LydelVerloren – Einfach alles Verloren

01. April 2018
Heute nun endlich war es so weit, Robert wurde aus dem Küchwaldkrankenhaus in Chemnitz entlassen. Auch wenn er sich bei dem Gedanken nicht so wohl fühlte, ist er dennoch froh den tristen Krankenhausalltag zu entkommen.
„So Herr Wagner, ich weiß es wird nicht leicht, erst recht nicht, wenn Sie nicht genau wissen, wer oder was Sie sind. Aber schauen Sie, wir wissen wenigstens Ihren Namen und Ihre Adresse haben wir auch. Fahren Sie erst einmal nach Hause und vielleicht kommen die Erinnerungen dann ganz von allein?“ – Stille – „Lassen Sie den Kopf nicht hängen, manchmal ist ein Neuanfang genau das, was der Mensch braucht!“
Die Schwester hatte gut Reden, sie wusste, wer sie ist. Sie wusste, wo sie arbeitet, wer ihre Familie war, ob sie etwas zu erwarten hatte vom Leben. Ja und Robert, er wusste nichts. Die Ärzte sagten er hatte auf Grund eines starken Alkoholmissbrauches mit einem anschließenden Autounfall, bei dem er Beifahrer war, ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten. Dies Alles führte zu einer kompletten Amnesie und einem versteiften Kniegelenk.
Das Knie war ihm vorerst egal. Schlimmer war dieses Nichtwissen. Er wusste weder wie es zu diesem Unfall kam, noch wer der Fahrer war. Darüber hinaus hatte er nicht einmal eine Ahnung, wer er war, wie er hieß, was er beruflich machte oder welche Hobbys er hatte. Robert hatte wahrscheinlich Glück, dass man seinen Ausweis nach dem Unfall in seiner Hosentasche vorfand, somit konnte man wenigstens seinen Namen und Wohnort ausfindig machen.
Dies half aber selbst der Polizei kein Stück bei den Ermittlungen weiter, sie fanden den Namen Robert Wagner nirgends im System. Nur seine Meldeadresse, aber darüber hinaus absolut gar nichts. Der Hauptkommissar Klein meinte damals nur zu ihm: „Also Herr Wagner, es ist seltsam… Erst einmal danke für Ihr Einverständnis, dass wir uns in Ihrer Wohnung umschauen durften. Ich weiß nicht wie ich es sagen soll ohne komisch zu klingen.“ Er räusperte sich als Robert nichts sagte. „Ihre Wohnung ist recht steril. Es ist nicht einmal ein Staubkorn zu finden, keine persönlichen Gegenstände – nichts. Ich weiß, dass Sie an einer Amnesie leiden, aber sobald Ihnen etwas einfällt nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.“

Die Schwester fasste Robert behutsam auf die Schulter, der in seinen Erinnerungen mit dem Hauptkommissaren gefangen war. Dadurch erschrak er etwas und packte wortlos seine Tasche, die ihm von der Polizei mitgebracht wurde. Darin enthalten waren nur ein paar Sachen, die ihm absolut nicht gefallen wollten. Es schien, als gab es nur die Farben Schwarz, Weiß und Grau in seinem Kleiderschrank. Alles schien wie ein schlechter Scherz – da der 01. April war, konnte es ja tatsächlich ein schlechter Aprilscherz sein, aber es rief einfach niemand „April, April“.

2 Jahre später

Es plapperte wild aus der Küche, in der Lina für Robert und sich selbst ein Mittagessen zauberte. Er liebt ihre Kochkünste. Sie ist kreativ, aber dennoch hat es immer den Charme der bürgerlichen Küche.

Der quirlige Wildfang stand einfach vor seiner Tür. Er hatte ein Päckchen für sie mit angenommen und das, obwohl er das nie, bis hin selten machte. Als er damals die Tür aufmachte und die blonde Schönheit mit der runden Brille vor sich sah, war es direkt um ihn geschehen und das nur durch einen Blick.
Erst dachte er, dass er aufgrund des nachziehenden Beins – welches Robert durch die Versteifung schmerzlich verkraften musste – nie an so eine Frau kam. Doch es kam anders, sie sahen sich öfters und irgendwann saßen sie bei einer Zuckerwatte beim alljährlichen Rummel auf dem Hartmannplatz und es kam wie es kommen musste. Ein Kuss, eine Liebesgeschichte – sie wurden ein Paar.

Robert schweifte öfters mit den Gedanken zu seinem ersten Kuss mit Lina ab, denn seitdem war er glücklich und musste nicht mehr darüber nachdenken, was vor diesem Wunder alles geschehen sein konnte.
Er ging in die Küche zu seiner wild erzählenden Freundin und umarmte sie von hinten, sie lachte und erzählte von ihrem Tag. Lina war eine „executive admistrative assistant“ – kurz eine Sekretärin. Sie wusste genaustens über jedes Gerücht Bescheid und dies bekam Robert immer direkt erzählt. Letzten Endes war ihr genau klar, wie sie ihn unterhalten konnte.

Über das Hier und heute, war Robert jedes Detail bekannt, von der Zeit vor ihm hingegen gar nichts, aber genau das war ihm recht, denn er konnte auch ihr nichts weiter von seinem bisherigen Leben erzählen.
„Ach, das hätte ich fast vergessen, heute war ein Zettel für dich im Briefkasten – also besser gesagt ein Umschlag mit einem Zettel. Aber du kennst mich, ich habe ihn aus Versehen aufgemacht. Er liegt dort bei der Kaffeemaschine. Ich habe ihn aber nicht gelesen, ich schwöre!“

Robert schaute zu der Kaffeemaschine und sah den Zettel, er musste lächeln als Lina weiter erzählte, er ging zu dem Zettel und las: „Wollen wir uns mal wieder sehen? In Einsiedel an der Brücke. Heute 16Uhr, bis dann.“
Plötzlich wurde Robert ganz kalt und sein Herzschlag wurde schneller, was hatte das zu bedeuten? Wer hat das geschrieben? Welche Brücke? Einsiedel kannte er, dort war er schon ein paar Mal mit Lina am Wochenende, das Landleben genießen. Aber woher wusste das derjenige? Freunde hatte er nicht, nur Lina die Farbe in sein Leben brachte und das seit gut einem Jahr, aber sonst kannte er niemanden.

Trotz seiner Bemühungen konnte er in all der Zeit nach seinem Unfall nichts über sein vorheriges Leben herausbekommen.
Jetzt ergab sich aber scheinbar eine Möglichkeit etwas über sich zu erfahren. Er blieb ganz ruhig und beobachte in Gedanken versunken, wie Lina die Tomaten für den Salat schnitt. Plötzlich entfuhr es ihm: „Ich muss dann noch einmal weg so gegen 15.30 Uhr. Kann ich deinen Wagen nehmen?“ Lina begutachtete ihn und legte den Kopf schräg, aber sie sagte nichts weiter als „Na klar, ich treffe mich dann eh noch mit Steffi“
Jede andere Frau würde jetzt fragen, was ist los? Mit wem triffst du nicht, aber nicht Lina. Die beiden führen eine Beziehung, in der sie beide fast alles wissen, aber wenn etwas einmal nicht erzählt wurde, war auch keiner sauer. Bisher fuhren Sie damit ganz gut, denn Sie sind glücklich.

 

Am Nachmittag

Robert fuhr um 15.30 Uhr mit dem knallroten VW-Polo in Richtung Einsiedel, er verspürte ein Kribbeln im Bauch – die Aufregung.

Er wusste nicht was bzw. wer ihn erwartete. Zum Glück gab es in Einsiedel nur eine einzige Brücke, die er auch kannte. Durch den Nachmittagsstau hatte er tatsächlich Angst sich zu verspäten.
Er kam nach gefühlten Stunden im langsamen Tempo in Einsiedel um 16.02 Uhr an. Nicht pünktlich aber wegen 2 Minuten wird ein alter Freund nicht direkt gehen. Oder etwa doch? Es war niemand weit und breit zu sehen, nur die Autos die auf der abbiegenden Hauptstraße schnell an ihm vorbei brausten. Robert wartete über 20 Minuten und ging langsam die Brücke auf und ab, auf einmal entdeckte er etwas in dem Brückengeländer, es blendete ihn, da sich die Sonne spiegelte. Mit zwinkernden Augen hob er das glänzende Etwas auf. Es war ein Handy.
Robert schaute sich um, rechts und links, er sah sogar in den kleinen Fluss, aber er sah niemanden. Wem gehörte das Handy? Er wusste nicht, ob er es entsperren sollte, aber wie sonst sollte er herausfinden wem es gehört? Also griff er sich ans Herz und wischte über den Bildschirm, was er dann sah – schockte ihn.

Weshalb er hier auf der Brücke war, vergaß Robert in dem Moment als dieses Bild auf dem Display erschien. Er war in eine leichte Schockstarre versetzt, es war ein Bild mit einem Pärchen. Der Mann hob die Frau in den Himmel, sie lachten Beide. Die Zwei sahen mehr als verliebt aus. Sie war blond gelockt, hatte ein Kleid, welches nur so vor Farbe strotzte. Ja und der Mann, war jung, glücklich und Robert kannte ihn. Er kannte ihn, weil er sich selbst direkt erkannte.

Natürlich war ihm bewusst, dass dieses Bild nicht in den letzten zwei Jahren entstanden sein konnte, aber dennoch half ihm das keineswegs weiter. Er war verwirrt, wütend, sogar etwas traurig. Warum lockte man ihn auf diese Brücke und lies ihn auf jemanden warten, der dann doch nicht kam? Was sollte dieses Handy und aus welchem Grund musste er es finden? Wer war diese Frau? Fragen die in seinem Kopf kreisten und das bis zur Abenddämmerung.

