder waren sie zu spät an den Einsatzort gekommen oder er konnte auch durch gutes zureden einen Suizid nicht mehr verhindern. Da war es dann gut, wenn er mit seinen Kollegen darüber sprechen konnte. Solche dramatischen Sachen konnte man nicht selbst verarbeiten. Aber es war im bewusst, dass er viele seiner Erlebnisse ein Leben lang mit sich herumschleppen würde. Seine Ehe zerbrach, da seine Frau nicht mit seinen Erlebnissen und seinem Schichtdienst klar kam.

Auch sein eigenes Leben hat er bereits mehrfach in Gefahr gebracht. Wie damals, als er zu einem Bankalarm fuhr. Diesmal handelte es sich aber nicht um einen Fehlalarm wie so oft. Nein diesmal war es ein echter Banküberfall mit Schusswaffengebrauch des Täters. So hatte es der Filialleiter der Einsatzzentrale mitgeteilt. Er und sein Streifenpartner mussten damals direkt zur Bank fahren. In der Bank war sofort der Geruch von Schießpulver wahrzunehmen. Patronenhülsen von einem Schrotgewehr lagen in einem Drucker neben der Panzerglastüre des Schalters, ein riesiges Loch war auf Höhe des Kopfes in der Panzerscheibe.
Der Bankräuber konnte damals nach einer langen Verfolgungsjagd durch Stuttgart gefasst werden, nachdem er auf einen Streifenwagen geschossen hatte. Der Kollege der damals den Streifenwagen fuhr, wurde durch die Schrotkugeln im Gesicht schwer verletzt. Der Bankräuber selbst wurde durch den zweiten Kollegen angeschossen werden. Wie sich später durch die Ermittlungen herausgestellt hat, war dies nicht sein erster bewaffneter Banküberfall gewesen. Kurz nach Ende seiner Haft für diesen ersten Banküberfall, hat er den zweiten Banküberfall ausgeführt, den er aber dann aufgrund der Schussverletzung nicht überlebt hatte.

Schon oft hat sich Jonas überlegt all seine erlebten Eindrücke im Streifendienst in einem Buch niederzuschreiben. Allerdings fehlte ihm immer die Zeit hierfür. Aber irgendwann, dass wusste er, würde er seine Geschichte niederschreiben.

Durch den Geruch des Parfüms in der S-Bahn war er derartig abgelenkt worden, dass er beinahe seine Station verpasst hätte.
An der Haltestelle in Waiblingen-Neustadt stieg er aus der S-Bahn, nachdem er sein Buch wieder im Rucksack verstaut hatte, ohne auch nur ein Wort gelesene zu haben.
Hier war nicht mehr der Geruch des Stuttgarter Smogs zu riechen. Landluft war ein Zeichen für ihn, dass er entspannen konnte.

In der Unterführung wurde er jäh aus seinen Gedanken gerissen. Der Regionalexpress donnerte über ihn hinweg, so dass ihm die Haare zu Berge standen. Er begann zu zittern und spürte wie sein Körper Adrenalin aus stoß. Irgendwie verursachte dieser Bahnlärm immer öfters diese Reaktion in seinem Körper. Anfangs wusste er nicht, was mit ihm los war, doch seit kurzem wusste er den Grund hierfür.

Vor beinahe einem halben Jahr wurde er und sein Kollege zu einem Tankstellenraub gerufen. Die beiden Täter waren kurz vor ihrem Eintreffen zu Fuß geflüchtet. Mit den Streifenbeamten des zuständigen Reviers waren sie der Spur der Täter gefolgt. Nach wenigen Metern hatte einer der

Täter bereits seine Sturmhaube und eine ziemlich echt aussehende Pistole weggeworfen, so dass sie ungefähr wusste, in welche Richtung sie gerannt waren. Aufgrund der Beschreibung der Täter durch den Tankwart, wussten sie, dass es sich um zwei vermutlich jugendliche Täter handelte, die beide dunkel gekleidet waren, so wie eigentlich alle Täter.

Kurz nach der Tankstelle erreichte man den Bahnhof von Stuttgart-Bad Cannstatt. Die Täter flohen in der Dunkelheit über die Gleise, als ein herannahender Regionalzug einen der beiden Täter erfasste und tödlich verletzte.

