Angel IqueIn den Fängen deiner selbst

 

Kalifornien, in der Nähe, 2. Juni 2020

Sie

Ich konnte viel über dich finden. Du hast es mir nicht wirklich schwer gemacht. Ich musste nicht lange nach dir suchen. Das Internet ist prall gefüllt, wie ein dicker Ballon, der bald zu platzen droht, von dir und deinem berauschenden Leben. Generation Z.

Ich denke, es ist an der Zeit den Menschen ein anderes Bild von dir zu zeigen. Wenn ich sehe, was aus dir geworden ist, wird mir übel.

Am Ende wirst du überrascht sein. Vielleicht wirst du mich aus deinen großen, blauen Augen anschauen und verstehen, warum ich das getan habe.

Das wird mein großer Auftritt, wo du es doch eigentlich bist, die Auftritte so sehr liebt.

 

                   Kalifornien, vor dem Studio, 3. Juni 2020

Yvette

„Wow, schneller als gedacht“, denke ich und setze mein kleines Cabrio in die Parkbucht vor unserem Office. Das schreit nach einem Kaffee. Es ist sowieso noch viel zu früh. Was mache ich um diese Zeit eigentlich im Studio? Nach der Set-Sitzung werde ich auf jeden Fall eine Runde im Park drehen.

„Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag Mrs. Halliston“, ruft mir die übereifrige Servicekraft Pauly hinterher nachdem ich meinen Coffe to Go entgegengenommen habe und mit halben Fuß schon wieder draußen bin.

Auf der anderen Straßenseite entdecke ich meinen „Kollegen“. Ja, ihr seht ganz richtig. Den „Kollegen“ setze ich in Anführungszeichen. Immerhin bin ich hier die Schauspielerin. Eine durchaus bekannte sogar. Innerhalb der letzten vier Jahre ging das alles sehr rasant. Dass sie mir nun aber dieses Möchtegern-Sternchen an die Seite gestellt haben, kann ich immer noch nicht verstehen.

Mit meinem charmantesten Lächeln winke ich ihm zu und überquere eilig die Straße. „Guten Morgen Yve. Bereit auf das Ende zuzugehen? Ich bin gespannt, was sie sich für uns ausgedacht haben“, sagt Hendrik. Verstohlen schaue ich auf mein Handy und nicke ihm gedankenverloren zu. Schon allein dafür hat sich die Schauspielschule gelohnt. Äußerst beschäftigt schlüpfe ich vor ihm durch die Tür, schiebe das Handy rasch in meine Gesäßtasche, laufe hastig die Treppen zu meinem Büro hoch und schließe die Tür.

Noch fünfzehn Minuten bleiben mir, dann ist Studio-Zeit. Hoffentlich haben sie sich ein blutiges Ende für Hendrik und mich einfallen lassen. Im besten Falle ramme ich ihm als Heldin der Gerechtigkeit ein Messer in den Bauch. Für solche Ausgänge bin ich immer zu haben. Das Beste kommt eben in der Regel immer zum Schluss.

Interessiert schaue ich auf meinen Schreibtisch und gehe näher. Ein Handy. Ob Charlott es während der Nachtreinigung liegen gelassen hat? Ein kurzer Blick kann nicht schaden. Vielleicht gibt es ja ein paar niedliche Fotos von ihrem filzigen Vierbeiner Bruno, ein klischeebehaftetes Insta-Profil oder verhängnisvolle, düstere Geheimnisse. Im Zweifel kann ich mich als ehrliche Finderin ausgeben.

Der Akku voll. Kein Sperrcode. Besser kann es nicht laufen. Meine liebe Charlott, da musst du vorsichtiger werden.

Perplex starre ich auf den Bildschirm nachdem ich einmal mit dem Finger über das lupenreine Display gewischt bin. Was zum Teufel? Wer? Panisch schweifen meine Augen durch den Raum.

Explosionsartig schießt mir die Tür entgegen. „Yve, wir wollen loslegen! Bist du soweit? Ist alles okay? Du siehst gar nicht gut aus“, entgegnet Carry, unsere Regisseurin, meinem verschreckten Blick. „Ich bin schon auf dem Weg“, flüstere ich und stecke das Handy flink ein.

 

                   Kalifornien, nicht unweit, 3. Juni 2020

Sie

Na? Habe ich dich überrascht? So kenne ich dich gar nicht. Ich konnte es genau sehen. Die Panik in deinem feinen Gesicht. Wie sehr du zurückgezuckt bist als dir die Tür entgegensprang. Dafür konnte ich nun aber wirklich nichts. An diesen Anblick könnte ich mich aber wiederum gewöhnen.

