LiondollStumme Wunden

Eine Kurzgeschichte von

Sarah Elena Löwe

 

1.     Sekunde

hundert aufgebrachte hände…hämmern…an tür…autotür…soll rauskommen…mich zeigen…leiden…fahre hindurch…einfach durch…aber da…vorn…da geht es nicht mehr…weiter…da ist…wand…hauswand…zuhause…augen zu…

PENG!!!

Merlin reißt den Kopf hoch und die Augen auf. Kein wütender Mob um ihn herum, nur die Nacht – still und dunkel wie ein Verhängnis. Regentropfen klopfen hektisch, sein Herz tut es ebenso. Grelles Scheinwerferlicht blendet seine müden Augen und sie fallen mechanisch zu.
Scheinwerfer? Merlin öffnet die Augen wieder und sieht sich um, dieses Mal mit wacherem Verstand. Er sitzt hinterm Lenkrad in seinem Auto. Bäume – links und rechts; Straße – vor und hinter sich. Ein eisiger Schauer durchfährt ihn. Warum bin ich hier? Er sucht nach der Erinnerung, in der er ins Auto steigt und losfährt, doch da ist nichts. Natürlich nicht, Merlin fährt schon lange nicht mehr.

Eine Explosion aus Fragen in seinem Kopf – keine Antworten unter ihnen. Er räumt alle beiseite, bis auf eine: Was war das für ein Knall gerade? War er real? Oder doch nur eine Ausgeburt seines Albtraums? Wahrscheinlich letzteres, aber er würde nachsehen müssen um sicher zu sein. Bevor ich aussteige sollte ich vielleicht…
Zögerlich wandert sein Blick nach oben. Aufgerissene Augen! Ein unterdrückter Schrei! Hat er richtig gesehen? Ein Schatten hinter ihm auf der Straße? Einige Muskeln erschlaffen  plötzlich und der  Kopf fällt ihm  auf die Brust. Sekunden sitzt er nur so da, bevor er die Kontrolle über seinen Körper zurückerlangt, dann zwingt er sich ein zweites Mal in den Rückspiegel zu sehen.

wie…nachts…im wald…hab ich…tot…ich….nein…warum…wie kann…bin geliefert…sein…wer…VERDAMMT…ganz ruhig merlin. Atme einfach tief durch und versuch jetzt nicht durchzudrehn, okay? Für einen Moment fragt sich Merlin, warum er davon ausgeht, dass es sich bei der dunklen Gestalt um einen Menschen handelt, es hätte alles sein können, aber er denkt nicht weiter darüber nach.

Einen tiefen Atemzug später steigt Merlin endlich aus dem Wagen aus und holt die Taschenlampe aus dem Kofferraum. Zögerliche Schritte. Hektische Blicke. Ein knackender Ast zwischen den Bäumen.
bin ich…ist jemand hie…oh gott…bitte nicht…beobachtet…mich jemand?- Seit einiger Zeit kein unbekanntes Gefühl mehr für Merlin. Keine Zeit es herauszufinden. Der Lichtkegel der Taschenlampe erfasst einen kleinen Körper. Zusammenzucken. Zuckendes Licht. Dann Dunkelheit.
albtraum…muss albtraum…kind tot…überfahren…schuld….traum…so real…unmöglich …
Das Blut in seinen Adern stockt ihm, als wollte es die Stille der Nacht nicht stören. Merlin taumelt und fällt auf die Knie, direkt neben den leblosen Körper, den er nun nach Lebenszeichen absucht. Kein Atem, Merlin ist wie erstarrt und er starrt ins Leere. Blut überall Blut! 
Keinerlei Wärme geht von dem Kind aus. Wie kann das sein? Wenn ich es gerade überrollt hätte, dann wäre es doch noch warm, oder nicht? Und dann dieser seltsame Traum…wie soll ich im Schlaf weitergefahren sein, ohne gegen einen Baum zu krachen? – nichts scheint mehr einen Sinn zu ergeben  – Vielleicht ist das alles auch wieder nur einer dieser besonders intensiven Träume. In diesem Fall wäre der Wahnsinn hier gleich vorbei und Merlin wieder in der Wirklichkeit. Aber ist die Wirklichkeit denn kein Wahnsinn? Und was ist schon wirklich? Und wer sagt, dass Träume es nicht sind? Merlin reißt sich nun wieder aus seinem Gedankenstrom  und tastet den Kopf ab.
Keine Haare.
Kein Gesicht.
Gummiartige Haut.

Nur eine Attrappe. Es ist nur eine Attrappe. Und ich Idiot dachte ich hätte ein Kind überfahren, mitten in der Nacht, im Wald. Wie dumm…
Lachend vor Erleichterung drückt sich Merlin vom nassen Asphalt ab und tritt blind gegen die Attrappe. Was…? Da leuchtet etwas. Ganz schwach. Ein…Handy. Merlin überlegt es einfach liegen zu lassen.
Irgendein Witzbold hat das Handy hier platziert…mit der Puppe, um jemandem den Schreck seines Lebens zu bereiten….was ja auch super geklappt hat…wer weiß was auf dem Handy drauf…- Die Neugierde fällt der Vernunft ins Wort – Was soll schon schlimmes zu sehen sein? Fotos von nach Blut lechzenden Zombies oder Horrorclowns? Damit kann man ihm keine Angst machen.  Die Neugier hat gesiegt, das Handy schon in der linken Hand. Ein Knopfdruck. Ein Blick in die Kamera. Zack! Entschlüsselt! Bevor er sich darüber wundern kann verformt sich sein Lächeln schon zu einem  lautlosen Schrei.
Das was da auf dem Bildschirm zu sehen ist, ist bei Weitem erschreckender, als alles was er sich davor ausgemalt hat, denn er  sieht:
Sich selbst. Seine eigenen müden Augen sehen ihn aus dem Handydisplay heraus an. Sein eigenes Gesicht. Auf dem fremden Handy. Unvermittelt rutscht er zusammen und liegt wieder auf der Straße. Kreischende Gedankenfetzen. Dann Stille.

