Merle646Sepia

Sonja war ein Mischling. Die Rasse American Pitbull Terrier kam ihr wohl am nächsten. Ihr schwarzes, glänzendes Fell hatte es mir damals angetan. Ich hatte unbedingt einen schwarzen Hund adoptieren wollen, nachdem ich erfuhr, dass diese es auf den Vermittlungsseiten besonders schwer hatten. Trotzdem war mir klar, dass ab dem Moment, in dem ich das Tierheim betreten würde, sowieso alles auf eine reine Herzensentscheidung hinauslief. Ein weißer Pudel wäre demnach auch im Bereich des Möglichen gewesen. Dann sah ich Sonja. Ausgesetzt aufgrund eines Familienurlaubs und unvermittelt, da sie aussah wie viele der Kampfhunde aus dem Mittagsprogramm. Es war Liebe auf den ersten Blick und ich war mir zum ersten Mal sicher, dass es auch Liebe bis zum letzten Atemzug bleiben würde. Um ihr Vertrauen zu gewinnen, habe ich mehr Zeit, Herzblut und Tränen investiert, als ich es je in einer Beziehung zu einem Menschen getan habe.
Und nun, fünf Jahre später, stand sie in meinem winzigen Garten in der Sonne und bellte. Neben ihr Luzifer, der jede ihrer Atempausen nutzte, um seine eigene Stimme zum Besten zu geben. Wie oft hatte ich bedeppert dreinblickenden Passanten erklären und versichern müssen, dass es sich wirklich bei dem blonden Doodle um Luzifer handle und nicht bei meiner gutmütigen, schwarzen Hündin. Aber wer diesen Doodle einmal mit einem Paar Schuhe allein ließ, der wusste, woher der Name Luzifer rührte. Das laute Bellen im Garten war für die Beiden dennoch unüblich, weswegen ich ziemlich hastig, barfuß und schimpfend über meine Terrasse auf meine mikroskopisch kleine Grünfläche stolperte. Die Hunde waren sichtlich aufgebracht und als ich näher kam, erkannte ich auch den Grund dafür. Im Gras, nahe der Hecke, lag ein ununterbrochen vibrierendes Handy. Es zeigte sechsundzwanzig Bildnachrichten an und jedes dieser Fotos wiederum zeigte mich.

***

Ich weiß nicht, ob jemand anderes das Handy einfach im Gras liegen lassen und dann die Polizei angerufen hätte. Eine andere Person hätte sich vielleicht hektisch umgesehen, eventuell die Gegend abgesucht, Nachbarn befragt… Ich weiß es nicht. Ehrlich gesagt, habe ich keine Ahnung, was ‚normale‘ Menschen so tun oder denken. Ich nahm das Handy in die Hand, fühlte den warmen Akku durch das Gehäuse. Fassungslos und gleichzeitig seltsam ohnmächtig starrte ich auf die eingehenden Bilder und spürte die Vibration in meiner Handfläche. Und während ich in der einen Sekunde noch stocksteif dastand, drehte ich mich in der nächsten abrupt um. Mit fünf Schritten war ich im Haus. Ein paar viel zu lange Sekunden dauerte es, bis Sonja und Luzifer mir gefolgt waren und ich die Terrassentür endlich schließen konnte. Es war mitten am Tag, doch ich ließ alle Jalousien herunter. Erst die zwei im Wohnzimmer, dann die in der gegenüberliegenden Küche. Im Bad riss ich den Duschvorhang auf, nur um dann die Jalousie zu schließen. Meine Schlafzimmertür öffnete ich langsam, sah auf das seit langem unbenutzte Bett und dann zu der sowieso schon geschlossenen Jalousie. Der Geruch von abgestandener Luft drückte sich gewaltsam in meine Nebenhöhlen, obwohl ich geschworen hätte, dass ich das letzte Mal im Garten geatmet hatte. Mit einer unkontrollierten Armbewegung knallte ich die Tür wieder in den Rahmen und schloss dann auch alle anderen Zimmertüren. Der Flur war mittlerweile stockfinster und nur das Licht des Handybildschirms erleuchtete mir den Weg in mein Wohnzimmer. Ich schloss die Tür hinter mir und ließ mich langsam auf den Boden sinken. Dort saß ich und starrte auf das Display des Mobiltelefons.
Man hätte wahrscheinlich auf die Idee kommen können, dass ich mich aus Angst zuhause verschanzte. Um mich vor der Person zu schützen, die mir dieses Handy in den Garten gelegt hatte. Doch das entsprach nicht der Wahrheit. Ich entzog mich allen Blicken und jedem Tageslicht, da ich befürchtete, dass sie zutage fördern könnten, was ich wirklich war. Was ich wirklich bin. Ein armseliges, feiges und verlogenes Stück Dreck. Ich spürte, wie Sonja sich an mich schmiegte und hörte Luzifer in der Nähe atmen. Am liebsten hätte ich beide weggesperrt, aber ich konnte es nicht. Stattdessen fragte ich mich, wie es möglich war, dass jedes Foto auf dem Startbildschirm des Handys angezeigt wurde, obwohl es nicht entsperrt war. Das hatte ich bisher noch bei keinem Modell oder Betriebssystem gesehen. Konnte man das so einstellen oder hatte sie das Handy extra zu diesem Zweck manipuliert? Ich berührte den Touchscreen. Natürlich gab es keinen Entsperrcode, ich musste nur einmal über den Bildschirm wischen. Erst jetzt fiel mir auf, dass das Handy schon lange nicht mehr vibrierte. Ich bekam keine Nachrichten mehr. Einundvierzig Bilder schienen also die Endsumme zu sein. Die Nachrichten begannen mit dem ältesten Foto und arbeiteten sich bis zu dem jüngsten vor. Sie musste die Bilder eingescannt haben. Auf dem ersten war ich circa acht und sie zwei Jahre jünger und an die tausendmal schöner. Ihre kastanienbraunen Haare wellten sich um ihr kleines Gesicht und ihre grünen Augen strahlten in die Kamera wie auch ihr Lächeln. Ich hatte meinen Arm um sie gelegt und drückte sie an mich. Ihr Kopf verschob dabei die Brille auf meiner Nase. Ungefähr sechs Bilder weiter trug sie das erste Mal ein Halstuch und ich wusste, was sie damit verstecken musste. Auf den letzten Fotos, sie war mittlerweile sieben, war das Strahlen in ihren Augen endgültig einer unterschwelligen, aber nach der Entdeckung geradezu aufdringlichen Leere gewichen. „Keine Illusionen mehr“, flüsterte ich. Dann begann ich zu weinen.

***

Gefühlte Stunden lang leckte Sonja mir liebevoll die Hand ab, während ich alles Wasser aus meinem Körper heulte. Auch Luzifer hatte sich neben mich gelegt. Sein Kopf ruhte schwer auf meinem linken Bein. Ihre sonst so von mir geliebte Nähe war für mich unerträglich, doch meine armseligen Heulkrämpfe schüttelten meinen Körper so sehr, dass ich sie nicht hätte wegstoßen können. Doch irgendwann gehen jedem Menschen die Tränen aus. Ich erhob mich vom Fußboden und schaltete meine kleine Leselampe neben dem Sessel ein. Diese spärliche Beleuchtung reichte mir, um die Wohnzimmertür zu öffnen und durch den Flur zurück zum Schlafzimmer zu finden. Das Handy hielt ich dabei fest umklammert. Der Bildschirm war mittlerweile schwarz geworden.
Vor der Schlafzimmertür atmete ich noch einmal tief durch. Dann öffnete ich sie erneut und überschritt diesmal die Schwelle in den dunklen, muffigen Raum. Dabei drückte ich auf den Lichtschalter neben dem Türrahmen und eine nackte Glühbirne an der Decke spendete sogleich milchiges Licht. Das Bett an der gegenüberliegenden Wand war nicht bezogen und der Nachttisch war leer. An der Wand rechts von mir stand ein alter Schrank aus Eichenholz. Ich musste ihn nicht erst öffnen, um zu wissen, dass auch dieser fast komplett leer war. Schließlich hatte ich diesen Raum eingerichtet. In dem Wissen, dass ich es niemals schaffen würde hier zu schlafen. Ich öffnete die unterste Schublade des Schranks und hob einen kleinen Schuhkarton heraus. In einem nächtlichen Anfall hatte ich ihn an allen vier Seiten mit grauem Panzertape zugeklebt. Jetzt riss ich dieses ab, ohne darauf zu achten, inwiefern der Karton dabei in Mitleidenschaft gezogen wurde. Ganz oben auf lagen meine Adoptionsunterlagen. Sie wirkten wie ein Deckel für alles, was darunter lag. Fast zärtlich nahm ich sie aus dem Karton und strich mit den Fingerkuppen über die Namen meiner Adoptiveltern. Matthias und Theresa Hoffmann. Auf die Adoptionsunterlagen folgten meine Geburtsurkunde, weitere Papiere und mein quietschgrünes Zopfband, was ich mit zehn quasi durchgängig getragen hatte. Ganz am Boden der Kiste dann die Fotos. Es waren dieselben, wie auf dem Handy. Ich zählte sie durch und kam auf einundvierzig. Wir hatten sie mit Einwegkameras aus einem Automaten am Bahnhof gemacht und jeden Film zweimal entwickeln lassen. Die Fotos waren unser Heiligtum gewesen und wir hatten sie in unseren Zimmern versteckt. Ich unter einer losen Bodendiele und Nina im hohlen Bein ihres Schreibtischstuhls. Dafür musste sie die Bilder einrollen, was zu Knicken und Rissen in der Mitte führte. Nina.
Ich griff nach dem Handy und entsperrte den Bildschirm. Der Chatverlauf mit der nicht gespeicherten Handynummer war noch geöffnet. Ich tippte auf eines der Fotos und zoomte heran. Tatsächlich: Man konnte die Knicke auch auf den Scans sehen.
Einige Minuten starrte ich die feinen Risse und Knicke an, dann schloss ich das Chatprogramm und scrollte durch das Menü des Handys. Es waren nur die Standard-Apps installiert. Der Internetverlauf war leer, keine Seiten waren gespeichert. Es gab keine weiteren Fotos und auch keine Musiktitel. Auch das Telefonbuch war leer und es existierten keine ein- oder ausgegangenen Anrufe. Sollte ich die unbekannte Handynummer anrufen? Fast hätte ich begonnen zu lachen. Als wenn ich dafür den Mut hätte…
Was wäre, wenn ich das Handy einfach ausschalten und auch in den Schuhkarton legen würde? Ich könnte neues Panzertape darum wickeln und die Schlafzimmertür von außen zuschließen. Sicher würde es auch nicht auffallen, wenn ich die Jalousien noch ein paar Tage unten ließ. Notfalls könnte ich behaupten, dass ich Migräne hätte. Das könnte ich dann auch als Krankheitsgrund auf der Arbeit angeben. Das war vielleicht wirklich die beste Idee. Das Handy würde im Schuhkarton verschwinden und ich würde mich aufs Sofa legen und wenn ich aufwachte, dann wäre alles nur ein böser Traum gewesen. Ich verließ das Menü des Handys und war schon dabei den Power-Knopf zu drücken, als mir auffiel, dass lediglich zwei Verknüpfungen auf den Home-Bildschirm des Handys gelegt worden waren. Die eine öffnete das Chatprogramm, die andere GoogleMaps. Ohne groß nachzudenken, tippte ich auf den Button. Es gab eine gespeicherte Route. Als ich sie geöffnet hatte, brauchte ich einen Moment um zu realisieren, dass sie von meiner Wohnung zu dem Haus unserer früheren Pflegefamilie führte.

