froemmchenUnd wer nichts weiß bist du…

Verdammt, ich bekam diese grässlichen Bilder nicht mehr aus dem Kopf.

Warum musste ich auch so neugierig sein und mir in diesem wildfremden Handy die Fotos ansehen? Nur, weil ich es mit meinem Fingerabdruck hatte entsperren können!

Ruhelos wanderte ich durch meine Wohnung.

Wohnzimmer, Flur, Küche, Flur, Arbeitszimmer, Flur, Schlafzimmer, Flur…

Wütend auf mich selbst schnappte ich meine Jacke, schlüpfte in meine Nikes und raste die Treppen hinab.

Vor der Haustür blieb ich stehen.

In den Park konnte ich nicht, da hatte ich dieses blöde…

Gott, ich musste aufhören zu fluchen! Das war nicht ich, nicht mehr, vielleicht auch noch nie ich.

Mein soziales Umfeld kannte mich als besonnenen und liebevollen Menschen. Meine formvollendeten Umgangsformen wurden von meinen Neidern belächelt und bewundert.

Warum sollte ich fluchen, wenn ein leiser, flüchtiger Spott mehr sagte als das gröbste Schimpfwort?

Warum sollte ich toben, wenn eine meiner dunklen Augenbrauen aufgestellt eine Verstimmung anzeigte und beide aufgestellt jeden meiner Gegner kleinlaut werden ließ?

Ich war ein Meister der feinen Nuancen in der Kommunikation. Sanfte Stimme, zarte, wohlfeil gewählte Worte, stets ein milde lächelndes Gesicht.

Bis zu diesem vergangenen Dienstag im Park.

Ich wollte lediglich meine tägliche, zwar gehasste, aber notwendige Joggingrunde absolvieren und wie immer auf der dritten Parkbank, am kleinen Birkenwäldchen, meine kurze Getränkerast einlegen.

Und da lag es, weiß und glänzend in der kalten Wintersonne, dieses dumme Handy!

Selbst heute, eine Woche später, wusste ich noch immer nicht zu sagen, warum ich es aufhob. Und noch weniger warum ich aus Spaß versuchte, ob ich es mit meinem Daumenabdruck entsperren konnte. Den rechten Daumenabdruck verwendete ich auch bei meinem Handy, deswegen versuchte ich es mit ihm zuerst. Und siehe da, es ließ sich entsperren.

Mutig und neugierig zugleich begann ich in den Datenordnern zu suchen. Ich belog mich selbst, indem ich mir versuchte weiszumachen, ich wolle damit versuchen etwas über den Besitzer herauszufinden.

Es gab keine Daten in den Unterordnern und statt das Handy wieder wegzulegen, durchforstete ich nun die Galerie. Keuchend prallte ich auf die Parkbank zurück. Erst jetzt fiel mir auf, dass ich mich mit dem Handy hingestellt hatte.

Diese Bilder, das konnte nicht sein! Diese Bilder konnte es nicht geben! Ja, ich war auf den Bilder, das war unverkennbar. Sogar meine Narben waren sichtbar, als hätte man dieses Detail extra hervorheben wollen! Und es waren aktuelle Bilder. Dasselbe Alter, dieselbe Frisur, dieselbe fahle Winterhaut.

Erschrocken wandte ich mich in alle Richtungen. Doch es war nirgendwo jemand zu sehen.

Aber dieses Handy hatte hier gelegen. Auf meiner Parkbank!

 

 

Der frostige Februar beendete seinen Monat mit einem wütenden Eissturm.

Seit Wochen brannte mir jetzt das Handy schier ein Loch in meine Tasche und in meinen Kopf.

Was sollte ich nur damit anstellen?

Als der Frühlingsmonat März sich in seinen Iden zu einem wundervoll warmen und lebenspendenden Monat mauserte, kam mir dann eine Idee. Die Parkanlage, in deren Nähe ich wohnte, besaß einen großen und vor allem sehr tiefen See, welchen gerade jetzt viele Menschen für einen Bootsausflug nutzten. Also mietete ich mir ebenfalls ein Boot. Natürlich um die Mittagszeit, so dass ein Ausflug absolut normal schien, der See allerdings nicht ganz so befahren war.

