Jennifer FalterNur ein kleiner Schlüssel

Als ich in das Auge des Bösen blickte, war ich 18 Jahre alt. 18 Jahre, 3 Monate und 22 Tage. Es war ein Tag wie dieser. Nur eben anders.

Der Geruch von verschwitzten Körpern, gemischt mit dem penetranten Miauen seines Katers Gizmo reißt Moritz unsanft aus dem Schlaf. 5.37 Uhr, noch 23 Minuten bis sein nervtötender Wecker ihn mit einem Standard-Alarmton piep dididi piep sowieso in die Realität befördert hätte. Es ist Samstag, also könnte Moritz eigentlich ausschlafen. Er will aber nicht aus dem Rhythmus kommen, Gewohnheiten sind enorm wichtig für ihn. Deshalb klingelt sein Wecker jeden Tag um die selbe Uhrzeit, auch an den Wochenenden. 

Es war mal wieder eine traumlose Nacht – Moritz schafft es zumindest nicht, auch nur einen Fetzen des möglichen Traumes festzuhalten und mit in die reale Welt herüber zu nehmen. Trotzdem pocht sein Herzschlag schneller als nötig und er braucht einen Augenblick, um seinen Atem zu beruhigen. Moritz fühlt sich gerädert – als wäre sein Kopf über Nacht auf Hochtouren gelaufen. Das kommt in letzter Zeit wieder häufiger vor.

Benommen und mit jedem Lidschlag ein Stück weiter im Übergang in den Wachzustand, bahnt er sich mit seinen heißen, rauen Fingern den Weg unter der blassblauen Nylonbettwäsche hindurch und greift hoffnungsvoll nach Katis Hand. Sein Puls nähert sich endlich dem Normalniveau. 

Ein tiefer Seufzer, gemischt mit einem unterschwelligen Grummeln, kommt unter der Bettdecke hervor. Kati entreißt ihm die Hand ohne Vorwarnung und dreht sich gähnend auf den Bauch. 

Gizmos nerviges Miauen hat sich in der Zwischenzeit zu einer durchdringenden Sirene entwickelt, die selbst seine Festival-erprobten Ohrstöpsel in die Knie zwingt. Wie kann Kati da auch nur nochmal daran denken, ein Auge zu zu machen? 

Zeit für Moritz die tropische Höhle im Dachgeschoss zu verlassen und halb schlurfend, halb wankend die Treppe hinunter in die Küche zu gehen. Seine inzwischen angesetzte Wampe wabbelt im selben Rhythmus seiner Schritte und tut ihr übriges, dass er sich schon am Morgen beschissen fühlt. 

Mit dem ersten Schritt durch die Küchentür ist Moritz klar, dass etwas nicht stimmt. Jemand war hier. Schon wieder. Die Terrassentür ist offen, der Wind hat die Zettel vom Kühlschrank gewirbelt und wie loses Laub überall in der Küche verteilt. Das dritte Mal in diesem Monat. 

Moritz scannt den Raum ab, um sich wie bei den letzten beiden Malen zu vergewissern, dass nichts gestohlen wurde – und es scheint auf den ersten Blick tatsächlich nichts zu fehlen. Dieses Mal ist aber etwas anders. Das spürt er sofort. Es liegt etwas auf dem Tisch. Schön drapiert an seinem Stammplatz – rechts an der Ecke neben dem Tresen, wo er jeden Morgen seine Wagenladung schwarzen Filterkaffee trinkt. Dort liegt ein Handy. Auf den ersten Blick einfach ein schwarzes markenloses Smartphone, das jedem hätte gehören können. Vielleicht hat Kati ein neues bei der Arbeit bekommen?

Moritz starrt es eine gefühlte Ewigkeit an, unsicher was er tun soll. Doch dann erregt etwas seine Aufmerksamkeit, trifft ihn wie ein Blitz – ein Funke einer vergessenen, sehr alten Erinnerung. 

In diesem Moment wird ihm klar – es ist nicht irgendein Handy, sondern sein Handy. Der unverkennbare Sprung auf dem Display, den würde er überall wieder erkennen. Der Bilderbuch-Steinschlag, wie er ihn immer bezeichnet hat, von dem aus in nahezu perfekten 45°- Winkeln sieben Risse aus der Mitte ihren Weg suchen. Nahezu perfekt, da ein Riss fehlt. 

Vorsichtig nimmt Moritz das Handy auf. Er dreht und wendet es mit Bedacht und kann noch andere unverkennbare Kratzer entdecken. Die untere Kante, mit der er versucht hat zu beweisen, er könnte eine Bierflasche mit dem Handy öffnen, die Schleifspuren auf der Rückseite, als ihm das Handy beim Imbiss an der Ecke aus der Hand fiel und die Fliesen entlang schlitterte. 

Wie ist das möglich?

Mit zittrigen Händen beginnt er seinen damaligen, wie heutigen, Entsperrcode einzugeben. Das Geburtsdatum seiner Mutter. Moritz traut sich kaum hin zu sehen, als der Bildschirm unheilvoll aufleuchtet.

Das Handy wurde doch entsorgt. Gründlich. Er hatte mit dem Kapitel abgeschlossen. Seit 9 Jahren 4 Monaten und 23 Tagen genau. Das ist schlicht unmöglich.

Doch da ist es. Sein verdammtes Handy – und vom Hintergrund starrt ihn eine leblose Hand an. Wäre das Bild nicht in Schwarz-Weiß, hätte man erkennen können, dass Blut vom Handgelenk herunter tropft. Doch mit der Farblosigkeit kommen Moritz Wörter wie Poesie und Ästhetik in den Sinn. 

“Schaaatz? Kommst du zu mir unter die Dusche?”, Kati befördert ihn, nur im Bruchteil einer Sekunde, zurück in die Gegenwart. Moritz bekommt nur ein abwesendes “Öh…” zustande, als sie mit einem energischen “Los, komm schon!” nachlegt.

Moritz’ Erinnerung wird für einen Augenblick wieder in den Hintergrund gedrängt als er in nur 21 Sekunden nackt in ihrer 1 m²-Dusche steht. Doch seine Gedanken schweifen ab, immer und immer wieder. Seine Wand, die er mühevoll über Jahre aufgebaut hat, fängt langsam zu bröckeln an. 

Wie zum Teufel kommt dieses Handy hier her? 

“Geh du ruhig schon runter. Ich komme gleich nach.” erkauft er sich bei Kati etwas Zeit.  Vor Wasser triefend und splitterfasernackt, muss er sich erst einmal auf die kalte Kloschüssel setzen. Er kramt das Handy aus seiner Hose heraus, welche zusammen gesunken auf dem Boden liegt. Gedanken verloren fährt Moritz die ihm vertrauten Kerben und Kratzer nach. Wie Wunden, die niemals eine Chance hatten zu heilen.  

Das kann nicht sein.

Gerade will Moritz das Handy wieder in die Tasche stecken – als könnte er damit seine Existenz leugnen – da vibriert es erneut. Es erscheinen Wörter, wieder Schwarz auf Weiß, die erst mit der Zeit von seinen Synapsen aufgenommen und verarbeitet werden. Es bildet sich Schweiß auf seiner Stirn und tropft ihm auf den nackten Oberschenkel. 

DAS HÄTTEN WIR NICHT TUN DÜRFEN.

Eine sinnlose Aneinanderreihung von Worten. Leere Worte. Worte, die langsam etwas ins Rollen bringen, das Moritz jetzt noch nicht begreift. Etwas lang Vergrabenes, das er nie wieder zum Vorschein bringen wollte. 

Das Handy vibriert erneut.

ES IST ALLES DEINE SCHULD. 

Ich sehe mich in meiner Zelle um. Sie ist – passend. Sie passt zu mir. Klein, vergilbt, etwas modrig. Sie war sicher mal schön, weiß, sauber. Doch das ist sie schon lange nicht mehr. Genau wie ich. 

Es ist deine Schuld. Du hast eine Tür geöffnet, die verschlossen bleiben sollte. Mit einem frechen Lächeln auf den Lippen hast du sie mit einem Wumms aufgestoßen, bis sie donnernd aus den Fugen flog. 

Ich hab es immer wieder versucht sie aufzuheben, einzuhängen, zu schließen und sie mit jeder Menge Sicherheitsschlössern zu versehen – mit Zahlenfolgen, die nicht mal ich kenne. Aber es geht nicht. Ich kann nicht. 

Diese Tür bleibt für immer offen. Ich wollte es lange Zeit nicht wahrhaben, aber ich weiß das jetzt. 

