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Schach Matt

Wie jeden Tag verließ Andreas Hartmann um 6:30 Uhr am Morgen seine Wohnung, um sich in der nahegelegenen Bäckerei ein Croissant für das Frühstück zu besorgen. Auf dem Rückweg schnitt der eisige Wind wie Rasierklingen schmerzhaft in sein Gesicht. Er kämpfte gegen die Böen an, die an seinem Körper zerrten, sein Atem verwandelte sich in der eisigen Luft in kleine weiße Wölkchen, die vor seinem Gesicht aufstiegen. Die Kälte ergriff immer mehr von ihm Besitz, seine Finger waren bereits starr und nahmen eine ungesunde blaue Färbung an. Er legte an Tempo zu, denn er wollte unbedingt so schnell wie möglich nach Hause, diese Kälte war die reinste Folter. Und das mitten im Wonnemonat Mai – die Eisheiligen machten dieses Jahr ihrem Namen wieder einmal alle Ehre. Um dem Wind keine allzu große Angriffsfläche zu bieten, nahm er eine leicht gebückte Haltung ein, zog die Schultern hoch und seinen Kopf ein, sein Blick war starr auf den Boden gerichtet. Hartmann hatte nur mehr seine warme Penthousewohnung im Kopf, auf seine Umgebung achtete er nicht mehr. Plötzlich sträubten sich seine Nackenhaare, die Ursache dafür lag aber nicht in der Kälte. Hartmann hatte das unangenehme Gefühl beobachtet zu werden. Er konnte die Blicke fast körperlich im Nacken spüren. Er verlangsamte seine Schritte und warf verstohlen einen Blick über seine Schulter, konnte aber nichts Verdächtiges entdecken. Die Straße war wie ausgestorben. Andreas schüttelte den Kopf, um diese Gedanken zu vertreiben. Reiß dich gefälligst zusammen!, schalt er sich selbst. Auf einmal wurde er mit voller Wucht von einer besonders aggressiven Windböe erfasst, sodass er stolperte und auf dem harten Boden aufschlug. Die Luft wurde ihm aus den Lungen gepresst und bunte Sterne führten vor seinen Augen einen ausgelassenen Tanz auf. Als sich sein Blick wieder geklärt hatte, erweckte ein rechteckiger schwarzer Gegenstand, der zwei Meter von ihm entfernt auf dem Gehsteig lag, seine Aufmerksamkeit. Er stand auf, ging hin und hob ihn auf. Jetzt erkannte er, dass es sich dabei um ein Handy handelte. Schnell tastete er seine rechte Hosentasche ab, doch sein Smartphone befand sich noch an seinem üblichen Platz. Hartmann betrachtete stirnrunzelnd das fremde Handy in seiner Hand. Er blickte sich kurz um, um nach dem möglichen Besitzer Ausschau zu halten, doch seinen Augen bot sich dasselbe Bild wie vorher – eine menschenleere Straße. Er zuckte mit den Schultern und beschloss seinen Fund erstmal mitzunehmen und ihn dann später beim Fundbüro abzugeben. Er steckte es – um einer Verwechslung vorzubeugen, da es seinem Modell zum Verwechseln ähnlich sah – in die linke Hosentasche und setzte dann den Weg zu seiner Wohnung fort. Dass er durch seine Entscheidung, das Handy an sich zu nehmen, die Hauptrolle in einem teuflischen Plan spielen würde, ahnte er zu diesem Zeitpunkt natürlich nicht.

Mit vor Kälte zitternden Fingern versuchte er den Schlüssel ins Schloss zu stecken. Erst sein dritter Versuch war schließlich von Erfolg gekrönt. Erleichtert betrat er seine Wohnung. Ein Schwall angenehmer warmer Luft schlug ihm entgegen. Er schlotterte am ganzen Körper, die Kälte hatte sich unbarmherzig in seinen Knochen eingenistet. Hartmann ging in die Küche, um sich eine Tasse Kaffee zuzubereiten, um die Kälte schneller aus seinem Körper zu verbannen. Mit dem dampfenden Heißgetränk und dem Croissant in der Hand begab er sich ins Wohnzimmer und ließ sich auf die Couch sinken. Seine gefrorenen Füße und Hände begannen bereits wieder aufzutauen, begleitet von einem höchst unangenehmen Kribbeln. Es fühlte sich an, als würde sich eine Armee von Ameisen einen Weg durch seine Gliedmaßen bahnen. Der Gedanke an den bevorstehenden, heutigen Arbeitstag bei Gericht ließ sein Stimmungsbarometer zusätzlich empfindlich sinken. Er würde wieder kräfteraubend werden und ihm seine gesamte Energie und Konzentration abverlangen. Warum musste ausgerechnet ihm dieser höchst komplexe und medienwirksame Fall zugewiesen werden? Die Antwort lag auf der Hand. Weil er in seinem Job verdammt gut war! Er war Staatsanwalt und knallhart – nicht umsonst wurde er in den Medien oft als Bluthund betitelt. Ein kurzes Lächeln huschte ihm über die Lippen, als er an diesen Vergleich dachte – er passte wie die Faust aufs Auge. Hartmann war extrem ehrgeizig, er war ein Jäger, der sich richtig in seine Fälle verbiss  – wie ein Bluthund eben. Er arbeitete so lange bis er sein Ziel – die von ihm geforderte Verurteilung – erreichte. Erst dann war er zufrieden. Wenn es nach ihm ginge, war er sogar der Beste seiner Zunft, denn seine Verurteilungsquote lag bei stolzen 98%. Ein heller Ton riss ihn aus seinen Gedanken. Was war das? Er brauchte ein paar Sekunden, bis er begriff, dass dieser Ton von seinem gefundenen Handy stammte. Andreas Neugier war geweckt. Er fischte das Smartphone aus seiner linken Hosentasche, blickte auf das Display und erstarrte. Es war eine Textnachricht eingegangen – von einem anonymen Teilnehmer. Ihm wurden allerdings nur die ersten beiden Zeilen angezeigt. Du hast es also gefunden, Herr Staatsanwalt! Sehr schön! Unter der Textzeile befand sich noch eine vierstellige Zahlenkombination.  Hartmann war verstört. Was hatte dies zu bedeuten? Woher wusste der Verfasser dieser Nachricht, dass er das Handy hatte? Sein Herzschlag nahm an Intensität zu und auf seiner Stirn perlte ein Netz feiner Schweißtröpfchen. Er tippte auf die Nachricht, um den gesamten Text zu lesen. Es gelang ihm aber nicht, da das Handy versperrt war und sich die Nachricht daher nicht öffnen ließ. Seiner ersten Eingebung folgend, tippte er die vierstellige Zahlenkombination ein und wurde zwei Sekunden später belohnt. Das Handy war entsperrt. Verblüfft blickte er auf das Display. Das war bereits die gesamte Nachricht gewesen – nur diese eine Textzeile samt PIN-Code. Er wollte das Handy gerade wieder zur Seite legen, als erneut ein Signalton den Eingang einer weiteren Nachricht ankündigte. Schau dir die Fotogalerie an!  Ein mulmiges Gefühl ergriff von ihm Besitz. Mit zittrigen Fingern wischte er über das Display und öffnete die Galerie. Ungläubig und mit weit aufgerissenen Augen starrte er auf die Fotos. Das konnte nicht sein! Wie war das nur möglich? Andreas wusste, was diese Fotos bedeuteten, doch sein Verstand weigerte sich noch hartnäckig die Bedeutung zu akzeptieren. Wenn diese Fotos an die Öffentlichkeit gelangten, dann… Die Panikattacke kam aus dem Nichts und überrollte ihn wie eine Walze. Plötzlich begann sich alles um ihn herum zu drehen und er spürte wie er in einen schwarzen Strudel hineingezogen wurde und das Bewusstsein verlor.

Andreas hatte das Gefühl, aus einem tiefen schwarzen See aufzutauchen. Er fühlte sich benommen und benötigte noch ein paar Minuten liegen, um sich zu sortieren. Hartmann spürte, wie Verärgerung in ihm hochkroch. Dadurch, dass er das Bewusstsein verloren hatte, hatte er Schwäche gezeigt und kurz die Kontrolle über sich verloren und dies war ihm zutiefst zuwider. Plötzlich ertönte wieder ein Signalton, eine neue Nachricht war auf dem fremden Handy eingegangen. Hartmann zuckte kurz zusammen. Nichts Gutes ahnend tippte er die SMS an. Ich werde dir dein Leben zur Hölle machen, so wie du mein Leben zur Hölle gemacht hast!! Der Schock schlug wie eine Bombe in ihm ein und paralysierte ihn, er hatte plötzlich das Gefühl zu ersticken. Er öffnete die ersten beiden Knöpfe seines Hemdes und begann bewusst tief ein- und auszuatmen. Nachdem er sich etwas gesammelt hatte, las er die Drohung ein weiteres Mal. Hier war ein Psychopath am Werk, der über Leichen gehen würde, davon war Hartmann felsenfest überzeugt. Du musst einen kühlen Kopf bewahren und brauchst einen verdammt guten Plan, flüsterte ihm eine innere Stimme zu. Also versuchte er Ordnung in seinem Kopf zu schaffen und seine nächsten Schritte sorgfältig zu determinieren. Primär galt es herauszufinden, welchem Gegner er sich gegenübersah, welchen Einfluss dieser hatte, welche Beweggründe ihn zu diesem Verhalten bewegten, welche Gefahr tatsächlich von ihm ausging und ob er möglicherweise sogar nur bluffte. Wenn er die Person erst mal identifiziert hatte, dann konnte er gegen sie vorgehen. Jeder Mensch hatte seine ganz persönliche Schwachstelle und diese würde er aufdecken und die Person dann genau dort gezielt angreifen. Dann würde sich sein Gegner wünschen, niemals geboren worden zu sein. Mit einem Andreas Hartmann legte man sich nicht so schnell an! Ein grimmiges Lächeln stahl sich dabei auf seine Lippen. Der „alte“ Andreas Hartmann war wieder zurück: zielstrebig und wild dazu entschlossen, seinem Gegner das Leben schwer zu machen.

Er öffnete erneut die Fotogalerie, um die belastenden Fotos noch mal eingehender zu analysieren. Die Analyse verlief allerdings – wie befürchtet –erfolglos, er  fand nichts Verdächtiges. Hinzu kam noch, dass er alles andere als technikaffin war, er bezeichnete sich sogar selbst als den größten Technikanalphabethen. Severin, schoss es ihm plötzlich durch den Kopf. Na, klar, das ist es! Sein alter Freund war der reinste IT-Freak und, wie sich Hartmann zufrieden erinnerte, schuldete er ihm sogar noch einen Gefallen. Damals hatte er ihn trotz mehrmaliger, schwerwiegender Hackerangriffe bei einflussreichen Konzernen  vor dem Gefängnis bewahrt und die Beweise, die gegen ihn vorlagen, unter den Teppich gekehrt. Jetzt stand er in seiner Schuld und dies würde er nun ausnutzen. Ihn würde er auf die Fotos ansetzen. Wenn es etwas Verdächtiges zu entdecken gab, dann fand er es auch. Severin hatte aufgrund seiner spezifischen Ausrüstung auch ganz andere analytische Möglichkeiten. Andreas holte sein Handy aus der rechten Hosentasche und wählte Severins Nummer.