Ich begann zu rudern, als wollte ich für die nächste Weltmeisterschaft trainieren. Durch meine Sportsachen folgten mir nur schmunzelnde, keine verwunderten Blicke. Schließlich war ich nicht der einzige Sportler hier, der, sozusagen, versuchte seinen Winterspeck abzutrainieren. So musste ich mich dann, scheinbar völlig aus der Puste, kurz nach der Mitte des Sees eine Weile treiben lassen.

Ich befestigte die Ruder ordnungsgemäß, lehnte mich nach Atem ringend zurück und ließ mich mit geschlossenen Augen treiben. Die Sonne wärmte mein Gesicht und meine Arme sanken in das kühle Wasser des Sees.

Ich wiegte, offenbar wohlig den Augenblick genießend, meinen Kopf langsam hin und her und überprüfte mit gesenkten Lidern meine Umgebung.

Als ich mir sicher war, dass kein anderes Boot nah genug dem Meinigen war, ließ ich das Handy in die sanften Wellen des Sees gleiten.

Der April begann mit demselben wundervollen Wetter, mit welchem der März bereits nicht gegeizt hatte.

So drehte ich wieder jeden Tag meine Runde im Park.

Wie herrlich sich das Laufen auf meiner Strecke angefühlt hatte, schoss es mir durch den Kopf, als mein Birkenwäldchen und meine Parkbank in Sicht kamen. Ich fühlte mich befreit und sicher. Die in meinen Kopf eingebrannten Bilder schienen schon gänzlich verblasst.

Ich zog meine Trinkflasche heraus und setzte mich auf meinen Platz. Mein Blick fiel auf die Bank und meine Bewegung erstarrte förmlich, meine Atmung setzte aus.

Das Handy! Weiß, glänzend und völlig unversehrt, mich unverkennbar verhöhnend, lag es da.

Mit bebenden Fingern nahm ich es auf und entsperrte es, wie bereits Wochen zuvor, mit meinem rechten Daumenabdruck.

Die Bilder waren noch da! Und in dieser Sekunde der Erkenntnis, dass alle Bemühungen vergebens gewesen waren, explodierte mein Leben.

 

 

Ich sah mich unauffällig um.

Wie viele Filme hatte ich bereits gesehen, in welchen ein Verhörzimmer, ein fensterloser, trister Raum mit lediglich einem Tisch, zwei Stühlen und einem riesigen Einwegspiegel, war? Ich konnte mich nicht erinnern, es waren sicher hunderte im Laufe meiner nun mehr 50 Jahre.

Gedankenverloren schüttelte ich den Kopf in diesem hellen Büroraum, welcher mit Postern ferner Länder dekoriert war und in dem die zwei Grünpflanzen bereits begannen etwas „knusprig“ zu werden.

Nun ja, alles deutete auf einen Mann als Inhaber dieses Zimmer. Begonnen mit den wenigen privaten Dingen, wie eine kleine Fußballtrophäe im Regal und einem Wimpel, dessen Mannschaft ich nicht kannte, bis hin zu der Unordnung auf seinem Schreibtisch. Kleine Details fielen mir auf, während der semmelblonde Mann, schätzungsweise war er zehn, zwölf Jahre jünger als ich, sich über seine Akten beugte und etwas zu suchen schien.

„Gut, da habe ich es.“, wehte seine dunkle Stimme wenige Sekunden später sanft durch das ca. 15 qm große Büro.

Auf dem Schreibtisch befanden sich auf der linken Seite ein Computer mit zwei 24-Zoll-Monitoren und auf der rechten Seite eine Dokumentenablage, welche scheinbar kurz davor stand unter ihrer Last zusammenzubrechen. In der Mitte lag eine aufgeschlagene Akte, mehrere Zentimeter hoch auf jeder Seite. Vor dem Schreibtisch stand ein weiterer Tisch, der sich halbrund in das Zimmer hineinwölbte. An der Rundung waren drei Stühle verteilt und auf dem mittleren Stuhl war ich platziert worden.

Mein Gegenüber hatte sich als Hauptkommissar Schmidt vorgestellt, was für ein Klischee.

Er rollte mit seinem Bürostuhl an seinem Schreibtisch entlang, so dass er mir näher kam.

„Wir sind hier, um ein paar offene Fragen zu klären.“, hob der Ermittler der Kriminalpolizei an zu sprechen. „Obwohl ich fast vermute, dass ich die meisten Antworten bereits kenne.“

Die sanfte Stimme wandelte sich in dunkles, raues Eis.

