carmine88Happy Birthday… Jessica?

 

Ein offener Kleiderschrank, herumliegende Klamotten und ein noch nicht fertig gemachtes Bett… Wüsste es Sophie nicht besser, würde sie jetzt denken, dass ihre Tochter Jessica jeden Moment picobello gestylt aus dem Badezimmer spaziert. Doch es kam niemand. Die Tür blieb zu und der sich angesammelte Staub erinnerte Sophie wieder daran, dass ihr 17-jähriges Kind zuletzt vor 3 Monaten aus diesem Bett sprang, um sich frisch zu machen. Nur hatte sie damals nicht damit gerechnet, dass es das letzte Mal sein würde. Doch Jessica wurde vermisst, ebenso ihr drei Jahre älterer Freund Chris und dessen Zwillingsschwester Hanna. Sophie war noch nie besonders erfreut darüber, dass sich ihr einziges Mädchen für Chris entschied. Dabei war er ein Junge aus guten Verhältnissen, der die Schule sehr ernst nahm und für seine Ziele kämpfte. Dennoch konnte sie mit seiner Art nicht umgehen. Er war intelligent, aber liess auch keine Gelegenheit aus, um seinen Mitmenschen klar zu machen, wer über wem stand. Sie hasste das Grinsen auf seinem Gesicht, wenn sie bei einem speziellen Thema mal nicht hinterherkam und als dumm dargestellt wurde. Hier rächte sich die Tatsache, dass Sophie das College schmiss, denn sie konnte mit nichts argumentieren, hatte aber auch kein Interesse daran. Eine Zeit lang war sie überzeugt davon, dass Chris am Verschwinden ihrer Tochter verantwortlich sein könnte. Doch je mehr sie darüber nachdachte, desto sicherer war sie sich, dass Chris keinerlei Grund dazu hatte. Er liess sich weder sein Mundwerk verbieten noch hatte er Angst vor der Mutter seiner Freundin – zumal die Tochter noch nie beeinflussbar war und den Rat ihrer Mutter, sich von Chris zu trennen, niemals befolgen würde. Immerhin bedeutete dies, dass sich Jessica auch von Chris nie etwas sagen liess. Und abgesehen davon: Wieso sollte Hanna beim Fluchtversuch helfen? Das ergab überhaupt keinen Sinn. Nichts davon.

 

Obwohl die Flyer, auf denen nur Jessica als vermisst gemeldet wurde, im kleinen Quartier immer wieder entfernt wurden, brachte sie Sophie auch heute wieder an vielen Stammästen, freien Wänden oder Häusern an. Viele Nachbarn haben sich komplett von ihr distanziert, wechseln noch vor dem Augenkontakt die Strassenseite oder lassen rechtzeitig die Jalousien hinabsinken. Sie wussten einfach nicht, wie sie auf Sophie zugehen sollten und waren sich der Tatsache bewusst, dass es nur schlimmer werden würde, je länger sie ihr Ausweichmanöver in Betrieb hielten. Dabei bräuchte Sophie gerade jetzt ein wenig Unterstützung. Unterstützung, die ihr momentan nur noch 3 Nachbarinnen gaben; Gloria, eine 66-jährige Rentnerin, die schon vor Sophie’s Geburt hier lebte, Andrea, eine Schuhverkäuferin, die eigentlich Schauspielerin werden wollte, und Susan, die schon seit zwei Jahrzehnten ausschliesslich als Hausfrau tätig war. Sophie konnte kaum glauben, dass von all den Anwohnern nur noch die 3 mit ihr interagierten, die sie schon immer als merkwürdig einstufte.

 

Gloria liebte Tiere über alles, sogar mehr als Menschen. Das lag allerdings daran, dass sie Menschen kaum noch an sich ranliess und Tiere ihre einzige emotionale Bindung waren. Ihre Eltern verlor Gloria an einen Flugzeugabsturz, da war sie keine 20. Ihre beiden Schwestern, Kate und Greta, kamen bei Flug 4374 nach Italien ebenfalls ums Leben. Es war reiner Zufall, dass Gloria damals nicht auch an Bord der Maschine war. Doch nach 19 Jahren, in denen sie immer nur mit der Familie in den Urlaub flog, wollte sie ihre Ferien mal so verbringen, wie sie es wollte – zu Hause mit ihrem Freund, der sich später jedoch als alkoholabhängig und gewalttätig herausstellte. Sie trennte und schwor sich, nie wieder einen Menschen so nah an sich ranzulassen. Da Hunde nur eine kurze Lebenserwartung von rund 13 oder 14 Jahren aufwiesen, blieben Gloria Trauerphasen aber keineswegs erspart. Ihr Yorkshire Cindy starb mit 7 an Magenkrebs, der West Highland White Terrier James erlitt mit 9 einen Schlaganfall und dann waren ihr die Chihuahua’s Bella und Bello anscheinend auch noch weggelaufen. Sophie mochte keine Tiere und würde sich daher niemals einen Hund zulegen. Deswegen hasste sie es auch, wann auch immer sie von Gloria zum Tee eingeladen wurde. Hunde, die bei ihr hechelnd um einen Keks bettelten und mit ihren haarigen Körpern ihre teure Kleidung streiften, waren ein absolutes No Go für sie.

 

Und Andrea… Andrea wäre im Grunde genau die Typ Frau, mit der sich Sophie gerne in der Öffentlichkeit zeigen würde. Sie war intelligent, stilvoll und wusste immer, was sie wollte. Dennoch erwies sich ein kleines Detail an ihr als grosses Problem, das immer der Auslöser für eine Absage war, wenn es um Verabredungen ging. Andrea litt an sehr unschönen Zuckungen, die sie selbst nur noch dann wahrnahm, wenn man sie auch darauf ansprach. Sophie war es unangenehm, Zeit mit einer Frau zu verbringen, die mit ihrem Kopf im Minutentakt merkwürdige Bewegungen machte. Schliesslich waren die Zuckungen auch der Grund dafür, wieso Andrea’s Schauspielversuche scheiterten. Sophie wollte ihren Platz in der Gesellschaft nicht riskieren, indem sie sich mit einer Person anfreundete, die ein derartiges Handicap plagte. Und so wurden aus wenigen Verabredungen irgendwann gar keine mehr. Eine Begrüssung auf den Strassen war noch das einzige, was von ihrer „Beziehung“ übrig blieb. Das „Warum“ hatte sie Andrea nie wirklich erklärt. Doch Andrea war nicht dumm und das war auch Sophie klar. Dennoch zogen es beide vor, das Thema mit keinem Wort zu erwähnen und so zu tun, als gäbe es keins.

 

Tja, und Susan war die typische Hausfrau, die es 2020 gar nicht mehr geben dürfte, wenn es nach Sophie ging. Alles, was Susan tat, tat sie nur für ihren Ehemann. Sophie kochte, machte die Wäsche und kümmerte sich um den ganzen Haushalt. Aber sie lebte kein eigenes Leben, sie diente lediglich einem Mann und stellte ihre eigenen Bedürfnisse oder Ziele ganz hinten an. Sie dachte inzwischen sogar so wenig über ihre Passionen nach, dass sie allmählich vergass, ob sie überhaupt noch welche hatte. Und worüber sollte Sophie mit ihr sprechen, wenn der Haushalt und ihr Mann (zwei Themen, die sie eh nicht interessierten) das einzige waren, worüber Susan sprechen konnte?