 

2.     Sekunde

Mit ungläubigem Blick stiert Merlin das Fachwerkhaus an. Seit Minuten. Die Fensterbänke die mit Stiefmütterchen und Vergissmeinnicht verziert sind. Der Wagen, der vor dem Haus geparkt ist. Ein offenes Gartentor gibt den Blick auf die Reifenschaukel frei, die er damals für seine Tochter gebaut hat. Alles ist von einer idyllischen, märchenhaften Aura umgeben. Merlin erschaudert.
Eine böse Erinnerung will sich vor sein geistiges Auge schieben – zu blass um erkannt zu werden. Stattdessen sieht er seine Tochter zum ersten Mal auf der Schaukel sitzen, mit einem breiten, zahnlückigem Grinsen in ihrem hübschen, kleinen Gesicht. Dahinter seine Frau, die sie ebenfalls mit einem glückseligen Lächeln auf den Lippen anschubst. Unterbewusst schleicht sich ein wehmütiges Schmunzeln in Merlins Gesicht. Er kann es nicht sehen, aber er sieht auf einmal unsagbar traurig aus.
Seine Frau hat sich schon vor einiger Zeit von ihm getrennt. Sie ist weggezogen. Er auch. Seitdem hat er sie nicht mehr gesehen. Seine Tochter auch nicht.
Zurück in der Gegenwart wischt Merlin mit zitterndem Finger auf dem Display nach links. Nichts passiert. Das war´s.

Merlin ist fix und fertig. Fragen über Fragen stapeln sich in seinem Kopf. Das Gefühl beobachtet zu werden lässt ihn ebenfalls nicht los. Egal wer das Handy und den Dummy dort im Wald auf die Straße gelegt hat. Damit bin genau ich gemeint. Er hat Fotos. Von mir. Von meiner Vergangenheit. Er hat es auf mich abgesehen. Aber was will er? Meinen Tod? Oder mich nur schlichtweg in den Wahnsinn treiben? Und hat dieser jemand mich womöglich dort mitsamt meinem Wagen auf die Straße gestellt? Gruselige Vorstellung…
Merlin geht im Kopf zahlreiche andere Erklärungen durch. Nichts ergibt Sinn. Beispielsweise hatte er als Kind eine Zeit lang geschlafwandelt, aber nicht in solch einem Ausmaß…
Ein Seitenblick  auf das schwarze Display weckt in Merlin das Bedürfnis, das unbekannte Smartphone ganz weit weg von seinem Schlafplatz zu bringen…oder auf die Kommode am anderen Ende des Zimmers. Ganz nebenbei dreht er noch den Schlüssel der Tür herum und kehrt zum Bett zurück.
In was ist er da nur rein geraten? Hätte er nicht einfach weiterfahren können. Es war so oder so riskant gewesen nachts auf einer verlassenen Straße den Schutz des Autos zu verlassen. Es hätte ja auch ein Trickdieb sein können oder gar ein morddurstiger Irrer. Ist dir das hier wirklich lieber?, gibt eine kleine Stimme zu bedenken. Merlin ignoriert sie gekonnt.  Wenn er wirklich jemanden überfahren hätte? Fahrerflucht ist eine Straftat. Oft genug hatte er in seiner früheren Tätigkeit als Anwalt Menschen erlebt, die einen Unfall gebaut hatten und sich, meist unter Schock stehend, vom Unfallort entfernt hatten – für zu Schaden gekommene Personen nicht selten ein Todesurteil.
Ist es das? Will sich jemand an ihm rächen? Jemand den er damals als Anwalt hinter Gittern gebracht hatte? Möglich. Würde sich so jemand diese Mühe machen? Eine Attrappe und ein Handy mit privaten Fotos von ihm? Ebenfalls möglich.

Ein Klingeln reißt Merlin aus seinen Überlegungen. Er greift reflexartig nach seinem Handy.  Auf dem Nachttisch. Nichts. Stimmt ja, den Ton hab ich ja schon lange nicht me…
Zwei Pupillen wenden sich entgeistert in Richtung der schaurigen Melodie. Der Melodie aus dem Handy. Auf der Kommode. Merlin weiß nicht was ihn mehr beunruhigen sollte.
A dass das Handy mit seinem früheren Klingelton klingelt
B dass es das ohne eine SIM-Karte tut, oder
C dass es überhaupt klingelt.
Alles in ihm schreit danach auf keinen Fall ran zu gehen. Er weiß, er muss es tun. Herausfinden, wer mit ihm dieses üble Spiel spielt. Er nähert sich dem schellenden Ding, bevor er es sich anders überlegt. Herz stolpert. Überschlägt sich dann schon fast. Ein zögerlicher Blick auf das surrende Teil vor ihm: Unbekannte Rufnummer….
Ja toll Merlin, was hast Du auch erwartet? Dass Vor- und Zuname auf dem Display zu lesen sind? Am besten noch ein Kontaktbild und die Anschrift?
Lässt er sich so lange Zeit in der Hoffnung, dass der Anrufer es sich anders überlegt und auflegt? Er hält das Handy in der wackligen Hand. Es fällt auf den Boden. Es klingelt weiter. Merlin hebt es auf und setzt sich eilig auf den Lesesessel zu seiner Rechten.  Ein Druck auf den grünen Hörer. Nichts zu hören. Auf keiner Seite. Dann predigt eine verzerrte Stimme: „Es wird erst aufhören, wenn du dich erinnerst!“
Merlin schreit das Handy an: „Wer sind Sie? Was soll das heißen? Hallo?!“ Die Stimme meldet sich noch einmal zu Wort: „Erkenne die Schuld, Merlin Hertzmann!“