Es ist beinahe unbeschreiblich in wie viele Einzelteile ein Mensch explodieren kann. Anders kann man es nicht beschreiben. Von dem Täter war eigentlich nichts mehr zu erkennen. Körper- und Bekleidungsstücke lagen über hunderte von Metern über die Bahnstrecke verteilt, so dass eigentlich nichts mehr an einen Menschen erinnerte. Lauter kleine Puzzleteile.

Der zweite Täter konnte in unmittelbarer Nähe festgenommen werden. Er saß in einer Lache von erbrochenem. Zitternd und kalkweiß saß er da. Von ihm erfuhr man den Namen des verunglückten Täters. Nur 16 Jahre wurde Stefan alt und dann hat ihn die Folge einer Straftat das Leben gekostet.

Unvorstellbar auch für den festgenommenen Georg. Sein bester Freund verlor sein Leben, weil sie beide den Kick gesucht hatten. Schon mehrere Male hatten die beiden kleinere und auch größere Straftaten verübt. Immer größer war die Sucht nach Adrenalin, so dass sie diesmal wieder die gleiche Tankstelle überfallen hatten, wie schon vor zwei Wochen. Doch diesmal nahm alles ein tragisches Ende. Jonas war sich ziemlich sicher, dass Georg nie wieder eine Straftat begehen würde. Aber sicher konnte man sich da nie sein.

Jonas war wieder so sehr in seinen Gedanken vertieft, dass er nicht bemerkt hatte, dass er bereits vor seinem Wohnhaus stand. In seiner Wohnung angekommen stellte er den Rucksack wie immer auf den Tisch im Eingangsbereich. Er wollte sich noch ein wenig in die Sonne auf seinem Balkon setzen und an seinem Buch „Der Insasse“ weiterlesen. Als er gemütlich saß und das Buch bereits aufgeschlagen hatte, klingelte es an der Türe.

Er stand auf und ging an die Sprechanlage und sprach ein „Ja“ hinein, als es an der Wohnungstüre klopfte. Durch den Türspion sah er seine Nachbarin Frau Schmelzer. Er öffnete die Türe und wurde von dem Schweißgeruch, der ihm von Frau Schmelzer entgegen kam, beinahe erschlagen. Er musste seinen Würgereiz unterdrücken als Frau Schmelzer ihm so nah kam um ihm das Paket zu überreichen. Im tiefsten schwäbischen Dialekt sagte sie zu ihm:“I han do a Päckle für sie agnomma!“ (Ich habe hier ein Paket für sie angenommen). Mit einem knappen „Danke“ nahm er das Paket entgegen und verschwand schnell wieder in seiner Wohnung. Erst auf dem Balkon konnte er wieder befreit atmeten.

Frau Schmelzer war ein wirklicher Hausdrache. Sie wusste über jeden im Haus und der ganzen Straße genau Bescheid. Das ständige hinterher spionieren war vermutlich auch der Grund, weshalb sie ihrer Körperhygiene nicht nachkam. Sie hatte schlicht und ergreifend keine Zeit sich oder ihre Kleidung zu waschen. Aber so konnte man sie auch drei Meter gegen den Wind riechen und sich in Acht nehmen und schnell davongehen, um ja nicht von ihr in ein Gespräch gezogen zu werden.

Er sah auf das Paket und stellte fest, dass nur sein Name auf diesem stand. Kein Absender oder sonst irgendein Zeichen von der Post. Er hatte sich schon gewundert, da er nichts bestellt hatte.

Jonas ging in die Küche und öffnete die Küchenschublade und nahm die Haushaltsschere um das Paket zu öffnen. Vorsichtig klappte er den Deckel auf die Seite um sich den Inhalt genauer anschauen zu können. Doch was sich da in dem Paket befand, löste einen Panikattacke bei ihm aus.

Zitternd ließ er das Paket fallen, so dass der Inhalt über den Küchenboden rollte.
Sein Herz klopfte bis zum Anschlag und in seinen Ohren baute sich ein Druck auf. Mit zitternden Beinen ging er vorsichtig an der Wand entlang um sich auf sein Sofa setzen zu können.

Was sollte das und wer spielte ihm einen so grausigen Streich. Jonas schloss die Augen um sich und seinen Puls wieder zu normalisieren. Die richtige Atemtechnik hatte ihm schon öfters in solchen
Situationen geholfen, die neuerdings immer öfters kamen. Was die Ursache für diese immer öfters auftretenden Panikattacken war, wusste er nicht.