 

Beim Anbringen der Flyer hoffte Sophie darauf, von niemandem entdeckt zu werden – oder besser gesagt von keiner der dreien. Denn obwohl sie Beistand gerade dringend nötig hatte, wollte sie nicht den ihren. Selbst jetzt, wo ihre Tochter vermisst wurde, verweigerte sie Zuneigung von Leuten, die ihre Freunde sein könnten – und das alles nur, damit all die Leute, die Sophie seit dem Verschwinden ihrer Tochter ohnehin aus dem Weg gingen, nicht darüber tratschen konnten, mit wem sich Sophie abgab. Dabei interessierte sich im Quartier keiner für die extreme Hundeliebe, die halb so wilden Zuckungen oder die einfache Hausfrau. Sophie schien die einzige zu sein, die wirklich glaubte, dass die Leute von diesen Dingen definiert wurden.

„Sophie?“, rief eine Frau von der anderen Strassenseite.

Sophie erkannte die Stimme und wollte sich eigentlich gar nicht umdrehen. Doch weglaufen war keine Option und ausserdem musste sie davon ausgehen, jemanden zu treffen, wenn sie ausgerechnet am 17. Geburtstag ihrer Tochter neue Flyer anbrachte. Flyer, die in diesem Wohngebiet inzwischen jeder in und auswendig kannte. Wirklich helfen taten sie keinem, denn jeder im Umkreis von mehreren hundert Kilometern wusste, wer vermisst wurde und wie die Leute aussahen. Doch Sophie befürchtete, dass man langsam vergessen könnte, dass ihr Kind vermisst wurde und vielleicht auch daran, dass sie überhaupt existierte.

„Schön dich zu sehen, Andrea“, antwortete Sophie, nachdem sie sich umdrehte und direkt mit der ersten Zuckung konfrontiert wurde. Sofort sah sich Sophie um, ob irgendjemand aus dem Fenster sah und sie beobachtete. Das tat sie so fokussiert, dass sie sich sogar kurz erschrak, als Andrea plötzlich vor ihr stand.

„Kann ich dir helfen?“

„Ich…“

„Sie wird heute 17, habe ich recht?“

Wird… Das hatte Sophie schon lange nicht mehr gehört. Alle sprachen nur noch in der Vergangenheitsform von Jessica – so als ob man sie schon längst tot aufgefunden hätte. Das änderte aber nichts an der Tatsache, dass fast alle Menschen glaubten, dass die drei vermissten Kids nie wieder auftauchen würden.

„Ich schätze, ein bisschen Hilfe kann nicht schaden.“

Sophie überreichte Andrea ein paar Blätter, die sie hilfsbereit entgegennahm. Doch eine erneute Zuckung liess Sophie ihre Zusage gleich wieder bereuen. Reflexartig riss sie die Flyer wieder an sich.

„Weißt du was, ich bin eh gleich fertig und…“

Kein „Und“. Sophie wusste nicht, wie sie ihren Satz beenden wollte, damit die plötzliche Abfuhr irgendwie logisch klang. Doch das war auch gar nicht nötig, denn Andrea wusste, woran es lag. Sie hasste ihre Zuckungen und hatte schon oft versucht, sie loszuwerden – bislang ohne Erfolg.

„Ist gut. Ich bin noch bis 16 Uhr Zuhause, falls du reden möchtest.“

Sophie hatte sich gar nicht erst gefragt, wieso Andrea trotz allem immer noch so nett zu ihr war. Sie war einfach nur froh, dass sie sie endlich los war und wieder auf die andere Strassenseite weglaufen sah. Nach einem kurzen Atemzug, der ihre Erleichterung zum Ausdruck brachte, widmete sie sich wieder ihren Flyern zu, von denen noch gut 80 Stück verfügbar waren. Sie wusste, dass sie nach 1-2 Tagen wieder entfernt würden, aber das war ihr egal. Es ging hier schliesslich um ihr eigen Fleisch und Blut und solange keine Leiche gefunden wurde, galt sie auch nicht als tot. Sie weigerte sich, diese Möglichkeit auch nur im Geringsten in Betracht zu ziehen.

 

Gerade als Sophie den letzten Flyer an einem Wendeplatz anbrachte und sie wieder zurück in ihre einsame Wohnung zurückmarschieren wollte, hatte sie auch schon die nächste Nachbarin ins Visier genommen – Gloria. Sophie bereute jetzt schon, Augenkontakt aufgenommen zu haben. Doch irgendwie konnte sie ihr die Einladung auf eine Tasse Tee nicht abschlagen. Obwohl sie so gar keine Lust hatte, stellte sie fest, wie sich ihr Körper langsam in Gloria’s Richtung bewegte – bis sie schliesslich vor der Tür stand und eintrat. Dass ihre Entscheidung an Susan lag, die Sophie von weitem zuwinkte, blendete sie einfach aus. Eine ehemalige Hundebesitzerin schien ihr in diesem Moment das kleinere Übel als eine untalentierte… ja was eigentlich?

 

„Wieder mit Zucker und Milch?“, fragte Gloria, obwohl sie die Antwort eh schon kannte.

„Sehr gerne.“

Gloria servierte den fertiggestellten Tee sowie eine Packung abgelaufener Kekse und setzte sich gegenüber Sophie. Allein schon an der Tatsache, wie Sophie mit dem Löffel den längst aufgelösten Zucker in der Tasse umrührte und jeden Blickkontakt vermied, liess Gloria erahnen, dass Sophie genau zwei Fragen befürchtete – wie es ihr ging und ob es etwas Neues zum Fall gab.

„Ich werde nicht fragen, wenn du das nicht möchtest“, versicherte Gloria.

Als Sophie aufsah, erkannte sie weder Mitleid noch sonstige Gefühle in der Richtung. Was Sophie sah, waren die Augen einer Frau, die vor allem Verständnis und Geborgenheit in sich trugen.

„Glaubst du, sie ist noch am leben?“, fragte Sophie und kannte die Antwort schon, bevor sie ausgesprochen wurde. Gloria war kein Pessimist, aber sie war Realist. Und wenn Jugendliche hier so lange Zeit verschwanden, dann sank die Wahrscheinlichkeit enorm, dass sie noch irgendwo lebend gefunden würden.

„Mir wurde die Hoffnung in meinem Leben schon sehr oft genommen, Sophie. Wie du weißt, habe ich meine ganze Familie damals auf einen Schlag verloren. Und dann meine lieben Hundchen. Dennoch hoffe ich sehr, dass du Jessica bald wieder in deine Arme schliessen und ihren 17. Geburtstag nachfeiern kannst. Sie war so ein gutes Mädchen.“

Und da war es – das Wort, das Sophie nicht mehr hören konnte: War. Dabei fing der Satz so gut an. Dennoch war alles andere wahr. Jessica war es zu verdanken, dass Gloria nach ihrer Familientragödie überhaupt wieder mit Menschen interagierte. Jessica ging oft für sie einkaufen oder mit Bella und Bello Gassi – und das, obwohl sie ihre Hunde sonst niemandem anvertraute. Klar, Jessica wurde für ihre Leistungen bezahlt, aber Gloria war das egal. Sie war einfach nur froh, dass ihr jemand unter die Arme griff.