Höchst zufrieden und mit einem triumphierenden Lächeln im Gesicht lehnte sich Hartmann zurück. Severin hatte sich äußerst kooperativ gezeigt und ihm versprochen, seine ganze Energie in Andreas Auftrag zu stecken. Er hatte die belastenden Fotos, die sich auf dem fremden Handy befanden,  mit seinem eigenen Handy abfotografiert und sie dann an seinen technikvernarrten Freund weitergeleitet, damit dieser eben die Bilder auf etwaige verräterische Details untersuchte. Sein Kaffee war mittlerweile kalt geworden und schmeckte bitter. Also ging er in die Küche und bediente erneut seine Espressomaschine. Dann kehrte er ins Wohnzimmer zurück. Genüsslich nippte er an der Tasse. Ich liebe Kaffee, sagte er. Plötzlich ertönte erneut ein Signalton. Hartmann verschluckte sich und musste kräftig husten. Nicht schon wieder!, dachte er und nahm das fremde Handy in die Hand. Mit einem mulmigen Gefühl im Magen tippte er auf das Display, um die neue Nachricht zu lesen. Er erstarrte und die gesamte Farbe wich aus seinem Gesicht. Genieße deinen Kaffee solange du es noch kannst!

Sein Arbeitstag verlief mehr als unbefriedigend. Er saß an seinem Schreibtisch im Büro. Genieße deinen Kaffee, solange du es noch kannst. Dieser Satz spukte ständig in seinem Kopf herum, er ließ ihn nicht mehr los. Er konnte sich  einfach nicht auf seinen Fall konzentrieren, an dem er so lange gearbeitet hatte.  Wenn er sich nicht zusammenriss, dann würde er die Verhandlung trotz  mehrmonatiger, intensiver Arbeit verlieren. Das durfte er unter keinen Umständen zulassen. Sein Ruf würde Risse bekommen, sein Ansehen würde sinken, wenn er diesen Fall verlieren würde und es zu einem Freispruch kam. Er sah die Schlagzeilen schon vor sich „Freispruch! Staatsanwalt versagt!“ Das musste er mit allen Mitteln verhindern!

Als er am frühen Abend nach Hause kam, erreichte ihn eine Hiobsbotschaft, die seine ohnehin schlechte Stimmung endgültig auf den Tiefpunkt brachte. Severin hatte trotz intensivster Arbeit nichts Auffälliges, nichts Verdächtiges gefunden, das Hartmann bei der Entlarvung seines Gegners hätte helfen können. Ihm lief die Zeit davon, sie rann wie feiner Sand furch die Finger. Verdammt! Wütend schlug er mit der Faust auf den Tisch. Die Erschütterung war so stark, dass seine Kaffeetasse umfiel und sich ihr brauner Inhalt auf den teuren, schneeweißen Teppich ergoss. Sein Gesicht färbte sich rot, eine Ader an seiner Schläfe schwoll gefährlich an und begann zu pochen. In ihm brodelte es wie in einem Vulkan kurz vor der Eruption, sein Körper begann zu beben. Er musste raus, den Kopf frei bekommen – sofort! Auch wenn er dafür wieder die klirrende Kälte in Kauf nehmen musste – egal. Wobei, wenn Andreas ehrlich war:  Er sehnte sich die eisige Luft sogar herbei, denn sie würde verhindern, dass der Schwelbrand in seinem Inneren in einen alles verzehrenden Flächenbrand ausartete.

Die Kälte zeigte tatsächlich Wirkung, sie kroch langsam in ihn hinein und erstickte die brodelnde Hitze. Der Wind hatte nachgelassen, zarte Sonnenstrahlen hatten an manchen Stellen die dichte Wolkendecke zerrissen. Er atmete bewusst tief durch die Nase ein, wie ein Hund, der eine Fährte aufgenommen hatte. Plötzlich meldete sich sein Magen mit einem lauten Knurren zu Wort. Er blickte auf die Uhr, sie zeigte 18 Uhr an. Kein Wunder, dass ein gewaltiges Hungergefühl in ihm wütete. Die letzte Mahlzeit, die Hartmann an diesem Tag zu sich genommen hatte, war das Frühstück gewesen. Er beschloss einen Abstecher ins Til’s, seiner Lieblingskneipe, zu machen, um dort eine Kleinigkeit zu essen.

Zigarettenrauchgeschwängerte Luft schlug ihm entgegen, als er die Kneipe betrat. Es roch nach ranzigem Fett, Schweiß und anderen übelriechenden Ausdünstungen. Niemand würde jemals auf die Idee kommen, dass ein angesehener, einflussreicher Staatsanwalt dort verkehrte. Doch in seiner Studentenzeit war sie quasi zu seinem zweiten Wohnzimmer geworden und daher kehrte er immer wieder gerne dorthin zurück. Er gab dem Barmann hinter der Theke einen Wink. Dieser hatte verstanden und antwortete mit einem Nicken. Die Geräuschkulisse war – freundlich ausgedrückt – bescheiden, Stimmen suchten sich zu übertönen, Geschirr klirrte. Aber Hartmann genoss es, denn niemand schenkte ihm Beachtung. Er fühlte sich quasi unsichtbar und das war in dieser Situation genau das, was er brauchte. Trotzdem ließ er sicherheitshalber seinen Blick noch mal verstohlen durch den kleinen Kneipenraum wandern, der fast aus allen Nähten platzte. Eine Glocke aus grauem Zigarettenrauch hing über den Gästen. Zufrieden stellte er fest, dass ihn wirklich niemand beachtete. Vorsichtig holte er das fremde Smartphone heraus und begann noch mal, die belastenden Fotos zu betrachten. Und abermals stellte er sich die Frage, wie der Besitzer dieses Smartphones wohl an diese Fotos gekommen war. Die Bilder würden zweifellos sein Leben zerstören, sollten sie an die Öffentlichkeit gelangen. Sie würden es wie ein Kartenhaus in sich zusammenfallen lassen. Sein Ansehen, sein Ruf, den er sich in den letzten Jahrzehnten durch Ehrgeiz, harte Arbeit und Fleiß mühevoll aufgebaut hatte, wären ruiniert. Er konnte das nicht zulassen! Die Fotos ließen die Erinnerung an damals in Andreas wieder aufleben.

Alle Blicke waren auf sie gerichtet gewesen, als sie die Bar betreten hatte, in einem purpurroten Kleid, das sich wie eine zweite Haut an ihre Figur geschmiegt und ihre Kurven betont hatte. Ihre Füße steckten in schwarzen High Heels. Ihre blonden glatten Haare fielen ihr ihr über die Schultern, wie ein Wasserfall aus flüssigem Gold. Sie steuerte sofort auf ihn zu und nahm neben ihm an der Bar Platz und stellte sich als Tina vor. Ihre stechenden smaragdgrünen Augen fixierten ihn und sie schenkte ihm ein strahlendes Lächeln, dabei entblößte sie ihre schneeweißen Zähne. Auf ihre sinnlichen Lippen hatte sie dunkelroten Lippenstift aufgetragen. Dadurch wirkten sie noch erotischer und anziehender. Sie flirtete ihn an, in ihren Augen loderte ein leidenschaftliches Feuer, sie wollte ihn! Und er wollte sie! In seiner Wohnung angekommen gewann seine Lust die Oberhand, sie schaltete seinen Verstand aus, steuerte all seine Bewegungen, er wurde zu einer Marionette. Er zog Tina eng an sich, begann sie im Nacken zu küssen. Zunächst genoss sie seine Liebkosungen und gab sich ihm hin, doch als er begann, den Reißverschluss ihres engen roten Kleides zu öffnen, blockte sie plötzlich ab und entzog sich seinen Berührungen. „Was ist los?“, fragte Hartmann sie. „Das geht mir jetzt doch etwas zu schnell“, antwortete Tina. Hartmann spürte, wie die Wut in ihm aufwallte. Mich zuerst heiß machen und dann anlaufen lassen! Was bildete sich diese Schlampe eigentlich ein? Nicht mit mir! Hartmann packte seine Barbekanntschaft am Handgelenk und zog sie gewaltsam wieder zu sich. Sie begann zu schreien und versuchte sich zu wehren, sich aus seinem eisernen Griff zu befreien, doch es gelang ihr nicht, Andreas war einfach zu stark. Ihre Augen weiteten sich vor Entsetzen. Sie wand sich wie ein Wurm, doch vergebens. Plötzlich traf sie ein Faustschlag mitten ins Gesicht. Der Schmerz zuckte wie ein glühender Blitz durch ihren Körper und vor ihren Augen schwirrten grelle Lichtpunkte wie Glühwürmchen herum. Aufgrund ihrer Benommenheit ließ ihr körperlicher Widerstand für eine kurze Zeit nach und Hartmann nutze dies gnadenlos aus. Er riss ihr mit Gewalt das Kleid vom Körper. Tina stand nur mehr mit schwarzer Unterwäsche vor ihm, zitternd am ganzen Körper. Nackte Angst spiegelte sich in ihrem Gesicht wider, die Stelle, wo der Schlag sie mit voller Wucht getroffen hatte, begann bereits anzuschwellen und sich rot-blau zu verfärben. Tränen liefen ihr über die Wangen. Wie ein wildes Tier fiel…

„Ihre Bestellung bitte!“ riss ihn die Stimme des Kellners  plötzlich wieder in die Gegenwart zurück. Verwirrt blickte Hartmann ihn an, er brauchte ein paar Sekunden, bevor er wusste, wo er sich befand. Der Kellner warf ihm einen unsicheren Blick zu. Andreas lächelte ihn an, um ihm zu signalisieren, dass alles in Ordnung war. Es war dem Kellner jedoch deutlich anzusehen, dass er nicht restlos davon überzeugt war, doch er war klug genug, nicht nachzufragen. Als sich der Kellner wieder entfernt hatte, blickte Andreas erneut auf die Fotos, auf denen viele Momente des gerade wieder erlebten Vorfalls festgehalten worden sind. Plötzlich ertönte ein Signalton, eine neue Textnachricht war auf dem gefundenen Handy eingegangen. Sofort war die Anspannung wieder da, sein Herz begann wieder schneller zu schlagen. Er öffnete die Nachricht und ein eisiger Schauer lief über seinen Rücken. Genieße deinen Abend im Til’s. Es wird dein letzter sein!