 

3.     Sekunde

Merlin öffnet langsam die Augen. Er liegt auf dem Rücken. Mondlicht scheint durch das Schlafzimmerfenster. Immer noch Nacht. Irgendwas ist komisch. Irgendwas fühlt sich nicht normal an. Dann Geräusche. Laute Geräusche. Ein Klirren. Ein Klappern. Aus der Küche. oh Artur…dummer Hund…was treibt der schon wieder…einmal durchschlafen…ist das zu viel verlangt?
Merlin wird unruhig. Sein Herz schlägt wild in seiner Brust. artur…artur…
Mit Schrecken wird Merlin klar, dass Hunde hier garnicht erlaubt sind. Seine Frau hatte den Bernhardiner damals mitgenommen. Aber wer ist dann in der Küche…? Merlin steht auf und geht der Sache auf den Grund – das möchte er jedenfalls, aber was ist das?
Er liegt immer noch genauso da, auf dem Rücken. Nichts kann er bewegen, weder Arme noch Beine, noch den Kopf anheben. Er ist wie gelähmt. Mit allem Willen versucht er seinen Arm Richtung Nachttischlampe zu bewegen, aber der Arm bleibt einfach neben ihm liegen. Panik steigt in ihm auf. Atmet er überhaupt?  Er kann seinen Atem nicht mehr spüren. Merlin möchte nach Hilfe schreien, aber auch seine Zunge scheint gelähmt.

Stumme Furcht.

Er hat keine Ahnung was mit ihm passiert. Das Gefühl zu ersticken übermannt ihn und er ist auf einmal fest davon überzeugt in diesem Moment zu sterben.
Da öffnet sich im Vollmondschummerlicht langsam die Tür. Eine schemenhafte, dunkle Gestalt betritt den Raum. Merlin hat Angst. Pure, kalte Angst. Todesangst. Er möchte fliehen, sein Körper lässt ihn nicht. Da liegt er und kann nichts tun, während die dunkle Gestalt immer näher kommt. Näher und näher tritt sie an das Bett heran. Er ist der Lage völlig ausgeliefert. Hilflos. Als sie direkt neben ihm steht fängt sie an zu lachen. Ein Lachen das durch Mark und Bein geht. Schrill. Hexenhaft. Gequält. Merlin ist komplett von Furcht ausgefüllt. Er versucht sich umzudrehen, sich die Bettdecke über den Kopf zu ziehen. Nichts geht.
Jetzt beugt sich die dunkle Gestalt auch noch über ihn und durch das Licht das zum Fenster herein scheint sieht er ihre Umrisse ganz deutlich. Eine Frau. Mit langem Haar. Die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen. Sie schreit jetzt. Ein Schrei wie man ihn aus Horrorfilmen kennt. Erschütternd. Eindringlich. Einbrennend. Das verstörendste Geräusch, dass Merlin je gehört hat.
Dann bricht unbemerkt die rettende Dunkelheit über ihn herein.

 

4.     Sekunde

Der Nervenklempner
online

Levin: Du hattest angerufen?
Merlin: Ja, ich muss Dich sprechen. Es eilt!
Levin: Entschuldige, alter Knabe, es passt gerade gar nicht. Ich hab gleich noch eine Untersuchung…Zusammenfassung bitte!
Merlin:
 […].soll ich die Polizei einschalten?
Levin: Nein! Lass das Mal sein. Du als ehemaliger Jura-Nerd weißt es doch: Beweise sind das A und O.
Sein Freund hat Recht. Was hat er schon in der Hand? Ein nahezu leeres Handy und eine Puppe, die er geistesabwesend auf der Straße liegen hat lassen. Indizien. Keine Beweise. Keine Zeugen.
MerlinUnd was würden Sie mir raten in meiner derzeitigen Lage zu tun, Herr Doktor?
Levin: Pass auf, ich mach jetzt meine Arbeit zu Ende, dann komme ich vorbei und Du erzählst mir bei einer schönen Tasse Kaffee noch einmal, ganz in Ruhe, was genau passiert ist, In Ordnung?
Merlin: Na gut…danke! Bis dann!

Der Nervenklempner
zuletzt online: 15:45 Uhr

Es fühlt sich gut an seinen Freund eingeweiht zu haben. Nicht mehr allein zu sein. Beruhigend. Aber gleichzeitig ist da auch ein starkes Bedürfnis sich in sein Bett zu werfen und zu schlafen. Lange zu schlafen.  Seinem Körper ist es hingegen ziemlich egal wo er sich zur Ruhe legt. Oder zur Ruhe setzt in dem Fall. Die Augenlider sinken schon hinab. Der Kopf auch, .

