jasminDie Fremde im eigenen Haus

 

 

Freitag, 22.43 Uhr                                                                                                          

Karina 

Karina stieg aus der Dusche. Heißer Dampf füllte das gesamte Badezimmer. Sie trocknete sich ab und griff dann nach dem grauen Bademantel, der am Haken an der Tür hing.

Ursprünglich hatten sie und ihre beste Freundin Linda vor, heute gemeinsam essen zu gehen und wie so oft, überlegten sie es sich im letzten Augenblick anders und trafen sich in Karinas Wohnung auf ein Glas Wein. Dabei wäre ihre Freundschaft ohne ein Resteraunt gar nicht zustande gekommen.  Mit einem Lächeln musste sie an den Nachmittag vor ca. 1,5 Jahren denken, als Karina noch als Kellnerin in einem der vielen kleinen Cafés arbeitete. Der modern eingerichtete Laden mit den grässlichen Retro-Barhockern, die so gar nicht zum restlichen Mobiliar passen wollten, war wie immer gut besucht. Als plötzlich eine ziemlich aufgebrachte Frau eintrat, direkt auf Karina zumarschierte und begann, sie hysterisch anzuschreien, während Tränen einen feuchten Schlier auf ihren Wangen bildeten. Als sie Karinas irritierten Blick sah murmelte sie eine Entschuldigung und wollte das Café schon verlassen. Karina merkte gleich, dass die Frau Hilfe benötigte und lud sie auf ein Stück Kuchen ein.

Im späteren Gespräch erfuhr sie dann, dass sie der Frau, mit der Lindas Freund sie betrogen hatte, sehr ähnlich sah, zumal Linda sie nur aus dem Augenwinkel gesehen hatte, bevor ihre Gefühle mit ihr durchgingen.

Als sie an jenem Morgen aufgestanden war, hätte sie nie für möglich gehalten eine Freundschaft zu schließen, die heute nur noch wenige Autominuten voneinander entfernt lag.

Karina gähnte und griff nach den Weingläsern, die sie vorhin auf dem Couchtisch stehen gelassen hatte. Mitten in der Bewegung stockte sie. Ihre Nackenhaare stellten sich auf und sie spürte ein leichtes Kribbeln auf der Haut. Irgendetwas stimmte nicht. Das gleiche Gefühl hatte sie beim Betreten des Wohnbereiches gehabt, es jedoch für einen Streich ihres übermüdeten Körpers gehalten. Jetzt war es wieder da und dieses Mal ganz sicher keine Einbildung, denn Karina konnte aus dem Augenwinkel eindeutig eine Veränderung in ihrer sonst so ordentlich strukturierten Wohnung ausmachen.

Vorsichtig, wie einem scheuen Tier, dass einem bei der kleinsten falschen Bewegung zum Angriff übergeht, näherte sie sich dem Gegenstand, der nicht ins Bild passte, nicht hier sein sollte. Mit jedem Schritt, den sie sich näherte, konnte Karina den Fremdkörper auf dem Esstisch genauer erkennen.

 

Sie begann zu zittern. Unkontrolliert wollten ihre Hände nicht mehr das tun, was sie von ihnen verlangte. Sie hatte das Gefühl, dass ihr alles entglitt, dass ihr ganzes Leben langsam und kontinuierlich aus ihr entwich, aber es waren nur das Handy, dass mit einem dumpfen Schlag zu Boden glitt. Das merkte sie gar nicht, spürte sie gar nicht. Denn der stechende Schmerz der sich in ihrem inneren Aufbäumte war schlimmer als alles andere um sie herum. Eine Träne rollte lautlos aus ihrem rechten Augenwinkel. Panik quoll in ihr hoch, das Gefühl keine Luft zu bekommen. Sie hatte niemals einen Herzinfarkt oder ähnliches gehabet, aber so musste es sich in etwa anfühlen. Das hier war alles nicht real, am Ende waren Gefühle und Schmerzen doch nur vom Gehirn verursachte Illusionen. Karina hatte den Sinn dahinter nicht verstanden. Klar, man musste Schmerzen spüren, um eine Verletzung zu entdecken und reagieren zu können. Aber was hatten Gefühle für einen Sinn. Im Endeffekt sorgten sie doch nur dafür, dass man sich selbst fertigmachte. Wie konnte ein so hervorragend ausgearbeiteter Organismus nur solche, in Karinas Augen, Schwachstellen aufweisen. Wieso gab es keinen Mechanismus, der verhinderte, sich mit hohem Fieber selbst zu Kochen oder sich selbst die Fähigkeit nehmen zu atmen, wie in ihrem Fall.

Vielmehr quoll Kohlenstoffdioxid aus ihren Lippen, die sich zu einem lautlosen Schrei verformt hatten und verhinderte so, dass der nährende Sauerstoff um sie herum in ihre Lungen gelangen konnte. Doch da war nur die Panik, die ihr die Luftröhre zuschnürte.