Hartmann konnte keinen klaren Gedanken fassen. Sein Gegner wusste, dass er sich jetzt in diesem Moment im Til’s aufhielt. Das Gefühl, beobachtet zu werden, war mit voller Wucht zurückgekehrt. So unauffällig wie möglich spähte er im Raum umher, konnte aber niemanden entdecken, der ihn fixierte. Andreas war so mit der Inspizierung der Kneipe beschäftigt, dass er die Frau, die die Kneipe betrat, zuerst gar nicht wahrnahm. Erst als sein Blick forschend über die Bar wanderte, sah er sie und erstarrte. Das gibt’s doch nicht! Um zu überprüfen, dass er keiner Fata Morgana unterlag, kniff er seine Augen fest zusammen, ehe er sie nach ein paar Sekunden wieder öffnete – sie war verschwunden. Hatte ihm seine Wahrnehmung doch nur einen Streich gespielt? Schnell kramte er etwas Geld aus seinem Portmonee, warf es auf den Tisch, steckte das gefundene Handy wieder zurück in die Hosentasche, packte seine Jacke, und stürmte hinaus. Hastig blickte er sich um. Auf Anhieb konnte er Tina nirgends entdecken. Also doch nur eine optische Täuschung! Er schüttelte den Kopf. Er musste aufpassen, nicht verrückt zu werden. Doch plötzlich entdeckte er sie. Ein Bus, der gerade aus seiner Haltestelle fuhr, hatte sie verdeckt. Ein triumphierendes Lächeln umspielte seine Mundwinkel. So schnell es seine Füße erlaubten, wechselte er die Straßenseite und schrie ihren Namen, so laut er konnte. Tina reagierte nicht. War sie es doch nicht? Hartmann unternahm einen zweiten Versuch und diesmal blieb sie stehen und drehte sich kurz um. Er konnte beobachten, wie ihre Gesichtszüge erstarrten. Sie hatte ihn also erkannt. Dann begann sie zu laufen. Andreas nahm die Verfolgung auf, mit weit ausgreifenden Schritten rannte er ihr hinterher. Schon nach den ersten hundert Metern wurde er von unangenehmem Seitenstechen geplagt – die körperliche Fitness war schon immer seine Achillesferse gewesen. Er war aber fest entschlossen, sich davon nicht ausbremsen zu lassen. Mit zusammengebissenen Zähnen sprintete er weiter und konnte gerade noch sehen, wie sie um die Ecke bog. Wenn er jetzt nicht noch mehr Gas gab, dann hatte er sie verloren. Der Gedanke an eine mögliche Niederlage mobilisierte noch mal seine letzten Kraftreserven. Das Glück schien auf seiner Seite zu sein, denn als auch er in die Straße einbog, entdeckte er sie sofort. Auch Tina dürfte bereits an ihrer Leistungsgrenze angelangt sein, denn ihr Vorsprung war deutlich wie Butter in der Sonne geschmolzen. Ein Schweißbach lief seinen Rücken hinunter, seine Lungen brannten wie Feuer und er schnappte nach Luft wie ein Fisch auf dem Trockenen. Sein Herz drohte zu zerspringen, das Blut rauschte in seinen Ohren und das Seitenstechen hatte mittlerweile eine Intensität erreicht, die kaum auszuhalten war. Und als wäre das alles noch nicht genug, kündigte sich auch noch ein Krampf in beiden Waden an. Doch aufgeben kam für einen Andreas Hartmann nicht in Frage! Sein Ziel war zum Greifen nahe! Tina war stehen geblieben. Sie stand – ihm den Rücken zugedreht – gebückt da und rang nach Atem. Dieser Anblick jagte noch mal einen Adrenalinstoß durch den Körper, er musste diese Chance nutzen. Er legte noch mal an Tempo zu und bekam sie tatsächlich zu fassen. Er packte sie am Handgelenk. Überrascht stieß sie einen spitzen Schrei aus. Sei still, oder du wirst es bereuen,  keuchte er. Doch die Drohung prallte an ihr ab, ihr aktivierter Überlebenswille war dermaßen stark, dass sie sich dadurch nicht einschüchtern ließ. In der kurzen Verschnaufpause, die sie sich gegönnt hatte, hatte sie auch wieder etwas Kraft geschöpft. Mit voller Wucht trat sie ihm in den Schritt. Der Schmerz, der in ihm explodierte, trieb ihn an den Rand einer Ohnmacht. Stöhnend sank er in die Knie und lockerte dabei seinen Griff, der Tinas Handgelenk eisern umschlossen hatte. Tina riss sich los und sprintete los. Hartmann knurrte wie ein Tier, das sich um seine schon sicher geglaubte Beute betrogen sah. Wut schwappte wie einen gigantische Tsunamiwelle durch seinen Körper und verdrängte den Schmerz. Wild entschlossen nahm er die Verfolgung wieder auf. Tina hatte ihren Vorsprung wieder deutlich ausgebaut. Du entkommst mir trotzdem nicht! Allerdings wurde der Vorsprung immer größer, sie war eindeutig besser in Form als er. Jaja, wer rastet, rostet, meldete sich eine innere Stimme giftig zu Wort. Seine Entschlossenheit begann plötzlich zu schwanken, er musste – auch wenn es schmerzte – akzeptieren, dass er verloren hatte, er würde sie nicht mehr einholen können. Doch auch jetzt meinte es das Schicksal gut mit ihm, denn plötzlich stolperte Tina und stürzte zu Boden. Benommen blieb sie liegen. So eine Chance bekommst du kein zweites Mal! Die Aussage, dass der Körper in Stresssituationen Übermenschliches zu leisten im Stande war, hatte Hartmann immer müde belächelt. Doch es stimmte, musste er gerade feststellen – Gott sei Dank. Er kratzte noch mal die letzten Kraftreserven zusammen steigerte noch mal seine Geschwindigkeit. Tina lag immer noch am Boden. Er holte auf, die Entfernung schmolz wie Eis bei warmen Temperaturen. Er hatte sein Ziel fast erreicht, als sie aufstand und so schnell sie konnte davon humpelte. Dass sie sich beim Sturz augenscheinlich verletzt hatte, schickte einen weiteren Energieschub durch seinen Körper. Plötzlich bog Tina nach rechts ab und verschwand in einem gelben Wohnblock. Wenn sie es jetzt in ihre Wohnung schaffte, hatte er verloren! Er legte noch mal an Tempo zu und stürmte ein paar Sekunden später ebenfalls durch die Eingangstür. Ein Stiegenhaus, auch das noch! Tina hatte sich mittlerweile schon in den zweiten Stock hinaufgekämpft, stand nun vor ihrer Wohnungstür und versuchte verzweifelt, den Schlüssel ins Schloss zu stecken. Hartmann hastete immer zwei Stufen auf einmal nehmend die Stiegen hinauf. Als ihn nur mehr wenige Stufen von seinem Ziel trennten, gelang es ihr, die Wohnungstür aufzusperren. Sie huschte hinein und wollte die Tür schließen, doch Hartmann machte ihr einen Strich durch die Rechnung. Er warf sich mit voller Kraft gegen die Tür, bevor diese ins Schloss fiel. Durch die Wucht wurde Tina zu Boden geschleudert. Hartmann drang in die Wohnung ein und schloss sofort die Tür hinter sich. Dann blickte er mit einem triumphierenden Lächeln auf den Lippen auf Tina, die immer noch benommen vor ihm lag. Er beugte sich zu ihr hinunter und zischte ihr Schach Matt ins Ohr. Als er sich wieder aufrichtete, traf ihn plötzlich von hinten ein mit voller Wucht ausgeführter Schlag auf den Hinterkopf und raubte ihm das Bewusstsein.