Robert blieb in seiner Schockstarre einfach stehen und beobachte die Autos, die an ihm vorbeifuhren. Er dachte nach.
Plötzlich vibrierte das Handy in seiner Hand, eine Kurznachricht blinkte auf. Schockiert schaute er auf das Handy, was sollte das? Soll er diese Nachricht öffnen, ist diese Nachricht für ihn? Die SMS musste ja für ihn sein. Schließlich war er im Hintergrundbild ein Hauptdarsteller. Kurzerhand entschloss sich Robert die Nachricht zu öffnen:
„Na bist du geschockt? Fragst du dich, was das soll? Ich kann dir zwei Dinge sagen. 1. Du hast es verdient und bisher habe ich es mehr als genossen! 2. Diese Zahl wirst du bei deinem Akkustand gebrauchen: 0603 Außerdem wird sie dir helfen zu verstehen.
Viel Spaß beim Rätseln! V.G.“

Robert schaute unentwegt auf diese Nachricht, was sollte der Scheiß? Stand der Arsch irgendwo und erregte sich an seiner Unwissenheit? Und falls er das macht, aus welchem Grund?
In dem Moment holte ihn eine bekannte Melodie aus seiner Wut. Es erklang „She´s my baby“ von Zucchero, dass konnte nur Lina sein, er nahm sein Handy aus seiner Hosentasche und ging ran. Es war ein seltsames Gespräch, was es so noch nie gab. Robert war einfach abwesend und Lina klang darüber mehr als erstaunt, er stammelte, dass er bald nach Hause kommt und legte auf.
Die Frage war nur, ob das zu Hause wirklich sein zu Hause war, denn ihm schwirrte die ganze Zeit nur eine Frage durch den Kopf, wer war die Frau und wo war sie jetzt? Er schaute sich die SMS nochmals an, erst überlegte er, ob er auf diese Nachricht antworten sollte, aber schnell fand er heraus das dies nicht möglich war, es war eine SMS von einer Internetplattform wo man die Nachrichten kostenlos versenden konnte. Auch wenn ihm nicht bewusst war, dass es solche Plattformen überhaupt noch gab, aber hier war der Beweis.

Nur brachte ihn das Ganze nicht weiter. Robert wurde klar, dass dies ein Spiel war, ein Spiel welches er aber gar nicht spielen wollte. Ihm wurde bewusst, dass er mit seinem Gegenüber nicht kommunizieren konnte. Der andere hingegen konnte die ganze Zeit mit ihm reden und damit auch mit ihm spielen. Es stellte sich nun die Frage, möchte Robert auf ein Spiel eingehen? Und wenn er das tat, konnte es für ihn gefährlich werden?
Er machte sich auf den Weg nach Hause zu Lina, aber er beschloss für sich, er erzählt ihr von diesem Erlebnis und von diesem Handy vorerst nichts. Es wird ein Spiel geben, aber er entschied selbst wann und wie es fortgesetzt wird. Als Robert nach Hause kam, war Lina schon im Bett, er legte sich zu ihr und wischte eine Strähne aus ihrem Gesicht. Er verlor sich in ihrem Anblick und irgendwann schlief er einfach neben ihr ein, als ob nichts gewesen wäre.

Der nächste Tag

Am nächsten Morgen surrte das Handy auf seinem Nachttisch. Mit diesem Klang und kratzen auf dem Holz schrak Robert schweißnass aus einem schlimmen Traum auf. Das dachte er bis zu diesem Augenblick jedenfalls noch. Als ihm bewusst wurde, dass dieses Surren gar nicht von seinem Handy kam, sondern von dem gestern gefundenen Mobiltelefon, erschauderte er.
Aber anstatt zu schauen, was dieser Verrückte wollte, stand er aus dem Bett auf und ging ins Bad, nach einer Dusche und einem guten Frühstück schrieb er kurz mit Lina, die bereits auf Arbeit war. Dann konnte ihn aber doch nichts mehr halten. Er setzte sich auf seine Couch, nahm das gefundene Handy, welches er mittlerweile aufgeladen hatte und starrte das Display an. Mittlerweile erschienen zwei Kurzmitteilungen. Es war eine Stille in der Wohnung, in der das Gefühl aufkam, dass man diese greifen konnte. Nach gefühlten Stunden drückte er auf das Display und machte die erste Nachricht auf.
„Hast du gut geschlafen? Ich muss einmal sagen, ich habe dich vermisst. Aber nun kommen wir zum wichtigen Bestandteil deiner Aufgabe:
Um das Leben deiner Lina zu retten, solltest du dich stellen und der Polizei alles erzählen was passiert ist.
V.G.“
Was zur Hölle wollte dieses Arschloch. Robert konnte nicht mehr an sich halten und schrak von der Couch auf und schrie so laut, er nur konnte. Ihm gingen so viele Gedanken durch den Kopf. Was meinte dieser Unbekannte? Wieso sollte sich Robert stellen, was hat er denn getan? Er griff zu seinem Handy und rief Lina an, es tutete mindestens zehnmal. In der Zeit wurde Robert verrückt vor Sorgen. Lina hob ab und klang leicht genervt: „Robert du weißt das ich bei diesem wichtigen Meeting dabei bin, ich kann jetzt nicht.“ Kurze Unterbrechung „Ist etwas Wichtiges?“ Robert kam ins Stammeln: „Nein, nein ich wollte nur sicher gehen, dass es dir gut geht. Bitte sei Vorsichtig“ dann beendete er direkt das Gespräch. In dem Moment war ihm nicht klar wie verwirrend so ein Satz für Lina sein konnte.

Er las sich die Kurzmitteilung auf dem Handy wieder und wieder durch. Woher wusste dieser Wahnsinnige, wer Lina ist und wieso hatte er mich vermisst? Und was bedeutete dieses V.G., vielleicht ist das ein Hinweis auf seinen Namen? Oder er kürzt viele Grüße so ab? Ach das kann wieder alles sein und brachte ihn alles nicht weiter. Aber halt! Gab es nicht noch eine zweite Nachricht? – Ja tatsächlich. Robert öffnete diese Nachricht und war erstaunt, es war keine SMS in dem Sinne, sondern nur der Hinweis auf einen verpassten Anruf, der eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen hatte.
In diesem Moment ging Robert wieder verschiedene Gedanken durch den Kopf, mit zitternden Händen drückte er auf den Touchscreen und nahm das Handy an das Ohr. Es ertönte ein tiefes Atmen, welches an jeden Horrorfilm erinnerte. Plötzlich setzte eine verzerrte Stimme ein und redete auf ihn ein. Er versuchte jedes Wort in sich aufzunehmen, um seine Antworten zu finden.
„Hallo mein guter Freund, du weißt sicher, dass wir mehr als alte Bekannte sind und das du es mehr als verbockt hast. Du hast gelogen und betrogen. Das waren deine Hauptmerkmale, eigentlich konntest du nichts anderes. Ach doch, eins konntest du noch, und zwar meine Liebste um den Finger wickeln. Sie ist dir verfallen und du hast sie nur ausgenutzt. Alles was passiert ist, hast du zu verantworten. Und du weißt, dass du dies auch tun musst. Gestehe es ein. Denk nach, vielleicht hilft dir der Ort des Verbrechens die alte Russenkaserne oben beim Zeisigwald. Ich hoffe, das hilft deinen Erinnerungen auf die Sprünge und ich kann dir sagen ich genieße deine Ratlosigkeit, denn schaffst du es nicht dein Gedächtnis wiederzufinden, wird deine Lina wohl bald nicht mehr da sein. Aber dann steht es wohl 1:1. Das beruhigt mich etwas und dich sicher auch. Du hast 24 Stunden Zeit. Ich mache mir aber keine Sorgen, da du Spielen und insbesondere Rätseln schon immer geliebt hast, wirst du spätestens morgen um diese Uhrzeit bei der Polizei sein und alles gestanden haben. Damit erlöst du meine Liebste…, mich und auch dich. Ist das nicht prima?“
Am Ende hallte nur ein Lachen durch die Leitung und die Stille hüllte Robert ein. Nach ein paar Minuten kam er wieder zu sich und in seinem Kopf drehte sich alles. Alle Informationen, die er für sich aufnehmen konnte, versuchte er zu verarbeiten.

Der seltsame Typ erzählte etwas von der alten Russenkaserne am Zeisigwald, dies war der Ort, an dem er im Autofrack auf dem Beifahrersitz schwer verletzt gefunden wurde. Seit dem Unfall war er nicht mehr dort. Außerdem erzählte diese klirrende Stimme immer von seiner Liebsten, ging es dabei um die Frau auf dem Bild? Ging es also um reine Eifersucht? Robert soll schon immer gern gespielt und vor allem gerätselt haben, in dem Moment dachte er: „Das mache ich jetzt aber nicht gern!“
Im nächsten Augenblick nahm er das Handy noch etwas mehr unter Augenschein. Er schaute, mit welcher Nummer der Verrückte angerufen hatte. Leider kam er damit zu keinem Ergebnis, denn es war eine unterdrückte Nummer. Außerdem schaute er, ob noch weitere Nachrichten auf dem Handy waren, vielleicht auch alte Nachrichten. Aber Nein, da waren keine weiteren.
Robert zuckte zusammen, da ihn ein Geistesblitz traf. Sofort durchstöberte er das Handy nach weiteren Bildern und wurde in der Fotogalerie tatsächlich fündig. Es gab Bilder zum Beispiel aus dem Autowrack, mit dem er seinen Unfall hatte. Unter Anderem eins, in dem die Rückbank mit einer schwarzen Frauenhandtasche des Autowracks fotografiert wurde. Er scrollte weiter und er fand ein Ultraschallbild, der Name der Frau war fast weggeschnitten, man konnte nur den Anfangsbuchstaben L des Vornamens erkennen und vom Nachnamen etwas mit G? Aber das war eher nur ein Verdacht, da dieser auch komplett durchgestrichen war und somit unkenntlich gemacht wurde. Das letzte Bild, was er fand, war ein Foto von zwei Frauen.  Man erkannte sie nicht, da sie von hinten fotografiert wurden. Sie saßen auf einem Steg am Wasser – wahrscheinlich ein See, die eine von Beiden könnte die Frau vom Hintergrundbild gewesen sein und die Andere, sieht von hinten etwas wie Lina aus, aber gut von hinten kann man schwer Menschen erkennen. Es kann jede blonde Frau sein.
Diese Bilder brachten ihn nicht großartig weiter, einerseits dachte Robert das er vielleicht Schuld an dem Unfall hatte, anderseits konnte das schlecht sein, denn wie alle wussten, saß er auf dem Beifahrersitz. Dann dieses Ultraschallbild von L.G.? Was sollte Robert hier herausfinden, dass er Vater geworden ist? Er nahm sich dieses Bild nochmals vor, als Datum stand dort 06.03.2018. Es war also zwei Jahre her, es war der Tag des Unfalles. Der Tag an dem er die Beweglichkeit des Beines und noch schlimmer sein Gedächtnis verlor. War das denn diesem Idioten nicht vorab klar?
Es war zum Haare ausreißen, es brachte alles nichts, wenn er Lina retten wollte, musste er zu der Russenkaserne. Natürlich überlegte er die Polizei einzuschalten, aber er wusste nicht, was er denen erzählen sollte – vielleicht so etwas wie: „Ich weiß nicht was ich getan habe, aber es muss etwas Schlimmes gewesen sein.“ Nein, das wollte er sich selbst auch nicht antun, außerdem kam er dann wahrscheinlich nicht in 24 Stunden, also jetzt nur noch 22 Stunden und 4 Minuten, zu des Rätsels Lösung.