Erst ein Klingeln lässt ihn wieder gerade an seinem Wohnzimmertisch sitzen. Dieses Mal ist es nicht das gefundene Handy. Ist er selbst ein Finder oder ein Gefundener? Dieses Mal kommt das Läuten von der Haustür. Merlin wird unruhig als er auf sein Handy blickt: 16 Uhr
Levin? Nein, kann nicht sein, der ist bestimmt noch schwer am schuften….aber was ist wenn es dafür der Verrückte ist, der diesen ganzen Irrsinn hier veranstaltet?
Vorsichtshalber bewaffnet sich Merlin mit einem Messer aus der Küche und öffnet die Haustür. Niemand zu sehen. Nur die Sonne grinst unermüdlich vor sich hin. Strahlend blauer Himmel. Strahlend weiße Wolken. Ein zu gutes Wetter für Merlin, es macht ihm irgendwie Angst…
„Haha, sehr lustig! Ich weiß, dass Sie hier irgendwo sind! Wenn Sie mir etwas mitteilen möchten, dann kommen Sie doch bitte her und sagen es mir ins Gesicht und nicht durch so ein dämliches Rätselratespiel!“ Nichts rührt sich. Natürlich nicht. Das  “muntere Rätselraten“ geht jedoch sogleich in die nächste Runde, Niemand steht vor der Haustür. Etwas liegt vor der Haustür. Ein Fuchs.

 

Das Erwachen

Wieder sitzt Merlin am Kaffeetisch im Wohnzimmer und kann es nicht fassen, was er da in den Händen hält. Der geliebte Plüschfuchs seiner Tochter. Ein zarter Geruch nach Schokolade umgibt ihn. Das Kinderparfum, dass er ihr einmal geschenkt hatte. Seine Frau hatte die Idee schrecklich gefunden, ihrem Kind ein Parfum zu kaufen; „Was soll ein Kind mit Parfum?“, hatte sie gesagt, „und dann noch eines das nach Schokolade riecht, unsere Tochter duftet schon jetzt nach Süßkram, weil Du einfach nicht nein sagen kannst“. Sie hatte es mit einem Lächeln in der Stimme gesagt, denn insgeheim konnte auch sie nicht nein sagen.
Die Kleine wollte einfach sein wie ihre Eltern.

Eine andere Erinnerung steigt aus ihrem Grab empor. Der Stofffuchs ist mit einem weiteren Geruch belegt: Blut.  Der metallische Geruch steigt Merlin in die Nase und er sitzt plötzlich wie eingeforen auf dem Stuhl.

1..1…….2..2…….3..3…….4..4……. schlägt das Herz

ein auto…ich im auto…meine augen sind zu…schlafe ich? …blauer himmel…die sonne scheint hell…ein kind…

…was hat das kind da zu suchen?!

– Schweißperlen auf Merlins Stirn

1.1….2.2.…3.3….4.4… schlägt das Herz

…ein mädchen….vor dem auto….

…wieso holt keiner das mädchen da weg??

– der Fuchs beginnt zu zittern

11.22.33..44.55667788….9…….10…. schlägt das Herz

…das mädchen. ..das gesicht nach unten….schmutziger asphalt…

…blut überall blut!

– ein Gefühl wie Ersticken; ein übles Gefühl in der Magengrube; ein dumpfer Schmerz in der Brust

…ein schrei…

…ein schrei der direkt nach dem Herzen greift und es in tausend stücke reißt…der schrei einer mutter der ihr kind gewaltsam entrissen wird…der schrei…

…meiner frau…

 

5.     Sekunde und alle Weiteren

Merlin liegt auf den Fliesen in der Küche – der kalte Boden der Tatsachen. Ein leeres Gefühl in der Magengegend. Ein beklemmendes Gefühl in der Brust. Tränen brennen heiß in seinem Gesicht.  Seine Tochter. Tot. Getötet. Von ihrem eigenen Vater überfahren, denkt Merlin.

Sein Herz fühlt sich eklig und schmutzig an, er möchte es aus seiner Brust reißen und verbrennen.
Warum bleibt die Erde nicht stehen? Warum dreht sie sich weiter. Seine eigene Welt ist stehen geblieben. Zum zweiten Mal. Und die Uhr an der Wand tickt als wäre alles in Ordnung.
Die Sonne scheint provokativ zum Fenster herein und scheint ihn auszulachen. Wie kann die Sonne so erfreut sein, genauso wie an dem Tag als es passierte. Es hätte tiefste Nacht werden müssen. Es kann kein Tag sein, wenn sein kleines Mädchen von seinem Wagen überrollt wird.  Und doch war es so. Und doch ist es so, denkt Merlin…                                             Er schreit alles heraus. Den Namen seiner Tochter – wieder und wieder; “warum?“ – wieder und wieder; „nein!! – wieder und wieder. Er schlägt mit den Fäusten auf den Boden. Dann liegt er nur noch da. Ohnmächtig bei vollem Bewusstsein.                   

Eine Hand auf seinem Rücken rüttelt ihn aus seinem narkotischen Zustand: „Merlin, wieder eine Kataplexie?  Oder schläfst Du?“ Ist das Hohn? Merlin dreht den Kopf und sieht in das freundlich lächelnde Gesicht seines langjährigen Freundes, des Neurologen Dr. Levin Feldhoffer.  Er scheint sich gar nicht zu wundern über sein trauergepeinigtes Gesicht. „Du wolltest mit mir sprechen. Hier bin ich.“, trällert der Mann stattdessen gut gelaunt. Merlin will gar nicht mehr reden. Merlin will überhaupt nie wieder auch nur ein Wort sagen. Eigentlich will er gar nichts mehr. Der Doktor mustert ihn und merkt dann ermutigend an: „Du wirkst mitgenommen, komm ich mach uns beiden erstmal eine Tasse Tee. Kaffee ist zu aufregend“. Was ein Empathiebolzen…Merlin will auch keinen Tee trinken. Er will liegen bleiben. Aber er möchte trotz allem seine Höflichkeit nicht vergessen, schließlich ist sein Freund nach der anstrengenden Arbeit sofort zu ihm gekommen, um ihm zu helfen. Ein kaum merkliches Nicken seinerseits und sein lieber Freund steht schon am Wasserkocher. Merlin sammelt alle nicht vorhandenen Kräfte und schleppt sich hinüber auf die Couch, wo er sofort wieder schläfrig wird.

