ninaluuDas Geheimnis

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Kalter Schweiß rennt meine Stirn hinunter, draußen ist es mindestens 36 Grad heiß aber ich laufe trotzdem. Ich laufe so schnell durch den Wald, dass man denken könnte jemand wäre hinter mir her.

Das mache ich jeden Tag, seitdem ich vor etwas weniger als zwei Jahren hierher gezogen bin. 

Riverside ist eine kleine Gemeinde mit weniger als 5000 Einwohner und sehr viel grün. Genau das wollte ich, als ich umgezogen bin: Stille.

In dem Dorf kennt zwar jeder jeden und ich wurde hier auch sehr freundlich empfangen, aber die Leute hier lassen einen in Ruhe.

Die Musik aus meinen Kopfhörern fällt plötzlich aus, auch nichts Neues, denn in diesem Stückchen Wald ist der Empfang wirklich mies.

Ich bleibe stehen, hole mein Handy aus der Hosentasche und suche einen Titel raus, der von meinem Handy runtergeladen wurde. Ich stecke es zurück in die Tasche und will loslaufen, doch als ich ein paar Schritte gegangen bin sehe ich etwas am Boden. Es reflektiert die wenigen Sonnenstrahlen, die durch das Dickicht der Bäume fallen.

Ich bücke mich und sehe, dass dort es Smartphone liegt. Es sieht aus wie meins. Ich hebe es auf und als ich den Bildschirm aufleuchten und meinen Finger über den Bildschirm gleiten lasse entsperrt es sich. 

Wer hat denn heutzutage weder Codesperre noch Gesichtserkennung, wenn das Handy dazu fähig ist?

Ich tippe auf Kontakte, aber es ist keiner gespeichert, wie merkwürdig..

Ich stecke das Handy zu meinem eigenen und laufe weiter, zu Hause werde ich mir das Ding mal genauer ansehen.

Ich schließe die Haustür auf, begrüße den Hund, der mir beim reinkommen auflauert und begebe mich direkt ins Badezimmer um eine eiskalte Dusche zu nehmen.

Nachdem ich meine langen blonden Haare mit einem Handtuch zusammengebunden und mit ein Handtuch umgebunden habe nehme ich das Smartphone, das ich gefunden habe und entsperre den Bildschirm. 

Diesmal merke ich, dass es scheinbar doch eine Sperreinrichtung haben muss, denn als ich auf den Bildschirm sehe und die Speertaste drück sehe ich, wie sich das eingeblendete Schloss oben in der Mitte des Bildschirms öffnet. Merkwürdig, aber es gibt verrücktere Dinge auf dieser Welt. Vielleicht ist es auch einfach nur ein Systemfehler
Das Hintergrundbild ist ein Standardbild, ich gehe erneut auf Kontakte, aber dort ist immer noch nichts eingetragen. Dann drücke ich auf die Fotos-App und als ich die Bilder sehe, die dort gespeichert sind erstarre ich. Mir bleibt die Luft weg, aber ich scrolle trotzdem hoch und wieder runter und sehe mir die Bilder ganz genau an, es gibt keinen Zweifel: Die Bilder, die ich mir ansehe sind die, die ich vor zwei Jahren im Sommerurlaub auf Mallorca geschossen habe. Doch eins der Bilder gehört nicht zu meinen. Diese eine Foto habe nicht ich gemacht, auf diesem Foto bin ich zu sehen, nicht die Landschaft, wie bei allen anderen. Dieses eine Foto wurde bei Nacht gemacht und zwar ohne, dass ich es mitbekommen habe. Diese Foto zeigt die Wahrheit, die Wahrheit über das, was meinen Urlaub zerstört hat und die der Grund dafür ist, warum ich in dieses kleine Dorf gezogen bin.

Ich schlucke, wie kann das sein? Wie kommt jemand an meine Fotos? 

Eine Sache muss ich noch überprüfen, bevor ich mir überlege, was ich mit dem Smartphone machen soll.

Mein Finger gleitet über den Bildschirm und drückt auf Einstellungen, dann auf Face-ID & Code. Mist ich muss einen Code eingeben, das hatte ich vergessen.