„Wuff, wuff.“

Das Gespräch wurde vom Bellen eines Hundes gestört, der offenbar im Nebenzimmer eingesperrt war. Sophie reagierte überrascht. Die untere Tür war leicht beschädigt, wodurch Sophie eine Pfote erkennen konnte. Ein Welpe war es nicht, denn dafür war die Tatze viel zu gross. Sophie war sichtlich angewidert. Egal, ob Hunde, Katzen oder Spinnen – für sie war jedes Lebewesen, das kein Mensch war, ekelhaft.

„Wuff, wuff.“

Noch ein Bellen, dieses mal vom Obergeschoss. Gloria muss sich neuerdings zwei neue Hunde zugelegt haben. Aber wieso würde sie eine Hundeliebhaberin wegsperren?

„Ich habe sie in die Zimmer gebracht, weil ich weiss, dass du allergisch gegen Tierhaare bist.“

Richtig, die Allergie. Dennoch fand es Sophie merkwürdig, dass Gloria ihre Neuzugänge mit keinem Wort erwähnt hatte. Aber da Gloria bekannt war, dass Sophie keine Hunde mag, hielt sie es offenbar auch nicht für wichtig, sie darüber in Kenntnis zu setzen.

„Sag mal, kennst du dich mit diesen Smartphones aus? Ich habe mir da neuerdings eines zugelegt, aber irgendwie ist meine Lernfähigkeit in den letzten Jahren etwas eingerostet.“

„Ja klar, was hast du für eines?“, fragte Sophie, so als ob es sie interessieren würde.

Gloria nahm es hervor, es war ein iPhone.

„Ah, ich habe auch so eines. Was möchtest du wissen?“

„Ich habe ein paar Bilder zugeschickt bekommen, kann sie aber nicht öffnen.“

Ding, dong.

Gerade als Gloria ihr das iPhone überreichen wollte, klingelte es an der Tür.

„Wer das wohl sein mag?“

Gloria sah nach und begrüsste eine Person mit einer Stimme, die Sophie sehr vertraut war.

„Jetzt sind es schon zwei von ihnen“, dachte Sophie und verdrehte genervt die Augen.

„Hi Sophie“, rief ihr der Gast zu, der sich als Hausfrau Susan entpuppte.

Sophie war sich zu schade, den Mund zu öffnen und winkte ihr desinteressiert mit falschem Lächeln zu.

„Meinst du, ich könnte dich für einen Augenblick entführen? Ich habe ein neues Muffin-Rezept ausprobiert und brauche eine Expertenmeinung.“

Dadurch, dass Susan immer nur zu Hause war und versuchte den Wünschen ihres Gatten gerecht zu werden, war das einzige Highlight, welches ihr das Leben bieten konnte, ein zufriedenes Gesicht ihrer grossen Liebe (falls sie das denn wirklich war). Dass er sehr kritisch war und selbst das am schönsten zubereitete Essen mit skeptischen Augen betrachtete, gehörte zur Gewohnheit. Trotzdem wollte Susan niemals aufgeben. Und wer könnte ihr Essen besser vorbeurteilen als Sophie, die ein 5 Sterne Hotel leitete und dort jedes Menü absegnen musste?

„Ehrlich gesagt wollte ich Gloria gerade dabei helfen…“

„Ach, papperlapapp. Geh ruhig. Wir können unser Teekränzchen doch auf nachher verschieben.“

Nachher? Sophie wollte jetzt schon nicht hier sein und der Gedanke, gleich einen Muffin bei Susan zu verdrücken, das ihr sowieso nicht schmecken würde, und anschliessend einer alten Frau ihr Handy zu erklären, trieb sie innerlich in den Wahnsinn. Und ausserdem: Seit wann spannten Nachbarn anderen die Gäste aus?

„Klar, wieso nicht?“

„Wie schön, vielen, vielen Dank!“

 

Dass es Susan an echter Lebenserfahrung mangelte, war unbestreitbar. Da ihr Mann oft auf Geschäftsreisen ging und dabei einige Länder zu Gesicht bekam, zog er es vor, seinen Urlaub immer Zuhause zu verbringen. Dass seine Frau dabei den Kürzeren ziehen würde und von der Welt trotz ihrer bald 40 Jahren im Grunde noch nichts gesehen hatte, ging ihm dabei nicht durch den Kopf. Er erzählte ihr von New York, Madrid oder Rom und zeigte ihr Bilder. Und das musste reichen. Da Susan zudem jedem erdenklichen Konflikt auswich, weil sie schnell damit überfordert wäre, hätte sie auch nie gefragt, ob sie ihn mal auf eine Reise begleiten dürfte.

Sophie hatte keine Ahnung, wieso sie nicht einfach nein sagte. Sie war doch sonst immer so gut darin, eiskalt abzusagen. Aber stattdessen durfte sie sich wieder darüber ärgern, etwas zu machen, worauf sie null Bock hatte. Doch da stand sie nun – in Susan’s Küche. Allerdings waren weit und breit keine Muffins zu sehen. Das war der Moment, während dem Sophie hoffte, dass sie sie im Ofen vergass und sie so angebrannt waren, dass sie ungeniessbar wären. Denn dann müsste Sophie keinen davon kosten und ein positives Urteil vortäuschen.

„Tadaaa“.

Als sich Sophie zu Susan umdrehte, realisierte sie, dass die Muffins nur ein Vorwand waren. Es gab nämlich gar keine. Stattdessen hielt Susan einen grossen Schokokuchen in der Hand. Er war bis ins kleinste Detail ausgeschmückt und sah so aus, als käme er direkt aus einer Luxusbäckerei. Doch das wichtigste war die Zuckeraufschrift: „Happy 17th, Jessica!“

Darum ging es also. Susan hatte für Sophie einen Kuchen gebacken – nein, für Jessica. Denn anders als viele anderen glaubte sie immer noch daran, dass Jessica zurückkehren würde. Susan konnte sich, was Verluste betrifft, wirklich glücklich schätzen. Noch nie musste sie bislang von einer geliebten Person Abschied nehmen. Alle waren noch da, sogar ihre Grossmutter Jane, die langsam auf die 100 zusteuerte, weilte noch unter ihnen. Doch den Gedanken, irgendjemanden zu verlieren, konnte sie nicht ertragen. Sie fand es unfair, dass Sophie am Geburtstag ihrer vermissten Tochter Flyer verteilte anstatt für sie eine grosse Fete zu schmeissen.

„Ich dachte mir, wir feiern ihren Geburtstag, weil sie ja noch irgendwo da draussen ist und nur nach Hause gebracht werden muss. Ich hoffe, er gefällt dir.“

Sophie hatte keine Ohren für Susan und blendete sie komplett aus. Im Moment ging ihr nur die Frage durch den Kopf, ob jetzt von ihr erwartet wurde, dass sie den Kuchen kostete? In einen Muffin zu beissen, um ihre Meinung dazu abzugeben, war eine Sache. Aber ein ganzes Stück Torte eine andere. Jessica hätte ihn sowieso nie angerührt, denn ihre Figur war ihr einfach zu wichtig. Und wer sie behalten wollte, musste auf Zucker und Fett verzichten. Und Sophie? Nun, Sophie stand nicht auf Kuchen, die so aussahen wie die aus ihrem Hotel, aber vermutlich so schmeckten wie ein 5 Dollar Cake aus dem Supermarkt. Sie sah die Kalorienbombe weder in ihrem Kühlschrank noch in ihrem Mund sondern nur an einem Ort – im Eimer. Und genau dort würde er auch landen, sollte ihn Susan ihr mitgeben.