Karina fing an, sich mit den Fäusten gegen die Schädeldecke zu schlagen, um den psychischen Schmerz gegen physischen einzutauschen. Es gelang ihr, genug Willensstärke aufzubringen, um, ihre Hände gegen den Kopf gepresst, dahin zu gehen, wo sie eben hergekommen war. Der Weg, der sich wie eine Ewigkeit anfühlte, verschwamm vor ihren Augen, doch schließlich stand sie im Badezimmer. Der Raum, idem sich das einzige Objekt befand, welches ihr jetzt noch helfen konnte. Auf das Waschbecken gestützt, öffnete sie mit der letzten Kraft, die sie mental bereit war aufzubringen das kleine Schränkchen und holte eine durchsichtige Dose hervor. Dann lies sie sich zu Boden sinken und lehnte sich am Badewannenrand an. Karina öffnete sie vorsichtig, nahm die Rasierklinge heraus und schnitt sich die Pulsadern auf.

 

Karina schloss die Augen und konzentrierte sich nur noch auf das sanfte Pulsieren der Schnittwunden, die im Takt ihres Herzschlages kleine Brände durch ihre Adern jagten. Sie spürte, wie der Schmerz zusammen mit dem Blut aus ihrem Körper floss und es beruhigte sie. Alles war gut. Bloß zwei kleine Narben würden zurückbleiben und sie würden blasser werden und irgendwann verschwinden. Aber das spielte keine Rolle, solange sie lebte. Und das war genau das, was sie hier machte. Genau in diesem Augenblick. Leben. Und manchmal brauchte es den Schmerz, um sie daran zu erinnern.  Damals hatte sie ihre Möglichkeiten abgewägt, genauer gesagt standen nur zwei zur Auswahl. Den Schmerz in ihrem inneren entweichen lassen und Leben oder tiefer Schneiden und sterben. Karina hatte sich für Leben entschieden, sich eingeredet, dass jeder eine zweite Chance verdiente, die Möglichkeit nochmal von vorn zu starten.

Sie wusste nicht mehr genau, wann sie angefangen hatte sich zu ritzen. Das klang dramatischer, als es war. Karina hatte sich nicht oft geritzt, nicht regelmäßig. Nur nach einer gewissen Zeit, wenn sich eine große Menge Schmerz angesammelt hatte. Sie hatte es nie leicht gehabt. Ihre Familiensituation war schwierig und, vielleicht genau deshalb, ihr restliches Umfeld auch. In ihrer Jugend war sie nur an die falschen Leute geraten, ohne dass es damals eine Rolle für sie gespielt hätte. Sobald sie die finanziell stark genug war, war sie von zuhause ausgezogen. Erst in eine eigene Wohnung und dann vor fünf Jahren in eine andere Stadt, weit weg von zuhause, wo sie endlich ihr eigenes Leben aufgebaut hatte.

Ab da hatte sie sich nur noch in solchen Momenten wir jetzt selbst verletzt. Nur das sie nur von dieser extremen Panik heimgesucht wurde, wenn sie aus den Albträumen erwachte. Träume, die sie bestimmt seit zwei Jahren nicht mehr hatte. Aber der Hintergrund des Sperrbildschirms des Handys hatte genau das gleiche Gefühl ausgelöst.

Das kleine Mädchen mit den dunklen Haaren und den noch dunkleren Augen. Verunsicherung machte sich in ihr breit. Wer kam nur auf die Idee ihr sein Handy in die Wohnung zu legen, noch dazu während sie zuhause gewesen war.                   

Sie fühlte sich nicht mehr sicher, genau wie in ihrem Elternhaus. Und das war doch das, was ein Ort, den man zuhause nennt, bedeuten sollte. Das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit. Karina hatte sich das Alles hier Stück für Stück aufgebaut und innerhalb von wenigen Minuten war alles weg.

 

Sie atmete noch einmal tief ein, dann wusch sie sich das Blut von ihrem Unterarm und holte ein dunkles Handtuch, das sie mit der unverletzten Hand auf den Schnitt drückte. Unschlüssig, was jetzt zu tun war, trat sie aus dem Badezimmer und lehnte sich an ihre Flurwand. Ihr erster Impuls war es die Polizei zu rufen, aber im gleichen Moment viel Karina ein, dass sie nicht die Kraft hätte, die Fragen, die die Beamten sicherlich stellen würden, zu beantworten. Zumal nichts gestohlen wurde, sondern nur etwas Mysteriöses dagelassen. Wissen sie wer das war? Was will die Person von ihnen? Sie war nicht nur kraftlos, sondern hatte wirklich keine Ahnung auf das Wer oder Warum. Sie wusste nicht einmal wie der geheimnisvolle Unbekannte ihre Wohnung betreten hatte. Außer…. Sie musste sicher gehen. Karina schluckte schwer und verließ den so sicheren Flur. Das Schlafzimmer. Der Ort, an dem sich ihr eigenes Handy befand.

Dafür musste sie aber erstmal an dem anderen vorbei. Es nicht aus den Augen lassend, schlich sich Karina ins Esszimmer und riss mit klopfendem Herzen die Tür zu ihrem Schlafzimmer auf.

Niemand versteckte sich darin. Sie tauschte den blutigen Lappen, den sie immer noch in der Hand hielt, gegen ihr Telefon. Die Wunde blutete ohnehin fast nicht mehr. Dann suchte sie mit zittrigen Fingern nach Lindas Nummer. Sie beobachtete immer noch das fremde Handy, in der Hoffnung es würde einen eingehenden Anruf erhalten. Aber natürlich geschah nichts. Wie auch? Sie wusste, wie Lindas Telefon aussah und dieses dunkle, klobige Modell entsprach so gar nicht ihrem Geschmack.