Auch Lina wollte er nicht einweihen, sie würde nur Angst um ihn haben und ihn drängen zur Polizei zu gehen, damit würde er nur wichtige Zeit verlieren. Er entschloss sich somit, direkt mit dem Rad in die Nähe des Zeisigwaldes zu fahren.

Das Spiel
Die Fahrzeit betrug 28 Minuten und das obwohl er die ganze Zeit so schnell fuhr wie er noch nie gefahren war. Trotz Behinderung war es doch eine beachtliche Leistung, aber dafür würde er sicherlich kein olympisches Gold erhalten. Dort angekommen, schaute er sich um. Robert dachte, gerade hier sollten ihm doch irgendwelche Anhaltspunkte wieder in den Sinn kommen? Egal um was es geht, ob es um diesen Unfall geht oder um sein früheres Leben?! Es müsste doch irgendwas in seinem Kopf passieren? Warum passierte denn rein gar nichts? Aus welchem Grund saß er hier mit seinem Fahrrad und wusste nicht, wie seine Vergangenheit aussah?
Er wurde wieder wütend, es war frustrierend nicht voranzukommen. Nicht zu wissen, warum mit ihm so ein Machtspiel vollzogen wurde. Genau in dem Augenblick vibrierte es in seiner Tasche. Erst dachte er, es ist sein Handy, aber nein das war wieder das andere Telefon – das was er an der Brücke gefunden hatte.

Robert schaute auf das Display und es prangte wieder das Pop-up mit einer Kurzmitteilung auf.

Also eigentlich wie die vorigen Male nur handelte es sich nun um keine normale Mitteilung! Nein es war eine MMS, also eine Bilddatei. Schweigend und etwas ängstlich öffnete er das Bild. Zu sehen war er mit seinem Fahrrad, wie er vor den Eingang zur Ruine stand.
Sofort blickte er sich um, wie konnte es sein, dass man ihn hier so fotografieren konnte. Es war weit und breit niemand zu sehen. Die alte Russenkaserne lag vor einem kleinen Stück Land und man kam nur über eine Straße hier her.

Nirgends war ein Ort zu sehen, wo man hätte ein Foto machen können, ohne dem Anderen aufzufallen. Oder war er so vertieft in seinen Gedanken, dass er nichts mehr mitbekam? Ein eiskalter Schauer zog sich über seinen Rücken.
Robert schwenkte seinen Blick zur alten Kaserne, die tatsächlich mehr einer Ruine ähnelte. Jugendliche hatten diesen Ort scheinbar mittlerweile als Rückzugsort genutzt und überall waren Graffiti zu sehen.

Die Kaserne war nicht mehr das, was sie einmal war. Er blickte wieder auf das Display und las die Nachricht, welche zu dem Bild mitgeschickt wurden:
„Hab keine Angst! Geh ruhig rein, du warst schon oft hier! Das musst du doch wissen! Geh bis dorthin, wo du das „Gemälde“ siehst! Mit Gemälden kennst du dich doch aus? Was siehst du darin?
Sag es laut.“
Nachdem Robert diesen Text gelesen hatte, blickte er sich noch einmal um. Er hatte das Gefühl, dass jemand hinter seinem Rücken stehen würde, Robert spürte regelrecht die Gegenwart seines Gegners. Das Gefühl das er dessen Atem im Nacken spüren konnte, ließ ihn erschaudern. Dennoch konnte er niemanden sehen. Wie konnte das nur sein? Er wandte seinen Blick wieder zum Eingang, kurz überlegte er noch einmal ob er Lina einfach anrufen sollte, um ihr doch zu sagen, was hier gerade passierte. So konnte er ihr auch noch einmal sagen, wie sehr er sie liebt, aber dann würde sie sich Sorgen machen und am Ende von seinem Plan abbringen. Nein, er musste da allein durch.

Also nahm er seinen ganzen Mut zusammen und ging durch den Eingang, er schaute nach rechts und links. Öfters drehte er sich um – Richtung Eingang. Es war sogar die Überlegung da, wieder zurückzugehen. Aber was ist, wenn der Irre ernst macht und seiner Lina etwas antun würde? Das könnte er sich nie verzeihen. Auf dem Weg durch die Dunkelheit, vernahm Robert jedes kleinste Geräusch, egal ob es die klappernden Türen waren, welche durch den Wind angetrieben wurden, oder die Geräusche, die er selbst mit seinen Füßen machte – bei jedem Geräusch zuckte er zusammen.
Plötzlich hörte er ein Rascheln, es war nicht weit vor ihm, dass Herz schlug ihm in der Brust immer höher, die Angst kroch in jedes seiner Glieder. Er hatte das Gefühl, das nicht nur sein Bein versteift war, sondern der ganze Körper. Was war das nur? Er versuchte trotz seiner Angst etwas näher an diesen Raum zu kommen, wo das Geräusch seinen Ursprung nahm. Mit dem Versuch sich einzureden, dass er nur so etwas über seine Vergangenheit rausfinden und auch nur so Lina retten konnte, spornte er sich wieder an.

Robert wurde immer mutiger und lief etwas schneller und schliff sein Bein mit. Auch wenn das schnelle Laufen ihm Schmerzen bereitete, biss er sich auf die Zähne und lief mit erhobenem Hauptes in den Raum in dem das Rascheln in dem Moment verstummte, als er ihn betrat.
Er schaute sich um, an der Seite stand noch ein alter Schreibtisch und daneben stand ein alter Kleiderschrank. Die Tür war halb offen. Er fasste sich ein Herz und ging langsam zu der halboffenen Tür. Fast stumm und mit zitternden Händen stand er davor und nahm seine rechte Hand langsam hoch um die Tür zu öffnen. Robert berührte den Knauf der Tür, hielt ihn kurz fest und setzte ein stummes Gebet in den Himmel ab. Dann riss er die Tür mit einem wütenden Schrei auf und war auf Alles gefasst.
Auf Alles – stimmte in dem Moment scheinbar doch nicht. Der wütende Schrei wich einen Ängstlich, da ihm aus dem Schrank zwei riesengroße Ratten entgegen sprangen, welche wahrscheinlich eher vor ihm geflüchtet waren, als ihm Angst einzujagen. Robert ist aus Furcht beim Sprung zurück auf den Boden geknallt und schaute dem Rattenpärchen hinterher. Sein Kopf suchte den Schutz seiner Hände und er kauerte sich wie ein verschrecktes Kind auf den Boden.

In dem Moment der Stille vibrierte das Handy und wieder erschien das Bild mit einer Kurzmitteilung auf dem Display. Mit einem ratlosen, aber doch wütenden Blick öffnete Robert die Mitteilung.
„Das war vollster Einsatz, da muss ich mal sagen Respekt. Aber mein Freund was ist nur los mit dir? Früher hattest du vor nichts und niemanden Angst. Und jetzt schocken dich so kleine Geschöpfe? Steh auf und geh zum Bild und dann sag laut, was du siehst und was du getan hast.“
Wütend sprang Robert auf, was sollte der Scheiß? Beobachtete ihn dieser Idiot auch noch, währendem er hier mit seiner Angst zu kämpfen hatte? Er wurde immer wütender. Das Einzige, was ihm helfen würde wäre, wenn er diesen Feigling in seine Finger kriegen würde und er ihm einfach eine richtige aufs Maul geben könnte. Ja, genauso konnte er sich beruhigen. Er hatte das Gefühl, dass er das auch konnte, irgendwie kamen ihm sogar Boxtechniken in den Sinn. Hat das alles etwas mit seiner Vergangenheit zu tun? War er im früher Leben vielleicht Boxer oder bei einer Securityfirma beschäftigt? Die Figur dazu hatte er, denn Robert war nicht gerade schmächtig.
Trotz dem kurzem Glücksgefühl  doch etwas über seine Vergangenheit zur erfahren, versuchte er den Gedanken zu verwerfen. Stattdessen schaute er sich in der Gegend um und schrie: „Was willst du kleiner, frustrierter Penner von mir? Was habe ich dir denn getan? Du wirst ja wohl wissen, dass mein Gedächtnis im Arsch ist?“
Er horchte, doch es geschah nichts. Er vernahm weder ein Echo, noch eine Antwort. Es war als ob er mit sich selbst ein Gespräch führen würde. Wieder kroch in ihm die Wut hoch, dieser Feigling hatte nicht einmal den Anstand jetzt, wo Robert ihn offensiv ansprach, aus seinem Versteck zu kommen und das, obwohl er wusste, dass ihn dieser Verrückte beobachtete. Zu gern wollte er ihn aus seinem Versteck ziehen und dann könnte er ihn sich vorknöpfen. Natürlich nicht nur mit Prügel, er würde ihn fragen was das soll. Außerdem würde er ihm die Frage an den Kopf schmeißen, woher sich die beiden denn kennen. Ein sehr guter Freund kann es ja eigentlich nicht gewesen sein. Denn dann wüsste er ja auch das Robert keinerlei Gedächtnis mehr hatte und somit er nicht wissen konnte was damals passiert ist.