Seine Handinnenflächen waren klitschnass und auch an vielen anderen Stellen am Körper entwich der Schweiß, wie nach einem Marathonlauf. Er schloss die Augen und konzentrierte sich auf seine Atmung.

*

Als er wieder zu sich kam lag er in seinem Bett. Allerdings hatte er keine Ahnung wie oder wann er dort gelandet war. Die Jalousien war unten und die Schlafzimmertüre war leicht angelehnt. Neben ihm auf dem Nachttisch lag sein Handy. Er tippte auf das Display, um zu sehen wie viel Uhr es gerade war.

Erschrocken setzte er sich auf und betrachtete das Handy. Es war bereits 8 Uhr morgens.
Was aber weit erschreckender war, war die Tatsache, dass es nicht sein Handy war. Da war er sich sofort sicher. Allerdings war es genau das selbe Handy wie er es hatte.
Auf seinem Startbildschirm hatte er das Foto seines mittlerweile verstorbenen Katers Johnny. Auf diesem Handy, welches er nun in den Händen hielt, befand sich nur ein Bild einer Blume.

Hatte er das Handy mit einem Kollegen verwechselt oder wie kam er in den Besitz von diesem Handy. Er stand auf, um in seinem Rucksack nachzuschauen, ob sein Handy dort lag.
In dem Seitenfach des Rucksacks lag tatsächlich sein Handy. Aber wie kam er an das andere Handy?

Sein Magen knurrte und er beschloss erst mal zu frühstücken, da er seit dem Mittagessen nichts mehr zu sich genommen. Später wollte er sich dann das fremde Handy näher betrachten. Vielleicht konnte er ja in Erfahrung bringen, wem es gehört. Ein wenig neugierig war er schon.

Da es bereits schön warm war, setzte er sich auf seinen Balkon um das fremde Handy näher zu betrachten. Ohne Eingabe einer PIN konnte er direkt auf alles zugreifen. In den Kontakten waren bis auf die bereits bei Werkseinstellung eingestellten Nummern keine weiteren Kontakte hinterlegt.
Die Anrufliste war leer. Es waren auch keine Fotos auf dem Handy zu finden. Ihm war klar, dass es sich um kein Handy von einem seiner Kollegen handeln konnte.

Aber wie kam er in den Besitz von diesem Handy? Hatte es jemand in seinen Rucksack gelegt? Und wenn ja, wann? Er kann sich beim besten Willen nicht entsinnen, dass jemand im heimlich etwas zugesteckt haben könnte. Oder doch? Möglich wäre es gewesen, da er ja wieder mal einen Blackout in der Bahn hatte.

Er beschloss am Montag, sobald er wieder im Dienst war, eine Nummernabfrage für dieses Handy zu machen. Nur so konnte er den eventuellen Verlierer ausfindig machen.

Ein paar Minuten später vibrierte das fremde Handy auf dem Tisch. Eine Nachricht war eingegangen. Neugierig nahm er das Handy wieder in die Hand, um die Nachricht lesen zu können. Es war eine Bilddatei. Es überlegte einen kurzen Moment, ob er diese Nachricht öffnen sollte. Die Neugier war jedoch zu groß und er öffnete sie.
Was er jedoch da auf dem Foto sah, erschreckte ihn beinahe zu Tode. Es war ein Foto von ihm, wie er mit einem Buch in der Hand in der S-Bahn saß. Da musste gestern auf der Heimfahrt gemacht worden sein. Man sah seinen Augen an, dass er nicht im hier und jetzt war.

Was zum Teufel war das nun wieder. Jemand muss ihn in der Bahn beobachtet haben und das Handy in seinen geöffneten Rucksack gesteckt haben. Aber was bezweckte diese Person mit dieser Aktion?

Da hörte er leise Schritte in seiner Wohnung. Er drehte sich vorsichtig um und ließ vorn lauter Schreck das Handy fallen. Hinter im stand seine Lebensgefährtin Sara. Mit pochendem Herz stand er auf und umarmte sie. Sie bemerkte sein Zittern und fragte ihn „Guten morgen mein Schatz. Hast du ein Geheimnis oder warum hast du mich gerade so erschrocken angeschaut? Oder warum zitterst du so?“
Sie war Krankenschwester im Klinikum Stuttgart. Hier hatten sie sich vor einem halben Jahr nach dem Banküberfall und seinen dramatischen Folgen kennengelernt. Er und sein Kollege waren damals mit dem unter Schock stehenden Georg, mit einem Rettungswagen, ins Klinikum Stuttgart Bad Cannstatt gefahren.