***

Ich stieg einfach barfuß ins Auto. Nicht, weil ich es geplant hätte. Ich vergaß schlichtweg, dass ich keine Schuhe trug. Sonja saß im Fußraum des Beifahrersitzes und hechelte. Mein Wagen war alt, ohne Klimaanlage und hatte sich in der Nachmittagssonne aufgeheizt. Luzifer hatte ich in meiner dunklen Wohnung zurückgelassen. Seine Futter- und Wassernäpfe waren frisch aufgefüllt und ich bildete mir ein, dass ich mich nur entschieden hatte Sonja mitzunehmen, da sie bedrohlicher wirkte und nicht, weil ich sie mehr liebte. Ninas Handy hatte ich einfach in meine billige Navi-Halterung an der Windschutzscheibe geklemmt und den Routenplaner gestartet. Natürlich hätte ich die Adresse auch in mein eigenes Navigationsgerät eingeben können, aber irgendwie kam mir das unnötig mühselig vor. Mein Unterbewusstsein hatte sich offensichtlich längst entschieden sich wie ein Schaf zur Schlachtbank treiben zu lassen. Ich fuhr die 228,4 Kilometer wie in Trance. Seit meiner Adoption mit neun Jahren war ich nicht mehr in dieser Stadt gewesen. Das war mittlerweile sechzehn Jahre her. Als ich mit meinem klapprigen VW Polo in die Schenkerstraße einbog, sah trotzdem alles noch aus, als wäre kein einziger Tag vergangen. Kein Haus war abgerissen worden, niemand hatte seine Fassade renoviert oder seinen Garten umgestaltet. Bin ich wirklich hier, oder ist das alles nur ein Traum?
Zu gern wäre ich jetzt schweißgebadet auf meinem Sofa aufgewacht, wie nach so vielen meiner Alpträume. Stattdessen stieg ich barfuß und nur mit einer rosa Jogginghose und einem ausgeleierten Spaghettiträgertop bekleidet aus meinem Auto und setzte meine Füße auf den Asphalt. Er war heiß von der Sonne und meine Fußsohlen schmerzten sofort. Willkommen in der Hölle.
Gerade als ich meine Autotür zuschmeißen wollte, besann ich mich eines Besseren und fummelte noch Ninas Handy aus der Halterung. Dann öffnete ich das Gartentor der Hausnummer 7 und ging den Kiesweg zur Veranda hoch. Das Haus schien mittlerweile leer zu stehen. Es klebte kein Namensschild neben der Klingel und auf den Verandastufen lag altes Laub. Ich wusste, dass meine ehemaligen Pflegeeltern mittlerweile verstorben waren, doch trotzdem war ich verwundert. Kein Zu-
Verkaufen-Schild stand im Vorgarten. Die Wohngegend war gefragt und ich konnte mir nicht vorstellen, dass niemand das Grundstück zu Geld machen wollte. Unwillkürlich betrachtete ich den Spalt zwischen Tür und Türrahmen. Aber das Haus war auch nicht von der Polizei versiegelt worden. Warum auch?, fragte ich mich. Sei nicht so ängstlich und dumm.
Ratlos stand ich vor der Haustür. Sollte ich klingeln? Das kam mir dämlich vor, schließlich war hier niemand. Ich ging die Verandastufen wieder hinab und lief ums Haus. Hinten im Garten standen noch immer die knarrende Schaukel und das alte Hochbeet. Alles wirkte verwahrlost. Hinter der Schaukel kam dann der lächerlich niedrige, windschiefe Gartenzaun. Dahinter erstreckten sich kilometerweit Felder. Auf dem angrenzenden Feld war Raps gesät worden, dessen gelbe Blüten sich sanft im Abendwind bogen. Ich schirmte mit meiner Hand die Augen von der Sonne ab und sah in die Ferne. Der alte, knochige Baum unter dem ich so oft mit Nina gesessen hatte, stand immer noch an der Grenze zum nächsten Feld. Unwillkürlich musste ich lächeln. Dann spürte ich einen dumpfen Schmerz an meinem Hinterkopf und alles wurde schwarz.