Ich überlege kurz, wenn meine Annahme stimmt müsste es der selbe sein, den ich auch habe. Mein Daumen tippt die vier Zahlen wie selbstverständlich ein und der Bildschirm verändert sich. Tatsächlich konnte ich das Handy entsperren, weil mein Gesicht eingespeichert ist. Vor Schreck lasse ich das Smartphone fallen und taumele ein paar Schritte zurück. Mein Körper gleitet an den kühlen Fliesen hinunter bis er am Boden ankommt. 

Ich schlucke, keiner weiß davon. Ich habe mein komplettes früheres Leben hinter mir gelassen, als ich hierher gezogen bin.

Vielleicht ist es ja nur ein Zufall? Nein, das kann nicht sein. Auf diesem Handy ist nicht nur dieses Bild, sondern auch meine Urlaubsfotos. Das muss einen Zusammenhang haben. 

Verdammt, wer kennt mein Geheimnis und hat dazu noch einen Beweis dafür? Und würde dieser Mensch es gegen mich benutzen? Was hätte er davon?

Es klingelt an meiner Haustür, ich binde mir meinen Bademantel um und gehe zur Tür. Doch als ich sie öffne steht niemand davor. Ich schaue mich um, entdecke aber niemanden, bis mein Blick beim Tür zumachen die Fußmatte streift. Ich drück die Tür wieder auf und nehme den Brief, der dort liegt an mich und gehe wieder ins Haus.

Auf dem Umschlag steht weder ein Adressat noch ein Absender drauf. Meine Hände fangen an zu zittern. Was, wenn dieser Brief ebenfalls etwas von meinem Geheimnis preisgibt?

Selbst wenn ich es wollte, ich könnte damit nicht zur Polizei gehen. Dann wäre alles umsonst gewesen. Mein Neustart, meine neue Arbeit und auch das, was ich an diesem Sommertag getan habe. Aber wenn er es ist, der mir das Handy und den Umschlag zukommen lassen hat, dann wäre es eh vorbei. Und wenn nicht? Dann würde ich alles aufs Spiel setzten!

Ich beschließe mich erst anzuziehen und den Umschlag dann zu öffnen.

Gesagt getan, ich öffne nun also den Umschlag, darin befindet sich ein einziger Zettel, der gefaltet ist, wie jeder normale Brief. Mit zittrigen Händen entfalte ich ihn und lese die vier Worte, die erneut mein Leben verändern:

Er hat dich gefunden!

Der Brief flattert aus meiner Hand. Das war die Schrift meiner Mutter. Sie wurde nie darüber informiert, wo ich jetzt wohne. Was sie auf sich genommen haben musste, um meine Adresse herauszufinden, um mich warnen zu können. 

Moment, wenn auf dem Umschlag keine Adresse steht, dann muss sie ihn selbst vor meine Tür gelegt haben!

Ich eile zur Haustür und stürze hinaus. Ich laufe die Straße entlang hoch und wieder runter aber ich sehe niemanden. Die Straße ist wie leergefegt. Niemand, wirklich niemand ist unterwegs oder in seinem Garten. Noch nicht einmal die Meyers zwei Häuser weiter und die sind immer im Garten. 

Ich laufe also zurück zu meinem Haus und merke, dass ich den Haustürschlüssel vergessen habe.

Zum Glück habe ich einen Ersatzschlüssel unter einem der Steine in meinem Vorgarten drapiert. Ich kenne mich ja, irgendwann musste das mit dem vergessenen Schlüssel passieren.

Nachdem ich die Tür aufgeschlossen habe lege ich den Schlüssel wieder unter den Stein und gehe zurück ins Haus.

Ich wähle eine Telefonnummer, erzähle der Stimme am anderen Ende, was passiert ist und bekomme die Anweisung zu Hause zu bleiben und darauf zu warten, dass jemand vorbeikommt und das gefundene Smartphone mitnimmt. Dieser Mann würde mir dann neue Anweisungen geben, nachdem er sich die Fotos angesehen hätte.

Also warte ich und warte und warte.

Eine Stunde später – was für diese Situation meiner Meinung nach viel zu lange gedauert hat – höre ich ein klicken und wie die Haustür sich öffnet.

Doch es kommt niemand herein, den ich erwartet hätte wie zum Beispiel Eddie oder Steve.