„Nein, ich habe kein Geheimnis.“ antwortet Jonas. „Schau nur, was heute morgen auf meinem Nachttisch lag!“ „Dein Handy so wie es aussieht:“ „Nein, das ist nicht meins, es sieht nur genauso aus. Und schau mal, was gerade für eine Nachricht auf dieses Handy geschickt wurde!“

Er zeigte ihr das Foto von sich und erzählte, wie sein gestriger Tag verlief, wobei er sich an die Hälfte überhaupt nicht mehr erinnern konnte.

Mit erstauntem Blick folgte sie seiner Schilderung und meinte „Das ist aber merkwürdig. Und du kannst dich nicht mehr erinnern, wie du ins Bett gekommen bist?“ „Nein, das ist ja auch das merkwürdige.“ antwortete er.

Sara strich ihm mit der Hand über seine kurzen braune Haar und sagte „Ich werde mich jetzt ein wenig hinlegen und heute Nachmittag können wir ja nochmal über alles reden. Ich bin total fertig von meinem Nachtdienst. Es war wieder die Hölle los in der Notaufnahme. So viele schreckliche Unfälle.“ Sie gab ihm einen Kuss und verschwand im Schlafzimmer.

*

Nachdem Jonas den Wochenendeinkauf erledigt hatte, beschloss er ein wenig joggen zu gehen. Vielleicht kam er so für eine kurze Zeit auf andere Gedanken.

Als er das Haus verließ, sah er Frau Schmelzer, die wie immer hinter der Gardine stand, um ihre Nachbarn heimlich zu beobachten. Da fiel ihm wieder ein, dass sie ihm gestern ein Paket gegeben hatte. Er wusste nicht mehr, ob er es geöffnet hatte, oder ob es noch im Gang auf dem kleinen Schrank lag. Sobald er zuhause war, wollte er sich darum kümmern, wenn er sich noch daran erinnerte.

Was war nur los mit ihm. Irgendetwas stimmte ganz und gar nicht mir ihm. Auch seinen Kollegen ist sein merkwürdig abwesendes Verhalten bereits aufgefallen. Bei den täglichen Besprechungen konnte er sich kaum konzentrieren. Immer wieder war er mit seinen Gedanken woanders.

Seit der Gerichtsverhandlung zu dem Tankstellenüberfall war es so schlimm. Die Mutter von dem getöteten jungen Räuber Stefan, ging während seiner Zeugenaussage im Gerichtssaal , auf ihn los und schrie immer wieder „Du Mörder. Du hast meinen Stefan auf dem Gewissen. Dein Leben soll genauso fürchterlich und grausam zu dir sein wie zu mir. Du Kindermörder….!“

Die Justizangestellten mussten die schreiende Mutter aus dem Gerichtssaal entfernen. Auch vor der Türe des Gerichtssaals konnte sie nicht beruhigt werden, so dass ein Krankenwagen kommen musste.
Der Vater von Stefan saß nur teilnahmslos auf seinem Stuhl im Gerichtssaal.

Für Jonas war der Zwischenfall furchtbar. Er konnte sich zwar nicht in die Situation der Mutter hineinversetzen, aber auch für ihn war der Tot immer wieder ein Schreckensgespenst. Das war auch mit ein Grund, warum er zum Raubdezernat gewechselt hatte. Er konnte einfach den Anblick und den Geruch von Leichen nicht mehr ertragen.

Nach dem joggen ging er zuhause unter die Dusche. Am besten wäre es, wenn er die ganze Sache wie Schmutz von sich abwaschen könnte. Aber das war leider nicht möglich. Erst als seine Haut ganz rot von dem heißen Wasser war, ging er aus der Dusche heraus und wickelte ein Handtuch um seinen Körper. Er betrachtete sein Spiegelbild. Seine Augenringe wurden immer dunkler und der Glanz in seinen braunen Augen war verschwunden. Die dunkelbraunen Haare hatten sich an der Schläfe bereits zu einem leicht schimmernden grau verändert.

Litt er tatsächlich an einer posttraumatischen Belastungsstörung wie sein Kollege Axel ihm sagte, oder wurde er langsam verrückt. Er musste dringend mit einem Arzt, am besten mit einem Psychologen sprechen. Dieser ganze Vorfall musste aufgearbeitet werden, da war er sich sicher. Sonst würden diese Aussetzer und dieses Panikattacken nicht verschwinden. Am Montag, so nahm Jonas sich vor, würde er sich um einen Termin beim Hausarzt kümmern.