„Sie sind HIV-positiv?“, nun schaute er mich direkt an.

„Ähm ja, aber was hat das…“, begann ich zu antworten.

„Wie lange haben Sie diese Erkrankung bereits?“ fragte er weiter, ohne mich aussprechen zu lassen.

„Seit 1988.“, antwortete ich wahrheitsgemäß.

„Sie sind nicht verheiratet?“

„Ähm, nein.“

„Haben keine Beziehung zu einer Frau?“ Die Fragen schossen aus ihm heraus, ohne mir richtig Zeit zum Luft holen, geschweige denn zum Nachdenken zu geben.

„Nein, bei meinem Job…“

„Hatten Sie jemals absichtlich ungeschützten Geschlechtsverkehr?“

„Bitte?“, begann ich aufzubegehren, „Was geht Sie das an?“

Hauptkommissar Schmidt blieb ruhig sitzen und wiederholte die Frage in demselben Tonfall.

„Hatten Sie jemals absichtlich ungeschützten Geschlechtsverkehr?“

Stur hielt ich den Mund. Was für eine Unverschämtheit!

Der Ermittler wiederholte die Frage erneut, allerdings diesmal die Worte ganz langsam aussprechend.

„Hatten Sie jemals absichtlich ungeschützten Geschlechtsverkehr?“

„Natürlich nicht!“, begehrte ich schmollend auf.

In einer fliesenden Bewegung griff der Kommissar auf seinen Schreibtisch und nahm mehrere übereinander liegende Blätter aus der Akte. Diese fächerte er auf und warf sie direkt vor mir auf den Tisch.

„Und wie nennen Sie das?“, fragte er scheinbar unbeteiligt.

Ich zuckte erschrocken zurück. Dies waren die Bilder, welche sich auf dem fremden Handy befunden hatten. Farbig und auf A4-Format ausgedruckt.

Die Aufnahmen zeigten die widerwärtigsten Stellungen einer Gruppensexorgie von vier Männern und derjenige, der sich von den anderen drei sichtlich jüngeren, „verwöhnen“ ließ, war ich.

Am entsetzlichsten war die Tatsache, dass ich mich augenscheinlich mit völlig genießerischem Gesichtsausdruck beteiligt hatte. So genießerisch, dass ich sogar die Augen geschlossen hatte.

 

 

Binnen kürzester Zeit war mein komplettes Leben zerstört. Nach wenigen Monaten war ich ein verurteilter Strafgefangener, welcher wegen mehrfacher, vorsätzlicher schwerer Körperverletzung für mindestens 15 Jahre eingesperrt bleiben sollte.

Angeblich hatte ich drei Männern mit HIV infiziert. Ich sollte mit ihnen ungeschützten Geschlechtsverkehr betrieben haben. Das sagten die Drei im Prozess aus. Außerdem gab es da noch dieses Handy, welches voller Fotos von diesem besagten Treffen war und mir gehören sollte. Sowohl mein rechter Daumenabdruck, der das Handy entsperrte, als auch die Vertragsunterlagen, welche auf meinen Namen liefen und von mir unterschrieben waren, belegten dies.

Aber ich war mir sicher, dass ich weder die Männer kannte, dieses Handy gekauft hatte, noch diese angebliche Stunde der Sünde mit ihnen verbracht hatte.

Doch sie behaupteten unter Eid, dass alles einvernehmlich passiert wäre. Sie erzählten, dass ich ihnen von meiner HIV-Erkrankung nichts gesagt hätte. Und laut ärztlichem Attest waren sie alle drei HIV-positiv.

Dies bedeutete letztendlich dreifache vorsätzliche schwere Körperverletzung.

Meine Gedanken begannen zu kreiseln.

Ich lebte seit nun fast 30 Jahren in völligem Zölibat, das war meine Askese.

Natürlich hatte ich es Ende der 80iger Jahre richtig „krachen“ lassen. Als Betreuer im Kinderferienlager, welcher ich drei Jahre hintereinander war, fand sich immer eine oder einer, manchmal auch mehrere. In der Lehre, im Studium oder der Disco gab es jedes Wochenende regelmäßige Abschleppaktionen. Dabei steckte ich mich an.

Die letzten Jahre hatte ich solch ein Glück, dass ich nie über den HIV-Status hinausgekommen war, dass ich vom AIDS-Ausbruch verschont blieb.