 

Wenige Augenblicke später hatte Linda den Anruf mit den Worten: „Hey, was gibt’s“, angenommen. Karina wollte schon wieder Auflegen, aber dann überlegte sie, dass es besser wäre ihren spät abendlichen Anruf zu erklären. „Rina“ Ihre Stimme bebte “Entschuldige bitte, dass ich dich jetzt noch anrufe, ich musste nur was überprüfen“ „Was ist los, geht es dir gut?“ „Ja, ich weiß nicht“, versuchte Karina auf die Fragen ihrer Freundin zu antworten. „Es ist was passiert“, brachte sie schließlich hervor, unsicher wie sie Linda die Situation erklären sollte. Irgendwer ist bei mir eingebrochen und hat ein Handy auf den Tisch gelegt. Linda würde sie ohne Zweifel für verrückt halten. „Ich komm vorbei, bleib da, wo du bist, ja?“ „Du brauchst nicht herkommen…“ „Gib mir 15 Minuten“. Linda legte auf.

Aber sie konnte nicht warten. Im Moment fiel ihr nur eine Person ein, die in der Lage gewesen wäre, leise und unbemerkt in ihre Wohnung zu gelangen. Jemand, der allen Einbrechern einen Vorteil hatte. Den Schlüssel.

 

Freitag, 23.57 Uhr                                                                                                       

Karina                                                                                                    

Karina spürte die Kälte der Steinstufen des Hausflures an ihren Füßen, die nur in dünnen Socken steckten. Sie hatte sich nur hastig einen weiten Hoodie übergeworfen und sich dann auf den Weg ins Ungewisse gemacht. Denn sie wusste tatsächlich nicht, was sie in an der Wohnung im Erdgeschoss erwartete. Wer sie erwartete. Es war durchaus möglich, dass sie falsche Schlüsse zog und den armen alten Mann unberechtigt um diese Zeit überrumpelte. Aber das musste sie in Kauf nehmen, wenn sie ihren Verdacht bestätigen wollte.

Jetzt stand sie wie erstarrt im Dunkeln vor einer Tür und kam sich dabei selbst wie eine Verbrecherin vor. Das Licht hatte sie ausgelassen, um Möglichst wenig aussehen zu erregen. Eindeutig ein Zeichen dafür, dass sie etwas Verbotenes vorhatte. Unschlüssig, was ihr weiteres Vorgehen betraf, spürte Karina ihr Herz klopfen und hielt unbewusst den Atem an, bis sie schließlich das Stechen des Sauerstoffmangels in der Brust spürte. Langsam zwang sie sich gleichmäßig ein und auszuatmen, was ihre Atemnot zunächst verschlimmerte, es ihr dann jedoch leichter viel.

Sie wusste nicht, wie lange sie schon hier stand. Es fühlte sich wie eine Ewigkeit an, konnte sich aber höchstens um wenige Minuten halten. Okay, dachte sie sich und beschloss einfach zu Klingeln. Das Dröhnen schallte Laut in ihren Ohren wieder und Karina zuckte zusammen.                                       

Sie wartete.

Niemand öffnete die Tür. Karina wollte nicht erneut Klingeln, auch wenn sie es ihr nicht verdächtig vorkam, um diese Uhrzeit nicht gleich die Tür aufzumachen. Sie schaute sich nochmal im dunklen Treppenhaus um, aber es war klar, dass kein anderer Hausbewohner sich hier mitten in der Nacht aufhielt. Als sie sich sicher fühlte, nicht beobachtet zu werden, holte sie den Schlüssel zur Wohnung ihres Nachbarn hervor und schloss auf. Es klickte leise und bevor sie ihre Handlung richtig realisieren konnte, stand sie schon im Esszimmer.

 

Karina konnte kaum etwas sehen, dafür aber umso besser riechen. Ein unangenehmer Geruch lag in der Luft. Nicht unangenehm, es stank bestialisch, nach Müll, der im Hochsommer tagelang im freien stand. Sie hustete leise und zuckte erneut zusammen. Möglichst flach atmend, versuchte sie den Ursprung ausfindig zu machen. Lange musste sie nicht Suchen. Schon im nächsten Raum wurde sie fündig.

Kein Abfall. Karina konnte sie eindeutig als Epizentrum des Geruchs identifizieren. Denn hier wurde der Gestank unerträglich und es trieb ihr die Tränen in die Augen. Die Frau saß auf einer Couch. Karina kam sie bekannt vor, war sich aber Aufgrund der Tatsache, dass sie eindeutig Tod war und so aussah, als wäre das schon mehrere Tage so, nicht ganz sicher. Die Haut war weis und an einigen Stellen dunkel angelaufen. Ekel stieg in ihr hoch, den sie im gleichen Moment schon wieder völlig vergaß, als sie die Stimme hinter ihr vernahm. Ruhig, aber bestimmt. „Gehen sie weg von ihr“.   