Leise betrat er das Schlafzimmer um Sara nicht zu wecken. Er nahm sich bequeme Kleidung aus dem Schrank und zog wieder leise die Türe hinter sich zu.

Plötzlich klingelte ein Handy. Es war aber nicht sein Klingelton. Da erinnerte er sich wieder an das dubiose Handy aus seinem Rucksack. Er ging zum Wohnzimmertisch und nahm das Handy in die Hand.

Während er noch am überlegen war, ob er den Anruf entgegennehmen sollte oder nicht verstummte das Handy. Auf dem Display waren bereits drei Anrufe in Abwesenheit zu sehen. Neugierig öffnete er die Nachricht.
Eine unbekannte Nummer hatte angerufen, aber keine Nachricht hinterlassen. Na ja, derjenige wird sich sicherlich noch einmal melden, dachte sich Jonas.

Gerade in dem Moment als er das Handy wieder auf den Fernsehtisch legen wollte, vibrierte es. Eine Nachricht war eingegangen. Neugierig öffnet er die Nachricht.

Warum gehst du nicht an das Handy ran? Ich weiß das du zuhause bist!!!

Er las den Text zweimal um zu verstehen, was er da gerade gelesen hatte. Ein erneutes vibrieren des Handys schreckte ihn aus seinen Gedanken. Eine weitere Nachricht war eingegangen.

Wenn du wissen willst, wer ich bin, dann komm dahin: 48486N, 9134O
Es ist wichtig…heute 22 Uhr!

Was war das nun wieder für eine merkwürdige Nachricht, dachte sich Jonas. Sollten die Zahlen etwa Koordinaten darstellen? Aber warum schreibt der Absender nicht die normale Adresse ? Und was wollte diese Person von ihm? Irgendetwas hatte mit diesem Ort zu tun, aber nur was?

Da fiel ihm das Paket wieder ein. Er hatte es tatsächlich im Eingangsbereich auf den Tisch gelegt. Hatte er es nicht bereits in der Küche geöffnet?
Er nahm das Paket und schaute vorsichtig hinein. Es war nichts in dem Paket, nicht einmal eine Nachricht. Aber irgendetwas war doch aus dem Paket gefallen, als er es geöffnet hatte, daran konnte sich Jonas deutlich erinnern.

Er ging in die Küche und schaute auf dem Küchenboden nach dem Gegenstand, der aus dem Paket gefallen war.
An einem der Stuhlbeine entdeckte er ein kleines Fläschchen, dass in ein Taschentuch gewickelt war. Das Fläschchen sah aus wie eine Parfüm-Probe. Er öffnete das Fläschchen und sofort strömte der starke Parfümduft in die Küche. Irgendwo hatte er dieses Parfüm schon einmal gerochen oder hatte er wieder irgendwelche Halluzinationen. Er schloss seine Augen um sich besser erinnern zu können, woher er diesen Geruch kannte.

*

Als er wieder zu sich kam lag er auf dem Sofa. Sara hielt seine Hand und streichelte ihm vorsichtig über das Gesicht. Mit ängstlichen Augen sah sie ihn an.“ Ich habe dich auf dem Küchenboden gefunden. Du hattest ganz seltsam deine Augen verdreht und warst überhaupt nicht ansprechbar. Mit allergrößter Mühe habe ich dich hier auf das Sofa legen können. Bin ich froh, dass du wieder wach bist. Ich hätte beinahe den Notruf gewählt. Was ist den passiert?“

„Ich habe keine Erinnerung mehr.“ antwortete Jonas. „Das Letzte an das ich mich erinnere, ist das ich nach dem joggen duschen war. Was ist nur los mit mir? Nein, warte, das Paket in der Küche bzw. der Inhalt hat glaube ich diesen Anfall ausgelöst. Kannst du bitte mal nachschauen, was das war?“

„In der Küche bist nur du gelegen, sonst nichts.“ antwortete Sara.“Bist du sicher, dass da ein Paket war?“ „Ja ganz sicher“ gab Jonas zurück. „Ich habe das Paket gestern von Frau Schmelzer bekommen und ganz vergessen. Erst vorhin beim joggen ist es mir wieder eingefallen. Und dann diese erneuten Nachrichten auf dem Handy. Ich glaub ich werde langsam wahnsinnig.“

„Ich mache dir jetzt erst mal einen Beruhigungstee und dann können wir noch kurz über alles sprechen, bevor ich wieder zum Nachtdienst muss.“ antwortete Sara und verschwand in der Küche.