Der 3. Oktober 1990. Die Welt feierte die Wiedervereinigung und ich begleitete meinen besten Freund auf seiner letzten Reise. Ich hatte ihn binnen kürzester Zeit wegen der „Schwulenpest“ dahinwelken sehen. Als er seine Augen für immer schloss, schwor ich mir nie wieder Sex zu haben. Sein Schicksal war meine Läuterung.

Ohne die Handy-Bilder wäre mein Prozess vielleicht anders ausgegangen.

Wenn ich aus dem Gefängnis komme, erwartet mich gesellschaftliche Ächtung und Armut. Die Anwälte, welche mein Unglück letzten Endes nicht hatten aufhalten können, hatten fast mein ganzes Vermögen verbraucht. Und das was noch übrig war, benötige ich hier zum Überleben. Ich gelte als Geächteter, als Freiwild. Ohne meinen monatlichen Obolus werde ich diese Haftanstalt vermutlich nicht lebend verlassen.

 

 

„Schmidti, das reicht noch nicht!“ Jörg rannte aufgeregt hin- und her. „Dieser Drecksack hat zu wenig bekommen! Deinen Bruder hat er umgebracht! Mit weniger solltest du, sollten wir, uns nicht zufrieden geben!“

Jörg, Oliver, Ralf, Stefan und Uwe Schmidt waren Freunde seit frühesten Kindertagen. Auch wenn das Leben sie mit grausamen Erlebnissen zu schikanieren schien und für einige Jahre auseinander gebracht hatte, so führte es sie letztlich dann doch wieder zusammen.

Allerdings würde dies heute ihr letztes Treffen für eine lange Zeit sein.

„Jörg, komm erst mal runter“, hob Oliver an. Die Wendezeit hatte ihn und seine Eltern nach Hamburg verschlagen. Heute betrieben er und sein Ehemann dort einen kleinen Mobilfunkshop. Ihre kleine Adoptivtochter wuselte nun schon einige Jahre ihr wohl sortiertes Leben durcheinander. Erst gestern gestand sie ihren Vätern, dass die weiß-glänzende Farb-Phase vorbei sei und sie jetzt auf die Farbe Ultramarinblau stände.

„Du hast recht, er ist ein Drecksack!“, hob Oliver abwehrend die Hände, als Jörg scheinbar explodieren wollte. Das berufliche Leben hatte es mit dem aufbrausenden Mann letztlich gut gemeint. Er war einer der besten Gastroenterologen Deutschlands. Nur VIPs bekamen Termine bei ihm. Lediglich privat gab es eine Trennung nach der anderen, aktuell war es die vierte Scheidung, die er gerade durchlebte.

Jörg setzte sich hin. Er wusste ja selbst, dass sie die maximale Rache erzielt hatten. Das es mehr war, als sie sich je hatten erträumen können.

Natürlich dankte er auch dem Schicksal, dass dieses Stück Abschaum so eitel gewesen war, ausgerechnet bei ihm, in seiner Praxis, die Koloskopie durchführen zu lassen. Schade, dass er die Spiegelung nicht hatte durchführen können. Sonst hätte er den Darm mit vielen kleinen Stichen…

Erschrocken richtete Jörg sich auf. Er war Arzt geworden um zu lindern, zu heilen. Doch seit der Verurteilung trieben die düstersten Gedanken durch seinen Kopf und ein perforierter Darm hätte ein grausamer Tod werden können.

Ralf hockte sich vor Jörg. Er konnte seinem Freund die inneren Dämonen vom Gesicht ablesen.

„Atme tief durch und lasse die Gedanken zu.“, versuchte Ralf ihn durch diese Attacke zu begleiten. „Du wirst nichts davon tun, nur weil du es denkst.“

Als Leiter einer Selbsthilfegruppe für HIV-Opfer sollte er verschiedene Grundtechniken beherrschen. Doch Ralf wusste, dass dies tiefer saß.

Sie alle hatten ein Trauma davon getragen, welches weder das Leben noch die Zeit hatte heilen können.

Durch seine Selbsthilfegruppe waren sie wieder zusammengeführt wurden.

Oliver hatte seine Geschichte erzählt und Stefan, Jörg und Schmidti waren entsetzt aufgesprungen und hatten sich erst einmal ein Glas Wasser holen müssen.

Später am Abend waren sie dann zu fünft in eine Bar gegangen und stellten fest, dass nur noch Andreas fehlte, Schmidtis Bruder.