Levin stellt ihm eine große Tasse Tee auf den Kaffeetisch und setzt sich mit seiner auf den Sessel gegenüber. „Du musst ihn noch etwas umrühren.“ Merlin rührt um. „Na erzähl Mal. Was genau ist vorgefallen in letzter Zeit. “ Irgendwie hat sein Freund sich verändert, aber Merlin könnte nicht in Worte fassen was es ist.
Die Frage beantwortet Merlin mit eisernem Schweigen. „Natürlich, trink erstmal ganz in Ruhe Deinen Tee“. Merlin trinkt. Das warme Getränk, wie es durch seine Speiseröhre in den Magen fließt, lässt ihn sich zumindest nicht mehr ganz so grässlich fühlen. Immerhin. Merlin beginnt nun doch seinem Freund von den Geschehnissen der letzten Tage zu berichten: […] dann sagte die Stimme mir, ich sollte meine Schuld erkenn…
Merlin hört auf zu sprechen und verlagert weitere Überlegungen in seinen Kopf: schuld…ich habe mein kind überfahren…das ist mit schuld gemeint…
„Alles okay bei Dir? Merlin?“
…es hört erst auf wenn du dich erinnerst…die fotos…unser früheres haus…mein alter klingelton auf dem handy…ich habe mich erinnert…und…
Alle Puzzleteile haben sich zusammengefügt und zeigen nun ein gemeinsames Bild: Den Mann der vor ihm sitzt, an seinem Tee nippt und ihn still beobachtet. Beobachtet. Er hatte ihn die ganze Zeit beobachtet! Merlin beobachtet ihn jetzt auch. Irgendwas liegt jetzt im Blick seines Freundes. Etwas…Irres. War es schon immer dort verborgen gewesen?
„Merlin ist alles gut. Du siehst verwirrt aus.“
„Du warst es! Du bist es immer gewesen!“,  der Doktor möchte etwas erwidern aber Merlin lässt ihn nicht zu Wort kommen, „Nein, Du bist jetzt leise! Du warst das mit dem Handy und der Puppe. Du hast mich angerufen mit der verzerrten Stimme. Wer sonst kennt mich so gut und hat die Möglichkeit mich ständig zu beobachten? Du wolltest, dass ich mich an den Tag erinnere als mein Mäd…“ Merlin schluckt die Worte herunter. Es Aussprechen, das konnte er nicht, „..Du wolltest, dass ich mich erinnere.“
Der Fremde der gerade noch sein Freund  gewesen war, reagiert pervers gelassen auf die Anschuldigungen: „So ungefähr, ja“
„So ungefähr!?“ Jetzt verstand Merlin wieder gar nichts mehr.
„Ich wollte herausfinden, ob Du Dich erinnerst,  in der Annahme dass du es tun würdest, dass muss ich fairnesshalber dazu sagen.“
„Warum!? Bin ich eines Deiner blöden Experimente?“ Beim Klang seiner eigenen Worte, kommt ihm eine andere Erinnerung ins Gedächtnis.

Nach dem schrecklichen Unfall hatte es seine Frau einfach nicht länger mit ihm unter einem Dach ausgehalten. Merlin konnte es auch nicht länger mit sich und seinen Erinnerungen aushalten. Sein Freund Levin, bei dem er sich bereits auf Grund seiner beginnenden Narkolepsie in Behandlung befand, forschte damals an einer sogenannten “Vergessenspille“. Die Pille befand sich zu der Zeit noch in den Kinderschuhen. Sein Freund führte verschiedene Studien durch, an Ratten, später aber auch an menschlichen Probanden. Und letztendlich auch an Merlin. Er versicherte ihm, er könnte damit all seine traumatischen Erinnerungen vollständig aus seinem Gedächtnis löschen, aber anscheinend hat die Pille nur dazu geführt, dass das Trauma nicht mehr so einfach abrufbar war und zudem von positiven Erinnerungen überdeckt wurde. Lebendig begraben.

Stumme Wunden.

Damals dachte Merlin, dass es sich hierbei vordergründig um einen Freundschaftsdienst handeln würde, aber…

Plötzlich hat Merlin einen scheußlichen Verdacht. Ist die Studie eventuell nie beendet worden? Hat der Doktor das Experiment unbemerkt weitergeführt? Merlins Blick fällt auf die langfingerigen Hände des Arztes. Die auffällige Narbe, die sich vom Handgelenk bis zum Ansatz des Zeigefingers erstreckt. Er sieht diese Hände vor sich, nicht um eine Tasse Tee gelegt, sondern um ein Lenkrad. Doch es ist zu spät…
Der Neurologe scheint Merlins Gedanken mitgehört zu haben: „Na, bist Du mir auf die Schliche gekommen?“ Ein schauriges Grinsen breitet sich im Gesicht des Doktors aus, während er sich langsam zu ihm vorbeugt und leise flüstert: „Kein Problem, in ein paar Minuten wirst Du alles vergessen haben.“

41 thoughts on “Stumme Wunden

  1. Wirklich sehr gut geschrieben! Du hast es geschafft, von der ersten Sekunde an, Spannung in Deine Geschichte zu bringen. Da wird man beim Lesen immer neugieriger. Und dann die Überraschung am Ende, perfekt. Ich möchte von Dir in Zukunft noch viel mehr lesen !