Deshalb ist diese Zelle das Beste, das mir passieren konnte. Seit nun zwei Jahren, einem Monat und einem Tag sitze ich hier drin. Genug Zeit, um mir Gedanken darüber zu machen, wie und warum ich hier gelandet bin. Und ausreichend Zeit dafür, mir zu überlegen, wie ich dich zu Fall bringen kann.

Wir hätten das nicht tun dürfen. Dann wäre heute vielleicht alles anders.  

 

Es ist neblig. Moritz ist sich nicht sicher, ob es das Kondenswasser vom Duschen ist oder ob seine Gedanken verschleiert sind. Erinnerungsfetzen kommen und gehen. Zeigen ihm ein früheres Leben. Ein früheres Ich. Tief im Inneren weiß Moritz genau, wer der Absender dieser Nachrichten ist – kann oder will den Grund aber nicht begreifen. 

Was will er? Dieses Kapitel ist beendet. Seit genau 9 Jahren 4 Monaten und 23 Tagen. Und er wird einen Scheiß tun, das wieder aufzuschlagen.

Wieder vibriert es.

DU HAST MICH IN DEN ABGRUND GEZERRT. ABER ICH WERDE NICHT MEHR LANGE ALLEIN SEIN. AUCH FÜR DICH TUT SICH EIN ABGRUND AUF, AUS DEM DU NICHT MEHR AUFSTEIGEN WIRST.

 

Ist es Rache habe ich mich oft gefragt? 

Vielleicht Neid, dass du dich im Vergleich zu mir so unter Kontrolle hast? 

Will ich frei sein? 

Mein Körper könnte frei sein, aber mein Geist wird es nie sein. Genauso wenig wie deiner. 

Du kannst es dir einreden, aber auch deine Tür werde ich öffnen und dir zeigen, wer du wirklich bist.

Gebannt starrt Moritz auf den Bildschirm. Er spürt ein Kribbeln, aber keine nennenswerte Regung. Er weiß nicht, was diese Worte für ihn bedeuten sollen und welcher Abgrund auf ihn wartet. 

*

“Schatz? Frühstück ist fertig. Beweg deinen Hintern hier runter.” ruft Kati fröhlich nach oben, während sie bereits die Brötchen aufschneidet und Moritz eine Hälfte auf den Teller legt. 

Kati, ja genau. Das ist sein Leben. Heute. Jetzt. Und das lässt er sich nicht so leicht wegnehmen.  “Ja, ich komme gleich.” Moritz zieht sich schnell an, steckt das Handy erneut in die Hosentasche und öffnet die Tür des Badezimmers.

“Was ist denn los? Geht’s dir nicht gut?” fragt Kati besorgt und versucht seine Hand im Vorbeigehen zu greifen. 

“Was, wieso? Nee nee, alles in Ordnung.” Bringt Moritz seiner Einschätzung nach glaubwürdig über die Lippen. Innerlich brodelt er. Leise, bedächtig. Er versucht die Gedanken zu ordnen, die Bilder zu verdrängen, die er jahrelang erfolgreich eingemauert hat. Hinter einer sehr dicken Mauer. Moritz beobachtet Kati am Kühlschrank, wie ihr Handgelenk lässig an ihrer Hüfte baumelt – und muss wieder an dieses Foto denken.

Wieso kann er es nicht einfach gut sein lassen?

 

*

Das Frühstück zieht vorüber, wie eine flotte Wolke an einem windigen Tag. Als Kati endlich die Spülmaschine einräumt, wagt Moritz erneut einen Blick auf das Handy. Ein neues Foto. Moritz überlegt, ob er es einfach ignorieren soll. Das Handy vernichten soll. Das hat damals schon nicht funktioniert, ruft er sich in Erinnerung. 

Doch das Verlangen ist einfach zu groß. Als Kati gerade nicht hinsieht, öffnet er hungrig das Bild auf dem Handy unter dem Tisch. Da ist sie. Die Hand. Dieses Mal aus einer anderen Perspektive. Aufgelegt auf den Oberschenkel, als würde sie gerade auf einem Liegestuhl in der Sonne liegen. 

Quer über das Bild ist eine Frage gekritzelt: 

KANNST DU DICH NOCH AN DEN GERUCH ERINNERN?

Sie hatte spanisches Omelette für uns gemacht. Würzig, deftig, unbeschreiblich lecker. Wir haben einen andalusischen Rotwein dazu getrunken. Später war es dann dieser Billig-Wodka mit dem blauen Löwen auf dem Flaschenhals. Wir haben uns mit Rockmusik vollgedröhnt, auch wenn ich dir nicht mehr sagen kann, was genau lief. Es hat jedenfalls ziemlich Bass gehabt. Unsere kleine Party wurde immer ausschweifender. Sie wurde immer freizügiger.

Ich weiß das noch wie heute. Es war dieser Moment, als sie nur noch in ihrer schwarzen Spitzenunterwäsche vor uns stand – da wusste ich, ich muss jetzt gehen oder es gibt kein Zurück. 

Du hast mich überredet zu bleiben, um ein Teil davon zu sein. Diese Nacht wäre unsere Nacht, eine die wir nie vergessen würden. 

Und du solltest Recht behalten.

 

In Moritz Hals hat sich inzwischen ein Kloß gebildet. Etwas Unförmiges, Dickes. Es fühlt sich wund an. Er lacht. Ein mechanisches Lachen. Rau. Ungesund. Er erkennt sich selbst nicht wieder.

“Schaust du dir wieder diese lustigen Bilder im Internet an?” bohrt Kati halb neckisch, halb genervt. Sie hat den Unterschied also nicht bemerkt. Er antwortet nicht. Vielleicht erwartet sie auch keine Antwort. 

In einem unbeobachteten Moment wagt er wieder einen Blick auf das Handy und ist fast ein wenig enttäuscht, dass es eine Nachricht und kein Foto ist.

DU HAST EINE TÜR GEÖFFNET, DIE VERSCHLOSSEN BLEIBEN SOLLTE. DA SITZT DU NUN IN DEINEM PERFEKTEN LEBEN MIT DEINER PERFEKTEN FRAU UND TUST SO, ALS WÄRE ES NIE ANDERS GEWESEN. ABER ICH WAR DA. 

Ihr zwei wart verrückt, konntet einfach nicht aufhören. Immer mehr Wodka – und ich war schon so tief in eurem Wirbel gefangen, dass ich nicht mehr heraus kam. 

Weißt du noch, wer als erstes das Messer in der Hand hatte? Ich kann es dir sagen. Du. Du kamst plötzlich aus der Küche und hast etwas von Mutprobe gefaselt und, dass du da von etwas richtig Krassem gehört hast… dass du unbedingt ausprobieren magst. 

Am Anfang zögerte ich, hielt mich zurück. Aber dann gab es kein Zurück mehr. 

Dieser Rausch war unbeschreiblich. Das Adrenalin schoss mir durch die Adern und bis ich wieder zu mir kam, war alles vorbei. 

Wie sie da lag, in dieser versifften Badewanne mit den abgesplitterten Ecken und wie das Blut aus ihren Adern quoll. Da wusste ich, dass ich noch nie so etwas Vollkommenes gesehen habe.  

Es folgte gleich noch eine weitere Nachricht:

ICH WÜNSCHTE, SIE HÄTTEN UNS EINFACH ERWISCHT.

Ich weiß bis heute nicht, warum uns das jemand als Selbstmord abgekauft hat. Niemand brachte uns damit in Verbindung. 

Aber da waren Beweise. Dein Handy. Du dachtest, ich hatte es zerstört. Aber ich konnte nicht. Diese Fotos waren fast wie ein gutes Gespräch mit einem Freund, mein Trost an schlechten Tagen. 

Und eine weitere:

SO WIE DU MIR, SO ICH DIR.

Meine Tür blieb immer einen Spalt offen. Vielleicht wollte ich es so. 

Ich hab mir geschworen, es nie wieder zu tun. 

Die Frauen danach waren … anders. Wie sie, nur eben anders. 

Aber jetzt. Hier in meiner Zelle. Jetzt weiß ich, dass es ohne dich nie so weit hätte kommen müssen. So viele unschuldige Seelen. 

Du glaubst, deine Tür ist aus Eisen – schwer, sicher, verschlossen. Doch du irrst dich. Für jede Tür gibt es den passenden Schlüssel und manchmal genügt ein ganz kleiner Schlüssel, um alles weitere ins Rollen zu bringen. 

Ich werde dein kleiner Schlüssel sein. 

Auf dem Handy erscheint erneut ein Foto. Dieses Mal in Farbe. Das Wasser in der Badewanne ist blutrot gefärbt. Da liegt sie. Die Schönheit. Ihre Pulsadern an den Handgelenken mit einem gekonnten Schnitt längs geöffnet, pulsierend sprudelt das Blut heraus. Moritz kann sich noch gut an jedes Detail erinnern. Sie war so wahnsinnig schön, weiblich, impulsiv, fast magisch. Wenn er ihr eine Farbe gegeben hätte, dann wäre sie ein dunkles Violett gewesen. 