„Ich dachte, wir könnten ihn heute Abend essen, du, Andrew und ich.“

„Ehrlich gesagt ist mir nicht danach, den heutigen Tag mit anderen zu verbringen.“

„Natürlich, ich pack ihn dir ein.“

„Bitte nur ein kleines Stück. Mehr schaffe ich ohnehin nicht.“

„Ok“, antwortete Susan, die ihre Enttäuschung vergebens zu unterdrücken versuchte.

„Ich gehe dann mal wieder zurück zu Gloria, ja? Wegen dem Handy und so.“

„Klar. Und wenn du reden willst, melde dich jederzeit, egal wann. Andrew und ich sind für dich da.“

Andrew… Sophie befand sich noch keine 10 Minuten in Susan’s Wohnung und schon wurde der Name zweimal hintereinander in den Raum geworfen. Für sie war dies das Codewort zum Gehen.

„Bis dann.“

Susan machte die Tür zu, während Sophie mit dem Kuchen in der Hand zurück zu Gloria schlenderte, die ihr erfreut die Tür öffnete.“

 

Sophie legte den Kuchen auf den Tisch.

„Ach, wie lieb. Dann ging es gar nicht um die Muffins?“

„Du kannst den Kuchen gerne haben, wenn du willst. Ich schaff den sowieso nicht allein“, sagte Sophie in der Hoffnung, ihren eigenen Eimer verschonen zu können.

„Na wenn schon, dann müssen wir beide von ihm probieren – zu Ehren von Jessica, Gott habe sie selig.“

Und da war er wieder – ein Satz, der Jessica für tot erklärte.

Doch das war vergessen, sobald Sophie wieder die Hunde bellen hörte. Sie konnte nicht mehr genau sagen, ob es wirklich 2 oder doch mehr waren. Sie schienen sehr aggressiv zu sein. Da sie selbst nie Hunde hatte, wusste sie nicht, ob dieses Verhalten normal war, wenn sich gerade Gäste im Haus befanden. So oder so, sie fand es beunruhigend und war froh, dass zwischen den Hunden und ihr noch die Türen waren – auch wenn bei der einen inzwischen das schwarze Bein eines Hundes durchschimmerte. Gemessen an der Grösse war Sophie klar, dass sich Gloria dieses Mal keinen Yorkshire und auch keinen West Highland White Terrior beschafft hatte. Nein, das Bein sah nach etwas Grösserem aus.

„Wollen wir dann wegen den Bildern schauen?“, fragte Gloria und riss Sophie aus ihrem Tagestraum.

„Klar, zeig her.“

Gloria ging zu ihr rüber, gab ihr das iPhone und platzierte sich direkt hinter Sophie, um ihr über die Schultern und auf den Bildschirm zu sehen.

„Also, um welche Bilder geht es?“

„Die im WhatsApp Chatverlauf mit Greg.“

Greg war der Zeitungsjunge. Wieso Gloria mit ihm in Kontakt stand, war ihr zwar ein Rätsel, aber in diesem Moment auch völlig irrelevant. Sophie hatte ganz andere Probleme, denn was auf den Fotos und insbesondere im langen Video zu sehen war, überrumpelte sie so sehr, dass sie keine Ahnung hatte, was sie gleich erwarten würde. Im Video waren 3 Menschen zu sehen – Jessica, Chris und Hanna.

„Und du bist dir sicher, dass du das tun willst?“, fragte Hanna.

„Wärst du nicht enttäuscht, wenn nicht? Immerhin bist du doch nur deshalb mitgekommen – weil du es sehen willst.“, antwortete Jessica augenzwinkernd.

„Genau wie ich“, fügte Chris hinzu.

Jessica führte an diesem sonnigen Tag zwei Hunde an der Leine.

„Also dann, Bella und Bello. War schön, euch kennenzulernen.“

Jessica nahm die Leinen hoch, sodass die Hunde über dem Boden schwebten und ihnen die Leine um den Hals herum die Luft zum Atmen verweigerte. Doch das war noch nicht alles. Das Trio lief langsam auf ein Gehege eines Hauses zu. Dahinter befanden sich 3 sabbernde Dobermänner. Jessica holte mit den Leinen Anlauf und warf die Hunde so über das Gehege, dass die Leinen am oberen Rand einrenkten und die Hunde nach wie vor erstickend in der Luft hingen. Wenn das nur das einzige gewesen wäre, was sie spürten. Doch die drei Dobermänner haben sich so auf die kleinen Chihuahua’s gestürzt, als wären sie 2 Wochen lang nicht gefüttert worden. Bella und Bello konnten sich unmöglich wehren und haben bis zu ihrem Tod jeden Bissen gespürt und jedes Körperteil, das ihnen die Dobermänner vom Körper rissen. Blut, Blut und noch mehr Blut. Doch statt darüber entsetzt zu sein, was die Teenager gerade getan hatten, schoss pures Adrenalin durch ihre Adern. Ihr Lächeln bewies, wie sehr sie es genossen. Zu sehen, wie ein Lebewesen von einem anderen zerfetzt wurde, gab ihnen einen unvergleichlichen Kick – Gloria war ihnen da völlig egal.

„Ach du scheisse, hast du so was schon mal gesehen?“, fragte Chris seine Schwester.

„Höchstens in einer Doku. Krasse Scheisse!“

„Und wie erklärst du das jetzt der alten Frau?“

„Gloria ist sich Verluste gewohnt, auf zwei mehr oder weniger kommt es nicht an. Oder was meinst du, Mom?“

Erst jetzt kam zum Vorschein, wer das Video aufgenommen hatte – Sophie!

„Zwei Mistviecher weniger, sag ich da nur.“

Oh ja, Sophie hatte Tiere gehasst – alle Tiere. Es war kein Zufall, dass im Quartier viele Katzen ihr Leben an Gift verloren oder Hunde verschwanden, die von der Leine gelassen wurden. Und es war auch kein Zufall, als sie Gloria mal dabei erwischte, wie Sophie einen Igel vor der Tür mit dem Fuss plattdrückte.

 

Sophie war jetzt klar, dass Gloria etwas mit Jessica’s Verschwinden zu tun haben musste. Anders konnte es nicht sein.

Sie hörte, wie Gloria über ihr weinte. Doch eine grosse Träne, die auf ihre Schulter tropfte, war kleiner als das andere, was Sophie an ihrem Körper spürte – da war nämlich auch eine Pistole, die ihren Rücken berührte.

„Steh auf!“

Sophie gehorchte ohne zu zögern und stand auf. Sie wollte sich zu Gloria umdrehen, doch wurde daran gehindert.