Nach seinem kurzen gedanklichen Exkurs raffte er sich auf und versuchte weiterzukommen. Der Irre wollte das er ein Gemälde findet, aber wo sich in dieser Kaserne ein Gemälde befinden sollte, hat er ihm natürlich nicht verraten. Er schaute auf die Uhr. Mittlerweile war er bereits 3 Stunden in diesem Gebäude und er hatte das Gefühl, dass er den Weg zurück gar nicht mehr finden würde. Eigentlich ist er noch gar nicht so lange gelaufen, aber in diesen Gebäuden war es sehr dunkel und mittlerweile war er bereits in ein Kellergewölbe abgestiegen.
Nach weiteren 30 Minuten kam er an eine Stelle, wo ein Lichtschein ihn blendete. Er blinzelte aufgrund der Helligkeit und fragte sich, ob er hier vielleicht an seinen Endpunkt angekommen war. Langsam aber sicher ging Robert auf dieses Licht zu. Kurz bevor er in den nächsten Raum eintreten konnte, hielt er inne und blieb stehen. Ihm kam ein Gedanke, der ihm sagte er solle noch nicht in diesen lichtüberfluteten Raum gehen. Dieser Verrückte wollte mit ihm ein Spiel spielen und Robert war diesem Spiel die ganze Zeit ausgeliefert. Er konnte bisher nichts tun, außer mitspielen. Was ist, aber wenn er den Spieß umdrehte und einfach die Spielleitung wenigstens für einige Augenblicke übernahm?
Robert überlegte, ob er nicht einfach mal den offensichtlichen Weg verlässt. Außerdem wollte er austesten, ob er noch immer und vielleicht die ganze Zeit beobachtet wurde. Dies konnte er nur, in dem er die vorgegebene Spielregeln brach und tatsächlich kurz sein eigenes Spiel spielte. Falls dieser Wahnsinnige ihn wirklich im Hier und Jetzt beobachtete, konnte dieser schlecht Lina etwas antun. Ja, Robert war bewusst, dass er hier etwas mit dem Feuer spielte, aber wer nicht wagt der nicht gewinnt, das war schon immer sein Leitsatz. Gerade als er seinen perfiden Plan umsetzen wollte, fiel ihm auf, dass ihm wieder ein Funke Erinnerung zurückkam. „Wer nicht wagt – der nicht gewinnt!“ stammelte er. Verdammt, da war etwas in seinem Hinterkopf, es hatte tatsächlich etwas mit früher zu tun, aber wieder kam er nicht drauf.
Er kniff die Augen zu und es überkam ihm. Ohne groß weiter zu überlegen, drehte er sich um und ging los. So als ob ihm eine Tarantel gebissen hätte. Der Weg, den er zu dem Licht gegangen war, ging er sogar schneller zurück und das ohne zurückzublicken. Erst dachte er, okay der Plan geht nicht auf, aber dann merkte er die Vibration in seiner Hosentasche.
Mit einem Griff nach dem Handy hatte er das Mobiltelefon in der Hand und konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen. Der Plan ging auf. Nun wusste er, dass er die ganze Zeit beobachtet wurde. Er wusste nicht, wie das möglich war, da er niemanden vor sich oder hinter sich, sehen konnte. Und auch Kameras waren keine Möglichkeit. Aber nun war ihm eines klar, Lina konnte in der Zeit, wo er hier mit dem Irren war nichts passieren.
Er wischte die Bildschirmsperre von dem gefundenen Handy weg und sah wieder das Aufblinken einer Kurzmitteilung. Er wusste, dass jetzt eine Ermahnung kommen würde und fragte sich, wie der Wahnsinnige ihn dazu bewegen will, dass er wieder seinen Spielregeln folgt. Er öffnete die SMS und stellte mit Erstaunen fest, dass es sich mal wieder um eine verpasste Nachricht auf dem Anrufbeantworter handelte. Die Frage, die sich Robert stellte, war: „Wie konnte das sein?“
Ein Klingeln hätte er gehört, bzw. hätte er das vibrieren in der Tasche zumindest gemerkt. Leider war da nichts, ihm blieb nichts anderes übrig, als die Nachricht abzuhören. Es ertönte ein lautes, wütend klingendes Atmen und dann sprach er mit verstellter Stimme los.
„Mein Freund, was soll das? Du sollst dich nur an ein paar kleine Regeln halten, die wie ich dachte, nicht noch einmal erwähnenswert sind. Und was machst du? Du läufst zurück. Ich würde sagen du und deine Lina sind bald Geschichte. Denn wer sich so verhält, hat sie nicht verdient. Aber hören oder auch an Regeln halten konntest du noch nie.“
Es knackte in der Leitung und ein kurzer Moment der Stille brachte Robert fast dazu den Anruf zu beenden, aber plötzlich knackte es wieder.
„Robert? Wo bist du? Hilf mir! Hier ist es kalt und nass.“
Wieder ein Knacken und diese Stille. Robert erkannte die Stimme sofort und seine Augen weiteten sich vor Schreck. Das konnte nicht möglich sein. Wie konnte Lina hier in seine Fänge kommen? Ein nochmaliges Knacken in der Leitung und die Aufzeichnung ging weiter.
„Merkst du, was du getan hast? Ich sage es noch einmal, geh zu dem Gemälde, du bist so nah dran. Und dann erzähle, was du siehst und was du getan hast!“
Robert brach zusammen, das war zu viel. Er hatte nicht damit gerechnet, dass dieser Verrückte Ernst macht. Hätte er doch die Polizei rufen sollen? Aber wenn er wirklich etwas getan hätte, dann müsste er vielleicht mehrere Jahre in den Knast. Er konnte sich zwar nicht vorstellen, dass er irgendetwas Schlimmes getan haben soll, aber wenn doch? Die Frage war nur, konnte er selbst damit umgehen, dass nicht sein Irrer Freund der Kriminelle war, sondern er selbst? Bisher dachte er, dass er nur ein langweiliger Büromitarbeiter war. Gerade erschloss sich ihm aber ein ganz anderes Bild. In dem Moment ging er im Kopf alles noch einmal durch.
Es gab einen Unfall am 06.03.2018. Dabei hat er selbst sein Gedächtnis verloren. Passiert ist das Ganze hier auf diesem Gelände. Scheinbar war das Auto, in dem er saß gegen eine Wand gefahren. Als Beifahrer wurde er zurückgelassen. Seitdem weiß er nichts mehr von der Vergangenheit. Mittlerweile war ihm klar, dass dieser Unfall nicht nur sein Leben veränderte, sondern auch des Verrückten, der ihn hier wahrscheinlich genau in diesem Augenblick beobachtete und auch diese Frau auf dem Bild mit der er so glücklich war. Vielleicht setzte dieser Unfall auch ihrem ungeborenen Kind dem Leben ein Ende. Das waren die Fakten, die Robert sich einbildete zu kennen, aber genau wissen konnte er es nicht.
Außerdem wurde ihm langsam klar, dass sich auch das Leben von Lina veränderte. Langsam sollte er sich aufraffen und auf gut Deutsch sich einfach dem stellen, was ihm bevorstand. Letzten Endes hatte er scheinbar etwas mächtig verbockt und dafür sollte er gerade stehen.

Das Ziel
Gesagt getan, Robert sollte für seine Fehler, die er wahrscheinlich gemacht hatte, geradestehen. Er selbst wollte wissen, was er verbrochen hatte und ob er wirklich so ein scheiß Kerl in seiner Vergangenheit war. Dies konnte er nur herausfinden, wenn er endlich aufstehen würde.
Langsam aber sicher und mit festem Willen, setzte er sich in Bewegung. Er stand dort, wo er gerade noch wie ein weinerliches Kind am Boden lag. Nach ein paar Sekunden ging er langsam aber mit festem Willen auf dieses Licht zu. Die Tür war noch circa 20 m entfernt, noch einmal ergriff ihn ein seltsames Gefühl und er blieb wieder stehen. Robert hielt noch einmal inne und dachte darüber nach, was gleich auf ihn zu kam. Vielleicht wird er in diesen Raum Lina finden oder er sieht nur dieses seltsame Gemälde. Was wird es wohl zeigen? Er hatte Angst.