Fragst du dich bereits woher ich es habe? Ich habe dich im Visier meine Liebe. Das war erst der Anfang.

„Zahlen bitte“, widme ich mich der netten Servicekraft aus dem Café gegenüber.

 

                   Kalifornien, vor dem Studio, 3. Juni 2020

Yvette

Endlich raus. Raus aus der Sitzung, raus aus dem Studio. Ich konnte mich sowieso auf nichts konzentrieren. Warum hat mich das Foto so aufgewühlt? Ich bin gewohnt, Fotos von mir in Hochglanzmagazinen zu sehen. In verschiedensten Situationen, ob gewollt oder ungewollt, überall finden sich Möglichkeiten, mich abzulichten. Aber dieses Foto hier. Es ist so intim. So verletzlich. Ich hocke auf dem Fußboden und habe die nackten Beine ineinander verschlungen. An die Wand gelehnt starre ich auf die braunen Dielen meiner eigenen vier Wände. Meine Haare sind zerzaust und die ersten morgendlichen Sonnenstrahlen streifen mein Gesicht. Ich bin nicht geschminkt und meine Hände stützen mein Gesicht. Die offene Bluse hängt mir lose über die Schultern. Ich sehe traurig aus. Traurig und hilflos. Ich bin nicht komplett nackt. Aber ich fühle mich nackt. Gedankenverloren streiche ich mit dem Finger erneut über das Foto auf dem Display. Wer konnte diesen Moment einfangen? Was haltet ihr davon? Wer war mir so nahe?

Ich kann mich noch an diesen leisen Tagesanbruch erinnern. Die Welt ist für mich an diesem Morgen stehen geblieben. Und so wie es aussieht, war ich nicht allein.

 

                             Kalifornien, daheim, 3. Juni 2020

Yvette

Das heiße Bad tut gut. Die Wärme umschließt mich langsam und meine Gedanken lassen sich einfangen, wie kleine Schafe, die man zum Einschlafen zählt.

Das Handy liegt auf meinem Nachttisch.

Warum wurde es mir zugespielt?

 

                            Kalifornien, hier, 6. Juni 2020

Sie

Tage sind verstrichen. Sie hat sich gefangen. Ich kann es sehen. Wie sie sich bewegt, sich in die Arbeit stürzt. Vielleicht wird es jetzt Zeit für etwas Publikum. Warte ab meine liebe Yve. Du wirst sehen, wie schnell dich die Angst wieder packen wird.

 

                        Kalifornien, im Studio, 6. Juni 2020

Yvette

Der Dreh war vielversprechend. Ich konnte echt zeigen, was in mir steckt. Ein Film mit Potenzial. Wäre da nur nicht Hendrik, der sich heute wieder echt selbst übertroffen hat.

„Yve, hast du noch kurz Zeit für eine letzte Abstimmung zur Szene für morgen?“, fragt Carry. Ich setze mich zu ihr und dem Team, einschließlich Hendrik unserem kleinen Star am Schauspielhimmel. Carry eröffnet das Meeting indem sie die Übersicht über die Szenendetails für morgen auf ihrem Laptop aufruft und am Bildschirm mit uns teilt. Ich nippe zufrieden an meinem heißen Kaffee und schaue auf den vor mir heller werdenden Bildschirm.

„Was ist das?“, meldet sich Carry verwirrt und haut immer und immer wieder lautstark auf die Tasten ihres Laptops. Der Bildschirm wird dunkel und im nächsten Moment sehe ich ein übergroßes Bild von meinem Gesicht, welches auf die Wand vor uns projiziert wird. Ich blicke skeptisch zu Carry, die wiederholt, dass sie gerade keine Kontrolle über ihren Laptop hat. Das kann nicht sein. Im nächsten Moment wechselt das Bild zu einem anderen über.

Das bin auch ich. Carry und Hendrik schauen mich ratlos und verwirrt an. Ich kann es selbst nicht fassen, greife meinen Mantel und stürme aus dem Büro. Mir ist, als hätte ich den quälenden Geist meiner Vergangenheit geweckt.

An der sanften Luft Kaliforniens, atme ich zweimal tief ein und aus. Wie kommt dieses Bild auf den Rechner? Hat Carry etwas damit zu tun? Früher waren wir gut befreundet. Bis ich mich an ihren heimlichen Schwarm aus dem Regisseur-Team rangemacht habe. Aber das ist lange her. Wir haben das aus der Welt geschafft. Dachte ich. Oder wärt ihr da etwa nachtragend?