„Wage es nicht, dich umzudrehen!“

Sophie gehorchte erneut und blieb stehen. Sie zitterte am ganzen Körper, weil sie wusste, dass sich ihr gleich alle Antworten auf ihre Fragen offenbaren würden.

„Was hast du meiner Tochter angetan?“

„Deine Tochter existiert nicht mehr.“

Sophie verdrückte Tränen und konnte sich nicht daran erinnern, wann ihr das zum letzten Mal passiert war. Selbst als Kind, als ihr ihr Vater eine scheuerte, nachdem sie irgendetwas Unangebrachtes anstellte, brachte keinerlei Tränen zum Vorschein. Und ihr Vater war keine Person, die sich beim Austeilen zurückhielt.

„Wo ist sie?“

Gloria ignorierte die Frage.

„Los, in den Keller!“

Sophie zögerte, doch als sie die Waffe wieder an ihrem Rücken spürte, machte sie die Tür zum Keller ruckartig auf.

„Wuff, wuff.“

Nun kam das Gebelle auch aus dem Keller. Wie viele Hunde hatte sich Gloria zugetan? Egal, wenn da unten tatsächlich ein Hund auf sie warten sollte, dann würde sie die Waffe vermutlich vergessen und in Panik ausbrechen. Sie hasste Hunde nicht nur, sie hatte auch höllische Angst vor den Grossen – Gloria wusste das.

Schritt für Schritt lief Sophie Stufe für Stufe, bis sie den Boden erreichte. Das Bellen wurde immer lauter. Es mussten tatsächlich mehrere Hunde sein, die die Geräusche verursachten.

„Immer den Geräuschen nach“, rief Gloria.

Sophie lief und lief. Obwohl es kalt war, schwitzte sie so, als wäre es Hochsommer. Dabei waren es draussen keine 10 Grad. Aber die Angst vor dem, was sie erwartete, liess ihren Körper völlig verrückt spielen – so sehr, dass sie sich nicht einmal mehr sicher war, ob es vielleicht doch besser gewesen wäre, nie herauszufinden, was mit Jessica passiert war. Dabei wusste sie noch gar nicht, ob sie das überhaupt erfahren würde.

Doch das einzige, was sich ihr jetzt gerade offenbarte, war lediglich ein intensiver und sehr unangenehmer Geruch. Normalerweise würde sich Sophie umgehend die Nase zuhalten, doch ihre Arme taten das, was sie nun einmal tun, wenn eine Waffe auf einem gerichtet war – nach oben zeigen.

3 Schritte, 2 Schritte, 1 Schritt… Angekommen…

„Und jetzt Augen auf.“

Sophie blickte ganz langsam um die Ecke. Das Bellen wurde lauter und lauter – bis sich ihr ein Schreckensszenario offenbarte, auf das sie unmöglich vorbereitet war. Tränen, Verzweiflung… Sophie vergass, dass eine Waffe auf sie gerichtet war und rannte in den Raum… Und da sah sie sie: Jessica und Chris, angebunden an einer grossen Kettenleine und splitterfasernackt. Jetzt war es klar: Die, die gebellt haben, waren Jessica und Chris. Das kuschelige Bett wurde gegen eine Hundehütte ausgetauscht, in die weder Jessica noch Chris wirklich hineinpassten, der warme Teller gegen einen Hundenapf mit streng riechendem Fleisch – genau das muss es gewesen sein, was Sophie roch, als sie die Treppe runterkam – und die stilvollen Klamotten gegen kleine Spuren von Dreck, die nicht einmal die intimen Stellen abdeckten. Jessica und Chris waren schon so an das Nacktsein gewohnt, dass sie noch nicht einmal versuchten, ihre Genitalien zu verbergen.

Jessica wurde total emotional, als sie ihre Mutter sah, und brach in Tränen aus. Doch sie sagte kein Wort. Stattdessen sah sie zu Gloria, die ihre Pistole immer noch auf Sophie richtete, und heulte wie ein Hund. Chris hatte es noch viel schlimmer getroffen. Auch er weinte, war aber noch tiefer in der Rolle als Hund verankert als seine Freundin. Seine geistige Abwesenheit machte ausserdem deutlich, dass der Junge so verstört war, dass selbst die besten Psychologen nichts mehr für ihn tun könnten. Und als Sophie unter den Tisch im Raum sah, wurde ihr auch bewusst, wieso das so sein würde. Dort lag sie nämlich – eine völlig verstümmelte und verweste Leiche, eingedeckt in Maden – die Leiche seiner Schwester Hanna. Sophie musste nur noch einmal zurück in den Napf sehen, um zu verstehen, womit Jessica und Chris in all den Monaten gefüttert wurden.

Sophie versuchte ihre Tochter irgendwie zu trösten, dabei konnte sie die Bilder selbst nicht realisieren, geschweige denn verarbeiten.

„Jessica, nun sag doch was, bitte!“

„Wuff“ war das einzige, was Sophie zu hören bekam.

„Das ist nicht mehr Jessica. Ich habe sie umbenannt. So was tun Leute, die sich einen Hund zulegen. Sie heisst jetzt Bella. Und der armselig bestückte Typ neben ihr hört von jetzt an nur noch auf den Namen Bello. Chris war einmal.“

Sophie rastete völlig aus.

„Du Miststück! Sieh dir an, was du meinem Kind angetan hast, sie ist völlig zerstört! Wie soll sie das jemals wieder vergessen?“

„Sie kann und sie wird – durch den Tod!“

Sophie war baff. Sie hatte gar nicht darüber nachgedacht, wie das hier enden würde. Ging sie etwa wirklich davon aus, dass Gloria einfach so alle gehen lassen würde? So naiv war Sophie eigentlich nie – bis jetzt.

„Verdammt, Gloria. Das waren doch nur zwei Köter, zwei beschissene Köter!“

Die Tränen in Gloria’s Gesicht bewiesen, dass Bella und Bello für sie eben nicht einfach nur zwei Hunde waren. Sie waren ihr Leben und wurden kaltblütig getötet.

„Monatelang habe ich gehofft, dass das hier anders enden könnte. Dass irgendeiner von euch Reue für das zeigt, was er getan hat. Aber ihr habt es vergessen. Ihr habt es einfach vergessen und weitergemacht. Ihr habt meine Babys für 10 Sekunden Adrenalin zerfetzen lassen und sie waren euch keinen einzigen Gedanken mehr wert. Ich war euch keinen einzigen Gedanken mehr wert. So oft habe ich versucht, eine Beichte oder Entschuldigung aus euch rauszuholen. Irgendwas. Aber da kam nix. Stattdessen habe ich gehört, wie sich Jessica das Video immer und immer wieder auf ihrem Handy ansah. Sie tat es vor mir und hatte dabei sogar gelacht, während sie mir in die Augen sah und den heissen Kakao trank, den ich ihr zubereitet hatte. Über den Inhalt des Videos wurde ich von Greg informiert, der mir davon erzählte. Ich habe ihm zunächst nicht geglaubt und habe darauf bestanden, mir das Material zu schicken. Er hatte das Video, weil ihr es an all eure sadistischen Freunde weitergeleitet hattet. Und sogar jetzt, nachdem ich die 3 entführt habe, habe ich kein Anzeichen von Reue gesehen.“

„Du bist doch völlig krank!“

Sophie vergass im Reflex, dass sie sich nicht in einer Situation befand, um so was zu sagen. Wie gerne hätte sie jetzt einen Freund, der ihr zu Hilfe eilt. 