Nichtsdestotrotz rannte er los, er riss die Tür auf und kam durch sein nachziehendes Bein zum Straucheln. Wieder fiel Robert auf den Boden und verletzte sich an der Hand. Trotz der Schmerzen versuchte er etwas in seiner Umgebung zu erkennen. Nun saß er unten auf dem Boden und schaute in dem mit Licht erfüllten Raum. Die Helligkeit blendete ihn so sehr, dass er seine Augen schließen musste und immer, wenn er sie öffnen wollte so sehr zwinkern musste, dass er nichts erkannte. Langsam aber sicher gewöhnte er sich aber an dieses grelle Licht. Es erinnerte ihn mehr an die durchdringende Beleuchtung in einem Krankenhaus. Es erschien so steril, obwohl der Raum es nicht war.
Als er erstmals für längere Zeit, langsam die Augen wieder offen halten konnte, schaute er sich um. Im ersten Augenblick sahen die Wände alle genauso kahl aus, wie der Rest des alten Mauerwerkes. Natürlich war mal hier und da ein kleines gekritzeltes Graffiti zusehen, aber das ergab alles kein Bild und erst recht kein Gemälde. Doch als Robert seinen Kopf weiter in Richtung rechts bewegte, fiel ihm etwas auf. Vor ihm an der Wand erschien zwar auch nur wieder ein Graffiti, aber das war anders. Es ergab ein Bild, ein richtiges Gemälde gezeichnet mit Graffiti. Eigentlich war es schade, dass es nie viel Publikum zu Gesicht bekäme.
Dieses Bild war gezeichnet mit sehr vielen Farben und es schien mehr als Freude auszudrücken. Es war aber nicht nur ein einziges Bild, nein es waren mehrere Bilder aneinandergereiht, welche eine Geschichte zu entwickeln schienen. Das Erste zeigte zwei Frauen, beide blond. Sie saßen am Steg eines Sees und blickten in Richtung Kamera die eine hatte eine Runde Brille auf. Und die andere Frau hatte ein rotes Kleid an, was direkt ins Auge sprang. Auch das zweite Bild war sehr sauber gezeichnet bzw. gesprüht. Man erkannte einen jungen Mann, der vor einem schwarzen Porsche stand. Er sah sehr arrogant aus. Irgendwie empfand er eine gewisse Ähnlichkeit mit sich selbst. Nur das der Typ in dem Gemälde selbstsicher und etwas muskulärer aussah. Die Geschichte schien weiter zu gehen, die beiden Frauen, die am Anfang so glücklich aussahen, standen sich nun gegenüber, die Gesichter waren zur Faust geballt und eine der Frauen schien zu weinen. Das konnte Robert aber nicht ganz genau erkennen. Die andere Frau hatte auch etwas in der Hand was er nicht erkennen konnte. Es war viereckig und schwarz. Nun sah er noch ein sehr dunkel gehaltenes Bild vor sich. Darauf waren zu sehen, zwei Kreuze. Dies könnten auch Gräber sein, aber hier war er sich nicht zu einhundert Prozent sicher. Davor hockte etwas oder jemand. Wie gesagt das war eher dunkel gehalten und im Hintergrund stand noch eine Nachricht. Er musste näher ran gehen um es lesen zu können. An der Wand stand, mit dunkelroten Buchstaben: „Wollen wir die Familie vereinen?“
Robert wich etwas geschockt von der Wand zurück. Was sollte das heißen? Er blickte sich im Raum um, aber nichts geschah. Plötzlich hörte er, wie die schwere Tür hinter ihm zu fiel und er hört nur noch ein lautes Einrasten und ein kleines Klicken.
Das konnte jetzt nicht wahr sein. Wurde er gerade hier eingesperrt? Er lief schnellen Schrittes zu der Tür, sie hatte von innen keine Klinke. Robert wurde panisch. Soll das heißen er kommt hier nicht allein raus? Mit panischen Blicken suchte er aus dem Raum einen Ausweg. Er schaute links, rechts, nach oben, auch unten suchte er nach einer versteckten Falltür. Aber da war nichts keine weitere Tür, die aus dem Raum rausging, kein Fenster, kein Teppich welcher eine Falltür unter sich versteckte. Robert sackte in sich zusammen, nun war er hier ganz ohne Hilfe gefangen.
Nach ein paar Minuten versuchte er einen klaren Gedanken zu fassen, dass konnte ja schlecht die Rache seines verrückten Spielgegners sein, da fehlte sicher noch etwas. Er schaute erst einmal auf sein eigenes Handy, dies zeigte ihm ein Akkustand von 4% an und keinerlei Empfang. Kurz um, das Mobiltelefon konnte ihm kaum eine Hilfe sein. Dann schaute er sich das andere Handy an, das hatte er schließlich kurz bevor er an den Ort des Grauens gegangen ist aufgeladen. Das hieß, der Akku machte ihm hier schon einmal kein Strich durch die Rechnung, aber auch hier hatte er keinerlei Empfang um irgendjemanden anzurufen. Robert stand auf und schaute, ob er irgendwo anders Empfang haben könnte, aber leider ergab die Suche nichts.
Das hieß, dann wohl er saß in der Falle und das komplett unwissend. Er selbst konnte sich kein Reim aus dem Ganzen machen. Er schrie den Raum zusammen. „Du verdammter hohler Wichser was soll das? Ich weiß nicht was du vorhast? Habe ich dir deine Frau genommen?“ – Stille, er machte weiter: „Weißt du was? Das tut mir nicht leid. Du scheinst es nicht besser verdient zu haben. Hättest du den Arsch in der Hose dann würdest du dich zeigen und mir sagen was dein Problem ist.“
Nach einiger Minuten Stille und den verzweifelten Versuchen die Tür zu öffnen vibrierte es plötzlich in der Hosentasche. Robert erschrak. Das konnte ja schlecht sein, nirgends ist in diesem Raum Empfang gewesen, aber jetzt plötzlich – er schaute auf das Handy. Voller Empfang und auf dem Display stand eingehender Anruf.

Wie automatisiert nahm Robert den Anruf entgegen, die andere Stimme war wieder verstellt. Er kannte sie nicht, aber er wagte es auch nicht sie zu unterbrechen. Robert sagte nichts, er hörte nur zu.
„Hallo mein Freund, ich freue mich, dass du endlich an diesem Ort angekommen bist, es war eine jahrelange Arbeit dein Vertrauen zu erhalten und dich hier hin zulocken. Die Zeit mit dir habe ich meist nicht genossen, sondern ich habe mich eher verachtet, dass ich genauso dumm bin, wie… Aber egal ich möchte dir nicht alles vorwegnehmen.
Haben dir die Bilder weitergeholfen? Weißt du nun, was du getan hast? Warum du hier bist? Warum Lina es bald nicht mehr geben wird? Erzähl mir, was du auf dem Gemälde siehst und was du getan hast und dann sage ich dir alles weitere.“
In der Leitung war ein Klicken zu hören und es trat wieder Stille ein. Scheinbar war Robert nun dran. Vorsichtshalber sah er noch einmal auf das Handy, ob erstens der Empfang noch da war und ob der Anrufer noch da war. Beide konnte er mit seinem Blick bestätigen. Er folgte also den Worten seines Peinigers und fing an zu beschreiben, was er sah und versuchte einiges hinein zu interpretieren.
Er erzählte von den beiden Frauen, welche zuerst ein Herz und eine Seele waren, von einem Streit, welcher im dritten Bild Inhalt war und von dem Tod der Frau und des Mannes? Da war er sich aber nicht sicher und brachte es dem Verrückten am anderen Ende auch so nahe. Robert erwähnte auch die Farben, welche ihn so beeindruckten und das Gefühl welches in den Bildern mitschwang. Auf jedes Detail ging er ein und redete so bestimmt 15 Minuten ununterbrochen.
Als er fertig war, sah er immer noch auf die Bilder und dann fragte er nur in das Handy hinein: „Was habe ich damit zu tun?“ Dann durchdrang wieder eine ungewöhnliche Stille den Raum.

Robert dachte schon, dass der Irre am anderen Ende bestimmt aufgelegt hatte. Oder dieses eklige Schwein ergötzte sich an seiner Angst. Doch plötzlich durchbrach eine Frauenstimme die Stille.
„Hallo Robert.“
Er konnte es nicht fassen war das etwa die, die er dachte? Ihm fiel ein Stein vom Herzen, er wollte sie in diesem Moment fragen, wie es ihr geht, was dieses Schwein mit ihr gemacht hat, aber er kam nicht dazu, denn sie redete unentwegt -wie immer – weiter.
„Ich bin nicht die, die du erwartet hast und wenn man es so nimmt bin ich nie die gewesen die du dachtest das ich sie bin! Gern möchte ich dir aber eine Geschichte erzählen und dann werde ich dir das Ende dieser Geschichte mitteilen. Also ich hoffe, du bist bereit und hast etwas Zeit mitgebracht?

Vor drei Jahren gab es eine aufstrebende Künstlerin Victoria Granz, sie hatte Bilder ausgestellt und wollte so ihren Durchbruch erwirken. Ihre Schwester Lina stand hinter ihr und hat ihr bei allem geholfen, wo es nur ging. Die beiden gingen durch dick und dünn. Auch wenn es für Victoria kleine Rückschläge gab, holte Lina sie immer wieder aus dem tiefen Loch. Irgendwann war es so weit ihre Ausstellung fand endlich statt. Es waren viele große Namen da. Auch ein Kritiker, dass wusste Victoria, das Einzige, was sie nicht wusste, wer er ist. Lina war an dem großen Abend natürlich auch da und sie hatte einen Typen dabei. Der war groß, stark, gutaussehend und er konnte seine Finger nicht von ihr lassen.
Am nächsten Morgen erzählte Lina ihrer Schwester, dass dieser reiche Mann mit dem Porsche die Liebe ihres Lebens sei. Gerade als Victoria versuchte das zu verstehen, wie schnell so etwas denn gehen kann, schaute sie in einer altbekannten Zeitung wie denn die Kritik für ihre Ausstellung ausgefallen ist. Natürlich erhoffte sie sich nur das Beste. Ihre Schwester Lina quasselte die ganze Zeit und erzählte von der Liebe ihres Lebens und wie toll er doch war und was er denn alles mit ihr gemacht habe.
In der Zeit las Victoria die Zeitung bzw. den Bericht und erschrak. Es schien gerade so, als ob der Kritiker überhaupt nicht auf ihrer Ausstellung gewesen wäre! Er hat Bilder beschrieben, die da gar nicht mit dabei waren und welche sie nie gezeichnet hat. Dieser Idiot hatte das alles falsch verstanden. Das dumme war, genau durch diese bescheidene Kritik würde ihr Künstlerdasein einfach so dahin verrotten. Letztendlich schlug diese Lügenkritik ein wie eine Bombe und niemand kam mehr zu ihrer Ausstellung. Die Kunst von Victoria wurde nirgends verkauft, letztendlich fiel sie in ein tiefes Loch und das schlimme war: Lina war nicht mehr da! Denn ihre Schwester war nur noch bei ihm neuen Freund. Dieser hieß außerdem Robert…. Robert Wagner und weißt du, was komisch war? Der Kritiker hieß seltsamerweise genauso.“