Moritz war damals nicht bewusst, wie lange er schon auf diesen Moment gewartet hatte. Fast hätte ihm der Wodka einen Strich durch die Rechnung gemacht, aber letztendlich hat der eine Rausch den anderen nur noch bestärkt. Rückblickend war es der beste Tag seines Lebens. 

Wieder betrachtet er das Foto. Studiert es und saugt jedes Detail in sich auf. 

Auf der Höhe ihres Bauchnabels spiegeln sich zwei Augen in der Oberfläche des Wassers. Wem diese Augen gehören kann Moritz nicht erkennen.

Aber eines ist sicher – danach war sie noch schöner. 

*

Genau in diesem Moment kommt Kati aus dem Supermarkt zurück und stellt zwei übervolle Plastiktüten auf den Tresen. Moritz kann nicht sagen, wie lange sie weg gewesen ist, aber der Himmel färbt sich langsam im Abendrot. Die blaue Stunde nennt man das in der Fotografie. Kati wäre so ein gedecktes Blau, statt dem kräftigem Violett. Harmonie-bedürftig, genügsam, ruhig, manchmal etwas melancholisch. Genau das, was er jahrelang gesucht hatte. 

Wieder baumelt Katis linkes Handgelenk lässig an ihrer Hüfte, als sie mit Moritz spricht. Ihre Worte kommen nicht bei ihm an, sie spielen auch gar keine Rolle mehr. 

Erst da bemerkt Moritz, dass er neben dem Handy in der Linken, noch etwas anderes in der rechten Hand hält. Der schwere, hölzerne Griff schmiegt sich so gut an, dass er ihn kaum bemerkt. Als wäre er schon immer da. 

*

Moritz geht einen Schritt zurück. Überlegt. Wiegt das Handy hin und her. Macht ein Foto. Klick. Noch eins. Klick. Und noch eins. Klick.

Zwei Augen spiegeln sich dabei in der Klinge des blutgetränkten Messers, welches zufrieden am Boden liegt.

107 thoughts on “Nur ein kleiner Schlüssel

    1. Dein Schreibstil gefällt mir wirklich sehr gut 🙂 Es war wirklich spannend zu lesen und hat mich richtig mitgerissen.
      Ist das Ende bewusst offen bzw. mehrdeutig gehalten oder habe ich es nur nicht richtig verstanden?
      Würde mich über einen Erklärung freuen 🙂

  1. Deine Geschichte gefällt mir richtig gut! Ich mag deinen Schreibstil, der von Anfang bis Ende auch konsequent in diesem Stil blieb. Du hast auch echt gute Metaphern verwendet, mit den
    Farben blau und violett zum Beispiel.
    Besonders interessant fand ich die Perspektive in der 3. Person, kombiniert mit dem Präsens als Zeitform. Sowas ist ja eher ungewöhnlich, hat mir sehr gut gefallen. Ich mochte auch die Länge! Perfekt als Kurzgeschichte!
    Vielleicht magst du auch bei meiner Geschichte vorbeischauen: https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/ich-besitze-deine-identitaet
    Es würde mich interessieren, was du darüber denkst.
    Deine Geschichte hat mir super gefallen 🙂
    Ganz liebe Grüße,
    Ann-Kathrin

    1. Hallo Ann-Kathrin, vielen Dank für dein positives und ausführliches Feedback. Ich habe mich sehr darüber gefreut! Die Ich-Perspektive habe ich mit Absicht gewählt, um eine Abgrenzung zur Hauptfigur zu haben. Weil man eben bis zum Schluss und darüber hinaus😄 nicht wissen soll, ob die Ich-Erzählung Moritz selbst ist oder eine zweite Person. Ist das deutlich geworden? Deine Geschichte lese ich sehr gerne!

  2. Liebe Jennifer!

    Tolle Geschichte, fesseln und spannend bis zum Schluss! Super Schreibstil, so stelle ich mir eine Kurzgeschichte vor!!

    LG, Florian

    PS. Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn du meine Geschichte auch lesen und mir vlt ein Feedback/einen Kommnetar und sogar ein Like für den Fall, dass sie dir gefallen hat, hinterlassen würdest! Von mir hast du jedenfalls ein Like!

    https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/schach-matt

  3. Wow! Es hat so Spaß gemacht, deine Geschichte zu lesen, vielen Dank! Ich bin restlos begeistert und wenn ich könnte, würde ich dir mehr als ein Like da lassen! Sehr guter Schreibstil und das Ende – mega!!! Ich hoffe, du schaffst es ins Ebook! Liebe Grüße, Melli

      1. Hallo Jennifer toller Plot, super Schreibstil lässt sich flüssig lesen, vorallem der Spannungsaufbau, meine Vermutungen gingen erst in eine andere Richtung bis ich dann verstanden habe, was ein paar Worte und Bilder im Unterbewusstsein eines Menschen auslösen können…man muss nur die Tür aufstoßen. Bin begeistert und klares ❤

  4. Hej Jennifer,

    mit dem subtil gedanklich fremdaggressiven Protagonisten und der bildhaften Beschreibung des Weckers (piep dididi piep sowieso) hattest Du mich, inklusive Kommentar und Like.

    Die Geschichte hat mir gut gefallen, sie ist stilistisch gut aufgebaut und liest sich flüssig. Das Ende hab ich trotzdem nicht verstanden, wobei das ja anscheinend Absicht war :o) oder?

    LG
    Chris
    https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/identitaet-6

    1. Hallo Chris,
      Was am Ende hast du denn nicht verstanden? 🙂
      Eigentlich sollte nur offen sein, ob das Kursiv-gedruckte Moritz‘ Gedankenwelt beschreibt oder ob es eine zweite Person gibt, die mit ihm gemeinsam den Mord an der ersten Frau begangen hat.
      Liebe Grüße,
      Jenny

  5. Liebe Jennifer,
    deine Geschichte hat mir sehr gut gefallen! Auch wenn die Lautmalerei des Weckers mich direkt gestresst hat (Morgenmuffel). Ich liebe die Metapher mit der Zelle und der offenen Tür. Habe eine Schwäche dafür psychische Vorgänge in Form von Räumen darzustellen und du hast das wirklich überzeugend gemacht. Mein Like hast du! 🙂

    LG
    Merle (Geschichte: Sepia)

    1. Hallo Merle,

      Vielen Dank für dein Feedback. Ich finde auch, dass ein Raum und eine Tür das metaphorisch sehr gut beschreiben kann. Und es gibt ja diesen Spruch, dass auch ein kleiner Schlüssel eine sehr große Tür aufschließen kann. Das hat mir total gut gefallen, dass auch nur eine winzige Handlung im Prinzip etwas großes ins Rollen bringen kann.
      … Der stressende Wecker, ja, ich wollte zeigen, dass Moritz‘ solche Dinge in Kauf nimmt, um eben jeden Tag zur selben Zeit aufzustehen…um eben nicht aus dem Rhythmus zu kommen und um auf seiner Nulllinie zu bleiben. Weil er ja seine wahre Natur versteckt. Und wenn er sich unter Kontrolle hat, dann kommt er nicht in Wallung. Daher zb. Auch kein Sport, weil der dich ja auch ans Äußerste bringen kann.
      Ganz liebe Grüße, Jenny

  6. Liebe Jennifer 🦋😉,
    toller Einstieg mit dem Wecker (piep dididi piep sowieso) und du benutzt eine sehr bildhafte Sprache (angesetzte Wampe wabbelt im selben Rhythmus seiner Schritte; wie loses Laub überall in der Küche verteilt; Das Frühstück zieht vorüber, wie eine flotte Wolke an einem windigen Tag etc.).
    Ganz besonders hat mir dein Schreibstil von der Person gefallen, die du in Kursiv sprechen lässt. Du schreibst locker und flüssig, dadurch habe ich deine Geschichte in einem Ruck durchgelesen. Ein bizarrer Typ „dieser Moritz“ und das offene und doch überraschende Ende passt zu deiner Geschichte.
    Viel Glück weiterhin🍀. Mein Like 👍 hast du.
    Liebe Grüße, Martina 😉

    1. Hallo Martina,

      Danke dir für deine Worte!

      Ja, der Moritz ist schon ein ganz spezieller Typ 🙂 er hat sich im Schreiben einfach so verselbständigt.

      Die kursiven Passagen haben mir selbst auch gut gefallen – ha ha. Da hätte ich noch viel mehr schreiben können.