„Ich wollte sie dressieren. Ich wollte sie zu dem machen, was sie mir genommen haben. Aber sie haben Anfangs nicht auf mich gehört. Erst, als ich Hanna eine Kugel durch die Lunge schoss und sie langsam an ihrem eigenen Blut ersticken liess, konnte ich die anderen beiden dazu bringen, nie wieder in Worten um Gnade zu betteln. Von da an waren sie nur noch Bella und Bello. Und genauso wie ihre Vorgänger müssen auch sie jetzt das durchleben, was sie durchlebt haben.“

Gloria griff in ihre Tasche und nahm eine Fernbedienung hervor. Als sie den Knopf drückte und ein Geräusch erklang, realisierte Sophie, dass die Leinen von Jessica und Chris nicht an irgendetwas befestigt waren. Sie waren an einem Fleischerhaken hinter der Trennwand montiert, der durch den Knopfdruck in Bewegung gesetzt wurde und die Leinen anzog. Früher, noch bevor Gloria hier einzog, war hier eine Fleischerei. Und wo normalerweise das Vieh hing, sollten jetzt zwei Menschen hängen.

„Nein, warte, bitte, es tut mir leid, ok? Es tut mir leid, Gloria, bitte!“

Zum ersten Mal nach einem ganzen Jahr ohne Schuldgefühle entschuldigte sich Sophie, doch es war nicht ernst gemeint und lediglich ein Versuch, Gloria wieder zur Vernunft zu bringen.

„Bitte, Gloria. Es tut mir leid, was ich getan habe. Bitte lass uns gehen.“

Jetzt sprach auch Jessica.

„Dir wurde das Wort genommen, Hund!“

Gloria knallte die Tür zu.

Sophie nutzte die Chance, ihre Tochter von der Leine loszumachen. Doch sie scheiterte. Mittlerweile waren Jessica und Chris schon ganz nah an der Wand. Viel Zeit blieb ihnen nicht mehr, denn Jessica stand sogar schon auf den Zehenspitzen.

Chris weinte zwar, wehrte sich allerdings kein bisschen. Seine Augen fokussierten sich nur auf das, was von seiner toten Schwester übrig blieb – Aufgeplatzte Augen, Gedärme und irgendwelche Gliedmassen, die man nicht mehr als solche identifizieren konnte.

„Komm schon, Mom!“

„Ich schaffe es nicht!“

Sophie verzweifelte und hatte keine Idee, was sie tun konnte.

„Mom, bitte!“

Das waren die letzten Worte, denn Sophie bekam jetzt zu sehen, wie sich die Leine um den Hals zuschnürte und Jessica langsam über den Boden beförderte. Chris folgte hinterher.

„Es tut mir leid, Hanna“, rief er, bevor es auch ihn in die Luft zog.

Sophie sah unfreiwillig dabei zu, wie ihre Tochter und deren Freund erfolglos nach Luft schnappten.

„Wuff, wuff.“

Sophie drehte sich um und bemerkte, dass die Tür wieder offen war. Gloria war zurück. Doch sie war nicht allein. Mit ihr waren drei aggressive Dobermänner – exakt die Dobermänner, die Bella und Bello auf dem Gewissen hatten. Als ehemalige Staatsanwältin und später auch Richterin wusste Gloria genau, was sie zu sagen hatte, um an die Hunde zu kommen – und das, obwohl den vorherigen Besitzer keine Schuld an der Tragödie traf. Der konnte seinen Vierbeinern allerdings selbst nicht mehr in die Augen sehen, nach dem Massaker, das sie in seinem Garten hinterliessen.

„Wusstest du, dass man jeden Hund erziehen kann? Völlig egal, wie aggressiv er auch sein mag. Sobald er dich als sein Herrchen akzeptiert hat, zeigt er seine Schattenseite nur noch dann, wenn du sie aus ihm hervorlockst.“

„Gloria, ich bitte dich. Ich flehe dich an. Sie ist doch noch ein Kind!“

Das Zittern in ihrer Stimme zeigte ihre Furcht vor den Hunden.

Gloria zeigte auf Chris.

„Genau wie er… Fass!“

Die Hunde stürzten sich auf Chris, Jessica und Sophie.

„Neeeeein!“

Sophie konnte den Hund, der es auf sie abgesehen hatte, mit Tritten und Fäusten auf kurzer Distanz halten. Doch gegen die anderen zwei Hunde, die sich am Fleisch ihrer Tochter und den Genitalien ihres Freundes bedienten, konnte sie nichts tun. Sie konnte lediglich zusehen – nur dieses Mal ohne Kamera in der Hand, aber messerscharfen Zähnen, die sich in ihre Hände bohrten, als sie den Hund abwehrte. Weder Jessica noch Chris konnten schreien, die zugeschnürte Leine verhinderte dies. Und trotzdem war der Schmerz, der durch das Ausreissen von Fleischstücken verursacht wurde, permanent zu spüren.

Sophie war klar, dass die beiden auf keinen Fall überleben würden – dazu waren sie einfach schon viel zu stark verletzt. Und trotzdem versuchte sie wie wild den einen Hund von Jessica wegzuboxen – dabei vergass sie jedoch jenen Dobermann, der es auf sie absah. Ehe sie sich versah, biss ihr einer der Hunde in die Kehle und liess nicht mehr los.

„Drei Mistviecher weniger, sag ich da nur.“

Gloria schloss die Tür, ignorierte Sophie’s Schreie, ging nach oben, setzte sich an den Tisch und schnitt sich einen Stück vom Kuchen ab.

„Happy Birthday… Bella.“

 

18 thoughts on “Happy Birthday… Jessica?

  1. Mir hat die Geschichte wirklich gut gefallen. Deinen Schreibstil finde ich super und wie meine Vorschreiber schon geschrieben haben – wirklich mal was anderes! Und die Wendung am Schluss wirklich überraschend! Mein Like hast du!

    LG, Florian

    PS. Würde mich auch sehr freuen, wenn du meine Geschichte lesen und mir vlt auch ein kurzes Feedback und – nur wenn dir meine Geschichte gefallen hat – sogar ein Like da lässt!

    https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/schach-matt

  2. Hallo liebe Carmine,
    ich muss ein wenig Schmunzeln, denn ich bin die andere „Happy birthday“- Geschichte. Und meine Hauptperson heißt Isabella, Bella….😀.
    „Happy Birthday… Bella.“, schreibst du. Da bin ich bei dir auch neugierig geworden. Sehr schön und wirklich mal eine andere Geschichte. Und hier meine Geburtstagsgeschichte🎈🎁

    https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/happy-birthday

    liebe Grüße,
    Martina

      1. Hallo Martina,
        vielen Dank fürs Lesen meiner Geschichte! Ich war ehrlich gesagt auch sehr amüsiert, als ich über deine gestolpert bin – jetzt sowieso, da ich weiss, dass deine Figur sogar ähnlich heisst. Was für ein Zufall! 😀 Aber ich werde deine Story am Nachmittag auch lesen und dir auf deiner Seite ein Feedback hinterlassen – bin sehr gespannt! Bis später. 🙂