Robert war geschockt, war das etwa ein Teil seiner Lebensgeschichte, war er im früheren Leben tatsächlich Kunstkritiker? Doch er konnte nicht fragen, denn Lina sprach unentwegt weiter.
„Letztendlich hat Linas Freund der Kritiker Victorias Leben auf eine Probe gestellt und hat sie dadurch vor ein Nichts gestellt. Victoria hatte alles verloren! Am Ende saß sie fast auf der Straße und Lina, ja Lina wollte nicht verstehen, dass ihr Robert daran schuld war. Die zwei Schwestern waren entzweit.
Bis plötzlich ein paar Monate später Lina wieder bei Victoria vor der Tür stand. Am 6.03 2018, Robert du erinnerst dich vielleicht, das ist für dich ein ganz besonderes Datum. Ja, das stand Lina dann doch für einen Besuch für ihre Schwester zur Verfügung. Sie erzählte Victoria wieder, wie gut es ihr mit Robert ging und was für Partys sie gemacht haben und so weiter… Victoria merkte das ihre Schwester glücklich war konnte und konnte sich dennoch nur schwer dazu durchringen ihr zu vergeben, dass sie dieses Arschloch ihr vorgezogen hat. Plötzlich zeigte sie ihr aber ein Bild was alles so ein bisschen veränderte. Es war ein Ultraschallbild, ein Bild von Linas ersten Kind, auch wenn es Linas und Roberts Kind war, Victoria war dennoch glücklich und freute sich Tante zu werden und hoffte das sich dadurch doch ein paar Bögen glätten könnten.
Für diesen Abend lud Lina ihre Schwester zu einer Party bei den alten Kasernen beim Zeisigwald ein. Dort könnten sich alle vertragen und Victoria willigte ein.
Als an demselben Abend Victoria dort ankam, merkte sie schnell das Robert, aber auch Lina sehr betrunken waren. Sie war mehr als wütend auf die Zwei es kam mal wieder zum Streit und Robert wollte direkt nach Hause. Er konnte die Streitereien mit Victoria nicht ertragen und verstand auch nicht, dass sie sogar die Feier zur Schwangerschaft sprengen wollte. Er meinte damals zu Lina, „du bist die Schwangere, also fährst du!“
Ja was soll ich sagen, das tat sie auch, ohne mit der Wimper zu zucken. Sie stieg einfach in das Auto ein und fuhr los. Mit vollem Tempo um die Kurve und dann hörte man es nur noch krachen. Victoria lief direkt hin und versuchte ihre Schwester aus dem Autofrack zu ziehen, dies gelang auch irgendwann einmal. Aber Lina war zu dem Zeitpunkt schon lange tot.
Da Victoria, dieser Robert absolut nichts bedeutete ließ sie ihn dort liegen, wo er lag und hoffte, dass ihm das gleiche Wiederfahren würde. Lina brachte sie zusammen mit einem Kumpel, der in einer Rechtsmedizin arbeitete weg und sie wurde begraben.
Ja mein lieber Freund das ist die Geschichte, welche du eigentlich miterlebt hast, welche du aber so sehr verdrängst und so tust, als ob du sie vergessen hast. Und soll ich dir noch etwas sagen? Ich heiße nicht Lina. Ich heiße Victoria, ich hasse und verachte dich. Wegen dir ist mein Leben in die Brüche gegangen und nicht nur meins auch Linas, aber weißt du was, auch deins geht in die Brüche, denn du bist hier eingesperrt und darfst nun verhungern und verdursten und niemand wird dich oder auch mich finden. Falls du dich fragst, warum mich? Das wirst du gleich hören.“
Als Robert gerade aus seiner Schockstarre erwachte und etwas sagen wollte, hörte er nur ein Klick und einen dumpfen Knall, dann hörte er regelrecht wie etwas zusammensackte. Lina oder Victoria hatte sich erschossen, sie hatte sich das Leben genommen.
Robert hörte noch einer ganzen Weile der Stille zu und befand sich in einer Schockstarre. Die Liebe seines Lebens ist scheinbar zum zweiten Mal von ihm gegangen. Er hatte noch Empfang, aber wollte er so weiterleben?

78 thoughts on “Verloren – Einfach alles Verloren

  1. Da du mir einen Like und einen Kommentar hinterlassen hast, wollte ich mich hier mal revanchieren. Mir hat deine Kurzgeschichte gut gefallen. Ich finde sie spannend, mit klarem Schreibstil, sodass es sich gut und flüssig lesen lässt. Und ein offenes Ende finde ich auch immer gut, das lässt Raum für weitere Spekulationen. Außerdem bleibt so die Geschichte länger im Kopf „hängen“ 🙂

  2. Wie versprochen habe ich auch deine Geschichte gelesen und ich muss sagen: Sie hat mir sehr gut gefallen, sehr spannend, super Umsetzung der Parameter – die Geschichte verdient ein Like von mir 🙂 Mir sind nur Kleinigkeiten aufgefallen – manchmal verwendest du Präsens und Präteritum im selben Satz und teilweise fehlen Beistriche – aber das sind alles wirklich Kleinigkeiten, die die Story auf keinem Fall schmälern. Das offene Ende hat mir auch sehr gut gefallen – so solte das Ende einer Kurzgeschichte auch sein!

      1. Hallo Lydel,

        eine wirklich super Geschichte hast du da geschrieben:) am Anfang gefiel mir direkt, dass das mit dem 1. April eingebaut hast. Es geht dann auch wirklich schnell zur Sache. Du schaffst es auf jeden Fall die Spannung durch die ganze Geschichte aufrecht zu erhalten. Das Ende ist sehr gut gemacht und man merkt, dass du dir sehr viel Gedanken über den Plot gemacht hast. Am Ende muss man sich zwar etwas konzentrieren, da
        bei der Auflösung wahnsinnig viele Informationen kommen, aber das ist im Rahmen einer Kurzgeschichte wohl nicht anders lösbar.

        Ich gebe hier gerne mein like und drücke die Daumen, dass du es ins e book schaffst 🙂

  3. Spannende Geschichte kann mich nur anschließen und das offene Ende gefällt mir auch

    Kleinere Schreibfehler würden sich schnell ausbessern lassen einfach nochmal korrekturlesen!
    Like

    Daniel/thomaskaufmann11
    Black mask

  4. Von mir gibt es ein ganz großes Lob für diese Geschichte. 👍🏻
    Ich finde sie ist wirklich gut geschrieben und auch die Story gefällt mir sehr gut.
    Ich war von Anfang an gefesselt und habe mit der Hauptperson mitgefiebert. – Ich habe die Wörter beim lesen nur so verschlungen.
    Und auch durch das offene Ende bleibt es bis zur letzten Sekunde spannend.

    Ich hoffe ich kann wieder mal eine Geschichte von dir lesen 😉

  5. Hallo liebe Lydel,

    Du hast mit Deiner Geschichte ein wie ich finde sehe spannendes Thema aufgegriffen, den Gedächtnisverlust. Ich mag es total, wenn in der Vergangenheit Dinge geschehen sind, an die sich der Protagonist nicht mehr erinnern kann, die ihn aber irgendwann wieder einholen. Du hast Dir wirklich eine sehr spannende und sehr komplexe Vergangenheit überlegt – sogar schon so komplex, dass man daraus etwas Längeres, als eine Kurzgeschichte basteln könnte.
    Ich wollte unbedingt wissen, wie die Story aufgelöst wird!
    Und ich hätte gerne noch mehr erfahren: Lina, bzw. Victoria, die ihm die ganze Zeit über etwas vorgespielt hat, was ging während der Zeit des Zusammenlebens in ihr vor? Sie waren ja schon eine ganze Zeit in einer offensichtlich gespielten glücklichen Beziehung, obwohl sie ihn hasst. Das Schauspiel muss ihr ja total schwer gefallen sein. Da hätte mich zB ihr Innenleben super interessiert.
    Was ich mich ganz am Anfang gefragt habe, war, ob man einen Patienten mit Gedächtnisverlust „einfach so“ ohne weitere Betreuung nach Hause schickt.

    Ansonsten tolle Story! Wenn Du Lust und Zeit hast, würde ich mich darüber freuen, wenn Du meine Geschichte auch einmal lesen magst, sie heißt „Räubertochter“.

    Liebe Grüße
    Anita

    1. Danke für deine Kritik und Hinweise.
      Ja, ich fand es selbst schwer einige Dinge nicht zu beleuchten. Und hätte wahrscheinlich mehr schreiben können. Dann wäre ich aber über das Ziel Kurzgeschichte weit drüber hinaus gesprungen.

      Deine Geschichte werde ich später auf alle Fälle noch lesen 🙂

  6. Hallo Lydel,

    Du hast das Thema Gedächtnisverlust gewählt wie einige ander hier ebenfalls.
    Daraus lässt sich viel machen und es beinhaltet idR Rückblicke und Erklärungen. Daher ist es unglaublich schwierig bis unmöglich, zu diesem Thema eine Kurzgeschichte zu schreiben, die die Parameter einer Kurzgeschichte erfüllenen. Das ist wohl ganz große Kunst. Aus diesem Grund habe ich dieses Thema für mich ausgegrenzt gehabt.
    Du hast sicher auch gemerkt, wie schwierig es ist.

    Hast Du mal an eine Roman gedacht?
    Die Idee hat definitiv Potential dafür 🙂

    Wenn Du magst, kannst Du meine Geschichten lesen 🙂

    Niemand
    Mädchenmörder

    1. Hallo Xanny,

      Danke für deine Rückmeldung 🙂 oh ja ich habe gemerkt wie schwierig es ist… Aber es hat trotzdem Spaß gemacht zu schreiben.
      Bis zu dieser Gelegenheit habe ich nicht groß darüber nachgedacht zu schreiben. Aber ich werde sehen was die Zeit so bringt.

      Deine Geschichte werde ich mir gern mal durch lesen.

      LG Lydia

  7. hej!

    Deine Geschichte hat mir gut gefallen, der Plot ist spannend aufgebaut und man möchte unbedingt wissen, wie es ausgeht..

    Es wurde schon kurz angesprochen, Du musst hier und da noch ein paar Korrekturen vornehmen, manchmal verlierst Du Dich in verschiedenen Zeitebenen, in aktiver und passiver Sprache, das macht das Lesen etwas anstrengend.

    Alles in Allem aber solide geschrieben und deshalb auch ein Like von mir.

    LG aus Hamburg
    Christian
    https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/identitaet-6

  8. Hallo Lydia,

    wow, du scheinst ja eine Menge Geschichten gelesen zu haben. Was mir besonders an deinem Schreibstil gefällt, ist, dass ich aus allen deiner geschriebenen Kommentare auch ohne den Namen darunter herauslesen könnte, wer ihn geschrieben hat. 🙂
    Deshalb habe ich wegen Fairplay deine Geschichte nicht gelesen.