      Liebe Grüße,
      Jenny

  7. Liebe Jennifer,

    ich habe deine Kurzgeschichte gerne gelesen – flüssig geschrieben, regt zum Nachdenken an, ist spannend, und hat eine (für mich) perfekte Länge. Dein Schreibstil gefällt mir und die Perspektivwechsel fand ich sehr gut umgesetzt.

    Für mich gab es da kein offenes Ende, eher ein offensichtliches 😉 , was aber nicht schlimm ist, denn dass Moritz etwas im Schilde führt, sickerte dann ja auch erst gegen Ende Stück für Stück durch.

    Zu meckern gibt es nichts, nur über zwei Kleinigkeiten bin ich gestolpert:
    1. vibriert das Handy ERNEUT, als er die erste Nachricht erhält, nachdem er aus der Dusche kommt (hatte es zuvor auch schon einmal vibriert?)
    2. Er liest die Nachrichten, Kathi ist beim Einräumen der Spülmaschine und plötzlich: „Genau in diesem Moment kommt Kati aus dem Supermarkt zurück….“ Das liest sich, als wäre alles zeitgleich passiert.

    Viel Glück für’s Voting, mein Like bekommst du auf jeden Fall 🙂
    LG Yvonne / voll.kreativ (Der goldene Pokal)

    1. Hallo Yvonne,

      Vielen Dank für dein Feedback und deine Kritik.

      Zu 1. Ich bin davon ausgegangen, dass das kein Problem darstellt, wenn es schon eine Nachricht davor gab… Aber ja, die Nachricht davor hätte ja auch klingeln können statt vibrieren. Danke dir! 🙂

      Zu 2. Das schaue ich mir nochmal an… Vielleicht wurde nicht ganz deutlich, dass hier etwas Zeit vergangen ist – aber es soll ja auch alles recht zügig an einem Tag passieren.

      Ich schau mir deine Geschichte auch noch an.

      Liebe Grüße,
      Jenny

  8. Hallo Jennifer,
    ein großes Kompliment zu Deiner Geschichte!
    Mir hat Dein Schreibstil unheimlich gut gefallen. Die Perspektivwechsel waren sehr gelungen, der Spannungsbogen ist super aufgebaut und das tolle Ende rundet die Geschichte richtig gut ab!
    Mein Like hast Du!

    P.S. vielleicht hast Du ja Zeit und Lust, auch meine Geschichte („Glasauge“) zu lesen und ein Feedback da zu lassen…

  9. Hallo Jennifer

    Mir hat deine Geschichten gefallen.
    Und zwar sehr gut.

    Die Länge, die Wechsel, die Protagonisten, die Handlung und das Finale.
    Alles sehr klar, super, spannend und überraschend.

    Am besten gefiel mir jedoch dein Schreibstil.
    Mann, du hast echt Talent.
    Glückwunsch.

    Man spürt deutlich, dass du viel Erfahrung in diesem Bereich hast.
    Und man spürt, wie viel Arbeit und Energie in diese Geschichte gesteckt wurde.
    Das finde ich super.

    Vielen Dank für die Geschichte.
    Sie hat mich gefesselt und berührt und ich konnte gar nicht aufhören zu lesen.
    Die Geschichte, dein Schreibstil zieht einen in einen Bann.
    Man kann und will immer weiter lesen.
    Ich wünsche dir und deiner Geschichte alles Gute und viel Erfolg.
    Und natürlich noch viele begeisterte Leserinnen und Leser.
    Auf dass deine Geschichte noch gaaanz viele Likes bekommt.

    Mein Herzchen hast du natürlich sicher.

    Ich hoffe, diese tolle Geschichte schafft es ins EBook.

    Dir persönlich wünsche ich nur das Beste der Welt.
    Bleib gesund.
    Liebe Grüße, Swen Artmann (Artsneurosia)

    Vielleicht hast du ja Lust und Zeit, auch meine Story zu lesen.
    Ich würde mich sehr freuen.
    Meine Geschichte heißt:

    „Die silberne Katze“

    Vielen Dank.
    Swen

    1. Mensch Swen,
      da hast du aber etwas rausgehauen. Ich bin immer noch ganz hin und weg😊
      Ich danke dir so sehr für die lieben Worte und die Motivation, die ich daraus ziehen kann.

      Und es freut mich unheimlich, dass meine Geschichte so bei dir ankommt. Wenn es das gäbe, würde hier ein Smiley auf und ab springen.

      Nur eine Frage habe ich: von welcher Erfahrung sprichst du?🙈 Das war meine erste Geschichte, die ich geschrieben und jemandem gezeigt habe. Ideen hatte ich zwar immer mal welche, aber so richtig zu Papier gebracht habe ich sie noch nicht. Und bis auf ein paar Berichte für unser Wochenblatt hab ich noch nichts geschrieben.

      Nochmal ein herzliches Danke für deine Worte und auch deine Zeit!

  10. Hallo Jennifer,

    Kompliment. Das war mal ne Kurzgeschichte – Top!
    Mein Like hast du. Geht gar nicht anders: Plot, Schreibstil und dazu dein Ende (welches für mich allerdings nicht offen ist)… Klasse.
    Ich glaube in einem der Kommentare gelesen zu haben, dies sei einer deiner ersten Texte (oder sogar der erste Text). Wenn das so ist: Hut ab! Egal was du sonst so machst, hör auf damit und schreib 🙂

    Hat mir wirklich Spaß gemacht, deine Geschichte zu lesen.

    Es würde mich wahnsinnig freuen, wenn du auch die Zeit fändest und mich deine Meinung über meine Geschichte wissen lassen würdest.
    Solltest du dazu kommen, hoffe ich, dass dir meine wenigsten halb so gut gefällt, wie mir deine.

    Viele Grüße und weiter so
    J. D.
    https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/das-leben-eines-toten-mannes

    1. Sorry für die späte Rückmeldung. Ich habe mich sehr über dein Kommentar gefreut und habe deine Geschichte gleich auf meine Lese-Liste gesetzt. Das kann aber noch etwas dauern.
      Es freut much wahnsinnig, wenn ich deine Zeit nicht verschwendet habe und du Spaß an meiner Geschichte hattest.
      Ich weiß gar nicht, ob du auf Instagram und wir_schrieben_zuhause unterwegs bist, da habe ich etwas genauer erklärt, was mein Hintergrund ist – aber ja, in der Art habe ich noch nichts verfasst und mich einfach von der Masse inspirieren lassen. Schön, wenn das also kein Reinfall war 🙂

    1. Hallo Lotte,
      Vielen Dank für deine positive Rückmeldung. Es freut mich, wenn dir die Geschichte gefallen hat. Wenn du nachschaust, dann siehst du, dass ich schon vor einer Weile deine Geschichte gelesen und bewertet habe 🙂 leider kann ich das nicht mehr sehen seit der Umstellung
      Liebe Grüße

  11. Hallo Jennifer,
    zum Glück habe ich durch einen Deiner Kommentare an anderer Stelle den Weg zu Dir und Deiner Geschichte gefunden. Donnerwetter, da hast Du aber mal was zu Papier gebracht. Man ist sofort gefangen und fiebert der Auflösung und dem Ende entgegen und dann: Was? Schon vorbei? Oh schade. Ich hätte echt noch sehr gerne weitergelesen.
    Ich kann mich den Vorschreibern nur anschließen und drücke die Daumen, dass es für Dich auch mit dem E-Book klappt. Verdient hättest Du es allemal.
    Toi Toi Toi und viele Grüße
    Tom
    (U. Behrens / https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/melanie)

    1. Hey Tom,
      Ich habe mich sehr über dein Kommentar gefreut und auch über die Tatsache, dass du „zufällig“ auf much gestoßen bist. Ich habe deine Geschichte auch schon länger auf meiner Lese-Liste stehen, ich weiß aber ehrlich gesagt nicht mehr, in welchem Zusammenhang ich sie mir gemerkt habe. Irgendwer hat sie bestimmt auf wir_schrieben_zuhause empfohlen
      😊
      Ich freue mich auch sehr, dass dir meine Geschichte gefällt und sie zu früh zu Ende war. Wer weiß, welchen Weg die Protagonisten noch gehen😁
      … Vielleicht zumindest ins eBook? Wer weiß.

      Alles Liebe für dich und ich lass dir auch bald ein Kommentar da,

      Jenny

  12. Liebe Jenny,
    im Vorhinein schon mal: super interessanter Plot und auch der Aufbau und Stil der Geschichte ganz anders als ich es hier auf der Seite gelesen habe. Dafür ein großes Lob!