***

Ich erwachte im Haus. Die Sonne war mittlerweile fast untergegangen und die Lichtverhältnisse im Raum daher eher schummrig. Ich erkannte meine Umgebung als das große Wohnzimmer. Es war komplett leer geräumt. Über dem Ofen in der Ecke hing eine Plane zur Abdeckung. Ich saß in der Mitte des Raums auf einem Stuhl. In der Zimmerecke neben dem Fenster lehnte eine Gestalt an der Wand. Als erstes erkannte ich, dass sie eine Waffe auf mich richtete. Sofort hob ich die Hände vor mein Gesicht und stellte dabei verwirrt fest, dass ich nicht gefesselt war.
„Hast du Angst?“ Ich senkte die Arme wieder und sah zu Nina. Sie war mittlerweile in den Bereich des Raums getreten, der noch von dem bisschen verbleibenden Licht des Abends erhellt wurde. Sie war unglaublich dünn und ihre kastanienbraunen Locken waren nur noch kinnlang. Ihre Augen konnte ich im Halbdunkel nicht erkennen, dafür aber die zahlreichen Narben an ihren Unterarmen.
„Ob du Angst hast?“ Ninas Stimme klang ungeduldig, doch ich bekam kein Wort heraus. Ich starrte sie nur an, als wäre mir ein Geist erschienen.
„Natürlich hast du Angst. Was hast du gedacht? Das ich tot bin? Das alles gut für mich ausgegangen ist? War es dir egal?“
Ich vernahm in ihrer Stimme ein leichtes Beben und sie kam auf mich zu. Langsam ging sie vor mir in die Hocke, während sie den Lauf der Waffe in mein Bauchfett drückte. Ich sah in ihre grünen Augen. Kein Strahlen mehr und auch die Leere war verschwunden. Stattdessen lag etwas Irres in ihrem Blick, was mir merkwürdig bekannt vorkam.
„Was hast du gedacht?!?!“ Ihr Speichel spritze in mein Gesicht, als sie mich anschrie.
„Ich…Ich…“
Mehr kam aus mir nicht raus. Nina entfuhr ein grollender Knurrlaut, der sie noch irrer auf mich wirken ließ, und sie riss die Waffe von meinem Bauch weg und zog sie mir über den Schädel. Benommen rutsche ich ein Stück an der Stuhllehne hinab. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass Nina mich noch einmal schlagen würde. Sie war nie gewalttätig gewesen. Eher eine Porzellanpuppe.
„Hast du einfach alles vergessen? Erinnerst du dich nicht mehr?“
Ihre Stimme war jetzt wieder ruhig. Ich drückte mich an der Sitzfläche des Stuhls wieder in eine aufrechte Position und rieb mir den Kopf.
„Natürlich erinnere ich mich.“
Nina atmete hörbar aus und ließ die Waffe ein kaum merkliches Stück sinken. Das gab mir den Mut weiterzusprechen: „Sie sind sepia.“
Die Waffe ging wieder hoch.
„Was?“
Ich schluckte. „Meine Erinnerungen. Sie sind sepia.“
Nina ließ ihren Arm wieder ein Stück sinken und ich glaubte Tränen in ihren Augen sehen zu können. „Das sind seine Gardinen.“
Ich verstand nicht.
„Seine Gardinen“, erläuterte sie, „die hatten so eine komische grau-braune Farbe. Wenn das Licht dadurch gefallen ist, dann war der Raum wie in sepia.“
Ich schluckte erneut.
„Aber wir waren doch nicht nur in seinem Schlafzimmer, Nina.“
Ich konnte hören, wie sie ein Schluchzen unterdrückte.
„Aber die Erinnerung an das alles hat allen anderen Erinnerungen ihre Farbe gegeben.“
Mir wurde schlecht und ich schloss die Lider. Meine Kindheit trat vor mein inneres Auge:
Meine leiblichen Eltern, die soffen und rauchten und mir nichts zu essen gaben. Die Frau vom Jugendamt, die mich auf dem Arm aus der Wohnung trug. Die paar Wochen im Heim. Der Tag, als ich in die Pflegefamilie kam. Meine Begeisterung darüber, dass ich ein eigenes Zimmer hatte und immer an den Kühlschrank gehen durfte, wenn ich Durst hatte. Der Tag, als Nina zu uns kam. Es fühlte sich sofort an, als wäre sie meine kleine Schwester.
Dann der Abend, an dem ich noch einmal aus dem Bett aufstand, um etwas zu trinken. Es war Sommer und schwül. Wie ich durch den Flur schlich und sah, wie seine Schlafzimmertür nur angelehnt war und wie ich reinlinste und wie er über Nina kniete, die auf dem Bauch lag und wie er sie von hinten würgte und ihn sie stieß. Das röchelnde, gurgelnde Geräusch von ihren Versuchen zu atmen. Wie ich umdrehte und zurück in mein Zimmer schlich und aus dem Unterteller meiner Topfpflanze trank. Wie ich dann wusste, warum Nina so viele Halstücher von ihm bekam und sie selbst im Sommer trug.
Ich erinnerte mich, wie er uns an einem Tag mit der Sofortkamera erwischte und uns furchtbar schlug.
„Bei uns wird nicht fotografiert! Nichts hier wird fotografiert!“
Das passierte danach nie wieder. Dann der Tag, an dem meine Betreuerin vom Jugendamt anrief und Bescheid gab, dass sie eine Familie auf Lebenszeit für mich gefunden hätten. Unsere Pflegefamilie hatte Kinder eigentlich immer nur befristet aufgenommen, quasi als Übergansstation. Ich war schon viel länger da als üblich, aber mein Pflegevater hatte mir das ständige Wechseln zwischen Kurzzeitaufenthalten ersparen wollen und um mich gekämpft. Meine Betreuerin sagte ihm, dass es nun seine letzte Chance wäre, mich für immer aufzunehmen, wo ich doch schon so lange bei ihm war und er sich so um mich bemüht habe. Er erbat sich eine Nacht Bedenkzeit.
Ich erinnerte mich, wie er in diese Nacht in mein Zimmer kam, mich aufforderte mit zu ihm zu kommen, mich auszog und von hinten würgte wie Nina. Wie er plötzlich wieder aufhörte.
Dann seine Stimme: „Es funktioniert einfach nicht, Laura. Du bist zu hässlich.“
Ich erinnerte mich, wie er mir meine Sachen gab, mir mein strähniges, aschblondes Haar aus dem Gesicht strich und mir einen Kuss auf die Stirn gab. Sepia.
Und ich erinnerte mich an die Nacht, bevor die Hoffmanns mich abholen sollten. Ich konnte nicht schlafen und wollte noch ein letztes Mal in den Garten gehen. Leise schlich ich durch den Flur und hörte plötzlich wieder dieses Gurgeln und Röcheln. Ich wusste sofort, dass es Nina war. Aber anstatt umzudrehen, schlich ich zum Schlafzimmer und öffnete ganz langsam und leise die Tür. Er war mit dem Rücken zu mir, aber Nina lag diesmal nicht auf dem Bauch und sah mich direkt an. Ihre Augen waren mit Tränenflüssigkeit gefüllt und es gelang mir erst nach einer gefühlten Ewigkeit sie nicht mehr anzustarren und zurück in mein Zimmer zu gehen.
Ich erinnerte mich, dass am nächsten Tag die Hoffmanns kamen und dass das einer der wenigen Tage war, an denen auch meine Pflegemutter zuhause war. Sie war ständig geschäftlich unterwegs. Wahrscheinlich gab es deswegen auch keine leiblichen Kinder. Ich hatte sie auch einmal im Auto einen anderen Mann küssen sehen.
Ich erinnerte mich, wie ich Nina zum Abschied umarmte.
„Bitte nimm‘ mich mit.“, flüsterte sie mir ins Ohr. Und dann: „Bitte hilf mir.“
Ich erinnerte mich, dass sie weinte, als wir wegfuhren und dass am Anfang immer wieder Briefe von ihr ankamen. Ich las sie nicht. Die Hoffmanns adoptierten mich nach zwei Jahren und mein Leben verlief normal.
Ich hatte nicht gemerkt, dass ich begonnen hatte zu weinen, als ich mich das erste Mal seit langem wieder aktiv an all diese Dinge erinnerte. Als ich die Augen wieder öffnete war mein Gesicht nass und als ich aufsah, konnte ich sehen, dass Nina auch weinte. Sie kniete sich wieder vor mich.
„Du erinnerst dich wirklich, oder?“
Meine Antwort war eine Frage: „Wie lange?“
„Sie haben mich adoptiert. Unsere Pflegemutter wollte es erst nicht, aber er wurde richtig wütend und sie hat dann doch ja gesagt. Danach war sie fast gar nicht mehr zuhause.“
Mein Magen verkrampfte sich zu einem gordischen Knoten. Ich hatte immer gedacht, dass sie irgendwann auch vermittelt worden war. Die Pflegestelle war ja eigentlich nur befristet gewesen. Ich hatte nie gedacht, dass sie ein Kind adoptieren würden…
„Wie lange?“, presste ich noch einmal hervor.
„Ich bin mit achtzehn gleich ausgezogen. Aber ab der Pubertät habe ich ihn auch nicht mehr wirklich interessiert.“
Ich zitterte.
„Und…kamen noch andere Kinder?“
Sie schüttelte den Kopf.
„Unsere Pflegemutter ist ausgezogen, als ich dreizehn war. Dann bekam er keine Kinder mehr, weil er alleinstehend war. Und vorher hatte er ja mich. Da war ich noch jung genug. Er hat dann gesoffen und manchmal geprügelt.“
Ich sank in mich zusammen. Dieses Haus war noch viel mehr Hölle, als ich es gedacht hatte. Ich hasste mich dafür, aber ich begann das zweite Mal an diesem Tag hemmungslos zu weinen. Nina legte jetzt die Waffe auf den Boden und strich mir die Haare aus dem Gesicht. Geradezu zärtlich sah sie mich dabei an.
„Du bereust es, oder? Du würdest es heute anders machen, richtig? Deswegen hast du auch die Hunde adoptiert. Du wolltest es wieder gut machen.“
Ich fuhr hoch. Die Hunde.
„Sonja! Wo ist Sonja?!“
Nina sah mich verwirrt an.
„Sonja, meine Hündin. Ich hab sie im Auto gelassen. Es ist mittlerweile bestimmt total heiß da drin. Wir müssen sie holen!“
Ninas Gesichtszüge wurden weich und mit fast kindlicher Stimme antwortete sie: „Du willst sie beschützen. Du liebst sie. Du willst jetzt alles besser machen.“
Sie wirkte plötzlich fast beruhigt, als hätte sie inneren Frieden gefunden. Sie lächelte verträumt und flüsterte immer wieder: „Es tut ihr leid.“
Sie zog mich auf die Beine und strich mir zärtlich die Haare hinter die Ohren. Ich sah wieder das Irre in ihren Augen und verstand jetzt, an wen es mich erinnerte. So hatte er auch geguckt in dieser einen Nacht, als er mich geholt hatte. Kranke Liebe.
Nina stupste mich an. Die Waffe hatte sie auf dem Boden zurückgelassen.
„Komm schon, wir müssen Sonja holen. Wir müssen sie retten.“
Nina war energiegeladen. Ich nickte und wir eilten aus dem Haus. Als wir in Freie traten, konnte ich bereits sehen, dass meine Autoscheiben komplett beschlagen waren. Ich rannte los. Nina mir hinterher. Ich konnte hören, wie sie perplex stehen blieb, als sie realisierte, dass ich an meinem Wagen vorbeigerannt war. Wie sie versuchte die Autotür, hinter der Sonja wahrscheinlich gerade erstickte oder schon tot war, zu öffnen. Aber es war abgeschlossen. Dann hörte ich, wie sie wieder
losrannte. Ich hatte mittlerweile einen Vorsprung aber mein fetter Körper war dem von Nina haushoch unterlegen. Sie streckte mich im Vorgarten eines Nachbarn nieder und begann sofort auf mich einzuschlagen.
„Du hättest sie zurück gelassen! Du hast sie sterben lassen! Du bereust gar nichts!“
Nina hob irgendetwas Schweres vom Boden auf und schlug damit weiter auf mich ein.
„Du bist feige, du bist immer noch feige! Du hast sie zurückgelassen! Du hast mich zurückgelassen!“
Komischerweise spürte ich die Schläge nur als dumpfe Erschütterungen meiner Gedanken. Es war, als würden meine Beine sich auflösen und dann meine Arme. Als würde mein Körper zu dem Dreck verfallen, der ich war.
Ich war doch noch ein Kind!, wollte ich schreien, doch meine Zunge verfaulte in meinem Mund.
Ich sah, wie ein Nachbar die Haustür aufriss. Ich spürte die Erschütterungen immer stärker und dann wurde mir schwarz vor Augen gefolgt von gleißendem Licht.
Wir saßen unter dem alten Baum im Feld. Nina trug ein rosa Halstuch und sah mich bettelnd an: „Müssen wir denn wirklich schon nach Hause?“
Ich legte meinen Arm um sie und drückte sie an mich. Ihr Kopf verschob die Brille auf meiner Nase. Meine Stimme flüsterte: „Ich hab dich lieb.“

