Kriksel15062011Dunkelheit

Ich war irritiert als ich das Handy auf meinem Autositz fand, denn das Auto war abgeschlossen und niemand außer mir hat einen Schlüssel. Niemand hat einen Schlüssel geht es mir durch den Kopf und ich warte auf eine Reaktion meines Körpers aber es passiert nichts. Eines Tages wollte ich meine Geschichte erzählen, von dem kleinen Licht das mich verfolgt und dessen Bild sich schmerzhaft eingebrannt hat, von all dem schwarz das es umgibt. Dieses Handy in meiner Hand hat sich in wenigen Sekunden schlimmer als jede Erinnerung ins tiefste meiner Seele gebrannt. Es war nicht viel zu sehen außer einem dunklem Raum mit einem kleinen Licht in der Ecke aber die Schatten der Personen auf diesem Foto, versetzten mich schlagartig in eine andere Zeit. Wie lange stehe ich schon vor meinem Auto, ich kann es nicht einschätzen, ich bin unfähig mich zu bewegen oder etwas um mich herum wahrzunehmen. Ich bin gefangen in diesem Foto, ich verstehe nicht woher es kommt aus welcher Perspektive es gemacht wurde. Vielleicht träume ich nur und muss nur versuchen aufzuwachen aber wie wache ich aus einem Traum auf in dem ich handlungsunfähig bin. Es wird um mich herum immer dunkler bis ich das Gefühl habe mich leicht zu fühlen und zu schweben.

Es ist mehr als eine Narbe die du hinterlässt.
Es ist die Entscheidung die du für mich getroffen hast.

Die Stimmen werden immer lauter, obwohl es ist nur eine Stimme, es ist die Stimme meiner Arbeitskollegin Diandra. „Charlotte bist du wach?“ Verwirrt schaue ich mich um und erkenne das ich auf einem Sofa im Besprechungsraum liege. Langsam setze ich mich auf, während Diandra sich einen Stuhl heranzieht und mir ein Glas Wasser hinhält.  Als ich ihr das Glas vorsichtig abgenommen habe beginnt sie mir zu erklären: „Du standst reglos vor deinem Auto und als Derk auf dich zukam und dich Ansprach bist du einfach umgekippt. Ein Arzt war auch schon hier, dein Blutdruck war sehr niedrig und du solltest mehr trinken sagte er.“ Ich sah auf die Uhr hinter Diandra und schaute mich nach meiner Handtasche um. Es ist kurz nach sieben, um fünf wollte ich Feierabend machen, ich versuche die Bruchstücke in meinem Kopf zu sortieren. Mir fällt das Handy wieder ein aber ich kann nicht einschätzen ob es nur ein schlechter Traum war oder ob ich es wirklich in der Hand hielt. Es gibt nichts das ich gerade sagen könnte, ich habe das Gefühl verlernt zu haben wie man überhaupt spricht, denn es kommt kein Wort über meine Lippen. Diandra mustert mich und beginnt wieder zu sprechen „Derk bringt dich gleich Nachhause während ich kurz Sachen für mich hole und ich dann heute Nacht bei dir bleibe damit du nicht alleine bist.“ Wenn ich mich nicht täusche habe ich gerade genickt, Diandra scheint es zu beruhigen eine Reaktion von mir bekommen zu haben. Während sie von Ihrem Stuhl aufsteht erklärt sie mir, dass sie eben Derk unserem Chef Bescheid gibt und er mich Nachhause fährt, sie würde eine dreiviertel Stunde benötigen um Ihre Sachen zu holen.

Derk mustert mich als ich neben ihm auf dem Beifahrersitz sitze, langsam finde ich wieder zu mir und es überfällt mich eine Peinlichkeit. Es ist Schwachsinn, dass es einem peinlich ist Ohnmächtig zu werden aber ich werde wohl nicht die einzige sein der es peinlich ist vor dem Chef die Pflastersteine zu umarmen. Es fühlt sich an als hätte ich Schwäche gezeigt. „Möchtest du einen Schluck Wasser“ endlich bekomme ich ein Wort heraus, zwar leise und Schwach aber immerhin verständlich „Nein, Danke“ Derk nickt, startet den Motor und fährt los. Als ich die Handtasche auf dem Boden stehen sehe, wird mir ganz heiß und ich habe das Gefühl mir läuft das Wasser über die Stirn, langsam greife ich nach unten und stelle die Tasche auf meinem Schoß ab.  Ich höre das Derk noch etwas zu mir sagt aber ich kann es nicht verstehen, weil ich so konzentriert auf den Reißverschluss der Tasche starre und mich frage ob das Handy darin liegt, ob das Bild noch da ist oder ob alles nur ein böser Traum war.

7 thoughts on “Dunkelheit

  1. Hey, ich habe deine Geschichte gerade beim Stöbern entdeckt und sie mir durchgelesen, weil sie so schön kurz war 🙂 Irgendwie habe ich die Story glaube ich aber leider nicht verstanden… Ich weiß nicht recht was der Kern der Geschichte ist. Sie ist sehr fragil und poetisch, das ist schön, aber leider hab ich dadurch die tasächliche Handlung und den Knackpunkt nicht ganz mitgekriegt. Was mir als Leser noch besser gefallen hätte wären mehr kleine Absätze für eine bessere Struktur und um schneller zu sehen, wer wann spricht und noch ein bisschen mehr Augenmerk auf Rechtschreibung und Interpunktion. Aber du solltest auf jeden Fall weiter schreiben! Man merkt, das es deine Leidenschaft ist und du etwas zu erzählen hast. Noch ein bisschen Übung und das wird richtig gut 🙂
    Liebe Grüße!

  2. Mir hat dein Schreibstil sehr gut gefallen und auch deine Perspektive war eine schöne Abwechslung zwischendurch. Allerdings muss auch ich anmerken, dass mir die Geschichte insgesamt nicht ganz schlüssig war. Ich hatte beim lesen das Gefühl, dass die Story noch nicht ganz zu Ende erzählt ist.
    Bleib auf jeden Fall dran!
    Viele Grüße

  3. hey, mir hat deine Geschichte gut gefallen, vor allem die Atmosphäre hast du gut herausgearbeitet. ich drücke dir die daumen, für ein paar weitere Likes, meines hast du auf jeden fall 🙂 auch ich muss aber den anderen zustimmen, das der Kern nicht so ganz raus kommt. ein lob aber noch für die Ich perspektive, die ich bisher selten gelesen habe.
    vllt magst ja auch mal meine Geschichte lesen und evlt ein herz da lassen:) beste grüße, Patricia ( patte)

    https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/hinter-den-kulissen

  4. Hi,
    Du hast ja schon geschrieben, dass das nur der erste Teil der Geschichte ist, den wir hier zu lesen bekommen haben. Das macht es für mich allerdings schwer, sie für mich zu bewerten. Der Kern der Geschichte fehlt mir, die Handlung, die Randparameter …

    Zum reinen Schreibstil kann ich Dir aber sagen, dass er mir grundsätzlich gefällt. An der Zeichensetzung kann/sollte man noch arbeiten, aber naja, das wäre eine Kleinigkeit.

    Gibt es hier auf der Plattform noch den Rest der Geschichte zu lesen?

    Das wars erstmal von mir.

    P.S. Vielleicht hast Du ja Zeit und Lust, auch meine Geschichte („Glasauge“) zu lesen und ein Feedback da zu lassen.

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