Dieses Foto entstand bei einem Dinner mit einer vielversprechenden Agentur für einen Thriller. Schlussendlich war dieser Film auch für meinen Durchbruch in dieser harten Branche verantwortlich. Es war mitnichten ein leichtes Unterfangen. Ich sehe es auf dem Bild ganz genau vor mir. An diesem Tag hatte ich mich entschieden. Die Entschlossenheit in meinem Blick, das aufreizende Dekolleté und das entscheidende Lächeln. Er wusste, was ich will. Und ich wusste, dass ich bereit bin, viel dafür zu geben. Meine Kollegen wissen, was danach folgte. Die Presse schlachtete aus, dass ich die Rolle nur auf Grund meiner guten Bett- nicht jedoch aber wegen meiner einzigartigen Schauspielqualitäten bekommen habe. Die Zeit war hart. Dass ich mich durchsetzen konnte und nun da bin, wo ich bin, hätte damals niemals jemand für möglich gehalten. Die eigentliche Geschichte wollte nie jemand hören, gedacht haben sich jedoch alle ihren ganz eigenen Teil.

Das erste Foto folgte dem jetzigen. Chronologisch gesehen. Ich muss meine Gedanken ordnen. Wen habe ich in den letzten Jahren so nah an mich herangelassen? Mir ist kalt. Zitternd laufe ich die schmale Straße hinunter und spüre die zarten Regentropfen des kalifornischen Sommerregens auf meiner Haut.

 

                   Kalifornien, in deiner Nähe, 6. Juni 2020

Sie

Ich kann mich an diesen Abend vor drei Jahren noch sehr genau erinnern. Wie du da saßt. Dich angebiedert hast. Du wusstest, wie du an dein Ziel kommst. Yve, du möchtest ins Rampenlicht. Du kommst ins Rampenlicht. Alles ist arrangiert und du machst es mir nicht schwer, passendes Material zu erhalten. Der Erfolg wurde mir nie zuteil. Diesen kleinen, süßen Schmollmund habe ich nicht. Keine langen Beine und diesen grazilen Gang. Dafür habe ich Mut und das werde ich dir beweisen. Ive, Ive, Ive. Du musst noch viel lernen.

 

                       Kalifornien, zur Küste, 7. Juni 2020

Yvette

Das Telefonat mit Carry hat gutgetan. Sie weiß, wie ich mich fühle und welche Wunde das Foto aufgerissen hat. Sie hat mir heute frei gegeben und ich werde etwas tun, was ich schon lange nicht mehr getan habe. Eine kleine Leidenschaft.

Ich setze mich in mein weißes Cabrio und ziehe mir die Sonnenbrille ins Gesicht. An der Ecke sehe ich Hendrik und wir nicken uns kurz zu ehe ich an ihn vorbei Richtung Küste fahre. Was hat er eigentlich hier zu suchen? Schnell versuche ich die Gedanken verfliegen zu lassen und trete kräftig ins Gaspedal, wie bei einem alten Oldtimer, der nicht in die Gänge kommen will.

Die kalifornische Küste ist einzigartig. Der Ausblick auf den weiten Pazifik und die kleinen Buchten inmitten der schroffen Felsformationen beruhigen mich. Früher habe ich oft eine dieser kleinen Buchten besucht und mich der Einsamkeit hingegeben. Der sanfte Wind, der mir entgegenschlägt, nimmt mir die Angst. Zumindest für diesen kurzen Moment.

So fahre ich, bis sich die Sonne dem Horizont langsam nähert. Das war ein beruhigender Tag.

 

                        Kalifornien, am Set, 8. Juni 2020

Yvette

Solche Ausflüge wie gestern sollte ich öfter unternehmen. Das nehme ich mir fest vor. Die Kamera ist auf mich gerichtet und die vorletzte Szene muss in den Kasten. Fokussiert blende ich das Team um mich herum aus und schlüpfe in meine exzentrische Rolle. Die Szene fällt mir leicht, der böse Racheengel liegt mir und mit Hendrik alias dem frommen David als Gegner fällt mir das Schauspiel noch viel leichter. Ich bin für Thriller gemacht und sehe schon jetzt das Plakat unseres Films ganz deutlich vor mir.