Langsam kam er wieder zu sich. Das Licht stach wie glühende Nadeln in seine Netzhaut, auch der Schmerz in seinem Kopf begann wieder zu pochen. Er blinzelte vorsichtig. Sein Blick war wie durch einen grauen Schleier getrübt, er erkannte seine Umgebung nur sehr schemenhaft und verschwommen. In ihm tobte eine starke Übelkeit, es fiel ihm schwer, den Brechreiz zu unterdrücken. Er hatte mit Sicherheit eine ordentliche Gehirnerschütterung erlitten. Nach und nach kam auch seine Erinnerung wieder zurück. Er hatte Tina im Til’s gesehen, hatte sie dann verfolgt, war in ihre Wohnung eingedrungen und niedergeschlagen worden. Hartmann wollte seine Schläfen massieren, doch er konnte seine Arme nicht bewegen. Ich bin gelähmt!, war sein erster Gedanke. Panik griff wie eine eisige Hand nach ihm. Er blickte an sich hinab und stellte fest, dass er auf einem Stuhl saß und seine Hände und Beine gefesselt waren. „Endlich aufgewacht?“, fragte eine weibliche Stimme, in der Spott mitschwang. Das ist nicht Tinas Stimme. „Du?“, entfuhr es ihm, als er in das Gesicht seines Gegenübers blickte. Ein zufriedenes Lächeln umspielte Michaelas Mundwinkel. „Überrascht?“ Das war er in der Tat. „Aber wie…? Was…, warum?“, stammelte er. Seine Gedanken überschlugen sich. „Kannst du dir das nicht denken?“ Ihre Stimme triefte vor Verachtung. Hartmann schwieg, die Situation überforderte ihn. „Endlich habe ich dich dort, wo ich dich haben will. So lange habe ich auf den Moment gewartet und ihn mir in meinen Gedanken immer wieder ausgemalt und jetzt ist es so weit!“ Das war alles von langer Hand geplant und ich bin in ihre Falle getappt! Plötzlich trat auch Tina hinter Michaela und grinste. Und sie war der Lockvogel! Immer mehr Puzzleteile fielen auf ihren Platz und setzten sich in seinem Kopf zu einem Bild zusammen. Michaela war seine erste Vergewaltigung gewesen. Sie hatte ihn in seiner Stammbar angemacht, hatte ihm eindeutige Signale gesendet! Sie waren in ihre Wohnung gefahren, hatten Wein getrunken, die Hemmungen waren gefallen und es war intimer geworden. Doch plötzlich hatte sie abgeblockt und ihn nicht an sich rangelassen. Doch einen Andreas Hartmann wies man nicht einfach so ab. Die Abfuhr hatte in so in Rage gebracht, er hatte sich dann einfachgenommen, was er wollte… Michaelas Stimme riss ihn aus seiner Erinnerung. „es ist wegen damals, habe ich Recht? Du willst Rache.“ „Du bist ja ein richtiger Blitzgneißer“, antwortete sie spöttisch. Plötzlich traten Tränen in ihre Augen ihre Stimme erhob sich. „Du hast mein Leben zerstört. Die Vergewaltigung hat sich in mein Hirn gebrannt.  Ich leide heute, ein Jahr danach, immer noch unter Albträumen und  schrecke nachts völlig schweißgebadet hoch. Ich kann es einfach nicht vergessen. Und als dann auch noch die Anklage gegen dich fallen gelassen wurde, bin ich in einen tiefen Abgrund gestürzt. Die Leute haben mit dem Finger auf mich gezeigt, tuschelten, bezichtigten mich als Lügnerin. Sie haben irgendwie meine E-Mail-Adresse herausgefunden und ich habe massenweise Hass-Mails bekommen, es sind sogar Morddrohungen dabei gewesen. Kannst du dir im Geringsten vorstellen, wie ich mich gefühlt habe? Ich bin seit einem Jahr in Therapie, liege zwei Mal pro Woche auf der Couch meines Psychiaters, schlucke täglich hochdosierte Antidepressiva. Ich habe dadurch meinen Job verloren, mein Leben ist ein einziger Trümmerhaufen. Und all das habe ich dir zu verdanken, du verdammtes Stück Dreck.“ In ihrem Gesicht spiegelten sich Wut, Hass und tiefer Schmerz. Auch Tina hatte Tränen in den Augen, sie legte ihre Hand tröstend auf die Schulter ihrer Freundin, die am ganzen Körper zitterte. „Du bist Abschaum!“, zischte Tina und massierte ihre Stirn. Dort, wo sie die Tür mit voller Wucht getroffen hatte, war eine ordentliche Beule gewachsen. Michaela beugte sich ganz nahe zu ihm herunter und spuckte ihm mitten ins Gesicht. Ihr Speichel lief langsam seine Wange hinunter, es war einfach nur widerlich! Eine Welle des Zorns baute sich in ihm auf. Wäre er nicht gefesselt, dann… Mühsam versuchte er sich zu beruhigen. „Tina war damals meine große Stütze. Sie hat mir als einzige geglaubt und stand immer hinter mir. Bei jedem Schritt, den ich durch die Hölle ging, war sie an meiner Seite. Ich verdanke ihr so viel. Sie…“ „Nachdem wir das Vertrauen in das Justizsystem verloren haben, beschlossen wir selbst zu handeln“, fiel ihr Tina ins Wort. „Ich wollte Michaela unbedingt helfen, also gebar ich die Idee, den Köder zu spielen und eine Vergewaltigung zu provozieren. Michaela sollte uns dabei heimlich fotografieren, damit wir endlich etwas gegen dich in der Hand haben, dich unter Druck setzten können und dein Leben zu ruinieren.“ Nun kam auch Tina sehr nahe an ihn heran. „Eines würde mich brennend interessieren. Wie hast du es geschafft, dass die Anklage gegen dich fallen gelassen wurde?“ Hartmann starrte sie nur hasserfüllt an. Er dachte nicht im Traum daran zu antworten. Plötzlich weiteten sich seine Augen. Michaela, die sich in der Zwischenzeit auf einen Stuhl gesetzt hatte, holte langsam eine Pistole hervor und zielte damit mitten auf sein Gesicht. Schweiß trat ihm auf die Stirn, sein Herz begann wie wild zu klopfen. Michaela deutete ihm mit einem Wink der Waffe, die Frage von Tina zu beantworten. Hartmann hatte in seinem Leben schon viele Psychopathen erlebt, am gefährlichsten waren die, die nichts mehr zu verlieren hatte. Und zu dieser Kategorie zählte er auch Michaela. Um sie nicht noch mehr zu reizen, begann er zu erzählen. „Ein guter Freund von mir ist Gerichtsmediziner. Er schuldete mir noch einen Gefallen. Und auf meine Bitte hin, hat er meine DNA verschwinden lassen. Somit gab es keine belastenden Beweise gegen mich und das Verfahren wurde eingestellt.“ „So was in etwa habe ich mir schon gedacht“, meinte Michaela.  „Und jetzt habe ich noch eine Frage. Wer hat das Handy platziert?“ „Das war ich“, antwortete Michaela. „Wie konntest du dir sicher sein, dass ich es dort finde?“, hakte er nach.  „Das war einfach. Ich habe dich lange beschatten lassen. So habe ich dann deinen Tagesablauf in- und auswendig gekannt. Der Mensch ist eben ein Gewohnheitstier und du ganz besonders. Das hat mir sehr geholfen. Ich habe mich nur mehr vergewissern müssen, dass du nicht plötzlich von deiner Routine abweichst. Also habe ich mich in der Nähe der Bäckerei versteckt und auf dich gewartet und bin nicht enttäuscht worden.  Es hat nicht lange gedauert bis du aufgetaucht bist.  Als du dann die Bäckerei betreten hast, habe ich das Handy an jener Stelle platziert, wo du es auch finden solltest. Ein Restrisiko, dass du es nicht bemerken würdest, ist natürlich geblieben. Aber glücklicherweise bist du dann genau unmittelbar vor dem Fundort gestürzt, sodass du das Handy unmöglich übersehen hast können. Besser hätte es gar nicht laufen können.“ Hartmann war über Michaelas Kaltblütigkeit erstaunt und, obwohl er es sich nicht eingestehen wollte, beeindruckt. Der Plan war raffiniert und perfekt durchdacht. „Aber eine Frage hätte ich noch“. Michaela seufzte genervt und verdrehte die Augen. Mit einem Wink mit der unbewaffneten Hand bedeutete sie ihm, die Frage zu stellen. „Wie war es möglich, dass du wirklich über alles Bescheid gewusst hast – wo ich zu welchem Zeitpunkt gewesen bin und sogar wann ich in meiner Wohnung Kaffee getrunken habe? Da hast du mich unmöglich beobachten können.“ Michaela grinste triumphierend und genoss ihre Überlegenheit sichtlich in vollen Zügen. „Ich habe mithilfe eines Bekannten das Handy mit einer Spionage-App und einer Tracking-App präpariert. Die Tracking-App ist quasi ein modernes GPS-System, das jeden deiner Schritte und Wege aufzeichnet und dich somit jederzeit und überall lokalisieren kann. Und über die Spionage-App konnte ich alles mithören, was du gesprochen hast.“ Diese Frau hatte wirklich alles bis ins kleinste Detail geplant und an alles gedacht! Plötzlich blitzte es in Michaelas Augen gefährlich auf. „So genug geredet, es wird Zeit, dass du für all das, was du mir angetan hast, bezahlst.“ Er las wilde Entschlossenheit in ihrem Gesicht. Sie hob die Pistole, entsicherte sie und zog den Schlitten vorsichtig zurück. Sie genoss das Entsetzen ins Hartmanns Gesicht, seine Augen waren ungläubig weit aufgerissen. Ihre Lippen formten lautlos „Schach Matt“ – dann drückte sie ab.

Mit rasendem Puls und Schweiß auf der Stirn schreckte Andreas aus dem Schlaf hoch. Er brauchte ein paar Sekunden, bis er begriff, dass er kerzengerade in seinem Bett saß. Es war alles nur ein Traum! Eine Welle der Erleichterung durchspülte seinen Körper. Auf einmal verspürte er großen Durst. Er schlüpfte aus dem Bett, verließ das Schlafzimmer und wankte auf noch wackeligen Beinen durch das Wohnzimmer in Richtung Küche, um sich ein Glas kaltes Wasser zu holen.  Plötzlich erstarrte er mitten in der Bewegung. Aus seinem Augenwinkel hatte er etwas Schwarzes auf dem Wohnzimmertisch wahrgenommen. Schnell näherte er sich dem Tisch und tatsächlich: Auf ihm lag ein fremdes Handy…                                      

 

144 thoughts on “Schach Matt

  1. Hey du, ich muss sagen, ich mag deinen Schreibstil! Wie du die Umgebung beschreibst und Atmosphäre schaffst. Der vulgäre, realistische und alltägliche Charakter seiner Gedankenwelt. Das Ende ist auch echt spannend gestaltet, bisschen inception-mäßig 😀
    Ich denke, wenn du dran bleibst kannst du eine sehr packende Story schreiben!

    LG
    Xenia

  2. Parameter gut umgesetzt, ich mag deine Bildsprache und deinen Schreibstil. Am Anfang, beim lesen fing ich doch glatt an zu frieren. Woran das wohl lag? Starker Plot. Gut durchdacht. Die Rückblende sehr gut eingebaut. Man fühlte sich mittendrin!

    LG Frank

      1. Hey, also wie alle anderen schon sagten, dein Schreibstil ist super cool. Sehr realistisch und detailliert und trotzdem nicht so das es langweilig werden könnte. Ein paar Formulierungen fand ich ein bisschen komisch aber sie waren nicht falsch und haben dadurch nochmal einen persönlichen Touch bekommen. Die Story selbst ist auch klasse. Vor allem das Ende. Oft hab ich das Gefühl das Geschichten sehr plötzlich zum Ende kommen müssen, weil es ja eine Kurzgeschichte ist. Aber bei deiner Geschichte empfinde ich das gar nicht so. Respekt!
        Eins noch: .. er hatte sich dann einfachgenommen, was er wollte…
        Zwischen einfach und genommen muss ein Leerzeichen oder? 🙂
        LG

      1. Wow, tolle Geschichte und ein sehr guter Stil! Ich kann mich den anderen nur anschließen – ich hoffe sehr, dass Du es ins EBook schaffst! Vielleicht hast Du ja auch Lust meine Geschichte zu lesen, sie heißt ‚Sonnenschein‘. Ganz liebe Grüße, Steffi

  3. Hey, nachdem du einen lieben Kommentar bei mir hinterlassen hast, wollte ich auch mal bei dir rein schauen. Ich mag die Geschichte echt, besonders die Charaktere, aber am aller meisten deinen Schreibstil. Der ist echt toll! Mach weiter so und viel Glück für das E-Book!

      1. Hey, eine spannende und gut formulierte Geschichte hast du da geschrieben! Ganz klares Like von mir! 😊👍🏼
        Das Ende fand ich super mit dieser kleinen Wendung (oder eben auch nicht… hehe). 😃😉
        Du könntest auf alle Fälle auch gute Thriller schreiben, denke ich, wenn du es nicht längst tust. Dein Schreibstil gefiel mir total und hat mich sehr flüssig lesen lassen.

        LG
        Marlene
        (https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/nicht-ich)

  4. Lieber Florian,
    hier jetzt nochmal zu dir: Du hast ein wirklich Talent dich unglaublich schön auszudrücken und tolle Worte zu finden. Du schaffst damit eine richtig gute Atmosphäre ! Gerade die Kälte am Anfang konnte man förmlich spüren! Das Ende sehr geile Schach Matt Aktion. Bleib wirklich dran mit dem Schreiben!!!

    Lg Nadja

  5. Deine Kurzgeschichte hat mir gut gefallen und ich auf jeden Fall ein Like verdient. Du hast einen sehr blumigen Schreibtstil, was ich gut finde. Man merkt, dass du das Handwerk Schreiben schon was Länger tätigst (falls nicht, umso beeindruckender).
    Mir hat allerdings das Thema Identität gefehlt. Klar, an die Parameter musste sich nicht sklavisch gehalten werden, aber das war ja schon das Überthema, sage ich mal. Dann fand ich es noch etwas komisch, dass es hieß: „Michaela war seine erste Vergewaltigung gewesen.“ Hartmann habe ich als einen Menschen begriffen, der sich selbst nicht als Vergewaltiger sieht, da er ja der Meinung ist, Frauen würden ihn ständig so anmachen, dass er das Recht habe, seinen Trieben dann nachzugehen.
    Das sind aber alles Kleinigkeiten. Ansonsten ist deine Story echt von hoher Qualität und einer der handwerklich besten, die ich hier bislang gelesen habe.