    Gruß!
    Leandra (Versteckspiel)

    1. Wie du magst 🙂 aber ein Tipp von mir für deine Geschichte noch. Ließ noch einmal drüber. Du hast einmal mir und mit vertauscht 😉
      Aber ich glaube das passiert im Eifer des Gefechts.
      Ansonsten ging mir der Szenenwechsel manchmal etwas zu flott. Aber die Geschichte an sich fand ich gut. Deswegen „Fairplay“ Herz und Kommentar dagelassen, damit die Chance zum Gewinn da ist.
      LG

  9. Guten Morgen,

    Vielen Dank, dass dir meine Geschichte gefallen hat. Nunhabe ich auch deine Geschichte gelesen und finde sie sehr gut. Die Idee mit der Künstlerin (ich möchte nicht spoilern) ist super. Ich gebe dir gerne ein Herzchen.

    Liebe Grüße Sandra (Das zerstörte Band)

    1. Hallo,

      du hast sicherlich eine tolle Geschichte geschrieben. Aber wie Leandra schon hat durchblicken lassen … Wie kann eine einzelne Person so viele Storys in so kurzer Zeit aufmerksam lesen? Teilweise kamen deine Kommentare, die alle den gleichen Wortlaut besitzen, innerhalb einer halben Stunden. Kann das möglich sein? Leandra hat übrigens immer ganz, ganz genau gelesen und jeden ihrer Kommentare individuell angepasst. Sie ist wirklich fleißig und hätte mehr Likes verdient.

      Aber du wirst schon wissen, was du tust.

      Grüße!

      1. Lieber Beobachter,
        vielen Dank für deine Kritik meiner Bewertungen. Meines Erachtens sollte es egal sein wie ich meine Bewertungen abgebe.
        Alle Geschichten habe ich keineswegs gelesen. Aber die welche ich nicht lese bewerte ich auch nicht.

        Nur die, welche mir gefallen erhalten ein Herz und einen Kommentar. Aber du hast Recht ich interpretiere und verfasse keineswegs so gute Bewertungen wie Leandra. Aber das muss ich auch nicht. Es ist aber durchaus schön, dass jmd Herzblut reinsteckt.
        Aber wir gesagt ein Herz hatte sie bekommen. Schön das sie so einen Mitstreiter wie dich hat. Alles Gute für euch.

        Danke für deine Kritik.

        LG Lydia

  10. Hey Lydia,

    eine gute Geschichte die du da zu Papier gebracht hast!
    Mir gefällt die Story deiner Kurzgeschichte sehr und die Umsetzung ist dir ebenfalls gut gelungen.
    Ja, es ist hier und da ein bisschen unübersichtlich (gerade am Ende mit den vielen Informationen) und mit den wechselnden Zeitformen – aber es ist nun mal eine kniffelige Angelegenheit sich überhaupt eine Kurzgeschichte auszudenken, alle Parameter zu erfüllen und dann auch noch auf die Formalitäten zu achten … – ich finde, dass dir deine Kurzgeschichte sehr gut gelungen ist 😉

    Ich wünsche dir alles Gute für deine Geschichte – denn Wiedererkennungswert hat dein Schreibstil, bedanke mich, dass du meine Kurzgeschichte gelesen hast und lasse dir ebenfalls ein Like da 😀

    Liebe Grüße
    Sarah
    (Kurzgeschichte: „Unschuldskind“)

  11. Liebe Lydia!
    Du hast eine sehr tolle fantasievolle Geschichte geschrieben, die das Potenzial für einen ganzen Roman hätte. Es war für mich nicht ganz einfach den Handlungssträngen zu folgen, einige Formulierungen sollten ausgefeilt werden (beispielsweise der letzte Satz:
    Die Liebe seines Lebens ist scheinbar zum zweiten Mal von ihm gegangen.
    Wieso scheinbar? Und du wechselst mit der Zeit, also ein Lektorat wäre gut.
    ABER: du hast die Figuren so hautnah erstehen lassen, dass ich mittendrin war. Es war sehr spannend auf gebaut und daher lasse ich dir auf jeden Fall Herz Nummer 30 da.
    Liebe Grüße
    Lotte (Der alte Mann und die Pflegerin – ich freue mich über ehrliches Feedback)

    1. Hallo Lotte,

      danke für dein Feedback! Ich werde es versuchen das nächste Mal etwas besser umzusetzen.

      Das „scheinbar“ am Ende war tatsächlich gewählt 🙂 Ich dachte mir ein offenes Ende wäre gar nicht so verkehrt, denn nur weil man nichts mehr hört heißt das ja nicht das Lina/Victoria tatsächlich tot sein muss…

      LG und viel Erfolg für dich! 🙂♥

  12. Hallo Lydia, danke für den Besuch bei mir. Deine Geschichte hat mir gut gefallen. Gerade am Ende hast du eine bedrückende Stimmung aufgebaut, was gut für die Story war. Am Anfang mit der sterilen Wohnung und den Klamotten dachte ich noch Robert findet heraus, dass er ein Profikiller war 😂 ich lasse Dir ein Like da LG Melanie (Blaues Mondlicht)

  13. Liebe Lydia,
    hier ist nun also – versprochen ist versprochen – mein Gegenbesuch bei Dir.
    Meine ehrliche Meinung: Den Plot als solchen in seinen Grundzügen finde ich gut erdacht und auch gut aufgebaut und aufgelöst.

    Allerdings störe ich mich – und da bin ich wirklich sehr pingelig – an Grammatik – und an Rechtschreibfehlern. Und davon gibt`s leider sehr viele in Deiner Geschichte, die, und das haben auch schon mehrere meiner VorrednerInnen angemerkt, den Lesefluss teilweise sogar zum Erliegen bringen, weil man Sätze mehrfach lesen muss, um den Sinn zu verstehen.

    Zudem mag ich es überhaupt nicht, in der Literatur so eng aneinandergereiht irgendwelche wirklich harten Schimpfwörter wie A****loch, hohler W***** und so weiter lesen zu müssen. Das gehört schon nicht unbedingt in einen gepflegten Sprachgebrauch, aber meines Erachtens auch nicht in die Literatur. Auch eine Thriller-Shortstory kann ohne auskommen, das beweisen hier viele Stories. Sorry, da hab ich mich wirklich dran gestoßen.

    Ich wünsche Dir dennoch viel Erfolg!
    Viele Grüße! Kathrin aka Scripturine / https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/die-nacht-in-der-das-fuerchten-wohnt

    1. Liebe Kathrin,

      vielen Dank für deine ehrliche Kritik, ich kann verstehen was du meinst – besonders mit den Schimpfwörtern.

      Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg und auch Spaß beim hoffentlich weiter schreiben und auch lesen.

      LG Lydia

  14. Hallo Lydel,
    Ich habe versucht, deine Geschichte zu lesen, was mir, ehrlich gesagt, nicht leichtgefallen ist. Leider enthält er so viele Rechtschreibfehler, dass es sehr schwer ist, am Ball zu bleiben.
    Vielleicht liest du am besten selbst noch mal über deinen Text. Mit etwas Abstand, fallen sie dir ja evtl. mittlerweile selbst besser ins Auge.
    Ich glaube, die Geschichte wäre es Wert, ihr noch ein paar Augenblicke deiner Zeit zu widmen.

    Zum Einstieg in die Korrektur habe ich dir ein paar aufgelistet, die du dann schon nicht mehr suchen musst:

    – Ich weiß das Sie an einer Amnesie leiden, aber bitte sobald Ihnen etwas einfällt nehmen Sie bitte Kontakt zu uns auf.“
    Ich weiß, dass sie …
    und eine Wortwiederholung: … aber bitte sobald Ihnen etwas einfällt nehmen Sie bitte Kontakt …

    – Dadurch erschrak er etwas und packte wortlos seine Tasche die ihm von der Polizei mitgebracht wurde.
    …seine Tasche, die ihm …

    – Dort enthalten waren nur ein paar Sachen die ihm absolut nicht gefallen wollten.
    Darin enthalten waren nur ein paar Sachen, die ihm…

    – Es schien als gab es nur die Farben schwarz, weis und grau in seinem Kleiderschrank.
    die Farben Schwarz, Weiß und Grau…

    – Als er damals die Tür auf machte und die
    Als er damals die Tür aufmachte…

    – Erst dachte er, dass er aufgrund des nachziehenden Beines, welches durch die Versteifung kam nie an so eine Frau kam. Doch es kam anders, sie sahen
    Dreimal „kam“ hintereinander. Durch eine einfache Satzumstellung lässt sich das leicht beheben.

    usw…

    Viele Grüße
    J. D.

    1. Hallo J.D.

      Vielen Dank für deine Kritik und Berichtigungsvorschläge. Du und die anderen haben Recht. Bisher hatte ich nicht so richtig die Zeit, aber ich habe mal angefangen und werde es versuchen noch etwas auszubessern.

      Danke für deine Worte und Ideen dir weiterhin viel Erfolg und auch Spaß beim lesen.

      LG Lydia

  15. Liebe Lydia,

    ich finde deine Geschichte sehr spannend. Ich wollte unbedingt wissen, wie sie ausgeht und war vom Ende auch überrascht. Aus diesem Grund lass ich dir gerne ein Like da.
    Für die Beseitigung der Fehler hast du ja noch ein paar Tage Zeit. Schau einfach nochmal drüber.
    Alles Gute und weiterhin viel Spass beim Schreiben :-).
    lg Kerstin (Das Mädchen Dana)

  16. Hallo Lydel,
    erst einmal danke für deinen Kommentar unter meiner Geschichte.
    Mir hat deine Geschichte auch sehr gut gefallen. Die Rechtschreib- und Grammatikfehler wurden ja schon angesprochen.
    (Für alle, die die Geschichte nicht gelesen haben, ACHTUNG SPOILER!!!!)
    Mich hätte jetzt noch interessiert, wieso die Polizei nichts über Robert Wagner herausfinden konnte, wenn er doch ein wie es scheint sehr einflussreicher Kunstkritiker war und wieso er sich an verschiedene Boxtechniken erinnern konnte. Aber dazu hätte es wohl den Rahmen einer Kurzgeschichte gesprengt.
    Dir ganz viel Erfolg weiterhin!
    Liebe Grüße,
    Jess

    1. Liebe Jess,

      Danke für dein Feedback. Ja das mit dem Boxen wollte ich eigentlich alles noch etwas ausschmücken…
      Aber wie du schon gesagt hast, hätte es dem Rahmen einfach gesprengt 😃
      Dir wünsche ich auch weiterhin ganz viel Erfolg und Spaß beim lesen.