Nein, vor der Tür steht ein großer, gutgebauter Mann, den ich nur allzu gut kenne.

Vor genau diesem Mann bin ich geflüchtet, wegen diesem Mann habe ich den ganze Aufwand betrieben. Wegen ihm habe ich keinen Kontakt mehr zu meiner Familie oder meinen alten Freunden. Wegen diesem Mann, habe ich einen neuen Namen, ein neues Gesicht und ein komplett neues Leben. Alles, damit genau er mich nicht findet. Alles, damit das hier nicht passiert. 

Aber es passiert und er kommt mir ziemlich schnell ziemlich nahe.

Ich stolpere von meinem roten Sofa und versuche die Terrassentür zu erreichen, aber er ist schneller. Er war schon immer schneller als ich. Dass ich ihm im Frühling vor zwei Jahren entkommen bin war mehr als ein Wunder.

Danach wurde ich für acht Wochen nach Mallorca mit Personenschutz geschickt, wo ich erst alles verdauen konnte, um dann meine Identität und mein Aussehen zu verändern. 

Das war das Foto von mir auf dem Handy, ich, wie ich früher aussah. Mit meinem kurzen blonden Haaren, der etwas schiefen Nase und meinen großen, vollen Lippen. Davon ist heute nichts mehr übrig. Ich färbe mir alle drei Wochen die Haare, damit nicht einmal ein Ansatz zu sehen ist und ich habe Extensions bekommen, die mittlerweile lange rausgewachsen sind. Außerdem hatte ich mehrere Schönheitsoperationen, in denen ich ein komplett anderes Gesicht bekommen habe.

Was mir allerdings, wie es scheint nichts gebracht hat, weil er mich gefunden hat!

Er drückt mich an die Scheibe der Terrassentür und hält mir ein langes, in der Sonne glänzendes Messer an den Hals. 

Scheiße, er wird mich umbringen, oder schlimmeres. Er hat es mir angedroht, als er damals von der Polizei aus unserer gemeinsamen Wohnung abgeführt wurde. 

„Ich habe dir gesagt, dass ich dich finden werde!“ haucht er mit zusammen gepressten Zähnen in mein Ohr.

„Sie werden dich finden und selbst wenn ich sterbe, du wirst dein Leben lang im Knast sitzen und nie wieder einer Frau das antuen können, was du mit mir gemacht hast!“ zische ich ihm entgegen. „Außerdem wissen sie schon Bescheid, sie sind auf dem Weg hierher, du Bastard!“

Er lacht und ich rieche seinen nach kaltem Rauch und Kaffe riechendem Atem. 

„Das glaubst du Schätzchen. Bitte warten Sie auf einen Kollege, der wird das Telefon mitnehmen und Ihnen neue Anweisungen geben!“ Das ist genau Wortlaut von der Stimme am Telefon, der, der ich alles erzählt habe.

Ich merke, wie wütend ich werde. Dieser Kerl wird mir das nicht nochmal antuen, er wird das nicht wieder mit mir anstellen und er wird mich auch nicht umbringen! Das werde ich nicht zulassen!

Mein Bein macht sich in meiner Wut selbständig und mein Knie rammt sich zwischen seine Beine. Damit hat er nicht gerechnet und das ist meine Chance hier rauszukommen.

Ich renne los, schneller, als ich es im Wald mache, reiße die Haustür auf, rufe den Hund aus dem Garten, damit er ihm nicht ausgeliefert ist und renne zu meinem Nachbarn am Ende der Straße. 

Dort angekommen hämmere ich an seine Haustür und bete, dass er nicht lange braucht, bis er sie öffnen kann.

Mein Gebet wird erhört, Percy öffnet die Tür und der Hund und ich rennen ihn fast um, als wir einfach ins Haus stürmen, ohne vorher etwas zu sagen.

„Schließ die Tür ab!“ schreie ich ihn an, so gut ich es außer Atem kann. Er macht es ohne nachzufragen. 

„Was ist los?“ fragt er sichtlich verwirrt.

„Jemand ist hinter mir her“ keusche ich. „Er wird gleich da sein und er will mich umbringen!“

Mehr muss Percy grade nicht wissen. Ich werde ihm alles erzählen, wenn dieser Mistkerl wieder hinter Gittern sitzt.