  6. Lieber Florian 😊,
    jetzt habe ich deine Geschichte nun auch gelesen und ganz besonders hat mir der Twist am Ende mit dem Traum und dem schwarzen Handy gefallen, der hat einen einen kalten Schauer über den Rücken laufen lassen….
    Sprachlich wurde es, finde ich, auch immer besser. Man schreibt sich wirklich warm😎
    Weil ich Ideen von Außenstehenden selbst immer gut finde hier noch eine kleine Idee: Wie wäre es, wenn der Hartmann zwischendurch immer wieder in Form von Gedankenfetzen an eine unbenannte Frau denkt bzw. die Erlebnisse mit ihr kryptisch schildert? Ich fand die Rückblende nämlich ehrlich gesagt ein bisschen wuchtig, aber das ist auch Geschmackssache. Ich hoffe, ich konnte dir mit meiner Rückmeldung weiterhelfen. Bleib dran🌷
    Viele liebe Grüße
    Christina

  7. Hey Florian,
    danke noch einmal für deinen lieben Kommentar. Mir hat dein lebhafter Schreibstil sehr gut gefallen und ich finde es interessant, dass wir in deiner Geschichte den Täter begleiten, der letztendlich zum Verfolgten wird.
    Was mich allerdings etwas irritiert ist, dass Tina eine Vergewaltigung provoziert, nur um Beweismaterial zu sammeln – ich glaube das würde keiner freiwillig machen. Des Weiteren habe ich mich dann gefragt, weshalb sie die Beweise gesammelt haben, wenn sie am Ende Andreas trotzdem umbringen wollen, anstatt ihn anzuklagen?
    Ich wünsche dir viel Erfolg für das E-Book und weitere Schreibprojekte.

    Liebe Grüße
    Farina

    1. Danke für dein Feedback! Freut mich, wenn dir mein Schreibstil gefallen hat. Stimmt, da hast du recht. Das habe ich nicht mehr bedacht! Anfangs habe ich es auch so geplant gehabt, die Beweise für eine Anklage zu sammeln, dann erst mittendrin hatte ich die Idee, ihn „sterben“ zu lassen. Danke, dass du mich darauf aufmerksam gemacht hast!

    2. Schach Matt! Mir hat Deine Geschichte gut gefallen, ich mag es, wie Du den Leser immer wieder auf die falsche Fährte führst, man weiß nie, wo man gerade ist. Bin ein Fan von Wendungen und gut durchdachten Geschichten 😉 Allerdings gibt es eine Stelle, an der ich mir dachte, dass es ein wenig konstruiert wirkt und zwar da wo er sagt dass er Kaffee liebt und dann die Nachricht erhält. Beim Lesen hatte mich seine Aussage etwas gewundert aber als zum Schluss die Info kam, dass sie ihn über das Handy aushorcht war es klar 😂 Aber das ist nur ein Detail. Die gewollte Vergewaltigung hatte mich zuerst auch stutzig gemacht, aber da er das Ganze nur träumt, gehe ich damit d‘accord 😉
      Ansonsten mag ich Deinen anschaulichen Stil.
      Mir fehlte ein bisschen der Zugang zum Protagonisten, er war mir irgendwie nicht so sympathisch, vielleicht war das auch gewollt, er ist ja ein harter Hund 😉 Aber dann käme der Fall vom netten Kerl zum nicht so netten Vergewaltiger eventuell noch wuchtiger. Ansonsten tolle Geschichte! Liebe Grüße

  8. Hi, mir hat deine Geschichte ganz gut gefallen. Einzig die provozierte Vergewaltigung finde ich nicht wirklich glaubwürdig. Ich denke, keine Frau würde das freiwillig tun. Das Ende fand ich super, ich mag es, wenn man Raum für Interpretationen lässt.
    Gruß, Katrin

      1. Hallo Flo ich bin nach wie vor von deiner Geschichte begeistert, hast Sie sogar zum besseren verändert echt super viel ausführlicher 😘 😘
        Mach weiter so LG Isa

  9. Lieber Florian, ich danke Dir, dass ich Deine Story lesen durfte! Auch mir hat sie gefallen – ich schließe mich aber bzgl der provozierten Vergewaltigung den VorrednerInnen an: Soweit geht keine Frau. Ich verstehe die Intention, aber der Typ hätte dann besser vor Gericht gehört, statt in die Hölle.

    Dass das Ganze jedoch nur ein Traum war, fand ich wieder genial! Und ganz besonders genial dann die Idee, dass Hartmann dann im Vorübergehen im Wohnzimmer ein Smartphone entdeckt 🙂 Ich meine, das hatten wir mal kurz in nem Chat als Idee am Wickel – finde ich toll, dass Du das aufgegriffen hast.

    Stilistisch würde ich mich beim Lesen über mehr Absätze freuen – die helfen dem Leser auch, sich wieder neu in eine andere Situation „einzunorden“.

    Lieber Gruß! Kathrin

  10. Hallo,
    deine Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Die Parameter hast du super umgesetzt. Der Schluss mit dem Traum fand ich echt Originell. Jetzt würde ich so gerne wissen, wie es weiter geht 😬
    Hab dir sehr gerne ein like gegeben.

  11. Hey ho!
    Toll Geschichte, schöner Schreibstil. Erfrischend die Geschichte aus der Sicht des Bösen zu lesen.

    Ich bin auf deine Geschichte durch deinen Kommentar unter meiner Geschichte „Schockstarre“ aufmerksam geworden. Danke fürs lesen. Du wolltest mir ein Like dalassen, scheinst ihn aber vergessen zu haben (gleiche Anzahl seit zwei Tagen). Es geht ja hier um etwas ^^

    Mein Like hast du, wirklich eine tolle Geschichte.

  12. Lieber Florian,

    Durch den Kommentar unter meiner Geschichte bin ich auf deine aufmerksam geworden. Ich muss sagen, dass ich die Geschichte als noch nicht ganz rund wahrgenommen habe. Dein Schreibstil hatte hin und wieder schöne Formen, aber einige Vergleiche empfand ich dann doch als zuviel. Der Fokus hätte meiner Meinung nach mehr auf der Geschichte an sich und weniger auf der Umgebung liegen sollen. Das Thema „Identität“ wurde meiner Ansicht nach nicht erfüllt… Das alles ist natürlich nur meine Meinung und somit gänzlich subjektiv ! 🙂 Ich fand den Twist am Ende ganz gut eingebracht und auch ansonsten hat sich die Geschichte flüssig lesen lassen. Mach auf jeden Fall weiter, denn nur wer regelmäßig schreibt wird auch besser! Trotz meiner Rezension, die du eventuell als nicht so ganz positiv empfinden wirst, drücke ich dir die Daumen für das E-Book ! 🙂

    LG
    Sabrina

    1. Hallo Florian, wo finde ich die Fortsetzung? 😳😳😳 (such, such, such😂) ich liebe deine bildliche Sprache und habe mir gleich von Anfang an gewünscht, dass der Hartmann das 🐷 ist, was in die F…..👊 bekommt (sorry für die Wortwahl) 😂 Iiih ist der unsympathisch und mein erster Eindruck hat mich auch nicht getäuscht. Ich hoffe er bekommt seine gerechte Strafe. Hast du irgendwas mit Juristerei zu tun oder war der Beruf Zufall? Die Eisheiligen gibt es in meiner Geschichte auch 😉 du kriegst auf jeden Fall ein Like LG Melanie https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/blaues-mondlicht

      1. Hallo liebe Mela_Nie!

        Vielen Dank für dein tolles Feedback, es freut mich wirklich sehr, dass dir die Geschichte gefallen hat. Und natürlich herzlichen Dank auch für dein Like! Du brauchst dich nicht für die Wortwahl entschuldigen, finde ich sogar toll, denn das ist einfach quasi moderne „Alltagssprache“ 😀 Manchmal trägt man halt sein Herz auf der Zunge und redet bzw. schreibt, wie einem der Schnabel gewachsen ist – sehr erfrischend. Außerdem empfinde ich es als sehr positiv, solche Empfindungen hervorzurufen, denn ich wollte ihn ja sehr unsympathisch machen und das ist anscheinend gelungen 😀

        Ja ich habe mit Jus (Jura) zu tun – es ist natürlich nicht immer so, dass Staatsanwälte solche A….. sind, ich bediente mich eher den Klischees 🙂

        LG, Florian

      2. Hallo Florian, danke für deinen Besuch bei mir 🙂 es freut mich, dass Dir meine Geschichte auch gefallen hat 😉 das mit der Fortsetzung hört sich gut an. Ich würde sie auf jeden Fall lesen 😉 ich habe über 10 Jahre inkl. Ausbildung in einer Rechtsanwaltskanzlei gearbeitet 😂 ich wünsche Dir viel Erfolg, ich gehe davon aus, man sieht Dich im Ebook 😉LG Melanie

  13. Hallo,erstmal super Schreibstil und tolle Geschichte! Obwohl es wenig Dialoge gibt, wirkt die Geschichte sehr lebendig.

    Einziges Manko ist, dass in den ersten Zeilen wohl Ausschnitte aus dem Quellcode zusehen sind, aber das ist wohl der Webseite geschuldet.

    P.S. Das Wort zigarettenrauchgeschwängert, ist ab jetzt mein neues Lieblingsadjektiv 🙂

  14. Hallo Flo,

    vielen lieben Dank erstmal, dass dir meine Geschichte gefallen hat. 🙂

    ich fand deine Geschichte spannend und strukturiert geschrieben. 🙂
    Am Anfang habe ich nicht ich nich verstanden warum Hartmann genau an der Stelle hingefallen ist wo das Handy lag, aber das hast du ja später aufgeklärt.