  2. Hi, ich kann mich meinen Vorschreibern nur anschließen. Unglaublich gut geschrieben, ein toller, sehr eigener Stil. Die Art, wie die Geschichte erzählt ist, hält einen die ganze Zeit in Atem. Und als i-Tüpfelchen ein genialer Schluss(-satz). Das like hast du dir mehr als verdient. Wenn ich könnte, würde ich 2 geben…

    P.S. vielleicht hast du ja Lust, auch meine Geschichte zu lesen >>Glasauge
    Ich würde mich sehr über ein Feedback freuen.

    1. Hallo!
      Puh – das ist mal ein Tempo in deiner Geschichte!! Ich brauchte ein wenig um rein zu kommen, aber dann wurde man so mitgezogen!!
      Tolle Idee mit den Erinnerungsfetzen…erinnerte mich ein klein wenig an meiner Geschichte!😉
      Gebe dir gerne ein ❤️!
      Gruß, Iris „Die Rache“

  3. Hey Sarah,

    Durchatmen. Überlegen. Finger auf Tastatur. Wörter sortieren. Wie Du merkst, ist mir gerade Dein Schreibstil sehr aufgefallen. Die Geschichte bleibt in ihrem Rhythmus, schnell, nicht ausruhend, nicht langsam in Fahrt kommend. Das ist gleichzeitig spannend und surreal. Als Leser hat man auch das Gefühl, wie der Protagonist, nicht zur Ruhe zu kommen. Genial gemacht.
    Eine Zwischenfrage: kannst Du Gedanken lesen? Bei einem meiner letzten Erste-Hilfe-Kurse (ich bilde sowas manchmal aus) dachte ich mir, dass man mit so einer Puppe auch echt einen Thriller starten könnte. Chapeau, da warst Du jetzt schneller!

    Na egal. Mir hat das gut gefallen. Mein Like hast Du!

    LG Chris (Identität-6)

  4. Ich brauche ein bisschen um in die Geschichte reinzukommen, aber einmal drin, lässt sie einen nicht so schnell wieder los. Was mir nicht ganz klar geworden ist, ist das Motiv des Neurologen, zum einen legt er Erinnerungsschnipsel um Merlin am Ende doch alles vergessen zu lassen – es kommt so rüber, als habe Merlin wissentlich an der Studie teilgenommen, dann wäre es aber normal, dass die Studie noch nicht beendet ist – das kannst Du vielleicht noch etwas herausarbeiten. Ansonsten: Klasse Idee, spannender Plot und ein ganz markanter Stil. Mag ich!

  5. Moin Sarah,

    was für einen tollen Schreibstil du benutzt! Packend, spannend! Einmal drin lässt es den Leser nicht mehr los. Sagenhaft! Ich habe jedes Wort deiner Storie geglaubt. Das abwechseln von Gedanken zu Erinnerungen oder auch umgekehrt ist dir richtig gut gelungen. Das ist auch eine von den Geschichten die es verdient gehabt hätten, ausgewählt zu werden. Top!!
    Mein Like hast du ganz sicher und für‘s Voting drück ich dir ganz fest die Däumchen.

    LG Frank aka leonjoestick ( Geschichte: Der Ponyjäger)

  6. Guten Morgen liebe Sarah,
    jetzt musste ich, nachdem wir uns gestern Abend „kennengelernt“ haben, doch gleich nach Deiner Geschichte suchen. Und ich war / bin wirklich begeistert. Sie ist einfach komplett anders, man fühlt sich wie in einem reißenden Fluss und wir von Anfang an irgendwie gleich beim Ende ´rauskommen und gleichzeitig hofft man, dass die Geschichte nie aufhört. Sehr schön geschrieben, mein Herz hast Du <3
    Liebe Grüße, Anna

  7. Hallo Sarah,
    spannende Geschichte!
    Ein bisschen Mühe hatte ich mit dem abgehackten Stil. Macht aber Sinn, wenn man alles gelesen hat. Mir ging das Drumherum ab, wie bei einem ausführlichen Roman, aber das war ja nicht die Aufgabenstellung. Mach einen spannenden Thriller daraus. Pack alles rein, glückliches, harmonisches Familienleben als Vorgeschichte mit Frau und Kind, Alltagstrott, Langeweile, Streit u.s.w. dann wird es sicherlich ein packender Roman.
    Ich wünsch dir viel, viel Inspiration.
    LG Angelika

  8. Hallo Sarah,
    dein Schreibstil ist super. Ich mag es, wenn es gleich mit vollem Tempo los geht und toll, dass du das Tempo auch durchgehalten hast. Das offene Ende ähnelt meinem, ich bin auch kein Fan von Happy Ends ;). Hoffe wir können noch viel von dir lesen.
    Liebe Grüße
    Viktoria („Fesseln“)

  9. Liebe Sarah,
    Danke für ein spannendes Leseerlebnis. Dein Stil ist anders und sehr besonders. Ich hatte an der ein oder anderen Stelle ein bissel Mühe bei den schnellen Handlungswechseln mit zu kommen, aber das hat der Geschichte keinen Abbruch getan. Das Ende war super und sehr überraschend. Sehr gelungen und mach unbedingt weiter.
    Liebe Grüße
    Silke (Das dritte Leben)

  10. Hallo Sarah,

    erstmal: Wie du schreibst, kann sich wirklich sehen lassen. Schön flüssig, keine „scharfen Kanten“, super Struktur des Aufbaus. Es las sich absolut hormonisch. Toll.
    Einzig die Motivation des Arztes ist mir nicht ganz klar. Aber sonst: alles gut -> Like.

    Zwei Stellen sind mir aufgefallen, die ich dir noch separat herausstellen wollte:

    Hier war ich mir nicht ganz sicher:
    – Er sitzt vorm Lenkrad, in seinem Auto.
    Heißt es nicht, hinterm Lenkrad sitzen?