Percy geht zum Telefon und drückt nur eine einzige Taste, dann spricht er lediglich ein einziges Wort aus, ganz so, als hätte er auf diesen Tag gewartet. Nicht nur er, sondern auch derjenige am anderen Ende der Leitung. 7700 war das einzige, was Percy gesagt hatte, ich sehe ihn nur völlig verwirrt an. Doch statt mir zu erklären, was vor sich geht nimmt er meinen Arm und zieht mich zu einem Bücherregal am Ende des Flures. Dort nimmt er ein Märchenbuch heraus, was mich nur noch mehr verwirrt bis er einen Schalter umlegt, den das Buch verdeckt hatte. 

Als der Schalter umgelegt wurde schiebt sich das kleine Stückchen Wand neben dem Bücherregal weg und ein dunkler Gang wird sichtbar.

Percy schiebt mich, weil ich immer noch perplex und mit offenem Mund vor dem Regal stehe, in den Gang und die Wand fährt automatisch wieder zurück.

Plötzlich ist alles stockdunkel und ich bekomme etwas Angst. Allerdings nur einige Sekunden, denn Percy schaltet, wie auch immer, Licht in dem dunkeln Gang an.

Der Gang ist gar nicht so, wie es in Filmen immer ist, sondern voller Spinnweben und es riecht muffig. Doch das ist mir egal, denn ich bin ihm entkommen. Er weiß ganz bestimmt nicht, dass ein Geheimgang in dem Haus versteckt ist.

Wie aus dem Nichts höre ich ein lautes Knallen hinter der Geheimtür. Das wird er wohl sein, er hat bestimmt gesehen, wie ich in Percys Haus gegangen bin und jetzt ist er hier um mich zu suchen. Und zu töten.

Percy legt einen Finger auf seine Lippen, um mir zu sagen, dass ich ruhig sein soll. Aber das bin ich schon, denn ich will nicht sterben, noch nicht zumindest. 

Er umfasst erneut meinen Arm und zieht mich weiter in den Raum hinein, dann schaltet er das Licht aus.

Meine Augen haben sich noch nicht an die Dunkelheit gewöhnt, da zieht Percy mich weiter durch den Raum. Ich frage mich, ob es wirklich nur diesen einen Raum hier gibt oder ob das ein geheimer Gang irgendwohin ist.

Als ich endlich etwas erkennen kann merke ich, dass es ein Gang ist und er immer enger wird. 

„Du musst jetzt hinter mir her durch diesen Gang klettern“ bricht Percy die Stille und dann sehe ich ihn. Er ist wirklich nur so groß, dass Percy mit seinen etwas breiteren Schultern durch passt. Ich merke, wie sich meine Brust zusammenzieht, denn ich kann enge Räume nicht ausstehen. Es nützt aber nichts, lieber eine Enge, in der ich kriechen muss, als der Tod. Deshalb lege ich mich auf den kalten, staubigen Boden und robbe mich durch den viel zu langen, viel zu engen Gang. Auf der anderen Seite angekommen hilft Percy mir aufzustehen und ich sehe in der Ferne ein kleines Licht. Wir laufen auf das Licht zu und ich freue mich darüber noch am Leben zu sein.

Allerdings nur solange, bis ich den Lauf einer Waffe an meiner Schläfe spüre. Dann rieche ich sein ekelerregendes Aftershave. 

„Woher wusstest du von dem Gang?“ frage ich ausdruckslos.

„Kannst du dich nicht mehr dran erinnern, meine Kleine?“ gibt er zurück.

„Nenn mich gefälligst nicht so! Ich bin schon lange nicht mehr deine Kleine!“ blaffte ich zurück und versuchte gleichzeitig mich daran zu erinnern, was er meinen könnte. Er hatte immer viel für seine Arbeit recherchiert, wahrscheinlich war es das. Er musste mich dafür aber schon länger beobachtet haben, denn bei Percy war ich das letzte mal vor gut einer Woche zu Besuch.

Mir stellen sich die Nackenhaare auf, wäre es mir nicht aufgefallen, wenn er mich schon so lange beobachtet?

„Du hast verstanden, meine Kleine!“ 

Bei diesem Kosename dreht sich mir der Magen um, früher hatte ich ihn geliebt, aber nach allem, was er mir angetan hatte war nun damit Schluss.