  15. So, ich bin dann auch endlich mal dazu gekommen. Tut mir Leid, dass es so lange gedauert hat.
    Im Gesamten hat mir die Geschichte auch gut gefallen. Du hast ja schon einen Haufen Kommentare und ich hab nix zu bemängeln, was nicht schon genannt wurde, deswegen möchte ich hier nichts unnötig wiederholen.
    Einzig und allein ein Detail ist mir noch aufgefallen: Bei einem Revolver wird kein Schlitten zurückgezogen. 😉 vlt wird der Hahn gespannt, oder aber du meinst eine Pistole.
    Aber ist im Grunde auch nur nebensächlich.
    Liebe Grüße,
    Jess

  16. Hallo Florian,

    dass Du hin und wieder ein Like vergisst obwohl Du es ankündigst, scheint Dir wohl öfter zu passieren, denn mir hast Du auch keins hinterlassen 😉 Ich habe kein Problem damit, wenn man eine Geschichte nicht gut findet, aber wenn man es ankündigt, sollte man es auch tun, hat sonst ein „Gschmäckle“ wie man bei uns in Schwaben sagt.
    Liebe Grüße
    Anita (aka anitschn, mit„Räubertochter“)

      1. Hallo Florian,
        doch bei mir 🙂 „das zweite Auge“, dennoch vielen Dank für dein Kommentar.
        Ich kann mich den anderen Lesern deiner Geschichte nur anschließen, sehr spannend und mit einem Schreibstil, der keine Verwechslungsgefahr birgt. Echt cool. Manchmal waren mir die bildhaften Formulierungen, aber auch etwas zu viel. Dennoch gute Geschichte 👍liebe Grüße Nadine

  17. Hallo Flo, habe nun auch deine Geschichte gelesen und muss sagen, mir gefällt deine Art zu schreiben und wie du die Dinge beschreibst. Allerdings finde ich es manchmal einen Tick zu viel ausgeschmückt für die Kurzgeschichte. Das wäre an manchen Stellen vielleicht etwas kürzer, dafür aber im Showdown wieder etwas länger gegangen. Denn da hab ich ein kleines bisschen die Tiefe vermisst, die du denn eigentlich ganz klar mit deiner Art zu schreiben hast! Ist aber tatsächlich nur mein Empfinden. In einem Roman/Thriller, wo man schön ausführlich beschreiben kann, super.
    Das Ende fand ich auch toll, dass er aufwacht und das Handy auf sich entdeckt!
    Liebe Grüße, Melli

  18. Lieber Florian, toller Schreibstil, spannend, mitreißend, knallhart und gleichzeitig viel Gefühl für Details. Bleib dran, freue mich, bald wieder von dir zu lesen. Nütze dein Talent, alles Liebe, Lorna ❤️❤️❤️

  19. Hallo Florian,
    Deine Art und Weise, die Umgebung und Zustände zu beschreiben, ist wirklich toll und schon fast poetisch! Ich habe mir die Kommentare durchgelesen und da hast du ja schon geschrieben, dass du ein Schreibanfänger seist, deshalb würde ich dir gerne den Tipp geben, solche langen Beschreibungen nicht konsequent durchzuführen. Das hat im Laufe der Geschichte etwas den Lesefluss behindert und es auch nicht ermöglicht, sich gänzlich in den Protagonisten hineinzuversetzen (dennoch haben mich deine wunderschönen Formulierungen in Staunen versetzt!). 🙂
    Wie schon angemerkt, fehlte etwas die Tiefe. Man lernt Hartmann kennen und kriegt auch schon die groben Charakterzüge mit und doch kratzt man nur etwas an der Oberfläche.
    Ein weiterer Punkt wäre das Thema „Vergewaltigung“. Es fällt mir schwer, darüber zu schreiben. RIchtig schwer. Aber wie schon von einigen angemerkt: Eine „absichtliche“ Vergewaltigung ist völlig unrealistisch. Selbst wenn es mit Absicht passiert, sind das seelische und körperliche Qualen, die sich niemand freiwillig antun würde. Auch Michaelas Reaktion… allgemein das Motiv, die Vorgehensweise. Hättest du in deiner Geschichte irgendwie durchblicken lassen, dass Michaela auch vor diesem Vorfall schon psychische Probleme gehabt hätte, wäre der ganze Plot nachvollziehbarer gewesen. Dieses „Problem“ löst sich ja dann aber mit deinem interessanten Schluss xD
    Auch wenn es mich persönlich seelisch schmerzt den Blickwinkel des Täters zu lesen, fand ich diese Herangehensweise einfach originell!
    Zusammengefasst gefällt mir die Grundidee und den anderen – hier nicht erwähnten – Kritikpunkten, schließe ich mich an. Auf jeden Fall eine spannende Geschichte, die irgendwie viel zu schnell zu Ende ging (die Idee mit den kryptischen Flashbacks, die die Spannung steigern würden, fände ich auch super!)

    Kunst ist subjektiv. Ich hoffe, mein Feedback kommt nicht böse rüber und dass sie dich nicht runterzieht! Das war auf jeden Fall nicht so gemeint! 🙂

    Liebe Grüße
    Cassandra

  20. Hey Flo,

    Deine Story liest sich spannend und flüssig.
    Hie und da würde ich selbst nochmal anpacken, und die Personen etwas mehr ausschmücken. Manchmal kommen sie etwas Klischeehaft rüber, finde ich.
    Die Rechtfertigung von Michaela, da würde ich vllt. eher auf das Innenleben eingehen, was emotional zerstört wird bei einer Vergewaltigung usw.. Aber das ist wohl auch stellenweise einfach Geschmackssache. Lediglich das Handy auffinden, also das zufällig hoffen das jemand es auf der Strasse findet der es unbedingt finden soll. Das fand ich nicht 100 % passend zu einem sonst gut durchdachten Plan. es hätte z.B. auch in der Bäckerei zugesetckt werde können und durch ein plötzliches Klingeln fällt er oder, oder..
    Doch es ist ja DEINE Geschichte , nicht MEINE. 🙂

    Ich würde die Formatierungen am Anfang noch löschen. das kannst Du ja ruhig noch abändern jetzt. es verändert ja deine Story nicht. ich nehme an die gehören nicht dazu, richtig?
    ganz liebe Grüße
    thefishthatlivedinatree – Wer Du Bist

      1. Vielen Dank für dein ehrliches und positives Feedback! Ich bin Schreibanfänger – bis auf (Kurz-)Geschichten, die wir in der Schule und zur Matura (Abitur) schreiben musste, ist das meine erste richtige Kurzgeschichte.

  21. Hey, sehr spannende und atmosphärische Schreibweise und das Ende ist auch super! Tolle Story, die einen auch direkt erschaudern und nach Gerechtigkeit schreien lässt, was die Kriminalstatistik (in puncto sex. Missbrauch und seine Täter) betrifft… Deine Geschichte hat mir sehr gut gefallen, gerne mehr davon! LG,
    Tatjana

  22. Hi Flo,
    deine Geschichte gefällt mir echt gut! Ich habe sie in einem Stück gelesen und konnte nicht aufhören. Super finde ich, dass du nicht direkt erklärt hast, worum es sich bei den Fotos handelt – das führt dazu, dass man einfach weiterlesen muss. Und das Stilmittel, den Leser lange im Unklaren zu lassen, mag ich sowieso sehr gerne.
    Dein Schreibstil hat mich auch von Anfang an gepackt. Du schreibst klar und deutlich und die bildhaften Vergleiche lassen alles noch lebendiger wirken. Hier würde ich jedoch darauf achten, die nicht ganz so oft zu verwenden – dann verlieren sie an Wirkung, finde ich 🙂
    Zum Ende: Wie bereits erwähnt, sehr spannend geschrieben. Leider fühle ich mich als Leser oft ein bisschen „veräppelt“, wenn Geschichten so ausgehen – wobei es sich da ja klar um Geschmackssache handelt und ich es bei deiner Story passender finde als bei manch anderer.

    Insgesamt eine super Geschichte, der ich es wirklich gönnen würde, einen Platz im eBook zu bekommen!

    Viele Grüße, Jaqueline

  23. Hej! Nach Deinem netten Kommentar zu meiner Geschichte kommt jetzt natürlich auch ein Feedback für Dich: bei einigen der bereits genannten Kritikpunkte kann ich mich anschliessen (provozierte Vergewaltigung, RevolverSchlitten😆, manchmal hält eine zu ausführliche Beschreibung den Lesefluss auf-ist aber hier selten..) Ebenso unterstreiche ich das Lob für Dein Talent, lebendige Atmosphäre zu schaffen (endlich mal wieder eine Kneipe, in der geraucht werden darf😂) und wirklich schöne Formulierungen zu wählen..guter Schreibstil! Das Thema Identität sehe ich persönlich schon erfüllt in der Tatsache, dass bei dem anfänglich sympathisch vermuteten Protagonisten mit der Zeit der eigentlich miese Charakter erzählerisch entblösst wird. Und der ‚Doppeltwist‘ am Ende ist gelungen….dieser ich nenne es mal ‚Cliffhanger‘ sorgt dafür, dass das Ende nicht zu abrupt und unbefriedigend wirkt, wie es leider so oft bei Kurzgeschichten ist… Erstwerk? Chapeau🎩!
    LG

  24. Ein unerwartetes Ende. In den Geschichten, die ich bis jetzt so gelesen habe, kam das (glaube ich zumindest) so noch nicht vor. Genial gelöst!
    Am Anfang war ich etwas verwirrt, wer aus seiner Wohnung kommt um schnell nach Hause zu gehen, das mit der Bäckerei und der Kälte war zuviel für mich..vielleicht..aber voll nebensächlich!

    Guter Schreibstil, die Rückblende ist gut eingebaut, solide Umsetzung. Lasse Dir gern auch mein Like da!

  25. Lieber Florian,
    deine Geschichte gefällt mir extrem gut! Du hast einen flüssigen Schreibstil, man bleibt sofort dran und will die Geschichte in einem Rutsch durchlesen. Den kaltblütigen Staatsanwalt konnte ich mir sehr gut bildlich vorstellen. Super spannend bis zum Ende. Daumen hoch und ab ins E-Book 🙂
    Vielleicht hast du ja Lust, meine Geschichte auch zu lesen. Würde mich freuen, lg Kerstin

    https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/das-maedchen-dana

  26. Hallo lieber Flo,
    vielen Dank für Dein Feedback unter meiner Geschichte. Ich habe nun natürlich auch Deine gelesen und fand den Schluss einfach perfekt – zuerst dieses leicht enttäuschte „oh man, so simpel gelöst, alles nur ein Traum“ und dann der Turn, jetzt damit leben zu müssen, nie zu erfahren, was mit dem fremden Handy auf dem Nachttisch passieren wird, ist ziemlich cool und man behält Deine Story so sicher noch eine ganze Weile im Gedächtnis.
    Bleib` in jedem Fall dran am Schreiben!!!
    Liebe Grüße
    Anna

  27. Hallo Florian,
    nachdem du meine Geschichte gelesen und so nett kommentiert hast😊, war ich sehr gespannt, auch deine zu lesen.
    Sie gefällt mir sehr gut. Du hast einen sehr angenehmen Schreibstil. Die Story an sich, finde ich auch gut und spannend umgesetzt. Besonders der Schluss, der sie als Traum entlarvt, ist dir gut gelungen. Mein Like hast du. 😊
    Liebe Grüße
    Angela
    (Stunde der Vergeltung)

  28. Hallo Florian wie versprochen habe ich deine Geschichte eben gelesen. Du hast einen tollen flüssigen Schreibstil, ich sah bildlich alles genau vor mir, sogar als er Tina hinterher rannte war ich ganz außer Atem, als würde ich selbst dieses brennen in der Lunge und die Schwere der Beine spüren…super erzählt.
    Aber auch ich bin mir nicht sicher, ob sich eine Frau freiwillig auf so eine Aktion einlassen würde. Jedoch war es nur ein Traum, und ich vermute mal, dass er, trotz seiner überheblichen Art wie du ihn beschrieben hast, stark mit seinem Gewissen zu kämpfen hat. Doch dann liegt es wirklich da…starkes Ende und mein linke ist dir sicher 🙂

  29. Hallo Florian!

    Deine Geschichte gefällt mir gut und da alle Kritikpunkte ja schon abgehandelt wurden, möchte ich mich da nicht wiederholen. 🙂 Das Ende ist wirklich gut gemacht, es löst auch einige offene Fragen.

    lg Orkania

  30. Hallo Florian,

    wir haben deine Geschichte gelesen und finden sie klasse. Sie ist gut geschrieben und durchweg spannend. Das Ende war definitv unerwartet.