68 thoughts on “Sepia

  1. Krasser Verlauf. Ich war ein paar mal echt schockiert, konnte aber nicht aufhören zu lesen. Wirklich sehr packend. Ich hätte mir zwar gewünscht, dass sie nicht am Auto vorbei rennt, passt aber im Endeffekt leider zu ihr. 🙂

  2. Deine Geschichte hat mich mit einem Kloß im Hals zurückgelassen. Hartes Thema. Mir gefällt es auch, wie du die Hunde in die Geschichte mit eingebaut hast – sehr schöne Parallelen zur Geschichte der zwei Schwestern. Auch wenn ich schlucken musste, als sie doch sehr ehrlich zugegeben hat, dass sie Sonja lieber hat als ihren anderen Hund.

    Ich habe ein paar Dinge zu deinem Stil zu sagen, auch wenn ich zugebe, dass du wirklich Talent hast. 😊

    „Ich weiß nicht, ob jemand anderes das Handy einfach im Gras liegen lassen und dann die Polizei angerufen hätte.“ -> Dieser Satz gefällt mir nicht so gut. Warum sollte jemand ein Handy einfach im Gras liegen lassen, wenn man selbst eventuell herausfinden könnte, wem es gehört?

    „Es war mitten am Tag, doch ich ließ alle Schalosien herunter.“ -> Das mag jetzt kleinlich klingen, aber man schreibt es „Jalousien“.

    „Erst die zwei im Wohnzimmer, dann die in der gegenüberliegenden Küche“ -> Allgemein sollte jeder Satz und jedes Wort in deiner Geschichte einen Sinn ergeben. Wenn die Geschichte dieselben Emotionen, Bilder und Gedankengänge im Leser auslöst, wenn du den Satz streichst, dann solltest du das tun. 😊 Ist es wichtig, dass der Leser weiß, dass sie zuerst im Wohnzimmer die Jalousien schließt? Wird darauf später noch einmal eingegangen? Wenn nicht, dann wird es für den Leser ein wenig langatmiger.

    „Im Bad riss ich den Duschvorhang auf, nur um dann die Schalosie zu schließen. Meine Schlafzimmertür öffnete ich langsam, sah auf das seit langem unbenutzte Bett und dann zu der sowieso schon geschlossenen Schalosie.“ -> Hier benutzt du zweimal hintereinander dieselbe Satzstruktur. Die Dynamik in einem Text steigt für mich persönlich stark, wenn das nicht passiert. Stattdessen könntest du den 2. Satz z.B. so umformulieren: „Nachdem ich die Schlafzimmertür geöffnet hatte,…“

    Allgemein überrascht mich ihre Reaktion in diesem Moment. Zwar hast du bereits erwähnt, dass sie auf allen Fotos auf den Handys zu sehen ist. Da man aber noch nicht weiß, was das für Fotos sind, versteht man als unbedarfter Leser nicht, wieso sie plötzlich das ganze Haus verrammelt.

    „Ich berührte den Touchscreen. Natürlich gab es keinen Entsperrcode, ich musste nur einmal über den Bildschirm wischen.“ -> Woher wusste sie, dass sie auf allen Bildern zu sehen war, wenn sie beim Handy noch nicht einmal den Startbildschirm gesehen hatte? Und wenn sie es noch nicht wusste: Warum läuft sie dann plötzlich ins Haus und verrammelt alles, bevor sie erstmal schaut, ob das Handy überhaupt für sie war und sie es nicht vielleicht dem eigentlichen Besitzer wiedergeben könnte?

    Ein paar mehr Absätze würden deiner Geschichte guttun 😊

    „Dann spürte ich einen dumpfen Schmerz an meinem Hinterkopf und alles wurde schwarz.“ -> Warum muss sie auf den Hinterkopf geschlagen werden und kann nicht in anderer Art und Weise in das Haus gebracht werden? Oder mit ihr zusammen in das Haus gehen und erst dort zückt Nina die Waffe?

    „Meine leiblichen Eltern, die soffen und rauchten und mir nichts zu essen gaben. Die Frau vom Jugendamt, die mich auf dem Arm aus der Wohnung trug. Die paar Wochen im Heim. Der Tag, als ich in die Pflegefamilie kam. Meine Begeisterung darüber, dass ich ein eigenes Zimmer hatte und immer an den Kühlschrank gehen durfte, wenn ich Durst hatte. Der Tag, als Nina zu uns kam. Es fühlte sich sofort an, als wäre sie meine kleine Schwester.
    Dann der Abend, an dem ich noch einmal aus dem Bett aufstand, um etwas zu trinken. Es war Sommer und schwül. Wie ich durch den Flur schlich und sah, wie seine Schlafzimmertür nur angelehnt war und wie ich reinlinste und wie er über Nina kniete, die auf dem Bauch lag und wie er sie von hinten würgte und ihn sie stieß. Das röchelnde, gurgelnde Geräusch von ihren Versuchen zu atmen. Wie ich umdrehte und zurück in mein Zimmer schlich und aus dem Unterteller meiner Topfpflanze trank. Wie ich dann wusste, warum Nina so viele Halstücher von ihm bekam und sie selbst im Sommer trug.“ -> Diese Aufzählung der Geschehnisse ist mir ein wenig zu lang (Stichwort: Viele Sätze mit derselben Satzstruktur hintereinander). Ich hätte mir vielleicht 3 oder 4 Bilder in der Aufzählung gewünscht und anschließend das Ganze als Erzählung fortgesetzt.

    Deine Geschichte ist gut und hat ein spannendes Thema, das gut umgesetzt wurde. 😊 Viel Erfolg für die Abstimmung?

    Beste Grüße,
    Leandra (Versteckspiel)

    1. Hallo liebe Leandra,
      vielen lieben Dank für dein ausführliches Feedback! Zu der Sache mit den Bildern auf dem Handy: Es gibt eine Stelle in der Geschichte, wo Laura sich fragt, ob Nina das Handy irgendwie manipuliert hat, damit die Bilder als Vorschau auf dem Handy erscheinen, bevor man es entsperrt. Dass man als Leser*in anfänglich nicht weiß, warum sie sich im Haus verbarrikadiert, ist gewollt. 😀
      Die „Jalousien“ habe ich geändert. Man findet online öfter eine eingedeutschte Version wie „Schalosien“ oder „Schalusien“, aber du hast Recht, im Duden bleibt es bei „Jalousien“.

      Was die restlichen Aufzählungen mit ähnlicher Satzstruktur angehen, auf die du hingewiesen hast, das habe ich so gewollt. Insbesondere im Erinnerungs-Part, weil ich quasi zeigen wollte, dass die Erinnerungen sich aneinanderreihen. Gleichzeitig wollte ich es relativ nüchtern bzw. emotionslos halten. Hätte ich als Erzählung fortgesetzt, hätte ich auf Lauras Emotionen eingehen müssen, aber ich wollte lieber, dass die Leser*innen das für sich selbst einordnen. Aber das ist wahrscheinlich auch echt Geschmackssache, ob einem das gefällt oder zu langatmig ist, denke ich. Zum Glück bist du dran geblieben! 🙂

      Auf jeden Fall vielen lieben Dank fürs Lesen und das konstruktive Feedback! Und für das Kompliment mit dem Talent! Da freue ich mich natürlich sehr.
      Und entschuldige den Kloß im Hals. Aber den hatte ich beim Schreiben auch…

      LG
      Merle

      (Deine anderen Anmerkungen habe ich natürlich auch zur Kenntnis genommen. Lieben Dank dafür!)

  3. Liebe Merle,

    du hast dir definitiv eine spannende Handlung einfallen lassen, für eine Kurzgeschichte umfangreich genug und dennoch nicht überladen.