Dieser lag im Krankenhaus und verstarb kurze Zeit später. Es war zwar selten geworden, in den letzten Jahren, aber er starb tatsächlich noch an AIDS.

Ralf hatte vor langer Zeit seinen Frieden mit seiner Ansteckung als Kind gemacht. Er war damals ein unschuldiges Opfer gewesen, wie auch seine fünf besten Freunde.

Seine Eltern und die Eltern seiner Freunde hatten sie im Juli 1990 zum ersten und einzigen Mal in ein Kinderferienlager geschickt.

Waren die Erwachsenen doch zur damaligen Zeit völlig überfordert mit dem Zusammenbruch der alten Welt und dem Umbruch in das vermeintlich neue goldene Zeitalter.

So hatten sie auch keine Geduld und keine Zeit für die völlig verstörten Kinder, die mit zerstörten Träumen und zerbrochenen Seelen aus dem Ferienlager zurückkamen.

Niemand hörte den Achtjährigen zu, als sie von dem zwanzigjährigen Betreuer erzählten, der sie abwechselnd jede Nacht zu perversen Dingen gezwungen hatte.

Auch als die HIV-Erkrankungen nach und nach erkannt wurden, stellte keiner einen Bezug her, zum Sommer 1990. Die Familien waren zwischenzeitlich, durch die Wende, in alle vier Himmelsrichtungen verstreut. Allein die gesellschaftlichen Folgen, durch diese damals verpönte Krankheit, trieben einige der Familien zur Trennung. Die Schicksale gestalteten sich schon fast stereotyp.

Und dann kam der Tag, an welchem Oliver seine Geschichte erzählte.

Abends in der Bar schmiedeten die Fünf gemeinste Rachepläne, welche alle tödlich enden sollten. Hatte dieser Bastard sie selbst zu einer lebenslangen Strafe verurteilt.

Am Grab von Andreas wussten sie alle fünf, dass es nun um Mord ging. Nur ohne Beweise und im Angesicht von DDR-Strafrecht und undurchsichtigen Verjährungsfristen war eine Anzeige schier aussichtlos.

Als Hauptkommissar konnte Schmidti im Hintergrund den ganzen rechtlichen Kram sondieren und er befand eine Verurteilung letzten Endes als unmöglich.

Dann kam der Tag als Jörg neben seiner Arzthelferin stand und diese die Terminanfrage erhielt.

Von nun an ging alles schnell. Jeder der Fünf trug seinen Teil dazu bei und nun war dieses Schwein endlich dort, wo es hingehörte.

Dies wollten sie heute feiern. Und so verbrachten die fünf Freunde ihr letztes Treffen schließlich doch noch in geselliger Laune und einigten sich Stillschweigen zu bewahren.

Als sie auseinander gingen, teilten sie die Genugtuung, dass dieser Bastard, Sebastian, sich bis an sein Lebensende würde fragen müssen, wer sein Leben zerstört hatte und warum.

4 thoughts on “Und wer nichts weiß bist du…

  1. Hallo froemmchen die Geschichte hat mir gut gefallen, vorallem hast du einen tollen Schreibstil. Allerdings hat mir die Spannung ein wenig gefehlt. Dass Sebastian, Wochen nachdem er das erste Handy versenkt hatte, dann plötzlich ein zweites, fast identisches gefunden hat, fand ich echt gut. Und von da an, hätte ich mir persönlich ein bisschen mehr Verwirrung gewünscht, bis zur Aufklärung, aber ich weiss die Kurzgeschichte, da darf man nie so weit ausholen und beschreiben. Meinen 👍hast du sicher 😊
    Lg frechdachs

  2. Hey froemmchen,
    gute Geschichte! War Mal was anderes dieses Thema. Du hast einen guten Schreibstil, musst aber noch etwas an der Spannung arbeiten. „Fünf Freunde“ Mal anders. 😉

    Vielleicht magst Du ja auch meine Geschichte „Stumme Wunden“ lesen, das würde mich sehr freuen. 🌻🖤

    Liebe Grüße, Sarah! 👋🌻 (Instagram: liondoll)

    Link zu meiner Geschichte: https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/stumme-wunden?fbclid=IwAR1jjPqPu0JDYk0CBrpqjJYN78PYopCEU1VGdqzCvgp7O4jnGKQSFdS6m6w

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