Karina drehte sich ruckartig um. Ihr schon stets höflich und bemühter Nachbar sah sie mit Augen an, die um Jahre gealtert schienen. Auch sein gesamter Körper wirkte kraftlos und ausgelaugt. Jetzt erst viel ihr ein, warum sie überhaupt hier war und aus demselben und tausend anderen Gründen, die in den letzten Minuten entstanden waren, wollte Karina so schnell wie möglich wieder verschwinden. „Es…es tut mir leid sie gestört zu haben. Am besten gehe ich wieder.“

„Schon in Ordnung Karina. Ich wusste, dass jemand kommen würde“ „Was haben sie mit ihr Gemacht“. „Ich?“, er wirkte ehrlich erschüttert. „Sie haben doch meine liebe Schwester gestört“. Daher kannte sie die Frau also. Karinas ekel kam zurück: “SIE IST TOD“ „Nein, sie ist nur eingeschlafen.“ 

Karina stiegen erneut die Tränen in die Augen. Egal, was er ihr angetan hatte, plötzlich tat ihr der alte Mann einfach nur leid. War sie eines natürlichen Todes gestorben, oder hatte er vielleicht doch etwas damit zu tun und verdrängte es jetzt, weil er es nicht wahrhaben wollte. Sowenig wie die Tatsache, dass er sich, vielleicht auch unterbewusst Hilfe bei ihr Gesucht hatte. Sie glaubte nicht mehr, dass er ihr etwas antun würde. 

Nicht ihr, aber sich selbst, wie sie zu spät erkannte. Denn bevor sie überhaupt reagieren konnte, hatte er sich schon das Messer, dass er die ganze Zeit in der Hand gehalten hatte und dass ihr nicht mal aufgefallen war, in seinen Bauch gerammt und sich zu der Frau auf das Sofa gelegt. „Du wirst immer bei mir sein“. Seine Worte galten nicht Karina. Sie wusste das, als sie zurück in den Flur rannte. Nicht in der Lage, zu begreifen, was da eben vorgefallen war. Sie zog ihr Handy hervor, wählte dem Notruf, gab die Adresse durch und begann dann hektisch den Schorf von ihren Wunden zu kratzen.

 

Freitag, 23.49 Uhr                                                                                                          

Linda                                                                                                                            

Linda verzog die Lippen zu einem Lächeln, als sie sich von Karina verabschiedete und auflegte. Ist es nicht unglaublich unfair, dass einige Glücklich waren, Freunde hatten, vielleicht sogar verliebt, während sie durch die Hölle gegangen war. 

Sie hatte unfassbar viel gelitten, geschrien, geweint. Sie war sich sicher gewesen, dass für alles Schlechte, was auf der Welt passiert, sie allein die Verantwortung trug. Bis zu dem Tag, an dem ihr bewusst wurde, das es nicht ihre Schuld war. Es war nicht ihre Schuld. Schreckliche Dinge passieren nun mal. Jeden Tag und überall. Dafür tragen nicht jene die Verantwortung, die Bedingungslos Lieben und Vertrauen schenken, sondern die, die diese Gefühle verletzen und zerstören.

Linda war jung Mutter geworden, was sie nie gestört hatte. Doch was hatte sie gestört hatte, war das der Kindsvater sie im Stich gelassen hatte. Da passte es gut, dass es noch andere Menschen gab, die ihr halfen und sie unterstützten. Menschen wie Vanessa. Den Pflichten als Lindas beste Freundin nachkommend, leistete sie Linda seelischen Beistand und unterstützte sie, wo sie nur konnte. Dazu gehörte eben auch, gelegentlich auf Leah aufzupassen. Bis zu dem Tag an dem sich alles änderte. Linda musste zu einer gerichtlichen Anhörung und konnte die Zweijährige nicht mitnehmen. Als sie wieder nach Hause kam, war Leah bereits tot.

Vanessa war mit ihrer Tochter zu dem nahegelegenen Spielplatz gegangen. Auf dem Rückweg hatte sich die Kleine von ihrer Hand losgerissen und war auf die Straße gerannt. Das anrollende Auto konnte nicht mehr bremsen. Ein, nach Gründlichen Untersuchungen und Zeugenaussagen, Unfall. Aber Linda war damals wie heute klar, dass Vanessa dafür verantwortlich war. Leah war zu intelligent gewesen, um nicht einfach so auf die Straße zu laufen. Ausgerechnet ihre beste Freundin. Die, der sie doch am meisten von allen vertraut hatte.

Am Ende muss die Gerechtigkeit siegen. Jeder behauptet, dass das Gesetz Gerechtigkeit verspricht. Aber wie kann es gerecht sein, dass Menschen wie Vanessa, die eindeutig unverzeihliches getan haben, freigesprochen werden, während Menschen, wie sie, die doch eindeutig Opfer sind, dafür drei Jahre in die Geschlossene verfrachtet werden. 

Als sie entlassen wurde, war sie ein Niemand. Sie stad da, mit nichts. Das einzige, was Linda geblieben war, waren Wut und tiefe, alles vernichtende Verzweiflung. Und genau diese Wut wurde zu ihrer treibenden Kraft. Das Elixier ihrer selbst, dass sie auf der Suche nach dem Menschen, der ihr solchen Schmerz bereitet, antrieb. Sie hatte jeden gefragt, war bei Vanessas Eltern gewesen, aber die konnten ihr auch nicht sagen, was aus ihrer Tochter geworden war. Auch sie hatten sie seit dem „Unfall“ nicht mehr gesehen.