    Hier und da verstecken sich noch kleine Holprer, die den Lesefluss ein bisschen entschleunigen. Manche Aufzählungen und Beschreibungen sind mir persönlich zu lang (zum Beispiel das Abschotten, nachdem Laura das Handy fand). Dadurch raubst du dir die Dynamik. Das ist aber eine Schwierigkeit, mit der selbst viele große Autoren zu kämpfen haben 😉 Bestes Beispiel ist Stephen King, der Meister ausschweifender Beschreibungen. Natürlich kann das den Schreibstil des Autors kennzeichnen. Für künftige KGs(und ich hoffe sehr, du wirst weiterschreiben! Die Basis ist meiner Meinung nach absolut gegeben!) empfehle ich dir jedoch, dir bei der Überarbeitung stets die Frage zu stellen: Ist diese Information/dieser Satz/dieses Wort wichtig?
    Pures Gold sind da entsprechende Testleser wert, die dir ehrlich Feedback geben und dir tatsächlich definieren können, an welchen Stellen sie vielleicht auch mal ins Stocken kamen.

    Tja, so viel zum Kurzfassen, hielt ich mich nun selbst an einer Kleinigkeit fest XD
    Ich mach’s also abschließend kurz: ich sehe viel Potential – nicht nur in deiner KG, sondern vor allem in deiner Art zu schreiben! Hast du noch weitere Ideen? Dann schreib sie auf und stell sie online (oder nimm an Ausschreibungen teil!). Da geht noch was 🙂

    Liebe Grüße
    Anne
    (Begraben)

    1. Liebe Anne,
      ganz herzlichen Dank für dein Feedback!!! 🙂
      Tatsächlich sitze ich aktuell an der Planung für einen Blog, da spornt mich dein Lob natürlich noch weiter an. Ich habe bis zu meinem Studium sehr viel geschrieben und dann währenddessen eigentlich gar nicht mehr. Das ist meine erste Geschichte seit langem und ich freue mich, dass sie im Großen und Ganzen ganz gut geworden zu sein scheint. 🙂

      Ganz liebe Grüße
      Merle

    2. Liebe Merle

      Puh!

      Harter Stoff.
      Harter Tobak.
      Whow!

      Ich musste während deiner Geschichte nicht ein paarmal schlucken, es waren sicherlich zwei Dutzend mal.

      Und dennoch musste ich immer weiter lesen.
      Das war wie ein Sog, wie ein Strudel.

      Deine Geschichte schreit nach einer Verfilmung.
      Oder zumindest danach, wenigstens in das Buch zu kommen.

      Sie hat mir außerordentlich gut gefallen.
      Du schreibst mit einer betörenden Sicherheit, mit einem großen Selbstbewusstsein.
      Und das ist großartig.

      Man spürt deine jahrelange Erfahrung und die tiefe Verbundenheit mit der Handlung, der zu erzählenden Geschichte, den Protagonisten.

      Mensch, das war wirklich mal überzeugend und intensiv.

      Denke, die Bilder und Eindrücke behalte ich noch länger in mir.

      Und deshalb schreibe ich, liebe ich Kurzgeschichten.

      Weil sie einem so ein „Bämm!“ um die Ohren, ins Herz hauen können.

      Du kannst verdammt stolz auf dich sein.
      Vor allem auf das gnadenlos geniale Ende.
      Hat mich wirklich, wirklich gefesselt.

      Verdammt, warum hast du erst so wenige Herzen?
      Da stimmt doch irgendwas nicht, im Staate Dänemark.

      Von mir bekommst du zumindest ein ganz dickes Herzchen. Ich wünschte, ich könnte mehr vergeben.

      Bitte schreib weiter.
      Ich würde gerne mehr von diesen krassen, harten, wichtigen Geschichten von dir lesen.

      Ganz liebe Grüße und noch viele begeisterte Leserinnen und Leser.

      Pass auf dich auf.
      Und noch mal Danke für diese suuuper Story.
      (Bin immer noch geflasht).

      Swen Artmann
      (Artsneurosia)

      Vielleicht hast du ja Lust und Zeit, auch meine Story zu lesen.
      Über einen ehrlichen Kommentar würde ich mich sehr freuen.

      Meine Geschichte heißt:

      „Die silberne Katze“

      Vielen Dank.
      Swen

      1. Lieber Swen,
        Mensch, jetzt habe ich aber Pipi in den Augen! 😀 So ein lieber Kommentar, vielen, vielen Dank! <3
        Ich freue mich wahnsinnig, dass meine Geschichte bei dir so viel ausgelöst hat. Das ist mein erstes "Werk" seit sehr langer Zeit und es ist aus einer einzigen Emotion heraus entstanden. Innerhalb von zwei Tagen, als ihr hier schon alle fleißig am uploaden ward… 😀
        Am Ende war es wie ein reinigendes Gewitter und ich hatte selbst Tränen in den Augen. Klingt jetzt wahnsinnig kitschig und melodramatisch, aber es war tatsächlich so. Und ich habe so sehr gehofft, dass ich das auch mit meinen Worten rüberbringen konnte.
        Deswegen bedeutet dein Kommentar mir wirklich viel! 🙂

        Danke und ganz liebe Grüße
        Merle

        (Deine Geschichte wird natürlich auch gelesen! Mache ich sogar jetzt gleich! 🙂 )

  4. Hi Merle,

    definitiv eine spannende, aber auch sehr bewegende, um nicht zu sagen bedrückende Geschichte. Du kannst toll erzählen, dein Stil gefällt mir! Und dass es kein echtes Happy End gibt, finde ich nur folgerichtig.
    Meinen Like hast Du!

    LG Philipp

  5. Hallo Merle,
    ich bin auch begeistert von deiner Geschichte. Wirklich super geschrieben.
    An Kritik hab ich nichts, was nicht schon genannt wurde (waren aber auch nur Kleinigkeiten).
    Mach bitte auf jeden Fall weiter mit dem Schreiben.
    Mein Herzchen lass ich dir da.
    Liebe Grüße,
    Jess

  6. Moin Merle,

    puuuuuuuh, da musste ich ein paar mal schlucken. Deine Geschichte habe ich nicht nur gelesen, ich habe sie gefühlt. Man merkt beim lesen förmlich wieviel Liebe du beim
    Schreiben in deine Storie gesteckt hast. Deine Wortwahl, die Bilder die du mit Worten malen kannst, all das machen deine Geschichte zu etwas ganz großartigem.

    Müsste ich deine Geschichte mit 3 Worten beschreiben, dann wären das : Emotional, packend, traurig!
    Von den knapp 150 Geschichten die ich mittlerweile gelesen habe, gefällt mir deine mit am besten! TOP!
    Danke das du sie mit uns geteilt hast…
    Mein Like lass ich dir gerne da und wünsche dir alles Gute für’s Voting.

    LG Frank aka leonjoestick ( Geschichte: Der Ponyjäger)

    1. Lieber Frank,
      vielen lieben Dank für deinen tollen Kommentar! Dass dir meine Geschichte aus so einer großen Auswahl mit am besten gefällt, ist wirklich ein riesen Kompliment und ehrt mich sehr! 🙂
      Ich freue mich wahnsinnig, dass ich mein Paket Emotionen erfolgreich losgeschickt habe, denn auch für mich war die Entstehung meiner Geschichte gefühlstechnisch geladen.
      Daher: Vielen, vielen Dank für deine Worte! <3

      Natürlich lese ich auch sehr gerne deine Geschichte und bin schon gespannt!

      LG
      Merle

  7. Liebe Merle,
    was für eine Geschichte! 👍 Dabei fing doch alles so harmlos und sympathisch an! Bei deinen Hundebeschreibungen musste ich schmunzeln und erfreute mich an deinem feinsinnigen Humor. Direkt nach der Einleitung und dem Fund des Handys war es mit der Idylle vorbei, und die Spannung stieg mit jeder Sekunde. Hatte ich zunächst geglaubt, deine Protagonistin sei eine liebevolle Hundebesitzerin, kamen mir erste Zweifel, als sie die tröstenden Vierbeiner wegstoßen wollte. Später fuhr sie dann über 200 Kilometer weit fort und überließ den Labradoodle allein seinem Futter- und Trinknapf. Als sie dann auch noch ihren anderen Hund in der Hitze bei geschlossenen Fenstern im Auto zurückließ, war mir klar, das alles nur Fassade war. Und dann kam mit einer gefühlten 180 Grad Drehung alles zu Tage! Ich finde es großartig, wie du Geschichte aufgebaut hast! Du hast die vorgegebenen Parameter unglaublich gut umgesetzt! 👍 Bei vielen anderen Geschichten habe ich nur die Vorgabe „Handy“ erfüllt gesehen. Du hast dich auch dem Thema Identität gewidmet und super umgesetzt. Ich konnte bei deiner Geschichte lächeln, konnte mich mit deiner Protagonistin gemeinsam ängstigen, zweifelte schließlich an ihr, empfand Entsetzen und Wut und schlussendlich auch Genugtuung. Ich habe bisher noch keine Geschichte hier gelesen, die dieses umfangreiche Gefühlspotpourri bei mir ausgelöst hat. Deshalb bekommst du von mir sehr gerne ein Like. ❤️😊
    Liebe Grüße
    Angela
    PS: Falls du magst…, meine Geschichte heißt „Stunde der Vergeltung“ 😊
    https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/stunde-der-vergeltung

    1. Liebe Angela,
      wow, vielen lieben Dank für deinen Kommentar! Ich freue mich riesig, dass meine Geschichte offensichtlich bei dir genauso angekommen ist, wie ich sie gemeint habe! 🙂 🙂 🙂
      Ich habe da selbst ein riesiges Gemisch an Gefühlen reingesteckt und freue mich so sehr, wenn dieses auch bei anderen Menschen ankommt und überhaupt emotional etwas bei ihnen ausgelöst wird.
      Vielen lieben Dank, dass du meine Geschichte gelesen hast und dir die Zeit genommen hast, mir so einen ausführlichen Kommentar zu schreiben! <3
      Natürlich lese ich deine Geschichte sehr gerne!