    Und hier hat sich ein Schreibfehler eingeschlichen:
    – in Richtung der schaurigen Melode
    Melodie

    Vielleicht hast du ja auch Zeit und Lust, um mal bei mir vorbeizuschauen und einen Kommentar zu hinterlassen.

    Viele Grüße
    J. D.
    https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/das-leben-eines-toten-mannes

  11. Liebe Sarah,

    der Stil deiner Geschichte hat mir sehr gefallen. Der Aufbau ist spannend und entwickelt einen enormen Sog. Dir ist eine spannende und kreative Geschichte eingefallen. Sehr packend und unterhaltsam!

    Liebe Grüße

    Daniel

  12. Hey! Erstmal vielen Dank für die liebe Bewertung meiner Geschichte 😉
    Nun möchte ich Dir auch gerne Feedback geben:
    Zunächst einmal toller Schreibstil, auch wenn ich am Anfang noch meine Schwierigkeiten hatte rein zu kommen, aber das hat sich nach dem ersten Abschnitt gelöst!
    Die Grundidee finde ich richtig klasse und zeigt eindrucksvoll, dass psychische Traumata nicht einfach vergessen werden können.
    Ich hätte mir vielleicht noch ein wenig Hintergrundwissen bzgl. des Doktors gewünscht, gerade warum er an so einer Pille geforscht hat.
    Aber zusammenfassend wirklich eine gelungene Geschichte 🙂
    Liebe Grüße!

  13. Liebe Sarah Elena,

    jetzt hab’ ich deine Geschichte endlich. Du machst ja auch fleißig Werbung auf Insta 🙂 und deine Bilder dazu prägen sich immer ein. Dein Stil ist so erfrischend, dass es eine richtige Freude war weiterzulesen. Deine Idee mit der Puppe und dem Handy finde ich genial! Das habe ich hier bisher noch nicht gelesen. Und Merlin, was ein Name, der in Erinnerung bleibt.
    Sehr schön beschrieben: „Sein Herz fühlt sich eklig und schmutzig an, er möchte es aus seiner Brust reißen und verbrennen.“
    Vergessenspille – manchmal wäre die gar nicht so schlecht. Gibt’s die irgendwo zu kaufen?
    Der Wechsel von Gedanken zu Erinnerungen und umgekehrt auch mit der anderen Schriftart sind mega!!!
    Und weil du auch ins E-book möchtest, sollte dort natürlich die Rechtschreibung stimmen, das alles kannst du aber fix korrigieren 🙈:
    Das war^s. (Das war’s.)
    Bedürfniss (Bedürfnis)
    Hoffung (Hoffnung)
    Garnicht (Eine Eselsbrücke, um sich die Schreibweise der Wortfolge zu merken: gar nicht wird gar nicht zusammengeschrieben. Und zwar niemals!)
    passiert.Das Gefühl (Leerzeichen fehlt)
    Wie kann die Sonne so erfeut (erfreut)
    von seinem eigenen Auto überrolt (überrollt)

    Großartige Geschichte. Bitte schreib weiter in deinem eigenen Sarah Elena Stil, super, super, super!
    Mein Like 👍 lass ich dir liebend gerne da (bin die Nummer 40 😉) und wünsche dir viel Glück 🍀 für das Voting. Meine Geschichte heißt (Happy birthday) 🎈
    Liebe Grüße aus Düsseldorf, Martina

    Ps: Du kannst meine Geschichte auch anhören 🎧. Der Link steht oben im Profil. Da hat ja jeder seine Präferenzen.
    https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/happy-birthday

  14. Liebe Sarah Elena!
    Eine wortgewaltige Geschichte, toll geschrieben mit einem ganz eigenen Stil. Hat mir riesig gefallen und mein Like hast du. Ich war gleich mittendrin und konnte es in einem Rutsch lesen. Beide Daumen sind gedrückt, dass du es ins Ebook schaffst.
    Vielleicht hast du Lust auch meine Geschichte zu lesen und mir Feedback zu geben, würde mich riesig freuen.
    Liebe Grüße Lotte
    https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/der-alte-mann-und-die-pflegerin

  15. Liebe Sarah,

    dein Schreibstil ist einzigartig, sowas habe ich bisher hier noch nicht gelesen. Er hält einen in Atem und man rast nur so durch die Geschichte.

    Ich tat mir allerdings etwas schwer mit den Perspektivwechseln, das hat sich erst zum Ende hin ein wenig gelegt.

    Viel Glück fürs Voting und weiterhin viel Freude am Schreiben!

    Viele Grüße
    Yvonne/voll.kreativ (Der goldene Pokal)

  16. Liebe Sarah, irgendwann in der Mitte dachte ich „oh man, das wird mir hier eigentlich zu weird, also zu abgedreht – träumt der jetzt oder fällt der immer in extreme Kurzschlafphasen mit Alpträumen oder was hat er?“ Zum Ende hin wurde es wieder besser und ich konnte auch nicht aufhören, weil es dennoch irgendwie spannend war. Es ist das Leidwesen einer Kurzgeschichte, nicht alles so ausformulieren zu können, wie man selber es sich wünscht! Dazu hättest Du in einer extended Version aber ja Zeit und Platz – mach das! Stoff ist da, Potential auch!

    Also: Alles Gute! Und Martinas Hinweise einpflegen noch, dann passt das! 🙂

    Kollegiale Grüße! Kathrin aka scripturine / Die Nacht, in der das Fürchten wohnt

  17. Hallo Sarah

    Wenn ich bei wirschreibenzuhause etwas besonders liebe, dann ist es dieser geniale Moment beim Lesen einer Geschichte, wenn man spürt, dass die Autorin, der Autor einen ganz eigenen, individuellen Schreibstil hat.