Schließlich heuerte Linda einen Privatdetektiv an, der sie ihre letzten Ersparnisse kostete. Von denen sich jeder Cent gelohnt hatte, denn er fand den Menschen, der für den Tod von Leah verantwortlich war.

Ohne einen rechten Plan, war Linda vor genau 18 Monaten zu dem Resteraunt gefahren, indem der Detektiv Vanessas Arbeitsstelle ausfindig gemacht hatte. Linda war hineingegangen und Sie war dort gewesen. Sie hatte es gewagt einfach neu anzufangen, alles hinter sich zu lassen. Eigentlich nur Gut für Linda, denn das hatte ihr geholfen sie noch mehr zu hassen. So sehr, dass sie den Entschluss gefasst hatte, dass Vanessa das Gleiche Schicksal verdiente, dass ihre Tochter aus dem Leben gerissen hatte.

Linda war auf sie zugestürmt und hatte sie angeschrien. Aber die Bitch hatte sie nur verwirrt angesehen. Und dann entdeckte Linda den kleinen Funken in ihren Augen. Den, der das Fass zum Überlaufen brachte. Mitleid. Vanessa hatte sie nur mitleidig angesehen, wie einen streunenden Hund. Und dann hatte sie versucht ihr zu helfen. Aber nicht wie man einer alten Freundin hilft, der man das Schlimmste nur vorstellbare angetan hat, sondern wie Menschen, die aufrichtig gut sind, einem Fremden helfen. Vanessa hatte sie nicht erkannt, nicht gewusst wer sie war. Vielleicht spielte sie auch einfach mit ihren Gefühlen, um sie noch mehr zu quälen.  Sie hatte ihr doch schon alles Genommen, aber dieses letzte Stückchen Würde, das in ihr war, würde sie nicht bekommen. Nicht nachdem sie so viel dafür gegeben hatte, alles versucht hatte. Sie sollte das zugeben, was sie getan hatte und dann sollte sie dafür Leiden.

Vanessa trug jetzt einen anderen Namen. Karina. Allein wenn sie daran denken musste, wurde ihr schlecht. Noch schlimmer war es mit ihr zu reden, so wie eben und am allerschlimmsten war es sie zu umarmen, sich ihre Sorgen und Probleme anzuhören und sie bei der Bewältigung zu unterstützen. Dabei freute sie sich jedes Mal, wenn es Vanessa schlecht ging. Am Telefon hate sie sich komplett fertig und aufgelöst angehört. Das hatte sie so verdient. Linda war stolz auf die Idee mit dem Handy und Leah als Hintergrund. Eigentlich wollte sie Vanessa noch Textnachrichten senden, aber dafür war jetzt keine Zeit mehr. 

 

Linda wischte sich die Tränen vom Gesicht. Morgen würde es vorbei sein. Nur noch ein paar Stunden. Länger musste sie die Schmerzen dieser Welt nicht mehr ertragen. Dann verließ sie ihre Wohnung und vergaß vor Aufregung und Vorfreude ihr Handy. Aber das merkte sie nicht, als sie in ihr kleines Auto stieg und losfuhr. Lange dauerte die Fahrt nicht. Nur bis zur nächsten roten Ampel, bei der sie nicht stehen blieb und den Jeep übersah, der von links angefahren kam.                     

 

Samstag, 02.17 Uhr                                                                                                       

Karina

Karina stieg aus der Dusche. Heißer Dampf füllte das gesamte Badezimmer. Sie trocknete sich ab und wollte schon nach dem Bademantel an der Tür greifen, doch dann fiel ihr ihr ein, dass sie ihn vorhin im Schlafzimmer liegen gelassen hatte.           

Also wickelte sie sich ihr Handtuch um den Körper und machte sich auf den Weg in die Küche. Erneut, wahrscheinlich zum hundertsten Mal in den letzten Stunden, versuchte sie Linda anzurufen. Und zum wahrscheinlich hundertsten Mal ging nur die Mailbox ran. „Ich bins, geht es dir gut? Bitte ruf mich zurück, wenn du das hier hörst.“ Karina versuchte sich einzureden, dass ihre Sorgen unbegründet waren. Bestimmt war Linda doch zu müde gewesen, ihr Handy ausgeschaltet und war Schlafen gegangen. Was Karina nebenbei auch dringend nötig hätte. Schlaf. Aber sie wusste genau, dass sie kein Auge zutun könnte, ohne permanent an das was passiert war und an Linda zu denken. Sie schenkte sich ein Glas Wasser ein und setzte sich an den Tisch, wo sie zwei Aspirin gegen ihren immer noch brummenden Schädel schluckte.

Da lag es noch. Der Gegenstand, der das ganze Chaos hier ausgelöst hatte. Sie hatte den Polizisten nichts von dem Handy erzählt. Die Frau hatte sie sowieso nicht geglaubt. Verständlich. Würde ihr jemand erzählen, dass sich ein Nachbar mitten in der Nacht, nachdem er Tagelang die Leiche seiner Schwester in der Wohnung lagert und noch dazu daran festhält, dass es ihr gut geht, plötzlich die Wahrheit realisiert und sich das Leben nimmt, würde sie die Person eindeutig für schuldig halten.       