      LG Lydia

      1. Hallo Lydel,

        Eine tolle Geschichte hast du auf das Papier gebracht. Ich glaube die vorher angesprochenen Fehler hast du mittlerweile beseitigt. Jedenfalls ist mir nicht groß aufgefallen…
        Ich lass dir ein Herz da und das nicht nur weil ich es liebe, dass ein Ende offen bleibt.
        Mir hat dein Schreibstil und die Idee sehr gefallen.

        Fühl dich gegrüßt

        Ibbe

  17. Hallo Lydel!
    Ich fand die Geschichte auch sehr spannend und gut durchdacht! Finde es witzig, dass wir beide Künstlerinnen-Schwestern als Figuren haben 🙂
    Vielleicht könntest du das Innere von Robert noch ein bisschen ‚lebendiger‘ wirken lasen, indem du mit direkter Rede arbeitest und vieleicht auch ein bisschen kürzt, z.B. an Stellen, wo du viele rhetorische Fragen hast. Ist jetzt vielleicht ein etwas kleinlicher Tipp, aber ich finde direkte Rede in inneren Monologen immer sehr ansprechend, weil dann so eine Art Dialog mit dem Leser entsteht 😉
    Wenn du die Geschichte weiter ausbauen willst, könntest du, wie Jess schon angedeutet hat, etwas überlegen, warum nach dem Unfall niemand Robert darüber aufklärt, wer er eigentlich ist, und wie Victoria es schaffen konnte, Lina zu werden.
    LG Ann-Kristin („Nacht der Unschuld“)

  18. Hallo Lydel,
    danke für deinen Kommentar, wodurch ich bei deiner
    interessanten Geschichte gelandet bin. Der Name Robert Wagner erinnerte mich beim Lesen immer an den Schauspieler Robert Wagner von „Hart aber herzlich“. Deine Namenswahl war wahrscheinlich Zufall?!
    Grüße Jana (Strafe)

  19. Hey Lydel,

    was für eine Story. Ich hätte nie an (Achtung wer es nicht gelesen hat, nicht weiter lesen) Schwestern gedacht.
    Besonders gefallen hat mir L.G. und V.G. rein theoretisch hätte es ja auch Liebe oder Viele Grüße heißen können. Davon bin ich immer ausgegangen.

    Mein Like hast du! Ich drücke die Daumen für das e-book.

    LG Marah

  20. Liebe Lydel,

    gerne habe ich mir die Zeit für deine Geschichte genommen. Die Idee dahinter ist interessant und tatsächlich dachte ich, Lina steckt dahinter. Gut gelöst am Ende.

    Dennoch muss ich leider auch sagen, dass mich die Grammatik- und Rechtschreibfehler irritiert haben. Dadurch und durch den Wechsel der Zeiten musste ich manche Sätze mehrmals lesen, um den Sinn zu erfassen. Daher mein Tipp: Lass deinen Text noch einmal gegenlesen – manchmal überliest man selbst einfach solche Dinge…

    Viel Erfolg und Spaß weiterhin mit dem Schreiben,
    LG Yvonne/ voll.kreativ (Der goldene Pokal)

  21. Hallo Lydel,

    Wie versprochen habe ich nun auch deine Geschichte gelesen. Danke nochmal für dein Feedback zu meiner 😊.

    Ich finde das Thema das du gewählt hast super spannend und konnte mir die Idee dahinter auch gut vorstellen. Bei so einem komplexen Thema hätte ich mir manchmal noch ein paar mehr Informationen und Details gewünscht, was im Rahmen einer Kurzgeschichte aber schwer ist. Beim Lesen kam ich manchmal ins stocken, doch hier macht Übung einfach die Meisterin 😁. Ein Like lasse ich Dir gerne dar. Viel Erfolg 🍀.

    Grüße

    Maddy

  22. Hallo Lydel,

    eine sehr traurige Geschichte hast du da geschrieben. Ich fand die Prämisse mit der Amnesie sehr interessant und fand, dass du sie sowohl sprachlich als auch im Plot sehr gut umgesetzt hast. Ich weiß nicht wieso, aber mein erster Gedanke, als ich von seiner Beziehung hörte, war sofort, dass Lina die Antagonistin sein würde. Aber man ist sich wirklich nie sicher und fragt sich die ganze Zeit, was wohl damals passiert ist. Die Auflösung ist furchtbar und traurig und das dramatische Finale lässt einen mit einem mulmigen Gefühl zurück.
    Die gesamte Zeit über hat die Geschichte Spannung aufgebaut und ich wollte keine Pause beim Lesen einlegen. Die einzige Frage, die ich mir am Ende jedoch stelle, ist, warum hat Victoria ein Jahr mit ihm eine Beziehung geführt, wie hat sie das geschafft, wo sie ihn doch so sehr verachtete, und wieso hat sie keinen anderen, schnelleren Weg der Rache gewählt? Andererseits bin ich froh, dass sie es nicht getan hat, denn sonst hätten wir nicht diese tolle Geschichte daraus erhalten 🙂 Mein Herz füge ich auf jeden Fall sehr gerne zu den vierundvierzig anderen hinzu 🙂
    Ich weiß, mittlerweile wird es ziemlich knapp, aber ich würde mich außerordentlich darüber freuen, falls du heute noch die Gelegenheit finden solltest, auch einmal bei meiner Geschichte (https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/verdraengte-schuld) vorbeizuschauen. Sie spielt in einem für diese Aktion sehr ungewöhnlichen dystopischen Zukunftssetting und kann vielleicht noch ein wenig Abwechselung bieten 🙂
    Viele liebe Grüße,
    Finn

  23. Hej Lydel,

    du hast hier eine tolle Geschichte geschrieben. Das offene Ende finde ich echt super. Letztendlich wissen wir ja auch nicht ob Victoria wirklich tot ist.
    Ich würde mich über eine Fortsetzung freuen. Ein Like bekommst du auf alle Fälle.

    LG Tim

  24. Hallo Lydel,

    nachdem ich die Geschichte komplett gelesen hatte, wusste ich nicht so recht mit wem ich mehr Mitleid haben sollte.
    Mit Robert? Oder doch Victoria?
    Letztendlich kann ich nur sagen, die Geschichte ist toll und sie hat das Zeug zu mehr als einer Kurzgeschichte. Du hast das toll gemacht und alle Parameter beachtet.

    Ich hoffe du schaffst es ins E-Book. Ich drücke die Daumen und lass meinen like hier.

    LG der Freibeuter

  25. Moin Lydia,

    nun bin auch ich mal bei deiner Geschichte gelandet.
    Der Wettbewerb scheint ja durch zu sein und nun widme ich mich den Geschichten, die eigentlich keinen Support benötigen, da sie im Ranking hoch stehen und schon genug Kommentare haben.

    Deine Geschichte zeigt eine große Stärke von dir ganz klar! Du hast Kreativität und Fantasie.
    Für alles andere gibt es das Lektorat. Denn in erster Linie soll mich eine Geschichte gut unterhalten und das hast du geschafft!

    Dein Schreibstil wirkte auf mich unaufgeregt und du verstehst es einen Plot zu entwickeln. An einigen Stellen jedoch konntest du mich nicht packen, da fand ich deine Geschichte zu konstruiert.
    Es gab eine Aussage und die wurde im nächsten Satz quasi aufgelöst. So wie hier:

    „Robert brach zusammen, das war zu viel. Er hatte nicht damit gerechnet, dass dieser Verrückte Ernst macht. Hätte er doch die Polizei rufen sollen? Aber wenn er wirklich etwas getan hätte, dann müsste er vielleicht mehrere Jahre in den Knast.“

    Von solchen Szenen gibt es einige. Aber das nur als konstruktive Anmerkung.

    Für deinen Mut am Wettbewerb teilgenommen zu haben erhältst du von mir das 50 Herz!

    Ich wünsche dir alles gute für‘s Voting.

    LG Frank aka leonjoestick ( Geschichte: Der Ponyjäger

  26. Hallo Lydia,

    danke zunächst für ein Like und Kommentar zu meiner Geschichte. Wie versprochen, habe ich auch deine gelesen.
    Wenn ich ehrlich bin, ist es mir stellenweise schwer gefallen. Wie einige Vorschreiben schon angemerkt haben, war die Grammatik teils holperig und die Formulierungen schwer zu verstehen. Z. B. frage ich mich wie man ein Gesicht zur Faust ballen kann, den Satz habe ich mehrfach gelesen um sicher zu gehen.

    Trotzdem war der Plott ungewöhnlich und die Stroy an sich spannend.
    Ich habe dir ein Like dagelassen.
    Egal was andere hier sagen, drücke ich dir die Daumen.

    1. Liebe Monika,

      ich danke dir ganz sehr. Das Gesicht zur Faust ballen – ist tatsächlich hier bei mir eine Redenswendung, wenn jmd wirklich bösartig bzw. krimmig schaut.😅 ich glaube, ich schreibe einfach so wie ich rede.
      Auch ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg.

      LG und danke noch einmal!
      Lydia

  27. Liebe Lydel,

    Spannende Geschichte, mir hat es gefallen und auch wenn die Grammatik nicht so passt… Mir persönlich ist die Geschichte an sich wichtiger und damit hast du mein ♥

    Viel Erfolg, ich hoffe du schaffst es ins e-book. Ich würde deine Kurzgeschichte gern darin sehen.

    LG Malin

Schreibe einen Kommentar