    Wie oben auch schon genannt, würden ein paar mehr Absätze den Lesefluss unterstützen. Und zu der Waffe: entweder ein Revolver mit gespanntem Hahn und Trommel oder eine Pistole, bei der der Schlitten zurück gezogen wird.

    Ansonsten super Geschichte. Bleib auf jeden Fall dran und wir drücken die Daumen fürs eBook 🙂

    Liebe Grüße

    JoLo

  31. Hallo,
    Dem ein oder anderen Teilnehmer hier hab ich schon ellenlange Kommentare hinterlassen. Bei deiner Geschichte, und vor allem, deiner Art sie zu erzählen, fällt mir nicht viel ein, was ich dazu sagen könnte. Tip top geschrieben, spannend erzählt. Echt gut. Da merkt man gleich, dass dir Spaß macht, was du machst. Mein Like ist dir sicher. Weiter so…

    Vielleicht schaust du ja auch mal bei mir vorbei.

    Grüße
    J.D.
    https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/das-leben-eines-toten-mannes

  32. Hallo Florian,
    Du hast mir ja bei meiner Story liebenswürdigerweise einen Kommentar hinterlassen, wodurch ich auch Deine Geschichte gefunden habe. Sie hat mir grundsätzlich sehr gut gefallen. Die stetige Wandlung vom eigentlich „Guten“ zum grundsätzlich verabscheuungswürdigen Typen fand ich sehr gelungen. Und das offene Ende ist nochmal zusätzlich ein Highlight.
    Da Du ja wie ich noch nicht Dein Leben als erfolgreicher Bestsellerautor bestreitest, hätte ich ein paar Anregungen für Dich. Vermutlich sind die oben schon gekommen, aber bei der Fülle an Kommentaren… 😊

    Worüber ich gleich gestolpert bin, ist der Wechsel zwischen Vor- und Nachname, wenn Du seine Handlungen beschreibst. Ich würde es bei dem Typen einheitlich beim Nachnamen belassen. Als Alternative eher noch „der Staatsanwalt“ oder “Staatsanwalt Hartmann“ oder „der Bluthund“ etc. nehmen.
    Ich bin Auch ein großer Freund von Absätzen. Sie erleichtern das Lesen und verbinden logisch zusammenhängende Passagen. Da könntest Du ruhig ein paar mehr einbauen.
    Ich vermute mal, dass Du auch schon oft über das show don’t tell gelesen und nachgedacht hast. Entsprechend nutzt Du viele Vergleiche – hab ich auch immer wieder gemacht. Man muss nur aufpassen, dass es nicht zu viele werden. Oder gleich mehrere, um eine Situation zu beschreiben. Ich glaube, Du könntest da an der Dosierung ein bisschen arbeiten.
    Aber all das sind Kleinigkeiten, die ein Lektorat begradigen würde.
    Also summasummarum eine tolle Geschichte! Mein Like hast Du.
    Ich wünsche Dir viel Erfolg !
    Man liest sich! 😉
    VG Tom

  33. Hallo Florian,
    ich fand das Ende deiner Geschichte richtig genial, denn nun fängt man an zu überlegen, was wohl als Nächstes passiert.
    Ich wünsche dir viel Spaß am Weiterschreiben!
    Grüße Jana
    Freue mich über einen Kommentar, wenn du Zeit und Lust hast vorbeizuschauen(Geschichte: Strafe)

  34. Lieber Florian!
    Deine Geschichte hat mich vom ersten Augenblick an in den Bann gezogen – klasse. die Bilder sind förmlich vor meinen Augen entstanden. Fast war ich enttäuscht, dass es ’nur‘ ein Traum war. 😁
    Ich drücke dir die Daumen fürs Ebook.
    Liebe Grüße Lotte

    PS: Ich würde mich freuen, wenn du auch meine Geschichte liest und mir Feedback gibst.
    https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/der-alte-mann-und-die-pflegerin

  35. Also für einen Schreibanfänger finde ich die Geschichte wirklich wahnisinnig gut gelungen! Du hast auf jeden Fall großes Potenzial! Die einzige Kleinigkeit, die mich ein bisschen gestört hat, war, dass du im Rückblick kurz aus Tinas Perspektive geschrieben hast. An dieser Stelle einen auktorialen Erzähler einzusetzen macht für mich keinen Sinn, weil es ja Hartmanns (übrigens sehr cool gewählter Name :D) Erinnerung ist.
    Aber ansonsten kann ich mich den anderen nur anschließen: Mega cool geschrieben 🙂
    LG Ann-Kristin („Nacht der Unschuld“)

  36. Lieber Florian

    Nun komme ich also endlich mal dazu, deine vielbesprochene und vielgelobte Geschichte zu lesen.

    Und es kommt dazu, dass sich ein (Swen) Artmann über einen Hartmann äußert 🙂 .

    Du hast tatsächlich erst eine Kurzgeschichte in deinem Leben geschrieben?

    Unfassbar!!!

    Meine ersten Stories wirken gegen deine Geschichte wie ein Schüleraufsatz in der sechsten Klasse.

    Ich zolle dir den höchsten Respekt.

    Du schreibst, als wenn du schon mindestens 50 Geschichten verfasst hättest.
    Dennoch spürt man bereits nach wenigen Sätzen deine Lust, deine Fantasie, dein Talent.

    Dir sind da und dort Wiederholungen, Zeichensetzungsfehler und semantische und grammatikalische Unzulänglichkeiten passiert, aber das verbuche ich mal unter dem Aspekt der „Jungen Wilden“ 🙂 .

    Diese kleinen „Flüchtigkeitsfehler“ stören mich bei dir seltsamerweise überhaupt nicht, obschon ich in diesem Bereich normalerweise äußerst penibel vorgehe und bewerte. Sorry. Bin im „richtigen Leben“ halt ein durchgeknallter Deutschlehrer.

    Deine Geschichte ist großartig.
    Sie ist besonders.

    Ich mag deinen Schreibstil sehr. Du sprichst mich irgendwie an.
    Du spielst perfekt mit den Erwartungen und Gedanken der Leserinnen und Leser.
    Du führst sie in die gewollte Irre.

    Dein Hartmann ist ein Oberarsch vor dem Herrn.
    Wenn ich ihm begegnen würde, würde ich ihm wahrscheinlich sein selbstgefälliges Grinsen aus der Visage kloppen.

    Verdammt, darf ich das als verbeamteter Deutschlehrer überhaupt schreiben?

    Egal, ich schreibe ja unter Pseudonym 🙂 .

    Deine Geschichte schreit nach einer Veröffentlichung im EBook.

    Und aktuell stehst du ja ziemlich gut da, was die absolut berechtigten Likezahlen angeht.

    Kurz: Mann und Frau mag Hartmann, den eingebildeten harten Hund, nicht.
    Mann und Frau hasst ihn.

    Den Plan der beiden Mädels finde ich ein wenig überzogen, die provozierte Vergewaltigung, das „zufällig gefundene Handy“, etwas zu „zufällig“, die Beweissicherung, die Pistole, ganz egal, ob nun Pistole oder Revolver, das präparierte Handy, der Mord am Fast-Ende.

    Aber egal.

    Hätte es mit dem „Mord“ der Frauen, der 0 8 15 Rache an Hartmann, geendet, wäre auch deine Geschichte nur eine 0 8 15 Geschichte geworden.
    Eine unter 1200 anderen Stories.

    Ohne besondere Herausstellungsmerkmale.

    Doch plötzlich ist da diese Idee.
    Dieser Sekundeneinfall.

    Dieses Sekundenglück (Danke, Herbert Grönemeyer, für diese Wortschöpfung).

    Du packst das Geschehene in einen Traum.
    In etwas Surreales.
    In etwas „nie Dagewesenes“.

    Und damit bekommt deine Geschichte eine unendliche Tiefe
    Eine neue Dimension.
    Eine völlig unerwartete Dimension.

    Denn auf einmal zählt nicht mehr das, was man Schwarz auf Weiß gelesen hat, sondern, was im eigenen Kopf passiert.

    Das ist Kunst.

    Du hebst die Handlung ab.
    Auf eine irrationale Metaebene.

    Du entfernst dich, die Handlung, vom geschriebenen Wort, und legst den Ausgang der Geschichte, das Finale, in die Köpfe der Leserinnen und Leser.
    Auf diese Weise lesen 100 Personen deine Story, und es entstehen 100 verschiedenene Enden.

    100 verschiedenene Ebenen.
    100 verschiedenene Meta-Ebenen.

    Das ist absolut genial und perfekt.

    Eine Kurzgeschichte, die alles vorgibt, alle Fragen beantwortet, ist tot.

    Eine Kurzgeschichte, die im Kopf des Lesers weiter lebt, lebt.

    Existiert auch in der Zukunft.

    Nichts ist so faszinierend, wie das Unaufgelöste.

    Deine Geschichte gehört ins EBook.

    Als das genial angelegte Erstlingswerk eines „Nachwuchsautoren“.

    Durch Schreiber wie dich lebt dieses Projekt.

    Ich danke dir von ganzem Herzen für diese Geschichte.

    Ich lasse dir sehr gerne ein Like da.
    Ehrensache.

    Ich wünsche dir und deiner Geschichte alles Gute und viel Erfolg.
    Und noch viel mehr Likes.
    Du hast es dir verdient.

    Dir und deiner Familie alles Gute.
    Bleib gesund und pass auf dich auf.

    Und schreibe weiter.

    In dir schlummern noch sooo viele bezaubernde Geschichten.

    Du bist ein wahrer Knaller.
    Ein Könner.

    Liebe und kollegiale Grüße.

    Swen (H)Artmann, (Artsneurosia)

    Vielleicht hast du ja Lust und Zeit, auch meine Story zu lesen.
    Ich würde mich sehr freuen.

    Meine Geschichte heißt:

    „Die silberne Katze“

    Ich danke dir.
    Swen

    1. Lieber Sven!! Ich bin ob deines Feedbacks sprachlos und das passiert sehr selten 🙂 Wieß gar nicht, was ich darauf antworten soll, außer DANKE aus tiefstem Herzen! Dein Feeback rührt mich zutiefst! Vielen, vielen Dank!

      Deine Geschichte habe ich bereits am 15.6. gelesen 🙂 Aber leider ist mein Feedback nicht so ausführlich ausgefallen, was mir jetzt aufgrund deines Feedbacks leid tut. Ich kann nur noch mal schreiben, dass deine Geschichte wirklich TOP ist (eine, wenn nicht sogar DIE BESTE Geschichte im Rahmen dieses Wettbewerbs! ABSOLUT UNVERSTÄNDLICH, warum sie es nicht in das Buch geschafft hat.)

      DANKE nochmal. Auch dir weiterhin alles Gute, pass auf dich auf und bleibe gesund! Viel Erfolg!

      LG, Florian

  37. Hallo Florian,
    Ich fand deine Geschichte gut und das Ende wirklich überraschend. Sie war schlüssig für mich und dahingehend gut umgesetzt. Manchmal bin ich über ein paar Formulierungen gestolpert beim Lesen die den Fluss etwas stoppten, aber das hat mir nicht den Spaß an der Handlung genommen.
    Ein Like lasse ich Dir daher gerne da und wünsche Dir viel Erfolg 🍀.