Jonas nahm das Handy in die Hand und sah, dass eine weitere Nachricht eingegangen war. Er hatte aber keine Lust und auch keine Nerven mehr um die Nachricht zu lesen. Vielleicht ist es besser, wenn er dieses blöde Handy überhaupt nicht mehr in die Hand nimmt. Noch einen weiteren Blackout würde er bestimmt nicht verkraften.
Am Montag wird er sich darum kümmern. Dann soll der Verlierer oder was auch immer für ein dubioser Mensch dahinter steckt, zu ihm auf die Dienststelle kommen, beschloss Jonas.

Sara hatte ihm zwischenzeitlich seinen Tee gebracht, bevor sie ins Bad ging. Vorsichtig nahm er die Tasse in die Hand und atmete den wohltuenden Geruch des Tees ein.

Neugierig wie er war, nahm er sein eigenes Handy zur Hand und gab in die Suchmaschine im Internet die Zahlen der letzten Nachricht ein. Hatte er doch richtig vermutet, dass es sich um Koordinaten handelte, da alle Ergebnisse den Bahnhof in Stuttgart-Bad Cannstatt anzeigten.

Warum wollte sich die Person ausgerechnet am Bahnhof in Bad Cannstatt mit ihm treffen? Da kam ihm eine Idee. Er würde Sara zu ihrem Arbeitsstelle im Krankenhaus bringen. Der Bahnhof war nur eine Station weiter. Er konnte sich dann mit dieser Person treffen und ihn zur Rede stellen. Dann hat der Spuk hoffentlich ein Ende.

Als Sara aus dem Bad kam, unterbreitete er ihr den Vorschlag sie zum Klinikum zu begleiten. „Meinst du das jetzt im ernst? Hältst du das für eine gute Idee?“ antwortete Sara. „Ja, ich muss jetzt wissen, wer hinter allem steckt und warum er ausgerechnet mich für diese bescheuerte Aktion ausgesucht hat. Das ganze muss jetzt ein Ende finden.“

Schweigend, aber Hand in Hand, verließen sie die Wohnung und machten sich auf den Weg zur S-Bahn-Station. Pünktlich um 19.20 Uhr kam die S-Bahn nach Stuttgart.

An der Haltestelle Nürnberger Straße verließen sie die S-Bahn und liefen die sieben Minuten bis zum Klinikum schweigend nebeneinander. An der Pforte verabschiedete er sich mit einem Kuss von ihr und lief zur S-Bahn-Station zurück. Er wusste, dass Sara nicht begeistert war. Sie hatte kein Wort mehr mit ihm gesprochen.

Jonas entschied sich die gesamte Strecke bis zum Bahnhof zu laufen. So konnte er sich auf der 20minütigen Wegstrecke noch einmal überlegen, ob er sich tatsächlich mit dieser unbekannten Person treffen wollte oder nicht. Er wusste nicht, in was für eine Situation er da hineingeraten kann. Aber das Spiel wollte er nicht länger mit sich treiben lassen. Schließlich hatte er keine Lust auf einen Aufenthalt in einer psychiatrischen Abteilung im Krankenhaus. Diese hin und her seiner Gedanken und Gefühle macht ihn wahnsinnig.

Jonas kam schneller an sein Ziel als ihm lieb war. Was sollte er nun machen und wie erkannte er die Person?
An dem Kiosk im Bahnhofsgebäude blätterte er ohne wahrzunehmen, was er da lass, in einer Zeitung. Beinahe ängstlich schaute er sich immer wieder um. Er benahm sich beinahe wie ein Täter der ein Tat plant. Schnell legte er die Zeitung zurück und schlenderte in Richtung der Bahngleise.

Es war doch keine gute Idee, Sara hatte wie immer recht. Auf der Anzeigetafel sah er, dass seine S-Bahn in Richtung Waiblingen Verspätung hat. Was war nun schon wieder passiert. Auch der Regionalzug fuhr nicht. Ausgerechnet jetzt und heute. Er wollte einfach nur nach Hause und den Tag auf dem Sofa ausklingen lassen.