Da konnte Karina nicht noch damit ankommen, dass der Mann, der sich vorhin das Leben genommen hatte, ihr eine Botschaft zugesandt hatte.

Sie hatte es nicht erwähnt. Einen anderen Grund genannt, warum sie mitten in der Nacht ihren Nachbarn einen Besuch abstattete. „Schreie, ich habe Schreie gehört.“ Im selben Moment verfluchte sie sich selbst. Schreie, hätte ihr nichts Besseres einfallen können. Aber das spielte jetzt keine Rolle. Als die junge Polizistin sie misstrauisch angesehen hatte, murmelte sie noch schnell: “Ich konnte nicht Schlafen und wollte kurz vor die Tür. Als ich im Flur stand schrie plötzlich jemand. Also bin ich zurück und hab den Ersatzschlüssel geholt und sie dann dort sitzen sehen.“ Die Polizistin hatte auf ihre Füße geblickt, an denen ja keine Schuhe waren, aber nichts mehr gesagt.

Falls Karina es sich anders überlegen sollte, würde sie in den nächsten Tagen bestimmt noch Gelegenheit finden, das Handy abzuliefern. Die Beamten waren noch nicht fertig mit ihr. Sie hatten sie nur ein paar der Fragen gestellt, von denen sie bestimmt noch tausende hatten und sie, nachdem Karina auf medizinische Betreuung verzichtet hatte, zu ihrer Wohnung gebracht.

Karina wählte wieder Lindas Kontakt, auch dieses Mal nahm niemand ab. Sie seufzte und entschied sich nach kurzer Überwindung, doch ins Bett zu gehen. Ein bisschen ruhe würde ihr doch guttun. Egal was noch auf sie zukam, es musste bis morgen warten. „Morgen“ sagte Karina laut, um sich selbst Mut zu machen. Dann verbannte sie das Handy in den Wohnzimmerschrank und tapste barfuß ins Schlafzimmer.

Seit langem träumte sie wieder und weinte lautlose Tränen im Schlaf. Denn das, was sie träumte war schlimmer als alles andere auf dieser Welt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

21 thoughts on “Die Fremde im eigenen Haus

  1. Liebe Jasmin,
    oha, meine Namensvetterin macht ja einiges durch. Dass sie die „Verrückte“ von beiden ist, hätte ich nicht erwartet. Oder hat Linda recht und Karina ist eigentlich Vanessa? Die unerwarteten Wendungen machen jedenfalls Spaß und du hast die wahnhaften Gedankengänge und Gefühle gut beschrieben finde ich. Das Ende konnte ich nicht ganz nachvollziehen. Warum sollten die Polizisten Karina nicht glauben bzw misstrauisch sein? Wo fährt Linda hin? Und was träumt Karina? Trotzdem aufregende Geschichte. Respekt!
    Viele Grüße, Linda

    1. Vielen Dank für dein Feedback,
      Linda möchte eigentlich zu Karina fahren, kommt aber nie dort an. Als Karina mit der Polizei spricht hat sie die ganze Zeit das Gefühl, beim Lügen ertappt zu werden, weil sie selbst weiß, dass sie Fakten verschweigt.
      Ich werde auf jeden Fall nochmal drüber gucken, ob ich es hier und da verständlicher gestalten kann.
      Liebe Grüße

  2. Hi Jasmin,

    Deine Geschichte ist dir sehr gut gelungen. Besonders das Thema, das du in deiner Story aufgreifst hat mir hervorragend gefallen. Ebenso mag ich die Wendung, den Perspektivwechsel und die offenen Fragen, mit denen du die Leserschaft zurücklässt.

    Als Verbesserungsvorschlag würde ich dir empfehlen, dass du deine Geschichte noch nach Rechtschreibfehler untersuchst. Beim Lesen ist mir an einigen Stellen aufgefallen, dass Wörter falsch waren. Aber das sind ja nur kleine Fehler und ich bin mir sicher, dass du sie schnell verbessern kannst 🙂

    An einer Stelle würde ich einen kleinen Teil vom Satz verändern. Und zwar meine ich den Moment, als Karina sich ritzt. Du hast geschrieben, dass sie sich mit der Rasiermesserkline die Pulsader aufschlitzt. Allerdings bezweifle ich, dass sie dann hinterher lediglich ein Handtuch auf die Verletzung pressen muss, bis sich diese bald wieder schließt. Normalerweise müsste sie dann früher oder später verbluten. Von daher würde ich dir vorschlagen, dass du einfach schreibst, dass sie sich am Unterarm oder so geritzt hat. Das ergibt aus meiner Sicht im Zusammenhang der Handlung mehr Sinn, wenn du verstehst, was ich meine.

    Ich hoffe, dass ich dir mit diesem Feedback ein wenig weiterhelfen kann. Trotz der kleinen Kritikpunkte hat mich deine Geschichte richtig gut unterhalten, wodurch du dir wirklich ein zusätzliches ♡ dazuverdient hast!