„Szene im Kasten. Super. Das war ein Lauf“, ruft Carry uns zu. Ich atme tief aus und schnappe mir meine Wasserflasche. Daneben liegt ein Handy. Ich spüre meine Nervosität aufkommen. Mich beschleicht ein ungutes Gefühl.

„Wem gehört das Handy?“, frage ich in die Runde der noch anwesenden Kollegen. „Ive, das müsste deins sein, die Hülle trägt deine Initialen. Deshalb habe ich es dir neben dein Wasser gelegt“, bemerkt Hendrik. „Sorry, ich bin wohl noch ganz in meiner Rolle“, erwidere ich kurz und stecke das Handy in meine Jackentasche.

Ich blicke in den Spiegel und fasse mir durch das Haar. Die Fransen meines Ponys stehen in verschiedene Richtungen und ich feuchte sie etwas mit Wasser an. Danach greife ich in die Tasche meiner Jacke und lege das Handy auf den Waschtisch ab.

Wie kommt das Handy hierher? Wer hat es dort hingelegt?

Ich möchte den Blick auf das Handy nicht wagen und trotzdem muss ich wissen, was dort zu sehen ist. Ich berühre das Display. Zaghaft. Ich liege auf dem Bett. Es ist nicht mein Bett, sondern das von ihm. Mein Blick wirkt abwesend. Das Foto stammt ebenfalls von diesem Abend vor drei Jahren. An dem Foto ist nichts auffällig. Es könnte auch ein Bild auf meinem eigenen Bett sein. Oder so, wie du vielleicht gerade auf deinem liegst.

Mir fällt es schwer, dieses Bild anzuschauen. Ich möchte mich nicht daran erinnern und doch gibt es jemanden, der alles daran setzt, mich aus der Fassung zu bringen. Das Foto könnte durch einen kurzen Blick durch das Fenster entstanden sein. Oder aber durch eine lange Beobachtung. Mir kriecht die Kälte der Angst langsam den Körper hoch. Vielleicht ist es auch er selbst? Wir haben uns nach dem Dreh damals nie wiedergesehen und bis auf das Kärtchen mit dem Glückwunsch zu meinem großen Durchbruch, habe ich auch nie wieder etwas von ihm gehört. Meine Mundwinkel sind trocken. Ich schlucke, schließe meine Jacke, nehme das Handy auf und verlasse eilig den Waschraum.

 

                        Kalifornien, nah dran, 8. Juni 2020

Sie

Du wirkst so verängstigt. Und du weißt nicht, wer ich bin. So sehr du dein hübsches Köpfchen auch anstrengst, du kommst einfach nicht drauf. Deine Blicke sind skeptisch. Jeder Umstand erscheint dir fremd. Du horchst auf, wenn dir jemand zu nahekommt. Mir gefällt das. Du befindest dich in deinem ganz eigenen Thriller. Das liebst du doch. Ich bin beflügelt. Nicht mehr lange und du wirst sehen, was ich aus all dem machen werde. Habe noch ein bisschen Geduld liebe Ive.

 

                        Kalifornien, noch näher, 20. Juni 2020

Sie

Du ziehst dich immer mehr zurück. Die letzten Bilder waren der krönende Abschluss. Du hast bemerkt, wie nah ich dir schon immer war. Ich konnte sehen, wie du um Fassung ringst. Vielleicht spürst du aber auch, dass wir langsam auf das Finale zusteuern. Du wirkst unruhig. Fahrig. Wenn es an der Haustür klingelt, erwartest du bereits die nächste Offenbarung. Die nächste Offenbarung wird aber eine der ganz anderen Art sein. Das kommt davon, wenn man zu viel Preis gibt.“

 

                        Kalifornien, daheim, 22. Juni 2020

Yvette

Ich bin müde. Meine Gedanken sind rastlos und sie kreisen nur noch um dich. Du machst mich krank.

Gedankenverloren zappe ich durch die Programme im TV. Hier und dort wird bereits unser Film beworben. Mir fehlt der Antrieb. Du nimmst ihn mir und tauscht ihn gegen allgegenwärtige Furcht ein. Ich traue niemanden mehr über den Weg. Kennst du das auch?

Wann hat das ein Ende. Wie viele Fotos werden noch folgen? Wann ist damit Schluss? Am Ende verfolgt es mich mein ganzes Leben. Das kann ich nicht verkraften. Zu lange habe ich gebraucht, das Vergangene abzuschließen.