    Ich hatte am Anfang ein paar Probleme mit dem Tempus, weil du im Präsens schreibst, was ich schon einmal immer ungewöhnlich finde, und dann logischerweise die vergangenen Ereignisse z.B. „Es war mal wieder eine traumlose Nacht“ im Präteritum schreibst. Ich nehme an, dass das an sich auch die richtige Wahl ist, rein theoretisch gesehen. Mich hat es an den Stellen aber immer wieder rausgehauen, weil ich nicht an die Präsensform gewöhnt bin. Da hätte ich mir persönlich gewünscht, dass man „ist … gewesen“ schreibt, aber da bist du auch ganz künstlerisch frei.

    „“Schaaatz? Kommst du zu mir unter die Dusche?”, Kati befördert ihn, nur im Bruchteil einer Sekunde, zurück in die Gegenwart.“ -> An der Stelle war ich etwas verwirrt, weil dein Protagonist im Vorhinein sagt, dass er nicht verstehen kann, wie Kati weiterschlafen kann und plötzlich steht sie unter der Dusche.
    Allgemein könnte man die Szene mit der Dusche ein wenig einkürzen, weil sie meiner Meinung nach nicht sonderlich viel zu dem Plot beiträgt. Er springt ja nur kurz drunter und denkt aber weiter über das Hand nach. Interaktion mit seiner Frau/Freundin findet kaum statt. 🙂

    „Ich sehe mich in meiner Zelle um. Sie ist – passend. Sie passt zu mir. Klein, vergilbt, etwas modrig. Sie war sicher mal schön, weiß, sauber. Doch das ist sie schon lange nicht mehr. Genau wie ich.“ -> Die Stelle fand ich ganz toll geschrieben!

    „In einem unbeobachteten Moment wagt er wieder einen Blick auf das Handy und ist fast ein wenig enttäuscht, dass es eine Nachricht und kein Foto ist.“ -> Hier weiß ich nicht, ob ich unaufmerksam gelesen habe, aber ich glaube, du hattest vorher nicht erwähnt, dass das Handy wieder vibrierte. Deshalb war ich etwas überrascht, dass er enttäuscht ist, weil ich nicht wusste, dass er überhaupt etwas erwartete.

    „Ihre Pulsadern an den Handgelenken mit einem gekonnten Schnitt längs geöffnet, pulsierend sprudelt das Blut heraus.“ -> Hier gefällt mir einzig und allein das Wort „sprudeln“ nicht so gut. Für mich ist sprudeln immer etwas, was aussieht wie Brause, die man in ein Glas Wasser kippt, oder ein Whirlpool. Wenn man allerdings eine Pulsader aufschneidet, sprudelt das Blut nicht. Je nach Größe der Ader spritzt es (das sieht dann tatsächlich so aus wie mit dem Gartenschlauch, nur dass es durch den Puls immer wieder unterbrochen wird) oder es läuft und jedes Mal bei einer Pulswelle kommt eben ein neuer Schwall.

    „Die blaue Stunde nennt man das in der Fotografie. Kati wäre so ein gedecktes Blau, statt dem kräftigem Violett. Harmonie-bedürftig, genügsam, ruhig, manchmal etwas melancholisch. Genau das, was er jahrelang gesucht hatte.“ Auch den Einschub fand ich sehr schön.

    An der einen oder anderen Stelle hast du noch ein paar orthografische Fehler, die ich jetzt nicht extra alle rausgesucht habe, weil es dir wahrscheinlich auch nichts bringen würde. 🙂

    Ich hatte beim ersten Lesen ein paar Probleme, den Plot zu verstehen, weil du für eine Kurzgeschichte sehr viele verschiedene Ebenen eingebaut hast (Gegenwart und Vergangenheit, Ich-Erzähler und 3. Person). Dadurch, dass nie klar gesagt wird, was wirklich passiert ist, war ich ein wenig verwirrt.
    Du hast auch gesagt, dass du das Ende eigentlich gar nicht „offen“ lassen wolltest. Du benennst aber nicht genau, was passiert ist, nur dass er ein blutverschmiertes Messer in der Hand hat. Wenn nicht genau gesagt wird, was gemacht wird, ist es eben offen für Interpretationsspielraum. Dieser war mir in deiner Geschichte ein wenig zu viel, habe ich das Gefühl. Es werden sich sehr viele Gedanken gemacht, über die Fotos und Textnachrichten und auch der Ich-Erzähler wird nie wirklich aufgeklärt.

    Ich kann mir vorstellen, dass du diesen Interpretationsspielraum gerne haben wolltest, also dass jeder sich selbst überlegen kann, ob der Mord mit einer zweiten Person oder mit einer zweiten Persönlichkeit von dem Protagonisten selbst geschah. Für mich hätte der Geschichte ein bisschen mehr Klarheit gut getan. Aber das kommt sicher ganz auf den Leser drauf an. 🙂

    Ich hoffe, du kannst etwas mit diesem Feedback anfangen! Sonst können wir uns ja gerne auf Instagram noch ein bisschen austauschen.

    Liebe Grüße,
    Leandra

    1. Hallo Leandra,

      ich hoffe ja, dass das dein richtiger Name ist – denn der ist wunderschön 🙂 Ich hab die Höhlenwelt-Saga total geliebt und den Namen macht es dadurch umso magischer.

      So, aber nun zu deinem Feedback 🙂 Erst mal vielen lieben Dank für deine Mühe und deine ausführliche Rückmeldung. Das ist mir wirklich viel wert.

      Danke für dein Kompliment, ich habe die Geschichte tatsächlich etwas anders aufgebaut als andere – dafür ist sie für den ein oder anderen aber vielleicht ungewohnt oder nicht ganz zu durchschauen.

      Die Duschszene schau ich mir nochmal an, vielleicht kann ich es tatsächlich etwas einstampfen oder verdeutlichen, warum Kati nun unter der Dusche steht.

      Ein großes Dank dafür, das ist eine meiner Lieblings-Textstellen:
      „Ich sehe mich in meiner Zelle um. Sie ist – passend. Sie passt zu mir. Klein, vergilbt, etwas modrig. Sie war sicher mal schön, weiß, sauber. Doch das ist sie schon lange nicht mehr. Genau wie ich.“ -> Die Stelle fand ich ganz toll geschrieben!

      Dein detailliertes Beschreiben von aufgeschnittenen Pulsadern würde mich ja fast etwas schockieren, aber wenn man sich mit Spannungsliteratur auseinander setzt, dann weiß man so was vielleicht aus dem Effeff. Ich hätte hier vielleicht etwas mehr recherchieren können, danke, das überarbeite ich für mich nochmal.

      Zum Ende: Ich wollte es nicht explizit benennen, dass Moritz Kati umgebracht hat, dachte aber es wäre offensichtlich, weil es die selbe Situation ist, wie beim ersten Mord: Das Messer, in dem sich die Augen spiegeln und auch, dass er (oder die andere Person) wieder Fotos davon macht. Dass das nicht bei jedem eindeutig rüber gekommen ist, finde ich eigentlich auch nicht schlimm. Ich habe es ja bewusst, nicht klar herunter geschrieben.

      Zu den Perspektiven: Ich habe hier bewusst den Ich-Erzähler in Präsens gewählt, weil das ja jetzt gerade passiert und Moritz-Sichtweise in Ich-Form besser zur Geltung kommt. Die dritte Person in der Vergangenheit ist ja ein Rückblick dieser Person. Ob diese Person aber existiert oder eine zweite Persönlichkeit von Moritz ist, das ist für euch – die Leser – offen. Ich weiß natürlich, was der Wahrheit entspricht.
      Dass das ganze etwas wirr ist und man ggf. die ein oder andere Stelle nochmal lesen muss, war Absicht 🙂

      Also nochmal vielen Dank für deine Kommentare, sie haben mir wirklich sehr geholfen.

      Liebe Grüße,

      Jenny

  13. Liebe Jennifer,

    ganz schön gruselig, deine Geschichte. Ich fand sie sehr spannend, und das offene Ende gefällt mir auch gut. Die arme Kati…ich hoffe, sie überlebt….
    Den ersten Abschnitt finde ich mega. Da wird man gleich die Geschichte reingezogen. Toll geschrieben, mein Like hast du :-).
    Vielleicht hast du ja auch Lust, meine Geschichte zu lesen.
    https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/das-maedchen-dana
    Alles Gute weiterhin und liebe Grüsse
    Kerstin

  14. Hallo Kerstin,

    Das freut mich total, dass dich meine Geschichte gleich gepackt hat. Das finde ich persönlich sehr wichtig, damit ich mit einem guten, neugierigen Gefühl in die Geschichte starten kann.
    Ich hab deine Geschichte auf meine Lese-Liste gesetzt und freue mich drauf.