    Alles Liebe 🙂
    D
    A
    M

    1. Es freut mich sehr zu hören, dass dir meine Geschichte gefallen hat. Rechtschreibung ist definitiv etwas, dass ich noch verbessern kann. Über deinen anderen Kritikpunkt werde ich auch nochmal drüber schauen. Also vielen Dank für den Verbesserungsvorschlag!
      Herzliche Grüße

  3. Mir hat dein Titel wirklich gut gefallen, da möchte man einfach lesen, was da dahintersteckt. Das Ende fand ich etwas soft, da hättest du für meinen Geschmack schon etwas mehr Action reinbringen können. Deine Idee ist gut aber du könntest noch versuchen deine Übergänge etwas weicher zu gestalten, sodass es sich flüssiger liest. Dran bleiben!:)

  4. Hi,
    mich lässt die Geschichte mit relativ vielen Fragen zurück, vielleicht habe ich aber einfach nicht allem folgen können …
    Ich verstehe den Sidekick zum Nachbarn nicht so recht. Der hat doch eigentlich nichts mit der eigentlichen Geschichte zu tun, oder?!?
    Wenn die beiden einst beste Freundinnen waren, die eine der anderen sogar die Tochter anvertraut hat, würde ich annehmen, dass man sich auch nach 20 Jahren oder mehr wieder erkennt ( vielleicht habe ich da aber auch die Erklärung überlesen ), aber spätestens, wenn man sich dann anfreundet, müsste man sich nach einiger Zeit wieder erkennen, denke ich.
    Diese Stelle hier habe ich nicht verstanden :“…Dafür musste sie aber erstmal an dem anderen vorbei….“ An welchem Zimmer und warum musste sie daran vorbei, was hat es damit auf sich ?
    Als letzten „Meckerpunkt“ hätte ich noch die Rechtschreibung und hier und da der Wechsel der Zeitform ( mal Gegenwart, mal Vergangenheit : „hat / hatte“). Aber das sind Kleinigkeiten, die recht schnell überarbeitet sind.
    Ich habe aber nicht nur negative Kritik ( obwohl sie gar nicht negativ gemeint ist… ).
    Mir hat sehr gut gefallen, wie Du die Panikattacke beschrieben hast, die zum Ritzen führte. Auch die Beschreibung des Ritzens ist nicht unbedingt falsch. Sich die Pulsadern quer aufzuschneiden führt nämlich tatsächlich kaum zum Verbluten, da sich die Venen recht schnell wieder schließen, anders als wenn man sie längs aufschneidet …
    Mir hat auch gefallen, dass Linda, anders als in vielen anderen Geschichten, nicht mehr die Gelegenheit hat, ihre Rache zum Ende zu bringen, sondern sehr abrupt aus der Geschichte scheidet. Das ist mal was anderes.
    Ich würde vielleicht noch den Schlusssatz weglassen, oder aber ihn noch einmal umformen, er ließt sich etwas „kindlich“ ( ich weiß nicht, ob ich das richtig ausgedrückt habe, aber in dem Satz ist mehr drin…).
    LG

    P.S. vielleicht hast Du ja Lust, auch meine Geschichte zu lesen und ein Feedback dazu abzugeben … >>Glasauge

    1. Danke, dass du dir die Zeit genommen hast, meine Geschichte zu lesen und mir ein so ausführliches Feedback zu geben. In weiteren Schreiberfahrungen kann ich sicher darauf zurückgreifen. Ich schau auch sehr gerne bei deiner Geschichte vorbei.
      Viele Grüße

  5. Liebe Jasmin

    Zunächst einmal ein dickes Kompliment für deine Geschichte.

    Ich fand sie prima.
    Ich habe sie gerne gelesen und wollte unbedingt direkt wissen, wie es weiter geht.

    Das mit den Rechtschreibfehlern und der Zeichensetzung – geschenkt.

    Ein Fremdleser würde sie direkt sehen und korrigieren. Also lass deine Geschichten in Zukunft immer noch einmal gegenlesen.

    Dann bisse die Sorge schon mal los.

    🙂

    Das wichtigste ist und bleibt die Geschichte.
    Die Story.
    Die Grundidee.

    Und das alles stimmt bei dir komplett.

    Ich habe die Geschichte wirklich sehr gerne gelesen. Sie war besonders.

    Dein Schreibstil wirkte erfrischend aber zugleich zielstrebig auf mich.
    Man merkt und spürt deutlich, dass du viel Arbeit und Herzblut in die Story gelegt hast.
    Kompliment.

    Schreib immer weiter und du wirst immer mehr Erfahren sammeln und noch genialere Geschichten schreiben.

    Sagte ich, dass mir dein Ende besonders gut gefiel?
    Egal.

    Mein Like hast du natürlich sicher.

    Ganz liebe Grüße,
    Swen Artmann
    (Artsneurosia)

    Vielleicht hast du ja Lust und Zeit, meine Geschichte auch zu lesen.
    Ich bin gespannt, wie sie dir gefällt.

    Meine Geschichte heißt:
    „Die silberne Katze“

    Ich danke dir, vor allem für deine Geschichte und die spannende Unterhaltung.
    Bleib gesund.