      LG
      Merle

    1. Liebe Viktoria,
      vielen Dank für dein Feedback! Ich freue mich, dass dir die Paralelle mit den Hunden gefällt. Ich bin mit dem Anfang der Geschichte nicht so zufrieden gewesen, weil ich den Teil mit den Hunden irgendwie „kitschig“ fand und unsicher war, ob das als Start vielleicht Leser*innen abschrecken würde. Aber offensichtlich funktioniert es <3

      LG
      Merle

    1. Liebe Nici,
      vielen lieben Dank für dein Feedback! Und für dein Herzchen! <3
      Die Ich-Perspektive war auch für mich spannend, da meine Protagonistin ja nun nicht unbedingt ein Sympathie-Bündel ist… 😀

      Ganz liebe Grüße
      Merle

  8. Hallo Merle,
    Deine Geschichte ist eine der wenigen Geschichten hier, die wirklich etwas in mir ausgelöst haben. Ein Riesenkompliment dafür!
    Ich finde das Thema unheimlich stark und eindringlich beschrieben, es hat mir mit jedem Satz, mit jeder Andeutung den Hals etwas weiter zugeschnürt. Du hast es geschafft, die Szenen und Bilder mit Deiner Sprache unheimlich gut zu erzeugen.
    Und der „doppelte“ Twist, wo man erst an ein gutes Ende glauben möchte, es dann aber doch wieder anders kommt – einfach klasse.
    Wenn ich könnte, würde ich Dir mehr als nur ein Like dalassen!

    Viele Grüße,
    der schweenie

    P.S. vielleicht hast Du ja Zeit und Lust auch meine Geschichte zu lesen („Glasauge“) und ein Feedback da zu lassen.

    1. Lieber Schweenie,
      wow, vielen lieben Dank für deinen Kommentar! Ich bin so glücklich, dass ich mit meiner Geschichte bei dir etwas auslösen konnte. So froh, dass ich es geschafft habe die Emotionen zu transportieren. Ich freue mich wirklich sehr sehr sehr über dein Feedback 🙂
      Deine Geschichte habe ich gelesen und ich meine, ich habe sie auch kommentiert. Ich werde aber noch einmal nachschauen und das gegebenenfalls nachholen!

      Ganz liebe Grüße
      Merle

  9. Liebe Merle,
    du hast da wirklich eine packende Geschichte geschrieben, die aufgrund der vielen neuen Wendungen nicht die Spannung verliert! Auch die Thematik ist alles andere als einfach finde ich, man denkt auf jeden Fall noch länger darüber nach.
    Habe dir mein Herzchen da gelassen 🙂
    Liebe Grüße
    Merle

  10. Hallo Merle,

    nachdem du dir meine Geschichte („Rate, wer ich bin!“) durchgelesen hast, habe ich mir jetzt auch mit Vergnügen deine Story durchgelesen.

    Erstmal finde ich deinen Schreibstil sehr schön. Alles lässt sich sehr flüssig lesen. Keine Endlossätze. Die ganze Geschichte wirkt immer sehr gut nachvollziehbar.

    Die Geschichte ist natürlich sehr tragisch und lädt zum Nachdenken ein. Das Thema Kindesmissbrauch ist leider ein immer aktuelles Thema. Mich hat die Story auf jeden Fall emotional sehr berührt.

    Aus diesem Grund lasse ich dir gerne meinen Like da 🙂

    Viele Grüße

    Marcel

  11. Am Anfang dachte ich, das klingt eher nach einer süßen „Hundegeschichte“ und habe tatsächlich überlegt, ob ich weiterlese. Aber gut, dass ich das getan habe, denn Du hast eine starke Story geschrieben und zwar so, dass man auch wirklich bis zum Ende lesen möchte. Dafür bekommst Du gerne mein „Like“.
    LG
    L. Paul (Die Mutprobe)

    1. Vielen lieben Dank für dein Feedback! 🙂 Ich freue mich sehr!!!
      Und ja, mit dem Beginn meiner Geschichte war ich nie so recht zufrieden. Es ist halt schon recht „niedlich“ mit den Hunden und als es anfänglich noch hieß, dass nur die Anfänge der Geschichten für das Voting sichtbar sein sollten, hat mich das schon ganz schön beunruhigt. 😀 Ich hab es dann aber letztendlich doch so stehen lassen, weil es mir wichtig war die Beziehung zu den Hunden auszuführen und weil ich leider keine Zeit mehr hatte da großartig viel zu ändern.
      Daher bin ich sehr froh, dass du drangeblieben bist und meine Geschichte dir am Ende doch gefallen hat!

      LG
      Merle

  12. Liebe Merle,

    Wie oft habe ich deinen Instagram-Namen in Kommentaren gelesen. Jetzt habe ich auch endlich deine Geschichte zu diesem wichtigen Thema gelesen. Auch wenn es heftig ist, dürfen wir unsere Augen nicht davor verschließen. Es ist leider aktuell und passiert jeden einzelnen verdammten Tag. Ich habe eine Freundin, die bei der Polizei arbeitet und dass, was sie mir erzählt, lässt mein Blut in den Adern gefrieren. Ganz, ganz stark wie du aus der Ich-Perspektive deiner Protagonistin erzählst. Du verwendest unverbrauchte Bilder wie z. B.:
    – Mein Unterbewusstsein hatte sich offensichtlich längst entschieden sich wie ein Schaf zur Schlachtbank treiben zu lassen.
    – Mein Magen verkrampfte sich zu einem gordischen Knoten.
    – … doch meine Zunge verfaulte in meinem Mund.

    Richtig gut konnte ich mir den Garten, die Umgebung, das Haus des Schreckens vorstellen und die fürchterlichen Ereignisse von damals nachempfinden. Schockiert, bleibe ich zurück, mein Herz in Ketten!!! Langsam von Zeile zu Zeile steigerst du die Spannung und der Leser betrachtet alles aus den Augen der Protagonistin. Fantastisch!
    Dein Anfang und dein Ende passen gut zusammen, der Kreis schließt sich.
    Dreck am Anfang, Zitat: „Was ich wirklich bin. Ein armseliges, feiges und verlogenes Stück Dreck.“
    Dreck am Ende, Zitat: „Als würde mein Körper zu dem Dreck verfallen, der ich war.“

    Wie in meiner Geschichte: Die Misshandelte wird vom Opfer zum Täter, so darf es einfach nicht sein. Nein, nein, nein und das macht mich wütend und sehr, sehr traurig ☹. Am Ende möchte ich nur weinen.

    Die klitzekleinen Fehlerchen (was hatte ich davon auch einige in meiner Geschichte), kannst du fix ausbessern. Denn im E-Book soll ja alles stimmen, oder?
    – Tempus: Sie wirken wie ein Deckel für alles, was darunter lag. (Du schreibst immer im Präteritum, hier nicht).
    – Besann ich mich eines besseren (Besseren)
    – Relativ weit am Ende schreibst du einmal „zuhause“ und dann kurz darauf „Zuhause“ (zu Hause oder zuhause)

    Deine Geschichte hat mir richtig, richtig gut gefallen und für mich sie gehört alleine schon wegen des Themas zu meinen absoluten Favoriten. Deswegen hatte ich sie auch in einem Atemzug durch, natürlich auch, weil du einen super angenehmen und flüssigen Schreibstil besitzt.
    So das war es von mir 😬. Viel Glück 🍀! Mein Like 👍 hast du und wenn dich meine Geschichte interessiert, sie heißt „Happy birthday“ 🎈.
    https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/happy-birthday
    Du kannst sie auch anhören. Der Link zum Hörbuch steht in meinem Profil oben.
    Ganz liebe Grüße,
    Martina

    1. Liebe Martina,
      endlich komme ich dazu dir auch hier zu antworten. Vielen, vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar!!! Es freut mich wahnsinnig, dass meine Geschichte dir so gut gefallen hat! 🙂
      Auch danke ich dir für deine Hinweise auf die Rechtschreib- und Temupsfehler. Das kann ich jetzt abändern und die Geschichte wird dadurch ein bisschen besser bzw. angenehmer zu lesen.
      Du hast dir mit deinem Feedback wirklich Mühe gegeben und ich kann da für mich sehr viel draus mitnehmen. Dankeschön!