  15. Hallo Jennifer,

    super Idee, super umgesetzt. Ich danke Dir ganz herzlich für die Unterhaltung, die mir Deine Geschichte geboten hat und drücke die Daumen fürs Ebook. Verdient hättest Du’s!

    Mein Herzchen hab ich natürlich da gelassen.

    Liebe Grüße von der Charlie
    („Und der Tod fragte sich, wer er eigentlich ist?“)

      1. Hallo Jennifer,

        du hattest dir meine Geschichte („rate, wer ich bin!“) durchgelesen und da habe ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, auch deine Story zu lesen.

        Mir hat deine Geschichte sehr gut gefallen. Mit den kleinen Informationsbrocken wurde ich immer neugieriger, was es mit dem dunklen geheimnis auf sich hat. Sehr spannend geschrieben!

        Das Ende hat mich mehr als überrascht. Ich dachte echt nur „krass!“. Aber so muss eine Kurzgeschichte sein.

        Aus diesem Grund, lass ich auch gerne meinen like da 🙂

  16. Hallo Jenny,

    mir hat es sehr viel Spaß gemacht, deine Geschichte zu lesen und sich mit der ansteigenden Spannung mitreißen zu lassen. Es hat mir gefallen, wie du für den Spannungsaufbau die Nachrichten auf dem Handy einbezogen hast, indem sie mit dem Verlauf der Geschichte aufeinander aufbauten, mehr Interesse weckten und ich zum Ende hin zunehmend auch den Atem anhalten musste.
    Und wie es in vielen Kommentaren schon betont wurde, hast du einen sehr schönen, klaren Schreibstil, der Lust auf mehr macht und sich flüssig lesen lässt.
    Außerdem mochte ich deine anschaulichen Beschreibungen, die du mit deinen eigenen Vergleichen und Metaphern zusätzlich ausgeschmückt hast.
    Ich hätte mir noch eine finale Erklärung gewünscht aber ein offenes Ende hat in diesem Fall auch gut gepasst 🙂
    Alles in allem ist es meiner Meinung nach eine sehr lesenswerte, besondere Kurzgeschichte, die es definitiv verdienen würde, einen Platz im Ebook zu erhalten.
    Viel Erfolg noch!

    Liebe Grüße,
    Jessica

    1. Liebe Jessica,
      Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast mir so ausführlich zu schreiben. Das hat mich wirklich sehr gefreut.
      Das mit den offenen Enden ist ja immer so eine Sache. Es gibt auch Bücher, da fand ich das offene Ende total furchtbar und bei manchen finde ich es toll. Lässt sich vorher immer schwer sagen. In diesem Fall hat es sich für mich einfach so entwickelt.
      Liebe Grüße,
      Jenny

  17. Hey Jennifer,

    mir hat deine Kurzgeschichte sehr gut gefallen. Dein Schreibstil ist einzigartig und speziell und hat einen hohen Wiedererkennungswert!
    Indem du das ganze recht offen gelassen hast, hast du viel
    Interpretationsfreiheit gelassen (Wie ist Moritz damals davon gekommen? Wer war sein Komplize? Warum sitzt er im Gefängnis, Moritz aber nicht? Wird Moritz irgendwann für seine Tat(en) belangt werden? …). Dementsprechend hat es mir viel Spaß gemacht, über deine Geschichte nachzudenken und zu grübeln 😀

    Liebe Grüße
    Sarah

    Es würde mich sehr interessieren, deine Meinung zu meiner Kurzgeschichten zu lesen 😉
    https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/unschuldskind

    1. Hallo Sarah,

      Ich habe mich sehr über dein Feedback gefreut und auch über die Fragen, die du dir gestellt hast. Damit hab ich mein Ziel erreicht und bin glücklich😀
      Ich hab deine Geschichte auf meine Leseliste gesetzt, der Titel macht mich auf jeden Fall neugierig.

      Alles Liebe für dich,
      Jenny

  18. Liebe Jessica,
    Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast mir so ausführlich zu schreiben. Das hat mich wirklich sehr gefreut.
    Das mit den offenen Enden ist ja immer so eine Sache. Es gibt auch Bücher, da fand ich das offene Ende total furchtbar und bei manchen finde ich es toll. Lässt sich vorher immer schwer sagen. In diesem Fall hat es sich für mich einfach so entwickelt.
    Liebe Grüße,
    Jenny

  19. Hallo Jennifer,

    ich bin durch Zufall auf deine Geschichte gestoßen und ich muss sagen dein Schreibstil hat meinen Geschmack absolut getroffen. Das offene Ende passt perfekt zu deiner Geschichte und bietet viele Interpretationsmöglichkeiten. Ich habe noch lange nach dem Lesen über die Geschichte und insbesondere das Ende nachgedacht, was für dich und deine Arbeit spricht! Mein Like hast du.

    Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn du dir meine Geschichte durchlesen und mir deine Meinung dazu mitteilen würdest. 🙂

    Liebe Grüße
    Nadine
    https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/vendetta-ist-dem-karma-sein-tod

    1. Hallo Nadine,

      Ich freue mich, dass du dir die Zeit für meine Geschichte genommen hast und für deine positive Rückmeldung. Es freut mich vor allem, dass du auch im Nachgang noch über meine Geschichte nachdenkt – ist bei der Vielzahl der Geschichten ja gar nicht so einfach, im Gedächtnis zu bleiben. Das war das tröste Kompliment. Danke dir!
      Deine Geschichte habe ich auch auf meine Liste gesetzt und ich gebe mir größte Mühe, die alle noch zu lesen.

      Ganz liebe Grüße,
      Jenny

  20. Hallo Jenny,
    erst einmal möchte ich mich für deinen wahnsinnig tollen Kommentar bei mir bedanken. Du hast dich ja richtig in meine Geschichte eingelassen, vielen Dank, es hat mich SO gefreut! Auch die Punkte, die du aufgeführt hast – ich wünschte, ich hätte dich zuvor als Testleserin gehabt. Das waren sehr wertvolle Gedanken! 😀

    Es hat nun zwar leider etwas gedauert, aber heute hatte ich endlich die Zeit und Muse, deine Geschichte zu lesen. Ich bin sprachlos. Ich war so gefangen, dass mir das Ende viel zu schnell kam. Das muss jetzt auch erstmal sacken und ich werde wohl noch einige Zeit darüber nachdenken müssen. 🙂
    Dein Schreibstil ist besonders. Deine Details schön ausgesucht, es liest sich so wunderbar flüssig, es hat einfach riesigen Spaß gemacht, ging aber wirklich viel zu schnell vorbei. 🙂
    Ich hoffe, es gibt noch (viel) mehr von dir zu lesen!

    Liebe Grüße,
    Nina (Cullinson)

    1. Hallo Nina,

      Danke dir für dein Feedback. Es freut mich, dass dir meine Geschichte gefallen hat und bleibenden Eindruck hinterlassen hat.
      Mal sehen, wo sich das noch hin entwickelt. Kleinigkeiten kannst du bei mir auf Instagram immer mal wieder lesen, aber mal sehen. Vielleicht bekommt Moritz ja noch eine Bühne
      😊
      Sagst du mir bitte nochmal, welches deine Geschichte war? Ich hab so viele Geschichten gelesen und sehr viel kommentiert, weil mir das sehr wichtig ist. Ich konnte aus deinem Feedback aber nicht schließen, welche Geschichte deine war. Danke dir.

      Viele Grüße,
      Jenny

  21. Liebe Jenny, ich mache es kurz, da meine Vor-Kommentatoren bereits alles gesagt haben: Tolle Geschichte! Präsenz passt super, weil es so schön direkt ist. Ich hab’s auch so gemacht. Tolle Metaphern, und ein Ende, das mich überrascht hat. Eine der besten Stories hier!
    Herzchen wird hinterlassen und viel Glück beim Votum!
    Susanne ( Sue schreibt)

  22. Hallo Jennifer,

    auch ich finde, dass dies eine tolle Geschichte ist. Was ich generell liebe, sind Metaphern und Beschreibungen, ich selbst werfe manchmal zu viel mit ihnen herum.
    Bei dir finde ich es sehr und passend und harmonisch.
    Deine Geschichte finde ich sehr stimmig, ich finde gut, dass du den Leser ein Stück weit, selbst das Ende wählen lässt.
    Ich bin eigentlich immer ein Fan vom Happy End, aber durch deine ganze Erzählung würde auch ein (sehr) blutiges ende Sinn machen.
    Immer hin wurde ja die Tür wieder geöffnet (gerne wüsste ich, was sich genau dahinter verbirgt).