  3. Wow… Die Story hat es in sich…
    Hat mich wirklich mitgenommen.
    Irgendwie dachte ich mir ja schon, dass eine der drei Nachbarinnen was mit Jessicas Verschwinden zu tun hat…
    Und im Laufe der Geschichte ist mir Sophie immer unsympathischer geworden. So eine auf Äußerlichkeiten bedachte Tussi. Gerade die, die ihr als einzige noch beistehen, zu ignorieren, wegen solchen Banalitäten. Und dann natürlich die Perversion den Tieren gegenüber. Tiere nicht zu mögen ist ja das eine, aber DAS? Die gehört in die Klapse, aber das er übrigt sich ja jetzt…
    Mein Mitgefühl, sowohl ihr als auch den Kindern, hält sich etwas in Grenzen, obwohl ich es schon krass finde, wie weit Gloria tatsächlich geht, und alles geplant hat. Und ich frage mich auch, ob es wohl Zufall war, dass Andrea gerade in dem Moment kommt und Sophie einen Kuchen backt und anbietet? Wusste, oder ahnte sie zumindest, etwas davon?
    Ich weiß es nicht, aber es hat das Unvermeidliche ja ohnehin nur aufgeschoben.

    Sehr gut, die Story verdient definitiv mehr likes :).
    Einziger kleiner Punkt (Thema Grammatik): es gibt das „ß“ noch ;). In einigen Worten gehört ein „ß“ rein, kein „ss“. Aber sonst kann ich nichts sagen, was nicht positiv wäre :).

    Ich freue mich natürlich auch über neue Leser meiner beiden Stories („Leos Geheimnis“ und „verlorene Identität“). Und natürlich über Feedback – und likes, wenn sie gefallen sollten 😉

    1. Hallo Daniela,

      vielen lieben Dank für dein ausführliches Feedback, ich habe mich sehr darüber gefreut – vor allem aber, dass dir meine Geschichte gefallen hat. 🙂 Danke auch für die ehrlichen Worte zur Grammatik. 😀 Ich bin aus der Schweiz, wo wir kein ß verwenden, daher habe ich es wohl leider versäumt, alle zu erwischen. 😀 Ich werde mir nachher auch deine Geschichten ansehen. 🙂

  4. Moin Carmine,

    Holy Shit!!

    Deine Einleitung, die ja eigentlich keine ist, war mega! Ich konnte den Verlust des Kindes für die Mutter direkt fühlen. Richtig gut, emotional geschrieben.

    Und dann geht’s weiter…

    Das fängt alles so langsam, bedächtig, ja fast langweilig an. Hier ein Name, da ein Name. Zu erst dachte ich warum, braucht die Geschichte so viele Charaktere? Und warum muss ich die ganzen Geschichten der Akteure wissen….

    Und dann….entwickelt dich das ganze zu einer, der besten Stories die ich hier lesen durfte! Mal was ganz anderes! Bin absolut geflasht! So kreativ, so böse, so gut!

    Mach Werbung für deine Geschichte, denn sie muss gelesen werden.

    Mein Like lass ich dir gerne da und wünsche dir alles Gute für’s Voting.

    LG Frank aka leonjoestick ( Geschichte: Der Ponyjäger)

    Bei Instagram gibt’s eine Gruppe wir_schrieben_zuhause. Da solltest du deine Geschichte mal präsentieren! Die muß ins E-Book!!!

    1. Wie toll, mit dem Feedback hast du mir eben eine richtig große Freude gemacht – vielen Dank fürs Lesen und Kommentieren! Freut mich zudem total, dass dir meine Geschichte so gut gefallen hat. :)) Ich habe deine auch soeben gelesen und kommentiert (und natürlich ebenfalls gevotet) und war begeistert – super geworden!!!

  5. Hallo Carmine

    Ich zolle dir den höchsten Respekt für die Grundidee deiner Geschichte.

    Ich sage nur: sehr, sehr krass.

    Ich hatte die ganze Zeit Filmbilder vor Augen.

    Deine Geschichte würde sich perfekt als Shocker verfilmen lassen.

    Und der Film würde viele begeisterte Zuschauer finden.

    Und wahrscheinlich würde auch ich diesen Film feiern.
    🙂

    Aber ich erlaube mir, dir dennoch einige Anmerkungen dazulassen.

    Ich weiß, du liebst das Schreiben, und deshalb weiß ich auch, dass du mir nicht böse sein wirst, wenn ich dir einige Verbesserungsvorschläge mitteile.

    Deshalb sind wir alle ja hier.
    Um besser zu werden.

    Es ist bei sooo einer guten Grundidee schade, dass die Story nicht gegengelesen und lektoriert wurde.

    Du hast leider sehr viele Rechtschreibfehler, Zeichensetzungsfehler und vor allem technische Zeitenfehler in deiner Geschichte.
    Grammatikalisch betrachtet weist der Text ebenfalls einige Mängel auf.

    Zudem verwendest du manchmal die Sprache einer Künstlerin, dann im nächsten Satz aber wieder den üblichen Sprachjargon einer konventionellen Unterhaltung.

    Das ist sehr schade.

    In deiner sprachlichen Ausdrucksform sehe ich sehr viel Potenzial, aber auch Verbesserungspunkte, die mir wiederum zeigen, dass du deinen WIRKLICH EIGENTLICHEN STIL noch nicht gefunden hast.

    Lasse deine Geschichten in Zukunft immer noch einmal gegenlesen.
    Ein wirklich versierter Lektor (Freund, Kumpel, Bekannter etc.) würde diese Story in einer Stunde zu einem Meisterwerk machen.

    Warum ich dir das alles schreibe, warum ich dich vielleicht sogar „hart angehe“?

    Ganz einfach.

    Deine Geschichte, deine Grundidee ist so cool, so abgedreht, so einzigartig auf dieser Seite, dass du sie neu schreiben und korrigieren lassen solltest.

    Und dann kannst du ein Juwel erschaffen.

    Ich bin dir gegenüber ehrlich.
    Aber ich finde, dass sollten wir hier auch sein. Schließlich will ich dir nichts Böses, im Gegenteil.

    Grundidee, Umsetzung der Parameter, Protagonisten, das krasse blutige Finale …. alles hervorragend erdacht und erarbeitet.

    Man spürt deine Schreiblust, man spürt deine Fantasie, man spürt deine Kreativität.

    Es fehlt nur noch ein wenig in Bezug auf die Professionalität.

    Dein Text ist ein perfektes Grundgerüst, eine perfekte Ausgangslage für eine einzigartige und geniale Geschichte.

    Sei mir nicht böse, wenn ich dir hier sooo ehrlich gegenübertrete.

    Aber glaube mir:
    Ich würde es nicht tun, wenn ich nicht fühlen würde, dass in dir eine gute Autorin steckt.

    Kämpfe weiter und gib niemals auf.

    Und schreib weiter.

    Und lass deine Geschichten gegenlesen.
    Und lass dich von diesem Projekt, meiner Beurteilung nicht entmutigen.

    Im Gegenteil:

    Sag dir:
    Jetzt erst recht.

    Ich sag dir etwas:

    Deine Grundidee der Story ist so gut, dass ich sie in den Top 20 aller Geschichten hier auf wirschreibenzuhause platzieren würde.