      Ich bin mir sicher, dass ich deine Geschichte bereits gelesen habe, aber wohlmöglich habe ich es versäumt sie zu kommentieren. Da schaue ich gleich mal nach! 🙂

      Ganz liebe Grüße
      Merle

  13. Hallo Merle!
    Warum ist mir deine Geschichte nicht früher untergekommen?
    Sehr ausdrucksstark, die Bilder waren deutlich in meinem Kopf. manchmal könnte man natürlich ein wenig feilen, aber kann man das nicht immer? Die Geschichte hat mich regelrecht gefesselt – mein Like hast du, Ich drücke dir die Daumen.
    Vielleicht hast du Lust, auch bei mir vorbeizuschauen? Über dein Feedback würde ich mich sehr freuen.
    Liebe Grüße Lotte (Das alte Mann und die Pflegerin)

    1. Liebe Lotte,
      vielen lieben Dank für dein Feedback! Ich freue mich sehr über dein Feedback und darüber, dass dir meine Geschichte gefallen hat! 🙂 🙂 🙂
      Der Titel deiner Geschichte kommt mir bekannt vor. Ich schaue ma vorbei, ob ich sie schon gelesen und kommentiert habe! 🙂

      LG
      Merle

  14. Liebe Merle,

    wow, deine Geschichte gefällt mir richtig gut. Sehr krass und tragisch was den beiden Mädels (vor allem Nina) da passiert. Da bleibt einem erstmal die Spucke weg. Ich war richtig gefesselt, weil es irgendwie immer schlimmer wurde. Dein Schreibstil ist toll. Sehr flüssig, schöne bildhafte Sprache und leicht zu lesen.
    Ich hoffe, du schreibst weiter :-). Ein Like lass ich dir sehr gerne da.
    Alles Gute weiterhin!

    Liebe Grüsse
    Kerstin (Das Mädchen Dana)

  15. Hallo Merle,

    lang genug hat es gedauert, bis ich nun endlich auch Deine Geschichte lesen durfte… sie stand auf meinem Zettel ganz oben und ist mir dennoch irgendwie durchgerutscht. Zum Glück habe ich nochmal bei #wirschriebenzuhause durchgeguckt, was ich noch nicht gelesen habe! Sonst hätte ich wirklich etwas verpasst. Ich beurteile Geschichten hier ja besonders danach, wie es mir „danach geht“. Deine musste ich erst mal setzten lassen. Wow. Mein Herzchen lasse ich gerne da!

    Ich wünsche Dir noch viel Erfolg und viele Herzen hier und würde mich freuen, wenn Du bei mir auch mal vorbeischaust: https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/und-der-tod-fragte-sich-wer-er-eigentlich-ist

    Liebe Grüße von der Charlie

    1. Liebe Charlie,
      deine Geschichte steht auch auf meiner Liste!!! Ich werde sie definitiv noch lesen und freue mich auch schon sehr darauf. Meine Lieblingsmärchen von den Grimms waren immer diejenigen mit dem Tod 🙂
      Es freut mich sehr, dass dir meine Geschichte gefallen hat! Das bedeutet mir viel.

      LG
      Merle

  16. Liebe Merle,

    puhh, warte, erst mal durchatmen … was für eine Geschichte 😅 Ich bin einerseits schockiert über das Thema, das leider so aktuell ist. Andererseits bin ich jedoch begeistert von deiner spannenden Story und der super Umsetzung.

    Ich mag Geschichten sehr, die in der Ich-Perspektive geschrieben sind, da sie die Gefühle der Figuren noch viel besser rüberbringen. Ich war mir von Anfang an nicht sicher, ob ich die Protagonistin mag. Tat sie mir Leid? Irgendwie schon. Aber wie sie mit ihren Hunden umging – nein. Ich musste die Stelle, an der sie an ihrem Auto vorbeirannte, zweimal lesen. Das hat sie nicht wirklich getan? Hat sie und somit stand fest, ich mag sie nicht. Sorry 😅

    Die Analogie zwischen den Schwestern und den Hunden gefällt mir sehr gut – der Kreis schließt sich. Auch die Bilder, die du mit deinen Worten heraufbeschwörst, sind toll. Eins mag ich besonders gerne: “ Meine Erinnerungen. Sie sind sepia.“ 😊

    Vielen Dank für deine spannende Geschichte, die sicher noch eine Zeit nachhallen wird. Schreib bitte auf jeden Fall weiter 😊

    Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass du noch viele Herzen bekommst. Meins hast du sicher ❤

    Liebste Grüße
    Sarah

    https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/rache-ist-suess

    1. Liebe Sarah,
      wow, vielen Dank für dein ausführliches Feedback! <3 Ich freue mich immer so sehr, wenn mir jemand seine "Lesereise" schildert, also was er*sie wann gedacht hat usw.
      Dass du Laura nicht magst, ist in Ordnung. 😀 Ich mag Charaktere im Graubereich und irgendwo da ist sie auch.
      Ich freue mich sehr, dass meine Geschichte dir gefallen hat und, dass sie auch emotional bei dir angekommen zu sein scheint! 🙂

      Ganz liebe und freudige Grüße
      Merle

  17. Liebe Merle,

    Hallelujah, deine Geschichte hat es in sich! Ich bin noch etwas sprachlos (im positiven Sinne, falls es das gibt).

    Zunächst einmal liebe ich deinen Einstieg mit den Hunden, da hast du mich als große Hundeliebhaberin gleich auf der richtigen Fährte erwischt. Meine Eltern haben eine schwarze Mischlingshündin aus Dobermann und Bracke, ich kenne das mit dem vermeintlich „gefährlichen“ Hund sehr gut.
    Was ich noch nicht so ganz verstanden habe ist, warum Laura am Anfang ihre Wohnung abdunkelt und auch, warum sie nicht in dem Schlafzimmer schlafen will. Kommen da zu viele Erinnerungen hoch?
    Ich mochte es irgendwie, dass man Laura`s Namen erst am Ende erfährt und auch sonst nicht so viele Infos über sie bekommt.
    Ansonsten ziehe ich einfach nur meinen Hut vor dir! Die Geschichte hat mich wirklich beeindruckt, ich musste oft schlucken und hatte einmal echt Tränen in den Augen. Du hast mich mit deinem bildhaften Schreibstil in Kombination mit der Geschichte in den Bann gezogen und emotional berührt, das schaffen bei mir nicht viele 😉
    Am besten gefallen hat mir der Satz: „Der Geruch von abgestandener Luft drückte sich gewaltsam in meine Nebenhöhlen, obwohl ich geschworen hätte, dass ich das letzte Mal im Garten geatmet hatte.“
    Die Auflösung mit Nina und ihrer Lebens-/Leidensgeschichte und dann noch das Ende mit Sonja im Auto und Laura, die nicht enkommen kann, war dann wirklich nochmal extrem spannend. Obwohl ich es ja immer besonders schlimm finde, wenn den Hunden etwas passiert 😀
    Alles in allem ist deine Geschichte einer meiner Favoriten geworden und du hättest es wirklich verdient, ins E-book zu kommen.
    So, ich hoffe das Feedback war jetzt nicht allzu durcheinander, ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg!
    Liebe Grüße, Annika (Null Negativ)

    1. Liebe Annika,
      wow, vielen, vielen Dank für dein Feedback!!!! <3 Ich freue mich sehr!
      Ich bin immer so froh, wenn ich jemanden emotional erreichen konnte. 🙂
      Und ja, wenn Hunden oder insgesamt Tieren in Geschichten etwas passiert, dann ist das auch für mich schlimm. Diese Stelle zu schreiben, war nicht einfach.
      Zu deinen Fragen: Mein Gedanke war, dass Laura sich versteckt, weil sie sich schämt. Sie fühlt sich wie Dreck, weil sie Nina damals allein gelassen hat, aber kann nicht dazu stehen. Sie versteckt sich vor ihrer Schuld.
      Das mit dem Schlafzimmer liegt darin begründet, dass zum einen der Missbrauch immer in einem Schlafzimmer stattfand, aber auch, dass viele Menschen, die ich kenne und die in ihrem Leben traumatische Erfahrungen gemacht haben, lieber im Wohnzimmer vor dem Fernseher schlafen, weil sie die Stille im Schlafzimmer nicht ertragen und dieses bewusste "Zu-Bett-gehen". Ich fand, dass das zu Lauras "Weglauf-Mentalität" passt.

      Ganz liebe Grüße und vielen Dank für das tolle Feedback!!!
      Merle

  18. Liebe Merle,

    ich habe es endlich geschafft, deine Geschichte zu lesen!

    Zugegeben, das Thema ist für mich ja gar nichts, da fällt es mir nicht immer leicht, überhaupt weiterzulesen. Und dann noch so eine egoistische Protagonistin, die einem im Verlauf der Geschichte immer unangenehmer wird…. Aber das sind meine persönlichen Empfindungen und sollen keine Kritik darstellen.

    Ich kann dir nur mein Lob aussprechen, denn du hast einen wahnsinnig flüssigen und bildgewaltigen Schreibstil, man fühlt mit den Personen mit und möchte unbedingt wissen, was dahinter steckt und wie das Ganze ausgeht. Auch die Umsetzung der Parameter fand ich gelungen. Ein verdientes Like!