Halt. Das ist nicht unser Trailer. Ich starre auf den Bildschirm des TVs uns erkenne mich wieder. Die bangen Stunden der letzten Wochen zeichnen sich deutlich auf diesem Foto ab. Die Angst kriecht langsam in mir hoch. Darunter prangt die Headline einer großen Marketing-Agentur: „In den Fängen deiner Selbst“.

Was bedeutet das? In diesem Moment wird das Gesicht einer jungen Frau eingeblendet. Sie wirkt unscheinbar, ja fast farblos. Nur ihre Augen spiegeln einen kleinen Funken der Euphorie wider, die ihre Worte versprühen. Die Brille lässt ihre Augen größer wirken. Sie räuspert sich und richtet sich an die Moderatorin: „Vielen Dank Jeannette, dass Sie mich hierher eingeladen haben. Es ist mir eine besonders große Freude heute hier zu sein.“

Meine Gedanken überschlagen sich. Ich erkenne die graue Maus von früher wieder. Damals noch ohne Brille, aber genauso schmucklos, saß sie am besagten Abend vor drei Jahren gegenüber von mir und musterte mich von allen Seiten. Sie wirkte geradezu verbissen. Was macht sie im Fernsehen? Und was macht mein Bild dort?

 

              Kalifornien, live bei „IMPORTANT“, 22. Juni 2020

Sie

„Bitte erzählen Sie uns doch mehr von ihrem Projekt Mrs. Colders. Das wird bestimmt auch Yvette Halliston interessieren, die aus ihren Berichten heraus noch nicht weiß, an was hier in den letzten Wochen so hart gearbeitet wurde“, so die Moderatorin.

„Sehr gern. Wir haben uns die letzten Wochen intensiv mit der Frage beschäftigt, inwieweit Ängste die Persönlichkeit beeinflussen können und Mrs. Halliston zur Hauptfigur gemacht. Vor allem, wenn es um Ängste aus der eigenen Vergangenheit geht, die negativ belastet ist. Hierfür war Mrs. Halliston die perfekte Testperson. Bekannt. Selbstbewusst. Skrupellos. Wir kennen ihre Geschichte und einen großen Teil ihrer Vergangenheit. Das macht es für unser Publikum transparent. Ein bisschen wie live TV, freuen Sie sich darauf. Natürlich konnten wir Mrs. Halliston vorher nicht instruieren. Als Schauspielerin besitzt sie die perfekte Begabung, Emotionen und Gefühle vorzutäuschen. Hier sehen wir jedoch echte Empfindungen. Das wollen die Zuschauer doch sehen. Und wir werden alles zeigen, auch wenn das vielleicht in den letzten Wochen nicht ganz so fair für Mrs. Halliston war.“

 

                        Kalifornien, daheim, 22. Juni 2020

Yvette

„Ich kenne die Frau. Erinnere mich an damals. Aber auch ihr Name klingt dumpf in meinen Ohren nach. Ich weiß, wo ich ihn das letzte Mal gehört habe und ich verstehe langsam, dass das Spiel in diesem Moment begonnen hat.“

3 thoughts on “In den Fängen deiner selbst

  1. Moin Moin,

    na dann mach ich das doch mal!

    Deine Storie hat mir richtig gut gefallen. Die verschiedenen Erzählweisen, daß du quasi aus der Sicht von zwei verschiedenen Menschen schreibst, ist dir wirklich toll gelungen.
    Auch das direkte Ansprechen deiner Leser war klasse! Und sorgte für das ein, oder andere schmunzeln.

    Durch die, ich nenne es jetzt mal Perspektivenwechsel, bekam deine Geschichte ein schönes Tempo und lies sich flüssig lesen.
    Deine Art wie du schreibst hat mich mitgenommen. Sehr bildhafte Wortwahl.

    Gut ausgedachter Plot und der Twist am Ende war so nicht vorherzusehen. 👍🏻
    Manchmal ist alles doch ganz anders.

    Bei der Fahrt im Cabrio, entlang der Küste musste ich an Grace Kelly denken..☺️

    Mein Like lass ich dir gerne da und wünsche dir alles Gute für’s Voting.

    LG Frank aka leonjoestick ( Geschichte: Der Ponyjäger)

    1. Guten Morgen Frank,

      vielen Dank für deinen (und dann auch noch den ersten!) so positiven Kommentar. 🙂 Damit habe ich wirklich nicht gerechnet, daher freut es mich umso mehr!

      ‚Der Ponyjäger‘ werde ich auf jeden Fall in den kommenden Tagen lesen, dann hörst du sicherlich auch noch mal von mir 😉

      Viele Grüße

      Angelique

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