    Die Umsetzung ist jedoch noch zu unerfahren, zu unprofessionell, zu „vorsichtig“.

    Schreib weiter und du wirst noch viele bezaubernde Geschichten schreiben.
    Und lerne jeden Tag dazu.

    Und in drei Jahren gewinnst du Wettbewerbe dieser Art.

    Weil du das Schreiben liebst und das Potenzial für viele weitere geniale Geschichten in dir hast.

    Lass mich ein Bild verwenden:

    Du bist eine Köchin.
    Du hast die besten Zutaten zur Verfügung.
    Du bist kreativ.
    Du bist empathisch.
    Du könntest für 10.000 Menschen ein 3-Gänge-Menü zaubern.

    Was dir aktuell noch etwas fehlt, ist die Technik.

    Besorge dir diese Technik (Ofen, Grill, Mikrowelle, Pfannen, ordentliche Messer, Gasbrenner etc.) und du wirst die Köchin (Autorin) sein, die jetzt schon in dir steckt und schlummert.

    Ich lasse dir sehr gerne ein Like da.
    Weil ich sehe, wie cool und krass, wie mutig und außergewöhnlich die Idee hinter deiner Geschichte ist.

    Und ich würde mich sehr freuen, in Zukunft noch mehr von dir lesen.

    Bitte schreib weiter.
    Und verzeih mir.

    Aber nur konstruktive Kritik bringt uns Hobby-Autoren weiter.

    Und auch ich bin nur ein kleiner Hobby-Autor.

    Ich wünsche dir und deiner Geschichte alles Gute.

    Pass auf dich auf und gib niemals auf.

    Liebe Grüße, Swen Artmann (Artsneurosia)

    Vielleicht hast du ja Lust und Zeit, auch meine Story zu lesen.
    Und ich bitte dich:

    Sei so ehrlich zu mir, wie ich es zu dir war.
    Denn nichts ist falscher als unecht zu sein.

    Vielen Dank.

    Oh, sorry.
    Vergessen!

    Meine Geschichte heißt:

    „Die silberne Katze“

    Ich danke dir.
    Swen

  6. Hallo Carmine,

    Ich kann mich Swens Feedback nur anschließen: Deine Geschichte ist von der Grundidee her wirklich super! Mir wurde teilweise sogar übel von deiner ausführlichen Beschreibung und normalerweise bin ich nicht zartbesaitet xD
    Fehlende ‚ß‘ wurden ja schon angemerkt und ich lag mit meiner Vermutung wohl richtig, dass du aus Schweiz stammst 😀
    Korrekturlesen ist wirklich enorm wichtig und das kann ich dir nur empfehlen. Bei mir lesen sich immer mein Vater und mein Partner meine Geschichte durch. Und meine beste Freundin ist immer mein Motivationsbooster, da sie immer nur positives Feedback hat xD
    Eine Formulierung wäre zum Beispiel „Jessica reagierte total emotional“ oder nach „wegen“ kommt immer ein Genitiv (Dativ wurde vom Duden aber als umgangssprachlich akzeptiert).

    So, jetzt zum Inhalt:
    Du hast es geschafft, bei Sophie erst tiefsitzendes Mitleid zu erzeugen und dann eine leichte Abneigung (vor allem als Hundeliebhaberin). Meinen Respekt! Bei der Beschreibung der drei Nachbarinnen hätte ich es für nützlich gefunden, Glorias frühere Arbeit auch zu nennen, da du die drei eh so detailliert beschrieben hast. Später erschien es wie eine Rechtfertigung, warum und wie Gloria jetzt an die Dobermänner gekommen ist. Die Szene, wo das Video abgespielt wurde, hätte ich etwas deutlicher als „Video“ gekennzeichnet. Ab da werden Sophies Emotionen auch recht spärlich beschrieben. Dass du das Scharren und Bellen der Hunde so nebenbei einbaust und welche Rolle sie später spielen ist wirklich genial. Aber habe ich den Part verpasst/überlesen, wo über Bellos und Bellas Tod gesprochen wurde? (Ehe das mit dem Video rauskam?) Bei all den Details, die du eingebaut hast, fällt es auf, wenn das nicht erwähnt wird (aber erst im Nachhinein).
    Wie Swen sagte: feile noch an deiner Technik und dann wäre es wahrlich ein Meisterwerk! 😀 Originell und überraschend! Ich ziehe meinen imaginären Hut vor dir!

    Liebe Grüße
    Cassandra

  7. Liebe Carmine!
    Dein Plot ist sehr spannend und grausam. Ich hatte gleich Bilder im Kopf, der Schreibstil ist mitreißend, ich war sehr gespannt, was mich am Schluss erwarten wird.
    Vielleicht ist der Anfang etwas langwierig, da muss ich mich ein wenig durchkämpfen. Warum die anderen Nachbarinnen? Braucht es die für die Geschichte wirklich?
    Du hast leider auch einige Rechtschreib- und Grammatikfehler drin, es sollte immer eine zweite Person drüberschauen. Selbst wird man blind Fehler. Das geht jedem so und ich selbst mache immer besonders schlimme Fehler, 🙄🙄🙄
    Aber das Wichtigst ist die Geschichte selbst und dir ist dir zweifelsfrei gut gelungen. Bleib unbedingt dran und schreibt weiter.
    Alles Gute für dich, liebe Grüße Lotte
    Falls du Lust hast, würde ich mich freuen, wenn du auch meine Geschichte liest: Der alte Mann und die Pflegerin.

  8. Hallo Carmine,

    Ich bin nicht sicher wegen deines Namens, ich hatte einen Klassenkameraden, der hieß Carmine, aber du scheinst dich eine Frau zu sein. 🤗

    Nun zu deiner Geschichte, da kann ich mich den dreien vor mir voll und ganz anschließen. Über Rechtschreibfehler lese ich meistens weg, darum kann ich dazu nichts sagen, aber mir ist aufgefallen, dass du die Namen, vor allem Sophie sehr oft gebrauchst, manchmal sogar in einem Satz mehrfach. Da solltest du überlegen, ob man den mal weglassen kann oder durch andere Worte ersetzen kannst.
    Als ich anfangs von der Zwillingsschwester las, dachte ich „nicht schon wieder“, aber da es ein Pärchen ist, konnte diesmal keiner ausgetauscht werden. Es sollte wohl nur die Bindung zwischen Chris und Hanna verstärken.
    Also, wie schon öfter gesagt, die Story war überraschend anders und mit ein wenig Überarbeitung, kann sie großartig werden.
    Viel Erfolg weiterhin und liebe Grüße

    Monika (@monskub)

    Wenn du Lust hast könntest du meine Geschichte vielleicht auch mal lesen, es würde mich freuen, sie heißt „Ende Gut?“

  9. Hallo Carmine,

    deine Geschichte habe ich gerne gelesen. In der Tat hebt sich der Text von vielen anderen ab, was sehr erfrischend ist. Viele Tipps und Verbesserungsvorschläge wurden ja schon geschrieben. Konstruktive Kritik ist gut, denn nur damit kann der Autor wachsen.
    Ich hoffe, noch weitere tolle Geschichten von dir zu lesen.

    LG Guntram

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