    1. Lieber Swen,
      tatsächlich hat niemand Korrektur bei meiner Geschichte gelesen. Von dem her, sind viele Fehler dabei, die mir selbst nicht aufgefallen sind, die ich nochmal überarbeiten kann. Es freut mich sehr, dass ich dich mit der Geschichte unterhalten konnte. Ich werde deine auf jeden Fall auch noch in den nächsten Tagen lesen.
      Grüße

  6. Liebe Jasmin,
    als erstes möchte ich dir ein großes Lob für deine Geschichte aussprechen. Sie liest sich sehr flüssig. Bravooooo!
    Hier und da gibt es wie bereits erwähnt ein paar Wiederholungs-, Rechtschreib- und Zeichenfehler (viel ein = fiel ein, …). Aber kannst du ja schnell korrigieren😉 .
    Toll, wie du den Punkt mit der Rache umgesetzt hast. Linda sah den Jeep nicht und kann daher ihren Plan nicht umsetzen. Karina ist nun genug mit ihren Alpträumen gestraft.
    Eine Frage habe ich noch zu „lautlosen“ Tränen? Du willst sicherlich damit zum Ausdruck bringen, dass Karina stumm und leise leidet, oder? Gibt es denn „laute“ Tränen? Kam kurz bei diesem Bild ins Stocken.

    Vielen Dank für deine Geschichte. Sie hat mich zum Nachdenken gebracht, weil ich auch Mama bin. Ganz tolle Idee. Super! Und viel Glück weiterhin🍀. Mein Like 👍 hast du.
    Ich würde mich sehr freuen, wenn du auch meine Geschichte „HAPPY BIRTHDAY🥧🎈🎉 “ liest, kommentierst und mir schreibst, wie sie dir gefällt.
    https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/happy-birthday  
    LG, Martina 😉

    1. Liebe Martina,
      vielen Dank für die lieben Worte. Mit lautlosen Tränen ist nur gemeint, dass sie Leise weit, ohne dass diese Bemerkt erden. Niemand hört sie und weil sie schläft sind ihre Tränen auch von ihr selbst unbemerkt.
      Ich schau auch mal bei dir vorbei.
      Liebe Grüße,
      Jasmin

      1. Danke liebe Jasmin für deine Erklärung. Dann macht das natürlich Sinn mit den lautlosen Tränen 😉. Freue mich auf deinen Kommentar zu meiner Geschichte.

        Liebe Grüße und ein schönes Wochenende,
        Martina

  7. Hallo Jasmin,
    ich glaube, alles was es zu sagen gäbe, ist bereits gesagt worden und ich will es nicht noch einmal aufwärmen (Grammatik etc.).
    Ich finde die Idee gut, und, bis auf die kleinen Macken, auch wie die Geschichte geschrieben ist. Ebenso wie das abrupte Ende durch den Unfall.
    Meine Stimme hast du.

    Wenn du Zeit hast, würde es mich freuen, wenn du auch mal bei mir vorbeischaust und vielleicht einen Kommentar da lässt.

    Viele Grüße
    J.D.
    https://wirschreibenzuhause.de/geschichten/das-leben-eines-toten-mannes

  8. Hallo Jasmin,

    Deine Geschichte hat so viel Potenzial. Ich bin ganz begeistert. Jetzt habe ich in Deinem Steckbrief auch noch gelesen, dass Du 16 Jahre alt bist. Das hätte ich beim Lesen nie gedacht. Wirkt alles total erwachsen auf mich. Toll!

    Ich denke, Du hast Dir bei vielen Dingen den Hintergrund nur „gedacht“, so dass mir auch nicht ganz klar war, welche Rolle der Nachbar hat. Aber egal… mit ein bisschen Überarbeitung wäre die Story der Hammer. Ganz besonders gut gefällt mir, dass der Racheengel hier nicht zu seiner tatsächlichen Rache kommt. Total cool und hier (ich habe ca. 200 Geschichten gelesen) ein wirkliches Alleinstellungsmerkmal.

    Was ich eigentlich sagen will… Profis haben Lektoren und denen fallen Unstimmigkeiten oder Rechtschreibfehler auf. Du hast alles ganz allein gemacht und das wirklich toll. Ich bin Dein Fan 🙂

    Ein dickes rotes Herz für Dich!

  9. Mir hat deine Geschichte an sich gut gefallen, ich mag deinen Schreibstil und die ausführlichen Bilder, die du kreierst. Ich fand das Ende allerdings ein wenig abrupt und für mich persönlich passt der Titel nicht ganz zur Story, als ich den Titel gelesen hab, hatte ich direkt eine kleine eigene Vorstellung im Kopf, die sich dann nicht erfüllt hat, was an sich absolut nicht schlecht ist, aber ich persönlich mag es halt, wenn der Titel in der Story schlüssig wird.
    Da das aber nur Kritikpunkte sind, die meinem eigenen Geschmack unterliegen, bekommst du ein Herzchen von mir.
    Vielleicht hast du ja auch mal Lust meine Geschichte zu lesen: Gedächtnisschwund

  10. Hallo Jasmin,
    Du hast eine tolle bildliche Geschichte erschaffen, die sprachlich noch ein bisschen mehr Potenzial hat, aber trotzdem schon klasse ist. Auf jeden Fall weiter so! Von mir gibt es dafür ein Like und ich wünsche Dir natürlich viel Erfolg 😁🍀.

    Liebe Grüße

    Maddy

    P. S Meine Geschichte ist „Alte Bekannte“ und ich würde mich freuen wenn du sie lesen würdest 🙈☺️. Feedback ist natürlich ebenso willkommen.

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