Eine erneute Meldung erschien auf der Anzeigetafel:

Wegen Personenschaden entfallen alle Züge bis ca. 22 Uhr

So ein Mist, dachte sich Jonas. Hatte sich schon wieder einer das Leben genommen. Er spürte, wie langsam eine Panikattacke in ihm aufkam. Er musste sich schnellstmöglich hinsetzen.

Als Jonas wieder zu sich kam, saß er auf einer der Bänke im Haltestellenbereich. Außer ihm war niemand zu sehen. Die Anzeigetafel zeigte an, dass seine S-Bahn in sechs Minuten kam. Neben der Anzeigetafel hing die Bahnhofsuhr. Es war bereits kurz nach Mitternacht. Jonas konnte es nicht fassen. Schon wieder hatte er einen Blackout und diesmal auch noch in der Öffentlichkeit. Gut das er es noch bis zu der Bank geschafft hatte und nicht wie ein Betrunkener auf dem Boden lag. Was würden sonst die anderen Menschen am Bahnhof von ihm denken.

Hinter ihm auf der Bank saß ein Mann, der ihm irgendwie bekannt vor kam. Aber er konnte sich auch täuschen. „ Na wieder wach?“ sprach der Mann ihn von hinten an. „Ja mir geht es gut. Danke“ antwortete Jonas. „Nicht mehr lange“ erwiderte der Mann und nahm zeitgleich von hinten Jonas Arme. Jonas war auf so eine Situation nicht gefasst. Er hatte noch mit den Nachwirkungen seines Blackouts zu kämpfen.

„He, was soll den das?“ konnte er nur mit knapper Not antworten und da lag er auch schon mit dem Gesicht auf dem Boden. Der Mann hatte sich auf seinen Rücken gesetzt und flüsterte ihm ins Ohr „ Das war´s dann mit dir, du Kindermörder“.

In diesem Moment war Jonas schlagartig klar, dass der Vater von Stefan der unbekannte Mann war. Er wusste doch, dass ihm das Gesicht bekannt vorkam.

Und da war auch wieder dieser Parfümduft wahrzunehmen. Er sah wie ein paar Damenschuhe direkt auf ihn zukamen. Er blickte vorsichtig an den Beinen nach oben. Er erkannte Stefans Mutter sofort wieder. Sie spuckte nach ihm, trat ihm in die Rippen, so dass ihm die Luft weg blieb.

„Jetzt haben wir dich du Dreckskerl“ hauchte die Männerstimme in sein Ohr. „In einer Minute ist dein Leben vorbei!“

Jonas versuchte sich aus dem Griff des Mannes zu befreien. Aber er lag eng eingekeilt unter dem Gewicht von Stefans Vater.
Plötzlich wurde er an den Haaren nach oben gerissen und in Richtung der Gleise gezogen. Aus dem Augenwinkel sah er die einfahrende S-Bahn. „Um Gottes willen…nein…hören sie auf…das war doch nicht meine Schuld. Das können sie nicht machen.“ schrie Jonas.
„Unser Leben ist eh vorbei, wir haben nichts mehr zu verlieren!“ schrie Stefans Vater zurück und ließ Jonas auf die Gleise fallen. „Mach´s gut in der Hölle du Mörder!“ riefen die Eltern von Stefan ihm hinterher.

Das letzte was Jonas sah, waren die Scheinwerfer der einfahrenden S-Bahn.

*

Als Jonas zu sich kam, konnte er nichts sehen. Alles war dunkel und in seinem Hals steckte irgendetwas hartes. Er röchelte und versuchte mit den Händen an sein Gesicht zu fassen. Aber er konnte seine Arme nicht bewegen. War er festgebunden und wo war er überhaupt? Was ist nur passiert?

Er hörte schnelle Schritte auf sich zukommen.

„Ganz ruhig Herr Arcono. Beruhigen sie sich. Sie sind in einem Krankenhaus. Versuchen sie ruhig zu atmen, damit der Arzt den Beatmungsschlauch entfernen kann.“ teilte ihm eine ruhige und sanfte Frauenstimme mit.

Jonas hörte wie sie verschiedene Knöpfe drückte und wie kurz danach eine zweite Person zu ihm kam.
„Ich entferne ihren Augenschutz und danach ziehe ich den Beatmungsschlauch aus ihrem Hals. Husten sie bitte einmal“ sagte eine raue Männerstimme und entfernte den Schlauch aus Jonas Hals.