    Viele Grüße Carla

      1. Also wenn es dazu kommt, würde ich es sehr gerne lesen. Hast du eine Plattform wo du Texte veröffentlichst?

        Ich schätze mal, diese Plattform wird nicht ewig existieren. 🤔

    1. Kann dir nur hier drauf antworten,bei deiner letzten Nachricht gibt es keinen Button😊
      Aktuell gibt’s nur kleine Sachen bei Instagram unter madame_papilio
      Auch bald eine neue Kurzgeschichte bei @wir_schrieben_zuhause. Da bist du ja schon, oder?
      Ich bin kein reiner Schreiberling, sondern eher Kreativling. Deshalb ist das ein bunter Mix von allem, das mir in die Finger kommt 😊

      1. Ja genau, da bin ich auch 😊 Bin auch sehr gespannt, wie es in der Gruppe weiter geht.

        Ich hab mich jetzt mit meiner Geschichte dazu entschlossen, sie doch umzuändern. Mein eigentlicher Plan hat nicht ganz so geklappt. Trotzdem würde ich gerne eine Rückmeldung bekommen.

        Ich würde mich freuen, wenn du noch einmal Zeit hast, sie zu lesen und vielleicht auch zu Kommentieren.

  23. Lieber Jennifer,

    schöne Geschichte! Besonders der Einstieg gefällt mir gut, denn man ist sofort in einer besonderen, irgendwie beklemmenden, Atmosphäre gefangen, die bis zum Ende anhält. Jedenfalls hat sie es bei mir getan. 😉 Ich drück die Daumen für die Top100!

    Liebe Grüße
    Sabrina („ELY“)

  24. Liebe Jennifer,

    wie kannst du die Geschichte so enden lassen? Ich hab noch so viele Fragen! ;D
    Ist Katie jetzt auch von Moritz umgebracht worden? Wer ist diese andere Person in der Zelle oder gab es nie eine andere Person? Wenn nicht, wer hat dann das Handy platziert? Und wer war das erste Mädchen und sollte das dann die Mutprobe sein?
    So viele Fragen, aber damit du mich nicht falsch verstehst: Ich liebe offene Enden, vor allem wenn sie einen noch länger zum Nachdenken anregen, genau wie du es geschafft hast.
    Deine gesamte Idee, mit den Sequenzen der vermeintlich anderen Person (oder eben auch nicht) und die Wendung am Ende haben mir sehr gut gefallen. Ich mag außerdem die Metaphern, die du verwendest, z.B. die verschiedenen Farben der Frauen und mit der Wagenladung Filterkaffee am Morgen konnte ich mich gleich identifizieren 🙂
    Die Geschichte hat mir wirklich gut gefallen, den Titel hast du passend gewählt und das mit der beklemmenden Atmosphäre kann ich direkt unterschreiben.

    Falls du noch mehr offene Enden magst, kannst du gerne mal bei meiner Geschichte vorbeischauen. Ansonsten wünsche ich dir weiterhin noch viel Efolg!
    Liebe Grüße, Annika (Null Negativ)

    1. Hallo Annika,

      Vielen Dank für dein Feedback, ich hab mich mega darüber gefreut. Vor allem, weil du dir genau die richtigen Fragen stellst😁
      Eines kann ich dir verraten… Kathi ist tatsächlich tot 🙈
      Ob Moritz aber eine zweite Persönlichkeit oder einen Komplizen hat, das weiß leider nur ich und werde ich auch nicht Preis geben.

      Liebe Grüße und viel Erfolg. Ich versuche deine Geschichte auch noch zu lesen.

  25. Liebe Jennifer, was soll ich sagen: mega, mega, mega! Ich habe schon so viele gute Geschichten hier gelesen, aber dann gibt es diese eine Handvoll, die irgendetwas besonderes haben. Irgendetwas, dass mich total abholt. Deine Geschichte reiht sich jetzt in diese handvoll meiner Lieblingsgeschichten ein. Ich bin wirklich schwer begeistert und hoffe sehr, du schaffst es ins eBook.
    Liebe Grüße aus dem Maislabyrinth, Andrea

    1. Hallo Andrea,
      ich bin fast zu Tränen gerührt. Lieben Dank für deine schönen Worte. Es freut mich wahnsinnig, dass dir meine Geschichte so gut gefällt. Das war glaube ich der 50. Like und ich bin ganz aus dem Häuschen 😍
      Deine Geschichte habe ich schon vor Wochen angehört und der Schauplatz ist der Hammer.

      Danke danke danke,
      Jennifer

      1. Hallo Jenny, mir hat deine Geschichte richtig gut gefallen, vor allem dein Schreibstil ist schön fließend zu lesen. Auch der Plot und die Idee sind super, auch wie sich Stück für Stück das Ende ergibt. Welches für mich in sich abgeschlossen und verständlich rüber kam. 😉 Auch die Metaphern und die Beschreibung mit  der Zelle erschließen sich und ich nehme mal an, dass Moritz eine verborgene Persönlichkeit besitzt. Das er mit sich selbst die ganze Zeit über zu kämpfen hat und seine Fassade immer weiter zerfällt. Auch diese Metaphorische Tür die nie ganz zu war und der kleine Schlüssel, der das ganze ins rollen bringt, finde ich klasse. Du hast wirklich Talent und deine Geschichte zieht einen in ihren Bann. Ich drücke dir die Daumen und wünsche dir noch viele Likes und gute Kommentare! 🍀
        Liebe Grüße,
        Jessica ( Nachtrose98 ) Die Glasvase

  26. Liebe Jennny!
    Danke zunächst einmal für Deinen Besuch bei mir und meiner Geschichte (*) .
    Nachdem ich Dich ja nun bereits häufiger bei #wirschriebenzuhause gesehen und wahrscheinlich auch schon ab und zu kommentiert habe, kam nun eben endlich auch mal Dein Werk dran!

    Ich hab genau genommen gar nichts zu meckern.
    Ich fand das Präsenz toll – das Imperfekt hört sich manchmal so „runtererzählt“ an, verstehst Du, was ich meine?
    Ich mochte die Perspektivwechsel – und hier ganz besonders die beiden unterschiedlichen (!) Sprachstile.
    Deinen Stil sowieso. Tolle Metaphern! Ich beneide Dich!
    Und das offene (?) Ende.

    Wobei: Moritz hat einfach mal eine lupenreine gespaltene Persönlichkeit. Deswegen gibts auch keine zweite Person, jedenfalls nicht in der Realität. Das ist er immer selbst, ob nun gesprochen oder auf den Fotos. Das sind er und sein imaginärer Kumpel. Jedenfalls ist das meine Wahrnehmung.

    Von daher: Meine Stimme hast Du schon!
    Mit den besten kollegialen Grüßen!
    Kathrin aka Scripturine (* https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/die-nacht-in-der-das-fuerchten-wohnt )

    1. Hallo Jenny, na jetzt weiß ich wie es ohne kitschiges Ende funktioniert 😂 Klasse Story, solche Geschichten mag ich. Aber erzähl mal, der „kleine Schlüssel“ hat sich doch selbst inziniert und sein Böses sehr schlecht in sich selbst eingesperrt oder so ähnlich? 🤔😂 Ich lasse sehr gerne ein Like da 👍 LG Melanie (Blaues Mondlicht)

      1. Hallo Melanie,

        danke dir für dein Kommentar. Kitschig ist definitiv etwas anderes, ja 🙂 Aber was soll ich sagen: Die Charaktere haben sich einfach so entwickelt.
        Eine Auflösung gibt es hier nicht, auch wenn du noch so lieb fragst 😉 vielleicht mal im zweiten Teil, wer weiß!

        Dir noch viel Erfolg!

    2. Hallo Kathrin,

      du bist ein Schatz, ich mag dein Kommentar sehr gern und es hat mich total gefreut.
      Es freut mich auch, dass die beiden Persönlichkeiten gut heraus kamen und du dir für dich ein Bild gemacht hast, wie meine Geschichte zu interpretieren ist 🙂 Das heißt, du hast dich mit meiner Geschichte auseinander gesetzt und das ist das Wichtigste von allem.

      Danke dir!

    3. Hallo Kathrin,

      du bist ein Schatz, ich mag dein Kommentar sehr gern und es hat mich total gefreut.
      Es freut mich auch, dass die beiden Persönlichkeiten gut heraus kamen und du dir für dich ein Bild gemacht hast, wie meine Geschichte zu interpretieren ist 🙂 Das heißt, du hast dich mit meiner Geschichte auseinander gesetzt und das ist das Wichtigste von allem.

      Danke dir!

  27. Hallo Jennifer,
    Dein erster Satz war ein Versprechen und wurde eingelöst. Tolle Geschichte, super umgesetzt und dein Schreibstil ist bezaubernden. Dafür ist es ein Like von mir! Ich wünsche Dir viel Erfolg 🍀.