    Gute Geschichten zu erdenken, und sie aufzuschreiben, ist cool und toll.

    Gute Geschichten zu erdenken, und sie super und individuell aufzuschreiben, ist genial.

    Deine Geschichte ist sehr, sehr gut.
    Ich zolle dir den höchsten Respekt.

    Deine Grundidee ist der Hammer, die einzelnen Abschnitte perfekt inszeniert und umgesetzt.

    Du hast dir wirklich einen harten Stoff ausgesucht.
    Und du hast ihn toll und überzeugend zum Leben erweckt.

    Man spürt deutlich und bereits nach wenigen Sätzen, dass du ein Talent für coole Geschichten hast.

    Und dass du ein gegebenes Erzähltalent besitzt.

    Und einen unvergesslichen Schreibstil.

    Das ist Kunst.

    Ich bedanke mich bei dir für diese Geschichte.
    Und lasse dir sehr gerne ein Like da.
    Du hast es dir verdient.

    Ich würde gerne noch mehr von dir lesen.
    Denn ich mag deinen Style, deine Kreativität.

    Dir und deiner Geschichte alles Gute und viel Erfolg.

    Ganz liebe Grüße, Swen Artmann (Artsneurosia)

    Ich würde mich sehr freuen, wenn du auch in meine Geschichte hineinlesen würdest.
    Und noch mehr würde ich mich freuen, wenn du mir einen kleinen Kommentar zurücklassen würdest.

    Meine Geschichte heißt:

    „Die silberne Katze“

    Ich danke dir von ganzem Herzen.
    Swen

  18. Hej, Sarah…..nachdem ich Deine geschmackvollen Instagram Fotos bewundert habe, musste ich jetzt natürlich noch Deine KurzStory lesen.
    Wobei all den vorangegangenen Kommentaren eigentlich nichts hinzuzufügen ist.
    Ich mag es, wenn mich eine Geschichte von Anfang an packt, durchschüttelt, von links nach rechts und zurück schubst und am Ende die Stimmung auch noch nachklingt.
    Das ist Dir gelungen! Ich gebe Dir gern ein like und drücke die Daumen fürs ebook.

    Wenn Du magst, lies doch auch meine Kurzgeschichte und lasse ein Feedback -bei Gefallen auch gern ein Herz ; ) da…
    Liebe Grüsse,
    lotte.quint…….“Die Andere“

  19. Hallo Sarah,

    endlich habe ich es geschafft deine Geschichte zu lesen. Du bist natürlich auf Instagram aufgefallen.
    Dein Schreibstil ist hier wirklich einzigartig. Geradezu atemberaubend. Er treibt einen durch die Geschichte. Zwar hatte ich früh den Verdacht, dass Merlin sein Kind überfahren hat, dachte aber seine Frau steckte hinter dem Ganzen. Weil er ja wohl eine Frau wahrgenommen hat.
    Die Motive des Arztes sind mir auch nicht ganz klar.
    Außerdem war ich am Anfang irritiert, erst ist Merlin noch im Wald, dann wieder im Zimmer…. sehr verwirrend, aber das macht es spannend.
    Zu der Pille des Vergessens, da hast du dich doch bei Sebastian Fitzek bedient 🤗, ich weiß nicht mehr in welchem Buch, aber da kam so etwas auch mal vor.
    Das macht aber gar nichts, due hast das prima umgesetzt.
    Du hast es ja sicher ins EBook geschafft, mein Like hast du natürlich.

    Würde mich freuen, wenn du noch dazu kämest meine Geschichte zu lesen. Sie heißt „Ende Gut?“

    Liebe Grüße
    Monika

  20. Hallo Sarah,
    grusel, grusel, ich bin von einer Gänsehaut in die nächste gestolpert. So muss ein Thriller geschrieben sein!
    Nur ein kleiner Schreibfehler, weiß nicht, ob das schon jemand aufgefallen ist:
    Dieses Mal kommt das „Leuten“ allerdings von der Haustür. Muss Läuten heißen.
    Ansonsten, perfekte Spannung.
    Daumen hoch, mein Like hast du.
    Herzliche Grüße Monika
    (Quälende Erinnerungen)

  21. Hallo Sandra,

    Eine sehr anspruchsvoll geschriebene Geschichte, bei der man am Ball bleiben muss, um alles zu verstehen… Bzw. Man das Gefühl hat, man könne dann alles verstehen. Du hast mich total in einen wirren Bann gezogen und auch, wenn ich nicht alles verstanden habe, war es sehr spannend.
    Dein Plot hat mir auch sehr gut gefallen, das Ende hat mich irgendwie zu schnell getroffen. Das hätte noch weitergehen können 😊

    Dass du die Zwischenpassagen wirr, ohne Großbuchstaben, hintereinander gereiht hast, fand ich ein tolles Stilmittel.
    Bei den „normalen“ Passagen haben sich allerdings ein paar Rechtschreibfehler eingeschlichen, aber hey, die kann man korrigieren.

    Dein Titel hat mir auch sehr gut gefallen. Der hat schon ohne deine Geschichte zu lesen zum Nachdenken angeregt.

    Alles Liebe für dich,

    Jenny /madame_papilio

    (Nur ein kleiner Schlüssel)

  22. Hey,
    tolle Geschichte. Sie war spannend geschrieben. Hat mir wirklich gut gefallen. Gerne lasse ich dir mein LIKE da. Vielleicht schaffst du ja meine Geschichte auch noch zu lesen, und bei Gefallen zu liken 😉

    Viel Erfolg weiterhin…
    Liebe Grüße
    Katja (Geliebte Feindin)

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