„Was hast du mit Percy gemacht?“ frage ich.

„Du meinst den Polizisten? Der ist im Land der Träume.“

Percy ist Polizist? Warum war mir das nie aufgefallen? Dann war unsere erste Bergung gar nicht zufällig, vielmehr musste er mich ansprechen, weil es sein Job war. Die vom Zeugenschutz hatten sowas mal erwähnt aber ich habe immer geglaubt, dass es der ältere Nachbar Meyer seien müsste.

Plötzlich höre ich Sirenen und, wie er leise hinter mir flucht. 

Ich schicke in Gedanken ein Dankesgebet gen Himmel und zähle die Sekunde, bis die Polizei hier eintrifft.

Als sie dann endlich eintrifft, steht er immer noch hinter mir und ich spüre immer noch die kalte Klinge an meiner Kehle. Es sind vier Einsatzwagen und als die Polizisten aussteigen, haben sie schon die Pistolen im Anschlag. Mir fällt ein Stein vom Herzen, denn ich weiß, jetzt wird alles gut.

Ich sehe wie in Zeitlupe, ein Polizist in meinem Alter auf uns zukommt und das ist der Augenblick, indem ich mich umdrehe und mein Knie in seinen Schritt ramme. Er sinkt auf den Boden, lässt dabei das Messer fallen und krümmt sich vor Schmerzen. Mir ist das egal, ich renne hinter die Polizeiautos in Sicherheit. Ich atme tief durch und sehe, dass der junge Polizist ihm Handschellen angelegt hat und ihn nun wegführt.

Dann erst blicke ich mich um, suche nach Percy und sehe ihn auf dem Boden liegen. Ich laufe zu ihm, versuche ihn zu wecken aber er kommt nicht zu sich.

Ich rüttle an ihm und schreie ihn an, aber er rührt sich keinen Zentimeter.

Einer der Polizisten kommt zu mir, es ist ein Älterer, bestimmt schon kurz vor dem Ruhestand, er misst seinen Puls und dann sehe ich es.

Sein Körper ist voller Blut, wie konnte mir das nicht aufgefallen sein?

Ich sehe, wie der Polizist den Kopf schüttelt und fange sofort an zu schreien und zu weinen. 

Das durfte nicht wahr sein, Percy konnte nicht tot sein! Er durfte es nicht sein! Er durfte nicht wegen mir gestorben sein!

Die Polizei nimmt mich mit aufs Revier, dort mache ich meine Aussage, werde von einem Arzt untersucht und dann erzählen sie mir die Wahrheit über Percy.

Er hatte verdeckt ermittelt, hatte mich immer im Auge, damit er mir nichts tun konnte. 

Dass es so enden würde, damit hätte niemand gerechnet, keiner hätte ihm zugetraut einen  Menschen, der nicht ich bin, zu töten.

Er hatte mich vergewaltigt, wurde dafür verurteilt und als er wieder auf freiem Fuß war hatte er nach mir gesucht, um seine Drohung mich umzubringen wahr zu machen.

Aber dann hatte er, dank Percy, keine Gelegenheit mehr dazu gehabt und jetzt saß er wieder hinter Gittern und würde auch die nächsten Jahre nicht mehr rauskommen. 

Sein Prozess ist zwar erst in vier Wochen angesetzt, aber solange muss er in Untersuchungshaft bleiben.

Ich habe Percy mein Leben zu verdanken.

Zehn Tage nachdem Percy gestorben war wird er auf dem Friedhof in Riverside beerdigt.

 

Es ist ein kalter, verregneter Tag und ich sollte erst nach einer ganzen Weile erfahren, dass nicht nur seine Familie, Freunde und Bekannte an seiner Beerdigung teilnahmen, sondern auch er dabei war..

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2 thoughts on “Das Geheimnis

  1. Moin, eine tolle Geschichte die du uns hier präsentierst. Danke das du sie mit uns geteilt hast.
    Für den Mut an diesem Wettbewerb teilgenommen zu haben, lass ich dir ein Like da und wünsche dir alles Gute für‘s Voting.

    LG Frank aka leonjoestick ( Geschichte: Der Ponyjäger)

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