    Gruß

    Maddy

    P. S Meine Geschichte ist „Alte Bekannte“ und ich würde mich freuen wenn du sie liest ☺️🙈😁.

  28. Guten Abend,

    Das voting neigt sich dem Ende zu und ich bin dabei noch ein paar Geschichten zu lesen. Deine Geschichte hat mir gefallen und das Ende ist irgendwie offen aber irgendwie auch nicht. Das regt an, sich ein Ende selbst auszumalen. Gern gebe ich dir ein Herzchen.

    Liebe Grüße Sandra (Das zerstörte Band)

    Vielleicht möchtest du auch meine Geschichte lesen und bewerten. Ich würde mich sehr freuen.
    https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/das-zerstoerte-band

    1. Hallo Sandra,

      danke dir, dass du dir Zeit für meine Geschichte genommen hast. Du hast Recht, es gibt ganz unterschiedliche Interpretationen, ob die Geschichte offen ausgeht oder ob es recht eindeutig ist. Das ist für mich total spannend, weil ich ja weiß, was das Ende bedeutet 🙂

      Liebe Grüße,
      Jenny

    1. Hallo Jana,
      danke dir für deine Rückmeldung, es freut mich, dass du sie als „intensiv“ empfunden hast. So ging es mir auch, aber als Autor sieht man das ja sowieso etwas anders 🙂
      Deine Geschichte habe ich ja inzwischen auch gelesen und kommentiert. War dann aber ein Zufall, dass das so kurz danach war.
      Danke dir nochmal!

  29. Hallo Jennifer,
    ich fand es eine gute, mal etwas andere Idee, dass kein fremdes, sondern das eigene, alte Handy gefunden wurde. Auch viele von dir verwendete Beschreibungen, vor allem die farblichen, fand ich klasse. Das Ende ist abrupt, aber krass und in meinen Augen dadurch sehr gelungen. Allerdings kann ich persönlich mich noch nicht ganz entscheiden, ob ich die verschiedenen Perspektiven zu viel finde oder mir die sich daraus ergebenden Interpretationsmöglichkeiten gefallen – auf jeden Fall haben sie aber dazu angeregt, dass ich über deine Geschichte nachdenke 😀
    Beste Grüße und weiter viel Erfolg
    Sandra
    (https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/gefangen-2)

  30. Liebe Jenny,

    rechtzeitig vor Monatsende hab ich es endlich geschafft, deine Geschichte zu lesen 😅 Und ich hab sie gerne gelesen.

    Schon der Anfang ist super und die Spannung reißt nicht ab. Die Zwischensequenzen der zweiten Person oder seiner zweiten Persönlichkeit hast du toll hinbekommen. Das Ende ließ mich fröstelnd zurück. Was für ein gruseliger Typ 😱

    Mir gefällt dein flüssiger Schreibstil und die Bilder, die du benutzt, um alles richtig in Szene zu setzen. Deine Idee, Menschen mit Farben zu vergleichen, finde ich toll 😀

    Ich lasse dir gerne ein ❤ da und wünsche dir alles Gute 🍀

    Liebe Grüße
    Sarah (Rache ist süß)

  31. Hallo Jennifer,
    ich stime den anderen zu, du hast sehr spannend geschrieben und auch der Perspektivenwechsel ist toll! Allgemein mag ich deinen Stil, vor allem, wenn du mit den kurzen Sätzen arbeitest. Und ich glaube, ich hab auch noch bei keiner anderen Geschichte gesehen, dass das eigene Handy gefunden wird – sehr cool!
    Ich muss nur sagen, dass ich mit dem ersten Satz nichts anfangen kann… Er klingt zwar gut, aber ich finde, wenn sowas schon am Anfang steht, muss es auch eine nachvollziehbare tiefere Bedeutung haben (warum ist das ALter wichtig und warum erinnert sich Moritz (ist es überhaupt Moritz?) so genau daran, wie alt er war? Oder bin ich grad dumm (und müde, es ist spät) und hab irgendwas übersehen?
    Letztendlich hat mir deine Geschichte aber trotz meines Satzdilemmas super gut gefallen! Schreib gerne mehr 🙂
    LG Ann-Kristn („Nacht der Unschuld“)

    1. Hallo Ann-Kristin,

      Vielen lieben Dank für deine ausführliche Antwort. Immer noch schön, wenn Kollegen sich zu meiner Geschichte verirren.
      Ich wollte mit dem ersten Satz darstellen, dass Moritz bis zu diesem Zeitpunkt ein „normaler Junge“ war und sich dann sein ganzes Leben geändert hat. Dass dies einfach ein sehr einschneidendes Erlebnis war und seitdem alles anders ist. Ob du nun interpretierst, dass er mit jemand anderem seine Fantasien ausgelebt hat und ein Mädchen umgebracht hat oder, ob an diesem Tag seine zweite Persönlichkeit an die Oberfläche kam, bleibt dabei dir überlassen. Moritz hatte ja aber seit dem Moment versucht, ein Leben auf der Nulllinie zu führen, ohne Ausschläge, damit so etwas nicht mehr passiert und damit er die Kontrolle behält. Ob er das geschafft hat und sein Kumpel eben nicht oder ob seine zweite Persönlichkeit die ganze Zeit schon die Fantasien ausgelebt hat, kannst du dir selbst ausmalen😀

      Ich hoffe, ich konnte etwas Klarheit reinbringen.

      Liebe Grüße,
      Jenny

  32. Liebe Jenny,

    na ein Glück habe ich mir vorgenommen noch ein paar Geschichten zu lesen!
    Du hast wirklich einen tollen klären Schreibstil, mit dem Ende hab ich so nicht gerechnet. Für eine Kurzgeschichte ist es aber einfach genial.
    Letztendlich hat mich die Geschichte vom Anfang bis zum Ende gefesselt.
    Danke also für eine tolle Story.

    Mein ♥ hast du, ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg und mach bitte weiter.

    Vlt hast du auch noch Lust und Zeit meine Kurzgeschichte zu lesen. Ich würde mich freuen auch über Feedback.

    https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/verloren-einfach-alles-verloren

    LG Lydia

  33. Hallo Jennifer,
    Immer wieder ist mir unter anderen Geschichten dein Name bzw. der deiner Geschichte aufgefallen. Jetzt habe ich sie endlich auch gelesen.
    Sie ist so toll geschrieben, unglaublich, dass es deine Erste ist.
    Die Story ist ganz schön verwirrend und ich überlege ob der Schreiber ein Teil von Moriz‘ Persönlichkeiten ist. Außerdem hatte ich an einer Stelle den Eindruck, dass es sich um einen Serienkiller handelt.
    Auf jeden Fall regt die Story zum Nachdenken an.

    Vielen Dank für diese außergewöhnliche Geschichte und noch viel Erfolg.
    Bleib gesund, und vielleicht findest du noch die Zeit meine Geschichte „End Gut?“ zu lesen.
    Liebe Grüße Moni

    1. Hallo Moni,

      Danke für deine Worte. Ich habe mich sehr gefreut.
      Diese Verwirrung war so beabsichtigt. Für einen Roman wäre das mit Sicherheit zu viel, aber als ein Abschnitt liebe ich selbst solche verwirrenden Passagen, die erst am Ende Sinn ergeben.
      Ich versuche deine Geschichte auch noch zu lesen.

      Alles Liebe für dich,
      Jenny

  34. Hallo Jenny,

    deine Geschichte ist grausam, aber so perfekt geschrieben. Mir ist am Ende ein kalter Schauer den Rücken hinunter gelaufen. Dein Schreibstil ist wirklich schön und der Aufbau mit den Nachrichten und den (vermutlich, zumindest habe ich es so wahrgenommen) folgenden Gedanken des ‚Antagonisten‘ ist großartig. Hier kommt die Frage auf, ob man ihn wirklich als einen Antagonist bezeichnen kann (und, wie vorher von anderen bereits bemerkt, ob es überhaupt eine andere Person ist). Insgesamt war deine Geschichte sehr gut und sehr unheimlich 😉 Auch, wenn mich die Geschichte nicht mit positiven Gefühlen zurücklässt, lasse ich sehr gerne noch ein Herzchen dafür da 🙂
    Vielen Dank auch noch einmal für dein Feedback bei meiner Geschichte 🙂
    Viele liebe Grüße,
    Finn

    1. Danke Finn 🙂
      Das ist ganz komisch: bei anderen wünsche ich mir auch ein Happy End, aber bei meiner Geschichte hat sich das einfach so entwickelt, dass es etwas verwirrend oder grausam geworden ist. Ich freue mich aber, dass ich trotzdem dein Herzchen gewinnen konnte.

      Alles Liebe für dich!

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