„Bitte versuchen sie ruhig weiterzuatmen. Es wird ihnen vermutlich der Hals weh tun. Sie waren jetzt beinahe ein halbes Jahr im Koma. Sie hatten einen Unfall. Können sie sich erinnern?“

Jonas versuchte den Kopf zu schütteln, da er Angst vor den Schmerzen beim Sprechen im Hals hatte. Aber er konnte auch seinen Kopf nicht bewegen. „Nein“ krächzte Jonas „ich kann mich an nichts erinnern. Was ist mit mir los? Warum kann ich nichts bewegen?“

„Sie hatten einen Unfall während ihres Dienstes. Sie haben zwei Räuber verfolgt und am Bahnhof wurden sie durch den Sog eines Regionalzuges erfasst. Sie sind mit dem Rücken auf einem der Gleise gelandet und haben sich hierbei den fünften Halswirbel gebrochen. Dieser wurde operativ behoben. Im Moment kann es durch die lange Liegezeit und der gravierenden Verletzung zu einigen Lähmungserscheinungen kommen. Sie werden vermutlich eine sehr lange Zeit in physiologischer Behandlung sein müssen. Ich bin mir aber aufgrund ihres sportlichen Körpers von vor dem Unfall sicher, dass sie das alles gut hinbekommen und sich bald wieder normal bewegen können. Sie haben wirklich sehr viel Glück gehabt.“ antwortete der Arzt.

Die Krankenschwester legte beruhigend eine Hand auf seine Schultern. „Das wird schon wieder. Sie brauchen nur Geduld und viel Kraft. Immerhin sind sie wieder wach. Auch wenn sie mich mit ihrem röchelnden Schrei vorhin ganz schön erschreckt haben.“

Sie beugte sich ein Stück weit vor, so dass Jonas ihr Gesicht besser sehen konnte. Auf dem Namensschild an der Krankenschwesterkleidung stand „Schwester Sara“ Sie sah ihn freundlich an und verließ das Krankenzimmer.

Jonas schloss die Augen und nahm den ihm wohlbekannten Duft ihres Parfüms wahr.

– E N D E –

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6 thoughts on “Gedankenkarussell

  1. Hey, der Titel Deiner Geschichte hat mich sehr angesprochen. Ich denke jeder kennt dieses „Gedankenkarussel“. Das Spiel der Gedanken hast Du auch in der Geschichte gut verdeutlicht. Den Anfang der Geschichte hättest Du etwas kürzen können, also die Vorstellung der Hauptfigur und die Beschreibung ihres Berufes und die Geschichte gleich mit der eigentlichen Handling beginnen lassen können. Teilweise waren die Einschübe der Gedanken nämlich so lang, dass ich fast vergessenen hatte, wo sich die Hauptfigur gerade befindet.
    Was mich auch etwas irritiert hat war, dass der Protagonist mit unter 18 Jahren schon als Polizist gearbeitet haben muss (48 Jahre – über 30 Jahre).
    Sonst gut geschrieben und ein überraschendes Ende! 👏 Bleib dran! Hab Dir ein ♥️ da gelassen.

    Vielleicht möchtest Du ja auch meine Geschichte „Stumme Wunden“ lesen, dann würde ich mich sehr freuen! 🖤
    Liebe Grüße, Sarah! 👋 (Instagram: liondoll)

    Link zu meiner Geschichte: https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/stumme-wunden?fbclid=IwAR1jjPqPu0JDYk0CBrpqjJYN78PYopCEU1VGdqzCvgp7O4jnGKQSFdS6m6w

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  2. Hi,
    erstmal ein großes Lob für Deine Geschichte. hat mir viel Spaß gemacht sie zu lesen.

    Ich muss allerdings gestehen, dass ich den Schluss anscheinend nicht richtig verstehe. War die ganze Geschichte mit den Blackouts etc. nur ein Traum ? War Schwester Sara in diesem Traum seine Freundin? Ich bin irgendwie mit den zeitlichen Abläufen nicht so ganz klar gekommen. Aber das kann natürlich auch ganz subjektiv sein. Vielleicht lohnt es sich aber, da noch mal dran zu arbeiten und die Geschichte etwas verständlicher zu machen ? (Vergiß die Fragen, wenn das so gewollt war und ich der Einzige bin, der damit nicht klar gekommen ist … )

    P:S. vielleicht hast Du ja Zeit und Lust, auch meine Geschichte („Glasauge“) zu lesen und ein Feedback da zu lassen.

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