    Natürlich würde ich mich freuen wenn Du dir meine Geschichte „Alte Bekannte“ auch durchlesen würdest 🙈. Feedback ist immer gut!

    Beste Grüße

    Maddy

  38. Hey Florian ✌️

    mir hat deine Geschichte gut gefallen!
    Sie ist spannend geschrieben, sodass man unbedingt wissen möchte , ob Hartmann mit seinen Taten im Endeffekt davon kommt oder nicht.
    Dein Schreibstil ist sehr bildhaft, wodurch dein gesamtes Werk wie ein kleiner Film in meinem Kopf abgelaufen ist. Vor allem die Szenarien in der verrauchten Kneipe sind dir ausgesprochen super gelungen!
    Dass das Ende dann doch nicht so ausgeht wie man vermutet, hat mich sehr gefreut 😀 Es gefällt mir immer sehr, wenn eine Story anders ausgeht als man vermutet und das hast du sehr gut hinbekommen!

    Ich wünsche dir noch auf den letzten Zügen alles Gute für deine Kurzgeschichte und noch ganz viel Spaß beim weiterhin Schreiben 😉
    Liebe Grüße
    Sarah

    Falls du Lust hast, würde es mich sehr interessieren, auch deine Meinung zu meiner Geschichte lesen zu können 😉
    https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/unschuldskind#comments

    1. Hallo Sarah!

      Vielen lieben Dank für deinen tollen Kommentar. Es freut mich sehr, wenn sie dir gefallen hat und für dich ein überraschendes Ende hatte. Es freut mich auch, dass dir mein Schreibstil gefallen und dir Bilder in den Kopf gezaubert hat. Das ist meine Absicht gewesen und wenn das dann auch klappt, freut es mich dann natürlich besonders.

      Natürlich werde ich morgen gleich deine Geschichte lesen, bin schon sehr gespannt drauf.

      LG, Florian

  39. Lieber Florian,
    deine Geschichte hat mich schon mit der Überschrift gefesselt und ich bin über die Zeilen geflogen. Ich bin so froh, sie kurz vorm Ende des Wettbewerbs noch gelesen zu haben und lasse dir gerne mein Like da.
    Viele liebe Grüße, Sandra

    P.S.: Vielleicht hast du noch Lust und Zeit meine Geschichte “ Die Staatsanwältin“ zu lesen.

  40. Lieber Florian,

    nochmal ganz herzlichen Dank für deinen Kommentar zu meiner Geschichte! Hier also der versprochene Gegenbesuch 😊

    Deine Geschichte ist großartig! Ich liebe es, wenn ich Geschichten mit einem Lächeln beenden kann, weil ich vom Ende überrascht werde, genauso bei deiner Geschichte.
    Die Verfolgungsjagt habe ich spüren können, so toll hast du das beschrieben.
    Ist bestimmt nicht das Erste, was du geschrieben hast, oder?
    Danke, dass du mich auf deine Geschichte aufmerksam gemacht hast!

    Natürlich bekommst du ein Like und ich drücke dir die Daumen fürs eBook!

    Liebe Grüße,
    Yvonne/ voll.kreativ (Der goldene Pokal)

    1. Liebe Yvonne!

      Vielen herzlichen Dank für diesen tollen Kommentar! Das freut mich riesig, dass dir die Geschichte gefallen hat. Danke dass du dir die Ziet genommen und die Geschichte gelesen und mir sogar ein Like dagelassen hast.

      Also bis auf die (Kurz-)Geschichten, die ich in der Schule geschrieben habe, war das meine erste wirkliche Kurzgeschichte, die ich geschrieben und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht habe. Ich drücke dir auch fest die Daumen!

      LG, Florian

  41. Lieber Flo,

    zunächst möchte ich mich ganz herzlich für dein tolles Feedback zu meiner Geschichte bedanken. Ich habe mich so darüber gefreut. Vielen Dank. Sehr gerne statte ich dir den Gegenbesuch ab.

    Ich fand deine Geschichte super. Vor allem die Wendung am Schluss hat mir sehr gut gefallen. Du schreibst flüssig, baust die Spannung sehr gut auf und steigerst diese bis zum Schluss. Richtig toll. Ich bin begeistert und wünsche dir, dass du ins eBook kommst. Mein like hast du. Mir wird es leider nicht reichen mit der Anzahl an likes aber ich freue mich für die 100 die es schaffen.

    Alles Liebe für dich
    Silke
    (Das dritte Leben)

    1. Hallo Silke!

      Vielen Dank für deinen lieben Kommentar und auch für dein Like! Das freut mich wirklich sehr! Das tut mir Leid, aber ich verstehe es ehrlich gesagt nicht, warum deine Geschichte nicht mehr Likes bekommen hat. Sie hat jedenfalls das Potential und hätte es wirklich verdient ins E-Book zu kommen. Vlt hast du zu wenig die Werbetrommel für deine eigene Geschichte gerührt, anders kann ich es mir nicht erklären. Jedenfalls finde ich es total sportlich und fair von dir, dass du dich für die 100 freust. Und wer weiß, vlt klappt es ja doch noch. Ich drücke dir jedenfalls gaaanz fest die Daumen!

      LG, Florian

  42. Lieber Florian,

    nun habe ich deine Geschichte auch gelesen und sie hat mir sehr gut gefallen. Ich hätte mir noch ein wenig mehr Foreshadowing gewünscht und auch ein paar mehr Absätze täten der Lesbarkeit nicht schlecht.
    Stilistisch und auch vom Plot her habe ich aber nichts auszusetzen. Wirklich klasse gemacht, auch wenn sich über das Traum-Ende streiten lässt. 🙂

    Viel mehr habe ich überraschenderweise gar nicht zu sagen, deshalb habe ich dir auch mein Like dagelassen.

    Liebe Grüße,
    Leandra (Versteckspiel)

      1. Na, das ist mir doch direkt aufgefallen. Ein Deutscher hätte niemals so häufig „nur mehr“ in seinen Text geschrieben 😀 Soll keine Kritik sein, ich feiere die Vielfältigkeit der deutschen Sprache. 🙂

  43. Hallo Florian,

    hab vielen Dank für deinen Kommentar und dein Herz für meine Geschichte. Ich bin froh, dass ich durch die Verlängerung nun noch schaffe, auch deine Geschichte zu lesen und dir ein Feedback zu geben 😉
    Deine Geschichte, insbesondere mit dem Twist am Ende, hat mir gut gefallen! Besonders dein Hauptcharakter wird authentisch als arroganter Arsch dargestellt, dem man die Rache wirklich wünscht. Fast schade, dass es nur ein Traum war, aber dein offenes Ende lässt ja hoffen 😉
    Für meinen Geschmack passen manchmal deine vielen Vergleiche (bspw. „wie Butter in der Sonne geschmolzen“ etc.) nicht so gut rein, das ist aber Geschmackssache. Insgesamt hast du eine sehr spannende Geschichte geschrieben, die sich gut „weglesen“ lässt und ich lasse dir auch gern mein Herz dafür da und drücke dir die Daumen für Montag, bin aber zuversichtlich 😉

    LG und hab noch ein schönes Wochenende, Holly Conrad (Das Ende von Enrico Goldschmidt)

    1. Hallo Holly!

      Vielen lieben Dank für deinen tollen Kommentar und dein Like! Freut mich sehr! Ja ich weiß, dass es manchmal etwas viel an Vergleichen ist, aber ich bin halt ein extremer Fan von bildhafter Sprache! Ich habe früher sehr viele Bücher von Wolfgang Hohlbein gelesen und diese Bücher haben dann meinen Sprachstil geprägt 😀

      Danke, dir auch noch ein schönes Wochenende und viel Glück fürs E-Book! Aber auch bei dir sieht es sehr gut aus 😀

      LG, Florian

  44. Lieber Florian,
    coole Geschichte. Gefällt mir. Ein kleiner Verbesserungsvorschlag: Schau deine Geschichte nochmal nach Worddopplungen durch. Hier z.B.: „Er steckte es – um einer Verwechslung vorzubeugen, da es seinem Modell zum Verwechseln ähnlich sah (…)“ So in der Art finden sich mehrere Wiederholungen in deiner Geschichte.
    Ansonsten gibt es wenig zu meckern. Einige Absätze sind richtig stark: „Primär galt es herauszufinden, welchem Gegner er sich gegenübersah, welchen Einfluss dieser hatte, welche Beweggründe ihn zu diesem Verhalten bewegten, welche Gefahr tatsächlich von ihm ausging und ob er möglicherweise sogar nur bluffte. Wenn er die Person erst mal identifiziert hatte, dann konnte er gegen sie vorgehen. Jeder Mensch hatte seine ganz persönliche Schwachstelle und diese würde er aufdecken und die Person dann genau dort gezielt angreifen. Dann würde sich sein Gegner wünschen, niemals geboren worden zu sein.“ Auch die Szene in der Bar gefällt mir richtig gut. Am Ende war ich erst enttäuscht. Ein Traum? Aber dann hast du das Ruder ja nochmal rum gerissen.
    Liebe Grüße aus dem Maislabyrinth, Andrea

  45. Hallo,

    Ich habe deine Geschichte gern bis zu Ende gelesen.
    Mir sind ein paar Details aufgefallen, die ich hier alle gern einmal mit hinein bringen möchte.
    An einigen Stellen hattest du ein paar kleine Wortwiederholungen im Text, die aber nicht zu sehr gestört haben. Der Stil ist sehr erzählend und ich hätte mir an mancher Stelle mehr „Show, don’t tell“ gewünscht. An anderen Stellen waren diese Passagen aber auch schon sehr gut!
    Die Spannungskurve ist gut und es spitzt sich toll zu. Das hat mich auch dazu gebracht nicht aufhören zu wollen. Die Geschichte selber ist wirklich gut ausgedacht und die Figuren sehr interessant.
    Merkwürdig war für mich nur der Hackerkumpel, denn das war keine Analyse.
    Mir hat sich als Leser die Frage gestellt: Warum um alles in der Welt machen die das so? Nur die Fotos, das nur abfotografiert? Damit kann man auch nichts anfangen können. Das hätte der Hacker wissen müssen.
    Das war aber auch schon die einzige Stelle an der ich beim Lesen ins „stolpern“ kam. Nimmt man das so hin, ist es sehr spannend und passt.
    Schön, dass die Hauptfigur hier ein richtiges Schwein ist. Das Ende hat mir nochmal ganz besonders gefallen. Hier hat dieses halboffene Ende mehr als gut gepasst.

    Es tut mir sehr leid, es erst jetzt gelesen zu haben.

    Liebe Grüße,

    Madeleine

    1. Liebe Madeleine!!

      Vielen herzlichen Dank für dein tolles und ausführliches Feedback!! Auch danke für die sachlichen und nachvollziehbaren Kritikpunkte!

      Und du brauchst dich nicht zu entschuldigen mich freut es, dass du sie jetzt noch gelesen hast!

      LG, Florian

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