    Viel Freude weiterhin mit dem Schreiben und viel Glück fürs Voting,
    LG Yvonne / voll.kreativ (Der goldene Pokal)

    1. Liebe Yvonne,
      erst einmal vielen, vielen Dank, dass du weitergelesen hast, obwohl das Thema eigentlich nichts für dich ist. Da habe ich vollstes Verständnis für. Umso schöner, dass meine Geschichte dir trotzdem irgendwie gefallen hat!
      Ich freue mich sehr über dein Feedback und dein Like! <3

  19. Liebe Merle,
    jetzt habe ich doch tatsächlich auf den letzten Metern noch eine neue Lieblingsgeschichte gefunden 🙂
    Ich kann nur sagen: Super. Mega. Richtig toll!
    Du kannst schreiben, das ist schon mal sicher! Dein Schreibstil hat mich total begeistert und auch die Idee zur Geschichte ist super.
    Es gibt ja Geschichten, die liest man. Und es gibt Geschichten, die erlebt man. Deine gehört, für mich, zu der zweiten Kategorie. Du ziehst einen förmlich in deine Geschichte und damit hast du es unter meine Top 5 geschafft. Ich freue mich total, dass ich es noch geschafft habe „Sepia“ zu lesen. Schade, dass ich dir dafür nur ein Herz geben kann.
    Liebe Grüße aus dem Maislabyrinth, Andrea

  20. Hallo Merle, mich hat der Einstieg mit den Hunden dazu gebracht unbedingt weiter zu lesen. Ich wollte einfach wissen, wie es mit Sonja und Luzifer weitergeht… Leider nahm ihr Leben ein trauriges Ende aber das passte eben genau zu Frauchen und musste sein. Man kann Menschen meistens nicht ansehen, was sie verbergen. Du hast eine sehr gute Geschichte geschrieben und verdienst mein Like. Ich wünsche Dir viel Glück fürs Voting. LG Melanie https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/blaues-mondlicht

  21. Hey Merle,

    mir hat deine Geschichte gut gefallen!
    Dein Schreibstil ist sehr ansprechend und schön zu lesen.
    Die Idee deiner Geschichte finde ich echt spannend – vor allem, dass man Parallelen zwischen ihrer Kindheit und der Adoptionen der Hunde sieht. Wie Laura so (unterbewusst) versucht, etwas aus ihrer Kindheit wieder gut zu machen und durch die Adoption der Hunde versucht, ihre Schuldgefühle zu kompensieren.
    Nur etwas Schade, dass Laura am Schluss am Auto vorbei rennt, andererseits passt es schon zu ihr
    Auch der Titel ist sehr passend ausgewählt und erklärt so einiges … 😉

    Ich habe deine Geschichte gerne und mit viel Spannung gelesen.

    Liebe Grüße und noch alles Gute für’s Voting 😉
    Sarah
    https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/unschuldskind

  22. Hallo Merle,

    ich bin froh kurz vor knapp noch über deinen Beitrag gestolpert zu sein. Wäre schade gewesen, den zu verpassen.
    Tolle Geschichte, gut aufgebaut und super geschrieben (alle Parameter klasse eingebunden).
    Sehr gut finde ich, wenn jemand es schafft seine Geschichte mehrmals umzudrehen, was bei dir mit deinem Doppel-Twist ebenfalls gelang.
    Sicher ahnst du es bereits, und wenn ja, dann hast du recht: Meine Stimme ist dir sicher.

    Mach weiter so – ich glaube, da geht noch was! Sieht auf jeden Fall ganz danach aus!!

    Wenn du in den letzten Tagen noch Zeit findest, auch noch einen Blick auf meinen Beitrag zu werfen, würde mich das sehr freuen.

    Viele Grüße und vielleicht „höre“ ich ja noch von dir…
    J. D.
    https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/das-leben-eines-toten-mannes

  23. Hallo Merle,
    Ich sitze gerade in der Bahn und durfte in deine Geschichte eintauchen. Schwere Kost am Morgen, aber toll umgesetzt und geschrieben. Die Ich Perspektive gefällt mir, hab ich bei mir auch verwendet 😁. Deine Protagonisten sind toll dargestellt und wirkten auf mich immer sehr real. Daher gibt es von mir auch ein 💛 und ich wünsche Dir viel Erfolg 🍀.

    Liebe Grüße

    Maddy

    P. S Vielleicht findest du ja noch Zeit meine Geschichte „Alte Bekannte“ zu lesen 😊☺️…

  24. Liebe Merle,
    ich habe jetzt hier nur auszugsweise die Kommentare gelesen. Sie decken sich aber überwiegend mit dem, was ich auch gedacht habe.

    Ich bin auf ganz viele verschiedene Arten sehr gerührt von Deiner Geschichte, die mich aufgewühlt hat, bei der ich keine Luft bekam, bei der sich Schmerzen seelischer und körperlicher Art, die insbesondere Nina ertragen musste, auch auf mich übertrugen. Das Ganze in einem wirklich, wirklich tollen Stil dargebracht. Ich glaube, ich habe gerade eine der besten Stories aus dem Wettbewerb gelesen, die mich gleichermaßen auch sehr ratlos zurücklässt, denn: Die hätte in die gebundene Ausgabe gemusst.

    Hoffentlich kommt sie ins E-Book!
    Mein Like hast Du, natürlich!

    Kollegiale Grüße!
    Kathrin aka Scripturine / https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/die-nacht-in-der-das-fuerchten-wohnt
    … die sich über einen Gegenbesuch natürlich sehr freut 🙂

    1. Liebe Kathrin,
      vielen, vielen Dank für dein Feedback! <3
      Ich freue mich wahnsinnig, dass meine Geschichte dir so gut gefallen hat!!! Und vor allem, dass sie dich berührt hat *schnüff*.
      Ich weiß gar nicht, was ich schreiben soll…DANKE! <3

      LG
      Merle

  25. Hej Merle!

    Mir ist gerade, mit einer gewissen Gesichtsröte, aufgefallen, dass ich Deine Geschichte schon vor einiger Zeit gelesen, aber anscheinend nie einen Kommentar geschrieben hatte. Unerklärlich. Oder hab ich das gerade zu schnell nach unten gescrolled? Hm. Ist hiermit entweder nachgeholt oder doppelt gemacht. Das Herz ist auf jeden Fall noch an seinem Platz!

    Sepia wird mir auf jeden Fall im Gedächtnis bleiben. Es ist einer der Schätze, die es zwar nicht in die Printausgabe geschafft haben, dafür aber viele aus der Community berühren konnten!

    Ganz liebe Grüße aus Hamburg!
    Chris
    https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/identitaet-6

    1. Lieber Christian,
      endlich löst sich der Krimi um das Like, das plötzlich da war aber das ich niemandem zuordnen konnte! 😀
      Wie schön, dass es gerade von dir ist! Ich hatte immer gehofft, dass du noch bei mir vorbeischaust, wo deine Geschichte doch eine meiner absoluten Favoriten ist. 🙂
      Spätestens an der Stelle, an der du schreibst, dass meine Geschichte „viele aus der Community berühren konnte“, war die gewisse Gesichtsröte auch bei mir vorhanden. DANKE <3

      Ganz liebe Grüße in den Norden!
      Merle

  26. Liebe Merle,
    quasi in den letzten Stunden habe ich noch deine Geschichte gelesen und ich finde sie hammerstark! Obwohl ich mich frage, ob einem neunjährigen Mädchen geglaubt worden wäre, wenn sie die Vergewaltigung der kleineren „Schwester“ jemanden gesagt hätte? Leider liest man oft genug davon, dass die Jugendämter nichts mitbekommen und nur froh sind, dass sie die Kinder irgendwo unterbringen. Trotz allem konnte ich ihre Schuldgefühle verstehen. Aber das ist nur meine subjektive Meinung.
    Die Story gefällt mir wirklich gut, die Umsetzung der Vorgaben gelungen. Herz vergeben.
    (Quälende Erinnerungen)

  27. Hi,

    Das voting neigt sich dem Ende zu und ich bin froh deine Geschichte gefunden zu haben. Sie ist eine der sehr wenigen Geschichten, bei welcher sich an die Eigenschaften einer Kurzgeschichte gehalten wurde. Sie hat mir sehr gut gefallen und ich geb dir gern ein Herzchen.

    Ich würde mich sehr freuen wenn du auch meine Geschichte lesen und bewerten würdest.

    https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/das-zerstoerte-band

    Liebe Grüße Sandra (Das zerstörte Band)

  28. Hallo Merle,

    Unglaublich, dass ich es erst jetzt zu deiner Geschichte geschafft habe. Krasse Geschichte, extrem gut geschrieben. Ich war sehr gefesselt und ich könnte dir so viele Stelle nennen, die mich fasziniert haben und an denen ich fest machen kann, warum dein Schreibstil mich so fasziniert. Das schaffe ich heute allerdings nicht mehr – melde dich aber gerne, wenn es dich interessiert.

    Ich würde dir mehr als ein Herzchen geben, wenn ich könnte.

    Toller Titel, wahnsinnig eindringliche Geschichte.

    Ich hoffe, es reicht ht für dich für das ebook.

    Viele Grüße,

    Jenny /madame_papilio

    (Nur ein kleiner Schlüssel)

      1. Du bist meine letzte Geschichte, die ich vor Fristende gelesen hab und jetzt passt es für mich auch – man soll aufhören, wenn es am Schönsten ist.
        Das Ausdrucken ist ne tolle Idee 😊

  29. Hallo Merle!
    Mensch – da habe ich ja Glück das ich durch die Werbung für deine Geschichte diese noch lesen konnte, um dir ein ❤️ zu geben!
    Es fängt witzig spritzig an und dann, bum bäng, ist man in der Story drin!!!
    Toll – hat mir gut gefallen!!
    LG, Iris Schymonick „Die Rache“

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